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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 535 mal aufgerufen
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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

24.03.2009 12:38
Die Krone der Schöpfung schlägt wieder zu Antworten

Allen internationalen Protesten zum Trotz hat Kanada eine neue Saison der Robbenjagd eingeläutet. Gestattet wurde die Tötung von 280.000 Robben, 5000 mehr als im Jahr zuvor.
Die Jagd begann am Montag im Sankt-Laurenz-Golf südlich von Quebec, wo etwa 30 Prozent der freigegebenen Tiere erlegt werden dürfen. Hauptschauplatz des Tötens wird aber die Nordküste von Neufundland sein. Es handelt sich um die weltweit größte Jagd auf Meeressäuger überhaupt.


Europäer wollen Robbenprodukte bannen
Tierschutzgruppen kündigten eine präzise Überwachung und Dokumentation der Vorgänge an. Auch unter Politikern ist die Jagd umstritten. Ein Ausschuss des Europa-Parlaments hat sich vor drei Wochen für ein Verbot der Einfuhr von Robbenprodukten in die Europäische Union ausgesprochen. Der Gesetzentwurf, der noch vom gesamten Parlament und den einzelnen EU-Staaten gebilligt werden müsste, gestattet allerdings den Ureinwohnern, den Inuit, eine begrenzte Robbenjagd für kulturelle und zeremonielle Zwecke.

der Europäischen Union ist seit 1983 der Import des weißen Fells von Seehundbabys verboten. Die Niederlande und Belgien sind ebenso wie die USA schon weiter gegangen und haben ein generelles Einfuhrembargo gegen Robbenprodukte verhängt. Russland wiederum hat angekündigt, die Jagd auf Robbenbabys im eigenen Land verbieten zu wollen. Auch in Kanada dürfen Seehundbabys mit weißem Fell, das sie gewöhnlich schon nach 21 Tagen verlieren, nicht mehr gejagt werden.


Grausame Tötungsmethoden
Alle diese Einschränkungen gehen Tierschützern jedoch nicht weit genug. Sie verweisen vor allem auf die Grausamkeit der Robbenjagd, da die Tiere in der Regel mit Keulen erschlagen würden, um Einschusslöcher im Fell zu verhindern. Auch würden Restriktionen häufig ignoriert.


Nur ein einziger Senator gegen Robbenjagd
Das kanadische Fischereiministerium spricht indessen von einer humanen Jagd, die abgelegenen Gegenden ein zusätzliches Einkommen verschaffe. Der kanadische Senator Mac Harb versuchte unlängst, einen Gesetzentwurf gegen die Robbenjagd in seine Parlamentskammer in Ottawa einzubringen. Er fand jedoch nicht einen einzigen Verbündeten unter den 105 Senatoren, so dass es nicht einmal zu einer Debatte darüber kam.



http://nachrichten.t-online.de/c/18/19/09/74/18190974.html

Regens Küchl ( Gast )
Beiträge:

24.03.2009 20:13
#2 RE: Die Krone der Schöpfung schlägt wieder zu Antworten
22.3.2009 - In Kanada werden wieder die Robben erschlagen - Senkt das Tiertöten die Hemmschwelle zum Menschenmord? - "Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt", sagte der bekannte russische Philosoph Leo Tolstoi (1828-1910). Beim Tiermord kann der Mensch z. B. lernen, seine Gefühle abzustumpfen und sein Gewissen zu blockieren oder ganz auszuschalten. Hat dies auch weitere Folgen? Wie wäre es einmal mit einer Langzeitstudie mit den berufsmäßigen Robben-Totschläger? Könnte sich nicht einmal eine Universität dieses Themas annehmen? Welche Rolle spielt z. B. Gewalt im weiteren Leben der Totschläger?
Eines der Zehn Gebote heißt "Du sollst nicht töten". Dies war ursprünglich auch gegenüber Tieren gemeint, die ebenso Leid und Schmerzen empfinden können wie Menschen (was von der Kirche jedoch bestritten wird; vgl. dazu Der Theologe Nr. 7). Zudem: Kein Mensch kann einem Tier den Atem geben. Darf er ihm dann den Atem nehmen?
Doch bald hatten einst die Priester mit der Festlegung der Ausnahmen von diesem Gebot begonnen: Tiere ermorden sei erlaubt, Hinrichtungen, Tötungen im Krieg seien erlaubt, wenn der Krieg "gerecht" sei usw. usw.
Siehe zum Beginn der Robbenjagd am 25.3.2009: http://www.bild.de/BILD/news/2009/03/21/...chuss-frei.html

http://www.theologe.de/2009-1.htm#Robben
qilin Offline




Beiträge: 3.552

25.03.2009 09:47
#3 RE: Die Krone der Schöpfung schlägt wieder zu Antworten
In Antwort auf:
Eines der Zehn Gebote heißt "Du sollst nicht töten". Dies war ursprünglich auch gegenüber Tieren gemeint, die ebenso Leid und Schmerzen empfinden können wie Menschen (was von der Kirche jedoch bestritten wird; vgl. dazu Der Theologe Nr. 7).

Unsinn - in den zehn Geboten steht לא תרצח (lô tirṣaḥ) - "Morde nicht" - das wurde nachträglich uminterpretiert in "Du sollst nicht töten" vgl. hier.

Wie 'der Theologe' argumentiert, wenn's ihm gerade in den Kram passt, sieht man hier:
Zitat von Der Theologe 7
Ein weiterer Bericht zum Thema "Passahmahl" steht im Evangelium der Zwölf (= Evangelium des vollkommenen Lebens; um 100 entstanden).
Als "apokryphe" Schrift (wörtlich = "verborgene" Schrift des frühen Christentums außerhalb der Bibel) anerkannt werden von den Kirchen
nur einige Blätter und Blatt-Teile (= so genannte Fragmente), die man bisher offiziell gefunden hatte. Das gesamte antike Evangelium wurde
von dem englischen Theologen Gideon Jasper Richard Ouseley im Jahr 1902 durch eine prophetische Innenschau neu aufgeschrieben und
veröffentlicht, und es könnte viele zuverlässige Details aus der Lehre Jesu enthalten... [Quelle]
Dort kommt auch genau das gegenteilige Argument - nämlich dass Jesus gegen das jüdische Gesetz verstoßen hätte, weil er kein Fleisch aß...

___________________________
Nichts bedarf so sehr der Reform
wie die Meinungen anderer Leute. [Mark Twain]

() qilin

Regens Küchl ( Gast )
Beiträge:

25.03.2009 16:33
#4 RE: Die Krone der Schöpfung schlägt wieder zu Antworten

"Der Theologe" gibt natürlich immer seinen Sektiererischen Senf dazu :

Z.B. behauptet die Sekte "Universelles Leben" dass Jesus Fische bei der wundersamen Fischvermehrung "nicht tierisch" waren sondern aus der "Ursubstanz" bestunden.

Aber das ändert nichts daran dass die enthaltenen Berichte uns Aufdeckungen "Der Theologe" zu einer der Interessantesten und wertvollsten Sites machen.
Darum zitiere Ich ihn gerne, auch wenn Ich zum "theologischen Beigeschmack" nicht immer stehe.

Da Umwelschutz mit Tierschutz verwandt ist verlinke Ich hier mal zum Bericht über die arme alte Vatikanfichte :
http://www.theologe.de/2008-2.htm#Baum_im_Vatikan
11. / 18. / 25.12.2008 - Neuer Höhenrekord - 33 m hohe und 120 Jahre alte Fichte für den Vatikan abgeschlagen - Heuchlerische Papstrede -

Während also auch das Sterben dieser monumentalen alten Fichte im Angesicht des Stuhles Petri begonnen hat, veranstaltete die Kirche ihr Kult-Brimborium darum herum: Mit dem Segen des Heiligenkreuzer Abtes Gregor Henkel-Donnersmarck begann der aufwändige Tieflader-Spezialtransport der Fichte vom österreichischen Klostertal nach Rom. In Rom angekommen wurde die riesige Fichte neben dem Obelisken in einen tonnenschweren Sockel gesenkt und mit Drahtseilen gesichert. Und am Freitag, den 12.12.2008 hatten Diözesanbischof Klaus Küng aus St. Pölten und der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll mit 850 römisch-katholischen Pilgern im Gefolge den Rekord-Baum an Papst Benedikt XVI. übergeben. Neben dem Heiligkreuzer Abt Henkel-Donnersmark waren auch die Äbte Georg Wilfinger (Stift Melk) und Christian Haidinger (Altenburg) zur Baumübergabe mitgereist. Gleichzeitig verlieh Erwin Pröll Joseph Ratzinger die Statuette des "goldenen Heiligen Leopold" als Ehrenauszeichnung für den Kirchenführer. Und sozusagen als abgehackte Zugaben schenkte die Abordnung aus Niederösterreich dem Vatikan auch 40 kleinere Weihnachtsbäume für die Audienzhalle und die Kurienbehörden (kathweb.at, 11.12.2008). In seiner Dankesrede sagte Benedikt XVI. über den Baum: "Seine aufstrebende Gestalt, sein Grün und die Lichter auf seinen Zweigen sind Symbole des Lebens" (Radio Vatikan, 12.12.2008). Doch schon bald, im neuen Jahr 2009, liegt der jetzt wurzellose Baum wieder quer, das Grün ist zu Fahlgelb verwelkt und die Lichter alle abmontiert. Was ist der Baum im Vatikan dann für ein Symbol? Wer Ohren hat zu hören, der höre!

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