Wenn es keinen G'tt gibt...ergeben sich mind. genauso viele Fragen. Dennoch sind es teilweise sehr gut und berechtigte Fragen.
________________________ Es gibt den freien Willen und es gibt auch die freie Entscheidung, doch die freie Handlung kann es nicht geben. Nicht nur die Umwelt legt einem Fesseln an, sondern auch das Schicksal, sei es G'tt oder eine andere Kraft, gibt jedem Menschen ein Kartenblatt und es ist die Aufgabe des Menschen sein Kartenblatt sinnig auszuspielen, versch. Strategien mit diesen Karten zu entwerfen und sich für die beste Alternative zu entscheiden, doch selbst in diesem Punkt ist der Kartenspieler eingeschränkt, denn die möglichen Spiel- bzw. Handlungskombinationen sind durch die gegebenen Karten eingeschränkt und bestimmt. Ein guter Mensch, macht selbst das schlechteste Blatt zu einem Trumpf.
Ich würde ihn fragen: " Herr, warum schmeißt du nicht mehr Hirn? "
____________________________________________________________ "Hin zu Gott!" Max Planck in 'Religion und Naturwissenschaft' ------------------------------------------------------------ "Swenne ich predige, só pflige ich ze sprechenne von abegescheidenheit und daz der mensche ledic werde sin selbes und aller dinge. Ze dem andern mále, daz man wider ingebildet werde in daz einfaltige guot, daz got ist." Meister Eckhart ----------------------------------------------------------- Wort des Franziskus an seinem Lebensende: "Lasst uns anfangen!"
__________________________________________________ Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung, so nennt man es Geisteskrankheit. Leiden viele Menschen an einer Wahnvorstellung, dann nennt man es Religion(Robert M. Pirsig) Die Realität ist nix für Weicheier (Stan)
vielleicht haben wir nur ein falsches Bild von G"tt. Vielleicht ist unser G"ttesbild zu Anthropomorph. Wenn wir die Natur als "G"tt" ansehen, dann ist es möglicherweise nicht mehr so schwierig diesen zu akzeptieren. Das Hauptproblem ist doch dass wir G"tt in unseren Gedanken Menschlich machen, und somit genau so klein wie wir selbst sind. Und das ist auch genau das Problem der Religionen. Sie macht ihr G"ttesbild genau so kleinlich, miesepetrig, dünkelhaft und blutdürstig wie den Menschen selbst. Auch in der Natur gibt es Gewalt und Blutvergiessen, aber nur zur Erhaltung der eigenen Art. Aberdie natur sorgt dafür dass durch eine Weiterentwicklung die Karten ständig neu gemischt werden. Oder mit anderen Worten, wenn der Mensch eine raffinierte Mausefalle erfindet, erfindet die Natur noch schlauere Mäuse, die den Trick durchschauen.
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Der Philosoph denkt über G"tt nach, der Gläubige denkt über sich selbst nach. Denn der Philosoph weiss dass es ihn selbst gibt, und daher denkt er darüber nach ob es G"tt gibt. Der Gläubige weiß dass es G"tt gibt,und deswegen denkt er darüber nach in welchem Verhältnis er zu G"tt steht und wie er G"ttes Willen erfüllen kann.
In Antwort auf:vielleicht haben wir nur ein falsches Bild von G"tt.
Nicht vielleicht, sondern ganz sicher. Das Übertragen menschlicher Sichtweisen ist falsch. Aber das Bild eines ergrauten alten Mannes mit Rauschebart ist wohl nicht aus den Köpfen zu kriegen. So 'n Quatsch...
____________________________________________________________ "Hin zu Gott!" Max Planck in 'Religion und Naturwissenschaft' ------------------------------------------------------------ "Swenne ich predige, só pflige ich ze sprechenne von abegescheidenheit und daz der mensche ledic werde sin selbes und aller dinge. Ze dem andern mále, daz man wider ingebildet werde in daz einfaltige guot, daz got ist." Meister Eckhart ----------------------------------------------------------- Wort des Franziskus an seinem Lebensende: "Lasst uns anfangen!"
In Antwort auf:vielleicht haben wir nur ein falsches Bild von G"tt.
Nicht vielleicht, sondern ganz sicher. Das Übertragen menschlicher Sichtweisen ist falsch. Aber das Bild eines ergrauten alten Mannes mit Rauschebart ist wohl nicht aus den Köpfen zu kriegen. So 'n Quatsch...
Dabei ist der ja auch nicht stehengeblieben"..heute trägt er nur noch Kinnbart und ne modische Kurzhaarfrisur mit blonden Strähnchen.
__________________________________________________ Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung, so nennt man es Geisteskrankheit. Leiden viele Menschen an einer Wahnvorstellung, dann nennt man es Religion(Robert M. Pirsig) Die Realität ist nix für Weicheier (Stan)
Zitat von maleachi 89 Aber das Bild eines ergrauten alten Mannes mit Rauschebart ist wohl nicht aus den Köpfen zu kriegen.
So jetzt eine Religionshistorische Frage : Wann, wo, von wem ist denn dieses Bild erstmalig aufgebracht worden, oder wenigstens erstmalig nachweisbar verwendet
Ich habe natürlich einige Ideen wieso der Text der Genesis dies Bild zu geben scheint. Aber vielleicht weiss wer von euch noch etwas spezielles. Beispielsweise wäre interessant wo und wann die ersten Bildnisse oder Fresken entstanden (die nachweislich existierten oder vielleicht noch erhalten sind) die jenes Gottvater-Bild des Abrahamitischen Gottes bestätigten und für alle Nachwelt prägten.
Weiss da jemand etwas
Der Gott der Bibel hat Angst vor Eisen : Richter 1.19Und der HERR war mit Juda, daß er das Gebirge einnahm; denn er konnte die Einwohner im Grunde nicht vertreiben, darum daß sie eiserne Wagen hatten.
