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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 587 Antworten
und wurde 18.756 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

30.01.2010 13:31
#251 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Obwohl es Klar ist, wie schwarz auf weiß, dass Gott existiert, wollen die Atheisten es nicht wahrnehmen und nur deswegen, weil sie den Genuss auf der Erde vorziehen, und nicht verstehen wollen, dass dieses Diesseitige Leben nur für eine ganz kurze Zeit ist und sehr schnell vergehen wird.
Das kann nur bedeuten das alle Atheisten vollkommen matschig in der Birne sind (was du wahrscheinlich tasächlich glaubst),denn wenn wir diesen Erhabene,Allwissenden und Allmächtigen allein aus dem Grund ablehnen um weiterhin unser ausschweifendes,sündiges Leben zu führen,müßten wir außerordentlich dumm sein. Denn dann würden wir ja eigentlich an ihn glauben,ihn aber lediglich verdrängen. Und das ginge auf Dauer nicht. Kurz...dieses Argument ist vollkommen bescheuert,und so wenig durchdacht,das man sich fragen muß (bzw. eigentlich nicht),wer sich hier für den Schwachsinn entschieden hat.
Aber hauptsache der Erhabene nimmt all die Bombenleger bei sich auf..die glauben ja wenigstens an ihn.

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

30.01.2010 13:43
#252 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Nein es hat nicht zwangsläufig was mit Dummheit zu tun den Hedonismus Gott vorzuziehen.
Eher im Gegenteil. Nicht umsonst richtet sich die Bibel kritisch gegen die Weisheit der Welt.
Dekadenz und Hochmut gehören zusammen. Und du willst mir doch nicht erzählen das man Wein,Weib und Gesang ablehnt wenn man auf der Uni war? Von Überfluss bis hin zu der Einstellung "ich bin ja so toll und wahrscheinlich toller als Andere", ist es nicht weit.Erst Recht wenn man tatsächlich was vorzuweisen hat.

Genauso könntest du behaupten Böse wären dumm, schliesslich müssten sie ja damit rechnen erwischt zu werden.
Genauso falsch.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.190

30.01.2010 14:16
#253 Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Maik
Von Überfluss bis hin zu der Einstellung "ich bin ja so toll und wahrscheinlich toller als Andere", ist es nicht weit.

Ja, das stimmt. Es hat was mit der Bewusstseins- und Eigentums-Entfremdung von den gesellschaftlichen Bestimmungen zu tun. => "Ich bin der Obermacker, mir gehört die Welt!"
Und der Gott-Gläubige gewinnt eine Bewusstsein, das er aus den gesellschaftlichen Bedingungen auskoppelt. => Moral kommt (sagt er) nicht aus den gesellschaftlichen Verkehrsbedürfnissen heraus, sondern von... Gott. Man vergleicht nicht mehr mit anderen Menschen (mit anderen Erfahrungen), sondern nur noch mit Gott. Und da Gott nicht da ist: mit sich. Die Egozentrik wird mit einem angenommenen (eingebildeten) Übereinkommen mit Gott potenziert. => "Ich habe recht, die anderen sind vom Teufel!" DAS ist die Bewusstseinsentfremdung, die Religiöse dekadent macht und größenwahnsinnig machen kann. Welcher Gottüberzeugte lässt sich schon von popeligen MENSCHEN belehren? Es sei denn, sie kennen den selben Gott und die selbe Erleuchtung durch ihn. Also Mormonen.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

30.01.2010 14:21
#254 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Und der Gott-Gläubige gewinnt eine Bewusstsein, das er aus den gesellschaftlichen Bedingungen auskoppelt. => Moral kommt (sagt er) nicht aus den gesellschaftlichen Verkehrsbedürfnissen heraus, sondern von... Gott. Man vergleicht nicht mehr mit anderen Menschen (mit anderen Erfahrungen), sondern nur noch mit Gott.




Und was bringt dich auf diese Theorien?
Gottes Lehre ist dafür da das es den Menschen besser geht.Gott kennt die Bedürfnisse der Menschen und wenn irgendwelche zweifelhaften Menschen diese Bedürfnisse einfach festlegen, dann geht es schief.
Gewisse Bedürfnisse sind zeitlos. Menschen wollen geliebt sein, wollen Sicherheit, wollen Ordnung, wollen Harmonie. Heute wie vor 2000 Jahren. Wer behauptet das das Bewusstsein der Gläubigen von den gesellschaftlichen Bedingungen abgekoppelt wäre, der verkennt das menschliches Wohlbefinden nicht dem Zeitgeist unterliegt.
Hat es auch noch nie.



Zitat
Und da Gott nicht da ist: mit sich. Die Egozentrik wird mit einem angenommenen (eingebildeten) Übereinkommen mit Gott potenziert. => "Ich habe recht, die anderen sind vom Teufel!"





Damit hast du Diktatoren beschrieben die sich auf Gott berufen und die deshalb nicht als Christen einzustufen sind.
Denn Religion verbietet jegliche Egozentrik.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

30.01.2010 15:54
#255 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Maik
Gottes Lehre ist dafür da das es den Menschen besser geht.

Den Menschen geht es durch die Vermehrung ihres Wissens besser. Moderne Landwirtschaft mit Maschinen und künstlicher Dünger ernährt und kleidet die Menschheit... Elektrischer Strom wärmt und organisiert die Menschheit. Ärzte und Medikamente heilen die Menschheit.
"Gottes Lehre" hat bis dato nichts für die Menschheit getan.

Zitat von Maik
Menschen wollen geliebt sein, wollen Sicherheit, wollen Ordnung, wollen Harmonie.

...und all das hat die Menschheit ganz allein hin bekommen und wird es in Zukunft für jeden Menschen bereitstellen.

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Maik ( gelöscht )
Beiträge:

30.01.2010 15:57
#256 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Den Menschen geht es durch die Vermehrung ihres Wissens besser.



Wissen ist nur ein Teil. Wissen ohne Charakter bringt den Menschen überhaupt nichts.
Was hülfe es dem Menschen wenn er die ganze Welt gewönne, aber an seiner Seele Schaden nehme?


Zitat
"Gottes Lehre" hat bis dato nichts für die Menschheit getan.




Siehe oben
Gottes Lehre ist wichtiger als alles Andere. Reichtum schützt nicht vor Untergang, auch das beweist die Geschichte.


Zitat
...und all das hat die Menschheit ganz allein hin bekommen und wird es in Zukunft für jeden Menschen bereitstellen.



Noch nie hat sie das allein hinbekommen. Und kluge Köpfe die das erarbeitet haben was du aufgezählt hast, wissen das auch.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

30.01.2010 15:58
#257 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Maik
Gottes Lehre ist wichtiger als alles Andere.

Kannst du behaupten, mehr aber auch nicht.

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Maik ( gelöscht )
Beiträge:

30.01.2010 15:59
#258 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Dito

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

30.01.2010 16:06
#259 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Du kannst kein einziges Beispiel bringen, warum Gottes lehre so wichtig ist?
Wundert mich - sollte ja ganz einfach sein, da du ja immer ganz einfach definierst, dass Leute die im Namen ihrer Religion Gewalt und Totschlag verüben, gar nicht dieser Religion angehören. Da sollte doch wohl irgendwas positives über geblieben sein?
Was hat Religion geschaffen, was der Menschheit dienlich ist?

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seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 669

30.01.2010 16:30
#260 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Die Theisten glauben an "Gott" und an eine unsterbliche Seele, das geht einher, weil sie ewig leben wollen. Da ist der Wunsch Vater des Gedankens.
Leben nach dem Tod ist schon eine Widerspruch an sich, ein Unsinn. Höchstens Existenz in irgendeiner "geistigen" Form. Viele reden von "Geist", aber was ist Geist denn überhaupt, was könnte es sein? - Wenn man das genau überlegt, ist es das Denken, und Denken hat mit Wahrnehmung und Erkenntnis zu tun, mit Lernen und Gehirntätigkeit. Ohne Gehirn kein Denken, ohne Denken keine Leben. Und denken kann nur ein Subjekt, das in der Umwelt ist und sich von dieser abgrenzt, und sich um seine Stellung, seine Existenz sorgt, also ein organisches Wesen. Ein gedachtes Überwesen kann das nicht, es braucht keine Wahrnehmung, da es alles in sich hat. Grundliche philosophische Überlegungen - Selbstdenken führen zu diesem Ergebnis, dass es einen Gott als übermenschlich gedachte Person nicht geben kann. Man komme nicht mit so blöden Argumenten, man könne die Nichtexistenz nicht beweisen.

