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Atheismus vs. Religionen  


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Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Wir trauern um die Opfer des islamistischen
Terrors in Frankreich und Österreich



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Dieses Thema hat 95 Antworten
und wurde 4.709 mal aufgerufen
 Islamismus/Islam
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

05.06.2009 19:58
#26 RE: Türkei in die EU? Antworten

In Antwort auf:
Meine Frage bezog sich auf den Spagat zwischen islamischer Praxis und Demokratie.

Das war wohl kein Missverständnis. Ich glabe nicht, dass die Türkei (derzeit) zu dieser europäisch-demokratischen Praxis fähig ist und auch nicht, dass sie sie will!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

07.06.2009 11:35
#27 RE: Türkei in die EU? Antworten

http://www.istanbulpost.net/09/02/02/perihan.htm
Eigentlich mögen die Türken gar keinen?

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Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

09.06.2009 10:12
#28 RE: Türkei in die EU? Antworten

Netter Artikel.
Vor allem der Vergleich der Türkei mit einem alten Ehepaar, welches nie das eigene haus verlässt,
und stattdessen vor dem Fernseher sitzt und siniert wie schlecht die Welt doch ist.

Glaube ist Aberglaube

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

09.06.2009 10:55
#29 RE: Türkei in die EU? Antworten
In Antwort auf:
Eigentlich mögen die Türken gar keinen?
Und niemand scheint die Türken zu mögen. Die Iraner mögen sie nicht, die Griechen nicht, nicht die Araber und nicht die Armenier. Wir Deutschen haben auch so unsere Probleme mit denen. Aber die Grünen mögen sie, weiß der Fuchs, warum... Durch ein paar Türkei-Urlaube kennt Claudia Roth die Türkei aus dem Eff-Eff...

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

09.06.2009 11:48
#30 RE: Türkei in die EU? Antworten

Immerhin besser, als nur die reisserischen Hetzparolen der Bildzeitung zu rezipieren oder sich diese zum Vorbild zu nehmen; das einzige, was dazu noch fehlt, sind die roten Balken...

welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

09.06.2009 13:51
#31 RE: Türkei in die EU? Antworten

Ne braucht man keine Bildzeitung für. Googlen nach " claudia roth türkei "

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Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

09.06.2009 14:24
#32 Türkei in die EU? Antworten

In Antwort auf:
Immerhin besser, als nur die reisserischen Hetzparolen der Bildzeitung zu rezipieren oder sich diese zum Vorbild zu nehmen;
"Wenn solche wie du entschieden zu kurz gehn, dann gehn eben andre, dann gehn eben andre, dann gehn eben andre ein bisschen zu WEIT! Was hast du im Schädel... (na, die Folgezeile schenken wir uns... )" (Wolf Biermann)

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Antonius Offline

Liberaler Katholik


Beiträge: 656

13.04.2010 18:48
#33 RE: Türkei in die EU? Antworten

Völkermord an den Armeniern
Ich weiß nicht, ob dieses Thema hierher paßt, es geht um die Türkei und deren Leugnung des Genozids an den Armeniern in 1915-1917 durch das damalige türkisch-osmanische Gewaltregime.

Zu diesem Thema gibt es heute abend, am 13.4.2010 um 20:15 Uhr bei Phoenix die Dokumentation zu diesem monströsen Verbrechen (erste Ausstrahlung am vergangenen Freitag).

Aghet - Ein Völkermord
http://www.ndr.de/kultur/film/ndr_produk...t/aghet102.html

Der 90-minütige Dokumentarfilm "Aghet" von Eric Friedler erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs: dem Genozid an den Armeniern, bei dem bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanisch-Türkischen Reich starben. Dieser Völkermord wird allerdings bis heute von der Türkei als historische Tatsache nicht anerkannt und von der Welt weitgehend ignoriert. "Aghet" beschäftigt sich mit den politischen Motiven für das bis heute andauernde Schweigen. Für den Film wurde der Verlauf des Völkermordes aus zahlreichen historischen Quellen rekonstruiert. 23 Schauspieler wie Martina Gedeck, Sylvester Groth, Thomas Heinze, Sandra Hüller, Gottfried John, Burghart Klaußner, Joachim Król, Peter Lohmeyer, Ulrich Noethen, Katharina Schüttler, Charlotte Schwab, Thomas Thieme und Ludwig Trepte verleihen lange verstorbenen Zeitzeugen Stimmen von beklemmender Authentizität.

Anschließend von 21:45 bis 22:30 Uhr erfolgt eine Diskussion des Themas.
Unbedingt anschauen !

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Digga Offline



Beiträge: 507

13.04.2010 18:58
#34 RE: Türkei in die EU? Antworten

Werd ich mir an auf jeden Fall angucken.

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

13.04.2010 21:38
#35 RE: Türkei in die EU? Antworten

Ihre Truppen haben sie ja schon in der EU (Zypern) stationiert.
Der Anfang ist also gemacht.
Die Beitrittsverhandlungen sind ein Irrsinn!
Natürlich wollen wir erstklassige Beziehungen mit der Türkei, aber Die Türkei darf nicht als Schwanz der EU mit dem restlichen Hund wedeln - und genau das würde ein Beitritt bewirken.

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De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
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(Lukrez)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

14.04.2010 08:10
#36 Türkei in die EU? Antworten

Ich hab' mir die Diskussion gestern bei Phönix angeschaut. Die Türken scheinen unisono - jedenfalls in der breiten Masse - den Völkermord zu ignorieren und zu bestreiten. Es ist ein nationalistischer Verteidigungsreflex. Ein solcher Auftritt ist ein weiteres Argument gegen einen Beitritt in die EU!

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kadesch Offline



Beiträge: 2.705

14.04.2010 08:55
#37 RE: Türkei in die EU? Antworten

vielleicht können wir es so lösen...
Türkei rein in die EU
Deutschland, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Italien, ... raus aus der EU und dafür was
neues aufgemacht. Und am besten eine hohe Mauer drum herum

Glaube ist Aberglaube

Antonius Offline

Liberaler Katholik


Beiträge: 656

14.04.2010 10:41
#38 RE: Türkei in die EU? Antworten

Zitat von Gysi
Ich hab' mir die Diskussion gestern bei Phönix angeschaut. Die Türken scheinen unisono - jedenfalls in der breiten Masse - den Völkermord zu ignorieren und zu bestreiten. Es ist ein nationalistischer Verteidigungsreflex. Ein solcher Auftritt ist ein weiteres Argument gegen einen Beitritt in die EU!

Ja, da stimme ich Dir weitgehend zu.

Wie ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe, hat mir in der Diskussion vor allem Karen Krüger (FAZ) gefallen, weil sie argumentierte, daß man nach vorne schauen sollte.

Die Historiker seien sich darüber einig, daß es ein Völkermord war, weil die Dokumente eindeutig dieses Faktum bestätigen. Darüber brauche man heute gar nicht mehr diskutieren.

Wichtig sei, daß in der türkischen Gesellschaft endlich eine offene Diskussion der Fakten beginnen müsse.
Dazu sei es notwendig, -
- daß der Einfluß von Militär und Justiz als Störfaktoren für die Diskussion zu beseitigen seinen,
- daß eine breite Diskussion in den Medien (Presse, Rundfunk, Fernsehen) beginnen müsse,
- daß vor allem im Erziehungswesen die jungen Menschen mit den damaligen Ereignissen konfrontiert werden müßten, d.h. der Völkermord an den Armeniern müßte Lehr- und Unterrichtsfach in der Türkei werden.

Daß ein Bedürfnis nach einer breiten offenen Diskussion in der Bevölkerung der Türkei vorhanden ist, haben ja die Begräbnisfeierlichkeiten für den Armenier Hrant Dink, der im Jahre 2007 von Nationalisten ermordet wurde, gezeigt, an der Hunderttausende von Menschen teilnahmen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hrant_Dink

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kadesch Offline



Beiträge: 2.705

14.04.2010 18:59
#39 RE: Türkei in die EU? Antworten

Ob man jetzt die Massaker an den Armeniern als Massenmord oder Völkermord
einstuft ist ja letztlich eine Wortspielerei.
Genau so wie jedes Massaker an Juden das nicht von den Nazis
verbrochen wurde nur als "Pogrom" bezeichnet wird, obwohl da
der gleiche Tathergang zu verzeichnen war.
Ob das jetzt Nazis waren die nach "Plan" von oben vorgingen,
oder Kosakenhorden die einfach nur Marodierend durch das Stetl
ritten, ist vom Resultat her auch kein großer Unterschied.
Oder im Fall des Massakers von Jedwabne von Polen verübt wurde!!!!!
Egal war Morde an anderen Ethnien oder Religionsgruppen
zu verschulden hat gehört vor Gericht gestellt.

Die Haltung der Türken zur Vertreibung und Ermordung der
Armenier ist ein Indiz, dass noch weiter Weg nach Europa
vor ihnen liegt.
Ich bin ja nicht generell gegen eine Mitgliedschaft der Türken
in der EU. Aber bitte erst dann wenn sie auch als Europäer
unter Europäern eingegliedert werden können.
Und da sind sie derzeit Lichtjahre entfernt.
Im Gegenteil.... die Orientierung Richtung "Orient"
bzw. Islam welche seit einigen Jahren zu verzeichnen ist,
werte ich als Indiz dass die Türkei sich entscheiden muss
in welchem Kulturkreis sie gehören soll.
Man kann nicht zu beiden gehören.

Glaube ist Aberglaube

Antonius Offline

Liberaler Katholik


Beiträge: 656

16.04.2010 17:42
#40 RE: Türkei in die EU? Antworten

Zitat von kadesch
...Die Haltung der Türken zur Vertreibung und Ermordung der
Armenier ist ein Indiz, dass noch weiter Weg nach Europa
vor ihnen liegt.
Ich bin ja nicht generell gegen eine Mitgliedschaft der Türken
in der EU. Aber bitte erst dann wenn sie auch als Europäer
unter Europäern eingegliedert werden können.
Und da sind sie derzeit Lichtjahre entfernt.
Im Gegenteil.... die Orientierung Richtung "Orient"
bzw. Islam welche seit einigen Jahren zu verzeichnen ist,
werte ich als Indiz dass die Türkei sich entscheiden muss
in welchem Kulturkreis sie gehören soll.
Man kann nicht zu beiden gehören.

So ist es.
Ralph Giordano schreibt in dieser Woche in der Wochenzeitung "Jüdische Allgemeine" im Leitartikel zum Thema des Völkermordes an den Armeniern unter dem Titel
Tragödie eines Volkes
Vor 95 Jahren begann der Mord an den Armeniern – die Türkei leugnet ihn bis heute

unter anderem:

Zitat
Aber Erdogan, Herr der türkischen Leugnungsindustrie, muss eines wissen: Wie auch immer, wenn überhaupt, die Türkei Zutritt zur Europäischen Union erhalten wird, ob in Form einer Vollmitgliedschaft, einer »privilegierten Partnerschaft« oder eines dritten Modells: Der Weg dahin führt allein durch das Nadelöhr der offiziellen Anerkennung dieses Menschheitsverbrechens. Dazu kann und darf es keine Alternative geben.


http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7239

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radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

05.10.2010 05:18
#41 RE: Türkei in die EU? Antworten

Zitat von Lukrez
Die Türkei darf nicht als Schwanz der EU mit dem restlichen Hund wedeln - und genau das würde ein Beitritt bewirken.


Genau das stellt sich die türkische Regierung aber vor: Türkei will die EU dominieren (Berichte aus Österreich)

Zitat von Türkei: "Berlin und Paris fürchten unseren EU-Beitritt"
Dabei würde die Europäische Union durch eine Mitgliedschaft (in Anm) der Türkei international an Bedeutung gewinnen, so Babacan: "Das Gewicht der europäischen Wirtschaft in der Welt ist geschrumpft und wird weiter schrumpfen. Nur mit einer Erweiterung wird die EU in der Lage sein, Macht und Einfluss zu bewahren".
Die Beitrittsbemühungen der Türkei stoßen innerhalb der EU auf Widerstände. Zu den Gründen gehören die Lage der Menschenrechte in der Türkei sowie das Zypern-Problem. Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sagte am Dienstag, Schwierigkeiten bereite auch die ablehnende Haltung zur Einwanderung in einigen EU-Staaten.


Zitat von Türkei will die EU dominieren
New York/Wien. „Wenn die Türkei ein Mitglied der EU wird, wird sie nicht in der zweiten Reihe stehen, und das ist einer der Gründe, warum Länder wie Deutschland und Frankreich recht nervös über unsere Mitgliedschaft sind.“ Der türkische Vizepremier Ali Babacan zeigte am Rande der UN-Vollversammlung in New York Selbstbewusstsein. Sein Anspruch auf eine EU-Führungsrolle begründet sich auf harte Fakten: Mit einem Wirtschaftswachstum von voraussichtlich sieben Prozent in diesem Jahr, mit zunehmendem Einfluss als Handelsdrehscheibe für Energie und mit seinem fast unerschöpflichen Potenzial an Human-Ressourcen hat die Türkei zuletzt auf die europäische Überholspur gewechselt.


Nach diesem und ähnlichen Berichten erscheint das "Wohlgefallen" des Zentralrats der Muslime an Wullfs Rede vom 03.10.2010 in einem anderen Licht, dieser Zentralrat (einer unter vielen in D) jedenfalls vertritt in erster Linie die Forderungen der hiesigen türkischen Muslime und deren Staatsoberhaupt Erdogan an die Deutschen; die integrationswilligen Deutschen haben dann am Tag der Einheit auch brav auf den Ruf des Obermuezzin Erol Pürlü gehört und sich in den Moscheen eingefunden. Wir üben schon mal für die Zeit nach dem Beitritt der EU in die Türkei...


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
"Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt." (Kurt Schumacher, SPD)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

05.10.2010 23:02
#42 RE: Türkei in die EU? Antworten

Jeder Politiker, der einen Beitritt der Türkei verlangt, verachtet doch die europäische Bevölkerung und ihre Werte!

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(Lukrez)

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

06.10.2010 11:44
#43 RE: Türkei in die EU? Antworten

Neues aus Konstantinopel:

Zitat von Egemen Bagis, 05.10.2010 (türkischer Europaminister)
Zwar habe die erste Generation türkischer Migranten in Deutschland erhebliche Probleme bei der Integration gehabt, räumte Bagis ein. „Aber wenn ich mir die junge Generation der Deutsch-Türken anschaue, sehe ich beeindruckende Erfolgsgeschichten von der Politik bis zur Literatur, von der Wirtschaft bis zum Kino.“


Politik: der meint wohl Cem
Literatur: der andere Cem, der "den Kartoffelnasen auf die Fresse" hauen will. (hat ein Buch über seine kriminelle Laufbahn/Vergangenheit geschrieben)
Wirtschaft: yup, gibt viele Dönerläden (mit und ohne Gammelfleisch)
Kino: klar, die Jungs gehn auch ins Kino, manchmal, und manchmal bezahlt auch einer. (mein Neffe sitzt an einer Kinokasse)

Nur eins hat er vergessen: Die Verbrechens-Statistiken dürfen zwar niemanden mehr als Mohammedaner ausweisen, als Türken schon.
Nochwas, ohne Österreichs "Ja" wird das nix mit EU. Da gibts zu dem Thema Beitritt eine Volksabstimmung.


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
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kadesch Offline



Beiträge: 2.705

09.10.2010 08:38
#44 RE: Türkei in die EU? Antworten

Also wird die Freiheit Europas wieder vor den Türen Wiens entschieden.
Die Geschichte Widerholt sich

Ohne den türken zu nahe kommen zu wollen,
aber so wie sich "Der Türke" seiner nicht türkischen Umwelt präsentiert
ist er ja nirgends Gesellschaftsfähig.

Die Vision Atatürks aus der Türkei einen Fortschrittlichen Staat und Demokratie
zu machen ist leider daran gesheitert, dass die Türkei voller Türken ist.
Und die Minderheit der Kurden ist im Grunde genau so Schlimm, wie die Türken.
Schlimm im Hinblick auf die Nichtachtung von Bildung, Religiöser Freiheit,
Frauenrechte, und Toleranz.

Und jeder Türke der zu uns kommt bereichert nicht unsere Kultur, sondern stellt einen
Gesellschaftlichen Rückschritt dar.

Glaube ist Aberglaube

kereng Offline




Beiträge: 310

09.10.2010 17:38
#45 RE: Türkei in die EU? Antworten

Zitat von kadesch
Und jeder Türke der zu uns kommt bereichert nicht unsere Kultur, sondern stellt einen Gesellschaftlichen Rückschritt dar.


Da muss ich mal widersprechen. Es gibt da ja auch noch Django Asül, Sibel Kekilli und meine Arbeitskollegen.

89 ( gelöscht )
Beiträge:

10.10.2010 13:46
#46 RE: Türkei in die EU? Antworten

Zitat von kadesch

Und jeder Türke der zu uns kommt bereichert nicht unsere Kultur, sondern stellt einen
Gesellschaftlichen Rückschritt dar.


So generell gesagt, ist das natürlich eine Beleidigung für viele Türken.
Hätte man so was den Juden nachgesagt, wage ich gar nicht an das Geschrei zu denken.

welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

10.10.2010 16:28
#47 RE: Türkei in die EU? Antworten

Zitat von 89

Zitat von kadesch

Und jeder Türke der zu uns kommt bereichert nicht unsere Kultur, sondern stellt einen
Gesellschaftlichen Rückschritt dar.


So generell gesagt, ist das natürlich eine Beleidigung für viele Türken.
Hätte man so was den Juden nachgesagt, wage ich gar nicht an das Geschrei zu denken.


Hätte, hätte, hätte,....soweit zur Theorie. Praktisch stellt die Masseneinwanderung der Türken für Deutschland keinen wertschöpfenden Mehrwert dar.

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Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

10.10.2010 17:38
#48 RE: Türkei in die EU? Antworten

Zitat von welfen2002
Hätte, hätte, hätte,....soweit zur Theorie. Praktisch stellt die Masseneinwanderung der Türken für Deutschland keinen wertschöpfenden Mehrwert dar.


Das ist so nicht ganz richtig, dazu muß man sich die wirtschaftliche Entwicklung in der BRD nach 1948 ansehen.
Es ist völlig falsch, wenn neuerdings behauptet wird, die türkischen Einwanderer hätten beim Wiederaufbau Deutschlands geholfen. Die tatsächliche Hilfe kam aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten durch die etwa 8 Millionen Flüchtlinge/Vertriebenen und durch ca. $1,4Mrd Entwicklungshilfe der USA.
Als sich die deutsche Wirtschaft nach dem Wiederaufbau im sogenannten Wirtschaftswunder befand, wurde die Vollbeschäftigung ausgerufen und ein Mangel an Hilfskräften festgestellt, da die meisten Deutschen Überlebenden des WW2 gebildete und hochqualifizierte Menschen waren, die nicht in diesem Krieg "verheizt" worden waren.
Abhilfe kam durch das erste Anwerbeabkommen 1955 zwischen der BRD und Italien, es folgten ähnliche Abkommen mit Spanien und Griechenland. Erst durch türkische Bemühungen(Die Türkei wollte nicht hinter Griechenland zurückstehen) und politisches Einlenken von deutscher Seite wurde auch mit der Türkei 1962 ein Abkommen geschlossen, welches aber ausdrücklich die Rückwanderung nach 2 Jahren beinhaltete. Da sich die meisten Türken weigerten ihre neue Heimat wieder zu verlassen, wurde später diese Rückwanderungsklausel aufgehoben. Die türkischen Gastarbeiter waren aufgrund der unzureichenden Bildung und Qualifikation vorwiegend zu Niedriglöhnen in der Textilindustrie beschäftigt. Seit deren Zuwanderung in den 60ern begann auch die erste Rezessionsphase der Wirtschaft. Um weiter die annähernde Vollbeschäftigung zu gewährleisten, wurde wenig später mit den Gewerkschaften die 40-Stundenwoche in den unterschiedlichen Zweigen der Wirtschaft stufenweise vereinbart und eingeführt.
Wenn wir also mehr Freizeit (5-Tage-Woche) als gängigen Wert ansehen, dann hat die Zuwanderung durchaus wertschöpfenden Charakter gehabt.


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welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

10.10.2010 18:50
#49 RE: Türkei in die EU? Antworten

Zitat von radiogucker
Seit deren Zuwanderung in den 60ern begann auch die erste Rezessionsphase der Wirtschaft. Um weiter die annähernde Vollbeschäftigung zu gewährleisten, wurde wenig später mit den Gewerkschaften die 40-Stundenwoche in den unterschiedlichen Zweigen der Wirtschaft stufenweise vereinbart und eingeführt.
Wenn wir also mehr Freizeit (5-Tage-Woche) als gängigen Wert ansehen, dann hat die Zuwanderung durchaus wertschöpfenden Charakter gehabt.

Da muß man ja ganz tief in die Trickkiste möglicher Vorzüge greifen, um einen wertschöpfenden Charakter in der Zuwanderung zu finden.

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welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

10.10.2010 23:36
#50 RE: Türkei in die EU? Antworten

Zitat von Antonius

Tragödie eines Volkes
Vor 95 Jahren begann der Mord an den Armeniern – die Türkei leugnet ihn bis heute


Vor 95 Jahren hat sich die Zahl der Armenier drastisch verringert, ich verstehe nicht, wie den Türken das nicht auffällig erscheint?

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