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Dieses Thema hat 52 Antworten
und wurde 4.114 mal aufgerufen
 Hinduismus, Buddhismus und Taoismus
Seiten 1 | 2 | 3
Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

12.11.2009 19:46
Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

 
Ich las im Buch des weltbekannten Bergsteigers Kurt Diemberger, der noch mit Hermann Buhl gestiegen ist,
"K2 - Traum und Schicksal" Tatsachenberichte einer Frau, der als Mädchen in einer eisigen Höhle mitten im Schnee des Himalaya ein dickes nasses Baumwolltuch auf den nackten Körper gelegt wurde und die erreichen sollte, dass sie es allein mit ihrer Körperwärme, genauer gesagt durch eine tiefe geistige Versenkung und das Rezitieren von Mantras trocknet. "Dort ist es so kalt, dass der Tee, wenn man ihn nicht sofort trinkt, zu Eis gefriert."

Eine weitere Prüfung bestand darin, als 12-jähriges Mädchen zusammen mit weiteren Schülerinnen im Kloster nackt vor dem Lama zu stehen, um seinem Unterricht zu folgen. Sie hatten nur ein Meditationsband, um ihre Yogastellung beibehalten zu können.


Schöne Beispiele für die Unsinnigkeit und die sexuellen Verirrungen, die vor keiner Religion Halt machen. Wer es selbst nachlesen möchte, S. 74, Bruckmann Verlag, 2004.

 

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„Die Kunst weise zu sein ist die Kunst zu wissen, was man übersehen hat.“ (William James)

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

13.11.2009 13:00
#2 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

"Tatsachenberichte"? Hört sich eher nach Schauermärchen an. Aus sowas würde ich nicht gleich "Unsinnigkeit und sexuelle Verirrungen" schlussfolgern. Wenn jemandem tatsächlich Praktiken anvertraut wurden, auf die sich das mit der Körperwärme offenbar bezieht, würde der/diejenige das nicht einfach jedem x-beliebigem Bergsteiger erzählen - diese Praktiken sind nämlich geheim und beruhen auf dem gegenseitigem Einverständnis und innigen Beziehung eines echten Lehrer-Schüler-Verhältnisses. Ein authentischer Lehrer lehrt einem Schüler bzw. einer Schülerin nur Praktiken, die der/diejenige auch bewältigen kann. Hierbei scheint es sich eher um eine weitere Facette des Tibet-Mythos zu handeln.
Wenn die Berichte aber tatsächlich der Wahrheit entsprechen sollten, sollte der "Lama" diesen Titel nicht tragen und kann nicht als würdiger Vertreter des tibetischen Buddhismus (nicht "Lamaismus", der Begriff ist abwertend und wissenschaftlich inkorrekt) angesehen werden. Solche Fälle von Missbrauch soll es leider geben.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.858

13.11.2009 13:41
#3 Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Walter
diese Praktiken sind nämlich geheim und beruhen auf dem gegenseitigem Einverständnis und innigen Beziehung eines echten Lehrer-Schüler-Verhältnisses.

Warum sind die denn "geheim"? Was darf denn die Außenwelt nicht wissen? Es gibt etliche Berichte über die "innigen Beziehungen" der Lamas mit jungen Mädchen - mit sehr jungen Mädchen - die nicht auf eine freie Einwilligung beider Partner in diese hindeuten können... Der emanzipierte Mensch von heute redet von Vergewaltigungen - nicht hin und wieder mal, sondern systematisch und immer wieder!
Der Dalai Lama redet doch gerne von Demokratie und lobt unsere Werte. Wie sah der Mönchsstaat Tibet bis zur chinesischen Okkupation 1950 aus? Der Dalai Lama redet nie darüber. Dann müssen wir davon ausgehen, dass er diese verlorengegangenen Verhältnisse wieder herstellen will!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

13.11.2009 13:43
#4 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Schön, dass du wenigstens zugibst, solche Praktiken können durchaus vorkommen.

Ob sie dann eine verraten hat, die das eigentlich gar nicht verraten dürfte weil sie angeblich geheim sind, ist doch wirklich zweitrangig.

Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

13.11.2009 14:26
#5 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Walter
"Tatsachenberichte"? Hört sich eher nach Schauermärchen an. Aus sowas würde ich nicht gleich "Unsinnigkeit und sexuelle Verirrungen" schlussfolgern. Wenn jemandem tatsächlich Praktiken anvertraut wurden, auf die sich das mit der Körperwärme offenbar bezieht, würde der/diejenige das nicht einfach jedem x-beliebigem Bergsteiger erzählen - diese Praktiken sind nämlich geheim und beruhen auf dem gegenseitigem Einverständnis und innigen Beziehung eines echten Lehrer-Schüler-Verhältnisses. Ein authentischer Lehrer lehrt einem Schüler bzw. einer Schülerin nur Praktiken, die der/diejenige auch bewältigen kann. Hierbei scheint es sich eher um eine weitere Facette des Tibet-Mythos zu handeln.
Wenn die Berichte aber tatsächlich der Wahrheit entsprechen sollten, sollte der "Lama" diesen Titel nicht tragen und kann nicht als würdiger Vertreter des tibetischen Buddhismus (nicht "Lamaismus", der Begriff ist abwertend und wissenschaftlich inkorrekt) angesehen werden. Solche Fälle von Missbrauch soll es leider geben.

Das Buch beinhaltet viele Tatsachenberichte, nicht nur vom Bergsteigen selbst. Würde der Autor da was erfinden, hätten die genannten Akteure längst dagegen protestiert, glaubst du nicht?

Ich muss dazu erklären, dass diese Frau ihre Geschichte nicht dem Bergsteiger erzählt hat (dazu hätte sie sicher zuviel Schamgefühle zu überwinden), sondern seiner Tochter Hildegard Diemberger, die sich viele Jahre in Tibet und im Himalaya als Ethnologin wissenschaftlich betätigt und daher mit sehr vielen Menschen aus diesen Gebieten gesprochen hat. Sie wurde zusammen mit ihrem Mann sogar von einer Familie regelrecht adoptiert, gehörte also quasi zur einheimischen Bevölkerung. Sie schreibt über die Mystik, ist sicher auch als Autorin zu finden. Irgendwo fand ich den Begriff "Tibetische Prinzessin".

Und bei der Sache mit der nassen Wolldecke ging es wohl nicht um praktisches Überlebenstraining, sondern um eine mystische Angelegenheit, ich erwähnte es oben.

Hildegard D. schreibt auf der genannten Seite auch über diese Frau, die Anila hieß:

"Dann spricht sie von den Lehrern, von den Erfahrungen...
Nach dem Unterricht beim Lama im Rong-Puck-Kloster wurde sie oft alleine in eine der Gebirgshöhlen auf 5000 m geschickt, wo sie tagelang das Chö und das Za Lung praktizierte.
Da oben, am Fuß des Everest, hat sie es erlebt... Chö - die rituelle Auseinandersetzung mit allem, was einem Angst macht, und Za Lung - die Kontrolle der Energie durch die "Kanäle des Lebensatems". ...
"

Du sagst es so einfach, dass dieser Lama nicht den Titel verdient hat, aber was machst du mit all den andern heiligen Männern, bei denen ihre sexuelle Lust Kinder verführen lässt? Mit der Mystik - die doch sowieso auch nur Einbildung und damit ziemlicher Humbug und durch eine vernünftige Lebensführung sehr wohl zu ersetzen ist - kann man es nicht entschuldigen. Solche heiligen Männer vergehen sich einfach an den Kindern, ob Mädchen oder Jungen. Wer weiß, ob sie sie nicht auch missbrauchen und diese dann u.U. mit solchen Erlebnissen zu seelischen Krüppeln werden...

Und, Walter, dass solche Praktiken geheim gehalten werden sollen, liegt auf der Hand, nicht? Ab und zu gibt es aber Leute, die zu anderen Menschen soviel Vertrauen haben, dass sie sich ihnen öffnen. Offensichtlich war Hildegard Diemberger eine solche vertrauenerweckende Person.

Ich glaub, das hier betrifft diese Hildegard: Dr. Hildegard Diemberger

 

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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

13.11.2009 16:04
#6 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Das es unter Buddhistischen Mönchen Kriminelle gibt, ist unmöglich auszuschließen.
Die gibt es bei katholischen Priestern und atheistischen Staatenlenkern gleichermaßen.
Symptomatisch für das alte Tibet scheint mir das aber nicht.
Die Stellung der Frau ist durch das Matriachat ungewöhnlich stark, viel stärker als im modernen China.
Die Frau suchte sich ihren Ehemann aus, oder auch zwei, wenn sie das möchte, und sie ging in ein Kloster, wenn sie das möchte, und sie schickte untaugliche Ehemänner wieder nach Hause, und sie konnte ein Kloster jederzeit wieder verlassen.

Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

13.11.2009 16:34
#7 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

 
Habe grad noch was dazu gefunden. Eine Buchbesprechung zu
"HITLER, BUDDHA, KRISHNA
Eine unheilige Allianz vom Dritten Reich bis heute"


"Zeigten die Trimondis in Der Schatten des Dalai Lama, wie sich hinter einer angeblich 'friedliebenden', 'humanistischen' und 'emanzipatorisch-spirituellen' Glaubenslehre eine totalitäre, faschistische, kriegerische, menschenverachtende Ideologie verbirgt (eine 'Buddhokratie' auf der Grundlage des nicht nur frauenverachtenden, sondern frauenzerstörenden Tantrismus), wird nun in 'Hitler, Buddha, Krishna' deutlich, daß umgekehrt im Nationalsozialismus (teilweise auch im italienischen Faschismus) eine Denkweise zum Tragen kommt, die nicht nur mit dem Buddhismus (man denke nur an den 'Zen-Faschismus' Japans oder den faschistischen 'Shambhala-Mythos' des Kalachakra Tantra) und dem Hinduismus (insbesondere in seinem zentralen Text, dem 'Gesang Krishnas', der Bhagavadgita) kompatibel ist, sondern ganz bewußt aus dieser 'indo-arischen' Tradition schöpfte."

 

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Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

13.11.2009 16:45
#8 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

 
Und gleich nochwas nachgelegt:

"Nicht einmal von dem zölibatären, kontemplativen Mönchstum des Lamaismus bleibt bei Goldner viel übrig. Was bisher sicher nur wenigen bekannt war: Der tantrische Weg zur Läuterung geht nach gar nicht so geheimen Vorschriften über allerlei sexuelle Akte. ... Ganz scharf sind die Mönche aber auch auf sogenannte 'Gefährtinnen', je jünger, kindlicher, umso geeigneter. Mit dem Verprechen eines karmischen Gewinns machen sie sich gefügig. Der wahrhaft Erleuchtete allerdings ejakuliert dabei nicht mehr, sondern holt sich aus der Frau nur ihre 'weibliche Energie', um selbst vollkommen zu werden (da die Frau zur Erleuchtung ohnehin unfähig ist)."

Aus einer anderen Buchbesprechung, "Enthüllung eines Denkmals"
bei http://www.gazette.de/Archiv/Gazette-15-...eseproben1.html

Übrigens: Prost! auf die 222!

 

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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

13.11.2009 16:47
#9 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Den Trimondis haben wir viel zu verdanken.
So deckten sie geheimen buddhistische Weltherrschaftspläne
des Dalai Lama auf.
Das alte Tibet hatte bereits 1000 Mann unter Waffen. (Karabiener)
Weitehin wollte der Dalai Lama Geisterkrieger zur Erlangung der Weltherrschaft einsetzen.
Tolle Geschichte, gell?
Alles nachzulesen bei den Trimondies, allias Herbert Rötgen.

Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

13.11.2009 16:49
#10 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Reisender
Den Trimondis haben wir viel zu verdanken.
So deckten sie geheimen buddhistische Weltherrschaftspläne
des Dalai Lama auf.
Das alte Tibet hatte bereits 1000 Mann unter Waffen. (Karabiener)
Weitehin wollte der Dalai Lama Geisterkrieger zur Erlangung der Weltherrschaft einsetzen.
Tolle Geschichte, gell?
Alles nachzulesen bei den Trimondies, allias Herbert Rötgen.

"DER ERSTE HALT FÜR OPFER VON RITUELLEM MISSBRAUCH IM TANTRISCHEN BUDDHISMUS"

Interessant und lehrreich, siehe http://www.free-blog.in/buddhismuskritik/

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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

13.11.2009 16:52
#11 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Es gibt genug Leute, die ihnen durchaus sachgemäße Arbeit bescheinigen.

Wenn du in deiner zweifellos parteiischen Betrachtung hier so völlig falsch wieder gibst, ist das eher ein Zeichen dafür, dass es wirklich stichhaltige Beweise gegen sie nicht gibt.

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

13.11.2009 17:09
#12 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Die Diskussion über Trimondi und Goldner hatten wir schon (ab hier), das Thema ist abgehakt; diese Autoren sind einfach nicht ernst zu nehmen. Als ob ihr das nicht wüsstet, Reisender und Bruder Spaghettus!

