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Dieses Thema hat 604 Antworten
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 Christentum
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Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 14:34
#126 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat von Maik
Deine Vorraussetzungen stimmen nicht. Du gehst von dem alten Vorurteil aus, das Gläubige einfach alles ablesen würden und dann unkritisch danach handeln.


Ich gehe nur von einer Voraussetzung aus: In der Bibel gibt es keine Nachweise, dass Gott seine Gebot in irgend einer Weise begründet. Du hast das Gegenteil behauptet.

Deshalb bitte ich doch nochmals:

Zitat
Bring mir bitte Belege aus der Bibel in denen Jahwe/Jehova selbst seine Gebote begründet.

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 14:41
#127 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Darauf hab ich nun bereits mehrfach geantwortet.
Du akzeptierst meine Antwort nicht.
Nun gut, damit muss ich wohl leben.

MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

08.01.2010 14:59
#128 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Gott begründet in der Bibel fast nie seine Gebote/Verbote! Das übernimmt das Fußvolk je nach religiöser Strömung.

Lt. der Bibel fordert Gott ausschließliche Ergebenheit, somit ist die Begründung doch hinfällig. Wenn er alleine Spass an irgendwas hätte, würde Gott das reichen.

Zitat
2.Mose 20:5
Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen noch dich verleiten lassen, ihnen zu dienen, denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert, der für die Vergehung von Vätern Strafe bringt über Söhne, über die dritte Generation und über die vierte Generation, im Fall derer, die mich hassen,

---------------------------------------------

Intelligent Design hat ganz ein anderes Problem: Es gibt sich als Wissenschaft, will aber gar kein Wissen schaffen - die wollen überhaupt nichts herausfinden. Weil sie ja eh schon die Antwort kennen. Ihre Antwort ist immer: Gott. Wer glaubt, die Antwort schon zu kennen, macht keine Wissenschaft - er macht Propaganda."

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 15:51
#129 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat
Gott begründet in der Bibel fast nie seine Gebote/Verbote!


Danke, Mennoklamotto.

Mir was das eigentlich klar. Ich vermute mal, auch Maik ist es das. Genau deshalb drückt er sich hier dauernd mit irgenwelchen Ausflüchten bis hin zu der kühnen Behauptung, er hätte das schon mehrmals getan, um den Nachweis.

Schade, da ist es schon wieder vorbei mit der Hoffnung, hier wäre mal wieder ein Gläubiger aufgetaucht, mit dem Diskussion möglich ist.

Aviel ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 16:09
#130 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Erst mal hat die gesamte Menschheit nichts mit der Tora zu tun, warum also sollte Gott dann das Begründen? Wenn sie sich die Gebote nimmt wofür sie keine Zielgruppe sind, die 10 Gebote sind nur eine Zusammenfassung aller Tora Inhalte und keine Gebote für die Menschheit, die Tora ist ja für uns.
Der Rest ist Selbstbedienung von Menschen aus ihr, ohne Berechtigung. Deshalb auch ohne die münd. Tora dabei woraus dann der Irrsinn entsteht.
Die Begründung der Gebote liegt in einem Vertrag zwischen uns und Gott, auf Grund dieses Vertrages haben wir uns verpflichtet die Tora zu halten, bewahren und erfüllen.
Die Pflicht ist den freiwilig angenommen Vertrag zu halten, und Gott verpflichtet sich dadurch zu uns.
Deswegen sind die Gebote nicht zur Diskussion von Menschen die gar nichts damit zu tun haben und gar nicht drauf verpflichtet sind, und gar keinen Bund haben.
Ansonsten bitte gebt einen Beweis wo steht das die Tora eine Verpflichtung für alle Menschen ist.
Ariel

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 16:43
#131 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat
Schade, da ist es schon wieder vorbei mit der Hoffnung, hier wäre mal wieder ein Gläubiger aufgetaucht, mit dem Diskussion möglich ist.



