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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 398 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

04.12.2009 15:35
#376 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Ich hatte gerade eine interessante Diskussion mit einem Gläubigen. Jedes meiner gut fundierten Argument prallte an ihm ab. Wieso? Nun, er glaubt das ich mir meinen "Unglauben" nur zurecht lege, damit ich mein Handeln vor mir selbst rechtfertigen kann. Deswegen gelten alle Argumente auch überhaupt nicht, weil ich garnicht sachlich und objektiv bin. Krass, oder?

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Intelligent Design hat ganz ein anderes Problem: Es gibt sich als Wissenschaft, will aber gar kein Wissen schaffen - die wollen überhaupt nichts herausfinden. Weil sie ja eh schon die Antwort kennen. Ihre Antwort ist immer: Gott. Wer glaubt, die Antwort schon zu kennen, macht keine Wissenschaft - er macht Propaganda."

Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

04.12.2009 15:37
#377 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

ja ist aber so,mir ging es nicht anders
Aviel

MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

04.12.2009 15:51
#378 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Letztlich zählt doch das Argument und die Fakten, nicht mehr und nicht weniger. Ich kann doch auch nicht einem Außenminister für unfähig halten, nur weil er bereits 4 Ehen hinter sich hat. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, es gelten nach wie vor nachweisbare Fakten.

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Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

04.12.2009 15:54
#379 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

In Antwort auf:
Letztlich zählt doch das Argument und die Fakten, nicht mehr und nicht weniger. Ich kann doch auch nicht einem Außenminister für unfähig halten, nur weil er bereits 4 Ehen hinter sich hat. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, es gelten nach wie vor nachweisbare Fakten.



So funktioniert die Wissenschaft - aber nicht die Religion.

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

04.12.2009 15:56
#380 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Dann ist bei religiösen - ansonsten jedoch rational denkenden Menschen - Hopfen und Malz verloren.

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Intelligent Design hat ganz ein anderes Problem: Es gibt sich als Wissenschaft, will aber gar kein Wissen schaffen - die wollen überhaupt nichts herausfinden. Weil sie ja eh schon die Antwort kennen. Ihre Antwort ist immer: Gott. Wer glaubt, die Antwort schon zu kennen, macht keine Wissenschaft - er macht Propaganda."

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

04.12.2009 15:57
#381 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

In Antwort auf:
Dann ist bei religiösen - ansonsten jedoch rational denkenden Menschen - Hopfen und Malz verloren.



Du hast es doch auch geschafft, oder?

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

04.12.2009 15:59
#382 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

In Antwort auf:
Du hast es doch auch geschafft, oder?


Ja, aber nur durch persönliche Erlebnisse. Das war ein langer Prozess, den ich nur meinen persönlichen negativen Erlebnissen zu verdanken habe.

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Intelligent Design hat ganz ein anderes Problem: Es gibt sich als Wissenschaft, will aber gar kein Wissen schaffen - die wollen überhaupt nichts herausfinden. Weil sie ja eh schon die Antwort kennen. Ihre Antwort ist immer: Gott. Wer glaubt, die Antwort schon zu kennen, macht keine Wissenschaft - er macht Propaganda."

Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

04.12.2009 16:06
#383 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

ja und danach muß man da einfach durch,dann droht man dir mit dem Teufel,mit dem Höllenfeuer,unterstellt dir Absicht,aber man merkt das die Leute kein wirkliches Argument haben womit sie dich erreichen können,danach ist man eine zeitlang empfindlich und auch mal wütend ,aber mit der Zeit steht man drüber und es kann einem nichts mehr anhaben ,man lächelt nur noch darüber.
Aviel

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

04.12.2009 16:07
#384 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

In Antwort auf:
Ja, aber nur durch persönliche Erlebnisse. Das war ein langer Prozess, den ich nur meinen persönlichen negativen Erlebnissen zu verdanken habe.



Tja, ich fürchte, das ist wohl der häufigste Weg.
Überzeugt werden nur sehr wenige. Wer Glaube vor Rationalität stellt, kann auch nicht durch Rationalität überzeugt werden.

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-Anonym

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

04.12.2009 16:40
#385 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Zitat von Nuralhuda
Zitat von Pest: Wo kam die Intelligenz her, wenn ich mal fragen darf?...Gibts da auch seriösere Quellen als dein Wort?

http://www.intelligentdesigner.de/kurzeinfuehrung.html


Er hat uns gezeigt, woher er seine "Intelligenz" hat. Vergeßt ihn.

Zitat von Menno
es gelten nach wie vor nachweisbare Fakten.


Nicht bei Gläubigen wie Nuralhuda. Wenn die Wirklichkeit nicht mit dem Koran übereinstimmt, ist die Wirklichkeit falsch. So einfach ist das. Daraus erklärt sich auch, warum die muslimischen Völker, die einmal führend in Kunst und Wissenschaft waren, heute nichts anderes mehr produzieren können als Teppiche und Rauschgift. Alles andere müssen sie sich von den ungläubigen Christenhunden kaufen.

Zitat von Nuralhuda
Alkohol du böser Geist, auch wenn du mich zu Boden reißt, ich stehe auf, du boxt mich nieder, ich kotz dich aus und sauf dich wieder


So viel ich weiß ist Alkohol für Muslime verboten. Aber das würde ich gern mal sehen, wie Nuralhuda sein Ausgekotztes säuft.

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Glaubst du noch oder denkst du schon?

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.12.2009 16:44
#386 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Zitat von Relix

In Antwort auf:
Ja, aber nur durch persönliche Erlebnisse. Das war ein langer Prozess, den ich nur meinen persönlichen negativen Erlebnissen zu verdanken habe.


Tja, ich fürchte, das ist wohl der häufigste Weg.
Überzeugt werden nur sehr wenige. Wer Glaube vor Rationalität stellt, kann auch nicht durch Rationalität überzeugt werden.




Von daher wächst meine Überzeugung,das der Glaube ein neurologisches Problem bzw. Phänomen ist.
Die Hirne Gläubiger und Ungläubiger funktionieren in bestimmten Region unterschiedlich und somit kann sich ein Mensch gar nicht aussuchen,ob er gläubig oder ungläubig ist.
Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch,ob Ungläubige generell rationaler veranlagt sind als Gläubige...also wie sie z.B. in Liebesangelegenheit,oder z.B. beim Fußball handeln und reagieren

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

04.12.2009 17:05
#387 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

In Antwort auf:
Die Hirne Gläubiger und Ungläubiger funktionieren in bestimmten Region unterschiedlich und somit kann sich ein Mensch gar nicht aussuchen,ob er gläubig oder ungläubig ist.



Abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, dass aufgrund eines Mangels der übernatürlichen Fähigkeit namens "freier Wille", sich sowieso niemand was aussuchen kann, würde ich dem nicht zustimmen. Würde auch keinen rechten Sinn ergeben - was soll das sein, "Glaube", aus biologischer Perspektive?
Bestenfalls neigen manche Menschen eher sehr zu rationalen, logischen Schlüssen, wärend andere sich viel mehr von Emotionen leiten lassen.
Das die Einen dann öfter gläubiger als die Anderen sind, wäre nicht verwunderlich - aber dass das allein vom Gehirn bestimmt wird, halte ich für Blödsinn. Auch ein Mensch, der weniger zur Rationalität neigt, kann, wenn er zur Überzeugung kommt, versuchen, nicht mehr gläubig zu sein und alles rational zu überdenken. (Auch wenn er dann vielleicht damit nicht so effizient ist wie angeborener "Rationaler".)
Der größte Faktor ist bei Religion meiner Ansicht nach immer noch Erziehung - wer radikal genug indoktriniert wird, der, denke ich, kann dem nicht nur durch eigene Vernunft entkommen.

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-Anonym

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.12.2009 19:00
#388 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Zitat von Relix

In Antwort auf:
Die Hirne Gläubiger und Ungläubiger funktionieren in bestimmten Region unterschiedlich und somit kann sich ein Mensch gar nicht aussuchen,ob er gläubig oder ungläubig ist.


Abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, dass aufgrund eines Mangels der übernatürlichen Fähigkeit namens "freier Wille", sich sowieso niemand was aussuchen kann, würde ich dem nicht zustimmen. Würde auch keinen rechten Sinn ergeben - was soll das sein, "Glaube", aus biologischer Perspektive?
Bestenfalls neigen manche Menschen eher sehr zu rationalen, logischen Schlüssen, wärend andere sich viel mehr von Emotionen leiten lassen.
Das die Einen dann öfter gläubiger als die Anderen sind, wäre nicht verwunderlich - aber dass das allein vom Gehirn bestimmt wird, halte ich für Blödsinn. Auch ein Mensch, der weniger zur Rationalität neigt, kann, wenn er zur Überzeugung kommt, versuchen, nicht mehr gläubig zu sein und alles rational zu überdenken. (Auch wenn er dann vielleicht damit nicht so effizient ist wie angeborener "Rationaler".)
Der größte Faktor ist bei Religion meiner Ansicht nach immer noch Erziehung - wer radikal genug indoktriniert wird, der, denke ich, kann dem nicht nur durch eigene Vernunft entkommen.




Vlt. vererben religiöse Eltern auch ihre Unfähigkeit rational zu denken??
Das in Verbindung mit der Erzeihung bzw. Indoktrination läßt dann die nächste Generation Gläubiger heranwachsen. Das es immer wieder ein paar Ausreisser gibt,bestätigt dann eher die Regel. Gibt ja auch Kinder atheistischer Eltern,die sich zu irgendeinem Glauben bekennen.

Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

04.12.2009 19:09
#389 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

In Antwort auf:
Vlt. vererben religiöse Eltern auch ihre Unfähigkeit rational zu denken??



Das denke ich kann man nicht sagen,es gibt genügend Gläubige die Rational sind und darüber auch noch einen Weitblick haben.

Zum Beipiel ,Dietrich Bonheoffer, auch im bezug auf Hitler sah er mehr als die Allgemeinen,er war sogar bereit die Schuld auf sich zu nehmen,ihn zu töten, um damit die Menschheit,vor Hitler beschützt würde,weil er die Gefahren die von ihm ausgingen früher erkannte.
Viele andere gibt es auch noch.
Dieser Mensch war hochgebildet und sehr Rational.

Sein Vater Prof. Psychiater mit eigener Klinik,auch hochgebildet,
ein Bekannter von mir Astronom Prof. hochgebildet
alles Rationale Menschen die Tiefgläubig waren,
Denke man kann auch noch genügend andere Beispiel finden.
Und solchen Menschen kann man bestimmt nicht Naivität,und Unrationalität vorwerfen.
Es war gut das es solche gab,die denken konnten,ihr Leben sogar für die Menschheit einsetzten.

Aviel

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.12.2009 19:40
#390 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Zitat von Aviel

In Antwort auf:
Vlt. vererben religiöse Eltern auch ihre Unfähigkeit rational zu denken??


Das denke ich kann man nicht sagen,es gibt genügend Gläubige die Rational sind und darüber auch noch einen Weitblick haben.
Zum Beipiel ,Dietrich Bonheoffer, auch im bezug auf Hitler sah er mehr als die Allgemeinen,er war sogar bereit die Schuld auf sich zu nehmen,ihn zu töten, um damit die Menschheit,vor Hitler beschützt würde,weil er die Gefahren die von ihm ausgingen früher erkannte.
Viele andere gibt es auch noch.
Dieser Mensch war hochgebildet und sehr Rational.
Sein Vater Prof. Psychiater mit eigener Klinik,auch hochgebildet,
ein Bekannter von mir Astronom Prof. hochgebildet
alles Rationale Menschen die Tiefgläubig waren,
Denke man kann auch noch genügend andere Beispiel finden.
Und solchen Menschen kann man bestimmt nicht Naivität,und Unrationalität vorwerfen.
Es war gut das es solche gab,die denken konnten,ihr Leben sogar für die Menschheit einsetzten.
Aviel




Hast du Bonhoeffer gekannt..oder seinen Vater?

Rationalität hat nix mit Intelligenz und/oder Bildung zu tun.

Und damit das es gut war/ist, das es solche Menschen gab/gibt gleich zweimal nicht.

Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

04.12.2009 20:31
#391 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Zitat von Stan
Die Hirne Gläubiger und Ungläubiger funktionieren in bestimmten Region(en) unterschiedlich und somit kann sich ein Mensch gar nicht aussuchen, ob er gläubig oder ungläubig ist.

Wenn das mit der Hirnfunktion so wäre, wären das zwei unterschiedliche Spezies ein und derselben Art. Dagegen spricht eigentlich alles. Ich glaub auch nicht, dass du weißt, in welcher Region des Gehirnes denn nun der Gottesglaube sitzt. Dann hättest du nämlich längst den Nobelpreis.

Dass der Mensch sich nicht aussuchen kann, ob er religiös gläubig wird oder eben nicht, mag stimmen, und dass auch religiös Ungläubige was glauben, und zwar oft genauso fest wie Gläubige, ist auch Tatsache. Die Neigung zum festen Glauben an etwas ist also bei allen Menschen vorhanden. Durch eine andere Erziehung und Bildung, und sicher auch durch angeborene unterschiedliche geistige Fähigkeiten, die aber durchaus oft auch noch trainiert werden müssen, und zwar bereits in sehr frühen Jahren, glaubt eben mancher eher dem Pfarrer oder seinen religiösen Eltern, oder er vertraut lieber der rationalen Vernunft, dem gesunden Menschenverstand und den Naturwissenschaften.

Man wird kein Kind finden, was bereits ein festes Weltbild hat. Die Überzeugung wächst langsam im Verlaufe der ersten Jahrzehnte.

In Antwort auf:
Vlt. vererben religiöse Eltern auch ihre Unfähigkeit rational zu denken??

Diese Frage muss ebenfalls sicherlich mit einem klaren "NEIN" beantwortet werden. Die vielen Beispiele (mein eignes und das meiner Geschwister ebenfalls), wo Kinder sich gerade anders entwickeln, als es Generationen von Vorfahren bezüglich des religösen Glaubens waren, sprechen eine eindeutige Sprache. Das Denken wird geschult, Training und vor allem Anreiz, Kontrolle und Begleitung sind unabdingbar, sonst entwickelt sich das evtl. sonstwohin.

Zitat von Relix
Abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, dass aufgrund eines Mangels der übernatürlichen Fähigkeit namens "freier Wille", sich sowieso niemand was aussuchen kann, würde ich dem nicht zustimmen. Würde auch keinen rechten Sinn ergeben - was soll das sein, "Glaube", aus biologischer Perspektive?
Bestenfalls neigen manche Menschen eher sehr zu rationalen, logischen Schlüssen, wärend andere sich viel mehr von Emotionen leiten lassen.

Das zeigt die Praxis. Schon mal sind Frauen generell mehr von Emotionen geleitet als Männer. Wenn sie dann gläubig sind, verfallen sie meistens nicht so dem religiösen Fanatismus, wie es Männer tun.

In Antwort auf:
Der größte Faktor ist bei Religion meiner Ansicht nach immer noch Erziehung - wer radikal genug indoktriniert wird, der, denke ich, kann dem nicht nur durch eigene Vernunft entkommen.

Richtig. Erziehung, Vorbild, Vorleben bestimmter Haltungen, und das alles sehr zeitig in den ersten Lebensjahren. Die Vorstellung, die Frage, die sich jeder Mensch mal stellt, ob da irgendwas sein könnte, wird später bei genügender Einflussnahme auf das menschliche Gehirn zur Gewissheit, dass da irgendwas ist.

Dann sind alle Bemühungen, die Denkweise anders herum zu beeinflussen, erfolglos, im Gegenteil, da sie als Angriff auf das eigene Weltbild verstanden werden, versucht der Gläubige in seinem Abwehrbemühen, das eigene Weltbild nur noch fester in sein Hirn einzugravieren. Da es dafür aber keinerlei wirkliche Gründe in der Außenwelt gibt, greift der religiös Gläubige zu allen möglichen hirnverbrannten Begründungen und "Nachweisen". Und dieses Bemühen wird immer stärker, je älter der Mensch wird.

Dawkins hat es schon sehr gut getroffen mit seinem viralen Vergleich. Für beides gibt es keine "Heilung". Ein Virus breitet sich aus, weil er dafür im Menschen gute Voraussetzungen vorfindet. (Für Gläubige zur Beruhigung: Natürlich ist der Glaube kein Virus, es ist nur ein bildhafter Vergleich.)
Es gibt nur eine "Schutzimpfung", im Fall der religiösen Vorstellungen eine rechtzeitige Information über die reale Welt, über Naturwissenschaften, im Gleichschritt mit der Entwicklung der Denkfähigkeit und der Beobachtung der Natur, aber auch durch Verdrängung der frühen religiösen Beeinflussung, vor allem in Kindergarten, Schule oder Medien, und natürlich in der absoluten Trennung von Staat und Religion. Leider aber ist unser Staat dafür noch lange nicht bereit.

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„Die Kunst weise zu sein ist die Kunst zu wissen, was man übersehen hat.“ (William James)

maleachi 89 ( gelöscht )
Beiträge:

04.12.2009 21:22
#392 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Zitat von Stan
Von daher wächst meine Überzeugung,das der Glaube ein neurologisches Problem bzw. Phänomen ist.
Die Hirne Gläubiger und Ungläubiger funktionieren in bestimmten Region unterschiedlich und somit kann sich ein Mensch gar nicht aussuchen,ob er gläubig oder ungläubig ist.


Endlich, lalalalalaaalaaaa, ich hab' mein Alibi, ich bin unschuldig, ich hatte keine Wahl............
.....naja, nee, so unklug ist das gar nicht.

In Antwort auf:
Das es immer wieder ein paar Ausreisser gibt,bestätigt dann eher die Regel. Gibt ja auch Kinder atheistischer Eltern,die sich zu irgendeinem Glauben bekennen.


Dann bin ich der Ausreißer, der die Regel bestätigt, hm, das wollte ich nun wirklich nicht sein........die Bestätigung meine ich.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2009 17:59
#393 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Warum ist dann in Europa ein deutlicher Rückgang von Religiösität zu verzeichnen? Auch in den USA?
Genetische Veränderungen?
Nee, nehm ich nicht ab.

maleachi 89 ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2009 20:08
#394 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

In Antwort auf:
Nee, nehm ich nicht ab.


Musste och nich.

Von sinkenden Kirchenbesucherzahlen auf den Rückgang der Religiösität zu schließen ist auch problematisch.
Aber du gehst ja wahrscheinlich davon nicht aus.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2009 20:32
#395 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Es gibt durchaus Stimmen,die sogar von einer Zunahme der Religiösität sprechen.
Vlt. nimmt nicht unbedingt die Zahl der Katholiken oder Protestanten zu..aber ich höre auch von immer mehr Menschen die sich was zusammenschustern..ein bißchen Jesus,eine große Portion Buddha und wenn es passt auch ne Prise Allah...dazu nachts im Wald spazieren gehen,Räucherstäbchen abfackeln und nach der eigenen Mitte suchen..fertig ist die Selfmade-Religion.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

07.12.2009 07:40
#396 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Zitat von maleachi 89

Aber du gehst ja wahrscheinlich davon nicht aus.


Stimmt. Ich gehe vom Bevölkerungsanteil der Atheisten/Agnostiker aus, der von Jahr zu Jahr steigt.

Der Eindruck, den Stan hat, ist wohl in erster Linie der Medienpräsenz zu verdanken. Statistiken haben eindeutig andere Aussagen.

Siehe dazu auch: http://feuerbringer.com/2009/11/15/der-w...-religionsfrei/

MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

07.12.2009 10:48
#397 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Wie ein Fundamentalist tickt...

..er unterstellt einem schlechte Beweggründe. Er zeigt dem Diskutanten, dass er nur deswegen dem Glauben abschwört, weil er sein unrechtes Verhalten dann besser vor sich selbst rechtfertigen kann. Jegliches Argument prallt an ihm ab. Wie heißt es so schön: "Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt".

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Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

07.12.2009 11:09
#398 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Zitat von Klimsch
Dass der Mensch sich nicht aussuchen kann, ob er religiös gläubig wird oder eben nicht, mag stimmen, und dass auch religiös Ungläubige was glauben, und zwar oft genauso fest wie Gläubige, ist auch Tatsache.


Das ist Erziehungssache, auch Konditionierung genannt. Hatten wir doch schon festgestellt.
Wenn aber ein Mensch seinen religiösen Glauben verloren hat, findet er den nie wieder, weil das keine Willenssache ist. Es ist unmöglich, bei sich zu sagen: "Okay, jetzt glaube ich wieder an Gott." Es gibt nur die Möglichkeit, daß der Betreffende durch ein entsprechendes Erlebnis neu konditioniert wird. Das kann beispielsweise eine Rettung aus Todesnot sein. Das funktioniert dann, wenn dieser Mensch seinen Glauben vermißt, wenn er sich vorher damit wohlgefühlt hat. Dann kann schon ein entsprechender Traum ihn zu der Überzeugung bringen: "Es gibt ihn doch!"
Not lehrt beten. Wenn man sich in höchster Gefahr befindet kann die kindliche Doktrinierung wieder hervorbrechen, man betet zu Gott mit dem Gedanken: "Vielleicht ist da doch einer, der mir hilft!" Und wenn die Sache dann nochmal gut ausgeht ist der Glaube wieder da.
Viele wenden sich aber in ihrer Sehnsucht nach einem Übervater einer Art Ersatzreligion zu, etwa Esoterik, Hexenglauben, aber auch Ufo-Glaube und Außerirdische, auf deren baldiges Kommen man wartet. Daraus erklärt sich auch der Erfolg von Dänikens Büchern und ähnlichem. Solche Menschen gibt es viele, man findet sie auch in entsprechenden Foren. In einem - ich weiß nicht mehr wo - habe ich einen User erlebt, der für den Anfang dieses Jahres das Kommen einer solchen Ufo-Erlösermacht prophezeite und fest davon überzeugt war. Als der Termin, wie erwartet, ergebnislos verstrich, hat er sich nicht mehr gemeldet.
Aber wer sowas glaubt, ist auch kein Atheist. Außerirdische, die zu uns kommen um hier aufzuräumen und uns "Friede, Freude, Eierkuchen" bringen sind nichts als eine Ersatzreligion und Ersatzgötter und leicht als das übliche Erlöser-Erwarten zu erkennen.
Menschen denen es gelang, ihr Denken wirklich frei zu machen, sind freilich auch gegen sowas gefeit. Einem vernunftgemäßen rationalen Denken, daß nur Fakten akzeptiert, kann sowas nicht standhalten.
Zunahme oder Abnahme der Religion ist nach meiner Meinung vor allem von den Lebensumständen abhängig. Uns Europäern geht es immer noch sehr gut - im Vergleich mit der restlichen Welt gesehen. Nach allem, was ich so höre scheint in den USA die Religiosität zu wachsen. Das würde meine These bestätigen, weil dort das Mißverhältnis zwischen arm und reich noch erheblich größer ist als hier. Wir machen den Amis ja jede Dummheit nach, auch hier gibt es schon Bestrebungen, amerikanische Verhältnisse zu schaffen, zum Beispiel die Pflicht-Sozialversicherungen abzuschaffen. Tatsache ist, daß die Religionen dann bestens gedeihen, wenn ihr Boden mit Unglück, Not und Leid gedüngt wird.

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Glaubst du noch oder denkst du schon?

Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

13.12.2009 14:11
#399 RE: Wie kann man einen Fundamentalisten überzeugen? Antworten

Zitat von Klimsch
Dass der Mensch sich nicht aussuchen kann, ob er religiös gläubig wird oder eben nicht, mag stimmen, und dass auch religiös Ungläubige was glauben, und zwar oft genauso fest wie Gläubige, ist auch Tatsache.

Zitat von Ahriman
Wenn aber ein Mensch seinen religiösen Glauben verloren hat, findet er den nie wieder, weil das keine Willenssache ist. Es ist unmöglich, bei sich zu sagen: "Okay, jetzt glaube ich wieder an Gott."

Nichts anderes wollte ich oben ausdrücken.

Zitat von Ahriman
Es gibt nur die Möglichkeit, daß der Betreffende durch ein entsprechendes Erlebnis neu konditioniert wird. Das kann beispielsweise eine Rettung aus Todesnot sein. Das funktioniert dann, wenn dieser Mensch seinen Glauben vermißt, wenn er sich vorher damit wohlgefühlt hat. Dann kann schon ein entsprechender Traum ihn zu der Überzeugung bringen: "Es gibt ihn doch!"
Not lehrt beten. Wenn man sich in höchster Gefahr befindet kann die kindliche Doktrinierung wieder hervorbrechen, man betet zu Gott mit dem Gedanken: "Vielleicht ist da doch einer, der mir hilft!" Und wenn die Sache dann nochmal gut ausgeht ist der Glaube wieder da.
Viele wenden sich aber in ihrer Sehnsucht nach einem Übervater einer Art Ersatzreligion zu, etwa Esoterik, Hexenglauben, aber auch Ufo-Glaube und Außerirdische, auf deren baldiges Kommen man wartet. Daraus erklärt sich auch der Erfolg von Dänikens Büchern und ähnlichem. Solche Menschen gibt es viele, man findet sie auch in entsprechenden Foren. In einem - ich weiß nicht mehr wo - habe ich einen User erlebt, der für den Anfang dieses Jahres das Kommen einer solchen Ufo-Erlösermacht prophezeite und fest davon überzeugt war. Als der Termin, wie erwartet, ergebnislos verstrich, hat er sich nicht mehr gemeldet.
Aber wer sowas glaubt, ist auch kein Atheist. Außerirdische, die zu uns kommen um hier aufzuräumen und uns "Friede, Freude, Eierkuchen" bringen sind nichts als eine Ersatzreligion und Ersatzgötter und leicht als das übliche Erlöser-Erwarten zu erkennen.
Menschen denen es gelang, ihr Denken wirklich frei zu machen, sind freilich auch gegen sowas gefeit. Einem vernunftgemäßen rationalen Denken, daß nur Fakten akzeptiert, kann sowas nicht standhalten.
Zunahme oder Abnahme der Religion ist nach meiner Meinung vor allem von den Lebensumständen abhängig. Uns Europäern geht es immer noch sehr gut - im Vergleich mit der restlichen Welt gesehen. Nach allem, was ich so höre scheint in den USA die Religiosität zu wachsen. Das würde meine These bestätigen, weil dort das Mißverhältnis zwischen arm und reich noch erheblich größer ist als hier. Wir machen den Amis ja jede Dummheit nach, auch hier gibt es schon Bestrebungen, amerikanische Verhältnisse zu schaffen, zum Beispiel die Pflicht-Sozialversicherungen abzuschaffen. Tatsache ist, daß die Religionen dann bestens gedeihen, wenn ihr Boden mit Unglück, Not und Leid gedüngt wird.

Ich kann dir in allem nur zustimmen. Kein Widerspruch.

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„Die Kunst weise zu sein ist die Kunst zu wissen, was man übersehen hat.“ (William James)

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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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