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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

Der substanzielle  Dialog
 
"Je suis Charlie!"
Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 97 Antworten
und wurde 4.779 mal aufgerufen
 Christentum
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Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

03.02.2006 17:16
#51 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten
hast du, der sich ja humanist nennt, schon mal einen Menschen geholfen? Begründung!

In Antwort auf:

Sich von überholten Vorstellungen und Ängsten zu lösen, ist oft schwierig und schmerzhaft.

wenn man sich jeglicher Angst lösen würde, dann könnte man gleich ins Feuer und ins offene Messer von Verbrechern laufen.
In Antwort auf:

Ich kenne keinen bekennenden Atheisten/Humanisten, der nicht auf Basis seiner religiösen Erfahrungen zum Atheismus gefunden hat.

leichter gesagt, als getan!
In Antwort auf:

Wenn die Religiösen sich also auch weiterhin im Hause Gottes fühlen, so haben wir dieses Haus ganz bewußt verlassen, weil uns die Welt da draußen erwartet.

wenn du die Welt mehr als Gott liebst, dann bist du selber Schuld.
In Antwort auf:

unberechenbaren und gigantischen Draußen fürchtet.

wenn du so sehr willst, dann stürz dich halt eben Hals über Kopf ohne die Hilfe von Gott in dein Unglück!
In Antwort auf:

Das Gegenteil von kleingeistig ist es dieses Haus ganz bewußt zu verlassen und sich mit allen Sinnen in die Nacht zu stürzen.

das muss ausgerechnet der konservative "Humanist" Prometheus sagen...



"Und sollten wir nicht in der Lage sein die hohe Arbeitslosigkeit abzuschaffen, dann haben wir es auch nicht mehr verdient wiedergewählt zu werden (Gerhard Schröder, ein Atheist)"

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

03.02.2006 18:25
#52 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

In Antwort auf:
hast du, der sich ja humanist nennt, schon mal einen Menschen geholfen? Begründung!

Und wie bitte, bist du auf den komischen Gedanken gekommen, dass jemand, weil er mal einem Mensche geholfen hat, dies nun begründen soll?
Auf so ne Idee würde außer dir wohl niemand hier im Forum kommen!

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...was zu bezweifeln ist

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

03.02.2006 18:54
#53 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten
In Antwort auf:

Und wie bitte, bist du auf den komischen Gedanken gekommen, dass jemand, weil er mal einem Mensche geholfen hat, dies nun begründen soll?


wenn er schon mal einem Menschen geholfen hat dann soll er erklären, was, wann und wieso. wenn nein, dann wieso.



"Und sollten wir nicht in der Lage sein die hohe Arbeitslosigkeit abzuschaffen, dann haben wir es auch nicht mehr verdient wiedergewählt zu werden (Gerhard Schröder, ein Atheist)"

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

03.02.2006 23:06
#54 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

In Antwort auf:
wenn er schon mal einem Menschen geholfen hat dann soll er erklären, was, wann und wieso. wenn nein, dann wieso.

Mensch Robin, selbst wenn ich bedenke, dass du sicher noch leichte Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hast, (aber viel weniger als ich mit der ungarischen), hier erkenne ich wirklich nicht, was du sagen willst.

Meinst du, er soll beweisen, dass er schon mal jemand geholfen hat? Das wäre sicher nicht nötig, jeder hat schon mal irgendwie jemand geholfen.

Wo kommst du eigentlich her aus Ungarn? Oder eher aus Rumänien? Biste aus Erdèly?

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...was zu bezweifeln ist

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

03.02.2006 23:22
#55 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten
In Antwort auf:

Meinst du, er soll beweisen, dass er schon mal jemand geholfen hat? Das wäre sicher nicht nötig, jeder hat schon mal irgendwie jemand geholfen.


er sollte mir sagen, ob er jemand geholfen hat und begründen, wann er es tat, wie er es tat und vor besonders warum er es tat.
Wenn das so selbstverständlich sei, dass jemand irgendwie jemanden geholfen hätte, dann könnte er nicht sich mit Recht Humanist nennen.
In Antwort auf:

Wo kommst du eigentlich her aus Ungarn? Oder eher aus Rumänien? Biste aus Erdèly?


ich weiß nicht von wo ich komme, meine Vorfahren sind in verschiedenen Ländern und Gebiete geboren
(Ungarn, Tschechien, Würtemberg,...)
ich habe gehört, dass ich wohlmöglich sogar eine Verwandte in den USA hätte.