Du hast dich meinen Antworten verweigert, also trag auch die Verantwortung.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.852

08.01.2010 17:24
#132 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat von Maik
Gysi, was du Notlösung nennst das nenne ich Reife.

Dem stimme ich zu. Wir haben uns alle in den letzten 3.000, 2.000 Jahren entwickelt. Hoffe ich doch. Aber das Gewissen ist nicht in der Bibel beschrieben oder begründet. Man kann die Hölle jetzt als Höllenqualen interpretieren. Aber sie steht nicht als Seelenqual in der Bibel drin!

Zitat
Natürlich plagt uns auch hier schon das Gewissen, aber hier können wir nur glauben das Gott wahr ist,

Unsere Vorfahren brauchten offenbar einen Gott, um damit ein geschlossenes Weltbild erklären zu können. Und weil das Volk mit einer Meta-Autorität besser zu domestizieren war. Deswegen muss sie aber nicht wahr sein.

Zitat
wenn wir vor ihm stehen, dann wissen wir es mit Sicherheit. Dann werden wir uns ewig selbst Vorwürfe machen, wir werden ganz genau wissen was wir alles falsch gemacht haben und wir werden Gottes Gegenwart gar nicht mehr ertragen können.

Ja diese Angst, die bleibt. Warum wird die uns nur eingeimpft? Und dann wird uns auch noch beigebracht, so eine nachtragende und eitle Figur als den uns über alle Maßen liebenden Gott hochzupreisen! Das nenne ich Verkrüppelung von Rechtsempfinden! Heißt es denn nicht, dass wir "nicht falsch Zeugnis reden" sollen? Nein, auch was diesen Gott betrifft, ist von uns ein Umdenken verlangt, das einen höheren Reifegrad besetzt. => Ergebnis: Gott ist nichts anderes als das RECHT, an das sich die Menschen zu halten haben! Keine Person, kein ewig dir nachfliegender Racheengel, nichts von dem: Es ist lediglich (im Monotheismus) konzipiert worden, um einfach nur das menschliche RECHT besser durchzusetzen!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 17:44
#133 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Gysi eine ganze Menge steht nicht in der Bibel drin. Ich bin der Meinung das ist auch ganz gut so.
Und Kritiken an Menschen die die Bibel wörtlich auslegen sind nicht ganz unberechtigt.

Zitat
Unsere Vorfahren brauchten offenbar einen Gott, um damit ein geschlossenes Weltbild erklären zu können. Und weil das Volk mit einer Meta-Autorität besser zu domestizieren war. Deswegen muss sie aber nicht wahr sein.




Auch heute brauchen die Menschen einen Gott. Das ändert sich erst wenn sie selber einer sind.
Nichts muss wahr sein nur weil jemandem die Erklärung einleuchtet.Aber es bleibt ja auch jedem selbst überlassen sich an die Erklärung zu halten, die einem selbst am Glaubwürdigsten erscheint.


Zitat
Ja diese Angst, die bleibt. Warum wird die uns nur eingeimpft? Und dann wird uns auch noch beigebracht, so eine nachtragende und eitle Figur als den uns über alle Maßen liebenden Gott hochzupreisen! Das nenne ich Verkrüppelung von Rechtsempfinden!



Weil du dein Rechtsempfinden als das Nonplusultra hinstellst und dich der Reifung verweigerst.



Zitat
Ergebnis: Gott ist nichts anderes als das RECHT, an das sich die Menschen zu halten haben! Keine Person, kein ewig dir nachfliegender Racheengel, nichts von dem: Es ist lediglich (im Monotheismus) konzipiert worden, um einfach nur das menschliche RECHT besser durchzusetzen!




Und warum erscheint es dir wichtig das zu unterscheiden?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.852

08.01.2010 18:33
#134 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat von Maik
Auch heute brauchen die Menschen einen Gott. Das ändert sich erst wenn sie selber einer sind.