Jemand fragt, wie kann man in diese welt schauen, all die schönheit der natur, die vielfalt und fruchtbarkeit, die unendlichkeit des universums, die pässlichkeiten aller benötigten details bis hin zur perfektion nicht als gottes werk, sondern als eines willkürlichen zufalls, der auch noch intelligenz beherbergen soll, zuschreiben? wie kann man das so sehen? ja gut, als kind habe ich auch gezweifelt, wollte gott auch nicht akzeptieren, aber mittlerweile komme ich nicht umhin, ihn als einzige notwendigkeit für all das leben zu sehen. aber ich weiss, dass es das dunkle und von gott getrennte zeitalter ist, das omega-zeitalter. doch das neue zeitalter wird bald kommen und der mensch wird sein bewusstsein von gott wiedererlangen und der weg der einswerdung des menschen mit gott wird ein hohes zeitalter der spiritualität sein.

Man höre auf mit dem kreationistischen Unsinn, es ist nicht "alles zum besten bestellt in der Welt". Es ist alles verwoben in der Materie und in der Natur. Da ist keine lenkende Hand. Es gibt variierende Gleichgewichte. Es hat mehr Totholz vom Lotharsturm im Wald und mehr Spechte, die Löcher machen in die Baumstämme. Dadurch hat es mehr verschiedene Vögel als sonst und die Ornithologen freuen sich. So einfach ist das, alles hat eine Ursache, aber die erste kennen wir nicht. Es hat Schnee und ist sehr kalt, in Osteuropa erfrieren viele Menschen; in Haiti bebt die Erde und Menschen werden verschüttet. Da kein offensichtlich kein gütiger, lenkender Gott. Die Vielfalt in der Natur, Organismen, Bakterien allerüberall, auch auf und im Körper ist nicht das Ergebnis eines planenden "Geistes". Ein solcher ist die Einbildung des Denkens. Gott ist keine Notwendigkeit, das ist eine blosse Behauptung. Das Leben schert sich nicht um gott, es funktioniert ohne und regelt sich selber. Die Schönheit der Natur liegt nur im Auge des Betrachters. Die "Einswerdung mit gott" errreicht vlt. der mystiker, der sufi der sadhu oder der zen-mönch nach jahrelanger Übung.

Die Frommen oder Spirituellen sind ja eigentlich Egoisten (oder Ängstliche) da auf ihr ihr Heil, ihr Wohlfühlen bedacht sind. Sie denken, dass Gott das interessieren würde,w as sie tun und denken. Sie meinen, wenn sie sich mit ihm gut stellen (betten etc.), dann meint er es auch gut mit ihnen. So denken die Theisten. Sie vergessen, dass "Gott" auch schrecklich sein kann, es gibt schlimme Unglücke, und man weiss nicht weshalb, aber das wollen sie nicht wahrhaben. Dann meinen sie, Gott sei auf ihre Verehrung scharf oder es interessiere ihn, wie sie leben, fromm sind etc. Es würde Gott nicht interessieren, ob man Unzucht treibt. Ach ja, da ist noch die Behauptung, dass Gläubige glücklicher seien, das stimmt manchmal, meistens eher nicht (Höllenangst). Es gibt verbissene, grüblerische Gläubige, die missionieren müssen, um sich selber immer wieder zu überzeugen.

Und wieso soll Gott wollen, dass die Menschen vollkommen sind? Wieso soll er zürnen, wenn die Menschen sündigen. Er selber ist angeblich vollkommen und erhaben. Wieso braucht er unvollkommene Wesen, die ihn verehren und anbeten? Gott ist vlt. das Sein, aber auch das ist nicht vollkommen. Das Sein ist, und Gott ist ein abgespaltener und herausgesetzter Teil des Ichs. Angenommen, es gäbe ein solches über allen stehendes, sitzends Wesen, so können wir gar keine Aussagen von ihm machen, denn jede Aussage ist falsch und eigentlich eine Anmassung (dass gott dies oder das will). Das wir nichts wissen und sagen können, sagt auch die negative Theologie. Der Mensch hat nur die Existenz, und nur von dieser kann er reden. Je mehr sie sagen, behaupten und insistieren von ihrem Gott (jeder kann nur von seiner Gottesvorstellung reden), verstricken sich die Theisten in unlösbare Widersprüche.

Wer wenig oder nichts mit Gott anfangen kann, sorge sich nicht. Er/sie ist normal. Höchstens 15 % der Menschen sind einigermassen gläubig. Die anderen schwanken hin und her oder es ist ihnen egal. Sie leben einfach.

__________________________________________________
RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester)
Denken ist eine Anstrengung; Glauben ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Das Leben ist eine mißliche Sache; ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken (Schopenhauer). - Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

30.01.2010 16:56
#261 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Prima..wie mir scheint eine Bereicherung für dieses Forum. Das konnte man schon lange nicht mehr über einen Neu-User behaupten.

MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

30.01.2010 17:33
#262 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Klasse Einstieg seneca! Willkommen im Forum!

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Intelligent Design hat ganz ein anderes Problem: Es gibt sich als Wissenschaft, will aber gar kein Wissen schaffen - die wollen überhaupt nichts herausfinden. Weil sie ja eh schon die Antwort kennen. Ihre Antwort ist immer: Gott. Wer glaubt, die Antwort schon zu kennen, macht keine Wissenschaft - er macht Propaganda."

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

30.01.2010 18:08
#263 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Was hat Religion geschaffen, was der Menschheit dienlich ist?



Das was einige Menschen abschaffen wollen in dem sie sich anmaßen zu entscheiden welche Überzeugung Respekt verdient hätte und welche nicht.


Zitat
Wundert mich - sollte ja ganz einfach sein, da du ja immer ganz einfach definierst, dass Leute die im Namen ihrer Religion Gewalt und Totschlag verüben, gar nicht dieser Religion angehören. Da sollte doch wohl irgendwas positives über geblieben sein?



Was heisst denn übrig geblieben? Nachdem man deine Vorurteile entfernt hat, bleibt nichts Schlechtes mehr übrig.So rum wird ein Schuh draus.

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

30.01.2010 18:26
#264 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Die Theisten glauben an "Gott" und an eine unsterbliche Seele, das geht einher, weil sie ewig leben wollen. Da ist der Wunsch Vater des Gedankens.
Leben nach dem Tod ist schon eine Widerspruch an sich, ein Unsinn. Höchstens Existenz in irgendeiner "geistigen" Form. Viele reden von "Geist", aber was ist Geist denn überhaupt, was könnte es sein? - Wenn man das genau überlegt, ist es das Denken, und Denken hat mit Wahrnehmung und Erkenntnis zu tun, mit Lernen und Gehirntätigkeit. Ohne Gehirn kein Denken, ohne Denken keine Leben. Und denken kann nur ein Subjekt, das in der Umwelt ist und sich von dieser abgrenzt, und sich um seine Stellung, seine Existenz sorgt, also ein organisches Wesen. Ein gedachtes Überwesen kann das nicht, es braucht keine Wahrnehmung, da es alles in sich hat. Grundliche philosophische Überlegungen - Selbstdenken führen zu diesem Ergebnis, dass es einen Gott als übermenschlich gedachte Person nicht geben kann. Man komme nicht mit so blöden Argumenten, man könne die Nichtexistenz nicht beweisen.



Leben nach dem Tod ist kein Widerspruch in sich sondern lediglich eine Definitionssache.
Dazu bedarf es aber einer gewissen Weitsicht und tatsächliche gründliche philosophische Überlegungen.
Die Frage was Geist denn ist bleibt hier unbeantwortet , denn reines Denken kann hier nicht gemeint sein.
Schliesslich ist auch religiösen Menschen bewusst das sich der Denkprozess bei lebenden Menschen im Gehirn abspielt.Ein Überwesen dem bessere Denkprozesse als einfachen Menschen zugeschrieben werden muss zwangsläufig besser denken können, wo sollte es sonst seine Perfektion hernehmen? Die schwammige Formulierung das ein Überwesen alles in sich hätte, sagt mir gar nichts.


Zitat
Man höre auf mit dem kreationistischen Unsinn, es ist nicht "alles zum besten bestellt in der Welt". Es ist alles verwoben in der Materie und in der Natur. Da ist keine lenkende Hand. Es gibt variierende Gleichgewichte. Es hat mehr Totholz vom Lotharsturm im Wald und mehr Spechte, die Löcher machen in die Baumstämme. Dadurch hat es mehr verschiedene Vögel als sonst und die Ornithologen freuen sich. So einfach ist das, alles hat eine Ursache, aber die erste kennen wir nicht. Es hat Schnee und ist sehr kalt, in Osteuropa erfrieren viele Menschen; in Haiti bebt die Erde und Menschen werden verschüttet. Da kein offensichtlich kein gütiger, lenkender Gott. Die Vielfalt in der Natur, Organismen, Bakterien allerüberall, auch auf und im Körper ist nicht das Ergebnis eines planenden "Geistes". Ein solcher ist die Einbildung des Denkens. Gott ist keine Notwendigkeit, das ist eine blosse Behauptung. Das Leben schert sich nicht um gott, es funktioniert ohne und regelt sich selber. Die Schönheit der Natur liegt nur im Auge des Betrachters. Die "Einswerdung mit gott" errreicht vlt. der mystiker, der sufi der sadhu oder der zen-mönch nach jahrelanger Übung.




