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Dieses Thema hat 52 Antworten
und wurde 4.158 mal aufgerufen
 Hinduismus, Buddhismus und Taoismus
Seiten 1 | 2 | 3
Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

15.11.2009 15:31
#26 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Die Wissenschaftler müßten sich auch klar werden wieviele Menschen im Namen der Wissenschaft und des Humanismus drauf gegangen sind,und welche tötlichen und versklavenden Sachen daraus entwickelt wurden,also die brauchen gar nicht meckern das es Menschlicher wäre.
Aviel

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.028

15.11.2009 15:43
#27 Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Aviel
Die Wissenschaftler müßten sich auch klar werden wieviele Menschen im Namen der Wissenschaft und des Humanismus drauf gegangen sind,und welche tötlichen und versklavenden Sachen daraus entwickelt wurden,also die brauchen gar nicht meckern das es Menschlicher wäre.

Welche? Meinst du die Atombombe? Die technologische Entwicklung hat auch seine Schattenseiten. Aber immer noch besser Entwicklung als keine Entwicklung. Immerhin haben Wissenschaft und Aufklärung uns alle in ein besseres Leben der Demokratie und der Bereitschaft zu einem perpamentem Fortschriff geführt! Religiöse Führung (siehe Antike bis zum Mittelalter) hat zu Rückschritten geführt. Warum haben die islamischen Regionen ihre ehemals führende Rolle in der Wissenschaft an den Westen abgegeben? Geklaut können wir denen sie nicht haben...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

15.11.2009 15:44
#28 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

nicht uns allen nur dem reichen Westen aber die anderen 90 % sind unterversorgt und haben nicht mal wasser
Aviel

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.028

15.11.2009 15:55
#29  Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Aviel
nicht uns allen nur dem reichen Westen aber die anderen 90 % sind unterversorgt und haben nicht mal wasser

Die Wissenschaft kann nicht alles, nicht hier und heute. Das sagt sie aber auch. Die Politik kann nicht alles. Aber euer Gott kann das doch! Warum tut er denn nix? Wir tun alles, was in unserer Macht steht! Warum nicht er? Ach ja, richtig: Weil wir böse sind! Dann mecker nicht dauernd über die Wissenschaft. Den Nichtstuer zu lobpreisen und die Leistungsträger permanent zu verdammen - das ist nicht moralisch, nicht ethisch. Ich kann diese Haltung nicht nachvollziehen.

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Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

15.11.2009 16:03
#30 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

ich ja auch nicht Geld ist der Mittelpunkt sonst nix
Aviel

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.028

15.11.2009 16:18
#31 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Aviel
ich ja auch nicht Geld ist der Mittelpunkt sonst nix

Geld statt Gott. Das hört sich ja schon mal realistisch an... Glückwunsch, Aviel! Du meinst den Kapitalismus? Auch dagegen kann man was tun... Aber nicht beten.

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Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

15.11.2009 16:30
#32 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

http://www.youtube.com/watch?v=XXrZCijqEA8

der glaubt auch die Deutsche Bank

Aviel

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.028

15.11.2009 16:37
#33 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Aviel
der glaubt auch die Deutsche Bank

Nee - an die MENSCHEN! Nicht an GOTT, nicht an die Freien Kräfte des Marktes, nicht an irgendwas Mystisches - nur an die MENSCHEN!

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Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

15.11.2009 16:41
#34 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

ne er glaubt an das wichtigste würden da mehr dran glauben sehe die Welt anders aus

http://www.youtube.com/watch?v=30veJxrgX6I&feature=fvw

aviel

Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

15.11.2009 16:55
#35 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Walter
In bezug auf den Buddhismus muss man natürlich berücksichtigen, dass er atheistisch ist, also keine übergeordneten Instanzen kennt - dies ist auch eine Bedeutung, die "das Göttliche" haben kann. Diesen Begriff gibt es im Buddhismus so zudem nicht, genausowenig wie etwas äußeres "Göttliches", mit dem man in Verbindung treten müsse. Zur Mystik gefällt mir dieser Text gut.

Ist der Buddhismus tatsächlich atheistisch?
Zum Text gleich mal etwas Kritik:

"Im Christentum wird die Tugend der Geduld besonders in einem Gleichnis erwähnt. Wird man auf eine Wange geschlagen, sollte man auch die andere hinhalten."

Dieses Gleichnis hat doch überhaupt nichts mit Geduld zu tun, jedenfalls nicht vorrangig. Zunächst ist es eine gute Methode, um dem Gegner die Aggresivität zu nehmen oder zumindest abzuschwächen. Er wird stutzen und nicht weiter schlagen, jedenfalls wenn er noch etwas merkt. Es zeigt auch "Ich werde mich nicht mit dir schlagen", also Friedenswille. Und vielleicht ist es auch eine Geste des Erduldens, "Schlag mich ruhig, das macht mir nichts. Mein Herr hat am Kreuz viel mehr erduldet, damit du und ich und wir alle errettet werden..." Etc etc. Mit einer "gewissen Gelassenheit des Geistes" hat das sicher nicht viel zu tun, jedenfalls nicht vorrangig. Ich stufe das als Verteidigungstaktik ein. Du kannst es übrigens auf betreffenden Seiten auch so ähnlich nachlesen. Es zeigt aber auch, dass der Redner nicht allzuviel Einfühlungsvermögen und Kenntnisse hat.

Weiterhin sehe ich es ganz und gar nicht so, dass "Liebe und Mitgefühl auf der Geduld aufbauen". Es sind imo zwei völlig andere Tugenden. Wobei, nichts gegen Geduld, Liebe und Mitgefühl. Geduld ist etwas, was mit meistens fehlt.

Die dort erwähnte Bedeutung von Mystik aus dem "Wörterbuch der philosophischen Begriffe" stimmt übrigens nahezu mit der von Wahrig überein, und wieder "göttliche Erleuchtung". Aber Buddhismus ist ja Religion ...

Gläubige können jetzt mal staunen, was ein alter Atheist so alles in Sachen Christentum drauf hat! Tja, alte Schule eben und eine christliche Frau, zwei bekannte bzw. verwandte Pfarrer und viele viele Christen in der Verwandt- und Bekanntschaft.

♦ Klimsch, Kritiker ♦

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„Die Kunst weise zu sein ist die Kunst zu wissen, was man übersehen hat.“ (William James)

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

15.11.2009 18:08
#36 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten


Zum alttibetischen System: Colin Goldner und Konsorten sind keine gültigen Quellen.

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

15.11.2009 18:19
#37 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Klimsch
Ist der Buddhismus tatsächlich atheistisch?


Ja. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus#Buddhismus und http://de.wikipedia.org/wiki/Religion#Theismus_und_Atheismus.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.11.2009 18:52
#38 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Hallo Walter,

Als ich auf dich (zwei Beiträge vorher) antworten wollte und dich dazu zitieren, habe ich ohne es zu merken statt auf antworten auf editieren geklickt.
Gemerkt habe ich es erst nach dem Speichern. Nun ist leider von deinem Beitrag nur das übriggeblieben, was ich zitieren wollte.

Falls du den irgendwo noch vorgeschrieben hattest, könnte er wieder eingesetzt werden, sonst bleibt leider nur, ihn noch mal neu zu schreiben.

Ich bitte dich vielmals um Entschuldigung.

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

15.11.2009 18:57
#39 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Ein Glück, dass ich längere Beiträge immer speichere. Da zahlt sich meine Selbstverliebtheit mal aus. Also, hier ist er:

Zitat von Gysi

Zitat von Walter
Dass der Buddhismus missbraucht werden kann, ist seinen authentischen Vertretern seit jeher bewusst gewesen, angefangen beim Buddha selbst.

Kannst du mir eine Antwort auf meine vor ein paar Tagen gestellte Frage geben? =><blockquote><font size="1">Zitat von Gysi


Der Dalai Lama redet doch gerne von Demokratie und lobt unsere Werte. Wie sah der Mönchsstaat Tibet bis zur chinesischen Okkupation 1950 aus? Der Dalai Lama redet nie darüber. Dann müssen wir davon ausgehen, dass er diese verlorengegangenen Verhältnisse wieder herstellen will!


Zum alttibetischen System: Colin Goldner und Konsorten sind keine gültigen Quellen. Siehe http://www.religionsforum-wogeheichhin.d...-Lama-II-6.html.

Außerdem stimmt es nicht, dass der Dalai Lama nicht darüber redet. http://www.taz.de/nc/1/politik/asien/art...Hash=f0496a0e8d: "Hier sei auch daran erinnert, dass Tibet vor 1950 keineswegs eine harmonische, auch nur annähernd demokratische, sondern eine stark hierarchisch organisierte Klassengesellschaft war, die selbst der Dalai Lama als "feudal" charakterisiert hat [...]."

Wer mehr wissen will, lese von Brück, Mary Craigs "Tränen über Tibet" (München 1994) und diese Diskussion: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Tendzin_Gyatsho_(Dalai_Lama)#Stern-Titel_.C3.BCber_Gyatso:_Feudalismus.2C_Shugden-Verbot.2C_Zensur.2C_CIA_etc.
(man muss den ganzen Link kopieren; irgendwie wird nur die Hälfte verlinkt)
Auch nicht schlecht: http://tibetfocus.com/2009/03/05/%C2%ABt...onsfigur%C2%BB/

Dein Vorwurf, Gysi, ist ein echter Klassiker. Der Dalai Lama hat doch schon 1988 die Unabhängigkeit Tibets zugunsten einer "echten Autonomie" innerhalb Chinas Staatsgrenzen aufgegeben! Und schon Deng Xiaoping sagte in Bezug auf tibet: "Wir können über alles reden, nur nicht über die Unabhängigkeit". Also erinnert der Dalai Lama die chinesische Re4gierung seit Jahrzehnten an ihre eigenen versprechen und Zusagen ("Autonome Region Tibet"). Wer da noch über Pläne zur Rückkehr der alten Verhältnisse spekuliert, ist wohl tatsächlich Goldner auf den Leim gegangen. Der Rest steht in den Links oben.

Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

15.11.2009 19:21
#40 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Walter

Zitat von Klimsch
Ist der Buddhismus tatsächlich atheistisch?

Ja. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus#Buddhismus und http://de.wikipedia.org/wiki/Religion#Theismus_und_Atheismus.


Tut mir leid, Meyers Lexikon (1997) sagt dazu:

"Die von Buddha in Nordindien gestiftete Religion..." Weiter ist zu lesen, "Erkenntnis als 'dreifaches Wissen': Erinnerung an die früheren Geburten, Erkenntnis des Gesetzes von Karma, Erkenntnis der '4 edlen Wahrheiten'. Sie vermag jeden Einzelnen durch völlige Selbstäußerung aus dem Kreislauf der Geburten (Samsara) zu lösen..." Weiter: "Im 3. Jhdt.v.Chr. wurde der B. unter König Aschoka Staatsreligion erklärt. Von da an begann eine ausgedehnte Missionstätigkeit." und "Der B. verspricht Erlösung und zählt auf die tätige Hilfe vieler Buddhas und Bodhisattvas (Erleuchtungswesen)."

Was ist das also anderes als eine handfeste Religion? Natürlich anders als die uns sonst bekannten, und er ist durch Toleranz geprägt. Wie die allerdings mit der Missionierung zu vereinbaren ist, ist mir auch ein Rätsel.

Vielleicht sagen die Buddhisten ja nur deshalb, es sei keine Religion, weil ihr euch von den übrigen Religionen abgrenzen wollt. Selbst wenn von keinem Gott die Rede ist, mystische Begriffe und Wesen oder eine mehrmalige Wiedergeburt sind genug Indizien für eine Religion.

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„Die Kunst weise zu sein ist die Kunst zu wissen, was man übersehen hat.“ (William James)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.11.2009 19:37
#41 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Uff, da hab ich ja Glück gehabt.

Nun wieder zu den Trimondis. Die sind ja durchaus als Bewunderer des Dalais und des Buddhismus gestartet. Ihnen vorzuwerfen, sie hätten bewusst einseitig recherchiert, dürfte damit kaum möglich sein. Höchstens, dass ihnen dabei Fehler unterlaufen sind. Was in Einzelfällen ja durchaus sein kann. Wenn es um geheime Riten usw. geht sind Fehler immer möglich. Für mich sind sie jedenfalls glaubwürdig genug um auch dem Lamaismus äußerst kritisch gegenüber zu stehen, der sich ja doch vom z.B. japanischen Buddhismus deutlich abhebt.

http://www.jesus.ch/index.php/D/article/...des_Buddhismus/

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

15.11.2009 19:40
#42 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

In Antwort auf:
Man hat viel darüber diskutiert, ob der Buddhismus eine Religion oder eine Philosophie sei. Die Frage ist nie entschieden worden. Stellt man sie mit diesen Worten, ergibt sie nur für einen Menschen aus dem Westen einen Sinn. Nur im Westen ist die Philosophie ein reiner Wissenszweig wie die Mathematik oder die Botanik. Nur im Westen ist der Philosoph ein Mann, im allgemeinen ein Professor, der während des Unterrichts eine bestimmte Lehre studiert, aber, einmal daheim, genauso lebt wie sein Notar oder sein Zahnartz, ohne dass die Lehre, die er unterrichtet, den geringsten Einfluss auf sein Verhalten im Alltag hätte. Nur im Westen ist die Religion bei der großen Mehrheit der Gläubigen ein abgegrenzter, kleiner Bereich, den man an bestimmten Tagen öffnet, zu gewissen Stunden oder unter genz bestimmten Umständen, die man aber sorgfältig wieder verschließt, bevor man handelt. Auch im orient gibt es Lehrer der Philosophie. Dort ist ein Philosoph aber ein spiritueller Meister, der seine Lehre, umgeben von Schülern, die sich sn seinem Vorbild orientieren wollen, lebt. Seine Lehre ist nie bloß intellektuelle Neugierde. Sie hat nur Wert in ihrer Verwirklichung. Wozu soll es gut sein, sich künftig zu fragen, ob der Buddhismus eine Philosophie oder eine Religion ist? Er ist ein Pfad, ein Weg des Seelenheils, der den Buddha zum Erwachen führte. Er ist eine Methode, ein Mittel, um über intensive geistige und spirituelle Arbeit zur Befreiung zu gelangen.

(André Migot, Le Bouddha, 1990)

Wenn man nach äußeren Formen geht wie Riten, Kunst etc., würde man von einer Religion sprechen, und im Bereich der Vergleichenden Religionswissenschaft muss man das sicher auch. Der Buddhismus sieht schon sehr nach Religion aus, kann ihr aber nicht wirklich zugeordnet werden, da er empirisch angelegt ist: es geht um die Erforschung des eigenen Geistes. Der Buddha hat die Leute immer dazu aufgefordert, nichts blind zu glauben, und alles, was er sagt, genau zu prüfen. Man soll ja nicht einfach an Wiedergeburt, Bodhisattvas etc. glauben, sondern dies alles selbst untersuchen. wenn man zu dem Schluss kommt, dass die Lehre des Buddha sinnvoll sei, könne man ihr gerne folgen, wenn man zu dem Schluss kommt, dass sie nicht sinnvoll sei, solle man sich ihr nicht zuwenden. Siehe:

"Geht, Kālāmer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters! Wenn ihr aber, Kālāmer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind unheilsam, sind verwerflich, werden von Verständigen getadelt, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden', dann o Kālāmer, möget ihr sie aufgeben."

(http://www.palikanon.de/angutt/a03_062-066.html, ab "A.III. 66 Die Rede an die Kālāmer")

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

15.11.2009 19:51
#43 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Uff, da hab ich ja Glück gehabt.
Nun wieder zu den Trimondis. Die sind ja durchaus als Bewunderer des Dalais und des Buddhismus gestartet. Ihnen vorzuwerfen, sie hätten bewusst einseitig recherchiert, dürfte damit kaum möglich sein.


Natürlich ist das möglich - sie haben sich ja auf die Fahnen geschrieben, mit der "Bewunderung" Schluss zu machen. Ihre Thesen richten sich stark gegen den (insbesondere tibetischen) Buddhismus; sie werfen ihm eine Reihe höchst negativer Seiten vor, also ist es möglich, dass sie bewusst einseitig recherchiert haben. Genausogut, wie du hier die Trimondis mit einem Hinweis auf ihre Vergangenheit entlasten willst, könnte man die Anti-Dalai-Lama-Titelgeschichte des Stern (hierzu: http://www.religionsforum-wogeheichhin.d...message=3107626) entlasten mit dem Hinweis, früher sei die Zeitschrift doch im "erleuchteter Gottkönig aus dem geheimnisvollen Tibet"-Zug mitgefahren. Was Trimondis persönlichen Bezug zum Thema angeht, solltest du dir http://www.religionsforum-wogeheichhin.d...message=3107626, S. 76 f., zu Herzen nehmen, wie sowieso den ganzen Artikel.

Und, Bruder Spaghettus: Was könnte dich dazu bringen, auf einen Text von jesus.ch (!) als Quelle zu verweisen? Doch wohl nur, wenn in diesem Text eine andere "Religion" fertig gemacht wird, und das noch auf Trimondi/Goldner-Niveau?

Genug für heute, Walter kehrt sich vom Bildschirm ab. Gute Nacht und bis morgen!

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

16.11.2009 08:49
#44 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Walter

Und, Bruder Spaghettus: Was könnte dich dazu bringen, auf einen Text von jesus.ch (!) als Quelle zu verweisen?



Na, ganz einfach. Deine Behauptung, die Trimodis würden überall als falsch anerkannt und deine Frage, ob es nur einen einzigen gäbe, der das nicht tut. Da hab ich einfach das erste beste genommen, was deine Behauptung widerlegt.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.028

16.11.2009 09:57
#45 Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Walter
Wer da noch über Pläne zur Rückkehr der alten Verhältnisse spekuliert, ist wohl tatsächlich Goldner auf den Leim gegangen.

Was soll das denn dann werden in Tibet? Eine demokratisch-lamaistische Republik? Mir fällt auf, dass der Dalai Lama sich über seine Konzepte für die Zukunft Tibets nur sehr dünne äußert - und über seine unmenschliche Vergangenheit auch. Ein zerknirschtes "War wohl ganz schön feudal..." ist für mich keine aufrichtige Vergangenheitsbewältigung, die darauf schließen lässt, dass in Zukunft - in Richtung Humanismus und Demokratie - alles besser wird...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

16.11.2009 17:13
#46 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Gysi

Zitat von Walter
Wer da noch über Pläne zur Rückkehr der alten Verhältnisse spekuliert, ist wohl tatsächlich Goldner auf den Leim gegangen.

Was soll das denn dann werden in Tibet? Eine demokratisch-lamaistische Republik? Mir fällt auf, dass der Dalai Lama sich über seine Konzepte für die Zukunft Tibets nur sehr dünne äußert - und über seine unmenschliche Vergangenheit auch. Ein zerknirschtes "War wohl ganz schön feudal..." ist für mich keine aufrichtige Vergangenheitsbewältigung, die darauf schließen lässt, dass in Zukunft - in Richtung Humanismus und Demokratie - alles besser wird...




Dünne? http://www.tibetjustice.org/materials/tibet/tibet3.html

Was heißt denn bitte "lamaistische Republik"? (Über den Begriff "Lamaismus" haben wir bereits gesprochen.) Echte Autonomie innerhalb des chinesischen Staates und eben kein unabhängiges Tibet, wie du es unterstellst und es viele, gerade junge, Tibeter wollen, ist das keine Ansage?

Wieso unmenschlich? Nochmal: Goldner gilt nicht! Siehe dazu nochmal http://www.religionsforum-wogeheichhin.d...-Lama-II-6.html, http://community.zeit.de/user/mick08/bei...ossen-zum-thema sowie http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Tendzin_Gyatsho_(Dalai_Lama)#Stern-Titel_.C3.BCber_Gyatso:_Feudalismus.2C_Shugden-Verbot.2C_Zensur.2C_CIA_etc. (wieder ganzen Link markieren).

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

16.11.2009 17:22
#47 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

In Antwort auf:
Goldner gilt nicht!



Neuer Beschluss der Bundesregierung? Was die jetzt aber auch zusammenstümpern. Naja, wer hätte von Schwarz-Gelb schon mehr erwartet.

Klar gilt der, selbst wen in Einzelheiten mal was nicht ganz stimmen sollte. Kein Sachbuch ist in allen Einzelheiten richtig. Deshalb zu schlussfolgern, die ganze Sache wäre falsch, ist falsch. Lamaismus ist rückständige, feudalistische Religion. Dafür hat Goldner genug Belege gebracht.

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

16.11.2009 17:26
#48 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus

Zitat von Walter

Und, Bruder Spaghettus: Was könnte dich dazu bringen, auf einen Text von jesus.ch (!) als Quelle zu verweisen?


Na, ganz einfach. Deine Behauptung, die Trimodis würden überall als falsch anerkannt und deine Frage, ob es nur einen einzigen gäbe, der das nicht tut. Da hab ich einfach das erste beste genommen, was deine Behauptung widerlegt.



Falsch: ich habe nicht behauptet, dass Trimondi von keinem anerkannt würden, sondern fragte nur nach den Tibetologen und Religionswissenschaftlern, die ihnen gute Arbeit bescheinigen. Schließlich geht es um die Meinung der Fachleute, nicht um dieses niveaulose, missionarische Geseire Rolf Höneisens von jesus.ch, das qualitativ von jedem Zeugen-Jehovas-Heftchen übertroffen wird, aus einem christlich-fundamentalistischen Blickwinkel geschrieben ist und mir wieder mal vor Augen führt, dass Einstein Recht hatte, als er sagte, dass die Unendlichkeit der menschlichen Dummheit wahrscheinlicher ist als die des Universums.

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

16.11.2009 17:37
#49 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus

In Antwort auf:
Goldner gilt nicht!


Neuer Beschluss der Bundesregierung? Was die jetzt aber auch zusammenstümpern. Naja, wer hätte von Schwarz-Gelb schon mehr erwartet.
Klar gilt der, selbst wen in Einzelheiten mal was nicht ganz stimmen sollte. Kein Sachbuch ist in allen Einzelheiten richtig. Deshalb zu schlussfolgern, die ganze Sache wäre falsch, ist falsch. Lamaismus ist rückständige, feudalistische Religion. Dafür hat Goldner genug Belege gebracht.



Goldner ist einfach nicht zitierbar; deine Schönfärberei hilft da auch nicht weiter. Ich hab dir doch die ganzen Links mehrmals aufgetischt. Seine Rhetorik, die noch aus der Mottenkiste der chinseischen Staatspropaganda stammt, wird von seinen Anhängern einfach kritiklos übernommen. Auch wenn es so aussieht, als hätte Goldner "viele Belege gebracht", sagt das noch nicht, dass seine Thesen stimmen, denn "Qualität ist nicht gleich Quantität" - aber das sagte ich dir ja bereits am 1. 10. 2009 um 16:57 in Bezug hierauf: http://www.amazon.de/review/R3BGCSXIYNPF...e=UTF8&cdPage=1. Auch interessant ist hier der erste (und bisher einzige) Diskussionsbeitrag von "M. Jaeckel" auf der zweiten Seite.
Für Außenstehende, also nicht-Experten wie uns, sieht das alles ganz überzeugend aus, was Goldner da so schreibt, aber wenn man mal wirklich hinterherfragt... siehe Rezension von "Felix Steinebeißer". Aus diesem Grund ist Goldner nicht zitierbar.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

16.11.2009 18:49
#50 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Ja und? Wird etwas richtiger, weil du es schon mal gesagt hast? Ich hatte dir damals widersprochen und tue es noch heute.

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