Zitat von LukrezWenn Gott existiert, dann muss auch dieser in dem Falle zwingend eine Voraussetzung haben!
"All effects require a cause" ist eine nachvollziehbare, absolut logische und anerkannte Tatsache, die sich bei der Gesamtheit aller Tätigkeiten im täglichen Leben beobachten und erklären lässt. Wenn wir bei der Entstehung des Universums davon ausgehen, dass jede Entwicklung, begonnen beim Urknall bis zur Entstehung der Erde, einen Ursprung, einen Grund hat und manch einer davon ausgeht, dass jener Ursprung G'tt sein muss, wird man verständlicherweise einwenden, dass G'tt folglich auch einen Ursprung haben müsste, dass es im Grunde genommen also keinen absoluten Anfang geben kann.
Was ist also der Ursprung der Existenz G'ttes, wenn jeder Vorgang, jede Wirkung und jede Existenz einen Ursprung haben? Aus einem Grund ist diese Frage jedoch hinfällig: Als Effekte/Vorgänge/Wirkungen lassen sich nur solche Dinge bezeichnen, die in Raum und Zeit messbar und beobachtbar sind. Nur die Dinge, welche Raum und Zeit unterworfen sind, lassen sich als Wirkung einer anderen Sache bezeichnen, nur diese Dinge verlangen eine Ursache. G'tt gilt dem Gläubigen jedoch als Schöpfer des Universums und somit als Schöpfer von Raum und Zeit. Ein Schöpfer ist seiner Kreation nicht unterworfen und daher lassen sich die Kriterien Raum und Zeit auf den Schöpfer nicht anwenden. Die Fragestellung nach dem Ursprung G'ttes ist somit falsch und nicht anwendbar. G'tt wird als unveränderbare Singularität vorausgesetzt, die sich nicht in Raum und Zeit messen lässt und keine greifbare Materie ist. Auch in der Astronomie geht man von einer Singularität als Ursprung des Universums aus.
________________________ Signaturen werden eindeutig überschätzt
Zitat Auch in der Astronomie geht man von einer Singularität als Ursprung des Universums aus.
Nicht unbedingt - das ist lediglich ein rein mathematischer Kunstgriff. Selbst wenn das Universum eine Ursache hätte - wieso soll diese Gott sein? Da reichen doch Quantenfluktuationen vollkommen aus.
Für mich ist das Universum allerdings seine eigene Ursache. Die Ewigkeit von Raum und Zeit. (Unter Ewigkeit habe ich das schon dargelegt!)
__________________________________________________ Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein. (Lukrez)
Und wieso überhaupt Gott? Was für einen gelten kann, kann auch für viele gelten.
Weg mit dem Alleinherrschaftsanspruch!
Ach ja, woraus hat denn der Gott deiner Phantasie dann was geschaffen? War ja außer ihm nichts da. Ist das All gar nur Zerfallsprodukt sich auflösender Götter?
Ach ja, noch kurz zu deiner obigen Sophisterei.
Danach müsste dein Gott außerhalb der Naturgesetze stehen. Wäre also in keiner Weise erfassbar und für uns völlig bedeutungslos und nicht den leisesten Gedanken wert.
-------------------------------------------------- Am Ende wird sich herausstellen, dass jedes Detail unseres Universums Regeln folgt, die durch ein einfaches Programm repräsentiert werden können, und dass alles was wir sehen, letztlich durch das Laufen dieses Programms hervortritt. Stephen Wolfram --------------------------------------------------
__________________________________________________ Wie hat sich Denken entwickelt? Und warum tun wir uns so schwer damit? Ich versuche den Zuschauern zu erklären, dass unterschiedliche Menschen unterschiedlich denken. Für Wissenschaftler z.B. ist Denken eine Methode zur Überprüfung von Vermutungen. Wenn ich vermute “Im Kühlschrank könnte noch Bier sein..” und ich gucke nach, dann betreibe ich im Prinzip schon eine Vorform von Wissenschaft. In der Theologie dagegen werden Vermutungen in der Regel nicht überprüft. Wenn ich nur sage “Im Kühlschrank ist Bier!” bin ich Theologe - wenn ich nachgucke, bin ich Wissenschaftler. Wenn ich nachgucke, nix finde und trotzdem behaupte, “es ist Bier drin!”, dann bin ich Esoteriker
Zitat Nochmal.....warum schreibst du Gott nicht mit o??
