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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 508 mal aufgerufen
 Christliche Kultur und Politik
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

31.08.2009 09:44
Kirche als Kinderfänger Antworten

Bemerkenswert offen zeigt sich Altbischof Axel Noack im heutigen Tagesspiegel:

"Wir müssen auf die Kinder setzen. Wir könnten überall Schulen gründen, so groß ist der Bedarf. Eltern nehmen den Religionsunterricht in Kauf, wenn sie dafür eine gute Schule bekommen. So werden Themen über die Kinder an die Küchentische der Eltern transportiert, die wir da nie hinkriegen würden."

http://www.tagesspiegel.de/politik/deuts...;art122,2886428

Väterchen_Nurgle Offline




Beiträge: 168

31.08.2009 13:30
#2 RE: Kirche als Kinderfänger Antworten

Dann muss ich wohl zugeben, dass ich mich in dem Fall für die Ketzerei gegen die "reine Lehre" ausspreche.

Wenn ich im Grunde auch erwarte, dass der Staat (und niemand sonst) die nötigen Finanzmittel bereitstellt um die vorhandenen Schwächen unseres Bildungswesens zu negieren, damit wir im internationalen Wettbewerb weiterhin als eines der wohlhabensten Länder bestehen können, so bin ich, falls er es hauptsächlich aufgrund struktureller Unzulänglichkeiten nicht leistet, bereit in den sauren Apfel zu beißen und den Religionsunterricht zu schlucken, insofern wir später im internationaen Konkurrenzkampf besser abschneiden.

Nun ja, vielleicht fehlt mir einfach dein Idealismus. Mir sind niedrigere Rentenbeiträge letztlich wichtiger als ein weniger stark beschleunigtes Verfallen der Kirchen.

Gruss
Väterchen Nurgle

Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

02.11.2009 18:44
#3 RE: Kirche als Kinderfänger Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Bemerkenswert offen zeigt sich Altbischof Axel Noack im heutigen Tagesspiegel:
"Wir müssen auf die Kinder setzen. Wir könnten überall Schulen gründen, so groß ist der Bedarf. Eltern nehmen den Religionsunterricht in Kauf, wenn sie dafür eine gute Schule bekommen. So werden Themen über die Kinder an die Küchentische der Eltern transportiert, die wir da nie hinkriegen würden."

Aus Sicht der Kirche hat er sicher Recht. Aus Sicht der Kirchen- und Religionskritik ist es ein unfaires oder sogar im Sinne der Selbstständigkeit der Menschen ein nicht hinnehmbares Faktum, dass die Kirche seit eh und je die kleinen Kinder rekrutiert, um sie für ihr ganzes Leben dann vereinnahmen zu können.

Dabei sollte es so sein, dass erst ein Erwachsener befugt sein sollte, eine derartig schwerwiegende Entscheidung fürs Leben zu treffen, wie es die Mitgliedschaft in einer Kirche oder Religionsgemeinschaft ist. Zumal es keineswegs um eine bloße Mitgliedschaft geht, sondern der gesamte Mensch wird umgekrempelt, sein Denken wird auf eine Weise beeinflusst, die ihn mit Nichtgläubigen fast nicht mehr kommunizieren lässt.

Wenn ich mich richtig erinnere, so wird dieser Aspekt in der alten Geschichte vom "Rattenfänger von Hameln" aufgespießt und in literarischer Form an den Mann gebracht, wenn der Zusammenhang auch nicht historisch gesichert ist. Die Verführung der Kinder durch einen religiösen Sektenführer ist eine der möglichen Theorien. Die Tatsache aber, dass Kinder allzuleicht zu beeinflussen sind, wird auch in dieser Sage hervorragend benutzt. In dieselbe Richtung zielen die Kindertaufe der Christenkirchen (manche evangelischen Freien Kirchen machen da bereits eine Ausnahme) als auch der Kinder-Religionsunterricht (im Islam pauken die Kinder bereits ab 4 Jahren den Koran!) oder die Konfirmation/Firmung der Jugendlichen.

Freilich ist nicht abzustreiten, dass die heutigen kirchlich organisierten Kinder- und Jugendveranstaltungen nicht nur negativ zu sehn sind. Vielfach wird ein Zusammengehörigkeitsgefühl vermittelt, es wird gewandert, gesungen oder es werden Spiele gemacht. Wo geschieht das sonst noch in unserer feinen Gesellschaft?

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„Die Kunst weise zu sein ist die Kunst zu wissen, was man übersehen hat.“ (William James)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

04.11.2009 12:49
#4 Religionsfreiheit neu definiert Antworten
Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

04.11.2009 14:23
#5 RE: Religionsfreiheit neu definiert Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
http://gbsbb.wordpress.com/2009/11/03/re...-neu-definiert/

Dann konnten sich gottseidank die ewig Rückständigen aus Bayern oder sonstwoher nicht mit ihren Forderungen durchsetzen. Wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung.

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„Die Kunst weise zu sein ist die Kunst zu wissen, was man übersehen hat.“ (William James)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

25.11.2009 19:53
#6 Neue MIssionierungsformen verzweifelt gesucht Antworten

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) will mit neuen (Missionierungs-)Angeboten ihrem Mitgliederschwund begegnen. Das geht aus ersten Berichten von der derzeit in der Lutherstadt Wittenberg tagenden Landessynode hervor....
Verstärkt will sich die evangelische Kirche daher nun konfessionslosen Jugendlichen zuwenden und diese für die Konfirmation bzw. für konfirmationsähnliche Veranstaltungen gewinnen...Bei der Mitgliedergewinnung will die EKM auch ganz neue Wege gehen. Wie aus den Ausführungen von Landesbischöfin Ilse Junkermann hervorgeht, zählt dazu auch die Möglichkeit einer "befristeten Mitgliedschaft" zum Kennenlernen der Kirche, vulgo eine "Schnuppermitgliedschaft"....

http://hpd.de/node/8291

Oops, da steht wohl jemand das Wasser schon bis zum Halse.

Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

25.11.2009 20:12
#7 RE: Neue MIssionierungsformen verzweifelt gesucht Antworten

Ach solange reden und handeln nicht zusammenpassen denke ich ist wenig Erfolg zu erwarten,
wie soll was Überzeugen was sich schön anhört,aber keine Wirklichkeit beim Gebrauch hat,und das Handeln genau das Gegenteil sagt.
Aviel

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

25.11.2009 20:17
#8 RE: Neue MIssionierungsformen verzweifelt gesucht Antworten

Um bei Jugendlichen an zu kommen, sollten sie ihnen vielleicht die Mitgliedschaft verbieten

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Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

25.11.2009 20:19
#9 RE: Neue MIssionierungsformen verzweifelt gesucht Antworten

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