Auch hier keine andere Grundlage ausser: Ich sehe Gott nicht, also ist er nicht da.
Aus der Tatsache das das Leben funktioniert lässt sich doch nicht schliessen das es nicht gelenkt würde, eher das Gegenteil. Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, aber eine negative Sichtweise hat noch nie glücklich gemacht. Also liegt sie sogesehen eben nicht im Auge des Betrachters.


Zitat
Die Frommen oder Spirituellen sind ja eigentlich Egoisten (oder Ängstliche) da auf ihr ihr Heil, ihr Wohlfühlen bedacht sind. Sie denken, dass Gott das interessieren würde,w as sie tun und denken. Sie meinen, wenn sie sich mit ihm gut stellen (betten etc.), dann meint er es auch gut mit ihnen. So denken die Theisten. Sie vergessen, dass "Gott" auch schrecklich sein kann, es gibt schlimme Unglücke, und man weiss nicht weshalb, aber das wollen sie nicht wahrhaben. Dann meinen sie, Gott sei auf ihre Verehrung scharf oder es interessiere ihn, wie sie leben, fromm sind etc. Es würde Gott nicht interessieren, ob man Unzucht treibt. Ach ja, da ist noch die Behauptung, dass Gläubige glücklicher seien, das stimmt manchmal, meistens eher nicht (Höllenangst). Es gibt verbissene, grüblerische Gläubige, die missionieren müssen, um sich selber immer wieder zu überzeugen.




Auch dieser Absatz beginngt gleich im ersten Teilsatz mit einer Fehlinformation.Egoisten sind keineswegs Menschen die auch für sich Gutes wollen.Ausserdem besteht kein Zusammenhang zwischen dem Gott der auch mal aufn Putz hauen kann und dem Gott der zuhört und sich für seine Schöpfung interessiert.Ich find es immer bemerkenswert wenn Menschen die sich die Mühe machen Gott widerlegen zu wollen , von anderen Menschen behaupten sie wären unglücklich.


Zitat
Und wieso soll Gott wollen, dass die Menschen vollkommen sind? Wieso soll er zürnen, wenn die Menschen sündigen.



Weil Egoismus nicht göttlich ist.



Zitat
Er selber ist angeblich vollkommen und erhaben. Wieso braucht er unvollkommene Wesen, die ihn verehren und anbeten? Gott ist vlt. das Sein, aber auch das ist nicht vollkommen. Das Sein ist, und Gott ist ein abgespaltener und herausgesetzter Teil des Ichs. Angenommen, es gäbe ein solches über allen stehendes, sitzends Wesen, so können wir gar keine Aussagen von ihm machen,



Warum versuchst du es dann? Ich sag dir was zur Vollkommenheit dazu gehört: Liebe.


Zitat
denn jede Aussage ist falsch und eigentlich eine Anmassung (dass gott dies oder das will). Das wir nichts wissen und sagen können, sagt auch die negative Theologie. Der Mensch hat nur die Existenz, und nur von dieser kann er reden. Je mehr sie sagen, behaupten und insistieren von ihrem Gott (jeder kann nur von seiner Gottesvorstellung reden), verstricken sich die Theisten in unlösbare Widersprüche.

Wer wenig oder nichts mit Gott anfangen kann, sorge sich nicht. Er/sie ist normal. Höchstens 15 % der Menschen sind einigermassen gläubig. Die anderen schwanken hin und her oder es ist ihnen egal. Sie leben einfach.




Die letzte Aussage entbehrt natürlich jeglicher Grundlage. Und die angebliche Meinung nichts wissen und nichts sagen zu können, führt zu erstaunlich viel Diskussionen, findest du nicht?

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

30.01.2010 19:09
#265 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Maik
Das was einige Menschen abschaffen wollen in dem sie sich anmaßen zu entscheiden welche Überzeugung Respekt verdient hätte und welche nicht.

Respekt muss man sich verdienen - ich kann und werde keine Phantastereien respektieren die allein Selbstzweck sind und die Menschen dazu auffordert, weniger zu Denken.

