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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Für Säkularismus und Religionskritik!


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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 14.313 mal aufgerufen
 Satanismus und Antichristliches
Seiten 1 | 2
Darky Offline




Beiträge: 87

02.03.2005 20:20
Satanismus FAQ antworten

Copyrights liegen bei berserks.de

Würds euch raten zu lesen, ist nicht viel aber sehr informativ ^^

Satanismus

Der Satanismus basiert NICHT mehr auf dem christlichen Weltbild!

Eine Weile mag sich der Satanist auf das christliche Weltbild stützen, aber dann kommt er durch Recherche, Hinterfragen, Anzweifeln und Forschen dahinter, dass es das gesamte Christentum als solches überhaupt nicht gibt: Es ist nichts weiteres als eine Sammlung bereits vorher gängiger, antiker Mythen, Philosophien und Religionen. Was die Juden und Christen "Satan" nennen, also eine widergöttliche, starre Ordnung und Gesetze verneinende Komponente, gibt es in den meisten anderen Weltanschauungen ebenfalls. Satanisten befassen sich daher mit den Widersachern aller Religionen und darüber hinaus auch mit allen Natur und Urreligionen wie der Nordisch/Germanischen Mythologie.

Demzufolge gilt:

Satan wird nicht als bocksfüßige, gehörnte Gestalt verstanden
sondern als Figur des Wiederstandes gegen die Religionen die nur zum Ausbeuten der Menschheit dienen!

Im Satanismus wird das "Eigene Ich" geheiligt und ausgelebt, Bedürfnisse befriedigt und nach dem wirklichen Willen gelebt. Gesetze, Dogmen, Moralvorstellungen u.v.m. werden im Satanismus nicht als Schranke für das Ich, die Befriedigung, den Genuss und den eigenen Willen akzeptiert, sondern kurzerhand verworfen.

Die verschiedenen Formen des Satanismus

Satanismus ist heutzutage in eine Vielzahl von Gruppierungen, Lehren und Praktiken einzuordnen.
Diese können sich sehr wohl ähneln, aber teilweise auch stark von einander abweichen.

I. Der historische Satanismus
Der historische Satanismus sieht Satan als Gegenspieler Gottes. Er bezieht sich auf die Kirche, indem er ihre Riten unter umgekehrten Vorzeichen nachahmt und die verwandelte Hostie ab Gegenstand negativer Zeremonien wie Schändung und Blasphemie benutzt. Die Hostie beispielsweise wird geschändet, indem sie in Tierblut getaucht und verspeist wird. Mit dieser Handlung soll Gott verspottet werden. Diese Art ist ohne die römisch-katholische Liturgie nicht vorstellbar. Bei der "schwarzen Messe" stand die christliche "weisse" Messe Pate. Die Sakramenteslehre und das Ritual des Gottesdienstes der römisch-katholischen Kirche finden sich in pervertierter Form in dieser "schwarzen Messe" wieder.

II. Der rituelle Satanismus
Der rituelle Satanismus bildet Kirchen und Orden. Wobei hier die christliche Kirche nicht mehr der direkte/tatsächliche Gegner ist. Seine Rituale und Geheimlehren bilden den Kern des modernen Satanismus. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem die CoS (Church of Satan) etc.

III. Der ambulante oder latente Satanismus
Der ambulante oder latente Satanismus ist eine Form, die meist nur kurzzeitig vorhanden ist. Dieser Satanismus entsteht mehrheitlich auf Parties, bei spontanen Satansfeiern aber auch bei bestimmten "Ritual" Morden. Es ist gewissermassen eine Freizeitbeschäftigung, aber eben eher als Modeerscheinung zu sehen. Hier stehen Neugier und die Suche nach etwas Spannendem im Vordergrund, gewissermassen der Nervenkitzel. In der Regel verfügen die "Anhänger" dieser Form nicht über ein tiefgründiges Wissen über Satanismus und Okkultismus. Sie feiern Parties auf Friedhöfen, üben sich in Gläserrücken etc. Allerdings haben ihre Rituale keinen magischen oder historischen Hintergrund, vielmehr haben sie das aus irgendwelchen Geschichten oder Filmen. Das Ganze verleiht diesen Jugendlichen in der Regel ein Gefühl der Mystik und des Verbotenen. Auch bestimmte Formen der "satanistischen Sexualität", die oft selbsterfunden sind und dem erhöhten Lustgewinn dienen sollen, gehören in diesen Bereich des Satanismus.

IV. Der kulturelle Satanismus
Der Kulturelle Satanismus umfasst alle eher öffentlichen Formen des Satanismus, die zum Teil als künstlerisch ausgedrückter Protest verstanden werden. Hat aber eigentlich nichts mehr mit dem Satanismus an und für sich zu tun. Hierbei wird Provokation und Konfrontation bewusst angestrebt oder in Kauf genommen. In diese Kategorie des Satanismus fällt auch die Anrufung bzw. Huldigung des Bösen im Rahmen des sogenannten Black-Metals etc. Weitere Beispiele sind Künstler wie der Wiener Aktionskünstler und "satanistische Hohepriester" Josef Dvorak, die auf der Bühne Satans-Happenings veranstalten, ebenso wie etliche Filme - angefangen mit "Rosemary's Baby" von Roman Polanski über "Der Exorzist" oder "Das Omen".

V. Der Wahn Satanismus
Oder auch "Lügenformen" des Satanismus. Dabei beschränkt sich der Wahnsatanismus auf Berichte von angeblichen Ritualverbrechen und/oder auch um behauptete Phantasieformen des Satanismus. Diese Form nimmt die Berichte der Medien als "Grundstein/ Grundlage". Sie verunsichern lediglich die grosse Masse und prägen landläufig ein falsches Bild der Satanisten sprich dem Satanismus. Dadurch entstehen oft falsche Reaktionen dieser Thematik gegenüber. Dazu gehören z.B. angebliche Enthüllungsbücher über Satanismus, so z.B. das Buch von ES. Banol, Die okkulte Seite des Rock. Derartige Bücher tragen in erheblicher Weise dazu bei, Leser durch aufgebauschte Fehlinformationen zum Thema Satanismus zu verunsichern. Nach dem Lesen wittert man leicht hinter jedem Rockmusiker einen Satansanhänger. Aus derartigem Wahnsatanismus entsteht rasch jene Einstellung, die zur Denunziation alles dessen führt, was einem verdächtig vorkommt.. Das führt dazu, dass Einzelne oder Gruppen in die Ecke des Satans geschoben und "verteufelt" werden. Der Schritt zur "Hexenverfolgung" moderner Prägung ist nur noch klein.

VI. Der philosophische Satanismus
Der philosophische Satanismus teilt mit den anderen Untergruppen zwar die Lehrsätze, doch unterscheidet er sich von den anderen in dem Punkt, dass er von seinen "Anhängern" also Philosophie/ Lebensphilosophie betrachtet und ausgelebt wird. Bei dieser Form des Satanismus werden auch keinerlei okkulte Rituale durchgeführt. In dieser Form wird auch in keinen Fall an eine Existenz Übernatürlicher Wesen (Gott, Teufel, Dämonen usw.) geglaubt bzw. werden diese als Erfindung von Menschen Abgetan. Hier geht es nur um die persönliche Einstellung zum Leben und der eigenen Lebensphilosophie. Grundsätze sind "Tu was du willst" und "Sei dein eigener Gott". Zu einem der berühmtesten Anhänger dieser Art kann wohl der Philosoph Nietzsche Aufgeführt werden.


Der Sinn des Satanismus:

"Wozu das alles? Muss es denn für alles eine Gegenreligion geben?"

Früher war der Satanismus eine Gegenreligion zum Christentum. Der heutige Satanismus ist das nicht mehr. Es gibt zwar viele Gruppierungen, doch ist wahrscheinlich der laveyische Satanismus der verbreitetste. LaVeys Satanismus ist eine Glaubensstruktur, die auf seiner Satanic Bibel basiert. Es ist der Glaube an einen Selbst anstatt eine höhere Energie. Das Ganze ist ein personifiziertes Konzept, das sich individuell anpassen lässt. Das hat also nichts mehr mit einer Gegenreligion zu tun. Auch wird der Teufel nicht angebetet. Die heutigen Satanisten glauben weder an Gott noch an Satan. Sie personifizieren ihn höchstenfalls bei Ritualen, aber auch nicht mehr. Weiter wird Satan auch als die Naturkraft betrachtet, aber keinesfalls als irgendein höheres Wesen. Die heutigen Satanisten finden Religionen für überflüssig und die einen verachten Religionen sogar zu tiefst. Die Bezeichnung Satanismus dient nur als Opposition zu den Religionen dieser Welt. Man braucht auch kein Mitglied einer satanistischen Gruppierung zu sein, um sich Satanist zu nennen.

„Man handelt nach seinem Gewissen, und dafür muss man sich nicht als Satanist bezeichnen! Warum nicht einfach Atheist?“

Das ist an und für sich richtig, aber durch die bereits genannte Opposition, entsteht auch ein Unterschied zwischen Atheisten und Satanisten. Selbst der philosophische Satanismus basiert bis zu einem gewissen Grad auf den Grundregeln und Grundsätzen LaVeys inklusive auf dem Satz „tu was du willst“. Wobei sich dies individuell unterscheidet, da nicht alle die selben Grundsätze und –regeln für sich übernehmen. Atheisten hingegen, haben keine solche Grundbasis und sie sind auch keine Opposition den Religionen gegenüber. Das ist der Unterschied!

„Aus der Kirche austreten, andere in Ruhe lassen und fertig! Die einen meinen nun, sie müssten jene von ihrer Weltanschauung überzeugen, aber warum? Lasst sie in Ruhe und sie tun es auch!“

Die meisten Satanisten lassen die anderen in der Regel auch in Ruhe, solange sie in Ruhe gelassen werden. Es geht nicht darum, andere von ihrem Glauben abzubringen. Aber viele Satanisten diskutieren gerne mit Menschen, die einer Religion angehören und mit ihnen über Gott und die Welt reden wollen. Dabei wird Argumentiert. Manchmal bringt man damit die Menschen zum Nachdenken, manchmal nicht. Es geht nicht darum irgendwen zu bekehren, wozu auch? Jede/r soll und darf glauben, was er/sie will.

„Der Teufel stand schon immer für das böse und ich kann an mir nichts böses entdecken. Mag sein, dass ihr das mit dem Satan anders seht, aber er stand bestimmt nicht für Sex, Metal und Spass...“

Satan stand schon immer für die Bedürfnisse und die Natur der Menschen. Dies wurde von den Religionen übernommen und verteufelt oder einfach als Sünde bezeichnet. Dabei ist es nur unsere Natur. Das hat nichts mit gut und böse zu tun. "Gut und Böse" ist ohnehin eine Frage der Definition. Das lässt sich nicht verallgemeinern, da die meisten Menschen was anderes darunter verstehen.

„Wenn die Satanisten doch nicht an Satan glauben und der Satanismus auch keine Gegenreligion ist, wozu braucht man dann Parodien auf die christlich Messen?“

Nun, es gibt eigentlich nur eine solche Messe und das ist die sogenannte „Schwarze Messe“. Sie dient zur Verspottung des christlichen Gottesdienstes. Wobei nicht jeder Satanist an schwarzen Messen Teil nimmt. Diese Messe dient eigentlich dazu die Verachtung, die man gegen Religionen hegt mal rauszulassen. Dabei kommt aber niemand zu Schaden! Und für manche, ist es vielleicht auch einfach eine Art Tradition, etwas, das vom alten Satanismus her übernommen wurde. Weitere Satanische Rituale haben nichts, aber auch gar nichts mit dem Christentum oder anderen Religionen zu tun.

„Wozu Magierituale, wenn man seine Probleme auch selbst lösen kann?"

Magierituale haben nichts mit Satanismus zu tun. Weiter dienen Magierituale nicht nur der Problemlösung, im Gegenteil. Zudem praktizieren nicht alle Satanisten Magie. Und abgesehen davon wurde Magie schon zu Urzeiten von den Menschen praktiziert. Es gibt auch Christen, die Magie ausüben.

„Was ist denn nun der Sinn des Satanismus?“

Wenn man nach dem Sinn des Satanismus sucht, dann muss man auch nach dem Sinn des Atheismus, des Christentums, des Islams, des Buddhismus etc. suchen. Gibt es da überhaupt einen Sinn? Darauf gibt es keine wirkliche Antwort. Das muss jeder Mensch mit sich selbst ausmachen. Auch bei Satanisten ist der Sinn des Satanismus individuell verschieden. Vielleicht besteht der Sinn nur darin, dem einen Namen zu geben, was einem beeinflusst und auf seinem Wegen begleitet.

„Satanisten haben eine christliche Weltanschauung, sonst würden sie sich nicht Satanisten nennen.“

Nein, Satanisten haben unter Garantie keine christliche Weltanschauung. Wir haben unsere eigene, individuelle, wenn man so will, satanische Weltanschauung. Zudem könnte man nur dann sagen, dass Satanisten eine christliche Weltanschauung haben, wenn Satan von den Christen erschaffen wurde. Das ist aber nicht der Fall. Von dem Gehörnten sprach man schon lange vor der Entstehung des Christentums.

Moderner Satanismus bedeutet:

- Ästhetik
- Atheismus
- Auflehnung
- Befriedigung (intellektuell, körperlich etc.)
- Egoismus
- Elitarismus statt Egalitarismus
- Hedonismus
- Humanismus
- Humor
- Individualismus
- Körperkult (statt Körperfeindlichkeit und Naturentfremdung)
- Magie und Meditation statt Gebet (Bezogen auf den rituellen Satanismus)
- Materialismus
- Relativismus
- Selbstentfaltung
- Unverblümte Wahrheit statt relig. Heuchelei und Dogmen
- Wissenschaft (insbes. Darwinismus, Psychologie, Neurowiss.)
- Zweifel


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Mr.Sunshein Offline

Mitglied


Beiträge: 23

02.03.2005 20:27
#2 RE:Satanismus FAQ antworten

bis auf den humanismus sind mir satanisten echt sympathisch. bis auf die pseudos. pseudos sind immer schlimm, egal bei was.
allerdings kann man nicht jeden menschen einfach so in eine kaste einschachteln also ist es wiederum schwer das zu unterscheiden.

Gast
Beiträge:

02.03.2005 22:52
#3 RE:Satanismus FAQ antworten

In Antwort auf:

- Ästhetik
- Atheismus
- Auflehnung
- Befriedigung (intellektuell, körperlich etc.)
- Egoismus
- Elitarismus statt Egalitarismus
- Hedonismus
- Humanismus
- Humor
- Individualismus
- Körperkult (statt Körperfeindlichkeit und Naturentfremdung)
- Magie und Meditation statt Gebet (Bezogen auf den rituellen Satanismus)
- Materialismus
- Relativismus
- Selbstentfaltung
- Unverblümte Wahrheit statt relig. Heuchelei und Dogmen
- Wissenschaft (insbes. Darwinismus, Psychologie, Neurowiss.)
- Zweifel

Das klingt ja wie Objektivismus.

Julchen Offline

Mitglied

Beiträge: 2

02.03.2005 23:24
#4 RE:Satanismus FAQ antworten

Ergänzend wäre da noch der pathologische Satanismus.
Hier soll es sich um Menschen handeln die aufgrund von geistiger Verwirrung und/oder Krankheit meinen sie ständen unter dem Einfluss des Satans und müssen/wollen dessen Befehle ausführen.
Sicherlich gibt es zum pathologischen Satanismus noch weitere Aspekte. Vielleicht wisst ihr ja noch mehr darüber.

Paul ( Gast )
Beiträge:

10.03.2005 15:58
#5 RE:Satanismus FAQ antworten

Das hast du aber schön von Rafa abgeschrieben!

Darky Offline




Beiträge: 87

15.03.2005 07:08
#6 RE:Satanismus FAQ antworten

nö net bei rafa >_>
*nach oben lins* hab doch auch die copyrights hingeschrieben -__-
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DementiaCaedes Offline

Mitglied


Beiträge: 5

23.03.2005 21:35
#7 RE:Satanismus FAQ antworten

Pathologischer Satanismus..hmmm....das erinnert mich an die Aussage einer der Rudas, dass Samael ihn dazu aufgetragen hat, das Opfer zu töten.

Meiner Meinung nach sind solche Leute nur arme Irre, die den Satanismus unnötig in den Schmutz ziehen. Solchen schenke ich keinerlei Beachtung.

Bellerophon Offline



Beiträge: 264

21.09.2005 07:39
#8 RE: RE:Satanismus FAQ antworten

Ich frage mich eigentlich immer, wieso Leute, die an etwas anderes Glauben, gleich Irre sein müssen.
Zunächst einmal, hat die Kirche den Satan erfunden und immer alles gleich verteufelt was ihr gefährlich werden könnte. Ist ja auch logisch. Wieso denn auch, sich mit dem auseinander zu setzten was andere glauben und damit zu riskieren, Anhänger zu verlieren, wenn man von vorne herein sagt, dass solche Leute mit dem Teufel kooperieren. Und eins hat uns doch die Geschichte gezeigt, darin ist die christliche Kirche unangefochtener Weltmeister.

Darky Offline




Beiträge: 87

26.09.2005 14:29
#9 RE: RE:Satanismus FAQ antworten

Der pathologische Satanismus
Eine grosse Zahl von Berichten angeblich Betroffener sind nicht Beschreibungen tatsächlicher Widerfahrnisse, sondern Symptom einer Erkrankung zumeist paranoid-schizophrenen Typs. Zum pathologischen Satanismus gehören auch Verbrechen, die infolge psychischer Erkrankung der Täterschaft begangen und (sekundär) mit Satanismus motiviert wurden. Der pathologische Satanismus zeigt manifeste psychische Problematik in Verbindung mit spärlichem oder gar bloss behauptetem Satanismus.

Also auch ne Art Wahn Satanismus ausgelöst durch Krankheiten/Verwirrung etc..
Gibt so viele Arten die kann man gar nicht alle aufzählen, was ich gepostet hatte waren ne Art Hauptgruppierung wenn mans so sehen will...

Bellerophon, dem kann ich nur zustimmen ^^
Mal davon abgesehen dass es in jeder Religion irgendwelche Irre gibt, nur was klingt intressanter für die Medien? Ein Christ der seine Frau umbringt oder irgendwelche dahergelaufenen, schwarz angezogene Leute die meinen Satanisten zu sein und einen Ritualmord begehen?
Das ist doch eigentlich der einzige Grund wieso Satanismus so verrufen ist, es klingt für die Medien intressanter und die Kirche redet es sowieso schlecht (im Prinzip sind wir ja sowas wie ne Art Feind, werft uns auf den Scheiterhaufen ;) )
Ich denke man muss sich mit allem Mal beschäftigt haben um sich ein wirkliches Urteil bilden zu können.
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Astaroth Offline




Beiträge: 35

22.11.2005 20:00
#10 RE: RE:Satanismus FAQ antworten

hey darky den text haste aber nicht selber geschrieben ; )

schönen tach noch

ps ich weiß wo der her ist

Darky Offline




Beiträge: 87

23.11.2005 11:26
#11 RE: RE:Satanismus FAQ antworten

lol, danke für den hinweis aber ich glaube das ist jedem klar xD ich kann sachtexte nicht sonderlich gut schreiben deshalb hab ich n stück kopiert und dann mein statement dazu abgegeben
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Astaroth Offline




Beiträge: 35

23.11.2005 14:32
#12 RE: RE:Satanismus FAQ antworten

ne ich war nur 5 minuten vorher auf der seite wo du ihn herhast
ps mach ich auch meist so
"Die Religion ist daher so wenig ein Besserungsmittel des Menschen, daß sie vielmehr ihn zur Verstellung vor sich selbst, zum Selbstbetrug verführt, indem sie seinem Glauben und Handeln andere Motive unterlegt, als in Wahrheit zugrundeliegen."

Darky Offline




Beiträge: 87

23.11.2005 15:56
#13 RE: RE:Satanismus FAQ antworten

bin noch jung und unerfahren und kann fremdwörter nich ausstehn xD dann doch lieber kopieren bevor man irgendnen müll textet ö.ö
war glaub ich die erste seite bei den ergenissen
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Atrox Offline



Beiträge: 37

26.12.2005 21:10
#14 "LaVey-Satanismus" antworten
In Antwort auf:
Früher war der Satanismus eine Gegenreligion zum Christentum. Der heutige Satanismus ist das nicht mehr. Es gibt zwar viele Gruppierungen, doch ist wahrscheinlich der laveyische Satanismus der verbreitetste. LaVeys Satanismus ist eine Glaubensstruktur, die auf seiner Satanic Bibel basiert. Es ist der Glaube an einen Selbst anstatt eine höhere Energie. Das Ganze ist ein personifiziertes Konzept, das sich individuell anpassen lässt. Das hat also nichts mehr mit einer Gegenreligion zu tun. Auch wird der Teufel nicht angebetet. Die heutigen Satanisten glauben weder an Gott noch an Satan. Sie personifizieren ihn höchstenfalls bei Ritualen, aber auch nicht mehr. Weiter wird Satan auch als die Naturkraft betrachtet, aber keinesfalls als irgendein höheres Wesen. Die heutigen Satanisten finden Religionen für überflüssig und die einen verachten Religionen sogar zu tiefst. Die Bezeichnung Satanismus dient nur als Opposition zu den Religionen dieser Welt. Man braucht auch kein Mitglied einer satanistischen Gruppierung zu sein, um sich Satanist zu nennen.

Also der "LaVey-Satanismus" ist der größte Schwachsinn nach dem Christentum und den Moslems der mir je unter die Augen gekommen ist. Homo est Deus - Der Mensch ist Gott - das mag vieleicht Stimmen, aber wenn ich mir die Homepage der Church of Satan ( http://www.churchofsatan.com ) und ihre ganzen wiedersprüche lese habe ich nicht mehr für die über als ein rausgezwungenes Lächeln. Sie nennen sich "elitär", aber für mittlerweile 200$ ist man "im Geschäft" und ebenfalls in der Elite *lol*. Wäre es eine Elite, dan würden sie ihre Mitglieder ganz genau aussuchen und nicht jeden nehmen, der das passende kleingeld auf dem Tisch legt. Aber das ist typisch CoS! Und noch unverständlicher sind die Anhänger des LaVey-Satanismus! Ein haufen Idioten die im Leben nix erreichen, 200$ zahlen und dann gleich "schwer erfolgreiche" Menschen sind, dabei sind sie, wenns hoch kommt Grade mal Gabelstaplerfahrer-Vorarbeiter, Schulmeisterschaft-Footballsieger oder Zeitungsausträger, wenn man nicht grade ein Mitglied namens Marilyn Manson o.ä. ist, die nur so hoch gekommen sind, weil sie genügend geld aufm konto haben und die kirche in schlechten zeiten aus der scheiße reißen könnten, denn diese menschen haben teilweise bis zu dreistellige millionenbeträge auf dem konto. Und wenn mansich mal die Mitglieder der CoS mal anguckt, dann fällt einen wirklich nix mehr *fg* Die stehen eher auf fasching und halloween als auf philosophische Inhalte und magische inhalte. was sagt mir das?! Es ist eine Gruppe die ihre eigene unzurechnungsfähigkeit hinter den deckmantel des satanismus verstecken wollen.

Prometheus Offline




Beiträge: 392

27.12.2005 05:44
#15 RE: "LaVey-Satanismus" antworten
In Antwort auf:
Moderner Satanismus bedeutet:

- Ästhetik
- Atheismus
- Auflehnung
- Befriedigung (intellektuell, körperlich etc.)
- Egoismus
- Elitarismus statt Egalitarismus
- Hedonismus
- Humanismus
- Humor
- Individualismus
- Körperkult (statt Körperfeindlichkeit und Naturentfremdung)
- Magie und Meditation statt Gebet (Bezogen auf den rituellen Satanismus)
- Materialismus
- Relativismus
- Selbstentfaltung
- Unverblümte Wahrheit statt relig. Heuchelei und Dogmen
- Wissenschaft (insbes. Darwinismus, Psychologie, Neurowiss.)
- Zweifel


Klingt alles sehr anprechend, außer dem elitären Egoismus.
Die egozentrische Ausrichtung hat mich bisher immer am meisten am Satanismus abgestoßen. Ich bin ja ein großer Anhänger eines symbolischen Luzifers, dem Sinnbild für den rebellischen Kritiker, der alles erst einmal in Frage stellt. Um dem Ausdruck zu verleihen, trage ich bereits seit Jahren ein Luzifer-Pentagramm und habe mir sogar eines tatowieren lassen. Allerdings glaube ich, an das sich Erkennen im anderen und denke nicht, dass eine Gesellschaft nur aus elitären Egoisten bestehen kann, ohne das sie zwangsläufig zerbricht. Zudem schreckt mich innerhalb der satanischen Bewegung auch die zum Teil offensichtliche Nähe zum Faschismus und seinem Sozial-Darwinismus.


Zu vieles missriet ihm, diesem Töpfer, der nicht ausgelernt hatte! Dass er aber Rache an seinen Töpfen und Geschöpfen nahm, dafür dass sie ihm schlecht gerieten, - das war eine Sünde wider den guten Geschmack. Friedrich Nitzsche

Atrox Offline



Beiträge: 37

27.12.2005 13:55
#16 RE: "LaVey-Satanismus" antworten

In Antwort auf:
Klingt alles sehr anprechend, außer dem elitären Egoismus.
Genau, die Elite! Für mittlerweile 200$ gehört man dann auch zur Elite

Coyote Offline




Beiträge: 30

18.01.2007 15:37
#17 RE: "LaVey-Satanismus" antworten

Etwas rumgesurft und direkt auf diesen Beitrag gestoßen, den ich sehr lesenwert fand. Daher hier sozusagen mein Initialpost:

Ohne die Seite zu kennen oder besucht zu haben, die Darky als Quelle verwendet hat, finde ich mich in einem Teil durchaus wieder und bin zugegebenermaßen erstaunt, daß es für meinen persönlichen Satanismus tatsächlich eine Definitionsform gibt. Aber da ich mich selbst so oder so gerne als philospophischen Satanisten bezeichnet habe ist es passend und akzeptabel.
Auch wenn das Thema bereits über ein Jahr alt ist möchte ich aber neben dem Dank für den lesenwerten Beitrag noch eine Korrektur einfügen:
Ich habe mich mal eine Weile mit der CoS beschäftigt und hatte Kontakt zu mehreren Mitgliedern. Und ich würde durchaus unterschreiben, daß sie neben der Zahlung eines Obulus noch weitere Auswahlkriterien haben. Ich konte mich selbst davon überzeugen, daß man nicht einfach etwas Geld überweist und dazu gehört, sondern das man recht gründlich unter die Lupe genommen wird.
Letztendlich habe ich die Entscheidung gegen einen Beitritt von mir aus gefällt bevor man mir eine Zu- oder Absage erteilt hat, aber ich denke man hätte mich abgelehnt, denn im Grund habe ich während des gesamten Kontaktes aus der Position des Skeptikers heraus argumentiert. Ich habe aggressiv hinterfragt und sicherlich auch angegriffen und muß anerkennen, daß man mir mit Argumenten begegnet ist, wenn es angebracht war.
Sicherlich war auch Gleichmut dabei, aber wenn jemand zu mir kommt und mein Zuhause in Frage stellt udn angreift wäre es mir auch zu blöd jeden einzelnen meiner Beweggründe zu erläutern. Immerhin ist es meine Privatangelegenheit.
In gewisser Weise hat die Diskussion mit dem Kontakt mir sogar gehofen mehr über mich zu erfahren, oder genauer gesagt Erkenntnisse über mich in klareren Begriffen zu sehen und zu benennen. Und dafür bin ich sogar dankbar, weswegen ich jetzt für die CoS in die Bresche springe.
Ich teile nicht deren Vorliebe für die Ritualisierung. Wohl weil ich ein Mensch bin der Rituale generell eher ablehnt. Und je mehr 'Brimborium' sie enthalten desto weniger behagen sie mir. Da bin ich Naturalist... ;)

Aber davon abgesehen verstehe ich den elitären Hintergedanken sehr gut und ich behaupte, daß sehr viele menschen ihn eigentlich teilen. Zumindest diejenigen, die überdurchschnittlich intelligent sind und sich von der Masse zumindest im Geiste unterscheiden.
Die Gebühr ist nach meinem Verständnis ein Schutz gegen Massenbeitritte mittelloser Pseudo-Satanisten. Und auch das verstehe ich sehr gut. Im Grunde ist es ebenso ein Schutzmechanismus wie die abschreckende Wirkung der Begriffe der CoS selbst.

Aber gut. Ich bin nicht mal sicher ob diesen Beitrag jemand lesen wird, daher will ich nicht zu viel schreiben.
Eines fehlt mir in der Aufzählung aus dem ersten Post allerdings noch: Altruismus.
Genauer 'intelligenter Altruismus'. Der erwächst nämlich automatisch aus dem Verständnis, daß jeder Mensch entwickeln muß, wenn er sich mit der Philosophie beschäftigt. Und es ist nicht aktiver, samaritermäßiger Altruismus gemeint, sondern das theoretische Verständnis des Konzeptes und die Erkenntnis des Platzes der eigenen Spezies im Gefüge und des besten Weges für sie im evolutionären Sinne verglichen mit dem aktuell beschrittenen Weg.
Und wenn man diesen Punkt akzeptiert führt er letztendlich zum wichtigsten Punkt:
Ein Satanist versteht die Logik und erkennt sie oder ihre Abwesenheit. Ganz gleich was er damit anfängt...

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

18.01.2007 16:39
#18 RE: "LaVey-Satanismus" antworten

Ich habs gelesen und finden deinen Beitrag gut aufgebaut und einleuchtend, auch wenn ich aus einer völlig anderen Richtung komme.

Hast du nicht Lust auch mal in den anderen Unterforen deine Meinung einzubringen?




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Coyote Offline




Beiträge: 30

18.01.2007 16:46
#19 RE: "LaVey-Satanismus" antworten
Werde und will ich gerne, soweit es meine Zeit zuläßt...
Die ist leider einer der entscheidenden Faktoren in meinem Leben und widersetzt sich standhaft allen Bemühungen sich meinem Willen zu beugen.

Never take a look into old Coyotes eyes without being prepared to loose yourself inside.

Vitalie Offline




Beiträge: 7

26.04.2008 10:08
#20 RE: Satanismus FAQ antworten

Tut mir leid aber ich muss das in english sagen:As far as i know the word ''Satanism'' comes from Herbrew language and means ''opposer'' thank.

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

26.04.2008 12:19
#21 RE: Satanismus FAQ antworten

<Tut mir leid <

Das braucht dir wirklich nicht leid zu tun.

----------------------------------------------------

contra principia negantem disputari non potest
http://de.wikipedia.org/wiki/Contra_prin...tari_non_potest

Lukrez Offline




Beiträge: 5.460

28.04.2008 21:28
#22 RE: Satanismus FAQ antworten

Jetzt frage ich aber mal ganz dumm:
Welchen Sinn macht Satan oder Satanismus ohne Gott/Götter?
Der Widersacher braucht doch einen Widersacher!
Ich gebs ja zu - das Thema ist mir vollkommen fremd und ich fand des auch immer todlangweilig.


__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

29.04.2008 08:27
#23 RE: Satanismus FAQ antworten

Lieber Lukrez,

todlangweilig ist anders, denn soviele Religionen es gibt,
soviele Arten des Satanismus scheint es zu geben.

Welchen Sinn Satan ohne Gott macht? Ganz einfach: Genau
den selben Sinn, wie eine Religion mit Gott/Göttern, die
ganz ohne einen Bösewicht/Satan auskommt.

Ein gutes Beispiel ist eine Form des Hinduismus, wo es
keinen Satan gibt, weil die Götter ihre dunkelen Seiten
haben. Dort sind die Götter so menschlich, dass es einen
Satan nicht braucht, um Menschen sich selber näher zu
bringen.

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Coyote Offline




Beiträge: 30

29.04.2008 09:40
#24 RE: Satanismus FAQ antworten

Also nach meiner pesönlichen Meinung macht Satanismus nur und ausschließlich ohne Gott/Götter Sinn.
Der LaVey-Satanismus wurd zwar für Amerikaner gemacht, die wahrscheinlich überwiegend an einen existenten Satan glauben dürften, aber ich glaube aus den zugehörigen Veröffentlichungen herauszulesen, dass auch der Autor selbst nicht an einen Satan im göttlichen Sinne glaubt, sondern an Satan und Gott in jedem Individuum. Und dieser These schließe ich mich vollumfänglich an, denn ich glaube nicht an Götter oder Teufel, sondern an die Göttlichkeit und Teuflischkeit des Menschen ganz ohne fremdes Zutun.
Das sind aber eher private Gedanken, während der LaVey-Satanismus auch eine öffentliche Komponente hat: Die Ablehnung der Kirche, spezifisch der Katholischen. Hier will er sozusagen eine Gegenbewegung schaffen und ich gebe zu, dass ich auch damit sympathisiere, denn ich kann beim besten Willen nichts außer ein paar hohlen und in keinster Weise umgesetzten Platitüden der Gutmenschlichkeit in diesem Verein erkennen und finde die herangehensweise des Satanismus ehrlicher, menschlicher und schlußendlich auch durchaus altruistischer und lebensbejahender.
Solange es also die katholische Kirche im speziellen noch gibt, werde ich wohl ein Satanist bleiben, obwohl ich ein fast absoluter Nihilist bin.

_______________________________________________
Never take a look into old Coyotes eyes without being prepared to loose yourself inside.

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

29.04.2008 15:31
#25 RE: Satanismus FAQ antworten

In Antwort auf:

aber ich glaube aus den zugehörigen Veröffentlichungen herauszulesen, dass auch der Autor selbst nicht an einen Satan im göttlichen Sinne glaubt, sondern an Satan und Gott in jedem Individuum.


Das bedeutet, dass jeder Mensch das "Gute und das Böse" in sich trägt.
Da stimme ich dir zu!
Kann sich der Mensch einfach so zum Guten wenden?
Was ist mit diesen Menschen, die anderen immer helfen wollen?

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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