Der Philosoph denkt über G"tt nach, der Gläubige denkt über sich selbst nach. Denn der Philosoph weiss dass es ihn selbst gibt, und daher denkt er darüber nach ob es G"tt gibt. Der Gläubige weiß dass es G"tt gibt,und deswegen denkt er darüber nach in welchem Verhältnis er zu G"tt steht und wie er G"ttes Willen erfüllen kann.
----------------------------------------------- Der Trend geht ganz eindeutig zur Zweitsignatur :-)
Wo bleibt deine sonst recht differenzierte Sichtweise?
Wenn ein Religiöser, egal welcher Art, in dieser Eigenschaft als Religiöser was vom Staat will, muss der Staat ganz selbstverständlich irgendwie festlegen, wer als welcher Religiöser zählt. Anders gehts gar nicht.
-------------------------------------------------- Am Ende wird sich herausstellen, dass jedes Detail unseres Universums Regeln folgt, die durch ein einfaches Programm repräsentiert werden können, und dass alles was wir sehen, letztlich durch das Laufen dieses Programms hervortritt. Stephen Wolfram --------------------------------------------------
auf solche Themen reagiere ich etwas empfindlich, sorry.
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Der Philosoph denkt über G"tt nach, der Gläubige denkt über sich selbst nach. Denn der Philosoph weiss dass es ihn selbst gibt, und daher denkt er darüber nach ob es G"tt gibt. Der Gläubige weiß dass es G"tt gibt,und deswegen denkt er darüber nach in welchem Verhältnis er zu G"tt steht und wie er G"ttes Willen erfüllen kann.
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Bruder Spaghettus
30.12.2009 09:50
RE: Wer ist Jude? Konflikt zw. weltlichem u. religiösem Recht
Naja, geht mir ja oft genug ähnlich. Weils bei dir aber so selten ist, fällt es halt mehr auf. Ich kann dich da schon verstehen.
-------------------------------------------------- Am Ende wird sich herausstellen, dass jedes Detail unseres Universums Regeln folgt, die durch ein einfaches Programm repräsentiert werden können, und dass alles was wir sehen, letztlich durch das Laufen dieses Programms hervortritt. Stephen Wolfram --------------------------------------------------
Gerade die Nürnberger Gesezte sind ja auch innerhalb der jüdischen Gemeinde nicht völlig unumstritten. Es gab ja auch einige die diese ausdrücklich begrüßten, da mit diesen Gesezten eine Vermischung von Juden und Nichtjuden verhindert werden sollte. Allerdings wurden mit diesen Gesezten Menschen zu Juden erklärt die im sinne der Halacha nicht jüdisch sind. Beispielsweise wenn der Vater jude ist und die Mutter nicht. Dann ist nach der Halacha das Kind nicht jüdisch. Außerdem sind so typische Naziausdrücke viel Volljude, Halbjude, Vierteljude völliger Qutsch. entweder ist jemand Jude oder er ist keiner. Es gibt ja auch keine Halbchristen oder Halbmuslime
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Der Philosoph denkt über G"tt nach, der Gläubige denkt über sich selbst nach. Denn der Philosoph weiss dass es ihn selbst gibt, und daher denkt er darüber nach ob es G"tt gibt. Der Gläubige weiß dass es G"tt gibt,und deswegen denkt er darüber nach in welchem Verhältnis er zu G"tt steht und wie er G"ttes Willen erfüllen kann.
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maleachi 89
31.12.2009 17:09
RE: Wer ist Jude? Konflikt zw. weltlichem u. religiösem Recht
Zitat von kadeschAußerdem sind so typische Naziausdrücke viel Volljude, Halbjude, Vierteljude völliger Qutsch. entweder ist jemand Jude oder er ist keiner. Es gibt ja auch keine Halbchristen oder Halbmuslime
Aber Jude-sein hat doch fast so was wie mit Stammeszugehörigkeit zu tun. Christ oder Muslim-sein ist mehr ein Bekenntnis und die Vorfahren oder die Verwanden spielen da so gut wie keine Rolle.
_____________________________________________________________ "Hätte ich einen Gott, den ich verstehen könnte, ich wollte ihn nimmer für Gott halten." Meister Eckhart, Mystische Schriften
Jude-Sein ist tatsächlich in erster Linie eine Volkszugehörigkeit - nämlich die Zugehörigkeit zum Volk Israel, oder noch genauer, zum Stamm Juda. Eine Volkszugehörigkeit wird zwar in der Regel durch "das Blut" festgelegt, doch ein Volk selbst ist vor allem ein soziologisches Gebilde, welches sich seine Zugehörigkeitskriterien frei wählen kann. Im Judentum ist das Kriteriem tatsächlich "das Blut", allerdings nur das der Mutter. Ob der Vater Deutscher, Araber, Franzose oder doch auch Jude ist, spielt keine Rolle und macht einem im Ernstfalle kein bisschen jüdisch. Jude ist, wer eine jüdische Mutter hat - der Vater ist egal. "Halbjuden" gibt es also nicht und um ein "Volljude" zu sein, genügt eine jüdische Mutter.
"Mischehen" sind im Judentum dennoch nicht vorgesehen. Das Ideal bleibt die Ehe zwischen zwei Juden. Dass die Frau jedoch das ausschlaggebende Kriterium für die Zugehörigkeit ist, hat historische Gründe.
________________________ Signaturen werden eindeutig überschätzt
Aviel
01.01.2010 11:38
RE: Wer ist Jude? Konflikt zw. weltlichem u. religiösem Recht
-------------------------------------------------- Gott ist kein Mensch, das er täusche, kein Sohn Adams, das er bereue. Er sollte verheißen und nicht vollbringen, versprechen und nicht halten? 4.Mose 23,19 --------------------------------------------------
Bruder Spaghettus
01.01.2010 12:20
RE: Wer ist Jude? Konflikt zw. weltlichem u. religiösem Recht
Zitat Es gibt ja auch keine Halbchristen oder Halbmuslime
Na, der Vergleich ist aber etwas daneben. Außer den Juden hat ja niemand so ne undurchschaubare Definition sowohl über Abstammung und Volk als auch über Religion. Deshalb finde ich diese Bezeichnungen wie Halb- oder Vierteljude völlig o.k. solange die sich auf die Abstammung und nicht auf den Glauben beziehen. Denn warum sollten wir da die jüdische, ziemlich eigenwillige Definition gelten lassen und nicht die allgemein übliche bei Abstammungen?
-------------------------------------------------- Am Ende wird sich herausstellen, dass jedes Detail unseres Universums Regeln folgt, die durch ein einfaches Programm repräsentiert werden können, und dass alles was wir sehen, letztlich durch das Laufen dieses Programms hervortritt. Stephen Wolfram --------------------------------------------------
was ist an der jüdischen Definition Eigenwillig? Dass die Religionszugehörigkeit über die Mutter weiter gegeben wird hat ja den Grund dass man eine Mutterschaft eher nachweisen kann als eine Vaterschaft
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Der Philosoph denkt über G"tt nach, der Gläubige denkt über sich selbst nach. Denn der Philosoph weiss dass es ihn selbst gibt, und daher denkt er darüber nach ob es G"tt gibt. Der Gläubige weiß dass es G"tt gibt,und deswegen denkt er darüber nach in welchem Verhältnis er zu G"tt steht und wie er G"ttes Willen erfüllen kann.
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Bruder Spaghettus
04.01.2010 10:37
RE: Wer ist Jude? Konflikt zw. weltlichem u. religiösem Recht
Das eigenwillige ist die doppelte Art, sich als Jude definieren zu können. Einmal über die Zugehörigkeit zu einem Volk und ein weiteres Mal über die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft. Das führt nun mal zu Irritationen, weil man nie weiß, wovon gerade die Rede ist.
Auch du selbst bist da ja fließend. Siehe deine Aussage eben: "Dass die Religionszugehörigkeit über die Mutter weiter gegeben wird..."
Wieso die Religionszugehörigkeit? Da kann es doch eigentlich nur um die Volkszugehörigkeit gehen. Schließlich kann die Mutter ja auch säkulare Jüdin gewesen sein.
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Aviel
04.01.2010 11:36
RE: Wer ist Jude? Konflikt zw. weltlichem u. religiösem Recht
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BS liegt schon nicht falsch. Die Definition über die Zugehörigkeit zum Judentum steht zwar auf dem Fundament einer religiösen Gesetzgebung, definiert aber nichts anderes als die Volkszugehörigkeit. Religiös oder nicht, das spielt keine Rolle. Kurz gesagt: Das Judentum ist nichts weiter als die Gesamtheit der Kultur des jüdischen Volkes. Beides lässt sich nicht trennen, doch in erster Linie stehen Juden als Volk da.
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Wer wissen möchte, was der Administrator zu dem Thema sonst noch so alles verzapft hat, der schaue bitte in das E-Book "Die Ewigkeit gibt's ohne Gott!"