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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 853 mal aufgerufen
 Satanismus und Antichristliches
kadesch Offline



Beiträge: 2.705

19.06.2009 07:50
Das Buch Samael Antworten

Das Buch Samael

Wir waren die Krone, wir waren das Verstehen und die Weisheit.
Wir waren Eins, von Anbeginn der Zeiten an.
Wir teilten die Ewigkeit, teilten Zeit und Raum,
konnten nicht fühlen wo der eine Endet und der andere Begann,
waren eines Geistes und einer Stimme.
Und dann sprach der andere Teil die Worte, welche das Licht erschufen
aus der Dunkelheit. Er befand es sei gut, und so beließ er es dabei.
Ich sehnte mich zurück zu der Zeit in der wir gemeinsam in der
Dunkelheit dem raunen der Zeit lauschten.
Er bot mir an mit ihm gemeinsam im Licht zu leben,
in seinem Glanze zu weilen und der Dunkelheit zu entsagen.
Doch das Licht erfüllte die Dunkelheit, blendete mich, raubte mir den Schlaf,
peinigte mein Innerstes. Alle meine Bitten es erlöschen zu lassen, ignorierte Er.
Das Licht, trennte uns, entzweite uns, trat zwischen uns
und löste den Bund, die Bruderschaft einfach auf.
So entstand aus der der Einheit die Entfremdung.
Das Licht fraß sich durch die Finsternis, vertilgte sie, ließ nichts von ihr übrig.
Da schuf ich die Kelipot, Schalen deren Hülle nicht von vom Licht durchdrungen
werden konnten, und ich, Thaumiel schuf meine eigene Welt.
Ich zog mich in die Dunkelheit zurück, die uns seit Anbeginn
an Heimat war und beließ es dabei.

Dann begab es sich dass er Wesen aus Licht schuf, Engel
lieblich anzusehen die ihn preisten und umsorgten,
die seine Diener waren und er ihr Herr.
Und auch ich erschuf mir Wesen, mir zu dienen.
Doch nicht nach Musikern und eitlen Lakaien gelüstete es mich,
sondern nach Wesen die Stark waren, große Kämpfer,
deren Geschrei die liebliche Musik übertönte, deren Lachen
die Harfenklänge der Engel nicht mehr vernehmbar machte.
Und Er wurde Zornig, wollte meinen dunklen Geschöpfen
verbieten ihre stimmen zu erheben, ihn nicht mehr in seiner Muße zu stören.
In meiner Wut befahl ich meinen Geschöpfen die Boten, die er mit seinen
Wünschen zu mir schickte zu ergreifen und zu binden.
Doch diese Widersetzten sich und es kam zum ersten Blutvergießen.
Obgleich die Engel meiner Dunklen Gefolgschaft körperlich unterlegen waren
kämpften sie mit grimmiger Entschlossenheit, und entkamen.
Die anderen Engel, außer sich vor Zorn rotteten sich zusammen,
mit Schwertern reinen Feuers ausgestattet, erschlugen sie meine dunklen Kinder.
Da ihrer nur wenige waren wurden sie überwältigt und wer mit dem Leben davon kam
wurde verbannt. Mich selbst band er und ließ mich bewachen.
Doch er war noch immer mein Bruder, wohl wissend dass er mich nicht vernichten konnte,
ohne dass er sich selbst damit vernichten würde.

Er legte seinen Fluch über mich, und aus mir Thaumiel, dem Zwilling
wurde Samael, das Gift G“ttes, wie er mich fortan nannte.

Glaube ist Aberglaube

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

19.06.2009 10:49
#2 RE: Das Buch Samael Antworten

Sehr schöne Fabel!

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

19.06.2009 11:01
#3 RE: Das Buch Samael Antworten

geht noch weiter, sowie ich mal Zeit habe

Glaube ist Aberglaube

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

21.06.2009 22:44
#4 RE: Das Buch Samael Antworten

Das ist doch die andere Sicht der Luzi-Geschichte, oder? :)

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http://dialog2punkt0.xobor.de/

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

22.06.2009 08:59
#5 RE: Das Buch Samael Antworten

jo
ich bemühe mich mal die Geschichte um Lucifer und die Dämonen
mal aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Gerade mit dem Hintergrund, dass die Rolle G"ttes ja sehr Interpretationsfähig
ist und vieles sich nicht mit der Klischeevorstellung vom " Lieben G"tt " deckt.
Alles in der Welt hat zwei Seiten, nichts ist nur Gut oder nur Böse.
Es ist immer eine Sache des Blickwinkels.
Ich empfehle die Lektüre des Gedichts "das verlohrene Paradies" von John Milton

Glaube ist Aberglaube

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

22.06.2009 09:02
#6 RE: Das Buch Samael Antworten

In Antwort auf:
Ich empfehle die Lektüre des Gedichts "das verlohrene Paradies" von John Milton


Ich Anatol France: Aufruhr der Engel

Das verlorene Paradies ist sprachlich nicht ganz meins. Beim Aufruhr gefällt mir vor allem die Weisheit Luzifers, der fürchtet bei einer erfolgreichen Rebellion genau so zu werden wie Gott es jetzt ist und dankend verzichtet.

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