"Und sollten wir nicht in der Lage sein die hohe Arbeitslosigkeit abzuschaffen, dann haben wir es auch nicht mehr verdient wiedergewählt zu werden (Gerhard Schröder, ein Atheist)"

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

03.02.2006 23:31
#56 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

In Antwort auf:
er sol mir sagen ob er jemand ge4holfen hat und begründen, wann er es tat, wie er es tat und vor besonders warum er es tat.

Braucht er nicht zu machen. Kann ich beantworten, auch wenn dies Hilfe für dich vielleicht zu gering ist, aber Hilfe ist Hilfe. Und mir hat er geholfen mein Selbstbewußtsein zu stärken, indem er meine Blog gelobt hat.


In Antwort auf:
ich weiß nicht von wo ich komme, meine Vorfahren sind in verschiedenen Ländern und Gebiete geboren

Und wo du selbst?

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...was zu bezweifeln ist

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

03.02.2006 23:34
#57 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

ich bin in Stuttgart auf die Welt gekommen.

In Antwort auf:

Braucht er nicht zu machen. Kann ich beantworten, auch wenn dies Hilfe für dich vielleicht zu gering ist, aber Hilfe ist Hilfe. Und mir hat er geholfen mein Selbstbewußtsein zu stärken, indem er meine Blog gelobt hat.


was ist ein Blog?




"Und sollten wir nicht in der Lage sein die hohe Arbeitslosigkeit abzuschaffen, dann haben wir es auch nicht mehr verdient wiedergewählt zu werden (Gerhard Schröder, ein Atheist)"


Prometheus Offline




Beiträge: 392

04.02.2006 00:05
#58 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

Zitat von Robin87
hast du, der sich ja humanist nennt, schon mal einen Menschen geholfen? Begründung!

Mir ist zwar völlog unklar, worauf Du mit Deiner Frage hinaus willst, aber dennoch möchte ich sie beantworten. Ich bin Krankenpfleger und ich helfe ständig Menschen. Im Rahmen meiner Tätigkeit habe ich sowohl Wöchnerinnen beim Umgang mit ihrem Neugeborenen, an Alzheimer erkrankten alten Menschen, wie auch Sterbende unterstützt und begleitet. Wenn ich irgendwo helfen kann, tue ich es. Ich tue dies, weil ich Menschen sehr mag und weil ich mich in ihnen erkenne. Ich könnte ja jederzeit in ihrer Situation sein und auch Hilfe benötigen.
Ich helfe nicht, weil ich ansonsten Sanktionen eines ominösen Gottes erwarten würde, sondern weil es mir ein Bedürfnis ist.

Witzig, dass Du mich für konservativ hälst...!


"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." (Friedrich Nietzsche)

Prometheus Offline




Beiträge: 392

04.02.2006 00:14
#59 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten
Zitat von Ady
na dann sagts mir mal wie es die Menschen geschafft haben, Bücher wie den Quran und der Bibel zu schreiben??
Meint ihr die Menschen von damals hätten hellsehen können? die prophezeiungen in der bibel die eingetroffen sind, sind sicher keine Zufälle! Genauso die Wunder im Quran! wer noch keine Wunder oder prophezeiungen kennt..sollte einfach mal bei google.de suchen!

Na, dann zähl mal die ganzen Wunder und Prophezeiungen auf (ohne gleich ellenlange Texte aus dem Netz zu kopieren!), die so eigetroffen sind, wie es in den beiden Schriften steht!
Der Wahrsager Nostradamus soll ja auch unglaublich viele Dinge richtig prophezeit haben. Vielleicht könnte man seinen "Almanach" ja nun auch zu einem "heiligen" Buch umfunktionieren. Der Mensch Nostradamus hat seine Prophezeiungen alle selbst geschrieben und veröffentlicht. Scheint also nicht allzu schwer zu sein, solche Schriften anzufertigen (wenn man denn in die Zukunft schauen kann... )!


"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." (Friedrich Nietzsche)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

04.02.2006 01:47
#60 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

@ robin

In Antwort auf:
was ist ein Blog?
sowas wie ein Netztagebuch. Falls du meinen noch nicht kennst:http://fsm-uckermark.blogspot.com/

--------------------------------------------------
...was zu bezweifeln ist

Ady Offline




Beiträge: 710

04.02.2006 18:51
#61 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

wer ist "Der Wahrsager Nostradamus"?
hellsehen kann keiner! falls dieser nostradamus hellsehen konnte dann erzähl mal ....was ...oder wer das überhaupt ist....sind ganz bestimmt eh nur spekulationen

Prometheus Offline




Beiträge: 392

04.02.2006 18:58
#62 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

Zitat von Ady
wer ist "Der Wahrsager Nostradamus"?
hellsehen kann keiner! falls dieser nostradamus hellsehen konnte dann erzähl mal ....was ...oder wer das überhaupt ist....sind ganz bestimmt eh nur spekulationen

Immer diese Blindheit auf einem Auge. Ich halte nichts von Prophezeiungen, aber frage mich tatsächlich, warum die Wahrsagungen von Nostradamus spekulativer sein sollten, als irgendwelche in der Bibel oder im Koran?!
Hier Infos zu Nostradamus:
Nostradamus


"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." (Friedrich Nietzsche)

bandobras Offline



Beiträge: 131

05.02.2006 19:06
#63 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

In Antwort auf:
frage mich tatsächlich, warum die Wahrsagungen von Nostradamus spekulativer sein sollten, als irgendwelche in der Bibel oder im Koran?!

Hast du sie denn schon verglichen? Wenn ja, welche?

Ady Offline




Beiträge: 710

05.02.2006 19:14
#64 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

[ Immer diese Blindheit auf einem Auge. Ich halte nichts von Prophezeiungen, aber frage mich tatsächlich, warum die Wahrsagungen von Nostradamus spekulativer sein sollten, als irgendwelche in der Bibel oder im Koran?!
Hier Infos zu Nostradamus:
Nostradamus ]
typisch prometheus...schau dir mal die prophezeiungen in der bibel z.b. an und die ungenauen dahergeschwaffelten aussagen von nostradamus an..dann weißt du was spektakulerer ist ...
dazu kann ich nur sagen ..: du solltest dich ein bisschen mehr mit den prophezeiungen der bibel auseinandersetzen..und nicht irgendwelche arschmeldungen bringen...von wegen diese nostradamus' prophezeiungen sind eingetroffen

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

05.02.2006 20:40
#65 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

Meiner lieberer aby

Du hast deine Realität.... behalte sie und werde Glücklich
Aber halte dich raus wenn sich Erwachsene unterhalten... ok?


Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

bandobras Offline



Beiträge: 131

05.02.2006 21:51
#66 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

In Antwort auf:
Du hast deine Realität.... behalte sie und werde Glücklich
Aber halte dich raus wenn sich Erwachsene unterhalten... ok?

Zu einem Dialog gehört Respekt.

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

05.02.2006 21:58
#67 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

Solange Respekt etwas ist was du einforderst aber nicht bereit bist zu geben....

Gläubige haben vor nichts Respekt......ausser vor dem an das sie glauben.

bewiese das Gegenteil wenn du einen Arsch in dr Hose hast !

Meinen Respekt muß man sich verdienen.....


Matze


Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

bandobras Offline



Beiträge: 131

05.02.2006 22:10
#68 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten
Respekt ist eine Diskussionsgrundlage. Ich brauche mit niemandem diskutieren, der mich nicht respektiert.
In Antwort auf:
Gläubige haben vor nichts Respekt......ausser vor dem an das sie glauben.

Anscheinend hast du ne Menge schlechter Erfahrungen gemacht. Trotzdem ist es nicht wahr. Ich habe hier vor jedem Respekt. Schon einfach aus dem Grund, dass jeder ein Mensch ist.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.438

06.02.2006 08:38
#69 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

In Antwort auf:
Gläubige haben vor nichts Respekt......ausser vor dem an das sie glauben.

Hach, ist es nicht so schön einfach, alle Gläubigen über einen kamm zu scheren? Fanatismus, und Extreme gibt es nicht nur bei Gläubigen.

