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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 146 Antworten
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 Hinduismus, Buddhismus und Taoismus
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dersogeht Offline



Beiträge: 39

10.09.2006 19:02
#76 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Eine Absicht. Die Absicht entsteht aus einem Wollen. Das Wollen entsteht aus einem Gefühl. Das Gefühl entsteht aus einem (Sinnes-)Kontakt. Es besteht die Möglichkeit ein jedes Handeln auf eine Kausalverkettung zurückzuführen. Wir sind Gefangene der Kausalität. Oder kannst du etwas ohne Grund tun? Also nichtmal aus dem Grund etwas grundloses machen zu wollen. Es bedarf keines Egos, um so zu leben wie wir leben.

Übrigens auch ich bin noch süchtig nach den guten Gefühlen. Deswegen bin ich im Religionsforum. Die Absicht hier zu schreiben entsteht, weil ich ein paar gute Gefühle (Spaß) haben will. Das Wollen entsteht aus dem guten Gefühl, das ich habe wenn ich daran denke, dass ich gleich im Religionsforum etwas zum Besten geben kann. Dieses gute Gefühl entsteht aus dem Kontakt zu der Idee, der Vorstellung, dass etwas geschrieben werden könnte.

Es ist total verzwickt. Wenn man nur den Arm hebt geht dem eine Absicht vorraus. - Es geht immer irgendetwas vorraus. Es sei denn es ist die allererste Ursache. Das was in nichts begründet ist. Darin liegt der Befreiungsgedanke, der in vielen Religionen existiert.

dersogeht

dersogeht Offline



Beiträge: 39

10.09.2006 19:45
#77 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Hee. Klasse. Ich bin immer so oberflächlich. Ich finde Du hast das gut erklärt, warum die Persönlichkeit einen Knacks kriegen kann im Krankenhaus. Die Identität, das was ich bin, bleibt dagegen. Und sie bleibt auch, wenn ich mir die Haut von den Fingern reisse, um der Polizei keine Fingerabdrücke zu liefern.

Persönlichkeit ist für mich das alles woraus sich eine Person zusammensetzt. Z.B. Körper, Gedanken, Emotionen und Wahrnehmung. Aber das ist nicht das was ich bin. Das ist nicht meine Identität. Ich bin nicht mein Blinddarm, meine Ergüsse im Religionsforum, meine Angst oder mein Sehen, Hören usw.

Ach das mit dem "tief" sollte nur zum Buddeln verleiten. Nichts persönliches.

In Antwort auf:
In Antwort auf:
Es gibt einen schönen Spruch, der sehr tief geht:
Weisheit bedeutet zu erkennen, dass du nichts bist. Liebe bedeutet zu erkennen, dass du alles bist.

Wie geht das ohne Ego? Oder kannst du das nun akzeptieren, nachdem wir einig sind, Ego und Ich sind das Selbe?


Erkennen findet einfach statt. Ohne dass da jemand (Ego/Ich) ist, der erkennt.

dersogeht

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

10.09.2006 21:17
#78 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

In Antwort auf:
Erkennen findet einfach statt. Ohne dass da jemand (Ego/Ich) ist, der erkennt.



Das , mit Verlaub, ist grober Unfug, denn eine Erkenntnis setzt einen Erkennenden voraus....
Ohne ein Ego, das erkennt was ist...ist alles was ist eben so wie es ist...ohne das Erkennen dessen der es wissen will....

Erkenntnis ist immer bezogen auf den, der erkennt, denn ein anderer könnt es ja schon wissen....so dass, was die ein und die selbe Sache betrifft ein Erkennender und ein Wissender als 2 Ichs nebeneinander stehen und Bier trinken können.

Der Erkenntnis voraus geht der Wille zur Erkenntnis... und Wille ist Ego....immer!



oder ?



atz



Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

10.09.2006 21:22
#79 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

In Antwort auf:
Der Erkenntnis voraus geht der Wille zur Erkenntnis... und Wille ist Ego....immer!


Nachzulesen auch unter " Das Paradies und so weiter "

Erkenntnis geht wüste Wege...völlig ungefragt.....der Erkennende ist nicht immer glücklich....aber er ist immer vorhanden.....



atz



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dersogeht Offline



Beiträge: 39

10.09.2006 22:39
#80 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Zitat von DeGaertner
In Antwort auf:
Erkennen findet einfach statt. Ohne dass da jemand (Ego/Ich) ist, der erkennt.

Das , mit Verlaub, ist grober Unfug, denn eine Erkenntnis setzt einen Erkennenden voraus...


Keinesfalls! Man erinnere sich an den letzten sogenannten Aha-Effekt. Passiert jedem ab und zu mal. Da kommt eine Idee ein Verständnis ganz plötzlich wie von selbst. Die Leute sagen manchmal: "Minutenlang hatte ich es direkt vor Augen und hab es nicht gesehen, obwohl ICH mich sosehr bemühte. Und dann plötzlich war es da (das Erkennen)!" Es passiert einfach. Einfach so. Wenn ich mein fiktives Ego einschalte (stärker erkennen will) passiert Erkennen häufig nicht.

dersogeht


DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

10.09.2006 22:48
#81 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

In Antwort auf:
Und dann plötzlich war es da (das Erkennen)!" Es passiert einfach. Einfach so. Wenn ich mein fiktives Ego einschalte (stärker erkennen will) passiert Erkennen häufig nicht


Hallo...jemand zu Hause?

Du hast es erkannt....wie auch immer......ohne dich als Erkennendem gäbe es keine Erkenntnis.......alles klar ?

DU hast erkannt......punkt....egal wie......ob es vor deinen Augen tagelang vor sich hingegammelt hat ist unerheblich.....

Die Erkenntnis hätte ohne dich nicht stattgefunden.....wieso auch......



atz



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Ogami Itto Offline




Beiträge: 109

11.09.2006 01:06
#82 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

das überwinden des egos ist schlecht möglich - machbar, das sagen viele buddhistische schulen ebenso wie die mystiker anderer religionen, ist "erleuchtung" nicht. man kann nur durch hingabe und liebe an einen punkt des "gelassen werdens" kommen an dem die ego-illusion quasi verschwindet, aber eben nicht völlig. ein meister könnte ohne egostrukturen werder lehren, noch einen eigenen lehrstil finden, da er schlichtweg nicht mehr in der lage wäre worte, schrift etc überhaupt zu benutzen. auch buddha hatte ein ego, durch das er verbindung zur aussenwelt aufrechterhalten konnte - wenn er wollte. da ich nicht erwacht bin, kann ich nur vermutungen anstellen das ein erleuchteter sein ego so benutzt und handhabt wie wir einen werkzeugkasten im abstellraum stehen haben. wird er gebraucht, holen wir ihn hervor. sind wir mit dem gebrauch der werkzeuge fertig, stellen wir ihn wieder in den abstellraum.
im gegensatz zu einem erwachten, einem buddha, schleppen wir aber ständig diese ganze sammelsurium mit uns herum und sehen so ständig durch den filter unseres begrifflichen denkens und fühlens, bewerten danach, denken im rahmen unserer konditionierungen und sind schwer fähig die welt als das zu sehen was sie ist und trennen uns damit von unserer eigenen uns innewohnenden göttlichen natur, dem buddha in uns selbst.
wie gesagt ist dies nur eine vermutung, da ich nicht erwacht bin.
das einzige was ich erfahren habe ist die tatsache das das ego eine höllenangst vor dieser transformation hat, da es sich als ein von allem anderem
getrenntes wesen erfahren WILL und alles versucht dieser transformation zu entkommen.

dersogeht Offline



Beiträge: 39

11.09.2006 19:51
#83 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Klar. Wenn niemand zu Hause ist, wer kann dann das Ich loslassen? Niemand. Es muss von selbst passieren. Jeder Plan muss fehlschlagen, da das Streben immer auch den Streber entstehen lässt.

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

11.09.2006 23:27
#84 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

In Antwort auf:
Klar. Wenn niemand zu Hause ist, wer kann dann das Ich loslassen? Niemand. Es muss von selbst passieren.


Welchen Sinn sollte es haben dass das Streben von alleine passiert wenn keiner zuhause ist ?
Wenn kein ich losgelassen ist dann wird auch nicht gestrebt.....wieso denn auch?

In Antwort auf:
da das Streben immer auch den Streber entstehen lässt.


Da wird allerdings auch nur umgekehrt ein Schuh draus
In Antwort auf:

Erkennen findet einfach statt. Ohne dass da jemand (Ego/Ich) ist, der erkennt.



Ich resümiere......Streben geht nur mit Streber......Erkennen geht aber ohne alles...

Mein Junior würde sagen...Papa....streben tut man in der Schule oder?........also ist streben doch ein Tu-Wort.....so wie "erkennen" auch eins ist.......

nach Erkenntnis streben ist doch eine Tätigkeit....also etwas, das nur existiert, wenn es von jemandem getan wird......nur deshalb gibt es ein Wort dafür...... das Substanitv wäre dann die ERKENNTNIS als ERGEBNIS der Tätigkeit des danach Strebens.

Und eine Tätigkeit, die getan wird setzt einen Tuenden voraus....ein Ego, ein Ich, ein wasauchimmer, das entschieden hat.....so...schluß mit lustig....jetzt wird nach Erkenntnis gestrebt......und so wird aus IHM ein Streber, ein Strebender und möglicherweise am Ende ein ERKENNENDER, wobei die Erkenntnis des danach strebenden immer nur eine individuelle sein kann, denn Erkenntnis ist relativ.....sie richtet sich nach der REALITÄT des Erkennenden und ist keineswegs universell.

Wenn zum Beispiel ein nach Erkenntnis Strebender feststellt......dass er....eigentlich ein mieser Charakter ist, dann ist diese Erkenntnis NUR Seine Erkenntnis und es steht erst mal nicht zur Debatte ob Wahr oder falsch....
Denn....eine Erkenntnis kann auch grosser Unfug sein, je nach Standpunkt....

Also die Erkenntnis als etwas darzustellen, das universell und für jeden die gleiche Gültigkeit hat, etwas das sich von selbst einstellt, wenn mann nur konsequent genug aufhört drüber nachzudenken....das halte ich für einen fahrlässigen Rat und eine sehr esoterische Schiene........
Das Licht,die Erkenntnis, die Berge , die Täler, Kristalle und tamtam...das alles ist sehr nett und schön und möglicherweise befriedigend.......je nach individueller Erkenntnis.......aber es ist NIEMALS allgemein gültig.....

Erkennen, das Allgemeingültigkeit erlangt, wie die Naturgesetze, die immer funktionieren und scheinbar feststehen........."Leute...der Regen fällt immer von oben nach unten....schon aufgefallen".......? das ist eher selten und eben den Leuten vorbehalten , die in der Lage sind aus vielen kleinen Erkenntnissen eine Theorie zu formen, die Bestand hst gegen hunderttausend andere kleine Erkenntnisse.......

Erkenntnis ist in zweischneidiges Schwert.........denn die Erkenntnis, dass in den heiligen Schriften NUR das Wort Gottes und die Wahrheit steht ist ein schönes Beispiel dafür was alles als Erkenntnis über den Ladentisch geht..........

Wenn du noch eine andere Art der Erkenntnis beschreiben wolltest, die einfach da ist ohne jemanden der erkennt, dann sei so lieb und klär mich auf.




atz







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Fenris Offline

Freidenker

Beiträge: 1.345

12.09.2006 16:24
#85 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

In Antwort auf:
......ob es vor deinen Augen tagelang vor sich hingegammelt hat ist unerheblich.....


ich hoffe diese Aussage bezieht sich nicht auf das vor mir liegende Schnitzel
__________________________________________________
Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. (Johann Heinrich Pestalozzi 1746-1827)

dersogeht Offline



Beiträge: 39

12.09.2006 21:21
#86 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Nimm Kontrolle. Kontrolle ist diieee Ausdrucksform von Ego. Wenn wir uns kontrollieren können, wäre tatsächlich davon auszugehen, dass Ego existiert. Berachten wir mal einen Zeitraum von 2-3 Sekunden. Kannst Du innerhalb von 2-3 Sekunden Kontrolle ausüben über das, woraus Du bestehst? Kannst Du deine Gefühle Kontrollieren? Kannst Du deine Wahrnehmung kontrollieren, indem Du dich dazu entscheidest den nächsten Satz den jemand zu dir sagt nicht zu hören. Kannst Du überschwengliche Freude oder tiefes Betrübtsein abschalten. Wenn Du ein Vorstellungsgespräch hast und genau 5 Min. vorher bekommst du Durchfall, weils Essen nicht gut war. Hier hast Du keine Kontrolle über den Körper. Du suchst verzweifelt in deinem Kopf nach dem Namen einer bekannten Persönlichkeit. Du kennst den Namen, aber er will und will dir nicht einfallen. Das ist keine Kontrolle über das Gedächnis. Zugegeben es gelingt meistens mit der Erinnerung. Aber kann man bei 95% wo's klappt, dann daraus folgern Kontrolle ist da, wenn's doch aus heiterem Himmel passieren kann, dass einem das richtige Wort nicht einfällt?

Und zu den Tun-Wörtern. All das, was sie beschreiben passiert. Und es passiert in der vollen Überzeugung das wir(ich) es sind die es tun. Erinnere Dich an eine wichtige Entscheidung, die du vor kurzem getroffen hast. Es gibt vielleicht 25 Gründe warum Du Dich so und nicht anders entschieden hast. Das Ego spielt dabei(zu entscheiden) keine Rolle. Hinterher sagt man natürlich immer: ICH habe mich dabei für das Richtige entschieden. Aber in Wirklichkeit haben es die äußeren und inneren Umstände entschieden. Ich kommt dabei nicht vor. Das gefällt Ich natürlich nicht, dass ich Ich hier so in die Pfanne haue. Aber in Wirklichkeit ist da nur eine Aversion eine schlechtes Gefühl, ein Nicht-So-Haben-Wollen, das, hervorgerufen durch meine Darstellung, passiert. Sonst nichts.

dersogeht

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

13.09.2006 08:26
#87 RE: Buddhismus eine Religion? antworten
In Antwort auf:
Kontrolle ist diieee Ausdrucksform von Ego


Wer sagt das?
Vielleicht eine Ausdrucksform. Diieee Ausdrucksform des Egos ist für mich der Genuss. Wer genießen kann, hat auch Ego - ohne Ego kein Genuss. Kannst du echt nicht genießen? Wäre schade, du verpasst da was.

In Antwort auf:
Und zu den Tun-Wörtern....


Das hat doch nichts mit Existenz oder Nichtexistenz des Egos zu tun. Das ist das Thema der Willensfreiheit. Somit also eher ein Beweis für das Ego, denn wem soll die Willensfreiheit den fehlen, wenn nicht ihm?