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Maik ( gelöscht )
Beiträge:

30.01.2010 19:11
#266 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Die gibts auch gar nicht.
Aber selbst wenn ....

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

30.01.2010 19:45
#267 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, aber eine negative Sichtweise hat noch nie glücklich gemacht.



Jeder Mensch bestimmt für sich selbst, was eine negative Sichtweise und was keine ist, nicht du. Für mich ist bereits die Akzeptanz der Realität, egal wie sie ist, ohne Schönfärberei, und meinen Frieden mit ihr zu machen, die positivste Sichtweise von allen!

Zu deinem hirnlos-primitiven, realitäts- und wissenschaftsleugnenden Gewäsch bezüglich dem Egoismus sag ich nix, da hab' ich genug.

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

30.01.2010 19:47
#268 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Jeder Mensch bestimmt für sich selbst, was eine negative Sichtweise und was keine ist, nicht du.



Das du am liebsten auf den Bildschirm kotzen würdest wenn du meine Beiträge liest, ist Beweis genug für mich.
Nicht umsonst hat sich der Begriff Verdrängung durchgesetzt.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

31.01.2010 11:01
#269 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Das du am liebsten auf den Bildschirm kotzen würdest wenn du meine Beiträge liest, ist Beweis genug für mich.



Was für dich ein Beweis ist, geht für den Rest der Menschen, der noch bei Verstand ist, als Geisteskrankheit durch.

Zitat
Nicht umsonst hat sich der Begriff Verdrängung durchgesetzt.



Ja, diese dummen Sprüche zeigen eindeutig auf, wer hier jede Sekunde seines Daseins mit Verdrängung zubringt!

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Maik ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2010 11:05
#270 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
geht für den Rest der Menschen, der noch bei Verstand ist,



Sprich lieber nicht über Sachen von denen du keine Ahnung hast.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

31.01.2010 11:09
#271 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Sprich lieber nicht über Sachen von denen du keine Ahnung hast.



Das machst du sekündlich.

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-Anonym

Nuralhuda Offline

Muslim


Beiträge: 1.648

31.01.2010 19:06
#272 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Relix
eder Mensch bestimmt für sich selbst, was eine negative Sichtweise und was keine ist, nicht du.


Und wieso kann der Mensch das selbst bestimmen im gegenteil zu einem Roboter?

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Taub, stumm und blind: So werden sie nicht umkehren. Oder es ist wie ein Gewitterregen, der vom Himmel niedergeht, voller Finsternis,
Donner und Blitz. Sie stecken sich die Finger in die Ohren vor den Donnerschlägen, um dem Tod zu entfliehen, doch Allah umfaßt die Ungläubigen.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2010 21:08
#273 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Maik:"Ich sag dir was zur Vollkommenheit dazu gehört: Liebe."

Was genau verstehst Du unter "Liebe" bzw. welche Art Liebe meinst du?

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2010 21:26
#274 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat
Was genau verstehst Du unter "Liebe" bzw. welche Art Liebe meinst du?



Wertschätzung, Respekt,Toleranz,Mitgefühl,der Wunsch das es seinem Nächsten gut / besser geht und dementsprechend der Hang zur Wahrheit,das Hochhalten von Werten, und die gegenseitige Ermahnung.
Trauer darüber wenn etwas sozial-zwischenmenschlichrelevantes nicht gut läuft usw.
Trauer über Wut, Hass, Agression, Zynismus, Sarkasmus in dem Glauben das es dem Menschen nicht gut tut.
Kurz gesagt gegen alles sein was dem Menschen nicht gut tut.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2010 21:43
#275 RE: Atheismus vs. Religion antworten

Zitat von Maik

Zitat
Was genau verstehst Du unter "Liebe" bzw. welche Art Liebe meinst du?


Wertschätzung, Respekt,Toleranz,Mitgefühl,der Wunsch das es seinem Nächsten gut / besser geht und dementsprechend der Hang zur Wahrheit,das Hochhalten von Werten, und die gegenseitige Ermahnung.
Trauer darüber wenn etwas sozial-zwischenmenschlichrelevantes nicht gut läuft usw.
Trauer über Wut, Hass, Agression, Zynismus, Sarkasmus in dem Glauben das es dem Menschen nicht gut tut.
Kurz gesagt gegen alles sein was dem Menschen nicht gut tut.




OK...akzeptiert

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
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