Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Wir trauern um die Opfer des islamistischen
Terrors in Frankreich und Österreich



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 339 Antworten
und wurde 12.784 mal aufgerufen
 Christentum
Seiten 1 | ... 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

22.04.2009 21:10
#251 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Trolle füttern verboten?

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.194

22.04.2009 22:09
#252 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten
In Antwort auf:
..WOW!
WIRKLICH???
bitte, bitte, ...Ich möchte gerne mal einen kennen lernen.....
....Eigenliebe ist auch eine Art von Liebe...waren Atheisten nicht die, die sich selbst genug sind
Meine Erfahrung ist, dass bei Atheisten erst mal die Liebe bei ihnen selbst beginnt und dann lange, lange nichts kommt... und was dann übrig bleibt, ob das dann noch als "Liebe" bezeichnet werden kann,.... das ist dann vielleicht auch wieder so ´ne Definitionssache....
Laila...doch kein ganz so stiller Leser mehr....


Niemand der sich selbst nicht liebt kann jemand anderen wirklich lieben.
Denn wer nichts hat kann nichts geben.
Nur wer Liebe mit Leid, Neid und Eifersucht gleichsetzt kann so denken .
Leute die sich heute noch lieben und ehren und morgen vor dem Scheidungsrichter die Unterwäsche zerreissen vor Hass.
Sie haben nichts verstanden.
Sie schlagen sich weil sie sich lieben die Idioten.

Und genau so ist Gott.

atz

Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

Laila Offline



Beiträge: 20

22.04.2009 22:33
#253 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

...ach, ich wusste gar nicht das Ihr zu meinen Erfahrungen beigetragen habt, oder weswegen fühlt ihr Euch plötzlich so auf den Schlips getreten....

Zitat von Charlie der Engel

( Eigenliebe ist mMn sicher kein Grund, jemanden anderen nicht zu lieben)

Es kommt darauf an in welchem Maße sie stattfindet, wenn man immer nur sich selbst an erster Stelle sieht.....
Vielleicht ist es gar nicht so schlecht eine höhere Macht an erste Stelle zu stellen und sich selbst nicht so furchtbar wichtig zu nehmen ...


Zitat von Gysi
In Antwort auf:
Dann ist das mit deiner Erfahrung halt nicht so weit her.


...na Gottseidank mutmaßt Du nicht und verlässt Dich nur auf Fakten die Dir bekannt sind...
Sie decken sich vielleicht nicht mit Deinen.
Ich habe ja nicht behauptet, dass es sich um eine Statistik handelt oder eine wissenschaftliche Studie, sondern nur um meine Erfahrungen... Wieso kannst Du die beurteilen?

In Antwort auf:
Nach deinem Weltbild ist also die Liebe durch Gott gegeben.

...grübel, s.o....
Wo habe ich das so behauptet????
Ich glaube jedoch, dass gläubige Menschen eine andere (nennen wir es mal) "Wertstellung des eigenen Ich" haben.

In Antwort auf:
Wer Liebe bekommt, der kann auch Liebe geben.

...beinahe wäre mir rausgerutscht...Dann ist das mit deiner Erfahrung halt nicht so weit her.....aber nur beinahe

Zitat von Bruder Spaghettus

Eins ist wohl aber Fakt. Wer sich nicht selbst lieben kann, kann das auch mit anderen nicht. Insoweit ist deine Behauptung ja das reinste Kompliment an die Atheisten

Übersteigerte Eigenliebe empfindest Du also als Kompliment .... damit bestätigst Du ja eigentlich meine Aussage


Ob du selbst aber deine Eigenliebe geopfert hast und das, was du hier abgelassen hast, nun die pure Nächstenliebe ist, ... das ist dann vielleicht auch wieder so ´ne Definitionssache....[/quote]

...nein mein Lieber, das ist keine Definitionssache sondern einzig und allein Deine Spekulationssache !
Woraus schussfolgerst Du, dass ich meine Eigenliebe geopfert habe??? Und wofür????
Wenn Du damit meinst, dass ich mich nicht selbst als Mittelpunkt der Welt sehe und meine Interessen nicht vor alle anderen stelle, dann hast Du allerdings recht, aber damit kann ich dann gut leben

Zitat von Stan
[quote]Hier wärste besser still geblieben...das ist nämlich so mit der größte Blödsinn,an blödsinnigen Beiträgen wahrlich nicht armen Forum,den ich bisher lesen konnte/durfte.

..na Du bist ja mal leicht zufriedenzustellen ....
....und wieder eine Gute Tat vollbracht und jemandem den Tag gerettet... das alleine war es ja schon wert....

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

22.04.2009 22:42
#254 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten
In Antwort auf:
Wenn Du damit meinst, dass ich mich nicht selbst als Mittelpunkt der Welt sehe und meine Interessen nicht vor alle anderen stelle, dann hast Du allerdings recht, aber damit kann ich dann gut leben


My dear Laila (), selbstverständlich siehst du dich als Mittelpunkt der Welt und stellst deine Interessen vor allen anderen. Du bist ein Mensch und ein Lebewesen. Anders wäre es nicht möglich - dir steht es natürlich und selbstverständlich frei, dir beliebig anderes einzureden...

Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass ich es nicht gut finde, wie du Vorurteilen gegenüber gläubigen Menschen Munition gibst.

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.194

22.04.2009 22:44
#255 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

In Antwort auf:
...beinahe wäre mir rausgerutscht...Dann ist das mit deiner Erfahrung halt nicht so weit her.....aber nur beinahe


Das hat mit Erfahrung nix zu tun.....und ausserdem....jetzt ist dir solange überhaupt nix rausgerutscht, weil du wie du sagst vom Thema nix verstehst.....was ist passiert?....schlecht geträumt ?

In Antwort auf:
Ich glaube jedoch, dass gläubige Menschen eine andere (nennen wir es mal) "Wertstellung des eigenen Ich" haben.


Allerdings haben sie die........sie halten sich für die Krone der Schöpfung.....arrogant und egozentrisch.......aber übervoll der Liebe Gottes, die sie zu was Besonderem macht.

In Antwort auf:
Wenn Du damit meinst, dass ich mich nicht selbst als Mittelpunkt der Welt sehe und meine Interessen nicht vor alle anderen stelle, dann hast Du allerdings recht, aber damit kann ich dann gut leben


Thema verfehlt, setzen, sex ......

atz

Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

22.04.2009 22:44
#256 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Laila meint:
"Es kommt darauf an in welchem Maße sie stattfindet, wenn man immer nur sich selbst an erster Stelle sieht.....
Vielleicht ist es gar nicht so schlecht eine höhere Macht an erste Stelle zu stellen und sich selbst nicht so furchtbar wichtig zu nehmen ..."

Mal ganz ehrlich....wer wird sich wohl selbst "für wichtiger nehmen"....derjenige,der sein Dasein als eher sinnlose Zufälligkeit versteht,ohne den Glauben daran etwas Besonderes,Auserwähltes zu sei. Oder derjenige,der glaubt eben etwas Besonderes zu sein,eine Sonderstellung auf diesem Planeten genießt und eben kein unwichtiges zufälliges Produkt der Natur?
Der sich für so wichtig hält,das eine höhere Macht Interesse an ihm hättte??

Laila Offline



Beiträge: 20

22.04.2009 22:47
#257 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten


na dann dear Laurel erkläre mir doch mal woher Du Dein fundiertes Wissen über meine Einstellung hast...
Stan ( gelöscht )
Beiträge:

22.04.2009 22:51
#258 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Laila
Zitat von Stan
Laila meint:
"Es kommt darauf an in welchem Maße sie stattfindet, wenn man immer nur sich selbst an erster Stelle sieht.....
Vielleicht ist es gar nicht so schlecht eine höhere Macht an erste Stelle zu stellen und sich selbst nicht so furchtbar wichtig zu nehmen ..."
Mal ganz ehrlich....wer wird sich wohl selbst "für wichtiger nehmen"....derjenige,der sein Dasein als eher sinnlose Zufälligkeit versteht,ohne den Glauben daran etwas Besonderes,Auserwähltes zu sei. Oder derjenige,der glaubt eben etwas Besonderes zu sein,eine Sonderstellung auf diesem Planeten genießt und eben kein unwichtiges zufälliges Produkt der Natur?
Der sich für so wichtig hält,das eine höhere Macht Interesse an ihm hättte??

na dann dear Laurel erkläre mir doch mal woher Du Dein fundiertes Wissen über meine Einstellung hast...


Vlt. diesselbe Quelle die dich zu der Vermutung trieb,das Atheisten sich selbst zu wichtig nehmen und selbst an erster Stelle sehen und dann lange nix kommt.

Laila Offline



Beiträge: 20

22.04.2009 22:56
#259 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Stan

na dann dear Laurel erkläre mir doch mal woher Du Dein fundiertes Wissen über meine Einstellung hast...

Vlt. diesselbe Quelle die dich zu der Vermutung trieb,das Atheisten sich selbst zu wichtig nehmen und selbst an erster Stelle sehen und dann lange nix kommt.[/quote]

Also meine Quelle ist meine persönliche Erfahrung, (wer lesen kann ist klar im Vorteil)

Und Deine Quelle ist dann folgerichtig Deine perönliche Erfahrung mit mir....aha, na denn...kennen wir uns?????rolling_eyes]

Laila Offline



Beiträge: 20

22.04.2009 22:59
#260 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Relix
In Antwort auf:
Wenn Du damit meinst, dass ich mich nicht selbst als Mittelpunkt der Welt sehe und meine Interessen nicht vor alle anderen stelle, dann hast Du allerdings recht, aber damit kann ich dann gut leben

My dear Laila (), selbstverständlich siehst du dich als Mittelpunkt der Welt und stellst deine Interessen vor allen anderen. Du bist ein Mensch und ein Lebewesen. Anders wäre es nicht möglich - dir steht es natürlich und selbstverständlich frei, dir beliebig anderes einzureden...



...na es scheint ihn doch zu geben, den Allwissenden, oder wie heißt Du nochmal????

In Antwort auf:
Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass ich es nicht gut finde, wie du Vorurteilen gegenüber gläubigen Menschen Munition gibst.


und was würdest Du ohne sie machen, Dich hier furchtbar langweilen....

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

22.04.2009 23:03
#261 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Laila
Also meine Quelle ist meine persönliche Erfahrung, (wer lesen kann ist klar im Vorteil)
Und Deine Quelle ist dann folgerichtig Deine perönliche Erfahrung mit mir....aha, na denn...kennen wir uns?????rolling_eyes]


Also sollte ich deine Aussage und die Ergebnisse deiner persönlichen Erfahrungen,die du uns hier freundlicherweise mitteilst,so völlig falsch verstanden und interpretiert haben?!

Ich hab halt Erfahrungen mit Gläubigen.

Laila Offline



Beiträge: 20

22.04.2009 23:07
#262 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Stan
Zitat von Laila
Also meine Quelle ist meine persönliche Erfahrung, (wer lesen kann ist klar im Vorteil)
Und Deine Quelle ist dann folgerichtig Deine perönliche Erfahrung mit mir....aha, na denn...kennen wir uns?????rolling_eyes]

Also sollte ich deine Aussage und die Ergebnisse deiner persönlichen Erfahrungen,die du uns hier freundlicherweise mitteilst,so völlig falsch verstanden und interpretiert haben?!
Ich hab halt Erfahrungen mit Gläubigen.


lese es Dir noch mal ganz langsam durch und lass Dir Zeit dabei, lass es wirken,... ich wollte nur mal einen Atheisten kennen lernen der anders ist...und habe dann meine Erfahrungen geschildert... oder habe ich da was falsches verstanden,.... in meinem eigenen Text

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

22.04.2009 23:13
#263 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

In Antwort auf:
...na es scheint ihn doch zu geben, den Allwissenden, oder wie heißt Du nochmal????


Um die innersten Grundprinzipien des Lebens zu verstehen, muss man nicht allwissend sein - nur vielleicht ein ganz klein wenig weise...

In Antwort auf:
und was würdest Du ohne sie machen, Dich hier furchtbar langweilen...


Ach, Quatsch...Grundsätzlich betrachte ich Vorurteile nur als unbestätigte, kaum begründete Annahmen.
Wenn sie sich als völlig richtig herausstellen, sinds keine Vorurteile mehr.

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Laila Offline



Beiträge: 20

22.04.2009 23:18
#264 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Relix
[quote]Um die innersten Grundprinzipien des Lebens zu verstehen, muss man nicht allwissend sein - nur vielleicht ein ganz klein wenig weise...

...na an Humor mangelt es Dir ja nichtdas ist doch schon mal eine Basis...pass auf wir werden noch ganz dicke Freunde.....

Laila Offline



Beiträge: 20

22.04.2009 23:24
#265 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Stan
[quote]Der sich für so wichtig hält,das eine höhere Macht Interesse an ihm hättte??


noch eine kleine Frage am Rande.
Hat das 3. t eine realistische Bedeutung, oder trägst Du nur manchmal gern ein bisschen dick auf...

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

22.04.2009 23:26
#266 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Laila
lese es Dir noch mal ganz langsam durch und lass Dir Zeit dabei, lass es wirken,... ich wollte nur mal einen Atheisten kennen lernen der anders ist...und habe dann meine Erfahrungen geschildert... oder habe ich da was falsches verstanden,.... in meinem eigenen Text


OK..wo wohnste? Willste mich kennen lernen??

Ich hab auch nur meine Erfahrungen mit Gläubigen bzw. Christen und Moslems geschildert. Die glauben an eine höhere Macht und auch daran das diese über ihnen steht,und nehmen sich allein schon dadurch wichtiger als Atheisten,die sich selbst als eher uwichtiges Nebenprodukt betrachten,für das keinerlei höher Macht Interesse hat. Lass es wirken.



Laila Offline



Beiträge: 20

22.04.2009 23:34
#267 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Stan
In Antwort auf:
OK..wo wohnste? Willste mich kennen lernen??


..ach lass es uns langsam angehen, ich bin so schüchtern und überwältigt von soo viel Liebe unter den Atheisten...

In Antwort auf:
Ich hab auch nur meine Erfahrungen mit Gläubigen bzw. Christen und Moslems geschildert. Die glauben an eine höhere Macht und auch daran das diese über ihnen steht,und nehmen sich allein schon dadurch wichtiger als Atheisten,die sich selbst als eher uwichtiges Nebenprodukt betrachten,für das keinerlei höher Macht Interesse hat.
Lass es wirken.

mach ich Laurel, mach ich

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

22.04.2009 23:39
#268 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Laila
[quote="Stan"]
In Antwort auf:
OK..wo wohnste? Willste mich kennen lernen??

..ach lass es uns langsam angehen, ich bin so schüchtern und überwältigt von soo viel Liebe unter den Atheisten...



Alle Zeit die du brauchst..ich merke,das warten lohnt sich.

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

23.04.2009 22:45
#269 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Hallo Maleachi!

In Antwort auf:
bei mir dauerts mitunter mit dem antworten, dafür nehem ich mir für dich immer besonders Zeit

Wie Du siehst ist es bei mir das gleiche - zuviel Arbeit und zu wenig Freizeit
In Antwort auf:
--------------------------------------------------------------------------------
Aber meinst du denn, man kann auch so in den Himmel kommen?
--------------------------------------------------------------------------------
Logo, jeder kommt dorthin, der dann möchte.

Bist Du Dir denn sicher, ob Du dort hin möchtest?
Genau genommen können wir über die Eigenschaften des "Himmels" doch genauso wenig
wissen, wie über die Eigenschaften eines Gottes.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger kann ich mir den Himmel so vorstellen,
daß ich dort sein möchte, jedenfalls nicht, wenn ich die Erfahrungen und
Erinnerungen aus dem Dieseits mit dorthin nehmen würde und wenn ich die nicht
mitnehme, dann kann ich auch gleich einen anderen dort hin schicken, denn dann
wäre ich nicht mehr ich selbst.

