Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 26 Antworten
und wurde 1.255 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2
Charlie der Engel Offline




Beiträge: 231

07.05.2009 17:46
Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

Ich hatte heute eine Diskussion an anderer Stelle, es ging um den Bus, aber das ist ja jetzt auch schon egal, und relativ bald ist das Wort "Kampfatheistin" gefallen, und dass wir Atheisten sowieso nur noch fanatischer sind als die Religiösen Menschen, und überhaupt und außerdem und sowieso.
dabei habe ich bloß gemeint, dass es eigentlich ein Frechheit und scheinheilig ist, dass in Essen dieser Bus nun doch nicht fahren wird.

Bisweilen habe ich das Gefühl, dass man schon Kampfatheist ist, wenn man nur sagt, dass man Atheist ist, also dass Gläubige Menschen Atheist und Kampfatheist gleichsetzen und sie schon persönlich wirklich beleidigt sind, wenn man sagt, dass man nicht an (einen) Gott glaubt.

Wie weit darf man also gehen, was darf man sagen und tun, um nicht gleich als militante Christenverfolgerin dazustehen?
welche Grenze ziehen die Gläubigen, ab wann sind sie beleidigt, bis wohin kann ich argumentieren? (und warum will mein Rechtschreibprogramm aus Kampfatheist eine Kampfameise machen?)

___________________________________
Die Wendung "das ist doch bloß ein Strohmann" ist auch bloß ein Strohmann.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

07.05.2009 19:15
#2 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

In Antwort auf:
Wie weit darf man also gehen, was darf man sagen und tun, um nicht gleich als militante Christenverfolgerin dazustehen?


Ist mir eigentlich völlig gleich. Solange Atheisten nicht öffentlich den Tod von Gläubigen fordern, ist das Ganze eine maßlose Übertreibung.

Kampfatheist...Hmmm...Wieso eigentlich nicht. Könnte mich daran gewöhnen. Ist das dann ein Synonym für Krawallatheist oder noch eine Steigerung?

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

07.05.2009 19:31
#3 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

Das sehe ich ähnlich.

Kampfatheist ist ein Ehrentitel. Es ist doch völlig normal dafür zu kämpfen, dass Atheisten in vollem Umfang gleichberechtigt werden. Wobei mir der Weg lieber ist, den Gläubigen und ihren Vertretungen die Vorteile zu nehmen als die auch für uns selbst zu beanspruchen.

Ich würde da eher so kontern, dass alle Atheisten, die nicht für ihre Gleichberechtigung kämpfen, Arschlosatheisten sind.

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

07.05.2009 19:50
#4 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

In Antwort auf:
Ich hatte heute eine Diskussion an anderer Stelle, es ging um den Bus, aber das ist ja jetzt auch schon egal, und relativ bald ist das Wort "Kampfatheistin" gefallen, und dass wir Atheisten sowieso nur noch fanatischer sind als die Religiösen Menschen, und überhaupt und außerdem und sowieso.
dabei habe ich bloß gemeint, dass es eigentlich ein Frechheit und scheinheilig ist, dass in Essen dieser Bus nun doch nicht fahren wird.


Was sagte der liebe Gott als er das Ruhrgebiet erschaffen hatte?? "Essen ist fertig!"

In Antwort auf:
Bisweilen habe ich das Gefühl, dass man schon Kampfatheist ist, wenn man nur sagt, dass man Atheist ist, also dass Gläubige Menschen Atheist und Kampfatheist gleichsetzen und sie schon persönlich wirklich beleidigt sind, wenn man sagt, dass man nicht an (einen) Gott glaubt.

Wie weit darf man also gehen, was darf man sagen und tun, um nicht gleich als militante Christenverfolgerin dazustehen?
welche Grenze ziehen die Gläubigen, ab wann sind sie beleidigt, bis wohin kann ich argumentieren? (und warum will mein Rechtschreibprogramm aus Kampfatheist eine Kampfameise machen?)


Ein richtiger Gläubiger ist IMMER beleidigt und von der Art her eher weinerlich....da kannst du nix dafür und dagegen kannst du auch nix machen.
Natürlich gibt es auch ein paar gut gelaunte Exemplare, aber die meinen es nicht so ernst mit dem Glauben.
Diejenigen die sich noch richtig nach Gottes Gestzen richten sind unsäglich humorlos und lachen nur im Keller.

Kampfatheistin.....na ja....nimms halt als Kompliment....

Denn in gewisser Weise ist es schon ein Kampf.....machen wir uns nix vor......
Kampf gegen Dünnsinn, Borniertheit und hemmungslos romantisches Kindergartendenken.

Jeder soll glauben dürfen was er will.....an den Nikolaus, den Osterhasen oder den lieben Gott......nur.....
Störend wird es eben dann, wenn dieser Firlefanz eine solche Gesellschaftliche Machtposition innehat wie es heutzutage ist....zugegeben...es war schon schlimmer.....aber gut ist anders.

Es wäre schon an der Zeit die alten Männer zum Teufel zu jagen, die uns erzählen wollen, daß nur der Herr die Schmerzen nehmen darf die er gegeben hat, und sich für diesen Schwachsinn noch aus der Staatskasse bezahlen lassen.
Meinetwegen können sie sich Sonntags zum Beten treffen.....andere gehen zum Fussball.....ist auch nur religion.


atz


Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.306

07.05.2009 19:56
#5 Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

Sobald man die Gläubigen angreift, ist man eben auch ein Kampfatheist. Und die Gläubigen fühlen sich num mal sehr schnell angegriffen...
Atheisten waren früher recht passiv und dem Glauben recht gleichgültig gegenüber. Sie bezeichneten sich auch selten selber als Atheisten. Heute sind sich wacher, und das ist erfreulich. Ich nannte ich engagierten Atheisten mal "aktive Atheisten". Fand ich cool. Aber "Kampfatheist" ist noch viel cooler.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

07.05.2009 20:08
#6 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten
Zitat von Charlie der Engel

Bisweilen habe ich das Gefühl, dass man schon Kampfatheist ist, wenn man nur sagt, dass man Atheist ist, also dass Gläubige Menschen Atheist und Kampfatheist gleichsetzen (...)


Ein Grund für solche Pauschalurteile könnte darin liegen, dass so mancher Gläubiger das Gefühl haben wird, dass Pauschalisierungen und Generalanklagen auf "den Glauben" oder "die Religion" das wichtigste Element dieses "Kampfatheismus" ist; und nicht immer zu Unrecht, mE.

Zitat von Charlie der Engel
Wie weit darf man also gehen, was darf man sagen und tun, um nicht gleich als militante Christenverfolgerin dazustehen?


Das hängt wohl primär von den angesprochenen Christen ab; aber ein Tip: Das Christentum kennt unheimlich viele Facetten, und die Sache mit dem päpstlichen Absolutismus sollte man halt keinem Evangelen vorhalten, um mal ein ganz dummes Beispiel zu nennen...

Zitat von Charlie der Engel
(und warum will mein Rechtschreibprogramm aus Kampfatheist eine Kampfameise machen?)


LOL

Wat legste Dir ooch nen fundamentalistisch indoktrinierten Computer zu? Is bestimmt vom Ameisenismus befallen, jawoll; Kampfrechner der er ist...
Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

07.05.2009 20:13
#7 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten
In Antwort auf:
Ein Grund für solche Pauschalurteile könnte darin liegen, dass so mancher Gläubiger das Gefühl haben wird, dass Pauschalisierungen und Generalanklagen auf "den Glauben" oder "die Religion" das wichtigste Element dieses "Kampfatheismus" ist; und nicht immer zu Unrecht, mE.


Ja, da Religion auch per se "böse" ist,mE! ()
Das ist keine Pauschalisierung, sondern tiefste Erkenntnis.
Generalanklage ist es wohl.

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

08.05.2009 02:29
#8 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

He, Genial! Da höre ich heute (na ja, mehr der minder heute) den Begriff Kampfatheist hier zum ersten Mal und lese ihn gleich ein weiteres Mal in einem Blog!
Scheint so, als ob die Bezeichnung schon die Runde macht!

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Charlie der Engel Offline




Beiträge: 231

08.05.2009 02:32
#9 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

ich hab ihn aus einem blog- welcher ist es denn bei dir?

___________________________________
Die Wendung "das ist doch bloß ein Strohmann" ist auch bloß ein Strohmann.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

08.05.2009 02:41
#10 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

Dem Blog von Andreas Müller, Aufklärung 2.0...

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Charlie der Engel Offline




Beiträge: 231

08.05.2009 02:54
#11 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

meiner war was bei sience blogs.

Na egal.. wäre ein feiner Zufall gewesen.

___________________________________
Die Wendung "das ist doch bloß ein Strohmann" ist auch bloß ein Strohmann.

petronius ( Gast )
Beiträge:

08.05.2009 07:44
#12 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

In Antwort auf:
Bisweilen habe ich das Gefühl, dass man schon Kampfatheist ist, wenn man nur sagt, dass man Atheist ist, also dass Gläubige Menschen Atheist und Kampfatheist gleichsetzen und sie schon persönlich wirklich beleidigt sind, wenn man sagt, dass man nicht an (einen) Gott glaubt


wundert dich das?

umgekehrt kann man ja auch hier so einige beiträge lesen, in denen völlig unreflektiert auf alles eingedroschen wird, was sich als gläubig outet

es ist immer viel einfacher, seine vorurteile zu pflegen. erspart die mühe der reflexion und argumentation

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

08.05.2009 11:06
#13 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

Zitat von petronius
umgekehrt kann man ja auch hier so einige beiträge lesen, in denen völlig unreflektiert auf alles eingedroschen wird, was sich als gläubig outet
es ist immer viel einfacher, seine vorurteile zu pflegen. erspart die mühe der reflexion und argumentation


Ich stimme dir in vielem zu,bin aber der Ansicht das lediglich auf wirklich verstrahlte Ansichten "völlig unreflektiert eingedroschen" wird.
Atheisten neigen wohl dazu sich über Gläubige lustig zu machen,wogegen Gläubige eher Vorwürfe machen oder Atheisten bewußt oder unbewußt,direkt oder indirekt ,unterstellen die "schlechteren Menschen "zu sein.
Meine Erfahrung ist,das zwangsläufig jede Diskussion zwischen Gläubigen und Ungläubigen an einen Punkt kommt,an dem der Ton schärfer wird oder abgebrochen wird.
Ich kome mir manchmal vor,als ob ich mit einem Kleinkind diskutieren würde,das sachlichen Argumenten (noch) nicht zugänglich ist.
Das Beispiel mit dem kleinen Neffen meiner Frau brachte ich glaub ich schon. Der kam vom Spielen zurück ohne seine neue Mütze und behauptete steif und fest,die hätte ihm ein großer farbiger (an die genaue Farbe kann ich mich nicht erinnern)Bär geklaut. Auch der Hinweis das er nicht zu schwindeln bräuchte und Mama und Papa auch nicht böse wären,wenn er sie verloren hätte,blieb er bei seiner Version.
Was willste da machen? Das Kind bestrafen? Argumente finden warum es kein bunter Bär gewesen sein kann? Oder akzeptieren das der Kleine das so sehen will und den Spass mitmachen?
Die Erfahrung das man als Atheist der seine Meinung etwas deutlicher vertritt auf manchmal sogar feindselige Reaktionen seitens der Gläubigen trifft,habe ich auch schon gemacht. Von 2 muslimischen Kollegen bin ich sogar schon massiv bedroht worden. Aber auch einige Christen,nichtmal von der Hardcore-Fraktion,reagieren selbst auf Scherze ungehalten. Ich denke das hat damit zu tun,das alles was anders ist als die Norm,und "normal" ist es nunmal eher an irgendetwas zu glauben,mit Skepsis,Vorsicht oder mißtrauisch beäugt wird und das Zweifel,den man als Atheist vlt. streuen könnte, unerwünscht ist.Dazu kommt noch das über Generationen aufrecht gehaltene Vorecht,das alles religiöse mit "Respekt" zu behandeln ist. Das steckt drin..selbst in meiner Mutter,die ich zwar als "irgendwie" gläubig,aber als nicht religiös bezeichnen würde.
Die läuft auch immer rot an,wenn ich mal einen raushaue.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

08.05.2009 11:07
#14 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

In Antwort auf:
es ist immer viel einfacher, seine vorurteile zu pflegen. erspart die mühe der reflexion und argumentation


Wenn du jahrelanges, intensives Beobachten und vorallem Nachdenken schlussendlich als unreflektiert und als Vorurteile abtust, bist es wohl du, der es sich hier am Einfachsten macht.

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

petronius ( Gast )
Beiträge:

08.05.2009 11:21
#15 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

In Antwort auf:
Ich stimme dir in vielem zu,bin aber der Ansicht das lediglich auf wirklich verstrahlte Ansichten "völlig unreflektiert eingedroschen" wird


nicht von allen, und nicht auf alle

In Antwort auf:
Atheisten neigen wohl dazu sich über Gläubige lustig zu machen


das ist richtig. geht mir ja selber so

In Antwort auf:
wogegen Gläubige eher Vorwürfe machen oder Atheisten bewußt oder unbewußt,direkt oder indirekt ,unterstellen die "schlechteren Menschen "zu sein


auch diese erfahrung ist mir nicht fremd

In Antwort auf:
Meine Erfahrung ist,das zwangsläufig jede Diskussion zwischen Gläubigen und Ungläubigen an einen Punkt kommt,an dem der Ton schärfer wird oder abgebrochen wird


meine nicht. aber natürlich gibt es gewisse typen von gläubigen wie nichtgläubigen, wo dies so ist

In Antwort auf:
Ich kome mir manchmal vor,als ob ich mit einem Kleinkind diskutieren würde,das sachlichen Argumenten (noch) nicht zugänglich ist.
Das Beispiel mit dem kleinen Neffen meiner Frau brachte ich glaub ich schon. Der kam vom Spielen zurück ohne seine neue Mütze und behauptete steif und fest,die hätte ihm ein großer farbiger (an die genaue Farbe kann ich mich nicht erinnern)Bär geklaut. Auch der Hinweis das er nicht zu schwindeln bräuchte und Mama und Papa auch nicht böse wären,wenn er sie verloren hätte,blieb er bei seiner Version.
Was willste da machen? Das Kind bestrafen? Argumente finden warum es kein bunter Bär gewesen sein kann? Oder akzeptieren das der Kleine das so sehen will und den Spass mitmachen?


letzteres. als erziehungswissenschaftlich halbgebildeter weiß man, wie wichtig für kleine kinder ihre fantasiewelt ist

auf erwachsene (gläubige) würde ich das natürlich nicht übertragen

In Antwort auf:
Die Erfahrung das man als Atheist der seine Meinung etwas deutlicher vertritt auf manchmal sogar feindselige Reaktionen seitens der Gläubigen trifft,habe ich auch schon gemacht. Von 2 muslimischen Kollegen bin ich sogar schon massiv bedroht worden. Aber auch einige Christen,nichtmal von der Hardcore-Fraktion,reagieren selbst auf Scherze ungehalten. Ich denke das hat damit zu tun,das alles was anders ist als die Norm,und "normal" ist es nunmal eher an irgendetwas zu glauben,mit Skepsis,Vorsicht oder mißtrauisch beäugt wird und das Zweifel,den man als Atheist vlt. streuen könnte, unerwünscht ist.Dazu kommt noch das über Generationen aufrecht gehaltene Vorecht,das alles religiöse mit "Respekt" zu behandeln ist. Das steckt drin..selbst in meiner Mutter,die ich zwar als "irgendwie" gläubig,aber als nicht religiös bezeichnen würde.
Die läuft auch immer rot an,wenn ich mal einen raushaue


nun, ich kenne auch andere gläubige. im hinblick auf fundamentalisten gebe ich dir schon recht

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

08.05.2009 11:47
#16 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

"letzteres. als erziehungswissenschaftlich halbgebildeter weiß man, wie wichtig für kleine kinder ihre fantasiewelt ist

auf erwachsene (gläubige) würde ich das natürlich nicht übertragen"

Selbstverständlich kann man das übertragen...ohne Verdrängung,Selbstbetrug,Verkitschung der Realität und Fantasiewelten kommen die allermeisten nicht aus.....auch Ungläubige nicht.

petronius ( Gast )
Beiträge:

08.05.2009 12:11
#17 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

das ist entwicklungspsychologisch ein kleiner unterschied, würde ich meinen

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

08.05.2009 12:17
#18 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

Zitat von petronius
das ist entwicklungspsychologisch ein kleiner unterschied, würde ich meinen


Das Ergebnis ist dasselbe.

Charlie der Engel Offline




Beiträge: 231

08.05.2009 23:35
#19 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

Um zum Thema zurückzukommen.

Erstmal danke für die Antworten, da war einige dabei, was ich nicht gleich bedacht hatte.
Ich fasse mal zusammen:

Generell ist man, wenn man sagt Atheist zu sein, schon vorbelastet, weil diejenigen, die das in den letzten Jahren von sich behaupteten, im allgemeinen tatsächlich Kampfatheisten waren, die wirklich alles religiöse verdammt haben. Die, die da liberalerer Ansicht waren, haben selten gesagt, dass sie Atheisten sind, weil ihnen das Ganze zu unwichtig war.

Außerdem fühlen sich viele Gläubige recht schnell angegriffen, auch wenn man selber ganz harmlos ist, und dadurch wird man als Atheist oder Anhäger einer anderen Religion auch schnell mal als Angreifer wahrgenommen, auch wenn mans gar nicht so gemeint hat.


Sehe ich das so richtig?
Und was kann man machen, um das Bild der Atheisten in der (gläubigen) Öffentlichkeit zu verbessern?
Müssen wir das überhaupt?

___________________________________
Die Wendung "das ist doch bloß ein Strohmann" ist auch bloß ein Strohmann.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

08.05.2009 23:38
#20 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

In Antwort auf:
Und was kann man machen, um das Bild der Atheisten in der (gläubigen) Öffentlichkeit zu verbessern?
Müssen wir das überhaupt?


Nur, wenn du keine Kampfatheistin sein willst.

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

08.05.2009 23:40
#21 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

Zitat von Charlie der Engel
Müssen wir das überhaupt?


Nein

Charlie der Engel Offline




Beiträge: 231

09.05.2009 11:39
#22 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

Aber meint ihr nicht, dass, wenn wir nicht immer so kampfbereit wirken, wir es viel leichter hätten, unsere Anliegen durchzustezen?

Ich war neulich auf einer Podiumsdiskussion in Linz, wo es um Laizismus ging, da waren Politikwissenschaftler, zwei Theologen und ein Humanist.
Und das erste, was der eine Theologe sagte, bevors noch richtig ums Thema ging, dass er von der atheistischen Seite nicht gleich polemische Angriffe hören will. (das war sehr polemisch von dem Theologen-- ich weiß)

Aber das Schlimme war, er hatte recht. Die Diskussion verlief fruchtbar und durchaus in die richtige Richtung- von atheistischer Seite aus betrachtet.
Und dann fängt der Heini, der uns Atheisten vertreten sollte, mit den Sünden der Kirche im zweiten Weltkrieg und ob sie im Mittelalter caritativ unterwegs waren oder nicht.. reine Polemik und ein komplett unangebrachter Angriff.
Das fand ich halt schade, da ich glaube, dass wenn es um die Bevorzugung der Kirche im Staat geht, die meisten Leute das eh nicht ok finden, auch das Kirchenvolk, aber wie soll man denn vernünftig diskutieren, wenn man jedem Kirchengänger sofort die Hexenverbrennungen und die Kreuzzüge vorhält?

___________________________________
Die Wendung "das ist doch bloß ein Strohmann" ist auch bloß ein Strohmann.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

09.05.2009 15:52
#23 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten
Zitat von Charlie der Engel
Aber meint ihr nicht, dass, wenn wir nicht immer so kampfbereit wirken, wir es viel leichter hätten, unsere Anliegen durchzustezen?
Ich war neulich auf einer Podiumsdiskussion in Linz, wo es um Laizismus ging, da waren Politikwissenschaftler, zwei Theologen und ein Humanist.
Und das erste, was der eine Theologe sagte, bevors noch richtig ums Thema ging, dass er von der atheistischen Seite nicht gleich polemische Angriffe hören will. (das war sehr polemisch von dem Theologen-- ich weiß)
Aber das Schlimme war, er hatte recht. Die Diskussion verlief fruchtbar und durchaus in die richtige Richtung- von atheistischer Seite aus betrachtet.
Und dann fängt der Heini, der uns Atheisten vertreten sollte, mit den Sünden der Kirche im zweiten Weltkrieg und ob sie im Mittelalter caritativ unterwegs waren oder nicht.. reine Polemik und ein komplett unangebrachter Angriff.
Das fand ich halt schade, da ich glaube, dass wenn es um die Bevorzugung der Kirche im Staat geht, die meisten Leute das eh nicht ok finden, auch das Kirchenvolk, aber wie soll man denn vernünftig diskutieren, wenn man jedem Kirchengänger sofort die Hexenverbrennungen und die Kreuzzüge vorhält?


Aber das sind doch Einzelbeispiele. Meine Erfahrung ist,das es gerade die Gläubigen,oft genug Priester,Bischöfe usw.,die nach realtiv kurzer Zeit ihre Gelassenheit verlieren und geradezu aggressiv zu Werke gehen. Das ist bei diversen TV-Talkshows zum Thema zu beobachten (ein M.Schmidt-Salomon z.B. ist meistens der höflichste und ruhigste,und somit auch souveränste Vertreter solcher Runden),und auch ich habe diese Erfahrung gemacht. Wenn ich die Gelegenheit habe an einer solche Diskussion im RL teilzuhaben ,verfahre ich meist nach dem Motto das Humphrey Bogart im Zusammenhang mit Frauen bevorzugte "Widerspreche niemals einer Frau;warte bis sie es selber tut"
Meine Art ist spöttisch und vlt. sogar herablassend,aber nicht "kampfbereit".Gläubige gehen doch meist schon ín "Angriff ist die beste Verteidigung-Haltung" in eine solche Diskussion hinein.
Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

09.05.2009 16:03
#24 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

In Antwort auf:
Gläubige gehen doch meist schon ín "Angriff ist die beste Verteidigung-Haltung" in eine solche Diskussion hinein.


Genau diese Einstellung ist es, wo sich viele Gläubige mit den "Kampfatheisten" auf gleicher Augenhöhe begegnen; wahrscheinlich wärs besser, den kontrahenten Gummipömpfen in die Hand zu drücken und das ganze nicht-argumentativ auszutragen...

Gummipöpmfen: http://de.wikipedia.org/w/index.php?titl...=20071002204412

Regens Küchl ( Gast )
Beiträge:

09.05.2009 16:08
#25 RE: Ab wann ist man "Kampfatheist"? antworten

In Antwort auf:
Meine Art ist spöttisch und vlt. sogar herablassend,aber nicht "kampfbereit".Gläubige gehen doch meist schon ín "Angriff ist die beste Verteidigung-Haltung" in eine solche Diskussion hinein.

Das entspringt nicht zuletzt dem Missionsauftrag der vorherrschenden Religionen

Mission ist von Ursache und Wirkung her immer eine aggressive Handlung .
Karl der Grosse Sachsenschlächter und Bekehrerkönig Olaf der Heilige von Norwegen durften noch Zwangstaufen .

Heute müssen die Pfaffen zu deren Bedauern etwas sensibler vorgehen, aber ihre Agression ist noch dieselbe

Seiten 1 | 2
«« heul doch!
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor