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Dieses Thema hat 66 Antworten
und wurde 2.964 mal aufgerufen
 Islam
Seiten 1 | 2 | 3
welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

30.06.2009 11:50
Musik im Islam Antworten

Darf ein gläubiger Muslim singen oder Musik hören? Islam-Gelehrte sind sich bei dieser kniffligen Frage uneinig.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,517067,00.html
Unlängst gab es bei einer pompösen türkischen Hochzeitsfeier Uneinigkeit darüber.
http://www.express.de/nachrichten/region...2632489725.html
Das Problem wurde auf türkischer Art gelöst.
Heißt das, um den Islam nicht zu beleidigen lieber gar keine Musik spielen?

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Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

30.06.2009 12:05
#2 RE: Musik im Islam Antworten

Aus dem zweiten von welfen verlinkten Artikel ein Zitat:

Zitat von express
Grund (für die Massenprügelei, Anm. von Reinecke): Der unterschiedliche Musikgeschmack der Angehörigen von Braut und Bräutigam. (Hervorhebung wieder durch Reinecke)


Kurz gesagt: Einige sehr, sehr rigide Formen des Islam verbieten mehr oder minder jede Musik (wie auch alle anderen Dinge im Leben, die Spaß machen). Scheinbar haben diese Richtungen nirgendwo lange genug hinreichend Einfluss, denn mWn gibt es in jedem islamischen land eigene tradiotionelle Musik.

Fazit: Die beiden von welfen verlinkten Artikel haben schlicht NICHTS miteinander zu tun; in einem geht es um eine religiöse Frage, bei der zweiten haben sich die wahrscheinlich besoffenen Gäste einer Party aus mehr oder minder dämlichen Gründen in die Haare gekriegt und die Sache ist eskaliert. Dass diese beiden Dinge überhaupt zusammen rezipiert werden kann man mE nur mit fortgeschrittenem, geradezu paranoidem Rassismus erklären.; ein wilder Mischmasch aus Vorurteilen gegen den Islam, die auf jegliche Menschen aus islamisch dominierten Regionen übertragen wird und jedesmal eine fertige Erklärung liefert, wenn es auch nur entfernt um solche Menschen geht.

Herzimaus Offline

Muslima


Beiträge: 934

30.06.2009 12:46
#3 RE: Musik im Islam Antworten

Bravo welfen...

Sag mal hast du nichts besseres mit deiner Zeit zutun als dich ständig in widersprüche zu verfangen??
Liest du dir überhaupt deine Links durch bevor du sie hier reinstellen tust?

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Solange die Leute über mich reden,gehe ich davon aus, dass die mein Leben spannender finden als ihr Eigenes.


Charlie der Engel Offline




Beiträge: 231

30.06.2009 13:13
#4 RE: Musik im Islam Antworten

welfen, sei mir nicht böse, aber du hast ja echt keine Ahnung.
Kannst du dir BITTE angewöhnen, irgendwelche Diskussionsgrundlagen zu liefern?
Diese zwei links sagen gar nichts aus. NICHTS. nichts worüber man reden könnte. Aber das ist ein Diskussionsforum..
(und nebenbei.. liebe Admins.. kann man diesen Spam nicht einfach löschen? da ist doch absolut nichts, worüber man reden könnte.. keine Frage, keine Grundlage, nur Paranoia)

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Die Wendung "das ist doch bloß ein Strohmann" ist auch bloß ein Strohmann.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.854

30.06.2009 13:24
#5 Musik im Islam Antworten

In Antwort auf:
und nebenbei.. liebe Admins.. kann man diesen Spam nicht einfach löschen?
Admins gibt's derzeit nur einen - mich. Und der Mod. in diesem Forum bin ich auch. Ich kann und will nicht alles löschen, was der eine oder andere User als Spam ansieht. Welfen hat die Links zur Diskussion reingesetzt. Der eine Link passt, der andere nicht. Die Argumentatisonsqualität der User kann und will ich nicht bewerten, indem ich die mir unangenehmen oder von mir als "falsch" bewerteten lösche. Ich lösche eigentlich nie was. Beinahe nie. Für schlimme Beleidigungen, Volksverhetzungen usw. lösche ich die User bisweilen mal. Aber Sach-Texte, Verlinkungen? Müsste schon ein harter Grund vorliegen. Der ist hier gewiss nicht gegeben! Gysi

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

30.06.2009 13:30
#6 RE: Musik im Islam Antworten

Lieber Admin, kann man nicht "Charlie der Engel"s schwachsinnige Bemerkungen lieber löschen?
Natürlich hat die Art der Musik was mit dem Islam zu tun.
Auch, das sich tiefe religiöse Moslems sich darüber streiten.
Wenn auf einer türkischen Hochzeitsfeier sich über Musik mit Fäusten gestitten wird, denn bestimmt nicht, weil man sich nicht einig ist, welcher Schlager als erstes gespielt werden sollte.
Die religiösen Gründe werden tiefer sitzen, als viele "sogenannte" Islamkenner es vermuten.
-mit verlaub wäre es wohl schwachsinnig es nur auf die allgemeine Schwachsinnigkeit der Hochzeitsgäste abzuwälzen, wie es angeblich auch bei einer deutschen Heirat möglich oder üblich ist????
Musik und Islam ist ein Thema, obwohl einige dieses Thema als Tabu erklären möchten. (wie so viele Schwachsinnigkeiten im Namen der Religion)

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

30.06.2009 13:43
#7 RE: Musik im Islam Antworten

In Antwort auf:
ist doch absolut nichts, worüber man reden könnte.. keine Frage, keine Grundlage, nur Paranoia


Ich finde, hin und wieder Rassismus zu thematisieren gar nicht so falsch; danke, welfen, dass Du uns immer wieder Anlass dazu gibst...

Zitat von welfen
Natürlich hat die Art der Musik was mit dem Islam zu tun.


*gelangweilt von der Zeitung hochschauend* Und was ???

Zitat von welfe
Wenn auf einer türkischen Hochzeitsfeier sich über Musik mit Fäusten gestitten wird, denn bestimmt nicht, weil man sich nicht einig ist, welcher Schlager als erstes gespielt werden sollte.


Nein, wahrscheinlich haben sich türkische Beatles- und Stones-Fans in die Haare bekommen... *kopfschüttel*

Zitat von welfen
Musik und Islam ist ein Thema, obwohl einige dieses Thema als Tabu erklären möchten. (wie so viele Schwachsinnigkeiten im Namen der Religion)


Zum Tabu erklären will das hier niemand, nur einige (wohl alle außer Dir) fragen sich, was man denn jetzt diskutieren soll zu diesem "Thema"...

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.854

30.06.2009 13:55
#8 Musik im Islam Antworten

In Antwort auf:
Zum Tabu erklären will das hier niemand, nur einige (wohl alle außer Dir) fragen sich, was man denn jetzt diskutieren soll zu diesem "Thema"...
Ääh - so ganz alleine steht Welfen aber nicht da... =>
Zitat von Deutsche Welle
Musik gilt in fundamentalistischen Kreisen der islamischen Gesellschaft als "Haram", also als Sünde. Denn in der Sunna Mohammeds - den Überlieferungen der Aussprüche und Taten des Propheten – soll es der Teufel gewesen sein, "der die Menschen zum Singen anstiftete", weiß die Islamwissenschafterin Stefanie Gsell. Insgesamt aber gäbe es genau so viel negative wie positive Meinungen dazu.

Liberale Islamwissenschaftler verweisen auf mündliche Überlieferungen, Muhammad habe sich von Reisestrapazen bei Gesangsklavinnen erholt. Orthodoxe Glaubensforscher indes berufen sich auf Sunna-Passagen, in denen sich der Prophet abwertend über Musik geäußert haben soll. Auf einen gemeinsamen Nenner ist man bislang jedoch nicht gekommen. Denn das Haupt-Problem des Islam ist: Es gibt keine zentrale Instanz, die einheitliche Glaubensregeln für alle vorschreibt wie beispielsweise der Papst bei den Katholiken.
Es ist besonders von den Schiiten bekannt, dass Musik - also nicht nur die Pop-Musik - als verteufelt gilt. Auch das Lachen von Frauen in der Öffentlichkeit. Das alles habe was mit teuflisch eingegebener Lebensfreude zu tun... Darf doch mal diskutiert werden, oder?

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

30.06.2009 13:55
#9 RE: Musik im Islam Antworten

Selbstverständlich kann auch der Streit über die auf einer Hochzeit zu spielende Musik religiöse Ursachen haben.
Ob das aber hier so war, dafür gibt der Link nicht den mindesten Anhaltspunkt, weshalb es müßig ist, darüber zu spekulieren.

Vielleicht findest du, Welfen, da noch belastbarere Daten?

Charlie der Engel Offline




Beiträge: 231

30.06.2009 14:34
#10 RE: Musik im Islam Antworten

ach welfen.. du schimpfst schon wieder.
du postest in einem fort links, in dem Fall zwei, die miteinader nichts zu tun haben, ohne Fragen zu stellen und erwartest scheinbar, dass hier alle in dein Phobie mit einstimmen.

Das hier ist ein Diskussionsforum.. in anderen Threads gehts du nicht auf Fragen ein, wenn du einen aufmachst, stellst du keine..

Was sollen wir hier diskutieren? Das türkische Hochzeiten gefährlich für die Öffentlichkeit sind? Ich war schon auf einheimischen Hochzeiten, auf denen sich geprügelt wurde, wegen ähnlich nichtiger Themen wie die Musikauswahl.

Ob der Islam Musik in der Öffentlichkeit nicht mag? Da sagt sowohl dien Link als auch andere Poster hier, dass das im allgemeinen nicht der Fall ist, sondern nur bei bestimmten Sekten. es gibt aber auch christliche Sekten, die das ähnlich sehen.
Solange hier in Mitteleuropa die Sache nicht zum Problem wird,solange du nicht einen Beleg dafür hast, dass es in Mitteleuropa deswegen zu ernsten Problem gekommen ist, geht die Diskussion sicher nicht in die Richtung, die du dir vorstellst.

Also, sag, was du diskutieren willst, ansonsten mach ne gute Internetrecherche, wenn dich das Thema so interessiert. Gibt sicher viele Infos über das Thema. Und wenn du genug halbwegs belegbare Informationen hast, freuen sich sicher alle hier über eine nette Zusammenfassung.

Ansonsten können wir gerne darüber reden, welche Form von Musik bei welchen Moslems wann und warum verboten ist, das ist sicher interessant und zeigt mal wieder, dass Religon ziemlich lustige Seiten hat, deren Konsequenzen für die Gläubigen alles andere als lustig sind.

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

30.06.2009 15:16
#11 RE: Musik im Islam Antworten

@ Gysi: Das ist mir durchaus bewusst, darauf habe ich ja selber hingewiesen. Aber das ist tatsächlich nur der aller-radikalste Teil der muslimischen Welt. Selbst die Taliban haben die Musik in den jahren ihrer Herrschaft nicht vollständig verboten:

Zitat von Wiki
Seit den 1980er Jahren wurde die Musik in Afghanistan zunehmend unterdrückt und Aufzeichnungen nahmen für Außenstehende trotz des reichen musikalischen Erbes des Landes drastisch ab. In den 1990er Jahren wurde die instrumentelle Musik und das öffentliche Musizieren von den Taliban in den Städten in der persischen Sprache gänzlich verboten, während sie selbst ihre eigene paschtunische Kultur, wie das nationale Paschtunentanz, Attan, nacheiferten und Lieder von Awalmir und andere berühmte Paschtunen in Pakistan aufnahmen, die sie nach Afghanistan mitbrachten und nachsangen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Afghanische_Musik

Es ließe sich also hervorragend über verbohrte Fundamentalisten und religiöse Radikale herziehen. Das auf den gesamten Islam auszuweiten ist aber nichts als kontraproduktiv, da einfach völlig unhaltbar. Kurz gesagt: welfen betreibt mal wieder durchsichtige, rassistische Hetze, indem er einen durchaus kritikwürdigen Punkt nimmt und ihn hemmungslos pauschalisiert.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.854

30.06.2009 16:15
#12 Musik im Islam Antworten

In Antwort auf:
Kurz gesagt: welfen betreibt mal wieder durchsichtige, rassistische Hetze, indem er einen durchaus kritikwürdigen Punkt nimmt und ihn hemmungslos pauschalisiert.

Das wollen wir natürlich nicht.
Wie ist das Verhältnis der hier lebenden Muslime zur Rockmusik, Rap, Hip-Hop und wie das Zeug heute heißt? Ich weiß es wirklich nicht genau. Wie ist die Kreativarbeit in den muslimischen Ländern in Sachen Kunst - Malerei, Musik, Belletristik? Warum ist in den muslimisch geprägten Ländern nie so was Fantastisches entstanden wie der Rock and Roll?

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Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

30.06.2009 16:25
#13 RE: Musik im Islam Antworten

In Antwort auf:
Wie ist das Verhältnis der hier lebenden Muslime zur Rockmusik, Rap, Hip-Hop und wie das Zeug heute heißt?


Also Rap und Hip-Hop erfreut sich großer Beliebtheit. (Allerdings würde ich Rap nur eingeschränkt als Musik einstufen.)

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

30.06.2009 17:02
#14 RE: Musik im Islam Antworten

In Antwort auf:
Wie ist das Verhältnis der hier lebenden Muslime zur Rockmusik, Rap, Hip-Hop und wie das Zeug heute heißt?


In meiner Wahrnehmung ist Hip Hop die beliebteste Musikrichtung unter jugendlichen Türken, evtl kurz hinter türkischer Pop-Musik; der grund ist einfach: Hip Hop als Ghetto-Musik der Schwarzen läd zur Identifikation ein, wenn man selber im Ghetto lebt bzw sich so fühlt.

Um das gleich zu problematisieren: Es gibt Formen dieser Musikrichtung, da dreht sich mir der Magen um ob ihrer sexistischen, homophoben Texte. Auch die sind unter Migranten-Kids sehr beliebt, aber genauso unter ethnischen Deutschen u.a. Spinnern. Ich sehe hier (mal wider) ein eindeutiges Indiz, dass gerade Vorurteile gegenüber Frauen und Homosexuellen auch ohne jeden religiösen Bezug existieren und es daher sinnvoller ist, Sexismus und Homophobie zu thematisieren, wenn man was gegen solche Zustände hat, und nicht bzw nur in diesem Kontext die Religionen.

Als ein bekanntes Bsp: http://de.wikipedia.org/wiki/Bushido_(Rapper)#Kontroversen

In Antwort auf:
Wie ist die Kreativarbeit in den muslimischen Ländern in Sachen Kunst - Malerei, Musik, Belletristik?


Das kommt drauf an; konservativ-religiöse Regime habens mit der freien Entfaltung von Kunst selten so wirklich, dass hat nichts mit Religion zu tun. Ideologische Regime legen sich oft auf bestimmte Kunststile fest, während andere verteufelt werden. Das alles spricht dafür, dass der islamisch-arabisch Kulturraum da in den letzten Jahrzehnetn bzw Jahrhunderten eher schlecht abschnitt. Dennoch gab es Epochen in der Geschichte, in denen gerade in arabischsprachigen Raum Kunst & Kultur blühten, während man in Mitteleuropa andächtig auf die von den Römern hinterlassenen Schätze stierte, ohne auch nur in deren Nähe zu kommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Kunst

In Antwort auf:
Warum ist in den muslimisch geprägten Ländern nie so was Fantastisches entstanden wie der Rock and Roll?


Ich wollte ja fast schreiben: Weil da nicht Millionen schwarze Sklaven aus Afrika hingeschleppt wurden, aber das wäre wohl nicht so ganz richtig...

Ansonsten: Ist jetzt Rockmusik der Messlatte, wenns um Emanzipation usw. geht?

Dann muss man auch in Betracht ziehen, dass dort auch nicht solche Grausamkeiten entstanden wie bspw Techno...

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.854

30.06.2009 17:46
#15 Musik im Islam Antworten

In Antwort auf:
Ansonsten: Ist jetzt Rockmusik der Messlatte, wenns um Emanzipation usw. geht?
Nein. Immerhin haben wir dem durch den Islam unterdrückten Kulturleben den Muezzin-Hip-Hop zu verdanken.

Das Hip-Hop-Geschrammel transportiert auch viel Sexismus und Homophobie, da haste recht. Aber dass du diese ethischen Rückständigkeiten mal wieder von dem ja so guuuten Islam abtrennen willst, wird der Vernetzung zwischen der sehr dominierenden Religion in den islamischen Regionen und den ethnischen Bräuchen und Normen mE nicht gerecht! Der Sexismus und die Homophobie waren auch in unseren Breitengraden religiös beeinflusst. Braucht man nur die Bibel zu lesen, Paulus, NT.

Wir haben eine Chance auf ein friedliches Leben und Zusammenwachsen zwischen Muslime und Christen und Atheisten, wenn wir die Konfliktlinie verschieben: Wir müssen uns das Recht herausnehmen, die Religionen zu kritisieren, statt sie zu verherrlichen! Wir haben schon jetzt einige Ex-Muslime und Ex-Muslima. Die müssen wir unterstützen, damit klar wird, dass wir nichts gegen Südländer haben oder so. Und dass ein Leben ohne den Islam durchaus möglich ist...

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

30.06.2009 17:56
#16 RE: Musik im Islam Antworten

In Antwort auf:
(...) dass du diese ethischen Rückständigkeiten mal wieder von dem ja so guuuten Islam abtrennen willst, wird der Vernetzung zwischen der sehr dominierenden Religion in den islamischen Regionen und den ethnischen Bräuchen und Normen mE nicht gerecht!


Will ich gar nicht; wenn ein Jugendlicher aus einer Familie, in der der Islam eine große Rolle spielt, Homosexualität abscheulich findet kann das natürlich was damit zu tun haben, dass ihm von klein auf beigebracht wurde, dass Gott was gegen Schwule & Leseben hat.

Wenn dieser jugenliche aber aus einer Migranten-Familie kommt, wo der Islam ganz weit im Hintergrund steht, dem Jungen aber dennoch beigebracfht wird, Homosexualität wäre widerlich, weil in dem Dorf in Anatolien, wo die Eltern aufwuchsen, schon immer so war?

Oder wenn es sich gar nicht um einen Migranten handelt, sondern um nen deutsches Mittelschichtskind, dass dieses "Wissen" ebenfalls seit Kindesbeinen an eingetrichtert bekam? Ich erinnere, dass noch heute auch deutsche Politiker gegen Homosexuelle hetzen, dass der § 175 StGB, der Homosexualität unter Strafe stellte, erst vor 15 Jahren abgeschafft wurde, dass Übergriffe gegen Homosexuelle alltäglich sind und keineswegs nur von Migranten verübt werden?

Sagt mir, dass man Sexismus & Homophobie thematisieren sollte, auch ihre traditionellen Grundlagen in der Gesellschaft bzw Religion, aber die Ursachen für diese Phänomnene, die liegen woanders...

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.854

30.06.2009 18:20
#17 Musik im Islam Antworten

In Antwort auf:
Sagt mir, dass man Sexismus & Homophobie thematisieren sollte, auch ihre traditionellen Grundlagen in der Gesellschaft bzw Religion, aber die Ursachen für diese Phänomnene, die liegen woanders...
Wo? Wenn Religion Homophobie und Frauenverachtung unterfüttert, und die Religion in einer Gesellschaft, im Traditionsleben und der Erziehung mächtig ist, dann wird sie gefährlich! Und sie ist nicht leicht zu überwinden, weil sie das Betthupferl des ewigen Lebens bietet. Und die metaphysische Haue bei mangelnder Willfährigkeit. Bei sozialen Analysen muss angemessen differenziert werden, haste recht. Aber du verharmlost Religion!

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Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

30.06.2009 18:57
#18 RE: Musik im Islam Antworten

Ich gebe zu, dass das unzureichend formuliert war.

Ich will die Religionen da nicht aussparen, aber eben auch keine anderen Ideologien, die solche Phänomene stützen. Mit der Floskel "Man sollte Sexismus & Homophobie thematisieren" meinte ich eine breite Betrachtung dieser Phänomene, die natürlich andere gesellschaftlichen Faktoren (zB Religionen oder politische Ideologien oder Marktzwänge oder was auch immer) ebenfalls im Blick hat und untersucht, inwieweit hier Sexismus & Homophobie reproduziert und legitimiert werden.

Problematisch fände ich eine auf Religionen verengte Herangehensweise. BSP: Es wird rezipiert, dass zB unter muslimischen Jugendlichen Homophobie stärker verbreitet ist als unter ethnischen Deutschen, also wird "der Islam" für verantwortlich erklärt. Dass auch unter nichtislamischen Jugendlichen eine hohe Zahl homophobe Vorurteile hegen gerät dabei aus dem Blickfeld.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.854

30.06.2009 19:50
#19 Musik im Islam Antworten

In Antwort auf:
Problematisch fände ich eine auf Religionen verengte Herangehensweise. BSP: Es wird rezipiert, dass zB unter muslimischen Jugendlichen Homophobie stärker verbreitet ist als unter ethnischen Deutschen, also wird "der Islam" für verantwortlich erklärt. Dass auch unter nichtislamischen Jugendlichen eine hohe Zahl homophobe Vorurteile hegen gerät dabei aus dem Blickfeld.
So ein Kind hat viele Väter, will ich ja nicht bestreiten. Es geht darum, wie wir jetzt eine bessere Welt hinkriegen. Ein besseres Europa. Der Islam ist nun mal eine mächtige Stimme, auf die die Muslime im Schnitt viel deutlicher hören, als die Christen im Schnitt auf die Bibel hören! Und darum müssen wir die Unkritisierbarkeit der Religionen, für die wir auch mit verantwortlich sind, erschüttern. Tun wir was zu der Pflege unserer Streitkultur! Nicht nur die Politiker verarschen, verhöhnen und gering setzen - die Religion muss da auch mit rein! Natürlich auch die Christen, die Esos, Hinduisten, Lamaisten, nicht nur der Islam. Damit soll den Gläubigen gar nicht mal der Atheismus nahegelegt werden, sondern unsere Streitkultur! Es darf kritisiert werden! Es darf gezweifelt werden! Nichts wird verboten zu denken und zu sagen. Oder gepflegter ausgedrückt: die Kultur des substanziellen Dialogs. Nichts anders will ich, und exakt der ist es, der uns von der Fremdheit, der Angst und dem Hass, den die antidialogische Kommunikation der Religionen mit zu verantworten hat, heilen wird. Wir wollen den Islam nicht verbieten. Wir wollen ihn nur analysieren und die Ergebnisse frei bekannt geben dürfen. Ich habe den Eindruck, dass Leute wie du befürchten, dass Islamkritiker wie ich den armen Moslems etwas nehmen wollen! Wir wollen denen gar nichts nehmen, und wir wollen uns alle mit einer auf die Religionen erweiterten demokratischen Streitkultur beschenken! Immer wieder wird aufgeregt die Religion ausgespart und von allem Bösen separiert! Die Religion wolle und präge nur das Gute! Der Koran sagt aber was ganz anders und hat auch eine ganz andere Aura. Und er wirkt tief in die Menschen rein - das ist doch ein Fakt! Also gehört der auch in den Fokus unserer Kritik, auch wenn mit einer bösen Religion nicht alle Schandtaten und seelischen Verkrüppelungen dieser Welt zu erklären sind. Sooo einfach ist die Welt und ist der Mensch nun mal nicht gestrickt. Aber notorische Verharmlosungen aus einer Angst heraus, etwas vielleicht zu überzeichnen, bringen uns nicht weiter. So wie uns notorische Verallgemeinerungen und Pauschalisierungen, die den Moslem als eine böse Fratze zeichnen, auch nicht weiterbringen kann! Das Allerblödeste ist aber, aus Angst vor Fehlern zu SCHWEIGEN!

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Herzimaus Offline

Muslima


Beiträge: 934

30.06.2009 22:40
#20 RE: Musik im Islam Antworten

Also ich mag die Lieder von Jackson oder santana oder lenny cravitz
So was Shiiten betrifft, wisst ihr was für musik sie hören, dass würdet ihr mir nicht glaube aber das ist Fakt BEETHOVEN.
Also ganz einfach ist es zu verstehen im Islam. Die Musik ist verboten aber dann stellt man sich die frage welche denn? Na solche lieder wie Fuck your mother oder Du bist eine Schlampe usw.. also sowas finde ich nicht toll.
Die videos sind schrecklich alles sex sex sex und dann die wörte sie ist eine schlampe! Deshalb verbietet der Islam solche lieder.
In der Türkei sind solche szene auch nicht versteckt, halb nackte frauen usw.. oh ja.. macht mal türkishen fernseh an. Schwullen und Transen (Türken) deren Liedern sind sehr beliebt. Oder Agypten und lebanon oh wei.. genauso.. dann wollt ihr mir erzählen der Islam dieses und jenes.. wieso werden diese Menschen nicht ausgepeitscht oder erhängt oder wo sind da die ehrenmorde??
Kultur jede menge. Mein Opilein ist Maler und das seit über 55Jahre.. ohja sogar der Köib kauft seine Bilder.
Beber teppiche sind ebenfalls beliebt oder berbische Schmuck handfertige, werde sehr gut verkauft, genauso festliche kleider, sehr viel Nicht-Muslime kaufen es.
Gibt vieles nur davon wird nichts berichtet.

lg

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kadesch Offline



Beiträge: 2.705

01.07.2009 09:00
#21 RE: Musik im Islam Antworten

na ja über Musik lässt sich ja bekanntlich streiten...
Aber selbst Michael jackson ist angenehmer als diese Dönerladen Musik
die man oft mit 130 Dezibel aus tiefergelegten 3'er BMWs mit aufgeklebter türkischer Fahne höhren muss.
Da kriegt man ja Ohrenkrebs..

Glaube ist Aberglaube

welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

01.07.2009 10:49
#22 RE: Musik im Islam Antworten

Zitat von kadesch
na ja über Musik lässt sich ja bekanntlich streiten...
Aber selbst Michael jackson ist angenehmer als diese Dönerladen Musik
Michael Jackson ist Tot. Vielleicht ist das ständig Konvertieren schuld daran? Von Schwarz auf Weiß, dann zu Peter Pan u.s.w. zum Schluß zum Islam. Bestimmt war das zuviel des Guten?
Ich wohne direkt an der Uferpromenade eines großen Sees in einer Großstadt. Eigentlich eine Idylle, wenn nicht bei schönem Wetter abends bestimmte Subjekte sich mit Ihren Autos sich direkt vor meine Tür stellen und aus vollkommen übersteuerten Autoradios so ein Eselfickergejaule über den See, bzw. meine Terasse schallen würde.
In Dönerbuden fände ich das vollkommen in Ordnung, weil ich da sowieso nicht hingehe.

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Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

01.07.2009 12:12
#23 RE: Musik im Islam Antworten

Zitat von Gysi
Es geht darum, wie wir jetzt eine bessere Welt hinkriegen. Ein besseres Europa. Der Islam ist nun mal eine mächtige Stimme, auf die die Muslime im Schnitt viel deutlicher hören, als die Christen im Schnitt auf die Bibel hören!


Ja, aber eben nur eine Stimme unter vielen; wenn morgen erfolgreich alle Muslime in Europa erschossen/ausgewiesen/zum Atheismus bekehrt wären würde das weder Sexismus noch Homophobie zum Verschwinden bringen. Daher (zu diesem Themenkomplex): Ne Welt ohne Sexismus kriegt man (wenn überhaupt), indem man Sexismus bekämpft, und zwar in allen seinen Erscheinungsformen, seien die religiös geprägt oder nicht.

Zitat von Gysi
Und darum müssen wir die Unkritisierbarkeit der Religionen, für die wir auch mit verantwortlich sind, erschüttern.


Sicher, aber wem sagts Du das? Wer hält hier (ich mein das Forum) Religionen für unkritisierbar oder sonstwie sakrosankt?

Zitat von Gysi
Natürlich auch die Christen, die Esos, Hinduisten, Lamaisten, nicht nur der Islam. Damit soll den Gläubigen gar nicht mal der Atheismus nahegelegt werden, sondern unsere Streitkultur! Es darf kritisiert werden! Es darf gezweifelt werden! Nichts wird verboten zu denken und zu sagen. Oder gepflegter ausgedrückt: die Kultur des substanziellen Dialogs.


Wie das mit der Kritikfähigkeit hier im Forum des substanziellen Dialoges aussieht habe ich erlebt, der Hochmut ist mE nicht angebracht.

Zitat von Gysi
Wir wollen den Islam nicht verbieten. Wir wollen ihn nur analysieren und die Ergebnisse frei bekannt geben dürfen. Ich habe den Eindruck, dass Leute wie du befürchten, dass Islamkritiker wie ich den armen Moslems etwas nehmen wollen!


a) Wer verbietet Analyse & Kritik? Wo wird verboten, solche Dinge zu publizieren? Und wenn Du jetzt wieder auf die bösen, bösen Menschen wie mich zu sprechen kommen willst: Wenn man faschistische Islamkritiker (damit meine ich nicht Dich) Faschisten nennt nutzt man die gleichen Freiheitsrechte, die Du einforderst: Meinungsfreiheit.

b) Wenn ich mir anschaue, was so alles unter "Islamkritiker" firmiert bzw sich selber so bezeichnet, bin ich mir sogar absolut sicher, dass viele dieser Personen pauschal allen Muslimen etwas absprechen wollen: Das Recht auf freie Religionsausübung, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, meist das Aufenthaltsrecht bzw die Staatsbürgerschaft überhaupt.

Zitat von Gysi
Und er wirkt tief in die Menschen rein - das ist doch ein Fakt!


Behauptungen sind keine Argumente; ich halte es für völlig unbewiesen, dass der Islam bzw irgend eine Religion "tiefer", stärker oder sonstwie anders wirkt als irgend eine x-beliebige Ideologie.



Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

01.07.2009 13:22
#24 RE: Musik im Islam Antworten

Zitat von Reinecke

Ja, aber eben nur eine Stimme unter vielen; wenn morgen erfolgreich alle Muslime in Europa erschossen/ausgewiesen/zum Atheismus bekehrt wären würde das weder Sexismus noch Homophobie zum Verschwinden bringen.

Ist wirklich wieder mal einfach nur zum Kotzen, wie du hier vom Leder ziehst.
Wem unterstellst du hier Muslime erschießen oder ausweisen zu wollen?

Wenn du nicht erkennst, dass die abrahamitischen Lehren nun mal sexistisch und homophob sind und damit einen kräftigen Anteil daran haben, warum diese Erscheinungen doch noch relativ stark in der Gesellschaft verankert sind, lohnt sich weitere Diskussion nicht.

Deinen Strohmann, Religion wäre die einzige Ursache dafür, hast du dir wieder mal nur selbst aufgebaut um ihn dann wirkungsvoll abfackeln zu können.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.854

01.07.2009 13:48
#25 RE: Musik im Islam Antworten

In Antwort auf:
Behauptungen sind keine Argumente; ich halte es für völlig unbewiesen, dass der Islam bzw irgend eine Religion "tiefer", stärker oder sonstwie anders wirkt als irgend eine x-beliebige Ideologie.
Vom Stalinismus konnte man leichter ablassen, weil der seine Versprechungen nicht eingelöst hatte. Von einer Religion kann man schwerer ablassen, weil die etwas Saftiges verspricht, was aber erst nach dem Leben eingelöst werden kann. Das ist die Theorie. Und die Praxis unterstützt sie voll. Siehste ja, oder?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
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