Mein Lieblingspsalm in der Bibel : Psalm 137.9Wohl dem, der deine Kindlein nimmt und sie zerschmettert am Felsgestein!
Das ist mal eine interessante Frage - von den Juden kann's nicht kommen, denn die hatten ein absolutes Bilderverbot; im Frühchristentum gab's das m.W. auch nicht - die älteste solche Darstellung die ich kenne, ist die von Michelangelo in der Sixtina - vielleicht ein Anklang an Zeus? Schließlich war das am Anfang der Renaissance...
In Antwort auf:Wenn wir die Natur als "G"tt" ansehen, dann ist es möglicherweise nicht mehr so schwierig diesen zu akzeptieren.
Das klingt ja fast schon nach einem chassidisch-kabalistischen Ansatz der G'ttesbetrachtung. Der g'ttliche Funke ist in jedem Element der Schöpfung - Natur ist g'ttlich. Interessant ist auch, wie die Breslover Chassidim mit diesem Gedanken umgehen: Jeden Tag eine Stunde in der Natur meditieren und G'ttes Schöpfung genießen.
________________________ Es gibt den freien Willen und es gibt auch die freie Entscheidung, doch die freie Handlung kann es nicht geben. Nicht nur die Umwelt legt einem Fesseln an, sondern auch das Schicksal, sei es G'tt oder eine andere Kraft, gibt jedem Menschen ein Kartenblatt und es ist die Aufgabe des Menschen sein Kartenblatt sinnig auszuspielen, versch. Strategien mit diesen Karten zu entwerfen und sich für die beste Alternative zu entscheiden, doch selbst in diesem Punkt ist der Kartenspieler eingeschränkt, denn die möglichen Spiel- bzw. Handlungskombinationen sind durch die gegebenen Karten eingeschränkt und bestimmt. Ein guter Mensch, macht selbst das schlechteste Blatt zu einem Trumpf.
Natur ist göttlich ist aber ein anderer Ansatz als Gott = Natur. Pantheismus ist eigentlich schon Atheismus. Gegen einen solchen Gott gibts kaum was einzuwenden. Denn der war dann kein Schöpfer, sondern ist als Natur auch einfach den Naturgesetzen unterworfen oder stellt sie halt dar.
Aber der monotheistische Glaube, so wie ich ihn für mich begreife, spricht ja gar nicht gegen Naturgesetze. Klar, sie werden in der Torah nicht aufgelistet, aber die Torah bzw. die Bibel soll ja auch keine wissenschaftlichen Formeln usw., sondern Denkweisen in Bezug auf Ethik und Moral lehren. G'tt manifestiert sich in den Naturgesetzen und somit auch in der Natur an sich. Wenn man das Wort benutzen will quasi durch seinen "heiligen Geist". Sicher, die Natur als das G'ttliche zu definieren, klingt schon recht atheistisch, aber die Natur als einen (unentbehrlichen) Teil des G'ttlichen zu begreifen, ist doch ein Gedanke, den auch ein Atheist durchaus positiv bewerten kann. Oder nicht? Womit wir damit eigentlich schon bei der Frage nach dem Ursprung aller Dinge wären...
________________________ Es gibt den freien Willen und es gibt auch die freie Entscheidung, doch die freie Handlung kann es nicht geben. Nicht nur die Umwelt legt einem Fesseln an, sondern auch das Schicksal, sei es G'tt oder eine andere Kraft, gibt jedem Menschen ein Kartenblatt und es ist die Aufgabe des Menschen sein Kartenblatt sinnig auszuspielen, versch. Strategien mit diesen Karten zu entwerfen und sich für die beste Alternative zu entscheiden, doch selbst in diesem Punkt ist der Kartenspieler eingeschränkt, denn die möglichen Spiel- bzw. Handlungskombinationen sind durch die gegebenen Karten eingeschränkt und bestimmt. Ein guter Mensch, macht selbst das schlechteste Blatt zu einem Trumpf.
In Antwort auf:...aber die Natur als einen (unentbehrlichen) Teil des G'ttlichen zu begreifen, ist doch ein Gedanke, den auch ein Atheist durchaus positiv bewerten kann.
Sehr viel besser jedenfalls, als viele andere Gottesbilder.
Der Unterschied zu der anderen Gott=Natur - Variante besteht für mich aber vor allem darin, dass dort nicht nur der Schöpfer fehlt, sondern überhaupt eine göttliche Einflussnahme auf Existenz und Entwicklung. Bei diesem Bild wäre es völlig sinnlos, nach Gottes Wunschen zu forschen und zu versuchen, sich dann nach denen zu richten.
Ja in diesem Punkt gehen unsere Meinungen dann doch auseinander
________________________ Es gibt den freien Willen und es gibt auch die freie Entscheidung, doch die freie Handlung kann es nicht geben. Nicht nur die Umwelt legt einem Fesseln an, sondern auch das Schicksal, sei es G'tt oder eine andere Kraft, gibt jedem Menschen ein Kartenblatt und es ist die Aufgabe des Menschen sein Kartenblatt sinnig auszuspielen, versch. Strategien mit diesen Karten zu entwerfen und sich für die beste Alternative zu entscheiden, doch selbst in diesem Punkt ist der Kartenspieler eingeschränkt, denn die möglichen Spiel- bzw. Handlungskombinationen sind durch die gegebenen Karten eingeschränkt und bestimmt. Ein guter Mensch, macht selbst das schlechteste Blatt zu einem Trumpf.
Wer wissen möchte, was der Administrator zu dem Thema sonst noch so alles verzapft hat, der schaue bitte in das E-Book "Die Ewigkeit gibt's ohne Gott!"