@bandobras: Wir sollten mal wagen so zu reden, wie einige Gegener der Gläubigen...Wir ürden sofort als engstirnig und fanatisch bezeichnet...

De nihilo nihil (lukrez)

ist_ja_interessant Offline

Mitglied

Beiträge: 65

06.02.2006 13:07
#70 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten
Gott braucht keine Gläubigen.
Abgesehen davon wüßte der allmächtige, all(vorher)wissende Gott eh schon vor der Erschaffung der Welt, wer wann an was glaubt.

Nein, DER MENSCH (miß)braucht GOTT.
Er mißbraucht ihn für ein Gefühl der Zusammengehörigkeit (wie sind Christen/Muslime/...),
zur Machtergreifung (wir sind die guten, alle anderen die bösen).

So einfach isses.
Möge der bessere/zahlreichere/stärkere gewinnen, sozusagen.
____________________________________
Hiob: Er (Gott) bringt um beide: den Frommen und den Gottlosen [9,21ff]
(Gott): ...denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.

vanini Offline



Beiträge: 502

06.02.2006 16:06
#71 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

Zitat von SnookerRI
Hach, ist es nicht so schön einfach, alle Gläubigen über einen kamm zu scheren? Fanatismus, und Extreme gibt es nicht nur bei Gläubigen.

Nun ja, gewiss ist Gläubiger nicht gleich Gläubiger und Religion nicht gleich Religion. Da macht es sich ganz gut, mal die Fundamente der jeweiligen Religion etwas genauer zu besehen.

Und wenn man in dieser Weise einmal das Fundament des Chrsitentums - die Bibel - etwas genauer besieht, dann wird schnell klar, dass die Übeltaten der Christenschar eben nicht trotz der Botschaft der Bibel geschahen (wie aller Welt weis gemacht werden soll), sondern dass sie wegen der Botschaft der Bibel ganz unausweichlich geschahen und geschehen. Denn die Bibel, die sogenannte "Heilige Schrift", ist vor allem in ihren Kernaussagen eine intellektuelle, vor allem aber ethische Monstrosität ersten Ranges. Davon kann sich jeder überzeugen, wenn er diese Schriftsammlung liest - und zwar ohne die üblichen Ich-such-mir-raus-was-mir-so-passt-Filter...

vanini Offline



Beiträge: 502

06.02.2006 16:06
#72 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten

Prometheus Offline




Beiträge: 392

06.02.2006 17:17
#73 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten
Zitat von bandobras

Hast du sie denn schon verglichen? Wenn ja, welche?

Warum sollte ich meine Zeit damit verbringen, irgendwelche ominösen Prophezeiungen (von wem auch immer!) miteinander zu vergleichen? Es gibt eine große Menge Menschen, die die Wahrsagungen des Nostradamus für zutreffend halten, daneben gibt es andere, die die Prophezeiungen der Bibel und/oder des Koran für wahr halten etc, etc. All diese unterschiedlichen Perspektiven zeigen nur die Relativität jeder einzelnen.


"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." (Friedrich Nietzsche)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.438

06.02.2006 17:20
#74 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten
In Antwort auf:
Und wenn man in dieser Weise einmal das Fundament des Chrsitentums - die Bibel - etwas genauer besieht, dann wird schnell klar, dass die Übeltaten der Christenschar eben nicht trotz der Botschaft der Bibel geschahen (wie aller Welt weis gemacht werden soll), sondern dass sie wegen der Botschaft der Bibel ganz unausweichlich geschahen und geschehen. Denn die Bibel, die sogenannte "Heilige Schrift", ist vor allem in ihren Kernaussagen eine intellektuelle, vor allem aber ethische Monstrosität ersten Ranges. Davon kann sich jeder überzeugen, wenn er diese Schriftsammlung liest - und zwar ohne die üblichen Ich-such-mir-raus-was-mir-so-passt-Filter...

Diese beurteilung halte ich für fraglich und möchte dies an drei Beispielen klar machen.

1) Matthäus 7:12

In Antwort auf:
"Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun; in der Tat, das ist es, was das GESETZ und die PROPHETEN bedeuten."
Was ist daran grauenhaft...?

2)1. Pet: 3:10,11

In Antwort auf:
"10 Denn „wer das Leben lieben und gute Tage sehen möchte, der halte seine Zunge vom Bösen zurück und [seine] Lippen, daß sie nicht Trug reden, 11 er wende sich aber ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach. 12 Denn [die] Augen Gottes sind auf die Gerechten [gerichtet] und seine Ohren auf ihr Flehen; sein Angesicht aber ist gegen die [gerichtet], die Böses tun.“
Soll man also laut der bibel böses tun?

3)Math. 26:52

In Antwort auf:
Da sagte Jesus zu ihm: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.

Habe ich mir nun - wie du befürchtest - Rosinen herausgepickt? Du selbst kennst die Antwort, denn du gibst ja vor, dich mit der Bibel beschäftigt zu haben. Das Gebot der Nächstenliebe ist eines der Fundamente der christlichen lehre...Man sollte sich aber tunlichst davor hüten, die heutigen gebahren katholischem und protestantischen Gedankengutes mit den Lehren der Bibel in Zusammenhang zu bringen.


Weißt du vanini, sich mit einer Theorie zu beschäftigen heißt, sich in beiden Richtungen ausführlich zu informieren, sonst weißt eine Argumentation erhebliche systematische Fehler auf.

In Antwort auf:
und zwar ohne die üblichen Ich-such-mir-raus-was-mir-so-passt-Filter...

Bist du so vorgegangen? Was ist denn dann deine Meinung zu den von mir zitierten texten...? Hat es deinem Urteil nicht gepasst?

De nihilo nihil (lukrez)

vanini Offline



Beiträge: 502

06.02.2006 18:38
#75 RE: Warum braucht ein Gott Gläubige? antworten
Zitat von SnookerRI
In Antwort auf:
und zwar ohne die üblichen Ich-such-mir-raus-was-mir-so-passt-Filter...
Bist du so vorgegangen? Was ist denn dann deine Meinung zu den von mir zitierten texten...? Hat es deinem Urteil nicht gepasst?

Wie du ja schon erkannt hast, hast du ganze drei Stellen aus der Bibel herausgezogen und versuchst nun anhand dieser, die Löblichkeit der ganzen biblischen Botschaft zu verkündigen - eindrucksvoller kann man die "Ich-such-mir-raus-..."-Methode gar nicht demonstrieren, mit welcher man wahrscheinlich sogar aus "Mein Kampf" reichlich löbliche Sätze extrahieren könnte.

Vielleicht liest du auch noch mal genau, dass ich mich bei meinem Urteil vor allem auf die "Kernbotschaften" der Bibel bezogen habe. Falls dir nicht klar sein sollte, was damit gemeint ist, kann ich es dir gern noch mal in kurzen Gedanken erläutern:

Entscheidend für eine Abschließende Beurteilung ist ja immer, was zum Schluss "rauskommt". Und so haben wir am Anfang der Zeiten nur einen allmächtigen Gott und sonst nichts - und am Ende der Zeiten haben wir eine kleine Schar "Erretteter" in ewigen Himmelswonnen mit ihrem Schöpfer und eine zahllose denkende und fühlende Wesen, die sich in ewigen unaussprechlichen Höllenqualen verzehren. Super! Dergleichen kann man offenbar nicht anders, als mit personifizierter Allweisheit, Allgüte, Allbarmherzigkeit und "unendlicher" Liebe in Zusammenhang zu bringen...

Die besagten ewigen Höllenqualen am Ende der Zeiten nun können ja allerdings gar nichts mehr bewirken, und stellen sich dadurch als nichts anderes dar als eine ewige unversöhnliche Strafe und Rache des Schöpfers an seinen Geschöpfen.

Strafe und Rache wofür???
Nicht nur, dass schon der elementare Verstand (so man sich seiner bedient) kund gibt, dass ein Wesen, welches vollständig das Werk eines Anderen, noch dazu angeblich "Vollkommenen" und "Allmächtigen" ist, schwerlich dafür verantwortlich sein kann, wie es wirkt, da es seine Beschaffenheit, nach welcher allein es wirken kann, ja vollständig vom Schöpfer erhalten hat - selbst die Bibel (so man sie im Zusammenhang liest) stellt durchgehend fest, dass Gottes Wille immer geschieht, was bedeutet, dass auch nichts geschehen kann, was Gott nicht will - und somit alles, aus was jeder Mensch tut und denkt, nichts anderes als Gottes Wille ist.

Dies aber bedeutet nichts anderes, als dass Gott den größten Teil seiner von ihm selbst geschaffen Geschöpfe ins Dasein gerufen hat, nicht nur im festen Wissen, sondern sogar mit der Absicht, sie ewiglich dafürzu "bestrafen", dass sie nach seinem allmächtigen Vorsatz und Plan gehandelt haben. Tja, "grauenhaft" ist meiner Meinung nach für solche ethischen Abgründe ein viel zu schwaches Wort!


Und weil du auf die Bergpredigt und daran angelehnte Bibelsequenzen angepielt hast, kann ich auch darin nur raten, sich die ganzen Sachen mal etwas genauer durchzulesen. Denn z.B. lesen wir nirgendwo "Tut dieses oder jenes Gute um des Guten und der Menschen selbst willen...", sondern wir hören stets: "Tut dieses oder jenes Gute, damit euch genau so getan wird und ihr dafür Lohn im Himmel habt...": "Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz." (Mt 6, 21) Dass nun aber obendrein die Gottheit, welche Feindesliebe bis zur Selbstaufgabe fordert, im gleichen Atemzug höchstpersönlich das krasseste aller nur denkbaren Gegebeispiele vorexerziert und schon für vergleichsweise geringe "Vergehen" Höllenqualen androht, ist dermaßen bizarr, dass es im allerhöchsten Maße verwundert, oder besser gesagt, ein erhellendes Licht auf die intellektuellen und moralischen Eintrübungen der Urteilskraft wirft, welche die vorgebliche Weisheit aller Weisheiten auf ihre Adressaten ausübt: "...wer aber [zu seinem Bruder] sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig." (Mt 5,22)

So stellt also sogar die Bergpredigt, die gewiss zu den vorteilhaftesten Passagen der Bibel gehört, auf nichts anderes als Eigenliebe, mithin Egoismus ab, da sich ihre Verheißungen bloß als ein banaler, auf lange Sicht ausgestellter vorteilhafter Wechsel entpuppen, dessen Früchte man im Paradiese zu genießen in Aussicht gestellt bekommt. Das kann man vielleicht noch als eine passable Motivationslehre hinstellen, aber als große metaphysische Morallehre ist das nur ein Witz.

Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang auch ganz interessant, der Behauptung, insbesondere das Neue Testament kultiviere die Nächstenliebe, ebenso etwas genauer nach zu gehen. Da wird nämlich schnell klar, dass in Anlehnung zum Alten Testament, als wo die gepriesenen Gebote de facto nur für das "auserwählte Volk" und die anderen Völker (= Menschen!) oft weniger als das Vieh galten, die schmalztriefenden Liebesgebote und Sozialregeln des Neuen Testamentes de facto nur für die Gemeinde der Gläubigen untereinander gelten.

Wo dagegen auch dezidiert die nicht-erwählte Welt mit einbezogen ist, wird bezeichnender Weise die Aufforderung, Gutes zu tun, nicht damit begründet, es um des Guten und der betreffenden Menschen selbst willen zu tun, sondern damit der Name des Herrn in der Welt "verherrlicht" würde, oder aber, um es als subtile psychologische Waffe im Kampfe zu benützen: "Vielmehr, wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln." (Röm 12,20) In aller Regel jedoch werden in guter alttestamentlicher Tradition die Nicht- und Andersgläubigen (NICHT-WIR) in skandalöser Weise als verkommenster moralischer Abschaum der Menschheit diffamiert und regelrecht kriminalisiert (siehe Römer 1!) oder gar den Tieren zugesellt: "Aber sie sind wie die unvernünftigen Tiere, die von Natur dazu geboren sind, daß sie gefangen und geschlachtet werden; sie lästern das, wovon sie nichts verstehen, und werden auch in ihrem verdorbenen Wesen umkommen und den Lohn der Ungerechtigkeit davontragen." (2. Petr 2,12.13)


Wie war das noch mal: "Weißt du vanini, sich mit einer Theorie zu beschäftigen heißt, sich in beiden Richtungen ausführlich zu informieren, sonst weißt eine Argumentation erhebliche systematische Fehler auf."

Dem kann ich nur ausdrücklich zustimmen!!!

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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