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Dieses Thema hat 60 Antworten
und wurde 2.452 mal aufgerufen
 Christliche Kultur und Politik
Seiten 1 | 2 | 3
Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.853

23.06.2009 20:25
#26 Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

In Antwort auf:
wenns dann mit dem nächsten Familienfest nicht klappt freut euch, wie unglaublich frei und aufgeklärt Ihr seid.
Die Urlaubstage auszuhandeln, erliegt nicht nur den Tarifpartnern. Ein paar Mindestforderungen dürfen immer noch gesetzlich verbrieft werden. Mir erschließt sich nur nicht, warum du die Kirchen bei der Entscheidungsfindung mit dabei haben willst! Und wenn alle Menschen heulen sollten, weil sie die Weihnachtsfeiertage nicht weghaben wollen - ja dann lässt man sie eben halt! Wegen mir nicht. Aber wenn die Mehrheit sich wegen denen zerreißt - bitte, sollen sie haben!
In Antwort auf:
oder einer beliebigen sontigen sozialen Aktivität, an der viele Menschen beteiligt sind,
Können frei assoziierte Arbeiter die Frei-Tage nicht eigenständig mit ihrem Chefs planen?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

23.06.2009 21:30
#27 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Zitat von Reinecke
@ Gysi & Xeres:
Dann viel Spaß in der vollständig individualisierten Gesellschaft, wo jeder mit seinem Arbeitgeber privat regelt, wann denn Sonntag ist; wenns dann mit dem nächsten Familienfest nicht klappt freut euch, wie unglaublich frei und aufgeklärt Ihr seid.
(oder einer beliebigen sontigen sozialen Aktivität, an der viele Menschen beteiligt sind, und die aus irgend einem Grund meist auf ein Wochenende fallen...)


Ich denke jetzt übertreibste aber ein bißchen.Nur weil an ein paar Sonntagen im Jahr die Geschäfte aufmachen bricht doch nicht das Privatleben zusammen.
Wie gesagt..ich selbst habe viele Wochenenden gearbeitet,genauso wie meine Frau und viele Leute die ich kenne (jaja..ich hab ja auch mal soziale Kontakte gesucht) und es fand sich eigentlich immer ne Möglichkeit sich zu treffen,zu feiern oder gemeinsam etwas zu unternehmen. In den meisten Betrieben ist es ja auch durchaus möglich und üblich Schichten zu tauschen.
Ganz davon abgesehen das die Kirchen diese "Problematik" wirklich nix angeht (oder glauben die tatsächlich,das diejenigen die sich am Sonntag vormittag im Kaufhof und im EDEKA aufhalten,sonst in die Kirche gekommen wären??!!)muß ich wiedermal feststellen,das wir Deutschen wirklich auf einem sehr hohen Niveau jammern. Feiertage ohne Ende,Urlaub bis zum Abwinken (Schönen Gruss an die Lehrer)und dann meckern,wenn man von durchschnitlich 52 Sonntagen womöglich 15 arbeiten muß.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

23.06.2009 21:38
#28 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Zitat von Reinecke
Dann viel Spaß in der vollständig individualisierten Gesellschaft, wo jeder mit seinem Arbeitgeber privat regelt, wann denn Sonntag ist; wenns dann mit dem nächsten Familienfest nicht klappt freut euch, wie unglaublich frei und aufgeklärt Ihr seid.
"Wann Sonntag ist" ist vollkommen irrelevant, es doch darum, das man einen freien Tag hat - oder seh' ich das falsch? Wann man frei hat, kann man astrein mit seinem Arbeitgeber bzw. Kollegen Regeln. Damit ist man dann auch nicht mehr an den "freien Tag der Woche" gebunden, an dem jeder alles macht.
In unser Modernen Gesellschaft ist es faktisch auch gar nicht möglich, dass alle einen Tag in der Woche frei machen.

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

24.06.2009 11:02
#29 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Zitat von Stan
Ich denke jetzt übertreibste aber ein bißchen.Nur weil an ein paar Sonntagen im Jahr die Geschäfte aufmachen bricht doch nicht das Privatleben zusammen.


a) Mag sein, dass das etwas überzogen war.

b) Es geht nicht um "ein paar Sonntage", sondern um die Aufweichung des arbeitsfreien Sonntags als Grundsatz; jetzt sinds 10 von 50 Sonntagen im Jahr, dann noch ein paar mehr, Unternehmer wie Herr Dussmann versuchten auch schon, entgegen dem Gesetz die Arbeitszeiten auszuweiten (und wurde glückerlicherweise von einem Gericht zurückgepfiffen, noch).

Zitat von Stan
Wie gesagt..ich selbst habe viele Wochenenden gearbeitet,genauso wie meine Frau und viele Leute die ich kenne (jaja..ich hab ja auch mal soziale Kontakte gesucht) und es fand sich eigentlich immer ne Möglichkeit sich zu treffen,zu feiern oder gemeinsam etwas zu unternehmen. In den meisten Betrieben ist es ja auch durchaus möglich und üblich Schichten zu tauschen.


Das zeigt das Problem; meist wird da "irgend etwas gehen", man kann zur Not Schicht tauschen oder sich sonstwie arrangieren; alles eher unsicher, mal klappts, mal nicht, und ist wohl meistens mit Streß verbunden. Einen Ruhetag, an dem von vorne herein klar ist, dass der für die Masse der Menschen frei ist, macht dieses ganze lavieren überflüssig, und ist mE auch nicht zuviel verlangt. Anders rum gefragt: An sechs von sieben Tagen kann man inzwischen praktisch rund um die Uhr einkaufen; und das soll immer noch nicht ausreichen? Wo sind die Argumente FÜR die Abschaffung des Sonntages?

Zitat von Stan
Ganz davon abgesehen das die Kirchen diese "Problematik" wirklich nix angeht (oder glauben die tatsächlich,das diejenigen die sich am Sonntag vormittag im Kaufhof und im EDEKA aufhalten,sonst in die Kirche gekommen wären??!!) (...)


Der IKEA-Verkäufer, der da nicht freiwillig ist, evtl schon; warum sollte das die Kirchen (wie gesagt Interessenvertreterinnen ihrer Millionen Mitlieder) nicht gesellschaftliche Forderungen stellen? Erschließt sich mir absolut nicht. Ich muss die nicht gut finden, aber anderen den Mund verbieten zu wollen bzw ihnen ein Mitspracherecht absprechen zu wollen ist mir eine ziemlich unsympathische Methode, mit anderen Meinungen umzugehen. Wenn die Kirchen fordern würden, Atheisten sollen irgendwelchen politischen oder gesellschaftlichen Fragen schweigen, weil sie keine Ahnung oder nichts zu sagen haben, ist das widerlich genug. Warum sich Atheisten jetzt auf das selbe niedrige Niveau begeben ist ir nicht klar.

Zitat von Stan
(...) muß ich wiedermal feststellen,das wir Deutschen wirklich auf einem sehr hohen Niveau jammern. Feiertage ohne Ende,Urlaub bis zum Abwinken (Schönen Gruss an die Lehrer)und dann meckern,wenn man von durchschnitlich 52 Sonntagen womöglich 15 arbeiten muß.


Hier folgt jetzt eine polemische und übertriebene Antwort: Bevor hier nicht wie in Äthiopien reihenweise die Menschen vor Hunger krepieren darf man sich also keine Gedanken darüber machen, wie die Gesellschaft aussehen sollte?

Zitat von Xeres
Wann Sonntag ist" ist vollkommen irrelevant, es doch darum, das man einen freien Tag hat - oder seh' ich das falsch? Wann man frei hat, kann man astrein mit seinem Arbeitgeber bzw. Kollegen Regeln. Damit ist man dann auch nicht mehr an den "freien Tag der Woche" gebunden, an dem jeder alles macht.


Mir (und Millionen anderen Menschen, zB der oben verlinkten Kampagne) geht es vor allem darum, dass dies nicht irgendein Tag ist. Meine (bisher nicht vorhandenen) Kinder haben dann frei, wenn die Schule frei hat. Das würde ich gerne nutzen, um mit denen mal wieder in den Zoo zu gehen. Wetten, den Tag/die Tage wollen alle Kollegen mit Kindern frei haben; und schon geht der Konflikt los, der völlig überflüssig ist.

Wir sind zwar alle Individuen, aber eben auch soziale Lebewesen; wieso das letzte Stück gesetzlicher Arbeitszeitregelung auch noch "individualisiern? Nur um wirklich jederzeit konsumieren zu können?

Zitat von Xeres
In unser Modernen Gesellschaft ist es faktisch auch gar nicht möglich, dass alle einen Tag in der Woche frei machen.


Komisch; bisher klappt das für die überwiegende Mehrheit noch, und die anderen haben Argumente, für die Mehrbelastung durch ungewöghnliche Arbeitszeiten auch eine höhere Entlohnung zu verlangen (Sonn- und Feiertagszuschläge, die es wohl nicht gäbe, wenn der Sonntag erst mal ein normaler Arbeitstag ist). Ist also mE ein Pseudoargument, dass sich an der Realität selber widerlegt.

Zitat von Gysi
Die Urlaubstage auszuhandeln, erliegt nicht nur den Tarifpartnern. Ein paar Mindestforderungen dürfen immer noch gesetzlich verbrieft werden.


Stimmt; noch gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf mindestens 24 Urlaubstage. Könnte man auch noch abschaffen/einschränken, wurde auch schon oft genug gefordert (und auch in der Debatte wurde ja darauf hingewiesen, wie überreichlich Dtld mit Urlaub & Feiertagen gesegnet ist, da ist noch viel Raum nach unten). Die gesetzliche Bestimmung, dass mind. ein fester Tag der Woche arbeitsfrei zu sein hat, ist für mich eine solche Mindestforderung.

EDIT
Zitat von Gysi
Können frei assoziierte Arbeiter die Frei-Tage nicht eigenständig mit ihrem Chefs planen?


Das würde in den allermeisten Fällen wohl dazu führen, dass die Arbeitnehmer Kompromisse eingehen müssten und im Zweifelsfall Sonntags arbeiten. Gerade eine Frage, die die ganze Gesellschaft betrifft (wie gesagt hängt da auch die Frage dran, wann denn in Schulen frei haben), sollte auch von der ganzen gesellschaft entschieden werden, sprich gesetzlich, nicht individuell oder in Tarifverträgen.
EDITEnde

In Antwort auf:
Mir erschließt sich nur nicht, warum du die Kirchen bei der Entscheidungsfindung mit dabei haben willst!


Will ich die dabei haben? Die fordern Dinge, die ich ebenfalls unterstützenswert finde (wenn auch, wie gesagt, die Begründung eine andere ist), warum diese Unterstützung dann nicht auch formulieren, wie ich das hier getan habe? Um mich in die Gewerkschaften hineinzudenken, die mir da ideologisch tatsächlich näher stehen: Warum in dieser Frage auf einen einflussreichen Bündnispartner verzichten? Muss man aus Religions- oder Kirchenfeindschaft alles schlecht finden, was die Kirchen unterstützen oder fordern, oder auf jede Zusammenarbeit verzichten? Ich finde: Nein.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

24.06.2009 12:10
#30 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

a) Mag sein, dass das etwas überzogen war.

In der Tat. Du bist nicht zufällig Lehrer?

b) Es geht nicht um "ein paar Sonntage", sondern um die Aufweichung des arbeitsfreien Sonntags als Grundsatz; jetzt sinds 10 von 50 Sonntagen im Jahr, dann noch ein paar mehr, Unternehmer wie Herr Dussmann versuchten auch schon, entgegen dem Gesetz die Arbeitszeiten auszuweiten (und wurde glückerlicherweise von einem Gericht zurückgepfiffen, noch).

Nochmal...uns scheint es wirklich zu gut zu gehen,das wir uns über so etwas überhaupt Gedanken machen können.

Das zeigt das Problem; meist wird da "irgend etwas gehen", man kann zur Not Schicht tauschen oder sich sonstwie arrangieren; alles eher unsicher, mal klappts, mal nicht, und ist wohl meistens mit Streß verbunden. Einen Ruhetag, an dem von vorne herein klar ist, dass der für die Masse der Menschen frei ist, macht dieses ganze lavieren überflüssig, und ist mE auch nicht zuviel verlangt. Anders rum gefragt: An sechs von sieben Tagen kann man inzwischen praktisch rund um die Uhr einkaufen; und das soll immer noch nicht ausreichen? Wo sind die Argumente FÜR die Abschaffung des Sonntages?

Auch hier nochmal...weder meine Frau noch Ich hatten jemals große Probleme an einem Tag an dem Familienfeste,Grillabende oder sonst etwas in der Art anstanden gemeinsam frei zu haben. Ich denke,das du,vlt. aufgrund weil du einen "9 till 5" Job hast,die Stuation verkomplizierst.
Es geht auch nicht darum,ob man unbedingt am Sonntag einkaufen muß (mich persönlich würde das Sonntags ebenso ankotzen wie an jedem anderen Tag),sondern darum das,wie in diesem Falle,eine Stadt wie Berlin,die zurecht mit London und Paris (hat der für Großbritannien und FRankreich zuständige "Herr" den Sonntag etwa nicht gesegnet??)verglichen wird,diesselben Möglichkeiten hat und bietet. Es geht nicht darum in irgendeinem Kuhkaff im Bayerischen Wald Tante Emmas REWE aufzulassen.


Der IKEA-Verkäufer, der da nicht freiwillig ist, evtl schon; warum sollte das die Kirchen (wie gesagt Interessenvertreterinnen ihrer Millionen Mitlieder) nicht gesellschaftliche Forderungen stellen? Erschließt sich mir absolut nicht. Ich muss die nicht gut finden, aber anderen den Mund verbieten zu wollen bzw ihnen ein Mitspracherecht absprechen zu wollen ist mir eine ziemlich unsympathische Methode, mit anderen Meinungen umzugehen. Wenn die Kirchen fordern würden, Atheisten sollen irgendwelchen politischen oder gesellschaftlichen Fragen schweigen, weil sie keine Ahnung oder nichts zu sagen haben, ist das widerlich genug. Warum sich Atheisten jetzt auf das selbe niedrige Niveau begeben ist ir nicht klar.

Hier verwechslst du was. Atheisten sind weder organisiert noch eine Institution. Ich habe nichts dagegen wenn sich Bürger,die christlich sind,gegen verkaufsoffene Sonntage aussprechen,aber die INSTITUTION KIrche hat sich darum nicht zu kümmern. Und ich halte es für äußerst fraglich,ob sich eine Mehrheit ihrer Schäfchen dafür aussprechen würde(genauso wie es ja wohl auch atheistische Fürsprecher für ein derartiges Verbot gibt),und somit nimmt die Kirche nicht die Interessen ihrer Mitglieder wahr.Die meisten dieser Mitglieder gehen Sonntags lieber shoppen als in die Kirche und über den Einwand das Weihnachten dem Kommerz geopfert wird könnte ich mir in die Hose machen...


Hier folgt jetzt eine polemische und übertriebene Antwort: Bevor hier nicht wie in Äthiopien reihenweise die Menschen vor Hunger krepieren darf man sich also keine Gedanken darüber machen, wie die Gesellschaft aussehen sollte?

Nix gegen Polemik..aber der Vergleich hinkt nicht nur auf einem Bein. Wenn die Entwicklung in unserer Gesellschaft so weitergeht sollte jeder Verkäufer und jede Kassierein froh sein Sonntags arbeiten zu dürfen und hoffen,das es tatsächlich Menschen gibt die Sonntags einkaufen gehen können.Auch wenn dafür mal der Fahrradausflug oder der Grillabend ausfällt.

Komisch; bisher klappt das für die überwiegende Mehrheit noch, und die anderen haben Argumente, für die Mehrbelastung durch ungewöghnliche Arbeitszeiten auch eine höhere Entlohnung zu verlangen (Sonn- und Feiertagszuschläge, die es wohl nicht gäbe, wenn der Sonntag erst mal ein normaler Arbeitstag ist). Ist also mE ein Pseudoargument, dass sich an der Realität selber widerlegt.

Warte ab...nicht mehr lange und die Realität hat sich angepasst

Will ich die dabei haben? Die fordern Dinge, die ich ebenfalls unterstützenswert finde (wenn auch, wie gesagt, die Begründung eine andere ist), warum diese Unterstützung dann nicht auch formulieren, wie ich das hier getan habe? Um mich in die Gewerkschaften hineinzudenken, die mir da ideologisch tatsächlich näher stehen: Warum in dieser Frage auf einen einflussreichen Bündnispartner verzichten? Muss man aus Religions- oder Kirchenfeindschaft alles schlecht finden, was die Kirchen unterstützen oder fordern, oder auf jede Zusammenarbeit verzichten? Ich finde: Nein.

Nein,nicht alles. Aber in diesem Fall soll wegen mir Bischof Huber oder der andere Knallkopp als Bürger klagen,aber nicht als Kirche die angeblich Interessen des Volkes vertritt. Ich hoffe sie verlieren den Prozess....sollten sie es nicht tun,nachdem derartig blöde Gründe genannt wurden,muß man sich fragen inwieweit das Gerücht, Deutschland sei ein sekulärer Staat,der Wahrheit entspricht.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.853

24.06.2009 12:42
#31 Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

In Antwort auf:
Stimmt; noch gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf mindestens 24 Urlaubstage. Könnte man auch noch abschaffen/einschränken, wurde auch schon oft genug gefordert
Würden die Kirchen auf die Barrikaden gehen, wenn der Urlaub eingeschränkt werden sollte? Nee. Weil davon nix in der Bibel steht. Denen geht es nicht um die Menschen, denen geht es um die Willfährigkeit vor dem Herrn, um die Zeit für den Gottesdienst. Was die Arbeiter brauchen und wollen, können sie sich erstreiten. Die Macht haben sie dazu. Und wir sollten zusehen, dass deren Bewusstsein dazu geschärft wird und ihre Energien nicht für den Kniefall und die Lobpreisungen vor Gott und Huber verpulvert werden!

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.06.2009 13:51
#32 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Zitat von Reinecke
@ FSMQueen: Ich weiß nicht, was Du meinst; aber ich denke nicht, dass es viele Menschen in diesem Land gibt, die einer Organisation mit Millionen Mitgliedern absprechen wollen, sich in eine gesellschaftliche Debatte einzubringen.

Da bin ich ganz ganz sicher, das tut sogar die ganz ganz übergroße Masse. Die hält scheinnbar das Festmachen von Mitspracherecht an Mitgliederzahlen bei allgemeinen gesellschaftlichen Entscheidungen für genau so dämlich wie ich.

Jedenfalls habe ich bisher noch niemand getroffen, der dem Deutschen Olympischen Sportbund mit immerhin 27 Mio Mitgliedern das Recht zubilligen würde, an solchen die Allgemeinheit und nicht nur das eigene Klientel betreffenden Entscheidungen teilzuhaben. Auch beim ADAC, dem Deutschen Anglerverband, dem DRK, dem DFB sieht es da nicht anders aus.

Dein Argument mit der Höhe der Mitgliedszahlen war also der volle Schuss in den Ofen.

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

24.06.2009 18:44
#33 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Zitat von Reinecke
@ FSMQueen: Ich weiß nicht, was Du meinst; aber ich denke nicht, dass es viele Menschen in diesem Land gibt, die einer Organisation mit Millionen Mitgliedern absprechen wollen, sich in eine gesellschaftliche Debatte einzubringen.



Von diesen Millionen Mitgliedern sind Millionen nur drin, weil sie zu faul sind, um auszutreten - eine Kirche von innen haben die Meisten von ihnen an einem Sonntag unter Garantie nicht gesehen. Außerdem lasse ich mich nicht von etwas vertreten, dem ich nicht angehöre in Punkto Organisation - die Politik darf das machen, ist ja auch der Job der Politiker. Dafür wählen wir sie ja. Aber ich habe die Kirche nicht gewählt, ergo hat sie mich nicht zu vertreten :).

Zitat von Reinecke

erschließt sich mir nicht; was willst Du sagen? Dass Du gegen einen allgemeinen Ruhetag bist, weil Dich Dein Vater dann zu Hause antrifft? Oder anders rum?
Ich würde an Deiner Stelle darüber nachdenken, wie das ist, wenn die Leute, mit denen man zusammen lebt, nicht mehr die Eltern sind, sondern evtl Menschen, mit denen man gerne Zeit verbringt, dazu in der Woche aber kaum Gelegenheit hat.


Nein, ich meine ganz offen, dass mein Vater dann auch mal der Familie helfen kann, da er der einzige Autofahrer ist. Und wenn du mich nicht verstehst, dann ließ mein Buch. Vielleicht verstehst du mich dann - ist aber trotz meines zarten Alters zum Teil ein wenig kompliziert. Mal sehen, ob du das schaffst *GGG* (wenn du schon meinen simplen Beitrag dahin auslegst, dass ich meinen Vater nicht sehen will, sehe ich für meine Gedichte schwarz *rofl*).

Zitat von Reinecke

Zitat von FSMQueen
Trotzdem finde ich die verkaufsoffenen Sonntage gut (die es nicht nur in Berlin gibt) - aufgrund der viel zu vielen kirchlichen Feiertage haben die Läden öfter wochentags zu. Unsere Großfamilie ist aber auf beinahe tägliche Shoppingtouren angewiesen, um genug frisches Obst und Gemüse zu haben

Naja, wenn wirtschaftliche Erwägungen einer winzigen Minderheit ausreichen, eine Verschlechterung der Lebens- und Abreitsbedingungen der großen Mehrheit zu fordern, hat das Kapital gewonnen und das "Humankapital" (sprich die Menschen) mal wieder verloren...
EDIT: Grammatik
Wie süß, du bezeichnest meine Familie als eine winzige Minderheit (ich könnte das glatt als Beleidigung auffassen, aber ich bin ja nicht überempfindlich *GG*), aber ich denke, dass es noch mehr davon gibt: gerade die von der Kirche zu fördernden Großfamilien (da die Kirche ja Verhütung verbietet) müssten ja zu dieser winzigen Minderheit gehören, da schneidest du dir ins eigene Fleisch mit dem Argument , finde ich zumindest. Ich als Humankapital fühle mich bei dem Gedanken, in diesem Falle zu verlieren, pudelwohl *ACHTUNG IRONIE*.

Ganz abgesehen davon, dass ich in Deutsch 13 Punkte habe und meine Grammatik besser ist als die meiner Deutschlehrer - von dir brauche ich diesen Vorwurf nicht *G*, ließ mein Buch *lol*

(Okay, wer ist der nächste?)

Zitat von Reinecke
@ Gysi & Xeres:
Dann viel Spaß in der vollständig individualisierten Gesellschaft, wo jeder mit seinem Arbeitgeber privat regelt, wann denn Sonntag ist; wenns dann mit dem nächsten Familienfest nicht klappt freut euch, wie unglaublich frei und aufgeklärt Ihr seid.
(oder einer beliebigen sontigen sozialen Aktivität, an der viele Menschen beteiligt sind, und die aus irgend einem Grund meist auf ein Wochenende fallen...)

Wir machen unsere Familienfeste meistens sowieso in der Woche, zum Beispiel feiern wir diesen Donnerstag meinen Schulabgang. Du siehst, auch ohne Sonntag funktioniert gerade unser Familienleben prächtig. Und bitte behaupte nicht schon wieder, dass das nur eine kleine Minderheit wäre.


So, bevor ich den Überblick verliere, schicke ich den ab

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Pamuk Offline

Drachentöter


Beiträge: 850

24.06.2009 19:09
#34 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

In Antwort auf:
(Okay, wer ist der nächste?)


Ich habe 14
Im Abitur....Leistungskurs

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...

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

24.06.2009 19:30
#35 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Zitat von Pamuk
In Antwort auf:
(Okay, wer ist der nächste?)

Ich habe 14
Im Abitur....Leistungskurs
Na, das war eher so gemeint: Wer greift als Nächstes meine Grammatik an? :) Aber Glückwunsch, Pamuk! Das ist eine Riesenleistung *G*

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Relix Offline

Wertekiller


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24.06.2009 21:31
#36 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

In Antwort auf:
Ich habe 14


Keine Ahnung, wie das in Deutschland mit diesen komischen Punkten funktioniert, aber mit Noten anzugeben habe ich immer für lächerlich peinlich gehalten...

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Pamuk Offline

Drachentöter


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24.06.2009 22:02
#37 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Lächerlich peinlich sind vor allem auch die Leute, die nicht erkennen, wann man scherzt und wann nicht. Klar hab ich diese Note, aber es ging mir überhaupt nicht darum, diese zu präsentieren. Ach, Diskussionen sind ja soooooooooooo vielschichtig.

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Relix Offline

Wertekiller


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24.06.2009 22:13
#38 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

In Antwort auf:
Klar hab ich diese Note, aber es ging mir überhaupt nicht darum, diese zu präsentieren.


Nein, überhaupt nicht. Ist einfach so im Schreibfluss passiert...

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Pamuk Offline

Drachentöter


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24.06.2009 22:57
#39 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Ich habe die Note bewusst geschrieben, allerdings nicht aus dem Grund, den zu kennen meinst.
Ich schrieb extra, dass Diskussionen äußerst vielschichtig sein können...

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

25.06.2009 08:22
#40 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Zum Beispiel, sich ein bisschen Lob abzuholen.

Klappt nur scheinbar nicht bei allen.
Wäre sicher ganz anders gelaufen, wenn du, so wie FSM-Queen, das als Antwort auf Rechtschreibvorwürfe gebracht hättest, z.B. bei Titus. Aber so siehts halt doch einfach nach Prahlerei aus.

Pamuk Offline

Drachentöter


Beiträge: 850

25.06.2009 08:32
#41 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Sollte aber ganz einfach ein Scherz sein. Naja, dann halt nicht...

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FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

25.06.2009 11:24
#42 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

@Relix: 15 Punkte = 1+, 14= 1, 13= 1-
Ich habe Pamuks Äußerung auch als Scherz verstanden :).

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

25.06.2009 14:15
#43 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Wenn du das sagst.
Dann woll´n wir´s mal so durchgehn lasen.

Charlie der Engel Offline




Beiträge: 231

25.06.2009 15:28
#44 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

ich hab mir die "wer hat die besseren Noten in der Schule" Diskussion jetzt nicht im Detail gegeben (wohl auch, weil ich kaum angeben könnte, außer wir schwenken um auf naturwissenschaftliche Fächer)
Aber zum Sonntag:
Ich finde, es gibt sehr, sehr viele gute Argumente für einen möglichst gemeinsamen freien Tag die Woche (oder wegen mir auch alle 8 Tage oder alle 6 Tage, Woche ist ja auch was biblisches) und obs der Sonntag oder der Mittwoch oder der Freitag ist (Freitag fände ich am passendsten, der heißt schon so), weil es doch schön ist, wenn alle Kinder am selben Tag nicht in die schule müssen und die Eltern auch Zeit für sie haben. Das selbe gilt natürlich für Erwachsene im selben Haushalt, um Ausflüge und Kurzreisen zu planen, gemeinsam lang auszuschlafen.....
das sind alles Dinge, die die Lebensqualität enorm steigern, und das geht natürlich nur, wenn das in allen Betrieben, in allen Schulen etc.. der selbe Tag ist.
Ich fände es schlicht und einfach schade, wenn das nicht mehr so leicht möglich wäre.
Nur ist das Argument "der Tag ist heilig" ziemlich blöd. Aber die Idee dahinter ist gut, auch wenn es natürlich Familien gibt, wos auch anders funktioniert. Ich denke auch, dass diese Idee älter ist als die Bibel, und die Bibelschreiber die Idee gut fanden und aufgegriffen haben.

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Die Wendung "das ist doch bloß ein Strohmann" ist auch bloß ein Strohmann.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

25.06.2009 16:16
#45 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

In Antwort auf:
weder meine Frau noch Ich hatten jemals große Probleme an einem Tag an dem Familienfeste,Grillabende oder sonst etwas in der Art anstanden gemeinsam frei zu haben. Ich denke,das du,vlt. aufgrund weil du einen "9 till 5" Job hast,die Stuation verkomplizierst.


Ja, habe ich; haben Millionen Leute hierzulande (vielleicht sogar noch die Mehrheit); haben besonders die Verkäufer innen & Verkäufer, um die es hier primär geht; wenn die bei Ausbeutern alla Lidl malochen: Glaubst Du wirklich, das wird mit nem netten Plausch geklärt? Und nicht doch eher mit Druck, Druck und noch mehr Druck, wie das bei dem Unternehmen offensichtlich üblich ist?

In Antwort auf:
Ich habe nichts dagegen wenn sich Bürger,die christlich sind,gegen verkaufsoffene Sonntage aussprechen,aber die INSTITUTION KIrche hat sich darum nicht zu kümmern.


Sagt wer? Du? Wer soll das ernst nehmen? Wer bestimmt, was die Aufgaben der Kirchen sind, wenn nicht die Kirchen selber bzw ihre Mitglieder?

In Antwort auf:
Aber in diesem Fall soll wegen mir Bischof Huber oder der andere Knallkopp als Bürger klagen,aber nicht als Kirche die angeblich Interessen des Volkes vertritt.


Stimmt, die Kirchen sollten die Interessen ihrer Mitglieder vertreten; der airness halber muss man aber eingestehen, dass das in einer Demokratie Standard-Rhetorik ist: Jede Lobbygruppe beruft sich im Zweifelsfall auf die "Interessen der Allgemeinheit". Ist blöd, aber trotzdem mal nicht religiös...

@ B.S.: Die von Dir genannten Verbände (bes. der ADAC) treten immer wieder in der Öffentlichkeit auf, stellen politische Forderungen und in den meisten Fällen werden sie dabei die Interessen ihrer Mitglieder vertreten. Dass sie das in dieser Frage nicht tun dürfte einen einfachen Grund haben: Da die Interessenlage zB der ADAC-Mitglieder hier sehr indifferent sein dürfte hat sich der ADAC als Institution hierzu keine Meinung gebildet (bzw schränkt sich in seinen Statuten auf einige Themen ein, in diesem Fall auf welche im Zusammenhang mit Auto & Straßenverkehr). Die Kirche hat als Institution eine Meinung, sie meint damit die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten, und bisher habe ich auch nicht gehört, es gebe innerhalb der Kirche ein Bewegung gegen den arbeistfreien Sonntag. Aber Sinn macht ein solcher Streit nicht wirklich; ich könnte mich hinstellen und es für illegitim erklären, dass sich BDA oder BDI zu irgendwelchen gesellschaftspolitischen Themen äußern... jeder, der die Politik dieser Verbr... Menschen kennt und meine politische Auffassung wird wohl zu dem Schluss kommen, dass ich nur versuche, politische Gegner zu diskreditieren...

@ FSMQueen: Das EDIT: Grammatik hieß, das ich meinen Text verändert habe, weil er einige grammatische Fehler beinhaltete; ich bin da scheinbar nicht so fit wie Du (weigere mich aber strikt, hier meine Noten offenzulegen; sind ohnehin jahrzehnte alt... ;))

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.853

25.06.2009 16:29
#46  Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

In Antwort auf:
Sagt wer? Du? Wer soll das ernst nehmen? Wer bestimmt, was die Aufgaben der Kirchen sind, wenn nicht die Kirchen selber bzw ihre Mitglieder?
Und weil das so ist, hat der Außenstehende nicht das Recht dazu, zu bemerken, dass in einer laizistischen Gesellschaft religiöse Vertreter im Namen der Religion keine politischen Forderungen zu stellen haben? Zumal dann nicht, wenn die Absicht darauf hinausläuft, Zeit zu schinden, die für den Gottesdienst freigehalten ist?
Was ich nicht gut finde ist, dass die Verkäuferinnen und Verkäufer im Einzelhandel so schlecht gewerkschaftlich organisiert sind. Von denen möchte ich Positionserklärungen hören, von den Kirchen nicht.

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

25.06.2009 16:37
#47 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Zitat von Gysi
Und weil das so ist, hat der Außenstehende nicht das Recht dazu, zu bemerken, dass in einer laizistischen Gesellschaft religiöse Vertreter im Namen der Religion keine politischen Forderungen zu stellen haben?


Sagt wer? Du? Wer soll das ernst nehmen? Wer bestimmt, welcheOrganisationen hierzulande das Recht haben, politische Forderungen zu stellen, und welche nicht?

Oder noch weiter gefragt: Was ist überhaupt politisch? Religion hat mE immer auch eine politische Komponente, dürfen die Kirchen jetzt auch keine religiösen Forderungen mehr stellen?

EDIT
Ich habe mich zu lange mit der Frage beschäftigen müssen, was "Allgemeinpolitik" im Gegensatz zu "Hochschulpolitik" sein soll, um das ernst zu nehmen...

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument...350&top=SPIEGEL
http://www.google.de/search?hl=de&ei=KYx...Politik&spell=1

EDITEnde

Zitat von Reinecke
Aber Sinn macht ein solcher Streit nicht wirklich; ich könnte mich hinstellen und es für illegitim erklären, dass sich BDA oder BDI zu irgendwelchen gesellschaftspolitischen Themen äußern... jeder, der die Politik dieser Verbr... Menschen kennt und meine politische Auffassung wird wohl zu dem Schluss kommen, dass ich nur versuche, politische Gegner zu diskreditieren...


P.S.: Eine größere gewerkschaftliche Organisation im Einzelhandel wäre toll... warum man aber den Interessen der dort Beschäftigten in den Rücken fallen muss, nur aus einer prinzipiellen Kirchen- oder Religionsfeindschaft...

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.853

25.06.2009 17:56
#48 Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

In Antwort auf:
Wer bestimmt, welcheOrganisationen hierzulande das Recht haben, politische Forderungen zu stellen, und welche nicht?
Kirchen sind nun mal kein Schachverein. Dir sind die Bibelinhalte, die Geschichte des Christentums und die Notwendigkeit des Laizismus in einer demokratischen Gesellschaft auf dem Boden der auch gegen die Kirchen hart erkämpften Menschenrechte offenbar null geläufig.
In Antwort auf:
Eine größere gewerkschaftliche Organisation im Einzelhandel wäre toll... warum man aber den Interessen der dort Beschäftigten in den Rücken fallen muss, nur aus einer prinzipiellen Kirchen- oder Religionsfeindschaft...
Ach, Reinecke, die Absicht der Kirchen ist doch klar.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

25.06.2009 21:40
#49 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

"Sagt wer? Du?"

Ich denke ich habe dasselbe Recht irgendetwas über irgendetwas zu sagen wie z.B.Bischof Huber. Ich argumentiere aber wenigstens nicht damit, das die Welt in 6 Tagen erschaffen wurde und der 7te Tag von einer Fantasiegestalt gesegnet wurde.
Ich argumentiere damit,das Millionen Menschen am gesegneten Tag arbeiten MÜSSEN und es nicht einzusehen ist,warum ein paar Verkäufer oder Verkäuferinnen,die froh sein sollten nen Job zu haben, ein paar Sonntage im Jahr nicht arbeiten können,nur weil dann an ein paar Sonntagen im Jahr die Familie nicht zusammen frühstücken kann.
Nochmal...es geht weder um jeden Sonntag noch um jeden Tante Emma Laden in jedem Kuhkaff dieses Landes. Es geht um die Hauptstadt,Weltstadt,Metropole Berlin und wenn die Kirche glaubt im Namen ihrer Schäfchen zu sprechen,sollen diese halt am Sonntag nicht einkaufen gehen und am besten noch Weihnachten "besinnlich" feiern
Dann erledigt sich das ganze nämlich von alleine.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

25.06.2009 22:29
#50 RE: Sonntag...der Tag der Besinnung?? Antworten

Ich finde das die Kirche als Institution nicht der geeignete Kläger ist, um mit "ihren" Argumenten als Stellvertreter am Bundesverfassungsgericht für die Einhaltung der "Sonntagsruhe" zu streiten.

Denn die christlichen Wertevorstellungen haben im gesellschaftlichen Kontext keinen normischen Impuls. Wir sind weit davon entfernt, dass "Kirche" auf Gesetzgebung Einfluss haben darf.
Die Kirche sollte sich dem Thema sicher nicht auf diese Weise nähern!

Bleibt also die für mich wesentlichere Frage:
Soll es ein Ladenschutzgesetz (allgemein gefasst) geben, ja oder nein?


Und meine persönliche Meinung ist, dass das Ladenschlussgesetz ein Anachronismus ist, der sich selbst überholt hat.

Wenn Reinecke oder Free am Sonntag nicht einkaufen wollen, dann müssen sie das in keinem Fall tun. Aber wenn es in meiner beruflichen Situation eine mögliche Alternative ist, etwas gegen meine Sparquote tun zu können und am Sonntag shoppen zu gehen, wieso sollte ich das nicht können?

Es geht mir bei solchen Dingen immer auch um Freiheit - und diese Freiheit heisst in diesem Falle eben die Möglichkeit zur Wahlfreiheit zu haben.

Das ist die meine persönliche Innenansicht des Themas.



Allgemein habe ich noch den Gedanken im Kopf, dass es eben auch Menschen gibt die evtl Sonntags arbeiten wollen und gar keine staatliche Bevormundung wünschen?
Dass z.B. im Internet shoppen und bestellen möglich ist wann immer ich will?
Wieso darf ein Internetshop das und die Damen und Herren von Quelle (Stichwort Arcandor) nicht? Wo ist denn da die Regel "Gleiches muss gleich und Ungleiches ungleich behandelt werden?"

Der Staat kann sich hier gern raushalten "wir" die Konsumenten regeln das schon.
Und wenn ich am Sonntag beten und einkaufen will ist das schlicht meine Sache.


Dieser Text ist nicht von mir(Ich habe ihn von einem Bekannten übernommen und an dieses Forum "angepasst.)
,kann ihn aber voll und ganz unterschreiben.




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