Brauchen wir einen Gott, weil wir uns sonst selbst aus dem Ruder laufen? Wir haben mittlerweile ein entwickeltes Rechtssystem mit funktionierender Strafverfolgung. Wir brauchen keinen Gott mehr, der uns domestiziert, wir domestizieren uns selbst! Und was wir als erstes brauchen, das ist die Wahrheitsliebe, die Aufrichtigkeit.
Wir brauchen uns auch nicht selbst als Gott. Was soll den diese Bemerkung? Verstehe ich nicht ganz...

Zitat
Weil du dein Rechtsempfinden als das Nonplusultra hinstellst und dich der Reifung verweigerst.

Oder DU bist es, der sich einer Reifung verweigert! Ich stelle mein Rechtsempfinden eben nicht als Nonplusultra hin, sonst würde ich nicht sagen, dass die Menschenrechte immer verbesserbar sind.
Ich habe allerdings gesagt, dass - wenn du schon z.B. die Hölle gereift als Allegorie der Seele verstehst, man auch Gott als eine Allegorie des Rechtes und der Moral verstehen kann! Recht und Moral sind auch Autoritäten, die du nicht sehen kannst! Aber sie kommen aus dem Bedürfnis der Menschen heraus und nicht von oben aus der Ewigkeit zu uns herabgeflogen!

Zitat
Und warum erscheint es dir wichtig das zu unterscheiden?

Weil ich die Wahrheit liebe. Und weil ich meine, dass sich die Menschen aus der Autorität eines Rachegottes mit diesem Anspruch, geliebt und pausenlos gelobt zu werden - und der dich nur bei einer den Verstand brechenden Willfährigkeit mit dem ewigen Leben abfüttert, so langsam befreien sollten...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 18:51
#135 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Das aktuelle Rechtssystem enthält Gott sei Dank christliche Grundlagen.
U.a. Glaubensfreiheit. (Joshua24:14,15) Glaubensfreiheit beinhaltet auch das Verbot der Religionsbeschimpfung.
Warum gibt es das? Weil das aktuelle Rechtssystem Kirchen für gesellschaftlich relevant hält.Schliesslich sind Politiker dafür da die Bedürfnisse der Bürger abzuwägen. Das heisst die Frage ob wir Gott brauchen oder nicht stellt sich dem Rechtssystem gar nicht.

Wir brauchen Gott solange wie wir selber keiner sind, das heisst, solange wir nicht allwissend sind, solange sind wir auf Ausserhalb angewiesen.

Recht und Moral sind keine Bedürfnisse sondern Antworten auf Bedürfnisse.Bedürfnisse sind Sicherheit und Freiheit und Frieden.Du selbst sagst doch das du ein ganz Anderes Rechtsempfinden hast. Und da du ausschliesst es mit Gott verbessern zu können, trifft eben doch zu was ich sagte: Du hälst deins für das Beste.

Ob du "Gott" sagst oder "das Recht" , das kommt aufs Gleiche hinaus.
Und deine Beurteilung von wegen Rachegott der dauernd gelobt werden will, zeigt mir das Diskussionsbedarf besteht was das Recht eigentlich ist.

Pest Offline



Beiträge: 657

08.01.2010 19:05
#136 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat
Wir brauchen Gott solange wie wir selber keiner sind, das heisst, solange wir nicht allwissend sind, solange sind wir auf Ausserhalb angewiesen.



Wenn dem so wäre, dann wäre es sinnvoller den Gott im Menschen, sprich das Ideal eines perfekten Menschen, anzustreben, anstatt die eigenen Sehnsüchte und Vorstellungen auf einen imaginären Götzen zu projizieren. Sicher, es ist nicht möglich das der Mensch zu einem Gott wird, bzw. gottgleiche Fähigkeiten entwickelt (zumindest nicht aus dem jetzigen Stand der Dinge), jedoch wäre das Streben nach persönlicher Perfektion tausendmal besser als das Knien vor fremden Idolen.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

08.01.2010 19:06
#137 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat
U.a. Glaubensfreiheit. (Joshua24:14,15) Glaubensfreiheit beinhaltet auch das Verbot der Religionsbeschimpfung.



