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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 508 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Achim Stößer Offline




Beiträge: 12

05.12.2009 11:29
Evolutionstag 2009 Antworten

Gegen Speziesismus und Kreationismus

Am 24. November jeden Jahres, dem Tag der Erstveröffentlichung von Charles Darwins The Origin of Species (dt. "Die Entstehung der Arten"), ist "Evolutionstag". In diesem Jahr ist es ein ganz besonderer: 2009 ist das Darwinjahr, in dem sich der Geburtstag des Begründers der Evolutionstheorie zum 200. Mal jährt, und darüberhinaus erschien The Origin of Species vor genau 150 Jahren, am 24. November 1859.

Die Tatsache der Evolution kratzt natürlich an der religiösen Lehre der Gottesebenbildlichkeit ("Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau." 1. Mose 1,26f. LUT).

Sie nagt zugleich am allgegenwärtigen Speziesismus (der Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Art, analog zu Rassismus oder Sexismus).

Vor allem aber widerspricht sie dem Kreationismus, der Wahnvorstellung, daß das Leben im Universum durch magisches Eingreifen einer Schöpfergottheit entstanden sei, die derzeit in den abrahamitischen Varianten (wie im 1. Buch Mose beschrieben) eine Renaissance erlebt.

Fakt ist: Menschen sind "nackte Affen" (Desmond Morris), Trockennasenaffen, Säugetiere, Wirbeltiere. Tiere wie andere auch.

"Der Mensch ist das religiöse Tier. Er ist das einzige religiöse Tier. Er ist das einzige Tier, das die Wahre Religion hat - mehrere davon. Er ist das einzige Tier, das seinen Nächsten liebt wie sich selbst und ihm die Kehle durchschneidet, wenn seine Theologie ihm nicht recht ist. [...] Die höheren Tiere haben keine Religion." (Mark Twain)

"Der Mensch ist ein wunderliches Tier." (August Strindberg) "... ein bösartiges Tier." (Joseph Conrad) "... das einzige Tier, das erröten kann - oder sollte." (Mark Twain) "... das Tier, das Kaugummi kaut." (Durs Grünbein)

Trotz aller Bemühungen von Theisten und Speziesisten gibt es jedoch kein ethisch relevantes Merkmal, das alle Menschen von allen anderen Tieren unterscheidet. Es ist an der Zeit, sich nicht nur von der Religion, sondern von allen aberwitzigen Vorstellungen (auch dem Speziesismus) loszusagen. Auch wenn das manchem "Herrentier" nicht gefallen mag.

http://antitheismus.de/archives/183-Evolutionstag-2009.html

Achim
--
http://antitheismus.de | http://achim-stoesser.de
http://antisexismus.de | http://antispeziesismus.de | http://maqi.de/tv

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

05.12.2009 12:11
#2 RE: Evolutionstag 2009 Antworten

In Antwort auf:
Trotz aller Bemühungen von Theisten und Speziesisten gibt es jedoch kein ethisch relevantes Merkmal, das alle Menschen von allen anderen Tieren unterscheidet.



Speziesismus...Trotz aller Mitleid mit sämtlichen Nichtmenschlichen Kreaturen (die das Mitleid den Menschen gegenüber eigentlich sogar übertrifft) - das Ganze ist Blödsinn.
Nur weil die Evolution stattfindet (und stattgefunden hat), heißt das nicht, dass der "Speziesismus" in irgendeiner Form schlecht wäre - eher im Gegenteil, da er ja sogar selbstverständlich biologisch determiniert ist. Es war doch die Evolution, die uns zu Omnivoren gemacht hat, auf deren Speiseplan auch eine Portion Fleisch ihren festen Platz hat.

Das gesamte tierische Leben ist doch nur darauf aufgebaut, andere Lebewesen zu töten, um selbst zu überleben. Das Leben jedes einzelnen Tieres ist auf den Leichen unzähliger anderer Tiere aufgebaut - das ist eine natürliche Ordnung, die kein noch so schöner Wunschgedanke wegzaubern kann.
Auch wenn man Veganer ist - sind Pflanzen vielleicht keine Lebewesen? Ist Salat keine Spezies? Oder auch wenn man "Frutarier" ist. (und falls man das überlebt...) Auf den Früchten sitzen auch Bakterien - die armen Bakterien! Die lassen sowieso die ganze Zeit für uns ihr Leben, an vielerlei Orten! Haben die kein Recht auf Gleichbehandlung mit dem Menschen.

Jeder ist Speziesist. Und das ist völlig ok so. Und das braucht man auch gar nicht versuchen, irgendwie zu rechtfertigen. (Was ich persönlich immer sehr peinlich finde.)
Der Mensch tötet Lebewesen nur aus folgenden Gründen: Sie schmecken gut. Ihre Körper lassen sich gut verwerten - und der Hauptgrund für alles: Sie können sich praktisch nicht wehren.
Rechtfertigen soll und braucht man das nicht. Der Mensch ist einfach ein Arschloch - und dazu sollte er auch stehen.

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

05.12.2009 18:45
#3 RE: Evolutionstag 2009 Antworten

In Antwort auf:
Rechtfertigen soll und braucht man das nicht. Der Mensch ist einfach ein Arschloch - und dazu sollte er auch stehen.



Der Mensch ist kein grösseres Arschloch als der weisse Hai
Nur weil er fähig ist zu reflektieren und sich Gut und Böse zu erfinden ist er kein Arschloch.
Er ist ein Hasenfuss weil er sich Gott erfunden hat...

Und natürlich ist der Mensch auch nur ein Säugetier......aber eben eines von der schlauen Sorte.
Und er ist aus der Evolution als Jäger hervorgegangen....machen wir uns nix vor.....

Über die Art und Weise wie Menscheit heute ihren Fleischhunger stillt braucht keiner zu diskutieren...das ist eine Sauerei und gehört verboten.

Aber Leute wie unser Achim hier tragen nicht im Geringsten dazu bei dass sich bei der breiten Masse etwas ändern könnte.....die schütteln die Köppe wenn sie so was lesen.....und das mit Recht.

Manchmal so scheint es ist der Antitheismus auch nix weiter als eine Religion.


atz

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