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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Wir trauern um die Opfer des islamistischen
Terrors in Frankreich und Österreich



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Dieses Thema hat 27 Antworten
und wurde 1.530 mal aufgerufen
 Weltliche Ideologien + Politik
Seiten 1 | 2
Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 10:02
Opfer der Islamophobie? Antworten

http://www.zeit.de/online/2009/28/mord-im-gerichtssaal

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/...em-hintergrund/

Was sagt Ihr dazu? Offensichtlich ein Mord aus Rassismus, aber der erste den ich als dezidiert islamophob wahrnehme. Gibt das dem Geschehen eine andere Qualität?

Was mich wirklcih geschockt hat war das:

Zitat von taz
Ihr Ehemann, Elwy O., versuchte, sie zu beschützen, und wurde selbst verletzt. Ein Bundespolizist, der in den Raum eilte, hielt aus bisher ungeklärten Gründen den Ehemann für den Täter und schoss ihn ins Bein. O. lag wegen zahlreicher Verletzungen mehrere Tage im Koma.


Sieht fast so aus, als wäre der Mörder nicht der einzige, der da seinen rassistischen Vorurteilen freien Lauf ließ; kein Wunder, dass viele Migranten die Polizei als Teil des Problems ansieht...

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.044

10.07.2009 10:22
#2 Opfer der Islamophobie? Antworten

Aber dir ist klar, lieber Rot- oder Schlaufuchs, dass unsere Islamkritik nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun hat? Ich möchte in dem Zusammenhang behaupten, dass die hier in Europa, besonders in Deutschland, unterdrückte Kritik an dem Islam dazu führt, am rechten Rand in seinen hässlichen Formen aufzuplatzen! Wer gesellschaftliche Probleme sprachlos macht, bekommt sprachlose Antworten, und das sind die der sinnlosen Gewalt!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 12:55
#3 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

In Antwort auf:
Aber dir ist klar, lieber Rot- oder Schlaufuchs, dass unsere Islamkritik nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun hat?


Wenn Du im plural majestatis sprichst (also nur von Dir) ist mir das schon klar, ansonsten eher im Gegenteil. Ein guter Teil der "Islamkritik" ist mehr oder minder gut verborgener Rassismus respektive Ausländerfeindlichkeit.

Natürlich können solche Vorfälle nicht der Grund sein, vollständig auf irgend welche Kritik zu verzichten. Es bleibt aber die Frage, wie man solche formuliert, und inwieweit das eigene Verhalten reflektiert werden. Allzu oft offenbaren sich auch in im Grunde gerechtfertigter Kritik archaische Stereotypen dessen, der diese Kritik äußert; aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass aus Kritik an solchen Rassismen schnell geschlossen wird, die ursprünglich kritisierten Probleme gar nicht sehen zu wollen.

In Antwort auf:
Ich möchte in dem Zusammenhang behaupten, dass die hier in Europa, besonders in Deutschland, unterdrückte Kritik an dem Islam dazu führt, am rechten Rand in seinen hässlichen Formen aufzuplatzen!


Naja, von Unterdrückung zu reden halte ich doch für ein klein bischen überzogen; wenn Medien und Politik diesem Thema offensichtlich nicht die Bedeutung zumessen wie Du wird noch niemand unterdrückt.

Fakt bleibt: Rassisten, Neonazis und ähnliches Gesocks fühlen sich in ihrem Denken vom Alltagsrassismus oder hiervon islamkritischen bis islamophoben Positionen bestätigt, sie fühlen sich als Vollstrecker des "Volkswillens", wie wohl auch dieser Dresdner Mörder. Es wäre also eine deutliche Abgrenzung der "Islamkritiker" vom rechten Rand wünschenswert; leider erkenne ich zumindest die allzu oft nicht. Während von der breiten Masse der Muslimen verlangt wird, sich von im Namen des Islams begannen Untaten schleunigst zu distanzieren, da man sich sonst mitschuldig mache, scheint dies hier anders zu sein.

Eine weitere Facette dieses Problem wird u.a. hier thematisiert:

http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/ar...alsche-freunde/

Entgegen kadeschs Vermutung, jede rechtsradikale oder rassistische gewaltat würde augenblicklich zu Lichterketten und Betroffenheitsgesten der Politik führen, wurde dieser Mord von offizieller Seite aus tagelang ignoriert; in den Medien stand der islamophobe Charakter der Tat stark im Hintergrund. Im Ausland, bes. natürlich in Ägypten, kam das so an, als wäre der Vorfall nicht erwähnenswert, während bspw Ehrenmorde inkl ihrem "islamischen" Hintergrund einen breiten Raum in der öffentlichen Wahrnehmung einnehmen.

Die Folge kann eine weitere Radikalisierung bzw Entfremdung zwischen "den Muslimen" (bzw einm Teil) und der deutschen Mehrheitsgesellschaft führen, ebenso wie zu einer verstärkten Hinwendung zur Religion bzw zu deren radikalen Vertretern. Ist im Prinzip das gleiche Phänomen, das Du ansprichst, Gysi.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 14:00
#4 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Der Mord des Russlanddeutschen ist wohl wirklich eine Mischung aus Ausländerhass und Islamfeindlichkeit.
Islamophobie als Begriff lehne ich ab, weil der automatisch unterstellt, es gäbe keinen Grund dem Islam feindlich gegenüber zu stehen und das wäre nur ein "Krankheit".

Wenn du, Reinicke, aber auch dem Polizisten, der innerhalb von Sekunden den Vorgang beurteilen und reagieren musste, ähnliche Motive unterstellst, ist das wohl nur deine Polizeiphobie.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 14:45
#5 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

In Antwort auf:
Wenn du, Reinicke, aber auch dem Polizisten, der innerhalb von Sekunden den Vorgang beurteilen und reagieren musste, ähnliche Motive unterstellst, ist das wohl nur deine Polizeiphobie.


a) Vorurteile gegen Polizeibeamte kann ich nicht völlig abstreiten, dass ist richtig.

b) Dennoch halte ich es für eine plausible Erklärung (wenn auch nicht die einzig mögliche); gerade Reaktionen unter Streß innerhalb kürzester Zeit sind weniger vom Intellekt bestimmt, sondern vom "Bauchgefühl"; da passen Vorurteile oder Stereotypen (zB der muslimische Ehrenmörder, der seine Frau absticht) hervorragend hinein.

In Antwort auf:
Islamophobie als Begriff lehne ich ab, weil der automatisch unterstellt, es gäbe keinen Grund dem Islam feindlich gegenüber zu stehen und das wäre nur ein "Krankheit".


Wirklich mögen tue ich den Begriff auch nicht; ebenso wie bei der Homophobie geht es nicht um eine krankhafte Phobie, sondern um die Ablehnung bestimmter Menschen aufgrund irgendwelcher tatsächlicher oder zugeschriebener Attribute. Beides liegt eher auf dem Level mit Rassismus, Sexismus o.ä., eben gesellschaftlich diskriminierenden Vorurteilen. "Islamkritik" steht mE auf nem anderen Blatt; mit Islamophobie würde zumindest ich nur Dinge benennen, die wie andere Rassismen nicht sinnvoll zu erklären oder zu begründen sind.

Gibt's nen besseren? "Islamfeindlichkeit" ist passend, aber wenn man sich als linksakademischer Gutmensch gerieren will brauchts noch nen Fremdwort; am besten nen neuen Ismus...

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 15:27
#6 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Islamfeinlichkeitismus?

Ich kann mit islamfeindlich gut leben. Ist aber wohl bei jemand, der auch klar religionsfeindlich ist, nicht so verwunderlich.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 15:36
#7 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

In Antwort auf:
Islamfeinlichkeitismus?


[Tippfehlerverarsche]
War ja klar; jetzt wird dam armen, armen Fuchs wieder vorgeworfen, er halte den Islam für was Feines, völlig ohne Belege. Ich bin erschütttert!!!!!!!!!!!!!!!!!!!![/Tippfehlerverarsche]

In Antwort auf:
Ich kann mit islamfeindlich gut leben. Ist aber wohl bei jemand, der auch klar religionsfeindlich ist, nicht so verwunderlich.


Naja, für mich fällt "Islamfeindlichkeit" ebenso wie "Islamophobie" in die gleiche Kategorie wie "Ausländerfeindlichkeit"; wenn man den Begriff positiv belegt und stolz drauf ist wird dass mit der von mir geforderten Abgrenzung zum Rassismus tatsächlich sehr schwierig...

Das, was landläufig "Islamophobie" genannt wird, zeichnet sich ja nicht nur durch eine kritische, anti-religiöse Haltung aus, sondern verbindet die Religion bzw Herkunft ähnlich wie der Antisemitismus mit eindeutig rassistischen Vorstellungen.

(Nö, ich will B.S. keine generelle Ausländerfeindlichkeit unterstellen, es geht mir nur darum, wie man Begriffe verwendet bzw wie die rezipiert werden.)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 16:43
#8 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

In Antwort auf:
wenn man den Begriff positiv belegt und stolz drauf ist wird dass mit der von mir geforderten Abgrenzung zum Rassismus tatsächlich sehr schwierig...

Na, dann streng dich mal an.

Nicht nur wer religionsfeindlich ist kann ohne jeden Rassismus auch islamfeindlich sein. Da reichts einfach, wenn der eigene Gott so was befiehlt oder sich jemand einbildet, er würde das. Also können im Prinzip alle ohne jeden Rassismus auch islamfeindlich sein.

Im Falle des Deutschrussen wird ja spekuliert, seine Islamfeindlichkeit hat seine Ursachen in seinem Kriegseinsatz. Ob das dann automatisch Rassismus ist, bin ich mir auch nicht sicher.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 17:01
#9 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

In Antwort auf:
Nicht nur wer religionsfeindlich ist kann ohne jeden Rassismus auch islamfeindlich sein. Da reichts einfach, wenn der eigene Gott so was befiehlt oder sich jemand einbildet, er würde das. Also können im Prinzip alle ohne jeden Rassismus auch islamfeindlich sein.


Ich wollte ja gerade darauf hinaus, dass mE die Begriffe Islamophobie/Islamfeindlichkeit im allgemeinen Sprachgebrauch eine rassistische, gegen tatsächliche oder angebliche Muslime gerichtete Einstellung bezeichnen. Wenn man das umdefiniert (so nehme ich das wahr) macht das die Abgrenzung nicht leichter. Ich kann das evtl mit erhöhtem Einsatz ausgleichen (ja ja, ich werd mich anstrengen, versprochen...), aber es gibt noch die andere Seite der Medaille:

Ein rassistischer Mörder wie der Typ aus Dresden wird wohl kaum genug differenzieren, um mitzuschneiden, dass der "Otto-Normal-"Islamfeind" im Sinne von B.S. mit "Islamfeindlichkeit" was ganz anderes meint als er mit seinen rassistischen Stereotypen; in dessen Wahrnehmung wird das ganz schnell zu Bestätigung seines menschenfeindlichen Weltbildes oder, im schlimmsten Falle, seiner mörderischen Taten. Insofern kann es da... naja, nicht zur geistigen Brandstiftung kommen, aber zum geistigen fahrlässigen Feuermachen mit Brandfolgen.

Wie gesagt, dass soll nicht die Kritik am Islam diskreditieren, aber wer nicht mit Verbrechern in einen Topf geworfen werden will muss sich halt abgrenzen, und das geht nicht ohne eindeutige Begriffe.

In Antwort auf:
Im Falle des Deutschrussen wird ja spekuliert, seine Islamfeindlichkeit hat seine Ursachen in seinem Kriegseinsatz. Ob das dann automatisch Rassismus ist, bin ich mir auch nicht sicher.


Wenn der Typ eine ihm unbekannte Frau als "Islamistin" und "Terroristin" beleidigt und sie später mit einem dutzend Messerstichen ermordet würde ich definitiv von Rassismus sprechen; ganz egal wo der seine Vorstellungen her hat. Was soll es denn sonst sein ?

(Ich erinnere an den Rassismus-Thread und meinen Hinweis, das der Rassismus-Begriff der UNO auch Vorurteile gegen andere Religionen, Kulturen etc. als rassistisch benennt.)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 18:44
#10 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

In Antwort auf:
Was soll es denn sonst sein ?
Ein Feindbild, dass russischen Soldaten vor ihrem Kampfeinsatz anerzogen wurde und das sich verfestigt hat. Natürlich können auch, um dieses Feindbild zu prägen, rassistische Motive verwendet worden sein. Müssen aber nicht. So ähnlich wie sich das "Volk ohne Raum" Motiv auch nicht rassistisch war und doch den Krieg begründen konnte.

Herzimaus Offline

Muslima


Beiträge: 934

10.07.2009 19:14
#11 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Will auch was kurzes dazu sagen, den Polizisten trifft wirklich nicht so grosse schuld.
Ich bin der meinung, durch momentane viele Ehrenmorde usw.. und diese ganze hetzische Islamische getippe ist es doch kein Wunder das der polizist denkt, dass es wieder ein Ehrenmord getätigt wird. Er hat nur so schnell wie möglich gehandelt. Ausserdem wusste auch in diesem Moment auch keiner was da abging, also woher sollte der Polizist denn wissen dass es um so eine Tat sich handelt??
Der Typ ist kein Rassist also der Mörder, sondern ein Islamhasser seine aussagen sagen schon alles aus, Terroristin usw.. oder "solche Menschen, (also Muslime) haben nicht das recht zu leben", steht in der Zeitung.
Die Tat war difinitive geplant!!!
Muslime geben auch jemanden an der sache die Schuld, teilweise den Medien und so einen giometo oder wie der heissen mag. Keine Ahnung werde mal nach den namen schauen.
Es werden jetzt auch noch Demos in den nächsten Tagen geben, Unterschrieften an Merkel werden auch schon gesammelt (verstehe den sinn zwar nicht) aber auch gut. Vogelchen ist richtig am starten mit den Demos. Ehrlich Leutschen findet ihr das nicht langsam zu viel?? Die Kake ist mächtig am Dampfen und boah ey, da hat man doch kein bock mehr!

Eure Herzimaus.

----------------------------------------------------------
Solange die Leute über mich reden,gehe ich davon aus, dass die mein Leben spannender finden als ihr Eigenes.


Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 19:15
#12 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Zitat von B.S.
So ähnlich wie sich das "Volk ohne Raum" Motiv auch nicht rassistisch war und doch den Krieg begründen konnte.


Der Typ hat die Frau aber als Islamistin bezeichnet; wäre das Ganze von dem Ruf begleitet "Für Blut und Boden" oder aber "Her mit der Kohle" könnte man auf andere Beweggründe schließen (Das "Volk ohne Raum"-Motiv oder schlichte Habgier), so finde ich es recht eindeutig.

EDIT
Zitat von herzimaus
Ich bin der meinung, durch momentane viele Ehrenmorde usw.. und diese ganze hetzische Islamische getippe ist es doch kein Wunder das der polizist denkt, dass es wieder ein Ehrenmord getätigt wird. Er hat nur so schnell wie möglich gehandelt. Ausserdem wusste auch in diesem Moment auch keiner was da abging, also woher sollte der Polizist denn wissen dass es um so eine Tat sich handelt??


Wenn ein Polizist aus von Vorurteilen geleiteten Vermutungen scharf auf Menschen schießt mag das irgendwie menschlich nachvollziehbar sein, ist aber dennoch eine definitv nicht hinnehmbare Handlung. Was wäre gewesen, wenn der Ehemann an dem Schuss gestorben wäre? Wenn ich Angst haben muss, dass mich ein Polizist über den Haufen ballert, nur weil ich in dessen persönliches Feindbild-Raster passe und der seinen Zeigefinger nicht ausreichend unter Kontrolle hat, hat die Polizei und damit die staatliche Gewalt jedwede Autorität verloren. (Dazu kommt natürlich meine persönliche Erfahrung, dass es praktisch unmöglich ist, einen Polizisten für Fehlhandlungen und exzessiven Gewalteinsatz zur Verantwortung zu ziehen; zumindest wenn es nicht zu Toten kommt...)

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 19:56
#13 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Also im Zusammenhang mit dem Polizisten scheinst du aber den Überblick verloren zu haben,Reinecke.
Hoffentlich hatte der arme von dir beschuldigte Ordnungshüter nicht womöglich auch noch Sonntagsdienst.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 20:11
#14 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

In Antwort auf:
Also im Zusammenhang mit dem Polizisten scheinst du aber den Überblick verloren zu haben,Reinecke.


Wieso? Ich habe bisher keine sinnvolle Erklärung gehört, wie es zur Verletzung des Ehemannes des Opfers kam, daher finde ich meine Interpretation zumindest nicht abwegig; auch wenns nur eine Vermutung ist, keine Sicherheit.

In Antwort auf:
Hoffentlich hatte der arme von dir beschuldigte Ordnungshüter nicht womöglich auch noch Sonntagsdienst.


Unwahrscheinlich; es sei denn, deutsche Gerichte müssen inzwischen auch schon am Sonntag ran, was ich mir irgendwie kaum vorstellen kann. Ner Lidl-Kassiererin wird das zugemutet, aber nem hoch bezahlten Richter? Unwahrscheinlich...

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

10.07.2009 20:25
#15 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Zitat von Reinecke
In Antwort auf:
Also im Zusammenhang mit dem Polizisten scheinst du aber den Überblick verloren zu haben,Reinecke.

Wieso? Ich habe bisher keine sinnvolle Erklärung gehört, wie es zur Verletzung des Ehemannes des Opfers kam, daher finde ich meine Interpretation zumindest nicht abwegig; auch wenns nur eine Vermutung ist, keine Sicherheit.



In etwa so wahrscheinlich oder abwägig wie die Vermutung das der verletzte Agypter ein "Schläfer" ist...und dann hätte der Polizist ja fast alles richtig gemacht.

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

11.07.2009 12:30
#16 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

In Antwort auf:
In etwa so wahrscheinlich oder abwägig wie die Vermutung das der verletzte Agypter ein "Schläfer" ist...und dann hätte der Polizist ja fast alles richtig gemacht.


Der Polizist hatt ganz offensichtlich faksch gehandelt; sonst wäre nicht ein Unschuldiger verletzt worden, ohne dass der Mord verhindert wird. Bleibt die Frage, was schief lief. Entweder der Typ hat ungezielt oder ohne Überblick über die Situation geschossen. Kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dazu ist der Umgang der deutschen Polizei mit Schusswaffen zu restriktiv. Oder er hat auf den Angreifer geschossen, aber den Falschen getroffen. Auch das halte ich für unwahrscheinlich, aus selbigen Gründen. Bleibt also, dass er gezielt den Ehemann des Opfers aufs Korn nahm; dann kommt es natürlich auf die Situation an. Es kann natürlich sein, dass es für den Polizisten so aussah, als sei der Ehemann der Angreifer, während der Typ mit dem Messer, der dutzende male auf das Opfer einstach, da nur zufällig stand...

EDIT & P.S.:

Interessant ist mal wieder der Verlauf der Diskussion. Der liegt primär bei Abwehrreflexen: "Schuld" an der Mordtat sind nicht rassistische, islamophobe Vorurteile, sondern das angebliche unterdrückte "Islamkritik", und deutsche Beamte haben auf gar keinen Fall solche Vorurteile, niemals nicht
Wie man auf abstruse "Vergleiche" wie Du kommst ist mir völlig unklar. Es sei denn Du willst uns sagen, dass man halt bei jedem Migranten damit rechnen muss, einen Terroristen vor sich zu haben. Dann hätten wir ein Musterbeispiel für das, was ich bei dem Beamten befürchte. (Will ich Stan nicht unterstellen, der Vergleich bleibt dennoch Müll.)

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

11.07.2009 15:24
#17 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Zitat von Reinecke
In Antwort auf:
In etwa so wahrscheinlich oder abwägig wie die Vermutung das der verletzte Agypter ein "Schläfer" ist...und dann hätte der Polizist ja fast alles richtig gemacht.

Der Polizist hatt ganz offensichtlich faksch gehandelt; sonst wäre nicht ein Unschuldiger verletzt worden, ohne dass der Mord verhindert wird. Bleibt die Frage, was schief lief. Entweder der Typ hat ungezielt oder ohne Überblick über die Situation geschossen. Kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dazu ist der Umgang der deutschen Polizei mit Schusswaffen zu restriktiv. Oder er hat auf den Angreifer geschossen, aber den Falschen getroffen. Auch das halte ich für unwahrscheinlich, aus selbigen Gründen. Bleibt also, dass er gezielt den Ehemann des Opfers aufs Korn nahm; dann kommt es natürlich auf die Situation an. Es kann natürlich sein, dass es für den Polizisten so aussah, als sei der Ehemann der Angreifer, während der Typ mit dem Messer, der dutzende male auf das Opfer einstach, da nur zufällig stand...
EDIT & P.S.:
Interessant ist mal wieder der Verlauf der Diskussion. Der liegt primär bei Abwehrreflexen: "Schuld" an der Mordtat sind nicht rassistische, islamophobe Vorurteile, sondern das angebliche unterdrückte "Islamkritik", und deutsche Beamte haben auf gar keinen Fall solche Vorurteile, niemals nicht
Wie man auf abstruse "Vergleiche" wie Du kommst ist mir völlig unklar. Es sei denn Du willst uns sagen, dass man halt bei jedem Migranten damit rechnen muss, einen Terroristen vor sich zu haben. Dann hätten wir ein Musterbeispiel für das, was ich bei dem Beamten befürchte. (Will ich Stan nicht unterstellen, der Vergleich bleibt dennoch Müll.)


In etwa so müllig wie deine Einschätzung dem Polizisten im besonderen und der Polizei im Allgemeinen gegenüber.
Glaubst du dieser Polizist gehört zu ner Eliteeinheit? Wie oft ist es schon passiert,das bei einem Polzeieinsatz Unschuldige oder gar völlig Unbeteiligte zu Schaden kamen?!
Deine Vermutung kann richtig sein,wie nahezu jede Vermutung richtig sein kann,wenn auch nur zu 0,5 % (selbst Snooker könnte ja recht behalten),aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Aufgrund deiner Aussagen habe ich die Vermutung,das deine Polzistenphobie in etwa so ausgeprägt ist,wie meine Islamphobie.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

11.07.2009 15:29
#18 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Zitat von Reinecke
Bleibt also, dass er gezielt den Ehemann des Opfers aufs Korn nahm;...

Das vermute ich auch. Ganz sicher wollte er dem Ehemann das unendliche Leid als Witwer ersparen. Das liegt wohl an den Empathie-Schulungen, die der Polizei erteilt werden.

Das zeigt aber auch, dass der deutsche Staat keinesfalls von islamophoben oder ausländerfeindlichen Beamten durchsetzt ist.
Sonst hätten die der Polizei doch gesagt, solche ein Fangschuss aus Mitleid würde nur für Stammdeutsche angewendet und nicht für Zuwanderer.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

11.07.2009 15:36
#19 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Ich frag mich auch warum er dem Mann nicht direkt den Kopp weggeblasen hat?
Oder wäre das dann zu auffällig gewesen?

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

11.07.2009 20:34
#20 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Zitat von B.S.
Das vermute ich auch. Ganz sicher wollte er dem Ehemann das unendliche Leid als Witwer ersparen. Das liegt wohl an den Empathie-Schulungen, die der Polizei erteilt werden.

Das zeigt aber auch, dass der deutsche Staat keinesfalls von islamophoben oder ausländerfeindlichen Beamten durchsetzt ist.
Sonst hätten die der Polizei doch gesagt, solche ein Fangschuss aus Mitleid würde nur für Stammdeutsche angewendet und nicht für Zuwanderer.


Sehr lustig; ich bin gespannt, wie die Reaktionen gewesen wären, wenn man zu dem Vorfall, bei dem im letzten Jahr ein Rentner zu schaden kam, ähnliches gepsotet hätte.

Zitat von Niemand
Den beiden Jugendlichen ist ein großes Lob auszusprechen, dass sie einen alten, verlebten Menschen davor bewahrt haben, weiter vor sich hin zu vegetieren; Notschlachten war sicher die beste Lösung...


Im Ernst, welche alternative Möglichkeiten der Erklärung gibt es denn? Dass dieser Polizist aus Jux und Dollerie in der Gegend herum schießt? Der hat eine Situation gesehen (Frau mit Kopftuch wird angegriffen, u.a. von einem orientalisch aussehenden Mann) und sie (so meine Vermutung) wie folgt analysiert: Ehrenmord. Auf diese Fehlanalyse hin hat er reagiert, indem er auf den vermeintlichen Angreifer schoss.

In Antwort auf:
Deine Vermutung kann richtig sein,wie nahezu jede Vermutung richtig sein kann,wenn auch nur zu 0,5 % (selbst Snooker könnte ja recht behalten),aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering.



Irgend welche anderen Ideen, wie es zu diesem Schuss gekommen ist? Oder nur eine Mischung aus "So KANN das gar nicht gewesen sein" und "HAha!!!"??? Offensichtlich nicht.

In Antwort auf:
Ich frag mich auch warum er dem Mann nicht direkt den Kopp weggeblasen hat?
Oder wäre das dann zu auffällig gewesen?


??? Das meinst Du nicht ernst, oder ??? Ich behaupte nicht, dass der Typ gegen die Richtlinien der Polizei verstoßten hat, sondern "nur", dass seine Zielauswahl Folge eines rassistischen Stereotyps in seinem Kopf war; was ja schlimme genug ist.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

11.07.2009 21:13
#21 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Ich behaupte nicht, dass der Typ gegen die Richtlinien der Polizei verstoßten hat, sondern "nur", dass seine Zielauswahl Folge eines rassistischen Stereotyps in seinem Kopf war; was ja schlimme genug ist.


Und ich vermute, ne Behauptung aufzustellen halte ich in diesem Falle für überheblich und unverschämt,das der Polizist einfach überfordert war. Ist doch nicht das erstemal das ein Polizist einen Unbeteiligten anschiesst,oder daneben schiesst.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

13.07.2009 14:16
#22 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Zitat von Reinecke
...ich bin gespannt, wie die Reaktionen gewesen wären, wenn man zu dem Vorfall, bei dem im letzten Jahr ein Rentner zu schaden kam, ähnliches gepsotet hätte.



Ganau so. Denn ich habe mich nicht über den Vorfall selbst lustig gemacht, dazu ist der viel zu ernst, sondern über deine sicheren Schlussfolgerungen. Und die sind nun mal einfach nur zum Schießen.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

14.07.2009 15:34
#23 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

http://nachrichten.t-online.de/c/19/42/15/36/19421536.html

Was für eine Phobie hatten die hier beteiligten Polizisten?..Gegen merkwürdige Vornamen vlt.??!!

Reinecke ( gelöscht )
Beiträge:

23.07.2009 13:33
#24 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

Deutschland - Hort des Rassismus oder durch die Vergangenheit geläuterte Utopie? Je nach Standpunkt oder Tageszeit hört bzw findet man für beide Behauptungen Indizien. Interessant fand ich foolgenden Ansatz, der sich mit dem Abwehrreflexen in der Folge des Dresdener Mordes:

Zitat von Hilal Szegin
Zu solch einer Reife würde dann auch gehören, vorhandenen Problemen ins Auge zu blicken und gesamtgesellschaftliche Verantwortung für ihre Bewältigung zu übernehmen, unabhängig von Rechenexempeln, welches einzelne Mitglied der Gesellschaft im exakten Sinne schuld oder, am liebsten: unschuldig ist. Stattdessen hat man in Deutschland etwas entwickelt, das weniger ein Schuldkomplex, wie es die Rechten behaupten, als vielmehr ein Schuldabwehrkomplex ist. Werden Diskriminierung und Ausgrenzung ethnischer oder religiöser Minderheiten angesprochen, verkleinert man die politische Angelegenheit gern auf eine persönlich gefasste Schuld, die in dieser Form leicht lächerlich gemacht werden und im nächsten Atemzug entschieden zurückgewiesen werden kann: "Bloß weil ich Negermusik gesagt habe, soll ich ein Rassist sein? Bin ich nicht, welch eine Frechheit!"


Quelle: Das reine deutsche Gewissen, taz, 22.07.2009

http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/art...tsche-gewissen/

Zitat von Stan
Was für eine Phobie hatten die hier beteiligten Polizisten?..Gegen merkwürdige Vornamen vlt.??!!


Wie ich oben schrieb geht es mitnichten um pathologische Phobien:

Zitat von Hilal Szegin
Was das sein solle, Islamophobie, eine psychische Störung? Sie jedenfalls, versicherten mir mehrere empört, hätten diese Krankheit nicht. - Sie taten, als handle es sich um eine Exaltiertheit, von Islamophobie zu sprechen. Dabei ist Islamfeindlichkeit einfach eine Gestalt unter vielen, die Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass und soziale Ausgrenzung annehmen können.


gleiche Quelle wie oben

In eminer Wahrnehmung ist es allgemein gesagt so, dass mit Islamfeindlichkeit bzw Islamophobie rassistisches bzw fremdenfeindliches Gedankengut gemeint ist; der Begriff ist mE eine ähnliche BEgriffsbildung wie Antisemitismus, wo auch klar ist, dass damit Vorurteile gegen tatsächliche oder vermeintliche Juden gemeint sind, nicht legitime Kritik an der jüdischen Religion oder jüdischen Organisationen.

Zitat von Wiki
Islamfeindlichkeit, synonym zu Islamophobie und Antiislamismus, bezeichnet als wissenschaftlicher Begriff die feindselige Ablehnung des Islam als abstrakte Kategorie und der als Minderheit in einer Mehrheitsgesellschaft lebenden Muslime als Personen. (...) Gemäß dieser Definition ist Islamophobie nicht gleichbedeutend mit Islamkritik in Form sachlicher religionsbezogener oder politischer Kritik.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Islamfeindlichkeit

kadesch Offline



Beiträge: 2.705

23.07.2009 23:59
#25 RE: Opfer der Islamophobie? Antworten

In der Türkei wird ein Deutscher erstochen, weil der Täter
mal einen Christen umbringen wollte.
Wo finden wir den Protest dagegen in der Türkischen Presse?
Diese Tat war genau so schlimm wie die im deutschen Gericht.
Ist die Türkei "Christophob" ?

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