Eine der ekligsten, antidemokratischsten, antipluralistischsten Überbleibsel eines faschistoiden Christentums! Danke, christliche "Grundlagen"!
Zum Glück ist das aber nur eine Ausnahme. Unser Rechtsystem basiert grundsätzlich auf dem römischen Recht - noch aus vorchristlicher Zeit - und ansonsten auf den säkularen Menschenrechten, die wir den Philosophen der Aufklärung zu verdanken haben.

Zitat
Weil das aktuelle Rechtssystem Kirchen für gesellschaftlich relevant hält.



Ein tragischer Fehler, der hoffentlich bald ausgemerzt wird.

Zitat
Ob du "Gott" sagst oder "das Recht" , das kommt aufs Gleiche hinaus.



Das ist Unsinn, denn die Gesetze müssen begründet werden, sind nicht ewig, nicht unverbesserlich, usw.

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 19:09
#138 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat
Unser Rechtsystem basiert grundsätzlich auf dem römischen Recht - noch aus vorchristlicher Zeit - und ansonsten auf den säkularen Menschenrechten, die wir den Philosophen der Aufklärung zu verdanken haben.



Wenn unser Rechtssytem auf römischem (antiken) Recht basieren würde, würdest du dich aber umkucken.
Und die Aufklärung hat sich zwar gegen Obrigkeitshörigkeit und Fanatismus gewandt, aber antichristliche Aufklärer sind zum Glück eine Neuerscheinung. Und hoffentlich ein Modetrend.

Zitat
Das ist Unsinn,



In dem Zusammenhang in dem der Satz steht auf den du dich beziehst, ist er keineswegs Unsinn.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

08.01.2010 19:14
#139 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat
Und die Aufklärung hat sich zwar gegen Obrigkeitshörigkeit und Fanatismus gewandt, aber antichristliche Aufklärer sind zum Glück eine Neuerscheinung.



Dann frag' mal z.B. Voltaire.

Zitat
Wenn unser Rechtssytem auf römischem (antiken) Recht basieren würde, würdest du dich aber umkucken.



Nö - es basiert nämlich darauf - und daran gibt's nix zu rütteln. Ich hab' lange genug Rechtswissenschaften studiert, um das zu wissen.

Zitat
In dem Zusammenhang in dem der Satz steht auf den du dich beziehst, ist er keineswegs Unsinn.



Wieso?

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-Anonym

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.852

08.01.2010 19:19
#140 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat von Maik
Recht und Moral sind keine Bedürfnisse sondern Antworten auf Bedürfnisse.Bedürfnisse sind Sicherheit und Freiheit und Frieden.Du selbst sagst doch das du ein ganz Anderes Rechtsempfinden hast.

Ich bin mit der Entwicklung der Grundrechte in den letzten Jahrzehnten sehr zufrieden. Mein Rechtsempfinden deckt sich mit den Menschenrechten, dem Grundgesetz, der Handelsethik u.s.f. Ich weiß nicht, was du da von mir gelesen und missverstanden hast.

Zitat
Und da du ausschliesst es mit Gott verbessern zu können, trifft eben doch zu was ich sagte: Du hälst deins für das Beste.

Ich schließe die Existenz Gottes aus. Und ich sage, dass ein von Menschen geschaffenes Rechtsverständnis für Entwicklungen schwer zugänglich ist, wenn es durch eine RELIGIONsetikettierung zubetoniert wird! Was vor 3.000 Jahren für das moasische Israel für gut befunden wurde, ist für eine neuzeitliche Demokratie mit entwickelten Menschenrechten noch lange nicht gut! Ich halte nicht MICH für das Beste, ich halte die Demokratie und die Menschenrechte für das Beste, was den Menschen bisher widerfahren ist!

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Maik ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 19:22
#141 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat
Dann frag' mal z.B. Voltaire.



Ja der ist ein gutes Beispiel für meinen Standpunkt. Er war tatsächlich demokratisch und nicht pseudodemokratisch.


Zitat
Ich hab' lange genug Rechtswissenschaften studiert, um das zu wissen.



Ich sag mal nichts dazu.

Zusammenfassend sei gesagt, du solltest wissen das Voltaire für Meinungsfreiheit eingetreten ist und zwar nicht ur dann wenn ihm das passte sondern generell. Und ich streite mit dir jetzt sicher nicht darüber was die Grundlagen des deutschen Rechtssystems sind. Ich will mich überhaupt nicht mit dir streiten, sowas tut mir generell nicht gut.

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 19:25
#142 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat
Ich bin mit der Entwicklung der Grundrechte in den letzten Jahrzehnten sehr zufrieden. Mein Rechtsempfinden deckt sich mit den Menschenrechten, dem Grundgesetz, der Handelsethik u.s.f. Ich weiß nicht, was du da von mir gelesen und missverstanden hast.



Was ist deine Motivation für Diskussionen wie diese hier?

Zitat
Ich schließe die Existenz Gottes aus. Und ich sage, dass ein von Menschen geschaffenes Rechtsverständnis für Entwicklungen schwer zugänglich ist, wenn es durch eine RELIGIONsetikettierung zubetoniert wird!



Wer sagt denn das es das wird?
Das religiöse Rechtsempfinden verschliesst sich auch nicht mehr , als deutsche Politiker die gerne Verfassungsfeinde anklagen.


Zitat
Was vor 3.000 Jahren für das moasische Israel für gut befunden wurde, ist für eine neuzeitliche Demokratie mit entwickelten Menschenrechten noch lange nicht gut!




So allgemein gesagt stimmt das. Das heisst aber nicht das man das ganze Buch aus persönlicher Apathie verdammen muss.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.852

08.01.2010 19:37
#143  Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat von Maik
Was ist deine Motivation für Diskussionen wie diese hier?

Ich will wissen, wie die Gläubigen ticken.
Die Gläubigen sollen wissen, wie ich ticke.
Und an der Fähigkeit, Dialog zu führen und das Dialogprinzip als Erkenntnispfad anzuerkennen, meine ich, die Fähigkeit zur Realitätsreflexion messen zu können.

Zitat
Wer sagt denn das es das wird?

Der Zweifel ist für den Erkenntnispfad so wichtig wie die These, der "Glaube". Und gerade der Zweifel wird durch die Religion verteufelt.

Zitat
Das heisst aber nicht das man das ganze Buch aus persönlicher Apathie verdammen muss.

Ich hege der Bibel gegenüber gewiss keine Apathie. Auch keine Antipathie. Sie ist ein wertvolles Zeugnis historischer Begebenheiten und menschlicher, ethischer Entwicklung. So tickten die Menschen damals. Ist doch hochspannend! Aber wir sind heute wieder 2.000 Jahre weiter. Das ist doch noch spannender!

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Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

08.01.2010 19:42
#144 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat
Zusammenfassend sei gesagt, du solltest wissen das Voltaire für Meinungsfreiheit eingetreten ist und zwar nicht ur dann wenn ihm das passte sondern generell.



Ich sollte wissen? Soll ich daraus schließen, dass du glaubst, ich wüsste es nicht?

Und soll ich daraus auch schließen, dass du glaubst, ich wäre nicht für die unbedingte Meinungsfreiheit?

Und soll ich daraus schließen, dass du glaubst, du seiest für die Meinungsfreiheit, obwohl du sie gerade durch die Zustimmung des Verbots der "Religionsbeschimpfung" eindeutig zu Grabe getragen hast?

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-Anonym

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 19:54
#145 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Die Behauptung, unser Rechtssystem würde auf den Werten des Christentums, also denen der Bibel, aufgebaut sein, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Entweder kennen diese Christen die Bibel gar nicht, oder sie beherrschen die übliche Verdrängung nicht passender Fakten in Einheit mit beliebiger Exegese in Perfektion.

Wir hatten hier schon öfter als einmal ausgeführt, warum die Basis der christlichen Normen, die 10 Gebote, überwiegen völlig unvereinbar mit unserem Rechtssystem sind. Also das ganze Gegenteil von dem, was eine Basis eben dieses Rechtssystems bedeutet.

Die Väter und Mütter des Grundgesetztes haben sich klar und eindeutig, trotz der dort vorhandenen Einbeziehung eines Gottes an den Werten von Aufklärung und Humanismus orientiert, von Werten also, die immer und in allen Fällen gegen den Erklärten Willen der Kirche erkämpft werden mussten. Zum Teil mit hohen Opfern.

Es ist einfach schäbig wenn sogar eben diese Kirche heute von sich behauptet, Schöpfer und Hort eben dieser Werte zu sein.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 20:59
#146 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat
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könnte man meinen die können den Tod gar nicht abwarten.
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Maik :"Siehs doch mal andersrum: Wie trostlos ist das Leben für Menschen die der Meinung sind : Wer die Macht hat hat eben die Macht und die kleinen Leute werden das nie ändern und das wird auch immer so sein.
Entsetzlich!
Mir persönlich gefällt da der Gedanke an einen Gott besser.
Wenn es ihn nämlich nicht gebe, dann wäre der erste Satz keine Meinung sondern Tatsache."

So,Maik...und da hab ich dich!! Mir gefällt der Gedanke an einen Gott und Gerechtigkeit auch besser,aber das Leben ist weder ein Ponyhof noch ein Wunschkonzert. Ihr Gläubigen lebt wirklich nach dem Motto "Es kann nicht sein,was nicht sein darf!" Und Tatsachen ,die in deinen Augen,und vlt. auch auch tatsächlich, so trostlos sind,lassen euch an ein Wolkenkuckucksheim glauben um der Realität nicht ins Auge zu blicken. Euer Glaube ist Lebenshilfe und Flucht,wie für einen Junkie das Heroin,oder den Alkoholiker der Fusel..aber nichts,aber auch gar nichts,außer der Tatsache das man sich mit dieser Illusion besser fühlt,spricht dafür das euer Glaube irgendetwas mit der Realität zu tun hat. Und diese Realität ist tatsächlich nix für Weicheier.

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 21:06
#147 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Tja und nun stan? Wenn du meinst es bringt dir was, die Leute die das Leben positiv sehen wollen als Realitätsflüchtlinge zu bezeichnen, dann bitte.Glaube an einen Gott ist immer Lebenshilfe.Das heisst aber noch lange nicht das nichts ausser einem vermeintlichen Placebo für ihn sprechen würde.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 21:28
#148 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat von Maik
Tja und nun stan? Wenn du meinst es bringt dir was, die Leute die das Leben positiv sehen wollen als Realitätsflüchtlinge zu bezeichnen, dann bitte.Glaube an einen Gott ist immer Lebenshilfe.Das heisst aber noch lange nicht das nichts ausser einem vermeintlichen Placebo für ihn sprechen würde.



Ne,das bringt mir nix. Ich bin generell nicht unbedingt auf der Suche nach Dingen die mir was bringen. Ich nehme es wie es kommt und möchte weder belogen werden noch mich selbst mehr belügen,als unbedingt notwendig.
Der Galube an Gott,zumindest an den Christen und Moslemgott,entspringt der Sehnsucht nach Gerechtigkeit,wenn schon nicht im Diesseits,dann doch bitteschön im Jenseits. Meine guten Taten müßen sich ja lohnen und diejenigen die nicht so gut waren,haben gefälligst bestraft ,oder doch zumindest nicht belohnt zu werden. Dann macht das Leben doch gleich vielmehr Sinn. Und um das ganze abzurunden,stellen wir uns dieses Jenseits auch noch wundeschön und als Treffpunkt für all die Lieben vor,die uns irgendwann einmal verlassen haben.
Hat wirklich ein bißchen was von den Geschichten die Eltern ihren Kindern erzählen und wer da nicht auf die Idee kommt,das es sich um eine Illusion handelt,um sich das Leben,was trotz allem ne prima Sache ist,erträglicher zu gestalten,muß schon ganz schön abgehoben sein. Und eigentlich geht es gar nichtmal um das Leben,wenn wir alle unsterblich wären,oder unsere Lebensspanne deutlich größer wäre,würden wir Menschen wahrscheinlich gar nicht auf so etwas wie Religion kommen..es geht vielmehr ums "Ableben",um die eigene Sterblichkeit,die Vergänglichkeit. Wer kennt das nicht,das selbst die schönsten Momente manchmal ihren Glanz verlieren,wenn man daran denkt,das diese einmal zuende gehen. Wenn man daran denkt,das der geliebte Mensch,oder auch das geliebte Haustier,mit dem man gerade eine wunderbare Zeit verbringt,irgendwann,vlt. sogar in Kürze ,nicht mehr da sein wird.Wie schwer ist Ungerechtigkeit zu ertragen,wenn man sich nicht vorstellt das es irgendwann,irgendwo zur Abrechnung kommt.
Was ist naheliegender als sich mit irgendwelchen spinnerten Ideen Trost zu spenden,Hoffnung zu machen. Alles menschlich und nachvollziehbar..aber in keinster Weise realistisch.
Das Leben ist hart,manchmal ungerecht,sinnlos,kurz,endlich......und wunderschön.

Maik ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 21:39
#149 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat
Ne,das bringt mir nix. Ich bin generell nicht unbedingt auf der Suche nach Dingen die mir was bringen. Ich nehme es wie es kommt und möchte weder belogen werden noch mich selbst mehr belügen,als unbedingt notwendig.



Also bringt es dir (vermeintliche) Sicherheit.
Und wenn jemand abgehoben ist deiner Meinung nach, nur weil er nicht alles Gute für zu schön um wahr zu sein hält, was soll ich da noch sagen? Ich weiss jedenfalls das Glaube an Christus reale Vorteile hat. In diesem Leben schon.
Ich halte es für unlogisch das wir geboren werden, aufwachsen, lernen und uns plagen nur um zu sterben.
Du hälst dich für aufgeklärt weil du eine negative Sichtweise hast.
Ich kann Hedonismus nichts abgewinnen. Hab schliesslich oft genug die Vertreter der Spassgesellschaft kennenlernen müssen, leider.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2010 22:00
#150 RE: Göttliche Autorität und Vernunfteinsicht Antworten

Zitat von Maik

Zitat
Ne,das bringt mir nix. Ich bin generell nicht unbedingt auf der Suche nach Dingen die mir was bringen. Ich nehme es wie es kommt und möchte weder belogen werden noch mich selbst mehr belügen,als unbedingt notwendig.


Also bringt es dir (vermeintliche) Sicherheit.
Und wenn jemand abgehoben ist deiner Meinung nach, nur weil er nicht alles Gute für zu schön um wahr zu sein hält, was soll ich da noch sagen? Ich weiss jedenfalls das Glaube an Christus reale Vorteile hat. In diesem Leben schon.
Ich halte es für unlogisch das wir geboren werden, aufwachsen, lernen und uns plagen nur um zu sterben.
Du hälst dich für aufgeklärt weil du eine negative Sichtweise hast.
Ich kann Hedonismus nichts abgewinnen. Hab schliesslich oft genug die Vertreter der Spassgesellschaft kennenlernen müssen, leider.




Och nö...nicht schon wieder diese Schlagworte...Spassgesellschaft,Hedonismus,Nihilismus....wie langweiliiiiig!!. Macht es die Dinge einfacher,wenn man Atheisten in eine solche Schublade steckt?!!
Und was soll mir Sicherheit bringen..wovor? Im Leben ist nix sicher,auch wenn wir uns das wünschen. Dein Glaube an Gerechtigkeit,das Jenseits und Gott ist auch nichts weiter als eine Versicherung. Allerdíngs bei einer Agentur,von der man nicht weiß ob sie existiert.
Und nur weil du etwas für unlogisch hälst,ist nicht gesagt das es sich nicht doch so verhält.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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