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Dieses Thema hat 59 Antworten
und wurde 2.392 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
Seiten 1 | 2 | 3
Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.869

04.06.2011 08:45
#51 Hat Gysi doch Recht? Antworten

Zitat von IinP
Würdest du Philosophie als Wissenschaft bezeichnen?

Ja. Alles was der wissenschaftlichen Erkenntnismethode unterworfen ist, ist Wissenschaft. Also alles was dem Widerspruch preisgegeben ist und den Widerspruch sucht. Alles was zur Selbstkritik fähig ist und sich nicht zur Unfehlbarkeit aufplustert.

Zitat
Man wird Gott, sofern er existiert, niemals beweisen können.

Aber es muss doch irgendwelche Indizien oder Vermutungen geben, die dich dahin bringen, an einen Gott zu glauben. Welche sind das?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

04.06.2011 09:11
#52 RE: Hat Gysi doch Recht? Antworten

@ Gysi: "Aber es muss doch irgendwelche Indizien oder Vermutungen geben, die dich dahin bringen, an einen Gott zu glauben. Welche sind das?"
Ockhams Rasiermesser :)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.869

04.06.2011 09:36
#53  Hat Gysi doch Recht? Antworten

Zitat von IinP
Ockhams Rasiermesser :)

Ja gut. Kannst du das genauer sagen?

Man sollte nicht nur nach den vermeintlich einfachsten Begründungen suchen, sondern nach den naheliegenden, schlüssigen. Also nach logischer Ableitung. Und die natürlich dem Widerspruch offenhalten, sobald sich eine Veränderung der Parameter ergibt! Wenn man den Weg der wissenschaftlichen Erkenntnismethodik geht.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

04.06.2011 10:18
#54 RE: Hat Gysi doch Recht? Antworten

Ist es denn wichtig, Gottes (Nicht)Existenz wissenschaftlich zu beweisen? Beweise fehlen, wenn jemand als Prophet daherkommt und behauptet, er hätte mit Gott bzw Gabriel gesprochen und hätte Weisungsbefugnis erhalten. DAS soll bewiesen werden, dann erledigt sich der Gottesbeweis von allein.


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
"Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt." (Kurt Schumacher, SPD)

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

05.06.2011 17:15
#55 RE: Hat Gysi doch Recht? Antworten

@ radiogucker: Erst mal eine Frage: Wann ist denn Gott bewiesen? Was muss geschehen, damit man Gottes Existenz beweisen kann? Woher wissen wir, wie Gott überhaupt aussieht?

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

05.06.2011 17:50
#56 RE: Hat Gysi doch Recht? Antworten

Zitat von IslamIsNotPeace
@ radiogucker: Erst mal eine Frage: Wann ist denn Gott bewiesen? Was muss geschehen, damit man Gottes Existenz beweisen kann? Woher wissen wir, wie Gott überhaupt aussieht?

Die Gläubigen(deren Vertreterverbände) könnten zB eine Pressekonferenz für Gott veranstalten, in deren Verlauf Gott himself den Journalisten und Interessierten Rede und Antwort steht. Er sollte sich natürlich irgendwie legitimieren können.


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
"Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt." (Kurt Schumacher, SPD)

husampa Offline



Beiträge: 208

06.06.2011 10:59
#57 RE: Hat Gysi doch Recht? Antworten

Bitte das Thema verschieben, ob Gysi Recht hat? Ja und nein....
Alaso bitte verschieben aus dem Christenheim.

Ottaviani Offline



Beiträge: 68

06.06.2011 11:22
#58 RE: Hat Gysi doch Recht? Antworten

Was bitte ist das "Christenheim"?

Ragecookie Offline




Beiträge: 619

06.06.2011 13:05
#59 RE: Hat Gysi doch Recht? Antworten

Zitat von Ottaviani
Was bitte ist das "Christenheim"?



Ein weiteres Beispiel für husampas Hang zu Neologismen die keinen Sinn machen.

___________________________________________________
Science is more then a body of knowledge, it is a way of thinking, a way of sceptical interrogating the universe.

-Carl Sagan

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 703

06.06.2011 21:19
#60 RE: Hat Gysi doch Recht? Antworten

Von dem möglichen Paralleluniversum landen wir unweigerlich bei der Gottesfrage. Dazwischen wurde noch die Philosophie erwähnt.

Die Philosophie ist in wesentlich Weltweisheit (Wissen um die Welt)*: Ihr Problem ist die Welt (in der wir leben). Mit dieser allein hat sie zu tun und lässt die Götter (Gott) in Ruhe, erwarte aber dafür, auch von ihnen in Ruhe gelassen zu werden [woher nur dieser Drang, Gottes Existenz oder Nicht-Existenz beweisen zu wollen?]

Die Philosophie muss, so gut wie Kunst und Poesie, ihre Quelle in der anschaulichen Auffassung der Welt haben: Dabei darf es aber nicht so kaltblütig hergehen - auch wenn der Kopf oben (klar) bleibt, dass nicht am Ende der ganze Mensch, mit Herz und Kopf, zur Aktion käme und durch und durch erschüttert würde. Philosophie ist kein Algebra-Exempel. Damit will Schopi sagen, nur wo sie uns innerlich berührt, ist Philosophie wertvoll.

Der Mensch als metaphysisches Tier:
Ohne Zweifel ist das Wissen um den Tod und neben diesem die Betrachtung des Leidens und der Not des Lebens, was den stärksten Anstoss zum philosophischen Besinnen und zur metaphysischen Auslegung der Welt gibt. Wenn unser Leben endlos und schmerzlos wäre, würde es vlt. doch keinem einfallen zu fragen, warum die Welt da sei und gerade so sei, wie sie ist, sondern eben auch sich alles von selbst verstehen.

Zum Philosophieren sind die zwei ersten Erfordernisse diese: Erstens, dass man den Mut habe, keine Frage auf dem Herzen zu behalten; und zweitens, dass man alles das, was sich angeblich von selbst versteht, sich zum deutlichen Bewusstsein bringe, um es als Problem aufzufassen (wie z.B. die Existenz der Aussenwelt).

Während die Geschichte uns lehrt, dass zu jeder Zeit etwas anderes gewesen, ist die Philosophie bemüht, uns zu der Einsicht zu verhelfen, dass zu allen Zeiten ganz dasselbe war, ist und sein wird [v.a. die Natur des Menschen als metaphysisches Tier].
In Wahrheit ist das Wesen des Menschenlebens wie der Natur überall in jeder Gegenwart ganz vorhanden und bedarf daher, um erschöpfend erkannt zu werden, nur der Tiefe der Auffassung (des Nachdenkens).

Was endlich das besonders durch die überall so geistesverderbliche und verdummende (hegelsche) Afterphilosophie aufgekommene Bestreben, die Weltgeschichte (gilt auch für die Naturgeschichte) als ein planmässiges (gesteuertes) Ganzes zu fassen, oder, wie sie es nennen, „sie organisch zu konstruieren“, betrifft, so legt demselben eigentlich ein roher, und platter REALISMUS zu Grunde, der die Erscheinungen für das Wesen an sich der Welt hält und vermeint, auf sie, auf ihre Gestalten und Vorgänge käme es an, wobei er noch im stillen von gewissen mythologischen (religiösen) Grundansichten unterstützt wird, die er stillschweigend voraussetzt.

Denn, da nur das Individuum, nicht aber das Menschengeschlecht wirkliche, unmittelbare Einheit des Bewusstseins hat, so ist die Einheit des Lebenslaufes dieses eine blosse Fiktion. Zudem, wie in der Natur nur die species (Art) real, die genera (Gattungen) blosse (begriffliche) Abstraktionen sind, so sind im Menschengeschlecht nur die Individuen und ihre Lebenslauf real, die Völker und ihre Leben blosse Abstraktionen.

*Aus: Denken mit Schopenhauer (Diogenes 2007), Neubearbeitung von
Vom Nutzen der Nachdenklichkeit. Ein Schopenhauer-Brevier (1987)

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RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester) Die einzige Entschuldigung Gottes ist, dass er nicht existiert (Stendhal).
Denken ist eine Anstrengung; Glaube ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Philosophie ist, über die Welt und das Leben der Menschen nachzudenken (Schopenhauer).
Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

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