In Antwort auf:
Eigentlich ist es das sowieso nicht. Irgendwo hatte ich mal gehört, dass in der ursprünglichen Form wohl auch 'morden' gemeint war.

Ja, das habe ich auch gehört und es ist auch naheliegend, denn im AT wird
an verschiedenen Stellen genau erklärt wann man töten soll (z.B. Zauberer,
Ehebrecher, Sabbatbrecher, ungehorsame Kinder, ungläubige Völker im gelobten
Land).
Das Gebot "Du sollst nicht morden" klingt aus heutiger Sicht allerdings sehr
banal (auch wenn sich trotzdem nicht jeder daran hält). Die Frage, wann man
von "morden" im Gegensatz zu "töten" sprechen soll, muß auch erst noch geklärt
werden.
--------------------------------------------------------------------------------
In Antwort auf:
Wenn man das eigene Gewissen mit Gott gleichsetzt, bedeutet das nur, daß man
die eigene Moralvorstellung als die "richtige" verabsolutiert und als besser
als die Vorstellungen der anderen einstuft.
--------------------------------------------------------------------------------
Ob nun als besser, weiß ich nicht, dass man sie als die richtige einschätzt und auch gegen andere abwägt oder verteidigt, liegt in der Natur der Sache.

Ja, das stimmt. Jeder hält seine eigene Wertevorstellung für "richtig", weil man
diese Vorstellung aufgrund der eigenen Erfahrung nach bestem Wissen und Gewissen
entwickelt hat. Man sollte dabei aber nie vergessen, daß die eigene Erfahrung immer
nur einen kleinen Teilbereich der Wirklichkeit abdeckt (man kann nicht alles wissen)
und daß die daraus resultierenden Vorstellungen, Werte,... subjektiv sind und eben
nicht absolut "richtig", bzw, "von Gott kommend" sind.
Das Gewissen ist also nicht "göttliche Eingebung" sondern Resultat persönlicher
Erfahrungen.

In Antwort auf:
Gerade bei der Annahme eines Gottes sind da natürlich noch andere Gewissensgrenzen einzukalkulieren, ebend solche, welche der Glauben vorgibt und als richtig oder richtiger erkannt wurden.
Aber wie du schon sagst, es ist eine Frage des Individuums.

Wenn ich das richtig verstehe gibt es also zwei Quellen, aus denen moralische
Vorstellungen hervorgehen können, die eine Quelle sind die eigenen Überlegungen
und Festlegungen aufgrund eigener Lebenserfahrung und die Andere sind die
religiösen Vorgaben, je nach dem für welche Religion man sich entscheidet?!

In Antwort auf:
So kann man es auch sehen, da du uns od. mir ja sicher unterstellst, besonders phantasiebegabt zu sein...was wir uns so alles vorstellen können...

Ich halte Phantasie und die Begabung dazu für etwas wunderbares und positives und lese
gerne phantasievolle Geschichten (Harry Potter, Herr der Ringe, die unendliche Geschichte,
der kleine Prinz...). Ungünstig finde ich es nur, wenn man Phantasie und Wirklichkeit
durcheinander bringt und nicht recht zu trennen vermag; wenn man etwas nur weil man es
sich vorstellen kann auch für gegeben und wahr hält (wie z.B. das Ungeheuer von Loch Ness)

In Antwort auf:
so könnte dieser Satz so verstanden werden, dass die Ankunft des Gottesreichs kein einzelnes sichtbares Ereignis ist, sondern dass vielmehr dieses Reich schon immer vorhanden ist

"Ankunft des Gottesreiches" und "schon immer vorhanden" widersprechen
sich aber doch gegenseitig!
In Antwort auf:
und sich zeichenhaft in Taten der Barmherzigkeit, der Nächstenliebe und der Solidarität erweist.

Ja ich weiss, "Gott ist Liebe" (wo habe ich das schon mal gehört?). Nach dem altbewährten
Rezept, man nehme alles. was einem schön, gut, angenehm erscheint und nenne das Ganze
"Gott".

In Antwort auf:
Durch die unmittelbare Begegnung mit Gott wird der Mensch in seinem Herzen von Grund auf verändert.

Und bei dieser "Veränderung" handelt es sich nicht zuletzt auch um eine
"Verbesserung"?
"Schlecht" natürlich für denjenigen, der diese unmittelbare Begegnung nicht kennt.
Wer bewirkt eigentlich diese unmittelbare Begegnung, der Mensch oder Gott?

In Antwort auf:
Solch einen Kodex versuchte zumindest das Christentum zu vermitteln.

Dieser Versuch kann nicht gelingen, wie wir bereits festgestellt haben, denn
entweder nimmt man die Bibel (einzige Grundlage des Christentums) würtlich, das
führt ins Fiasko oder man interpretiert die Bibel, das führt nicht zu einem Kodex
sondern zu beliebigen individuellen Vorstellungen (keine zwei "Bibelforscher" kommen
zum gleichen Ergebnis.

In Antwort auf:
An der Substanz dieser Botschaft ändert das, meiner Meinung nach, aber nichts.

Und wer erkennt dann die Substanz der Botschaft und warum erkennen die anderen
diese Substanz nicht?

In Antwort auf:
Was ebend auf den Standpunkt ankommt, für Gläubige können Dinge real sein, die ihr für Humbug haltet, aber das hatten wir ja schon.

Meinst Du mit Gläubige "Religiöse" oder auch solche, die an UFOs oder an "Nessi" glauben?
Real ist die Realität (Wirklichkeit) weil sie wahrnehmbar ist, die Phantasie umfasst
auch Dinge die vorstellbar aber nicht real (wahrnembar) sind.
In Antwort auf:
Die Bibel umschreiben? Wer sollte das tun?

Na, diejenigen modernen Christen, die ihre Religion und ihren Gott so deuten
daß auch moderne menschliche Werte (z.B. Gleichberechtigung der Frau) darin
Platz finden, obwohl diese Werte in der Bibel nicht zu finden sind.

In Antwort auf:
Das hebt sich schon allein mit dem Hinweis der Bibel selbst auf falsche Propheten (die wohl kommen sollen) auf.

Ich verstehe: Die Bibel ist wahr, weil in der Bibel steht, daß die Bibel
waht ist. (dieses Argument kenne ich doch auch von irgendwoher)


In Antwort auf:
Alle Neudeutungen sind da mehr oder weniger in der Sektenecke gelandet.

Ein paar Neudeutungen waren aber auch sehr erfolgreich, wenn man bedenkt, daß auch
das Christentum und der Islam Neudeutungen des AT sind.

In Antwort auf:
--------------------------------------------------------------------------------
Erst müssen sich die Menschen in ihrer Moral und ihrem Verhältnis zueinander ändern,
dann kommt ein besseres System automatisch.
--------------------------------------------------------------------------------
Wie und unter welchen Umständsen soll das passieren? Kommt es dir Realisten nicht auch etwas oder ziemlich utopisch vor?

Ja, es ist sehr utopisch. Ich sage auch nicht, daß es so kommen wird, sondern, daß es
so kommen muß, wenn die Menschheit auf die Dauer eine Überlebenschance haben will.
Genausogut ist es möglich, daß die Menschheit in absehbarer Zeit den Bach runter geht.

Wie und unter welchen Umständen? Gute Frage!
Ich meine, ein wesentliches Problem der Menschen sind die genetischen Altlasten die
er aus dem Tierreich übernommen hat (Kampf ums Überleben -> Egoismus). Der Mensch muß
lernen, diese Altlasten zu erkennen, muß begreifen daß sie heute eher hinderlich als
nützlich sind und sie aktiv und bewusst mit dem Verstand bekämpfen.
Die Erkenntnis sollte lauten: "Miteinander ist besser als gegeneinander".
Und diese Erkenntnis sollte man möglichst früh schon den Kindern vermitteln.
Alles Utopie, ich weiss das!

In Antwort auf:
Obwohl ich die Aussage
Zitat von Till
--------------------------------------------------------------------------------
Der Kapitalismus ist das beste (passendste) System für die heutige Menschheit
--------------------------------------------------------------------------------

zwar nicht bestreiten will, da hast du wahrscheinlich sogar leider recht, aber der Endpunkt (wie auch von vielen gesagt) kann das nicht sein, wenn die Menschheit überleben will. Was für eine Art Sozialismus dann zwangshalber an die Stelle tritt, ist schwer zu sagen. Und mit zwangshalber meine ich nicht mal einen künstlich drüber gestülpten Sozialismus, sondern einen, zu dem die Menschen nicht mal eine Alternative haben werden. Wenn sie nicht irgendwann miteinander auskommen, könnte es vielleicht mal keine Alternative mehr geben, befürchte ich.

Meine Worte!

In Antwort auf:
--------------------------------------------------------------------------------
Du sprichst sehr gern von "wir" und "euch", was meinen Eindruck verstärkt, daß
Religionen dazu tendieren, Menschen voneinander zu trennen.
--------------------------------------------------------------------------------
Hm, das beabsichtige ich aber nicht damit, uns zu trennen, höchstens zu unterscheiden. Und Unterschiede gibt es doch wohl einige.

Unterschiede gibt es zwischen Dir und mir, die gibt es aber auch
zwischen mir und Gysi bzw. BS und die gibt es auch zwischen Dir und Snooker bzw.
Ester...

In Antwort auf:
Ja klar, die Atheisten sind ein bunter Haufen und haben mitunter Schwierigkeiten, sich auf eine Generallinie zu einigen

Vollkommen richtig und darin unterscheiden sie sich nicht von Christen!

In Antwort auf:
Allerdings...leider..od. Gott sei Dank.



Grüsse
Till

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

24.04.2009 00:12
#270 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten
In Antwort auf:
Wie und unter welchen Umständen? Gute Frage!
Ich meine, ein wesentliches Problem der Menschen sind die genetischen Altlasten die
er aus dem Tierreich übernommen hat (Kampf ums Überleben -> Egoismus). Der Mensch muß
lernen, diese Altlasten zu erkennen, muß begreifen daß sie heute eher hinderlich als
nützlich sind und sie aktiv und bewusst mit dem Verstand bekämpfen.Die Erkenntnis sollte lauten: "Miteinander ist besser als gegeneinander".
Und diese Erkenntnis sollte man möglichst früh schon den Kindern vermitteln.


Waaaa! Hölle! Schrecklich! Und wieder so ein Punkt, in dem zwei Ungläubige nicht unterschiedlicher Meinung sein könnten! Ich vertrete absolut die gegenteilige Meinung!
Ohne Egoismus geht gar nichts - der Kampf ums Überleben und das Streben nach Glück sind Grundprinzipien des Lebens, ohne die kann man gleich alles streichen. Da wäre es ja noch gnädiger den Menschen gleich von seinem Leid zu erlösen! Und was soll das mit dem aus dem Tierreich übernommen? Der Mensch ist es ein Tier, Ende, Punkt! Da gibt's nichts zu übernehmen und genetische Altlasten sind das schon gar nicht, sondern genetische Notwendigkeiten! Die mögen vielleicht nicht schön und eine Menge Ärger verursachen, aber Alternativen gibt es nicht!

In Antwort auf:
Alles Utopie, ich weiss das


Na hoffentlich!

Ich sehe das Problem vielmehr nicht im Egoismus, sondern vielmehr im Gegenteil, dem Altruismus. (Etwas überspitzt ausgedrückt.) Das Problem ist das Herdentierverhalten!
Denn miteinander bedeutet immer gleichzeitig auch gegeneinander! Alles was verbindet, trennt auch! Ich sehe daher die einzige Hoffnung nur in einer Verstärkung des Egoismus!

Allerdings ist dies nur blanke Hoffnung, denn die Natur des Menschen ist wohl kaum zu ändern... Vermutlich stirbt er entweder bald irgendwann aus oder, warscheinlicher, fristet weiter sein chaotisches Dasein im scheinbar enddlosen Kampf ums Überleben. Aber so soll es vermutlich sein und kann vermutlich nicht anders.

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Regens Küchl ( Gast )
Beiträge:

24.04.2009 12:51
#271 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Seit Seite 2 haben die Diskussionen dieses Threads überhaupt nichts mehr mit "Karli Rahmsosse" zu tun

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

24.04.2009 13:47
#272 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Regens Küchl
Seit Seite 2 haben die Diskussionen dieses Threads überhaupt nichts mehr mit "Karli Rahmsosse" zu tun
Trotzdem mundet diese Soße, solange keine Fäkalien einbezogen werden.

Regens Küchl ( Gast )
Beiträge:

24.04.2009 16:49
#273 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten
In Antwort auf:
Trotzdem mundet diese Soße, solange keine Fäkalien einbezogen werden.

Das ist aber erwiesenermassen jeweils vom individuellen Geschmack abhängig

(Genauso wie die individuelle Entscheidung mit der Rechtschreibreform konform zu gehen oder lieber nicht)

(Merkst du wie das Niveau dieses Threads wieder deutlich steigt)

maleachi 89 ( Gast )
Beiträge:

24.04.2009 19:00
#274 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Hi Till,

so 'n langen Dialog hatte ich auch selten mit jemandem und sicher unterstellt man uns 'das im Kreis drehen', aber ohne Aggresionen können sogar konträre Gesichtspunkte erläutert werden, ohne dass gleich die Schläge unterhalb irgendwelcher Regionen angebracht werden oder eine fundamentalistische Mission dahinter steht, in wessen Namen auch immer.

In Antwort auf:
Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger kann ich mir den Himmel so vorstellen,
daß ich dort sein möchte, jedenfalls nicht, wenn ich die Erfahrungen und
Erinnerungen aus dem Dieseits mit dorthin nehmen würde und wenn ich die nicht
mitnehme

Wenn du die Erfahrungen, Erinnerungen und Erlebnisse nicht in gewisser, vielleicht verarbeiteter Form, mit da hin nehmen könntest, hättest du ja keinen Eindruck vom Himmel bzw. du wüsstest nicht, dass du gegebenermaßen an einem vermeintlich besseren Ort bist.
Kommt ja auch immer darauf an, wie dein Leben war. Ist es bitter gewesen, voll Mühsal, Erniedrigungen und schlimmen Erfahrungen, sehnst du dich sicher mehr nach diesem unbestimmten Ort. Deswegen kamen die 'Versprechungen' des Evangeliums in früheren Zeiten sicher auch noch mehr an im Volk, weil ebend das Leben mühsamer war und natürlich auch, weil die Bildungsstände niedriger im Niveau waren, wobei ich mich mit dieser Behauptung natürlich ins eigene Bein schieße, dessen bin ich mir bewusst. Aber der Satz von der 'geistigen Armut', den angeblich auch Jesus losgelassen hat, ist ebenfalls interpredierbar, aber dies hatten wir ja schon zu Genüge. Wenn man böswillig genug ist, könnte man ja sagen, man muss nur dämlich genug sein, um an Christus zu glauben, aber dass das auch geistig nicht ganz so arme Leute tun, ist ja belegbar.
In Antwort auf:
Die Frage, wann man
von "morden" im Gegensatz zu "töten" sprechen soll, muß auch erst noch geklärt
werden.

Morden ist doch mit Vorsatz töten, oder nicht? In justizaren Begriffsdeutungen kenn' ich mich nicht so aus.
In Antwort auf:
Man sollte dabei aber nie vergessen, daß die eigene Erfahrung immer
nur einen kleinen Teilbereich der Wirklichkeit abdeckt (man kann nicht alles wissen)
und daß die daraus resultierenden Vorstellungen, Werte,... subjektiv sind und eben
nicht absolut "richtig", bzw, "von Gott kommend" sind.
Das Gewissen ist also nicht "göttliche Eingebung" sondern Resultat persönlicher
Erfahrungen.

Die sind nicht absolut, die Werte, meine ich ja auch, und die wahrgenommene Wirklichkeit ist im Grunde nur die eigene. Als richtig stuft man sie selbst ein od. geht zumindest von der Annahme der Richtigkeit aus, ansonsten wäre man handlungsunfähig.
Was von Gott kommt, sind Vorschläge, die man in ihrer Gänze ablehnen oder hinterfragen oder annehmen kann.
Geht man von der Annahme aus, es gibt einen Gott und auch von der Richtigkeit der Schöpfungsthese (in welchem Umfang und welchen Details, ist 'ne andere Frage), dann räumt man den Grundgedanken Gottes natürlich ein Vorrecht in der Abwaage von Gewissenseintscheidungen ein. Die Kalkulation damit ist aber wiederrum eine subjektive Angelegenheit, auch wenn eine Jesusbezogene Grundeinstellung einen natürlich zu der großen und auch unübersichtlichen Familie der Christen zählen lässt.
Es ist ebend ein Unterschied, ob an eine Erdentstehung in 6 Tagen geglaubt wird oder Gläubige auch mit wissenschaftlichen Errungenschaften umgehen können. Und das sie das können, ist ebenfalls schon hinreichend belegt.
In Antwort auf:
die eine Quelle sind die eigenen Überlegungen
und Festlegungen aufgrund eigener Lebenserfahrung und die Andere sind die
religiösen Vorgaben, je nach dem für welche Religion man sich entscheidet?!

So ungefähr.
Die eigenen Erfahrungen resultieren ja nicht aus einem Vakuum oder einem religiösen Wolkenkucksheim, in dem die Geschichte des Lebens oder der Menschen schon fix und fertig geschrieben steht, jedenfalls ist das bei mir nicht der Fall. Da gäbe es noch viel zu hinterfragen und es ist ja auch schwer vorstellbar, dass, wie im Johannesevangelium blumig beschrieben, der olle Rauschebart am Ende mit einem Buch dasitzt und die Menschen nach ihren Daten 'richtet', zumindest in dieser profanen Form ist es schwer vorstellbar, aber das ist schon wieder so eine Sache mit dem 'vorstellen', da menschliche Begriffskategorien reinspielen. Vielleicht ist das mit Gott auch so eine unsagbare Sache, das eine Begriffsbestimmung fast unmöglich ist.
Im Judentum wird der Name Gott ja nicht ausgesprochen im eigentlichen Sinne oder ebend G'tt geschrieben. Ein Grund dürfte auch die ganze Unfassbarkeit sein.
In Antwort auf:
Ich halte Phantasie und die Begabung dazu für etwas wunderbares und positives und lese
gerne phantasievolle Geschichten

Ich ebenfalls, aber die Geschichte mit dem märchenhaften Gott, die den Gläubigen unterstellt wird, ist ja genauso ein Märchen. Die Bibel steckt neben Totschlag, Kindesmisshandlung, Völkermord, Katastrophen und anderen schlimmen Dingen, die man alle zweifelsfrei als Argument gegen das 'blutrünstige' Christentum hernehmen kann, voller illusionsloser Alltagsproblematik, deren profaner Schlüssigkeit man sich annehem kann oder nicht.
In Antwort auf:
"Ankunft des Gottesreiches" und "schon immer vorhanden" widersprechen
sich aber doch gegenseitig!

Auf den ersten Blick schon. Gehofft wurde immer auf ein zukunftiges Gottesreich bzw. dessen Ankunft, spätestens bei der 1. Wiederkehr Jesu'.
In dem Fall wurde nur darauf hingewiesen, dass diese Ankunft nicht in der Form stattfindet, weil es schon da ist, innwendig, in jedem Gläubigen. Er muss nur danach forschen und eventuell seine Meinung oder die Vorstellung über ein bestimmtes Gottesreich revidieren. Und da kommen wir schon wieder zu dieser Frage, ist Gott nun Liebe oder ist er 'nichts', oder was ist er? Oder ist ein Stück Gott in jedem selbst, ein klein bisschen? Und ersteht das Gottesreich vllt. in dem Maße, wie ein jeder dieses 'Gottesreich' zulässt?
In Antwort auf:
Nach dem altbewährten
Rezept, man nehme alles. was einem schön, gut, angenehm erscheint und nenne das Ganze
"Gott".

Ganz und gar nicht. Das Hinterfragen und skeptische Nachschauen gehört genauso dazu (wie du bei mir bemerkt haben dürftest), wie das Gute, die Mitmenschlihckeit, die in Gott selbst begründet ist.
Und um mal wieder die Kurve zu Rahner zu bekommen, und einer behaupteten Beliebigkeit dieses Threads entgegen zu wirken , der erste Satz seines Vaterunsers beinhaltet diese Gegensätze in bester Form:
"Vater unser, der Du bist im Himmel meines Herzens, wenn es auch eine Hölle zu sein scheint...."
da ist von nichts gutem die Rede, sondern von der Hölle, in welcher Form auch immer. Einer Hölle, die einen mental oder geistig oder körperlich verfolgen kann, trotz eines Gottes und gerade deshalb das Vertrauen in diesen Gott, da er lebensnäher sein kann, als einem lieb ist.
In Antwort auf:
Wer bewirkt eigentlich diese unmittelbare Begegnung, der Mensch oder Gott?

Könnte man als beiderseitig bedingt bezeichnen und so ungefähr würde ich es auch deuten.
In erster Linie geht die Initiative von Gott aus. Oder anders gesagt, den Spruch hatte ich auch schon mal irgendwann angebracht und den hat ein Priester mir mal vor vielen Jahren gesagt: "Wer Gott sucht, den hat Gott schon gefunden."
In Antwort auf:
keine zwei "Bibelforscher" kommen
zum gleichen Ergebnis

Das is wohl wahr, aber in anderen Modellen verhält es sich ähnlich. Ein Konsenz ist angesichts des Zustandes der Welt auch jetzt nicht möglich.
In Antwort auf:
Und wer erkennt dann die Substanz der Botschaft und warum erkennen die anderen
diese Substanz nicht?

Die Substanz wird schon von den meisten erkannt, aber aus dem ein oder anderen Grund nicht anerkannt. Vielleicht weil die Botschaft zu unbequem ist, die Konsequenzen nicht attraktiv genug sind oder gar nicht in den eigenen subjektiven Kram passen oder vllt. fehlt vielen ganz einfach der Nerv für solcherart Lebensmodelle.
In Antwort auf:
Meinst Du mit Gläubige "Religiöse" oder auch solche, die an UFOs oder an "Nessi" glauben?

In erster Linie religiöse Menschen, die ein möglichst nachhaltiges Lebenskonzept suchen.
Das kann man natürlich auch bei den Ufos suchen oder hoffen, dass die kommen und einen in die 'andere' Welt mitnehmen. Für dich wird das dasselbe sein, für mich nicht.
In Antwort auf:
In Antwort auf:Die Bibel umschreiben? Wer sollte das tun?
---------------------------------------------------------------------------------
Na, diejenigen modernen Christen, die ihre Religion und ihren Gott so deuten
daß auch moderne menschliche Werte (z.B. Gleichberechtigung der Frau) darin
Platz finden, obwohl diese Werte in der Bibel nicht zu finden sind.

Selbst die sind zu finden (Beliebigkeit, ich weiß...), die Feministinnen hatte ich in anderem Zusammenhang schon mal angesprochen. Und die nehmen 's nun wirklich genau , aber der eigentliche Hammer sind so Sachen wie die Basis-Arbeit in der katholischen Kirche. Einer Kirche, in der die Frau offiziell nicht viel zu sagen hat, aber an der Basis sind es die Frauen die vieles oder das meiste am Laufen halten, ohne die würde die Gemeindearbeit zusammenbrechen und das in einer Kirche, wo das sogenannte schwache (in Wirklichkeit stärkere) Geschlecht nicht mal Priester werden darf.
In Antwort auf:
Ein paar Neudeutungen waren aber auch sehr erfolgreich, wenn man bedenkt, daß auch
das Christentum und der Islam Neudeutungen des AT sind.

Das Christentum ist höchstens die Erfüllungsreligion des Judentums, wobei jeder Jude widersprechen wird. Aber die, die Jesus als Messias anerkannten, sind Christen, welche das nicht taten, blieben Juden.
In Antwort auf:
Die Erkenntnis sollte lauten: "Miteinander ist besser als gegeneinander".
Und diese Erkenntnis sollte man möglichst früh schon den Kindern vermitteln.

Richtig! Diese Vermittlung ist (und da nehme ich die Christen nicht aus) aber meistens mit Bekenntnissen verbunden, zu der ein oder anderen Sache oder Seite.
Man sieht es im Moment in Berlin bei dieser Diskussion um den Reli-Unterricht. Eine komplexe Vermittlung ethischer Werte, bei denen die Erfahrungen der Religionen nicht ausgeklammert werden, würde ich für gut halten. Das ist natürlich eine sehr abstrakte Vorstellung und wahrscheinlich nicht umsetzbar.
In Antwort auf:
Alles Utopie, ich weiss das!

Es ist noch nicht aller Tage Abend...
In Antwort auf:
Unterschiede gibt es zwischen Dir und mir, die gibt es aber auch
zwischen mir und Gysi bzw. BS und die gibt es auch zwischen Dir und Snooker bzw.
Ester...

.....und kadesch und wieheißtderdingsbumsdanochmal usw., usw....die Vielfalt ist so bunt, wie die Wiese vor meinem Fenster, ich hab 's verstanden.

Und zum Schluss noch mal olle Karl:
Zitat von Karl Rahner
was auf Erden wie ein Untergang aussieht, im Himmel der Aufgang Deines Lebens ist

Das ist meine Maxime, selbst wenn ich beginnen muss, diesen Himmel in allerkleinsten Ansätzen schon hier auf Erden zu schaffen.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

24.04.2009 21:17
#275 RE: Karl Rahners Vaterunser Antworten

Zitat von Karl Rahner
--------------------------------------------------------------------------------
was auf Erden wie ein Untergang aussieht, im Himmel der Aufgang Deines Lebens ist
--------------------------------------------------------------------------------


Das ist meine Maxime, selbst wenn ich beginnen muss, diesen Himmel in allerkleinsten Ansätzen schon hier auf Erden zu schaffen.


Du hoffst also darauf das das Jenseits (noch) besser ist als das Diesseits?

Hoffen ist doch eigentlich immer ein Ausdruck von Unzufriedenheit mit dem ISt-Zustand,oder nicht?!
Durchaus verständlich und nachvollziehbar,wenn es einem nicht gut geht..und ich meine WIRKLICH nicht gut geht,als Folge einer schweren Krankheit,einer Notsituation oder halt dem Verlust eines geliebten Menschen.
Eigentlich müßtet ihr Christen doch wage,ja todesmutig,wie sonstwas sein......bei dieser Sehnsucht nacH dem Tod bzw. dem was folgt.

Seiten 1 | ... 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14
«« Oh Happy Day
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz