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Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Wir trauern um die Opfer des islamistischen
Terrors in Frankreich und Österreich



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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 1.040 mal aufgerufen
 Christentum
Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

23.06.2009 21:15
Neuner-Roos Antworten

Hallo zusammen

Ich habe mir vor ein paar Tagen den "Neuner-Roos" besorgt, den Regens Küchl
öfters erwahnt hat.
Der Titel lautet: "Der Glaube der Kirche - in den Urkunden der Lehrverkündigung"
Die erste Auflage ist von 1938, 1957 und 1971 wurde es überarbeitet, die 13.
Auflage wurde 2009 gedruckt.

Hier ein paar Kostproben für Interessierte:

Kap.1 Offenbarung und Glaube
"Dem sich offenbarenden Gott hat der Mensch den Gehorsam des Glaubens zu leisten. Der
heilsnotwendige Glaube ist die Überantwortung des ganzen Menschen an Gott in freier
Entscheidung. Der Glaube ist Werk der Gnade. Deshalb unterscheidet er sich wesentlich
von philosophischer Erkenntnis; denn er gründet nicht auf eigener Einsicht, sondern
auf der Autorität des sich offenbarenden Gottes."

"Die Tatsache der übernatürlichen Offenbarung läßt sich jedoch mit Sicherheit beweisen,
vor allem durch die Wunder"

"Ein wirklicher Widerspruch zwischen der Offenbarung und den (profanen) Wissenschaften
ist nicht möglich"

"Schlußfolgerndes Denken kann mit Sicherheit das Dasein Gottes und seine unendliche
Vollkommenheit beweisen"

"Die Göttlichkeit der Offenbarung an Moses läßt sich mit Sicherheit aus der mündlichen
und schriftlichen Überlieferung der Synagoge und des Christentums beweisen"

"Der mit den Sinnen wahrnehmbare und für den Augenzeugen durchschlagende Beweis aus
den Wundern Jesu hat seine Kraft und sein Licht auch für spätere Generationen keineswegs
verloren"

"Vernunft hat die Aufgabe, zur Offenbarung hinzuführen, dann aber muß sie sich dem
Wort Gottes unterwerfen"

"Wohl steht der Glaube über der Vernunft, doch kann nie eine wirkliche Abweichung
oder ein Gegensatz zwischen beiden bestehen."

"Denn darüber muß sich doch jeder klar sein: Wenn Gott spricht, so müssen wir ihm
Glaubensgehorsam entgegenbringen. Nichts entspricht mehr der Vernunft, als daß sie
sich damit bescheidet und dem fest anhängt, was sie als von Gott geoffenbart erkannt
hat, der weder täuschen noch getäuscht werden kann."

"Klar und deutlich erkennt die menschliche Vernunft aus diesen strahlenden völlig
sicheren Beweisen Gott als den Urheber diesen Glaubens. Weiter kann sie nicht gehen.
Sie muß notwendig jede Schwierigkeit und jeden Zweifel von sich tun und zurückstellen
und Gott den vollen Gehorsamsdienst des Glaubens leisten. Denn sie weiss ja sicher:
Alles, was der Glaube den Menschen zu glauben und zu tun vorschreibt, stammt von Gott"

"Denn weil diese Glaubenssätze über der Natur liegen, können sie gar nicht mit der
natürlichen Vernunft und natürlichen Grundsätzen erreicht werden."

"Die heilige Mutter die Kirche hält fest und lehrt: Gott, aller Dinge Grund und Ziel,
kann mit dem natürlichen Licht der menschlichen Vernunft aus den geschaffenen Dingen
mit Sicherheit erkannt werden"

"Doch hat es seiner weisheit und Güte gefallen, auf einem anderen, und zwar
übernatürlichen Weg sich selbst und die ewigen Beschlüsse seines Willens dem
Menschengeschlecht zu offenbaren"

"Damit trotzdem der Gehorsamsdienst unseres Glaubens der Vernunft entspreche, wollte
Gott mit der inneren Hilfe des Heiligen Geistes äußere Erweise seiner Offenbarung
verbinden: nämlich göttliche Werke, vor allem Wunder und Weissagungen. Da sie Gottes
Allmacht und unermeßliches Wissen in reichem Maß beweisen, sind sie ganz sichere
und der Fassungskraft aller angemesene Zeichen der göttlichen Offenbarung"

"Mit göttlichem und katholischem Glauben ist also all das zu glauben, was im
geschriebenen oder überlieferten Wort Gottes enthalten ist und von der Kirche in
feierlichem Entscheid oder durch gewöhnliche und allgemeine Lehrverkündigung als
von Gott geoffenbart zu glauben vorgelegt wird."

"Da es aber ohne Glaube unmöglich ist, Gott zu gefallen und zur Gemeinschaft
seiner Söhne zu gelangen, so fand keiner jemals ohne diesen Glauben die
Rechtfertigung, und keiner wird je das ewige Leben erreichen"

"Darum sind Menschen, die sich einmal durch dieses Himmelsgeschenk des Glaubens
der katholischen Wahrheit angeschlossen haben, nicht in der selben Lage wie solche,
die, von menschlichen Meinungen geleitet, eine falsche Religion bekennen.
Denn diejenigen, die einmal den Glauben unter dem kirchlichen Lehramt angenommen
haben, können niemals einen gerechten Grung haben, diesen Glauben zu wechseln oder
in Zweifel zu ziehen."

"Da ferner die Kirche mit dem apostolischen Amt der Lehrverkündigung auch die
Aufgabe erhielt, das Glaubensgut zu bewahren, so hat sie auch von Gott das Recht
und die Pflicht, eine zu Unrecht so genannte Wissenschaft zu verwerfen, damit
niemand durch menschliche Wissenschaft und leeren Trug getäuscht werde.
Daher darf kein Christgläubiger solche Ansichten, die als der Glaubenslehre
widersprechend erkannt werden - besonders wenn sie von der Kirche verworfen sind -,
als echte Ergebnisse der Wissenschaft verteidigen; er muß sie vielmehr für
Irrtümer halten, die durch den Schein der Wahrheit trügen."

"Glaube und Vernunft widersprechen sich also nie, vielmehr helfen sie sich
gegenseitig. Denn die richtig gebrauchte Vernunft beweist die Grundlagen des
Glaubens und bildet, vom Glauben erleuchtet, die Wissenschaft von den göttlichen
Dingen aus, wahrend der Glaube die Vernunft vomIrrtum befreit, sie vor ihm schützt
und und ihr vielfache Erkenntnis mitteilt."

"Die Glaubenslehre, die Gott geoffenbart hat, wurde nicht dem menschlichen Geiste
wie eine philosophische Erfindung zur Vervollkommnung vorgelegt, sondern als
göttliches Gut der Braut Christi übergeben, damit sie dieselbe treu bewahre und
irrtumslos erkläre. Deshalb muß auch immer jener Sinn der heiligen Glaubenswahrheiten
beibehalten werden, der einmal von der heiligen Mutter der Kirche dargelegt worden
ist; nie darf man von diesem Sinn unter dem Schein und Namen einer höheren Erkenntnis
abweichen"

"Wer sagt, die menschlichen Wissenschaften müßten mit solcher Freiheit behandelt
werden, daß ihre Behauptungen als wahr festgehalten und von der Kirche nicht
verworfen werden können, auch wenn sie der geoffenbarten Lehre widersprächen, der
sei ausgeschlossen"

Die von Papst Pius X. vorgeschriebene Eidesformel gegen den Modernismus: (1910)
"Ich umfasse fest und nehme alles und jedes Einzelne, was vom irrtumslosen
Lehramt der Kirche bestimmt, aufgestellt und erklärt ist, besonders die
Hauptstücke ihrer Lehre, die unmittelbar den Irrtümern der Gegenwart entgegen sind.
Ich bekenne, daß Gott [...] mit Sicherheit erkannt und auch bewiesen werden kann.
Ich anerkenne die äußeren Beweismittel der Offenbarung, d.h. die Werke Gottes, in
erster Linie die Wunder und Prophezeihungen als ganz sichere Zeichen des göttlichen
Ursprungs der christlichen Religion.
Fest glaube ich, daß die Kirche, die Hüterin und Lehrerin des geoffenbarten Wortes,
durch den wahren und geschichtlichen Christus selbst, während seines Lebens unter
uns, unmittelbar und direkt eingesetzt und daß sie auf Petrus, den Fürsten der
apostolischen Hierarchie, und auf seine steten Nachfolger gebaut wurde.
In schuldiger Erfurcht unterwerfe ich mich und mit ganzem Herzen schließe ich mich
an allen Verurteilungen, Erklärungen, Vorschriften, wie sie im Rundschreiben
Pascendi und im Entscheid Lamentabili enthalten sind [...]"

"Dem offenbarenden Gott ist der Gehorsam des Glaubens zu leisten. Darin überantwortet
sich der Mensch Gott als Ganzer in Freiheit, indem er sich dem offenbarenden Gott
mit Verstand und Willen unterwirft und seiner Offenbarung willig zustimmt.
Dieser Glaube kann nicht vollzogen werden ohne die zuvorkommende und helfend Gnade
Gottes und ohne den inneren Beistand des Heiligen Geistes, der das Herz bewegen und
Gott zuwenden, die Augen des Verstandes öffnen und es jedem leicht machen muß, der
Wahrheit zuzustimmen und zu glauben."


So, das soll für´s erste genügen (später gerne mehr). Auch wenn dieses Post etwas
länger geraten ist, ich finde es lohnt sich etwas gründlicher in die Materie der
weltgrößten Religion (mit über einer Milliarde Anhängern) einzudringen um ein
angemessenes Verständnis für diesen Glauben zu entwickeln.

Grüsse
Till

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

27.06.2009 10:57
#2 RE: Neuner-Roos Antworten

Im Kapitel 6 "Die Erbsünde" findet man:


Die Allgemeine 1. Kirchenversammlung im Vatikan, 3.Sitzung (1870)

Der erste Entwurf der Konstitution über die Kirche Christi

6. Kapitel: Die Kirche ist zur Erlangung des Heils unbedingt notwendig

Sie mögen alle verstehen, wie notwendig diese Gesellschaft, die Kirche Christi,
zur Erlangung des Heils ist. Diese Notwendigkeit entspricht der Größe der
Gemeinschaft und Verbindung mit Christus dem Haupt und seinem symbolischen Leib.
Denn keine andere Gemeinde nährt und hegt er als seine Kirche, als nur sie, die
allein er geliebt und für die er sich selbst hingegeben, sie zu heiligen und zu
reinigen in der Wassertaufe durch das Wort des Lebens. Sie wollte er sich zu
seiner herrlichen Kirche machen ohne Makel und Runzel oder andere Fehler, heilig
und unversehrt sollte sie sein.
So lehren Wir: Die Kirche ist nicht eine unverbindliche Gemeinschaft, bei der es
für das Heil der Menschen gleichgültig wäre, ob man sie kennt oder nicht, ob man
in sie eintritt oder sie verläßt. Sie ist unbedingt notwendig, und zwar nicht nur
infolge des Gebots unseres Herrn, wodurch der Erlöser allen Völkern den Eintritt
in seine Kirche vorgeschrieben hat. Notwendig ist sie auch als Mittel, weil in der
von der göttlichen Vorsehung eingerichteten Heilsordnung die Gemeinschaft mit dem
Heiligen Geist, die Teilnahme an Wahrheit und Leben nicht erreicht werden kann
außer in der Kirche und durch die Kirche, deren Haupt Christus ist.

7. Kapitel: Außerhalb der Kirche kann niemand gerettet werden

Ferner ist es Glaubenssatz: Außerhalb der Kirche kann niemand gerettet werden.
Freilich sind nicht alle, die in unüberwindlicher Unwissenhaeit über Christus und
seine Kirche leben, schon aufgrund dieser Unwissenheit ewig zu verdammen. Denn vor
den Augen des Herrn trifft sie keine Schuld, der will, daß alle Menschen gerettet
werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Er schenkt auch jedem seine Gnade
der sich nach Kräften müht, so daß er die Rechtfertigung und das ewige Leben
erreichen kann. Diese Gnade erhält aber keiner, der von der Einheit des Glaubens
oder von der Gemeinschaft der Kirche aus eigener Schuld getrennt ist und so aus
diesem Leben scheidet. Wer nicht in dieser Arche ist, wird in der Sintflut umkommen.
So verwerfen und verabscheue4n Wir die gottlose Lehre von der Gleichwertigkeit der
Religionen, die auch der menschlichen Vernunft widerstreitet. So wollen die Kinder
dieser Welt den Unterschied zwischen wahr und falsch aufheben und sagen: Das Tor zum
ewigen Leben steht allen offen, gleichgültig aus welcher Religion sie herkommen,
oder: Über die Wahrheit einer Religion gibt es immer nur eine größere oder geringere
Wahrscheinlichkeit, nie aber die Gewißheit. Ebenso verurteilen Wir die gottlose
Ansicht derer, die den Menschen das Himmelreich verschlie´ßen aus dem falschen
Vorwand: es sei unpassend und jedenfalls zum Heil nicht notwendig, die Religion zu
verlassen, in der man geboren, erzogen, aufgewachsen sei, auch wenn sie falsch ist.
Ja, sie klagen selbst die Kirche an, die erklärt sie sei die einzig wahre Religion,
und die alle Religionen und Sekten, die von ihrer Gemeinschaft losgetrennt sind,
verwirft und verurteilt. Sie meinen wohl, die Ungerechtigkeit könne jemals Anteil
gewinnen an der Gerechtigkeit oder die Finsternis am Licht, oder Christus könne mit
Satan ein Abkommen schließen.



zu diesem Entwurf wird erklärt:
"Der Entwurf, der von den Konzilstheologen für die Beratung der Versammlung vorbereitet
war, ist keine unfehlbare kirchliche Lehre, ja nicht einmal ein amtliches Dokument
kirchlicher Lehre, sondern nur Vorlage für eine solche. Trotzdem hat er große Bedeutung,
weil in ihm die Punkte enthalten sind, die man als reif für eine endgültige kirchliche
Erklärung ansah, auch wenn man natürlich nicht wissen kann, wie eine entgültige, vom
Konzil verabschiedete Fassung ausgesehen hätte. Der Entwurf ist jedoch weiterhin die
Grundlage für die dogmatische Behandlung der Lehre von der Kirche geworden"

Anmerkung: Das Konzil wurde vorzeitig vertagt, weshalb über diesen Entwurf nicht mehr
beraten wurde.


Grüsse
Till



Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

05.07.2009 21:37
#3 RE: Neuner-Roos Antworten

und weiter geht´s...

Die Kirche

Der erste Entwurf der Konstitution über die Kirche Christi (1870)
(zu diesem Entwurf: siehe oben)

9. Kapitel Die Unfehlbarkeit der Kirche

Christi Kirche würde ihre Unveränderlichkeit und Würde verlieren und aufhören,
Gemeinschaft des Lebens und notwendiges Mittel zum Heil zu sein, wenn sie von
der heilbringenden Wahrheit des Glaubens und der Sitten abirren und in ihrer
Verkündigung und Auslegung sich oder andere täuschen könnte. Sie ist die Säule
und Grundfeste der Wahrheit, also frei und unberührt von jeder Gefahr des Irrtums
und der Falschheit.
Mit Billigung der Allgemeinen Kirchenversammlung lehren und erklären Wir: Die
Gabe der Unfehlbarkeit, die als immerwährende Auszeichnung der Kirche Christi
geoffenbart ist - sie ist nicht mit der Gabe der Eingebung (Inspiration) zu
verwechseln; ihr Sinn ist auch nicht, die Kirche mit neuen Offenbarungen zu
beschenken -, diese Unfehlbarkeit ist der Kirche verliehen, damit das geschriebene
und das mündlich überlieferte Wort Gottes in der gesamten Kirche echt bleibe,
von Neuerungen und Veränderung unverdorben bewahrt und behütet werde, wie es der
heilige Paulus gebot [...]
Wir lehren also: Der Gegenstand der Unfehlbarkeit geht so weit, wie das Glaubensgut
reicht, und die Pflicht, dieses Gut zu schützen, es erfordert. Dieses Vorrecht der
Unfehlbarkeit das die Kirche Christi besitzt, umfaßt einmal das ganze geoffenbarte
Wort Gottes, dann aber auch all das, was zwar nicht selbst Offenbarung, aber doch
unbedingt notwendig ist, um das Geoffenbarte sicher zu verteidigen. Der Sinn dieser
Unfehlbarkeit ist die makellose Wahrheit der Gemeinschaft der Gläubigen in der
Glaubens- und Sittenlehre. Sie ruht im Lehramt, das Christus in seiner Kirche auf
ewig eingerichtet hat, als er zu seinen Aposteln sagte: "Geht also hin und lehrt
alle Völker, tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe. Siehe ich bin bei euch bis ans
Ende der Weltzeit". Den Aposteln versprach Christus auch den Geist seiner Wahrheit,
der ewig mit ihnen bleiben werde, in ihnen sei und sie alle Wahrheit lehre.

Kapitel 10 Die kirchliche Vollmacht

Die Kirche Christi ist jedoch nicht eine Gemeinschaft von Gleichgestellten, in der
alle Gläubigen dieselben Rechte besäßen. Sie ist eine Gesellschaft von Ungleichen,
und das nicht nur, weil unter den Gläubigen die einen Kleriker und die anderen Laien
sind, sondern vor allem deshalb, weil es in der Kirche eine von Gott verliehene
Vollmacht gibt, die den einen zum Heiligen, Lehren und Leiten gegeben ist, den
anderen nicht. Man unterscheidet zwei kirchliche Gewalten: die Weihegewalt und die
Leitungs- und Regierungsgewalt. Von dieser letzteren lehren Wir im besonderen: Sie
gilt nicht nur im Bereich des Inneren und des Sakramentes, sondern auch im Bereich des
Äußeren und vor der Öffentlichkeit, und zwar unbeschränkt und vollständig auf dem
Gebiet der gesetzgeberischen, der richterlichen und strafenden Gewalt. Träger dieser
Gewalt sind die von Christus aufgestellten Hirten und Lehrer. Sie üben diese Gewalt
frei und unabhängig von jeder weltlichen Gewalt aus. So führen und leiten sie die
Kirche Gottes mit aller Machtvollkommenheit: mit Gesetzen, die von sich aus
verpflichten und auch im Gewissen binden, mit richterlichen Entscheidungen und
schließlich mit heilsamen Strafen gegen Schuldige, auch wenn sie Widerstand leisten.
Diese Leitung betrifft nicht nur den Bereich von Glaube, Sitte Kult und Heiligung,
sondern auch die äußere Ordnung und Verwaltung der Kirche. So ist es Gegenstand des
Glaubens, daß die Kirche Christi eine vollkommene Gesellschaft darstellt. Und diese
wahre und so glückliche Kirche Christi ist keine andere als die eine, heilige,
katholische und apostolische römische Kirche.

Grüsse
Till

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

05.07.2009 22:49
#4 RE: Neuner-Roos Antworten

Wow...Hältst du das echt bis zum Ende durch? Wird da einem nicht das Gehirn aufgeweicht

______________________________________________
"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

06.07.2009 17:53
#5 RE: Neuner-Roos Antworten

In Antwort auf:
Wow...Hältst du das echt bis zum Ende durch?

Ich denke schon, zwei Drittel habe ich durch!
In Antwort auf:
Wird da einem nicht das Gehirn aufgeweicht

Gegen diese Art von "Argumentation" bin ich ziemlich resistent und ich finde
dieses Buch ehrlich gesagt überaus interessant, weil es nicht wie die Bibel
den Stand von vor 2000 Jahren wiedergibt sondern den aktuellen heutigen Stand
der katholischen Kirche (über eine Milliarde Mitglieder,wie gesagt).
Das hängt damit zusammen, daß ein einmal von der Kirche offiziell verkündetes
Dogma nicht mehr revidiert werden kann, es handelt sich dabei schließlich um
"göttlich geoffenbarte unfehlbare Wahrheit".
Kann sicher nicht schaden, wenn man weiss, was man darunter zu verstehen hat.

Grüsse
Till

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

10.07.2009 09:32
#6 RE: Neuner-Roos Antworten

Klar ..die Bibel ist die Wahrheit, weils es so in der Bibel steht

Glaube ist Aberglaube

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

11.07.2009 21:56
#7 RE: Neuner-Roos Antworten

Achtes Kapitel: Die Sakramente

Ist zufällig jemand am Geheimnis der Taufe interessiert und an den
ewigen und unfehlbaren Wahrheiten der kath. Kirche zu diesem Geheimnis?



Brief Papst Innozenz´ III. an Ymbertus, Bischof von Arles (1201)

Die Wirkung der Taufe

[..] Die Taufe der kleinen Kinder ist nicht nutzlos. Wie die
Beschneidung den Menschen zum Mitglied des israelitischen Bundesvolkes machte, so
schenkt die Taufe Teilnahme am Himmel. Denn wenn auch durch das Geheimnis der
Beschneidung die Erbschuld vergeben und so die Gefahr der Verdammung beseitigt wurde,
so führte sie doch nicht zum Himmelreich. [..] Dieses Tor hat erst Christi Blut
seinen Gläubigen barmherzig geöffnet. Der barmherzige Gott, der niemand zugrunde
gehen lassen will, läßt nicht zu, daß alle kleinen Kinder verloren gehen, die doch
jeden Tag in so großer Anzahl sterben, sondern er hat auch ihnen einen Weg zum Heil
gegeben [..]

Erbsünde und persönliche Sünde, ihre Vergebung

Es gibt eine zweifache Sünde, die Erbsünde und die persönliche Sünde: die Erbsünde
der man ohne eigene Zustimmung verfällt, und die persönliche Sünde, die man mit
Zustimmung begeht. Die Erbsünde also, der man ohne Zustimmung verfällt, wird auch ohne
Zustimmung kraft des Sakramentes erlassen; die persönliche Sünde aber, die man mit
Zustimmung begeht, wird nicht ohne eigene Zustimmung erlassen. Wenn nun auch in der
Taufe die Erbsünde dem kleinen Kinde vergeben wird, das seine Zustimmung nicht geben
kann, so werden doch einem Erwachsenen, der der Vernunft beraubt ist oder schläft, falls
er seine Zustimmung zur Taufe nicht gibt, seine persönlichen Sünden und die Erbsünde
nicht erlassen.
Man könnte fragen, warum Erwachsenen, die nicht bei Vernunft sind oder die schlafen, in
der Taufe nicht wenigstens die Erbsünde erlassen werde, wie den kleinen Kindern. Darauf
ist zu antworten: Der Herr, der am Sabbat den ganzen Menschen gesund gemacht hat, kennt
kein unvollendetes Werk. Deshalb vergibt er die Sünden nicht zum Teil, sondern ganz.
Ferner: Die Strafe der Erbsünde ist der Verlust der Anschauung Gottes, die Strafe der
persönlichen Sünde aber die Qual der ewigen Hölle. Wenn also die Erbsünde erlassen würde
ohne die persönliche Schuld, dann würde er der Gottesschau nicht verlustig gehen wegen
des Erlasses der Erbschuld, und doch würde er zur Strafe für die persönliche Schuld ewig
in der Hölle gepeinigt. Diese beiden Tatsachen aber schließen sich aus und sind
unverträglich. [..]

Die Freiwilligkeit der Taufe. Das Merkmal

Es steht im Widerspruch mit der christlichen Religion, jemanden der ganz wider seinen
Willen, trotz seines Widerspruchs zur Aufnahmen und Beobachtung des Christentums zu
zwingen. So unterscheiden manche, nicht ohne Grund, zwischen unfreiwillig und
unfreiwillig, gezwungen und gezwungen, nämlich: Wer durch Schreckmittel und Strafen
gewaltsam dazu gebracht wird, das Taufsakrament zu empfangen, um keinen Schaden zu
leiden, der empfängt - wie übrigens auch einer, der heuchlerisch zur Taufe tritt -
das Merkmal des Christentums eingeprägt, und er muß auch zur Beobachtung des
christlichen Glaubens gehalten werden, da er ja unter diesen Bedingungen, wenn auch
nicht bedingungslos, einverstanden war. [..] Wer aber niemals seine Zustimmung gibt,
sondern ganz und gar widerspricht, der empfängt weder die Wirkung noch das Merkmal
des Sakraments. Denn ausdrücklich widersprechen ist mehr als seine Zustimmung
verweigern. [..]

---------------------

Glaubensbekenntnis Papst Innozenz´ III. gegen die Waldenser (1208)

[..] Wir billigen die Taufe der kleinen Kinder. Wir bekennen und glauben: wenn sie
nach der Taufe sterben, bevor sie eine Sünde begehen, so werden sie gerettet. In der
Taufe werden alle Sünden vergeben, die Erbsünde und die Sünden, die willentlich
begangen sind.

-------------------

Die Allgemeine Kirchenversammlung zu Trient, 7. Sitzung (1547)

Lehrsätze über das Sakrament der Taufe

3. Wer sagt, in der römischen Kirche, die aller Kirchen Mutter und Lehrmeister ist,
sei nicht die wahre Lehre vom Sakrament der Taufe, der sei ausgeschlossen.

8. Wer sagt, die Getauften seien von allen Vorschriften der heiligen Kirche frei,
geschriebenen und überlieferten, und sie seien zu ihrer Beobachtung nicht gehalten,
wenn sie sich ihnen nicht aus eigenem Antrieb unterwerfen wollen, der sei
ausgeschlossen.

13. Wer sagt, die kleinen Kinder dürfe man nach Empfang der Taufe nicht zu den
Gläubigen zählen, weil sie ja noch nicht tatsächlich glaubten, und sie müßten
deshalb, wenn sie zu den Jahren der Unterscheidung kämen, wieder getauft werden,
oder es sei besser, ihre Taufe zu unterlassen, als sie ohne eigenen Glaubensakt
zu taufen nur aufgrund des Glaubens der Kirche, der sei ausgeschlossen.
14. Wer sagt, solche kleinen Kinder, die getauft wurden, müsse man in reiferem
Alter fragen, ob sie das bestätigen wollten, was die Paten in ihrem Namen bei der
Taufe versprochen haben, und wenn sie antworteten, sie wollten es nicht, dann müsse
man sie ihrem eigenen Gutdünken überlassen und man dürfe sie einstweilen mit keiner
anderen Strafe zum christlichen Leben zwingen, als daß man sie von dem Empfang der
Eucharistie und der anderen Sakramente fernhalte, bis sie sich eines Bessern
besännen, der sei ausgeschlossen

Grüsse
Till

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

28.07.2009 20:01
#8 RE: Neuner-Roos Antworten

Kapitel 10: Die letzten Dinge

Lehrentscheid Papst Benedikts XII
über die beseeligende Gottesschau und die letzten Dinge

Konstitution "Benedictus Deus"

Mit apostolischer Vollmacht bestimmen Wir in diesem für immer geltenden
Lehrentscheid:
Nach allgemeiner Anordnung Gottes waren, sind und werden sein im Himmel, im
Himmelreich und im himmlischen Paradies mit Christus, in Gemeinschaft mit den
heiligen Engeln:
Die Seelen aller Heiligen, die aus dieser Welt vor dem Leiden unseres Herrn Jesus
Christus hinweggegangen sind und (die Seelen) der heiligen Apostel, Märtyrer,
Bekenner, Jungfrauen und der anderen Gläubigen, die nach Empfang der heiligen
Taufe Christi gestorben sind und in denen beim Tod nichts zu reinigen war oder
nichts zu reinigen sein wird oder die nach dem Tod gereinigt worden sind, wenn
etwas in ihnen damals zu reinigen war oder in Zukunft sein wird, und die Seelen
der Kinder, die durch dieselbe Taufe Christi schon wiedergeboren sind oder die
jemals getauft werden, wenn sie nach der Taufe vor dem Gebrauch des freien Willens
sterben: (diese also) waren, sind und werden sein im Himmel und im Paradies sofort
nach ihrem Tod oder nach der Reinigung - wie oben gesagt - bei jenen, die einer
solchen Reinigung bedurften, und zwar auch vor der Wiedervereinigung mit ihrem Leib
und vor dem allgemeinen Gericht, nach der Auffahrt unseres Heilandes Jesus Christus,
unseres Herrn, in den Himmel.
Und nach dem Leiden und dem Tod unseres Herrn Jesus Christus schauten und schauen
sie die göttliche Wesenheit in unmittelbarer Schau und auch von Angesicht zu
Angesicht, ohne Vermittlung eines Geschöpfes, das dabei irgendwie Gegenstand der
Schau wäre. Ohne Vermittlung zeigt sich ihnen vielmehr die göttliche Wesenheit
unverhüllt, klar und offen.
In dieser Schau sind sie erfüllt von dem Genuß der göttlichen Wesenheit. Und durch
diese Schau und durch diesen Genuß sind die Seelen der schon Verstorbenen wahrhaft
glücklich im Besitz des Lebens und der ewigen Ruhe. Auch die Seelen der in Zukunft
Sterbenden werden vor dem allgemeinen Gericht dieselbe göttliche Wesenheit schauen
und genießen.
Eine solche Schau der göttlichen Wesenheit und ihr Genuß lassen in ihnen die Akte
des Glaubens und der Hoffnung schwinden, insofern Glaube und Hoffnung eigentliche
theologische Tugenden sind.
Hat aber einmal diese unmittelbare Schau von Angesicht zu Angesicht und dieser
Genuß in ihnen begonnen oder werden sie beginnen, so besteht diese Schau und dieser
Genuß fort ohne Unterbrechung oder Minderung dieses Schauens und Genießens und wird
fortdauern bis zum Endgericht und von da bis in Ewigkeit.
Ferner bestimmen Wir: Wie Gott allgemein angeordnet hat, steigen die Seelen derer,
die in einer tatsächlichen schweren Sünde verschieden, sofort in die Hölle hinab, wo
sie von höllischen Qualen gepeinigt werden. Aber trotzdem werden am Tage des Gerichtes
alle Menschen vor dem Richterstuhl Christi in ihrem Leibe erscheinen und Rechenschaft
geben über ihre eigenen Taten, "damit ein jeder sein Entgelt empfange für das, was er
bei Lebzeiten getan hat" (2Kor5,10)

Grüsse Till

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

28.07.2009 20:35
#9 RE: Neuner-Roos Antworten

In Antwort auf:
[...]wenn sie [die Kinder] nach der Taufe vor dem Gebrauch des freien Willens sterben: (diese also) waren, sind und werden sein im Himmel und im Paradies sofort nach ihrem Tod [...]
Ab welchem Alter gebraucht man den "freien Willen" oder welche Entscheidung viele darunter? Klar, Kinder werden nicht in der Hölle gequält - aber wie lang ist man Kind?

__________________________________________________
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Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

28.07.2009 21:54
#10 RE: Neuner-Roos Antworten

In Antwort auf:
Ab welchem Alter gebraucht man den "freien Willen" oder welche Entscheidung viele darunter? Klar, Kinder werden nicht in der Hölle gequält - aber wie lang ist man Kind?


Ich vermute, spätestens ab der Firmung, denn zur Firmung ist das "Erreichen des
Vernunftgebrauchs" Vorraussetzung (damit ist wahrscheinlich in etwa das Gleiche
gemeint).
siehe Kathpedia:
http://www.kathpedia.com/index.php/Firmung
http://www.kathpedia.com/index.php/Vernunft

oder Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Firmung

hier steht unter "Vorraussetzungen":
"Als Mindestalter schreibt der Codex Iuris Canonici das „Erreichen des Vernunftgebrauchs“ (Vollendung des siebten Lebensjahres) vor."

Grüsse
Till

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

02.08.2009 14:17
#11 RE: Neuner-Roos Antworten

Elftes Kapitel: Glaubensbekenntnisse

Das Glaubensbekenntnis der Kirchenversammlung zu Trient (1564)

-----
Anmk: Die Kirchenversammlung von Trient hatte für alle kirchlichen Würdenträger
die Ablegung eines Glaubensbekenntisses und die Gehorsamsleistung gegenüber dem
römischen Papst verlangt. Die Formel dafür wurde von Pius IV., hauptsächlich auf
Drängen des heiligen Petrus Canisius, in der Bulle "Iniunctum nobis" vorgeschrieben
und trägt den Namen Trienter Glaubensbekenntnis, obwohl sie nicht von der
Kirchenversammlung verfaßt wurde. Es ist auch als "Bekenntnis des katholischen
Glaubens" dem kirchlichen Rechtsbuch vorangestellt.
----

Ich, N.N. glaube und bekenne in festem Glauben alles und jedes einzelne, was in dem
Glaubensbekenntis enthalten ist, das die heilige römische Kirche gebraucht. Nämlich:

(Es folgt das Nizäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntis)
...

Fest nehme ich an und umfasse ich die apostolischen und kirchlichen Überlieferungen
und die übrigen Bräuche und Satzungen der Kirche. Ebenso erkenne ich die Heilige
Schrift in dem Sinne an, den die heilige Mutter, die Kirche, hielt und hält. Ihr
steht das Urteil über den wahren Sinn und die Erklärung der heiligen Schriften zu.
Nie werde ich sie anders auffassen und erklären als nach der einstimmigen Auffassung
der Väter.

Ich bekenne auch, daß es im wahren und eigentlichen Sinn sieben Sakramente des Neuen
Bundes gibt, die von Jesus Christus unserm Herrn eingesetzt wurden und zum Heil des
Menschengeschlechtes notwendig sind, wenn auch nicht alle für jeden einzelnen, nämlich:
Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Letzte Ölung, Weihe, Ehe; daß sie die Gnade
mitteilen und daß von ihnen die Taufe, die Firmung und die Weihe ohne Frevel nicht
wiederholt werden dürfen. Auch die von der Kirche gebilligten Gebräuche bei der
feierlichen Spendung aller obengenannten Sakramente nehme ich an und billige ich.

Alles und jedes einzelne, was in der heiligen Kirchenversammlung in Trient über die
Erbsünde und die Rechtfertigung bestimmt und erklärt wurde, nehme ich ganz an.

Ich bekenne ferner, daß Gott in der Messe ein wahres, eigentliches und sühnendes Opfer
dargebracht wird für Lebende und Tote, daß im heiligsten Sakrament der Eucharistie
wahrhaft, wirklich und wesentlich der Leib und das Blut zugleich mit der Seele und der
Gottheit unseres Herrn Jesus Christus gegenwärtig ist, daß eine Wandlung der ganzen
Brotsubstanz in den Leib und der ganzen Weinsubstanz in das Blut sich vollzieht.
Diese Wandlung nennt die katholische Kirche Wesensverwandlung (transsubstantiatio).
Ferner bekenne ich, daß auch unter nur einer Gestalt der ganze unversehrte Christus
und das wahre Sakrament genossen wird.

Standhaft halte ich fest, daß es einen Reinigungsort gibt und daß die dort
festgehaltenen Seelen durch die Fürbitte der Gläubigen Hilfe finden.

Ebenso, daß man die Heiligen, die zugleich mit Christus herrschen, verehren und anrufen
soll, daß sie für uns Gott Gebete darbringen, daß man ihre Reliquien verehren soll.
Fest behaupte ich, daß man Bilder Christi, der allzeit jungfräulichen Gottesmutter
sowie der anderen Heiligen haben und beibehalten soll, daß man ihnen die schuldige
Ehrfurcht und Verehrung erweisen soll.

Auch sage ich, daß von Christus in der Kirche die Ablaßgewalt hinterlassen wurde und
daß ihr Gebrauch dem christlichen Volk großen Segen bringt.

Ich anerkenne die heilige katholische und apostolische römische Kirche als Mutter und
Lehrerin aller Kirchen; ich verspreche und schwöre wahren Gehorsam dem römischen Papst,
dem Nachfolger des heiligen Petrus, der Apostelführer, und dem Statthalter Jesu Christi.
Ebenso nehme ich ohne Zweifel an und bekenne alles übrige, was von den heiligen
rechtmäßigen und Allgemeinen Kirchenversammlungen, vor allem von der heiligen
Versammlung in Trient *[und von der Allgemeinen Kirchenversammlung im Vatikan]
überliefert, bestimmt und erklärt wurde, *[besonders über den Vorrang des römischen
Bischofs und sein unfehlbares Lehramt] Und ebenso: Alles, was damit im Widerspruch
steht, und alle Irrlehren, die die Kirche verurteilt, verworfen und gebannt hat,
verurteile, verwerfe und banne auch ich.

Dieser wahre katholische Glaube, außer dem niemand gerettet werden kann, den ich hier
frei bekenne und den ich wahrhaft festhalte, ihn will ich unversehrt und rein bis zum
letzten Hauch meines Lebens mit Gottes Hilfe standhaft festhalten und bekennen; und
ich werde Sorge tragen, daß er, soviel an mir liegt, von meinen Untergebenen oder von
denen, deren Sorge mir amtlich anvertraut ist, festgehalten, gelehrt und gepredigt
wird. Dies verspreche, gelobe und schwöre ich. So helfe mir Gott und diese heiligen
Evangelien Gottes.
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*Die zwischen [ ] gesetzten Stellen wurden von der hl. Kongregation der Konzile
eingefügt und müssen seitdem bei der Ablegung dieses Glaubensbekenntnisses hinzugefügt
werden.

 Sprung  
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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

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