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Gysi Online

Atheist


Beiträge: 16.028

13.09.2006 19:07
#88  Buddhismus eine Religion? antworten
In Antwort auf:
Wir sind Gefangene der Kausalität. Oder kannst du etwas ohne Grund tun? Also nichtmal aus dem Grund etwas grundloses machen zu wollen. Es bedarf keines Egos, um so zu leben wie wir leben.
Alles, was wir tun und sind, ist determiniert. Der Wille ist auch determiniert. Sprich: Das EGO ist determiniert! Du schließt aus der Determination, dass das Ego eine Illusion sei (ein Lieblingswort der buddhistischen Philosophie). Diesen Rückschluss halte ich für falsch. Nur durch dein Ego tust du das, was du brauchst! Die Idee, "Och, ich lege mich jetzt bis ans Ende meiner Tage aufs Sofa - denn es geschieht ja eh alles, wie es determiniert und vorbestimmt ist.", bringt dich nur zu dem, was dir nicht gut tut. Die Determinationserkenntnis hätte dir eine dir nachteilige Lebensentscheidung (gegen das Ego) beschert. Und: Ob du nun rege bist oder faul: Es ist determiniert - so oder so!

Gysi
__________________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

13.09.2006 22:40
#89 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

In Antwort auf:
Nimm Kontrolle. Kontrolle ist diieee Ausdrucksform von Ego. Wenn wir uns kontrollieren können, wäre tatsächlich davon auszugehen, dass Ego existiert.

Nenn mir was, das du ganz sicher NICHT kontrollieren kannst.....also ich kann sehr viele Dinge kontrollieren....unter anderem auch einen Teil meiner Gefühle......ist das was Besonderes ?
Und wenn ich entscheide, den nächsten Satz nicht hören zu wollen, dann mach ich das Radio aus....wo ist das Problem?
In Antwort auf:
Wenn Du ein Vorstellungsgespräch hast und genau 5 Min. vorher bekommst du Durchfall, weils Essen nicht gut war. Hier hast Du keine Kontrolle über den Körper.

Du bist ein kleiner Scherzkeks ...was ?
Ich habe dann keine Kontrolle über meinen Schließmuskel.....das ist alles....aber soviel Kontrolle, daß es mir nicht die Beine runterläuft hatte ich noch immer......
Ich habe im übrigen auch keine Kontrolle über den Schließmuskel meines Nachbarn, was mich aber nicht zu der Einsicht verleitet, dass mein Ego nicht existiert.
In Antwort auf:
Du kennst den Namen, aber er will und will dir nicht einfallen. Das ist keine Kontrolle über das Gedächnis.

Du hast keine Kontrolle über Erinnerungen, die du vergessen hast ? Nun...das ist pathologisch.....da muß ein Fachmann ran.....viel Hoffnug kann ich dir da aber nicht machen.
In Antwort auf:
Zugegeben es gelingt meistens mit der Erinnerung. Aber kann man bei 95% wo's klappt, dann daraus folgern Kontrolle ist da, wenn's doch aus heiterem Himmel passieren kann, dass einem das richtige Wort nicht einfällt?

Was du unter Kontrolle verstehst ist Kontrolle zu 100%.....und die existiert wahrhaftig nicht....aber auch das hat nichts mit fehlendem Ego zu tun sondern damit, das totale Kontrolle in Natur und Dasein nicht erwünscht ist....sie ist Stillstand und Depression....ich verstehe nicht, wie man sie sich wünschen kann.

In Antwort auf:
Es gibt vielleicht 25 Gründe warum Du Dich so und nicht anders entschieden hast. Das Ego spielt dabei(zu entscheiden) keine Rolle. Hinterher sagt man natürlich immer: ICH habe mich dabei für das Richtige entschieden. Aber in Wirklichkeit haben es die äußeren und inneren Umstände entschieden.


das ist Blödsinn....sorry...
aber entscheiden tut meine Erfahrung , die ICH mit ähnlichen Entscheidungen gemacht habe und auf deren Basis ich versuche einen Fehler nicht zu wiederholen.....das ist sehr individuell.....
Es entscheiden NICHT die äusseren und inneren Umstände, sondern die Schlüsse die ICH aus diesen Umständen gezogen habe.

Deshalb ist auch diieeee Ausdrucksform von EGO nicht Kontrolle.....sondern LERNEN.......Sammeln, auswerten und und zueinander in Bezug setzten von unterschiedlichsten Informationen, die die Entscheidungen des jeweiligen ICHs stark rational beeinflussen.....

In Antwort auf:
Ich kommt dabei nicht vor. Das gefällt Ich natürlich nicht, dass ich Ich hier so in die Pfanne haue. Aber in Wirklichkeit ist da nur eine Aversion eine schlechtes Gefühl, ein Nicht-So-Haben-Wollen, das, hervorgerufen durch meine Darstellung, passiert. Sonst nichts.


Dein Satz widerlegt dich selbst
Ich haut ich in die Pfanne.......alles klar....
hervorgerufen durch DEINE Darstellung,...Dein Ich bescheißt dein Nicht-ich.
Wenn es ein NICHT_SO_HABEN_WOLLEN gibt, dann gibt es auch ein SO_HABEN_WOLLEN....oder ? Eine Aversion IST nicht.....Eine Aversion HAT man...... Haben kann nur ein Ich....und wollen auch....Oder ist das eine Illusion?

Eine Illusion wie der vermeintliche Tiefgang deiner Ausführungen.....obwohl...deine sind es ja nicht.....oder ?
ist es das andere Ich, das mit der Pfanne zurückschlägt ? Grund genug sauer zu sein hätte es ja......

Na ja ...vieleicht kriegst dus ja wegmeditiert....OOOOOOOOOmmmmmmmmmm!! wer meditiert eigentlich....?...wenn nicht ein Ego?



atz




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dersogeht Offline



Beiträge: 39

16.09.2006 12:55
#90 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Zitat von Gysi
Die Idee, "Och, ich lege mich jetzt bis ans Ende meiner Tage aufs Sofa - denn es geschieht ja eh alles, wie es determiniert und vorbestimmt ist.", bringt dich nur zu dem, was dir nicht gut tut.

Richtig. Aber nur weil ich in diesem Fall davon ausgehe etwas unterlassen zu können.

Es gibt nichts was getan werden muss oder unterlassen werden kann.

Allerdings rennen die meisten Menschen den lieben lange Tag herum (ich auch) und sagen: "Och, ich muss dies und ich muss das....vielleicht kann ich dieses oder jenes unterlassen."

dersogeht


Gysi Online

Atheist


Beiträge: 16.028

16.09.2006 13:08
#91 Buddhismus eine Religion? antworten

In Antwort auf:
Allerdings rennen die meisten Menschen den lieben lange Tag herum (ich auch) und sagen: "Och, ich muss dies und ich muss das....vielleicht kann ich dieses oder jenes unterlassen."
Richtig. DU kannst es unterlassen. DU kannst Dinge stattdessen tun, die DIR zum Vorteil sind! Folge deinem Ego! Denn nur das sagt dir, was DIR guttut!

Gysi
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dersogeht Offline



Beiträge: 39

16.09.2006 14:01
#92 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Genuss ist die Gier nach einem weiteren angenehmen Kontakt. Genuss ist nicht der angenehme Kontakt selbst. Es ist nur eine Idee, eine Vorstellung, die sich zwischen zwei Stückchen Schokolade manifestiert. Und wenn wir diese Idee für wirklich halten, dann ruft sie, wie jeder andere angenehme Kontakt, gute Gefühle in uns hervor. Und indem wir uns in den guten Gefühlen suhlen entstehen weitere gute Gefühle auf der Basis von einer Idee (Nichts). Und daraus entstehen wiederum gute Gefühle usw. Das ergibt eine Feedback-Schleife: Gute Gefühle verursachen gute Gefühle, verursachen gute Gefühle.... . Echte Profis in Sachen Genuss benötigen schätzungsweise nur etwa alle halbe Stunde einen angenehmen Kontakt, z.B. einen Schluck Bier, um diese Feedback-Schleife am Laufen zu halten. Genuss ist sogar so wichtig, dass schon Kriege darum geführt wurden. Für 1 Stunde Glücklichsein im Hochgenuss würde manch einer sogar eine Straftat begehen. Ein Hoch auf das Ego und seinen Genuss!

dersogeht

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

16.09.2006 14:18
#93 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

In Antwort auf:
Genuss ist die Gier nach einem weiteren angenehmen Kontakt. Genuss ist nicht der angenehme Kontakt selbst.