Muss ich schon wieder den gleichen Text schreiben? Ich habe diese Frage schon oft genug beantwortet und ich wäre dankbar, wenn man es einfach mal als Ausdruck meines Glaubens respektieren könnte, so wie ich es respektiere, dass ihr Atheisten seid. Es ist mir im Grunde genommen total egal und es ist nicht meine Aufgabe irgendwen zu missionieren, sondern ich will einfach nur interessante Diskussionen mit verschiedenen Standpunkten und verschiedenen Weltanschauungen führen.
________________________ Signaturen werden eindeutig überschätzt
Zitat Nochmal.....warum schreibst du Gott nicht mit o??
Muss ich schon wieder den gleichen Text schreiben? Ich habe diese Frage schon oft genug beantwortet und ich wäre dankbar, wenn man es einfach mal als Ausdruck meines Glaubens respektieren könnte, so wie ich es respektiere, dass ihr Atheisten seid. Es ist mir im Grunde genommen total egal und es ist nicht meine Aufgabe irgendwen zu missionieren, sondern ich will einfach nur interessante Diskussionen mit verschiedenen Standpunkten und verschiedenen Weltanschauungen führen.
Sorry,wenn ich nicht alle deine Beiträge gelesen habe. Das es zum Ausdruck eines Glaubens gehört ein ' anstatt eines o zu benutzen,war mir bisher neu. Ist mir im Grunde genommen übrigens auch total egal...aber ein bißchen albern isses schon. Warum nich ein * für die t`s,oder ein # für das G??
__________________________________________________ Wie hat sich Denken entwickelt? Und warum tun wir uns so schwer damit? Ich versuche den Zuschauern zu erklären, dass unterschiedliche Menschen unterschiedlich denken. Für Wissenschaftler z.B. ist Denken eine Methode zur Überprüfung von Vermutungen. Wenn ich vermute “Im Kühlschrank könnte noch Bier sein..” und ich gucke nach, dann betreibe ich im Prinzip schon eine Vorform von Wissenschaft. In der Theologie dagegen werden Vermutungen in der Regel nicht überprüft. Wenn ich nur sage “Im Kühlschrank ist Bier!” bin ich Theologe - wenn ich nachgucke, bin ich Wissenschaftler. Wenn ich nachgucke, nix finde und trotzdem behaupte, “es ist Bier drin!”, dann bin ich Esoteriker
Zitat von PamukG'tt gilt dem Gläubigen jedoch als Schöpfer des Universums und somit als Schöpfer von Raum und Zeit. Ein Schöpfer ist seiner Kreation nicht unterworfen und daher lassen sich die Kriterien Raum und Zeit auf den Schöpfer nicht anwenden. Die Fragestellung nach dem Ursprung G'ttes ist somit falsch und nicht anwendbar.
Das Universum muss wohl von einem zeit- und raumlosen Zustand geschaffen worden sein. Es gibt aber keinen Grund, kein Indiz, anzunehmen, dass dieser Zustand Gott ist. Und dann auch noch ein lebendiger, persönlicher und direkt mit den Menschen kommunizierender, sie leitender und strafender Gott.
_____________________________________________ Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)
Zitat Das Universum muss wohl von einem zeit- und raumlosen Zustand geschaffen worden sein.
Wie schon unter "Ewigkeit" von mir dargelegt ist das wohl eine unrichtige Annahme und nur durch mathematische Tricks (annahme einer Inflation des Universums) so zu begründen. Da der Zustand nicht raumlos war, kann er auch nicht zeitlos gewesen sein. Falls die Multiversumstheorie stimmt kann es auch niemals einen raumlosen Zustand gegeben haben. Oder soll etwa vor dem Multiversum das blanke Nichts gewesen sein - wieso soll denn plötzlich ein Multiversum entstehen?
__________________________________________________ Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein. (Lukrez)
Zitat von LukrezOder soll etwa vor dem Multiversum das blanke Nichts gewesen sein - wieso soll denn plötzlich ein Multiversum entstehen?
Diese Theorie gibt es. Wenn Raum und Zeit mit dem Universum erst entstanden sind, war der Zustand außerhalb dieses Universums raum- und zeitlos. Oder er hatte Raum und Zeit, die für dieses Universum nicht relevant sind. Aber auch Raum und Zeit in anderen Zuständen müssen ihre Ursache haben. Ich kann mir gut vorstellen - oder so schlecht, wie jeder andere im Raum- und Zeitleben Verhaftete - dass das Nichts die Erste Ursache ist, aus der alle Endlichkeiten und alle Fülle entstanden ist.
_____________________________________________ Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)
Zitat Ich habe diese Frage schon oft genug beantwortet und ich wäre dankbar, wenn man es einfach mal als Ausdruck meines Glaubens respektieren könnte, so wie ich es respektiere, dass ihr Atheisten seid.
Das machen wir doch auch. Jedenfalls solange du von deinem eigenen Wüstengott sprichst.
Hier, so hast du aber klar gemacht, geht es überhaupt nicht um den. Was ich verstehe, denn der ziemlich konkret beschriebene Jehova lässt sich doch ziemlich leicht widerlegen. Hier geht es dir laut deiner eigenen Aussage ja nur um einen x-beliebigen Gott mit einer einzigen Aussage: Er hat alles erschaffen.
Deshalb noch mal meine Nachfrage. Warum schreibst du diesen Gott ebenfalls nach den Regeln, die nur für deinen jüdischen Gott gelten?
-------------------------------------------------- Am Ende wird sich herausstellen, dass jedes Detail unseres Universums Regeln folgt, die durch ein einfaches Programm repräsentiert werden können, und dass alles was wir sehen, letztlich durch das Laufen dieses Programms hervortritt. Stephen Wolfram --------------------------------------------------
__________________________________________________ Wie hat sich Denken entwickelt? Und warum tun wir uns so schwer damit? Ich versuche den Zuschauern zu erklären, dass unterschiedliche Menschen unterschiedlich denken. Für Wissenschaftler z.B. ist Denken eine Methode zur Überprüfung von Vermutungen. Wenn ich vermute “Im Kühlschrank könnte noch Bier sein..” und ich gucke nach, dann betreibe ich im Prinzip schon eine Vorform von Wissenschaft. In der Theologie dagegen werden Vermutungen in der Regel nicht überprüft. Wenn ich nur sage “Im Kühlschrank ist Bier!” bin ich Theologe - wenn ich nachgucke, bin ich Wissenschaftler. Wenn ich nachgucke, nix finde und trotzdem behaupte, “es ist Bier drin!”, dann bin ich Esoteriker
"Gott" als Lückenbüßer für einen Ursprung löst das Problem nicht, warum etwas ist und nicht vielmehr nichts. Es bleibt immer die Frage: Wer erschuf Gott ? oder Wer bewegte den aristotelischen "Ersten Beweger" ? Aristoteles' Annahme der Erste Beweger sei selbst unbewegt, bricht mit dem Kausalitätsprinzip.
Die Schlussfolgerung breche die Kausalkette willkürlich ab und verwerfe letztlich das Kausalitätsprinzip: denn entweder alles hat eine Ursache oder Gott ist ohne Ursache.
Das Argument sei nicht schlüssig, da die Schlussfolgerung nicht alternativlos sei. Selbst wenn man den Beweisgang akzeptiert, folge daraus nur, dass es eine erste Ursache gibt – nicht aber, dass diese mit Gott gleichzusetzen ist. Die Annahme, dass Gott ohne Grund existieren könne, könne ebenso gut auf das Universum übertragen werden. Das wäre nach einigen kosmologischen Modellen mit der Urknalltheorie vereinbar. Auch lassen bestimmte kosmologische Modelle (Raumzeit-Topologien) in sich geschlossene Kausalketten zu. Eine erste Ursache anzunehmen wäre demnach keine logische oder metaphysische Notwendigkeit, sondern entspränge unserer Art, die Welt wahrzunehmen.
In meiner Ausführung ging es mir nicht um einen Beweis G'ttes, sondern um eine Erklärung, wie G'tt der Ursprung aller Dinge sein kann, ohne selbst das Ergebnis einer Ursache zu sein.
________________________ Signaturen werden eindeutig überschätzt
Wer wissen möchte, was der Administrator zu dem Thema sonst noch so alles verzapft hat, der schaue bitte in das E-Book "Die Ewigkeit gibt's ohne Gott!"