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

13.11.2009 17:15
#13 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Es gibt genug Leute, die ihnen durchaus sachgemäße Arbeit bescheinigen.
Wenn du in deiner zweifellos parteiischen Betrachtung hier so völlig falsch wieder gibst, ist das eher ein Zeichen dafür, dass es wirklich stichhaltige Beweise gegen sie nicht gibt.



Ich war nie in einem Tibetischen Kloster und kenne also nur sich widersprechende Schilderungen.
Permanenter Mißbrauch der Frau im Kloster widerspricht aber völlig der säkularen Stellung der Frau im alten Tibet.
Es gäbe da keinerlei Entsprechungen.
Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter, der eine Tibeterin geheiratet hat, haben dergleichen nie berichtet.








Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

13.11.2009 17:30
#14 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Es gibt genug Leute, die ihnen durchaus sachgemäße Arbeit bescheinigen.
Wenn du in deiner zweifellos parteiischen Betrachtung hier so völlig falsch wieder gibst, ist das eher ein Zeichen dafür, dass es wirklich stichhaltige Beweise gegen sie nicht gibt.


Dann leg mal los, Brüderchen: wo sind denn die Tibetologen und Religionswissenschaftler, die Trimondis Werke ernstnehmen? Und was ist mit Schlieter, Brauen, Gruschke und von Brück?

Das hatten wir doch alles schon diskutiert! Trotzdem wird immer wieder auf diesen pseodowissenschaftliche Unsinn verwiesen, um die abstrusesten Meinungen in Bezug auf den Dalai Lama und den tibetischen Buddhismus zu "untermauern"!

Und Reisender, entschuldige bitte: ich hatte nicht erkannt, dass dein Beitrag ironisch gemeint war. Du hattest ja früher schon deine Meinung zu Trimondi gesagt. Bloß hört sich das, was die Anhänger dieser "Theorien" sagen, genauso an...

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

13.11.2009 17:31
#15 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Walter
Die Diskussion über Trimondi und Goldner hatten wir schon (ab hier), das Thema ist abgehakt; diese Autoren sind einfach nicht ernst zu nehmen. Als ob ihr das nicht wüsstet, Reisender und Bruder Spaghettus!



Natürlich sind sie nicht ernst zu nehmen Walter.
Aber Spaghettus, unser Bruder in atheisto, nimmt sie warscheinlich immer noch ernst.

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

13.11.2009 18:03
#16 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

In Antwort auf:
Du sagst es so einfach, dass dieser Lama nicht den Titel verdient hat, aber was machst du mit all den andern heiligen Männern, bei denen ihre sexuelle Lust Kinder verführen lässt? Mit der Mystik - die doch sowieso auch nur Einbildung und damit ziemlicher Humbug und durch eine vernünftige Lebensführung sehr wohl zu ersetzen ist - kann man es nicht entschuldigen. Solche heiligen Männer vergehen sich einfach an den Kindern, ob Mädchen oder Jungen. Wer weiß, ob sie sie nicht auch missbrauchen und diese dann u.U. mit solchen Erlebnissen zu seelischen Krüppeln werden...


Was ich mit solchen Leuten machen würde, ist nicht wichtig - es geht hier darum, ob sexueller Missbrauch, wie er hier möglicherweise stattgefunden hat, buddhistisch zu rechtfertigen ist oder einen Missbrauch auch des Buddhismus darstellt. Letzteres ist der Fall.

Mystik als Humbug? Es gibt Meinungen, die in diese Richtung gehen, aber die moderne Wissenschaft weiß doch nicht genug, um das einfach so behaupten zu können. Wenn es darum geht, was, um eine Formulierung hier aus dem Forum zu übernehmen, "doch schon so gut wie bewiesen" ist, könnte ich auch sagen, dass die Existenz von intelligenten Außerirdischen und deren Kontakt mit Menschen bewiesen ist (siehe Richard L. Thompson: "Begegnungen mit Außerirdischen"). Der Fall ist durchaus vergleichbar: es gibt ernstzuhehmende Hinweise, dass es so sei, nur der Beweis fehlt. Dein Bild einer "vernünftigen Lebensführung" und deine allgemeine Weltanschauung scheinen diesen Nebensatz zu bestimmen.

In Antwort auf:

Und, Walter, dass solche Praktiken geheim gehalten werden sollen, liegt auf der Hand, nicht? Ab und zu gibt es aber Leute, die zu anderen Menschen soviel Vertrauen haben, dass sie sich ihnen öffnen. Offensichtlich war Hildegard Diemberger eine solche vertrauenerweckende Person.


Tantrische Partnerschaft basiert immer auf gegenseitigem Einverständnis. Siehe: Michael von Brück, Religion und Politik in Tibet, Verlag der Weltreligionen 2008. Sollte es sich bei dem von dir angesprochenen Fall tatsächlich um sexuellen Missbrauch oder anderes handeln, was der Frau wirklich geschadet hat, ist es als Missbrauch des Buddhismus zu betrachten. Geheimhaltung von Praktiken hat auch nicht, wie von dir unterstellt, mit Vertuschung von sexuellem Missbrauch zu tun. Von Brück legt all das in Teil III seines Buches gut dar.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

13.11.2009 18:12
#17 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Walter
...es geht hier darum, ob sexueller Missbrauch, wie er hier möglicherweise stattgefunden hat, buddhistisch zu rechtfertigen ist oder einen Missbrauch auch des Buddhismus darstellt. Letzteres ist der Fall.
...Sollte es sich bei dem von dir angesprochenen Fall tatsächlich um sexuellen Missbrauch oder anderes handeln, was der Frau wirklich geschadet hat, ist es als Missbrauch des Buddhismus zu betrachten....


Ja, das kenne wir auch schon von Christen und Moslem. Ein wahrer Christ/Moslem würde so was nie tun.
Das ist ganz einfach das Prinzip vom wahren Schotten.

Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

13.11.2009 18:37
#18 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

In Antwort auf:
Ja, das kenne wir auch schon von Christen und Moslem. Ein wahrer Christ/Moslem würde so was nie tun.
Das ist ganz einfach das Prinzip vom wahren Schotten.



Bruder,da hast du leider recht ,und mit der Aussage hilft man zur unglaubwürdigkeit,nicht sehen,nichts hören nichts wissen.
Was ist so schlimm dran zu sagen wir gehören dazu und haben uns in der Situation falsch verhalten,möchten es aber verbessern,würde glaubwürdiger für mich klingen,als wir haben alle nichts damit zu tun,
mit der zeit wendet man sich dann ab ,weil Leute eben ein Gefühl für Feigheit haben,

Aviel

Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

13.11.2009 18:59
#19 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Walter
Mystik als Humbug? Es gibt Meinungen, die in diese Richtung gehen, aber die moderne Wissenschaft weiß doch nicht genug, um das einfach so behaupten zu können.

Gut, wenn man mit Mystik "das Geheimnisvolle" meint, dann kann man alles mögliche drunter verstehn. Ich gebe mal wieder, was Wahrig dazu sagt:

"Form religiösen Erlebens, in der nach vorbereitender Askese durch Versenkung oder Ekstase innige Verbindung mit dem Göttlichen gesucht wird"

Nach meiner fundierten atheistischen Überzeugung kann es "das Göttliche" nicht geben, höchstens als Einbildung. Also ist die Suche nach der Verbindung mit etwas gar nicht Existierenden schon reichlich absurd, nicht? Das ist etwa so wie die Suche nach dem "heiligen Gral".

Was müsste denn die "moderne Wissenschaft" noch erkunden, damit sie "das Göttliche", also doch wohl Gott, erklären kann?

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Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

13.11.2009 20:20
#20 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Übrigens läuft gerade auf 3Sat ein Film über die Besteigung des K2, um den es im beschriebenen Buch geht.

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Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

14.11.2009 17:06
#21 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus

Zitat von Walter
...es geht hier darum, ob sexueller Missbrauch, wie er hier möglicherweise stattgefunden hat, buddhistisch zu rechtfertigen ist oder einen Missbrauch auch des Buddhismus darstellt. Letzteres ist der Fall.
...Sollte es sich bei dem von dir angesprochenen Fall tatsächlich um sexuellen Missbrauch oder anderes handeln, was der Frau wirklich geschadet hat, ist es als Missbrauch des Buddhismus zu betrachten....


Ja, das kenne wir auch schon von Christen und Moslem. Ein wahrer Christ/Moslem würde so was nie tun.
Das ist ganz einfach das Prinzip vom wahren Schotten.



Es ist nunmal so, dass Missbrauch einer Lehre vorkommen kann - und sei diese Lehre noch so authentisch. Auch wenn das möglicherweise zynisch klingt: Sowas kommt in den besten Familien vor. Schon der Buddha hat gesagt, dass Mönche kommen würden, die glauben, eine rote Robe allein würde sie schon zum Schüler des Buddha machen. In buddhistischen Schriften wird immer wieder betont, wie wichtig es ist, einen Lehrer genau, kritisch und gründlich zu prüfen, und wenn es zwölf Jahre dauert; dass es unangemessen ist, ihn einfach aufgrund seiner Position hochzuschätzen. Wer einem Lama, die sich für den größten und tollsten hält, glaubt, ist selbst Schuld. Patrul Rinpoche geht in "Die Worte meines vollendeten Lehrers" ausführlich darauf ein. Er definiert vier Arten von falschen Lehrern - buddhistische Lehrer, die aufgrund falschen Verständnisses und Einfluss von Unwissenheit, Gier und Hass keine würdige Repräsentanten des Buddhismus sind. Weiterhin schreibt er, dass man die zentrale Voraussetzung, die ein Lehrer erfüllen muss, eine selbstlose, altruistische Motivation sein muss.
Zudem lässt sich wirkliche keine buddhistische Rechtfertigung für sexuellen oder sonstigen Missbrauch finden. Siehe dazu nochmal von Brück.

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

14.11.2009 17:14
#22 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Klimsch
Gut, wenn man mit Mystik "das Geheimnisvolle" meint, dann kann man alles mögliche drunter verstehn. Ich gebe mal wieder, was Wahrig dazu sagt:
"Form religiösen Erlebens, in der nach vorbereitender Askese durch Versenkung oder Ekstase innige Verbindung mit dem Göttlichen gesucht wird"
Nach meiner fundierten atheistischen Überzeugung kann es "das Göttliche" nicht geben, höchstens als Einbildung. Also ist die Suche nach der Verbindung mit etwas gar nicht Existierenden schon reichlich absurd, nicht? Das ist etwa so wie die Suche nach dem "heiligen Gral".


Nach deiner Überzeugung. In bezug auf den Buddhismus muss man natürlich berücksichtigen, dass er atheistisch ist, also keine übergeordneten Instanzen kennt - dies ist auch eine Bedeutung, die "das Göttliche" haben kann. Diesen Begriff gibt es im Buddhismus so zudem nicht, genausowenig wie etwas äußeres "Göttliches", mit dem man in Verbindung treten müsse. Zur Mystik gefällt mir dieser Text gut.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

15.11.2009 07:43
#23 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Walter

Es ist nunmal so, dass Missbrauch einer Lehre vorkommen kann ...

Es ist nun mal so, dass manche Lehren sehr viel günstiger sind, um sie zu mißbrauchen. Manche Lehren braucht man nicht mal mißbrauchen, da sie das, was von Tyrannen, Diktatoren, Scharlatanen gebraucht wird, ganz offen in sich tragen.

Zu welchen von den beiden gehört der Buddhismus Tibets?

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

15.11.2009 13:26
#24 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus

Zitat von Walter

Es ist nunmal so, dass Missbrauch einer Lehre vorkommen kann ...

Es ist nun mal so, dass manche Lehren sehr viel günstiger sind, um sie zu mißbrauchen. Manche Lehren braucht man nicht mal mißbrauchen, da sie das, was von Tyrannen, Diktatoren, Scharlatanen gebraucht wird, ganz offen in sich tragen.
Zu welchen von den beiden gehört der Buddhismus Tibets?



Rate mal, was ich dir darauf antworten werde.

Dass der Buddhismus missbraucht werden kann, ist seinen authentischen Vertretern seit jeher bewusst gewesen, angefangen beim Buddha selbst. Günstiger zu missbrauchen als andere Lehren? Das hängt von vielen Faktoren ab, vor allem von dem Wissen desjenigen, der Opfer eines Missbrauchs der Lehre werden soll, um den Buddhismus und inbesondere um die Qualifikationen, die ein Lama haben muss, um als solcher respektiert zu werden.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.858

15.11.2009 15:07
#25 RE: Sadismus und Quälerei im buddhistischen Lamaismus Antworten

Zitat von Walter
Dass der Buddhismus missbraucht werden kann, ist seinen authentischen Vertretern seit jeher bewusst gewesen, angefangen beim Buddha selbst.

Kannst du mir eine Antwort auf meine vor ein paar Tagen gestellte Frage geben? =>

Zitat von Gysi
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