Ist halt immer eine Sache der Definition. Ich kann mit deinen bisher nicht so recht was anfangen.
Was Genuss angeht, hast du dich schon mal mit Epikur befasst? Für mich noch heute das A und O auf dem Gebiet.




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dersogeht Offline



Beiträge: 39

16.09.2006 14:20
#94 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Jeder Mensch hat das eine oder andere Laster. Bitte gib es auf. Jetzt. DU kannst es tun!

dersogeht

PS: War jetzt nur mal so'n Schuss ins Blaue. Sag mir bitte bescheid wenn's gefruchtet hat.

dersogeht Offline



Beiträge: 39

16.09.2006 14:51
#95 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Ne. Ich war mal kurz bei der allwissenden Müllhalde (Wiki) und hab's kurz überflogen wer Epikur war. Ob er mal das Experiment gewagt hat eine Süssigkeit zu sich zu nehmen und mit maximum Aufmerksamkeit hinzuschmecken, so als ob man jedem Süssigkeits-Atom den Informationsgehalt einzeln entlocken wollte. Man muss dabei versuchen vollkommen unvoreingenommen und offen zu sein. Totale Offenheit- wie schmeckt das - ganz langsam kauen - voll im hier und jetzt, dann verschwindet Lust oder Genuss in dem Maße wie es einem gelingt beim Schmecken gegenwärtig zu sein. Es ist eine merkwürdige unangenehme Erfahrung. Auf einmal sind all die schönen Gefühle nicht mehr da, die man sonst hat, wenn man dieses isst.
(Ich schließe dabei von mir auf andere. Ich weiß nicht, ob es andere auch so empfinden.)

dersogeht

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 16.028

16.09.2006 17:21
#96  Buddhismus eine Religion? antworten

In Antwort auf:
Genuss ist die Gier nach einem weiteren angenehmen Kontakt. Genuss ist nicht der angenehme Kontakt selbst.
Na, das sehe ich aber anders - genau umgekehrt. Aber wenn nach deiner Erkenntnis und/oder Erfahrung Genuss ein Suchtphänomen ist - gut, dann befreie dich von dieser Sucht! Dazu braucht man ungeheure Dizsiplin. Nehme ich mal an. Was ist es denn, das dich dazu treibt? Nicht das EGO?

Gysi
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dersogeht Offline



Beiträge: 39

16.09.2006 17:24
#97 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Entschuldige ich wollte Dich jetzt nicht ausser Kontrolle bringen.

In Antwort auf:
Es entscheiden NICHT die äusseren und inneren Umstände, sondern die Schlüsse die ICH aus diesen Umständen gezogen habe.


Schlüsse ziehen? Wie geht denn das? Also aus mir sprudeln die Schlüsse manchmal hervor und manchmal nicht. Das passiert bei mir von selbst. Da muss ICH gar nix machen.

In Antwort auf:
Nenn mir was, das du ganz sicher NICHT kontrollieren kannst.


Alles! Weil alles wenns passiert, schon passiert ist, also nicht mehr beeinflussbar oder kontrollierbar ist. Kontrolle funktioniert nur über zwei Zeitpunkte. Dummer Weise gibt es aber immer nur einen Zeitpunkt. Das bedeutet, das dieses Konzept immer zur Hälfte auf einer Annahme über die Zukunft beruht. Und die kennen ja bekanntlich nur die Leute, die sich im Besitz einer Kristallkugel und der entsprechenden Fähigkeiten befinden, darin zu lesen. Die Idee von Kontrolle setzt also immer den Wahrsager in uns voraus.


dersogeht

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dersogeht Offline



Beiträge: 39

16.09.2006 18:17
#98 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Natürlich treibt das Ego mich zur Sucht nach guten Gefühlen. Und zwar das eingebildete Ego. Der Glaube da sei ein Ich, bringt die Vorstellung hervor, dem Ich etwas gutes tun zu können. Es ist das was Du auch schon erkannt hast: Ist da ein Wollen oder ein Habenwollen oder ein Unbedingt-immer-wieder-Haben-Wollen (Sucht), rechtfertigt das die Idee von Ego. Denn wie könnte da Wollen sein ohne einen der will? So unsere Erklärung. Aber mal angenommen wir haben etwas übersehen. Das passiert sogar in exakten Naturwissenschaften, dass was übersehen wird. Es wird übersehen, dass zum Wollen auch eine Konditionierung des Geistes aus der Vergangenheit reicht. Ein geprägtes Verhaltensmuster. Da ist das Wissen: Eiscreme = angenehmes Gefühl und das Wollen wird dadurch ausgelöst. Ist natürlich ein imaginäres Ego vorhanden hört sich das im Supermarkt dann sehr dramatisch an: "Mamma ich will n Eis." "Nein Hans. Du hast vor 2 Stunden schon eins gehabt." Hans - rot werd- gewitterwolk. "IIIIIIIIIIIIIIcccccccccccccccchhhhhhhhhhhhh wwwiiiiiiilllllllllllll jeeeeeeeeeeeetzt aber MEIIIIIIIIIIN EIIIIIIIIIIIIS!!!!!!!!!" Hans brüllt und droht die Regale auszuräumen wenn er sein Eis nicht kriegt. Die Mutter versucht ihn zurückzuhalten, da taucht der Filialleiter auf. "Passen Sie doch bitte auf ihr Kind auf." Während die Mutter einen Moment vom Filalleiter abgelenkt wurde, mach sich Hans ans Werk die Waren auf dem Fußboden zu verteilen. Der Filialleiter versucht den Jungen zurückzuhalten. Mittlerweile fliegen die Tütensuppen und Würzmischungen zu Hauf durch die Gegend. Die Mutter ist völlig verzweifelt und schreit den Filialeiter an:"Laassssen Siieeeee mein Kiiinnnd loooooooooos!!!"
Inzwischen hat sich eine Menschentraube gebildet. Der Filialleiter kriegt langsam Angst um den guten Ruf des Geschäfts und tönt: "Wenn ihr Sohn nicht augenblicklich aufhört die Ware umherzuwerfen hole ich die Polizei!!!"

Das traurige ist beides erhält sich meines Erachtens gegenseitig. Ein starker Ich-Glaube bewirkt langanhaltendes intensives Wollen (Begehren) und dieses wiederum verstärkt den Ich-Glauben.

dersogeht


Gysi Online

Atheist


Beiträge: 16.028

16.09.2006 18:37
#99  Buddhismus eine Religion? antworten
In Antwort auf:
Das traurige ist beides erhält sich meines Erachtens gegenseitig. Ein starker Ich-Glaube bewirkt langanhaltendes intensives Wollen (Begehren) und dieses wiederum verstärkt den Ich-Glauben.
Und was ist, wenn du per tieferer Lebenserfahrung dir den Stress nicht so antust, wie dieses Kind? Was treibt dich zu mehr Besonnenheit, Bescheidenheit, Verzicht auf 4 Kilo Schweinefleisch täglich, gesündere Ernährung, pi, pa po? Damit bezweckst du doch was! WAS bezweckt da?

Gysi
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dersogeht Offline



Beiträge: 39

16.09.2006 20:05
#100 RE: Buddhismus eine Religion? antworten

Ich verhalte mich so, als ob das ICH existiert. Das drückt sich darin aus das ich bezwecke, dass ich die Konstrunktion ",um zu" aufmache. Es ist halt so. Sich so zu verhalten als ob Ich nicht existiert, wäre auch ein Zweck, ein "um zu", und würde so wieder das Ich auf den Plan rufen.

dersogeht

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