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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 87 Antworten
und wurde 2.643 mal aufgerufen
 Christliche Kultur und Politik
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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2009 13:42
Käßmann Antworten

Auch wenn sich das hier erst mal ganz gut liest

Zitat von SpOn
...Es geht in der Ära Käßmann um nicht weniger als den Abschied von der Volkskirche, die einst flächendeckend in beinahe jedem Dorf mit Kirchturm und Pastor präsent war...

es gilt für die säkulare Szene weiterhin oder so gar noch mehr, aufmerksam zu sein und zu reagieren:

Zitat von SpOn
...in evangelischen Kindertagesstätten könne man nicht nur fröhliche Herbstlieder singen, sondern auch biblische Geschichten erzählen. Die Bischöfin tritt für ein entschieden stärkeres geistliches Profil kirchlicher Einrichtungen ein...


http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch...,657763,00.html

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

28.10.2009 15:38
#2 RE: Käßmann Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Auch wenn sich das hier erst mal ganz gut liest

Zitat von SpOn
...Es geht in der Ära Käßmann um nicht weniger als den Abschied von der Volkskirche, die einst flächendeckend in beinahe jedem Dorf mit Kirchturm und Pastor präsent war...

es gilt für die säkulare Szene weiterhin oder so gar noch mehr, aufmerksam zu sein und zu reagieren: <blockquote><font size="1">Zitat von SpOn


...in evangelischen Kindertagesstätten könne man nicht nur fröhliche Herbstlieder singen, sondern auch biblische Geschichten erzählen. Die Bischöfin tritt für ein entschieden stärkeres geistliches Profil kirchlicher Einrichtungen ein...


http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch...,657763,00.html[/quote]

Welche Geschichten sollte man Deiner Meinung nach in einem Ev. Kindergarten erzählen?
Vielleicht etwas über Lenin?

Nicht Marx, sondern W. I. Lenin (1870-1924, russischer kommunistischer Revolutionär, Politiker und Gründer der Sowjetunion) hat den kämpferischen Atheismus mit dem Klassenkampf identifiziert und den Satz von Marx »Religion ist Opium des Volkes« zur Revolutionsparole ("Opium für das Volk") erhoben.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2009 16:37
#3 RE: Käßmann Antworten

Von mir aus können die in evangelischen Kindergärten erzählen, was sie wollen.
Aber unter zwei Bedingungen:

1. Die Kirche bezahlt diese Kindergärten selbst bzw. erhält nur die Unterstützung, wie jeder andere freie Träger auch.(z.Z. werden die kirchlichen mit 93 -100% vom Staat bezahlt, wovon ein Elternverein nur träumen kann)
2. Es gibt im betreffenden Einzugsbereich auch andere Kindergärten, in denen nicht missioniert wird.
Was in einigen Gegenden Deutschlands nicht der Fall ist. Dort bleibt manchen Eltern nur die Möglichkeit, auf ihr Recht zur Erziehung ihres Kindes zu verzichten und sie in kirchlichen Kindergärten entgegen ihren Wünschen beeinflussen zu lassen. Falls sie überhaupt in den Kindergarten dürfen. Denn die Kirchen haben, selbst wenn die Einrichtungen zu 100% vom Staat bezahlt werden, das Recht, nur Eltern bzw. Kinder ihrer Konfession aufzunehmen. Ebenso haben sie das Recht, nur Arbeitskräfte ihre Konfession aufzunehmen.

Wenn du sonst noch Wissenslücken hast, frag ruhig weiter.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

28.10.2009 16:55
#4 RE: Käßmann Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Von mir aus können die in evangelischen Kindergärten erzählen, was sie wollen.
Aber unter zwei Bedingungen:
1. Die Kirche bezahlt diese Kindergärten selbst bzw. erhält nur die Unterstützung, wie jeder andere freie Träger auch.(z.Z. werden die kirchlichen mit 93 -100% vom Staat bezahlt, wovon ein Elternverein nur träumen kann)
2. Es gibt im betreffenden Einzugsbereich auch andere Kindergärten, in denen nicht missioniert wird.
Was in einigen Gegenden Deutschlands nicht der Fall ist. Dort bleibt manchen Eltern nur die Möglichkeit, auf ihr Recht zur Erziehung ihres Kindes zu verzichten und sie in kirchlichen Kindergärten entgegen ihren Wünschen beeinflussen zu lassen. Falls sie überhaupt in den Kindergarten dürfen. Denn die Kirchen haben, selbst wenn die Einrichtungen zu 100% vom Staat bezahlt werden, das Recht, nur Eltern bzw. Kinder ihrer Konfession aufzunehmen. Ebenso haben sie das Recht, nur Arbeitskräfte ihre Konfession aufzunehmen.
Wenn du sonst noch Wissenslücken hast, frag ruhig weiter.



An Wissenslücken habe ich keinen Mangel BS.
Wieso betreibt der Staat dann die Kindergärten nicht selbst, wenn er sie schon bezahlt.
Diese Situation ist doch irgendwie paradox.
Wer bezahlt bestimmt die Regeln, so sind doch die Regeln.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

28.10.2009 18:58
#5 RE: Käßmann Antworten

Leider nicht. Die Lobby der Kirchen ist zu mächtig.

Das betrifft übrigens nicht nur Kindergärten, sondern auch Krankenhäuser, Heime usw. Das Image vom großen sozialen Handeln, dass sich die Kirchen verpasst haben, ist nichts als eine riesengroße Mär. Das soziale Handeln trifft einesteils halt wirklich nur auf die jeweiligen Konfessionsgenosssen zu und wird andererseits vom Staat bezahlt. Die wenigen Eigenanteile, die die Kirchen wirklich noch bringen, könnte der Staat ohne große Probleme auch noch selbst übernehmen.
Vom der Kirchensteuer, von der so viele denken, die dient sozialen Zwecken, gehen, wenn ich mich recht erinnere, gerade mal drei Prozent dort hin. Der Rest geht in den Kirchenapparat.

Der Gipfel ist aber, dass es in Deutschland, einem angeblich säkularen Staat, sogar konfessionelle staatliche Schulen gibt. Also nicht mal Schulen in kirchlicher Trägerschaft, sonder voll in der Hand des Staates. Der dort aber klare kirchliche Werte vermittelt.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

29.10.2009 14:16
#6 RE: Käßmann Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Leider nicht. Die Lobby der Kirchen ist zu mächtig.
Das betrifft übrigens nicht nur Kindergärten, sondern auch Krankenhäuser, Heime usw. Das Image vom großen sozialen Handeln, dass sich die Kirchen verpasst haben, ist nichts als eine riesengroße Mär. Das soziale Handeln trifft einesteils halt wirklich nur auf die jeweiligen Konfessionsgenosssen zu und wird andererseits vom Staat bezahlt. Die wenigen Eigenanteile, die die Kirchen wirklich noch bringen, könnte der Staat ohne große Probleme auch noch selbst übernehmen.
Vom der Kirchensteuer, von der so viele denken, die dient sozialen Zwecken, gehen, wenn ich mich recht erinnere, gerade mal drei Prozent dort hin. Der Rest geht in den Kirchenapparat.
Der Gipfel ist aber, dass es in Deutschland, einem angeblich säkularen Staat, sogar konfessionelle staatliche Schulen gibt. Also nicht mal Schulen in kirchlicher Trägerschaft, sonder voll in der Hand des Staates. Der dort aber klare kirchliche Werte vermittelt.



Ich gestehe, daß ich mit dieser Problematik nicht sehr befasst bin, und ihr auch nicht die Bedeutung beimesse
wie Du das sicher tust.
Dieses Problem zu Thematisieren wäre Aufgabe der linken politischen Kraft im Lande,
hatt auch nichts mit Atheismus zu tun sondern mit Redlichkeit.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

29.10.2009 14:47
#7 RE: Käßmann Antworten

Solche Aufgaben sind gesamtgesellschaftlich.
Wieso sollten da gerade die Linken für verantwortlich sein? Deren Führungsriege kriecht den Kirchen doch genau so ins Hinterteil wie andere auch.

Mich stört es, wenn, auch noch auf meine Kosten, meine Kinder in einer Richtung erzogen werden, die ich für grundfalsch halte. Mich stört es, wenn an meinem Krankenbett ein Kreuz hängt das ich verabscheue und das von meinen Steuermitteln bezahlt wird. Mich stört es, wenn die Ärzte und Krankenschwestern, die mich behandeln, nicht nach Qualifikation sondern nach Konfession eingestellt werden.

Also muss ich mich auch kümmern, dass sich das ändert.

Wobei es natürlich herrlich ist, dass ich das nicht allein versuchen muss.

Ach ja, wieso du das Thema Finanzierung der Kirchen und ihrer Einrichtungen keine Bedeutung beimisst, ist mir schleierhaft. Die bekommen, und zwar ohne die oben angeführten Sozialleistungen, mehr als 17 Mrd Euro jährlich. Für Gehälter, vom Bischof bis zum Fahrer, für ihre Autos, Häuser, Feste usw. Und das seit Jahrzehnten. Wo da jetzt unsere Staatsverschuldung wäre, wenn die Kirchen, die ein beachtliches Eigenvermögen von vielen, vielen Milliarden haben, sich von Anfang an hätten selbst finanzieren müssen.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

29.10.2009 15:04
#8 RE: Käßmann Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Solche Aufgaben sind gesamtgesellschaftlich.
Wieso sollten da gerade die Linken für verantwortlich sein? Deren Führungsriege kriecht den Kirchen doch genau so ins Hinterteil wie andere auch.
Mich stört es, wenn, auch noch auf meine Kosten, meine Kinder in einer Richtung erzogen werden, die ich für grundfalsch halte. Mich stört es, wenn an meinem Krankenbett ein Kreuz hängt das ich verabscheue und das von meinen Steuermitteln bezahlt wird. Mich stört es, wenn die Ärzte und Krankenschwestern, die mich behandeln, nicht nach Qualifikation sondern nach Konfession eingestellt werden.
Also muss ich mich auch kümmern, dass sich das ändert.
Wobei es natürlich herrlich ist, dass ich das nicht allein versuchen muss.
Ach ja, wieso du das Thema Finanzierung der Kirchen und ihrer Einrichtungen keine Bedeutung beimisst, ist mir schleierhaft. Die bekommen, und zwar ohne die oben angeführten Sozialleistungen, mehr als 17 Mrd Euro jährlich. Für Gehälter, vom Bischof bis zum Fahrer, für ihre Autos, Häuser, Feste usw. Und das seit Jahrzehnten. Wo da jetzt unsere Staatsverschuldung wäre, wenn die Kirchen, die ein beachtliches Eigenvermögen von vielen, vielen Milliarden haben, sich von Anfang an hätten selbst finanzieren müssen.



Auf der emotionalen Ebene verstehe ich Dich BS und kann Deinen Ärger durchaus nachvollziehen,
auf der mentalen Ebene aber sehe ich eher eine Allergie gegen alles Religiöse, was zu panischen Abwehrhaltungen
führt, obwohl eine reale Gefahr garnicht besteht.
Der Einfluss der Kirchen ist im schwinden, das ist gut so, aber es braucht seine Zeit.
Die Linke nannte ich, weil sie traditionell weniger kirchlich kontaminiert ist als das bürgerliche Lager und am ehesten geeignet, den Status der Kirchen auf einen gemeinnützigen Verein zurückzustufen.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

29.10.2009 15:55
#9 RE: Käßmann Antworten

In Antwort auf:
auf der mentalen Ebene aber sehe ich eher eine Allergie gegen alles Religiöse, was zu panischen Abwehrhaltungen
führt, obwohl eine reale Gefahr garnicht besteht.


Siehste, so ist das.

Ich sehe nun bei mir nicht die geringsten Anzeichen von Panik. Dafür bei dir eine erstaunliche Differenzierungsschwäche.

Wer Forderungen, die Säkularisierung in Deutschland zu vollenden und dabei auch die aberwitzigen Subventionen der Kirchen, als Allergie gegen alles Religiöse beschreibt, ist mMn nicht gewillt oder nicht in der Lage Inhalte sachlich zu erfassen und entsprechend zu antworten.

Immerhin anständig von dir wenn du zugibst, von der Materie keine Ahnung zu haben.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.853

29.10.2009 17:36
#10 Käßmann Antworten

Zitat von BS
Von mir aus können die in evangelischen Kindergärten erzählen, was sie wollen. Aber unter zwei Bedingungen: 1. Die Kirche bezahlt diese Kindergärten selbst bzw. erhält nur die Unterstützung, wie jeder andere freie Träger auch.

Also, ich finde, dass sich unsere Sorge nicht in der finanziellen Verteilung von Geldern erschöpfen kann. Die Gesellschaft hat die Aufgabe, alle ihre Kinder vor nachteiligen Eingriffen durch religiöse Erziehung zu schützen! Religionsfreiheit darf nicht die Freiheit der Religionsgemeinschaften bleiben, sich die Kinder zu krallen. Religionsfreiheit muss die Freiheit souveräner Individuen werden, sich für oder gegen die verschiedenen Angebote - inkl. dem Atheismus - entscheiden zu können.

In Antwort auf:
2. Es gibt im betreffenden Einzugsbereich auch andere Kindergärten, in denen nicht missioniert wird.

<= DAS reicht nicht. Die Gesellschaft als Gesamtes hat ihre Verantwortung zur Geltung zu bringen!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

30.10.2009 00:33
#11 RE: Käßmann Antworten

Ich denke schon, dass es reicht. Wenn genügend Angebote da sind das sowohl Ahteisten als auch Christen ihre Kinder in jeweiligen Einrichtungen unterbringen können, jedenfalls. Das Recht der Eltern über die Erziehung der Kinder zu bestimmten ist ein recht hohes Gut, das in keiner Weise angetastet werden sollten. Wenn als Eltern ihre Kinder religiös erziehen möchten, müssen sie auch die Möglichkeite haben.

Was ja aber überhaupt nicht ausschließt, anderweitig unermüdlich auf die Unsinnigkeit von Religion und die Schäden, die sie anrichtet, hinzuweisen.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.853

30.10.2009 08:43
#12 Käßmann Antworten

Zitat von BS
Was ja aber überhaupt nicht ausschließt, anderweitig unermüdlich auf die Unsinnigkeit von Religion und die Schäden, die sie anrichtet, hinzuweisen.

Ja, bitte nicht vergessen!

In Antwort auf:
Das Recht der Eltern über die Erziehung der Kinder zu bestimmten ist ein recht hohes Gut, das in keiner Weise angetastet werden sollten.

Würde ich unrelativiert nicht so stehenlassen. In der Regel gehört das Kind zu den Eltern, schon klar. Müssen aber nicht die biologischen sein, sondern es müssen fähige Eltern sein. Das nur mal so nebenbei. Die Erziehung der Kinder ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe, siehe Kindergarten, siehe Schulerziehung, siehe jugendbehördliche Kontrollfunktion. Mein Blick auf Kinder von strengreligiösen Eltern kann mich nicht sorglos lassen. Kinder dürfen nicht von anderen Kindern isoliert werden, weil die weltlich (und glücklicher) aufwachsen. Kinder dürfen keine beliebige Knetmasse der Eltern sein! Da gibt es ja auch schon Grenzen, die die Gesetze setzen. Und ich finde, dass religiöse Erziehung gesellschaftlich diskutiert und gesteuert werden muss. Die Gesellschaft muss Eltern in die Arme fallen, bevor sie aus ihren Kindern Sonderlinge machen.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

30.10.2009 08:59
#13 RE: Käßmann Antworten

In Antwort auf:
Müssen aber nicht die biologischen sein, sondern es müssen fähige Eltern sein.

Und wer entscheidet, was "fähige" Eltern sind?
Jedes andere System als auf die biologischen Eltern abzustellen wäre Eindringen des Staates in einen Bereich, in dem er einfach nichts zu suchen hat. Außer bei echten Gefährdungslagen natürlich.

In Antwort auf:
Die Gesellschaft muss Eltern in die Arme fallen, bevor sie aus ihren Kindern Sonderlinge machen.

Ganz entschieden: Nein.

Natürlich hat auch die Gesellschaft Pflichten. Natürlich muss Wertevermittlung überall und nicht nur im Elternhaus stattfinden. Das aber ist die Grundlage und muss es bleiben.

Was deine Angst vor der Wirkung religiöser Erziehung betrifft, vielleicht hilft dir das: http://feuerbringer.com/2009/10/28/es-gibt-kein-gottes-gen/

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.853

30.10.2009 09:19
#14 Käßmann Antworten

Zitat von BS
Natürlich hat auch die Gesellschaft Pflichten. Natürlich muss Wertevermittlung überall und nicht nur im Elternhaus stattfinden. Das aber ist die Grundlage und muss es bleiben.

Religon frisst geistige Energien, die man echt für was Besseres gebrauchen könnte und schürt unnötige Ängste. Das müssen wir sagen dürfen, wo es nur geht! Und Eltern haben die Pflicht, ihre Kinder zum Glücklichsein und der Entfaltung ihrer naturalistischen Potenzen zu erziehen. Und wenn sie dieser Pflicht nicht nachkommen, haben sie sich einen Text anzuhören! Kinder haben Rechte! Also sind sie die Kinder der Gesellschaft, die sie mit diesen Rechten schützt! Das Kind hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Das Kind hat ein Recht auf elterliche Liebe. Hat das Kind kein Recht auf eine geistige und seelische Entfaltung, wenn die Eltern sie nicht geben wollen oder können? Die elterliche Macht hat Schranken. Die Frage ist, ob die noch einen Tick enger gezogen werden. Und zugungsten der Kinder sollte in Sachen Erziehungsqualität noch einiges unternommen werden.... Die Verantwortung liegt nicht nur bei den Eltern. Sie liegt bei uns allen.

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Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

30.10.2009 09:50
#15 RE: Käßmann Antworten

bin ich froh das ich nicht nach euren Maßstäben Leben muß,einfach nur grausige Gedanken,ihr lebt in Angst nicht wir ,die Angst möchte ich den Kindern erpsaren,aber ihr kommt ja auch aus dem 15 Jahrhundert und wißt gar nicht was wirklich läuft,ich glaube nicht an eine Menschliche Welt des Atheismus ,die Zahl für den Mensch ist 6 für den Antichrist 666 ,das heißt gesteigerter Humanismus ist vonm Teufel,und Feinschaft zu Gott ,es ist der Tod
Aviel ja das andere sind einflüßterungen

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

30.10.2009 10:47
#16 RE: Käßmann Antworten

Oh, dann ist meine Lieblingszahl die Zahl des gesteigerten Humanismus? Danke, jetzt kann ich Eltern/Freunden etc. besser erklären, was die 666 in meinen Nicknamen bzw. in meiner E-Mail-Adresse verloren hat ;).

Zum Topic:
Klar haben die Eltern das Recht, ihre Kinder in einen religiösen Kindergarten/auf eine religiöse Schule etc. zu schicken. Aber gleiches Recht für alle! Entweder es gibt katholische, evangelische, orthodoxe, jüdische und muslimische Kindergärten/Schulen etc. oder gar keine religiösen Einrichtungen - alles andere ist inkonsequent!
Und natürlich muss der Staat aufpassen, was da drin abgeht... anders kann es nicht sein.

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http://dialog2punkt0.xobor.de/

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.853

30.10.2009 11:57
#17 Käßmann Antworten

Zitat von Queen
Klar haben die Eltern das Recht, ihre Kinder in einen religiösen Kindergarten/auf eine religiöse Schule etc. zu schicken. Aber gleiches Recht für alle! Entweder es gibt katholische, evangelische, orthodoxe, jüdische und muslimische Kindergärten/Schulen etc. oder gar keine religiösen Einrichtungen - alles andere ist inkonsequent!

Ich bin nicht der Auffassung, dass alle Eltern ein Recht darauf beibehalten sollten, beliebig nach ihren eigenen geistigen Prägungen und Verstrickungen diese an ihre Kinder weitergeben dürfen, weil es ihnen so passt! Das hört sich hart an. Aber inhumane und irreale Angstprägungen sind noch bitterer für die nachfolgenden Kinder und es sollte dagegengesteuert werden, soweit das nur geht!

In Antwort auf:
Und natürlich muss der Staat aufpassen, was da drin abgeht... anders kann es nicht sein.

Dieser kleinen aber notwendigen Einschränkung muss viel mehr Gewicht eingeräumt werden.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

30.10.2009 12:30
#18 RE: Käßmann Antworten

Ich sage ja - für alle oder für keinen :). Da es aber nie "für alle" geben wird, auch aus Mangel an Kindern z.B. für einen budhistischen oder scientologischen oder ZJ-Kindergarten, soll eben keiner einen haben ;).

In Antwort auf:
beliebig nach ihren eigenen geistigen Prägungen und Verstrickungen diese an ihre Kinder weitergeben dürfen, weil es ihnen so passt!


Lässt sich leider ohnehin nicht ganz vermeiden.

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http://dialog2punkt0.xobor.de/

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

30.10.2009 13:08
#19 RE: Käßmann Antworten

In Antwort auf:
Ich bin nicht der Auffassung, dass alle Eltern ein Recht darauf beibehalten sollten, beliebig nach ihren eigenen geistigen Prägungen und Verstrickungen diese an ihre Kinder weitergeben dürfen, weil es ihnen so passt! Das hört sich hart an.


Hart? Nee, find ich nicht. Eher stalinistisch.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.853

30.10.2009 13:19
#20 Käßmann Antworten

In Antwort auf:
Hart? Nee, find ich nicht. Eher stalinistisch.

Nein, humanistisch! Deine Position ist die der Befürwortung absolutistischer Elterngewalt! Vor den Türen der Familien hat der staatliche Einfluss und Schutz aufzuhören! Das ist erstens erfreulicherweise schon lange nicht mehr Realität und zweitens müsste Erziehung durch Pflicht-Bildung vorbereitet werden. Drittens mit solidarischer Kontrolle begleitet. Das Kind hat ein Anspruch auf optimale Entwicklung, und die ist nur mit der Zuordnung der Kinder zu den biologischen Eltern noch lange, lange nicht gegeben! Eine verkorkste religiöse Biografie muss nicht eins zu eins an die Folgegeneration weitergegeben werden. Und watt nicht mutt, datt mutt nicht! (Leicht abgewandelte Bremer Lebensmaxime.) Ich bin etwas verwundert darüber, lieber Bruder Spaghettus, dass dein Engagement für eine humanistische und religionsbefreite Welt so ratzekahl vor der Familienbande einknickt.

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Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

30.10.2009 13:20
#21 RE: Käßmann Antworten

In Antwort auf:
Ich bin nicht der Auffassung, dass alle Eltern ein Recht darauf beibehalten sollten, beliebig nach ihren eigenen geistigen Prägungen und Verstrickungen diese an ihre Kinder weitergeben dürfen, weil es ihnen so passt! Das hört sich hart an. Aber inhumane und irreale Angstprägungen sind noch bitterer für die nachfolgenden Kinder und es sollte dagegengesteuert werden, soweit das nur geht!

In Antwort auf:



Gysi ich bin eher der Meinung das deine Vollkommen übersteigerte Ängstlichkeit eher schädlich ist ,als eine lustige jüd. Familie die keine Angst hat und gerne lacht,für jeden Spass zu haben ist und viel Zeit füereinander hat,solche grausigen Märchen die lernt man von euch nicht bei uns,es muß sehr schädlich sein,
Aviel

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.853

30.10.2009 13:32
#22 Käßmann Antworten

Zitat von Aviel
Gysi ich bin eher der Meinung das deine Vollkommen übersteigerte Ängstlichkeit eher schädlich ist ,als eine lustige jüd. Familie die keine Angst hat und gerne lacht,für jeden Spass zu haben ist

Nicht jede Familie ist der Hort der Liebe, der ihren Sprößlingen eine glückliche Kindheit garantiert! Es gibt auch die Fritzls, diesen Spaß gibt es auch... Ich brauche bloß durch unsere Straßen zu gegen, die Biografien meiner Mitmenschen begleiten, die Gewalt und die Frustration zu registireren, um zu sehen, dass auch das relativ glückliche Deutschland kein Garten Eden der Glückseligkeit ist. Du hast deinen paradiesischen Garten schon gefunden, Aviel: Jüdisch sein. Ich sehe keinen anderen Weg, als dafür noch gewaltige Arbeit aufzubringen, besonders in die gesellschaftliche Organisation der Erziehung unserer Kinder zu investieren (nicht nur geldtechnisch)!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

30.10.2009 14:16
#23 RE: Käßmann Antworten

Zitat von Gysi
Deine Position ist die der Befürwortung absolutistischer Elterngewalt! Vor den Türen der Familien hat der staatliche Einfluss und Schutz aufzuhören!


Na, nun enttäuscht du mich aber wirklich. Willst du mich nicht verstehen oder hast du micht nicht verstanden? Schiebst mir hier was unter, was einfach falsch ist, was ich sogar ausdrücklich betont habe:

Zitat von Bruder Spaghettus
Und wer entscheidet, was "fähige" Eltern sind?
Jedes andere System als auf die biologischen Eltern abzustellen wäre Eindringen des Staates in einen Bereich, in dem er einfach nichts zu suchen hat. Außer bei echten Gefährdungslagen natürlich.



Das was du befürwortest, Gysi, ist die Kontrolle des Staates über die Ideologie unter der seine Bürger aufwachsen. Das ist zwar erst der Dammbruch, aber genau der ermöglicht das Endziel faschistischer, stalinistischer, religiös-fundamentaler Staaten. Wer nicht für die totale Gleichschaltung ist, kann dem, was du verlangst, nicht zustimmen.

Ich finde es schlimm, wenn Kinder einseitig-dogmatisch aufgezogen werden. Ich finde es schlimm, wenn Kinder fundamentalistisch indoktriniert werden. Deshalb bin ich konsequent für jedes Verbot von solcher Beeinflussung im öffentlichen Raum. Das den Eltern verbieten zu wollen ist nicht nur falsch, sondern unmöglich.

Natürlich sind die Rechte der Eltern begrenzt. Durch die Schulpflicht z.B. Ich hätte auch nichts gegen Kindergartenpflicht, mindestens im Vorschuljahr, besser noch so ab 4 Jahren. So findet frühzeitig Austausch statt, so passiert gemeinsames Erlernen von Regeln und Werten und Einbindung in die Gesellschaft fern ab von Ideologie. Nicht möglich, wenn ich gleichzeitig Eltern zugestehe, iher Kinder auch in konfessionlle Kindergärten zu schicken?
Doch. Wenn diese sich dem normalen Wettbewerb aussetzen müssen indem sämliche Subventionen an die Kirchen gestrichen werden, werden religions- und ideologiefreie staatliche Kindergärten der Normalfall. Die bleibenden Ausnahmen sind dann einfach im Rahmen des Erziehungsrechtes der Eltern zu dulden.

Wenn wir dann noch was an der Situation ändern wollen, haben wir das über die Eltern zu tun, aber nicht indem wir ihnen die Kinder weg nehmen.

Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

30.10.2009 14:19
#24 RE: Käßmann Antworten

Also Gysi angefangen beim Deutschen Staat insbesondere grade der SPD ,wo Politiker gezielte Vorurteile aufbauen,damit geht es unseren Kindern bestimmt nicht besser.

http://nachrichten.aol.de/nachrichten-po...023904219721684

diese gezielten Vorurteile gegen Arme Menschen,arm gleich Vernachlässigung usw nimmt grade durch den Vorurteilen nicht durch wenig Geld die Zukunft.

Vergleiche mal heute mit den siebziger Jahren ,wie war es ,hatten die Leute viel Geld,sind die Leute ständig so wie heute zu therapien gerannt,darf heute noche in Kind draußen wirklich frei toben und spielen,gibt es noch Siedlungen wo 20 Kinder wohnen und in jedem Alter um miteinander zu spielen,wo kämpfe ausgetragen werden,Indianer und Verstecken gespielt,oder wer fürchtet sich vorm Schwarzen Mann,Fußball und Tennis,
heute Terminkalender voller als erwachsene ,Therapeuten und studierte Pädagogen,untersuchungen bei Ärzten,
selbst Sozialhilfe Kinder sind früher nicht so schief angesehen worden,mit Schulkameraden Schularbeiten machen und streiche machen,heute bei einem Streit Polizei früher lachte mal,die Schule einfach dennoch lernte man mehr als heute,Religion gab es auch,heute alle Berufstätig die Kinder abgeschoben,kleine Wohnungen für Familien und Omas in Freistehenden Häusern mit großem Garten,
da braucht man sich nciht wundern um die Kinder
Übergewicht und Rückenschmerzen schon bei kleinsten und alle möglichen Psychischen und Pysischen Krankheitem,und Arme keine Chance hochzukommen weil Vorurteile,
Alleinerziehnede im Stich gelassen,usw.
Da wäre ein Anfang
aviel

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.853

30.10.2009 17:23
#25 Käßmann Antworten

Zitat von BS
Willst du mich nicht verstehen oder hast du micht nicht verstanden?

Da gibt's noch eine dritte Möglichkeit: Du hast dich eindeutig missverständlich ausgedrückt! Mir sind die Augen aus den Höhlen gefallen!

In Antwort auf:
Wenn wir dann noch was an der Situation ändern wollen, haben wir das über die Eltern zu tun, aber nicht indem wir ihnen die Kinder weg nehmen.

Kurz: Ich bin für einen ideologiefreien Kindergarten! Also bin ich strikt gegen jeden wie auch immer gearteten religiösen Unterricht in den Kindergärten! Was die Eltern zu Hause gegen die Kinder in die Richtung verbrechen, ist nicht zu kontrollieren. Aber in den Schulen und Kindergärten erfahren die Kinder Autoritätsfiguren, die sie mit den Eltern vergleichen können. In den Prägejahren haben die Religionen sich nicht in die Erziehung einzumischen! Warum wollen die das denn? Weil die Kinder dann da fast immer auch als Erwachsene nicht mehr rauskommen! Religion hat der Staat in den öffentlichen Räumen - also auch in den Kindergärten - nicht zu fördern und auch nicht zu dulden!

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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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