Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Mach mit!


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 772 mal aufgerufen
 Jüdische Politik und Kultur
Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2009 08:30
Chanukka - Fest auf falschen Grundlagen? Antworten

„Entgegen der gängigen Meinung im Zusammenhang mit dem Chanuka-Fest und dem Sieg der Makkabäer über die die Seleukiden, hat der griechische Herrscher Antiochius IV den Juden trotz des Verbots jüdischer Rituale die Hellenisierung nicht aufgezwungen“, heißt es in seinem Forschungsaufsatz „Jewish Identities in Antiquity“.
Die Analyse der schriftlichen Quellen zeige, so der Professor für alte Geschichte, dass die Frage der Hellenisierung zu jener Zeit praktisch keine Rolle gespielt habe. Tatsächlich hätte sich nur eine Minderheit der jüdischen Bevölkerung hellenisiert, und zwar ohne Zwang von Seiten der Herrscher. In den Augen Mendels sind diese Unterscheidungen von großer Bedeutung für das Verständnis der jüdischen Geschichte; bringen sie doch eine Diskrepanz zwischen dem Hellenisierungsmythos – der eine Metapher für den Kampf um jüdische Kontinuität durch die Zeiten geworden ist – und den tatsächlichen historischen Entwicklungen der damalige Zeit zum Ausdruck.

http://www.alsharq.de/2009/12/chanuka-de...andes_8308.html

Pamuk Offline

Drachentöter


Beiträge: 850

29.12.2009 17:46
#2 RE: Chanukka - Fest auf falschen Grundlagen? Antworten

Und wieso soll das Fest nun auf einer falschen Grundlage basieren?
Selbstverständlich haben sich nicht alle Juden gegen die Hellenisten aufgelehnt. Viele wählten den Weg des geringsten Widerstandes, doch das Makkabäer konnten das eben nicht ertragen, that's it.

________________________
...

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2009 19:27
#3 RE: Chanukka - Fest auf falschen Grundlagen? Antworten

Steht doch klar im Artikel:

Die Analyse der schriftlichen Quellen zeige, so der Professor für alte Geschichte, dass die Frage der Hellenisierung zu jener Zeit praktisch keine Rolle gespielt habe. Tatsächlich hätte sich nur eine Minderheit der jüdischen Bevölkerung hellenisiert, und zwar ohne Zwang von Seiten der Herrscher. In den Augen Mendels sind diese Unterscheidungen von großer Bedeutung für das Verständnis der jüdischen Geschichte; bringen sie doch eine Diskrepanz zwischen dem Hellenisierungsmythos – der eine Metapher für den Kampf um jüdische Kontinuität durch die Zeiten geworden ist – und den tatsächlichen historischen Entwicklungen der damalige Zeit zum Ausdruck.

Es wurde was bekämpft, was es gar nicht gab: die Helenisierung.

Volker Offline



Beiträge: 151

01.08.2013 17:27
#4 RE: Chanukka - Fest auf falschen Grundlagen? Antworten

Wie du selbst schreibst, gab es doch eine Hellenisierung - die freiwillige Hellenisierung einer Minderheit.

Genau gegen diese Minderheit haben die Makkabäer gekämpft. Das ist aber alles nichts Neues. Man kann das schon in Elias Bickermanns 1937 erschienenem Buch "Der Gott der Makkabäer" nachlesen.

Warum die Eroberung Jerusalems durch die Makkabäer kein Grund zum Feiern sein soll, habe ich allerdings auch nach dreimaliger Lektüre des Artikels noch nicht begriffen.

Arturos Offline



Beiträge: 291

18.07.2014 00:06
#5 RE: Chanukka - Fest auf falschen Grundlagen? Antworten

Hellenisierung ist mir persönlich symphatischer als Islamisierung

 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz