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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 36 Antworten
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MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

01.03.2010 08:07
#26 Ergänzung zum Gewissenskonflikt Antworten

Ich möchte noch kurz erwähnen, dass es Raymond Franz nicht darum ging es "besser" zu machen. Er war nicht so arrogant und verlangte Änderungen. Viel mehr merkte er, dass Entscheidungen willkürlich getroffen wurde. Viel mehr störte ihn auch, dass dieses Gremium sich nicht so verhielt, wie man es erwarten würde. Die meisten Mitglieder der leitenden Körperschaft gaben zu nicht die Zeit zu besitzen jede Entscheidung 100% biblisch abzuwägen. Es genügte, wenn dazu in der Vegangenheit bereits etwas in der Literatur abgedruckt wurde, worauf man sich berufen konnte.

Des Weiteren störte ihn, dass Entscheidungen häufig undurchdacht getätigt wurden. Häufig wurde nicht die Tragweite der Entscheidungen bedacht, die danach für alle Zeugen Jehovas bindend waren. Wenn es um "neues Licht" ging, dann deshalb, weil eine Masse an Briefen an die Leitende Körperschaft geschickt wurden, die Fragen zu einer bestimmten Sichtweise enthielten. Erst wenn die Masse an Briefen überhand nahm, wurde sich des Themas angenommen.

Er selbst gibt sich selbst eine Mitschuld, weil er dazu beitrug Dinge nicht offen anzusprechen. Als es darum ging 5 Jahre nach dem nicht eintreten der Prophezeiungen zum Ende der Welt 1975 abzufassen, hatte er nicht den Mut dies offen zu schreiben. 5 Jahre lang hatte die leitende Körperschaft darüber diskutiert, ob man sich bei den Brüdern entschuldigen sollte, weil solche Erwartungen geweckt wurden, was viele dazu veranlaßte ihr Hab und Gut zu verkaufen. Einige waren der Meinung man sollte einfach darüber hinweggehen. Andere meinten, es sei nicht nötig auf einen Fehler hinzuweisen, den die Gesellschaft begangen hat. Man hatte Angst davor, dass auch zukünftig die Brüder sonst Zweifel an den Prophezeiungen der Organisation bekommen könnte. Interessant ist, dass man sich für eine abgeschwächte "Entschuldigung" entschied, die jedoch die Mitschuld den Brüdern gab, da Sie sich haben hinreißen lassen. Ray Franz belegt in seinem Buch eindeutig, dass die Organisation sich versucht hat aus der Affäre zu ziehen und zitiert allerlei Einträge in der Literatur, die genau belegen, dass hier nicht der einfache Glaubensbruder Schuld trägt an der Misere, sondern die Führung, die nichtmal den Mut besaß sich zu entschuldigen und einen Fehler einzugestehen.

Man muss noch ergänzen, dass es Ray Franz nicht um die Zerstörung des Glaubens geht. Wer Christ ist und Christ bleiben möchte, kann dieses Buch ohne jegliche Angst lesen. Er begründet seine Äußerungen häufig mit Bibeltexten und seinem Verhältnis zu Gott. Für einen Atheisten sicher befremdlich, für einen ehemaligen Zeugen Jehovas jedoch mehr als verständlich, glaubte man doch selbst einmal an Gott und versteht somit die Motivation von Ray Franz.

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Intelligent Design hat ganz ein anderes Problem: Es gibt sich als Wissenschaft, will aber gar kein Wissen schaffen - die wollen überhaupt nichts herausfinden. Weil sie ja eh schon die Antwort kennen. Ihre Antwort ist immer: Gott. Wer glaubt, die Antwort schon zu kennen, macht keine Wissenschaft - er macht Propaganda."

esperanza Offline



Beiträge: 2

04.03.2010 09:23
#27 RE: Das Jahr 607 - von entscheidender Bedeutung! Antworten

einer der besten beiträge, den ich seit jahren über die zeugen jehovas gelesen habe. ich selbst habe seit jahren eine sehr gute freundschaft (aus meiner sicht) mit einer zeugen jehova, wir kennen uns seit eh und jeh und ich beobachte exakt einiger ihrer kritikpunkte, konnte sie nur nicht in worte fassen. die innere zerfressenheit, sowieso schlecht handeln zu müssen, aufgrund der erbsünde etc. und vorallem, dass man jeden schritt mit seinen gedanken abklären muss, um ja nicht gegen irgendwelche "gesetze" zu verstossen. da ich ein sehr offener und neugieriger :) mensch bin, habe ich auch einpaar mal veranstaltungen der zj besucht, um selbst mir ein bild der organisation machen zu können und meine gefühle waren sehr geteilt. es war interessant mich dort selbst erleben zu können. auf jeden fall eine gefährliche mischung, ZUCKERBROT und Peitsche. mittlerweile geh ich damit sehr entspannt um, da ich für mich die antwort gefunden habe. nochmals: sehr guter beitrag, der meine gedanken in worte fasste und PRO und CONTRA genial gegenüberstellt. nur contra gibts nicht!! sonst wäre da niemand............

MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

04.03.2010 10:05
#28 RE: Das Jahr 607 - von entscheidender Bedeutung! Antworten

Freut mich, esperanza!

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esperanza Offline



Beiträge: 2

04.03.2010 11:18
#29 RE: Das Jahr 607 - von entscheidender Bedeutung! Antworten

kurze frage an dich? wenn das zugelassen ist, ich bin nicht der forumstyp, kenn mich also mit den "regeln" hier auch nicht aus. kein problem wenn es für dich nicht in ordnung ist.
die organisation hast du ja verlassen aufgrund einiger für dich nicht mehr respektablen grundsätzen in der ablaufstrategie und vertuschung- verdrehungsstrategie vieler tatsachen, wie sieht es mit den religiösen hintergründen aus? vor allem die grundsätzlichen: der name jehova, himmel oder hölle, die 3faltigkeit, marienverehrung, taufe, buße, ehe?
sind die ansätze noch diesselben oder hast du eine ganz andere richtung eingeschlagen und wenn warum?
bei der letzten diskussion "ein fleisch werden" in einer ehe, wollte ich die definition von ihr hören was ein fleisch werden heisst(was gott dazu meint,nicht sie oder die organisation)und dazu die bibelstelle sehen, die eindeutig sagt was es bedeutet ein fleisch zu werden. ein pfarrer konnte mir das auch nicht sagen.... ich liess eine eigene interpretation ihrerseits nur zu, wenn meine dann auch gelten dürfe.

MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

02.04.2010 12:09
#30 Das Gedächtnismahl - die Erinnerung an den Tod Jesu. Antworten

Jedes Jahr am 14. Nisan (des jüdischen Mondkalendars) findet bei ZJ die Gedächtnismahlfeier zur Erinnerung an den Tod Jesu statt, bei dem auch Brot und Wein gereicht werden. ZJ erklären die Notwendigkeit des Festes damit, dass Jesus sagte, das man dies "immer wieder zur Erinnerung an ihn" tun soll. Um eine Unterscheidung mit anderen christlichen Gruppierungen aufrecht zu erhalten, wird dieses Fest nur einmal jährlich abgehalten, während Protestanten und Katholiken wöchentlich oder sogar täglich das Brot oder Wein reichen.

Im Zusammenhang damit wird jedes Jahr eine enorme Einladungsaktion durchgeführt, wobei versucht wird ein Großteil der Bevölkerung persönlich zu erreichen und einzuladen.

Aus theologischer Sicht gibt es jedoch auch hier einige Kritikpunkte:

1. Warum hält man eine gezielte und breit angelegte Einladungsaktion für nötig? Auf diese Weise kommen doch viel zu viele „Zaungäste“, die zum Teil keine Ahnung vom Hintergrund der Feier haben. Ihre Motive, an der Feier teilzunehmen, resultieren bestenfalls aus der Neugier heraus. Sind diese Menschen überhaupt in der Lage, das Opfer Christi zu schätzen und ihm entsprechend zu gedenken?

2. Da so viele Gäste anwesend sind, hält man es für nötig, den Hintergrund der Feier detailliert zu erklären. Das ist quasi so, als ob man den Trauergästen einer Beerdigung erklären müsse, um wen und warum sie überhaupt zu trauern haben. Ist das nicht seltsam? Überhaupt wird so der eigentliche Zweck der Feier verfehlt, da man sich dadurch in viel zu vielen Erklärungen ergeht und so der Moment des Gedenkens gar nicht richtig in den Sinn kommt. Fast 2/3 der 45 min Veranstaltung gehen für Erklärungen drauf, warum dieses Fest so enorm wichtig ist. Für aktive Zeugen Jehovas ist es somit gähnend langweilig, weil jedes Jahr Mühseelig erklärt werden muss, warum es wichtig ist jetzt zu trauern. Nach dem Ende werden dann alle "Gäste" in ein persönliches Gespräch gezogen und abgeklopft, ob sie nicht Interesse daran haben die Bibel besser kennenzulernen.

3. Der größte Kritikpunkt ist jedoch folgender: Der bedeutendste Tag eines Christen verkommt letztendlich zu einer „Werbeveranstaltung“, zu der er sich gar nicht so sehr in das persönliche Verhältnis zwischen Jesus und sich selbst vertiefen kann, sondern dazu veranlasst wird, so viele Menschen wie nur möglich, auf Jesus aufmerksam zu machen. Selbst an diesem Tag, muss der ZJ noch Quote bringen. Das hatte Jesus sicher nicht im Sinn, als er sagte: „Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich“.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann somit nächstes Jahr etwa kurz vor Karfreitag eine Zusammenkunft der ZJ beiwohnen. Das die Glaubensbrüder diesen Tag nutzen ihre besten Kleider anzuziehen, besonders freundlich sind (extra Begrüßer werden abgestellt, die jeden persönlich mit einem Zahnweißlächeln begrüßen) soll somit nicht verwirren.

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Pamuk Offline

Drachentöter


Beiträge: 850

03.04.2010 23:54
#31 RE: Das Gedächtnismahl - die Erinnerung an den Tod Jesu. Antworten

Zitat
Jedes Jahr am 14. Nisan (des jüdischen Mondkalendars) findet bei ZJ die Gedächtnismahlfeier zur Erinnerung an den Tod Jesu statt, bei dem auch Brot und Wein gereicht werden. ZJ erklären die Notwendigkeit des Festes damit, dass Jesus sagte, das man dies "immer wieder zur Erinnerung an ihn" tun soll. Um eine Unterscheidung mit anderen christlichen Gruppierungen aufrecht zu erhalten, wird dieses Fest nur einmal jährlich abgehalten, während Protestanten und Katholiken wöchentlich oder sogar täglich das Brot oder Wein reichen.



Das macht sogar Sinn, denn Jesu letztes Abendmahl war eine Pessachseder, die jedes Jahr am 14.Nissan stattfindet.

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MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

04.04.2010 11:09
#32 RE: Das Gedächtnismahl - die Erinnerung an den Tod Jesu. Antworten

Der Tag ist meines Erachtens erstmal nebensächlich. Viel interessanter ist, was aus einem solchen Fest gemacht wird - eine Werbeveranstaltung.

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Pamuk Offline

Drachentöter


Beiträge: 850

04.04.2010 13:39
#33 RE: Das Gedächtnismahl - die Erinnerung an den Tod Jesu. Antworten

Das stimmt natürlich
Ich bekam an der Tür übrigens auch eine solche Einladung - zum Jesu Christi Totengedenken.

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MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

15.06.2010 19:02
#34 Religionsgemeinschaft Mexiko Antworten

Ich hatte an dieser Stelle schonmal geschrieben, dass die Wachtturm-Gesellschaft in Mexiko die Zeugen Jehovas als Kulturgemeinschaft registrieren ließen, weil ansonsten die Gebäude der Mexikanischen Regierung zugeordnet würde. Hier habe ich nochmal einige Originalzitate aus der Literatur der Zeugen Jehovas die hoffentlich jedem aktiven Zeugen Jehovas nachdenklich machen müsste.

Ich zitiere das Jahrbuch 1995, S. 212-213:

Zitat
*** yb95 212-3 Mexiko ***
La Torre del Vigía de México — eine kulturelle Vereinigung
Wie erwähnt, wurde La Torre del Vigía de México bereits 1932 von der Regierung als Vereinigung anerkannt. Wegen der Einschränkungen, die das Gesetz allen Religionsgemeinschaften auferlegte, gab es jedoch Hindernisse. [...] Auch der Erwerb von Eigentum war problematisch, weil das Gesetz verlangte, daß jedes Gebäude, das für religiöse Zwecke genutzt wurde, in Bundeseigentum überging.
Aus diesen und anderen Gründen hielt es die Gesellschaft für ratsam, sich zu reorganisieren und dabei den allgemeinbildenden Charakter unseres Werkes stärker zu betonen. So beantragte man am 10. Juni 1943 beim Außenministerium, La Torre del Vigía als eine nichtreligiöse Vereinigung einzutragen, und dem wurde am 15. Juni 1943 entsprochen.
Mit dieser Neuorganisation wurde das Singen bei den Zusammenkünften eingestellt, und die Zusammenkunftsstätten wurden „Säle für kulturelle Studien“ genannt. Obgleich man bei den Zusammenkünften nicht laut betete, konnte doch niemand daran gehindert werden, im stillen ein inniges Gebet zu sprechen. Man vermied jeden Anschein eines Gottesdienstes, und es ist ja auch tatsächlich so, daß unsere Zusammenkünfte der Bildung dienen. Als die Zeugen in anderen Ländern anfingen, ihre örtlichen Gruppen „Versammlungen“ zu nennen, blieb man in Mexiko bei dem Ausdruck compañías. Die Zeugen gingen weiterhin von Haus zu Haus, sogar mit noch größerem Eifer; sie vermieden jedoch die direkte Verwendung der Bibel an den Türen. Statt dessen lernten die Verkündiger Texte auswendig, damit sie sie zitieren konnten. Sie machten auch guten Gebrauch von dem Buch „Vergewissert euch über alle Dinge“, das eine Zusammenstellung von Bibelstellen zu verschiedenen Themen enthält. Die Bibel selbst benutzte man nur bei Rückbesuchen und Studien (die „kulturelle Studien“ statt „Bibelstudien“ genannt wurden).
Das grundlegende Werk der Zeugen Jehovas blieb jedoch dasselbe, nämlich das Predigen der guten Botschaft von Gottes Königreich.



[Wachtturm 01.01.1990, S.7]:

Zitat
*** w90 1. 1. 7 "Glühend im Geist" in Mexiko ***
Ein Höhepunkt des Jahres 1989 war die Änderung des Status der Zeugen Jehovas in Mexiko. Als Folge davon durfte zum ersten Mal im Predigtdienst von Haus zu Haus die Bibel benutzt werden, und die Zusammenkünfte konnten mit einem Gebet begonnen werden.



Warum ist das so bedeutsam? Zeugen Jehovas sehen sich als die Christen schlechthin und hier waren sie eindeutig bereit auf Grund finanzieller Nachteile auf das Gottesdienstliche Werk in Mexiko zu verzichten.

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MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

18.06.2010 08:15
#35 Vorgehensweise religiöser Schriften... Antworten

... am Beispiel einer Publikation der ZJ:

Als Leckerbissen ein paar Auszüge:

"In fact, the Bible warns against blindly believing what others teach."

"Because, despite their best efforts. scientists have been unable to prove that life can spring from nonliving molecules. In 2008, Professor of Biology Alexandre Meinesz highlighted the dilemma. He stated that over the last 50 years, "no empirical evidence supports the hypotheses of the spontaneous appearance of life on Earth from nothing but a molecular soup, and no significant advance in scientific knowledge leads in this direction."

Abgesehen davon, dass afaik diese Aussage nicht korrekt ist, wird eine Tatsache ignoriert:
"Despite their best efforts, believers have been unable to prove that god exists." Und das seit tausenden von Jahren.

Die Schlußfolgerung der Broschüre:
"Life always comes from preexisting life."
Leider wird ignoriert, dass dieser Logik zufolge Gott auch "Eltern" haben muss, aber nun gut, im Ignorieren sind Zeugen Jehovas klasse.

Lesenswertes Teil, diese Broschüre - wenn man ruhige nerven besitzt ..
Im Grunde lückenhaftes Halbwissen, typische Suggestivfragen, pure Stimmungsmache gegen Wissenschaftler und gegen die Evolutionstheorie.

Übrigens, ein interessantes Stilmittel, was ich immer wieder bei den Zeitschriften der Zeugen auffällig finde:

Es wird darauf bestanden, dass die Evolutionstheorie nicht bewiesen ist, sondern nur eine Theorie sei. Dazu werden dann gern (oftmals angebliche) Wissenschaftler angeführt, die genau das scheinbar bestätigen (gern benutzt werden aus dem Kontext gerissene Zitate...).
Bald darauf wird dann von der Bibel gesprochen - hierzu aber herzlich wenig Beweise angeführt, wenn es um diese Glaubhaftigkeit geht.
Viel eher werden einige Kritikpunkte gegen die Bibel aufgenommen, leicht abgeändert, sodass diese nicht mehr stimmen, nur um sie anschließend richtigzustellen.
Diese Richtigstellungen der falschen Kritik werden dem Leser anschließend als Beweise suggeriert, welche für die Bibel sprechen..

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Titan Offline

Ex-Thetan

Beiträge: 1.223

23.06.2010 13:21
#36 RE: Vorgehensweise religiöser Schriften... Antworten

Kannst du ein Beispiel bringen für ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat bringen?

MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

24.06.2010 11:39
#37 RE: Vorgehensweise religiöser Schriften... Antworten

Klar kann ich das. Das ist nur ein Beispiel von vielen im übrigen.

Les dir den Schriftverkehr hier durch:

http://www.sektenausstieg.net/zeugen-jeh...-seit-1914.html

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