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Dieses Thema hat 6 Antworten
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Witch of Hope Offline



Beiträge: 174

19.02.2010 04:14
Joseph Smith- Mormonengründer Antworten

Als ich mein Manuskript über den Gründer der Mormonen schrieb,kannte ich fast nur das Bild, dass die Mormonen von ihm zeichneten. Wie übrrascht ich war, als ich einige Dinge über ihn erfuhr, die in dr Mormonenkirche nicht bekannt waren zu meiner Zeit, könnt ihr uch wohl all vorstellen. Z.B., wi selbstgerecht, egomanisch und brutal er war. Hier einige Zitate:

Charlotte Haven, Nichtmormonin aus Nauvoo im Jahr 1843:

Zitat
„Joseph Smith… ist offensichtlich eine großer Egotist und Prahler; denn ständig bemerkte er, dass sich an jedem Ort, wo er auf dem Weg von und nach Springfield anhielt, die Leute um ihn scharten und ihre Verwunderung zum Ausdruck brachten, dass er so „stattlich und gutaussehend“ wäre. ("A Girl's Letters from Nauvoo," Overland Monthly, California, Dezember 1890, S. 621)

„Er redet unaufhörlich von sich selbst, was er getan hätte und was er mehr als andere Sterbliche tun könnte, und bemerkte, dass er “ein Riese, körperlich und geistig”, wäre. Tatsächlich schien er zu vergessen, dass er ein Mensch war… Man sagt, dass er sehr gutherzig wäre und immer bereit, Schutz zu gewähren und den Bedürftigen zu helfen. (.("A Girl's Letters from Nauvoo," Overland Monthly, California, Dezember 1890, S. 623) Zitatquellen: http://www.josephsmith.de.tl/Josephs-Prahlerei.htm



Ein Reporter im selben Jahr:

Zitat
„Wir verbrachten eine Stunde damit, uns über verschiedene Themen zu unterhalten; der Prophet selbst belegte mit bewundernswerter Redegewandtheit die meiste Zeit und sein einziges Thema war er selbst. Ganz gleich in welche Richtung wir die Unterhaltung lenken wollten, er würde sie gewand auf sich selbst zurückführen… er sagte: ‚Die Welt verfolgt mich, sie hat mich immer verfolgt… wenn ich bewiesen habe, dass ich Recht habe, und die ganze Welt mir unterworfen habe. Ich denke, ich habe etwas verdient’. (The New York Spectator 23. Sept. 1843) Zitatquelle: http://www.josephsmith.de.tl/Josephs-Prahlerei.htm



Joseph Smith über sich selbst:

Zitat
„Ich bin ein Jurist; ich bin ein großer Jurist und begreife Himmel, Erde und Hölle, um Wissen hervorzubringen, das sämtliche Juristen, Ärzte und andere große Körperschaften abdecken wird.“ (History of the Church, Bd. 5, S. 289)
„Engagiert keine Juristen oder bezahlt sie für ihr Wissen, denn ich habe gelernt, dass sie nichts wissen. Ich weiß mehr als sie alle.“ (History of the Church, Bd. 5, S. 467)
„Ich bekämpfe die Irrtümer aller Zeiten; ich stoße auf die Gewalt von Pöbelhaufen; ich werde mit den Verhandlungen der exekutiven Autorität fertig; ich zerschlage den gordischen Knoten der Mächte und ich löse mathematische Probleme der Universitäten mit diamantenechter Wahrheit; und Gott ist der „Mann zu meiner Rechten“. (History of the Church, Bd. 6, S. 78)
„Wenn sie einen bartlosen Jungen möchten, der die ganze Welt verprügelt, werde ich auf den Gipfel des Berges steigen und wie ein Hahn krähen: Ich werde sie immer schlagen… Ich habe mehr, von dem ich prahlen kann, als jeder andere Mensch. Ich bin der einzige Mensch, der je in der Lage gewesen ist, eine ganze Kirche zusammenzuhalten seit den Tagen Adams. Eine große Mehrheit des Ganzen hat an meiner Seite gestanden. Weder Paulus, Johannes, Petrus noch Jesus konnten es. Ich prahle damit, dass kein Mensch je ein solches Werk zustande gebracht hat wie ich; die Jünger Jesu rannten von Ihm weg, aber die Heiligen der Letzten Tage rannten bisher noch nie von mir weg. (History of the Church, vol. 6, pp. 408-9) Zitatquellen: http://www.josephsmith.de.tl/Josephs-Prahlerei.htm



Gewalttätigkeiten:

Aus meinem Manuskript:

Wie Dr. Michael Quinn in seinem Buch The Mormon Hierarchy: Origins of Power, auf den Seiten 261f schrieb, griff Joseph Smith Mormonen wie Nichtmormonen tätig an, wenn es sich bedroht oder (verbal) angegriffen fühlte.
Das weiß selbst die mormonische Kirchenführung, denn Joseph Smith selbst berichtete in seinen History of the Church (Band 5, S. 524; 531) davon, dass er einen Steuereintreiber würgte, der angeblich einen Stein nach ihm geworfen, und ihn einen Lügner genannt hatte. Dafür kassierte Joseph Smith eine Geldstrafe, die er nach seinen Aussagen bezahlte.
Geistliche der Baptisten, die Joseph Smith einmal besuchten, erlebten, wozu der „Prophet Gottes“ fähig war, wie es Jedediah M. Grant von der Ersten Präsidentschaft unter Brigham Young, berichtete:

…der Baptistenpriester, der kam, um Joseph Smith zu sehen… stand vor ihm, verschränkte seine Arme und sagte: „Ist es möglich, dass ich jetzt meine Optik auf einen Mann blitzen lasse, der sich mit meinem Erretter unterhalten hat?“ „Ja“, sagt der Prophet, “ ich weiß es nicht, aber Sie wissen es; wollen Sie nicht einen Ringkampf mit mir machen? Sehen Sie, dies brachte den Priester direkt auf die Dreschtenne und er drehte einen ziemlich geraden „sumerset“. Nachdem er einige Male herumgewirbelt war, wie eine Ente, der in den Kopf geschossen wurde, kam er zu dem Schluss, dass seine Frömmigkeit fürchterlich geschockt wäre… (Journal of Discourses, Bd. 3, S. 66-67) Zitatquelle: http://www.josephsmith.de.tl/Josephs-Temperament.htm

Benjamin F. Johnson, ein sehr enger Freund von Jedediah M. Grant, sagte nach dem Tod von Smith:

„Und, obwohl er [Joseph Smith] so sozial und manchmal sogar gesellig war, wollte er keine Arroganz oder unangemessene Freiheiten zulassen und Kritik, nicht einmal von seinen Kameraden, war kaum akzeptabel, und Widerspruch hätte sofort den Löwen in ihm aufgeweckt; denn von keinem seiner Kameraden wollte er verdrängt oder angefochten werden, und in den frühen Tagen in Kirtland und anderswo waren einer oder mehrere seiner Kameraden mehr als einmal wegen ihrer Frechheit mit seinem Fuß aus der Versammlung befördert worden, und einmal in einer Versammlung in Kirtland wegen der Unverschämtheit ihm gegenüber verprügelte er hörbar seinen Bruder Wiliam, der prahlte unbesiegbar zu sein. Und während wir in solch brüderlicher, sozialer und manchmal geselliger Stimmung bei ihm waren, konnten wir damals nicht völlig die Größe und Majestät seiner Berufung erkennen, die seit seines Märtyrertums fortdauert, um sich in unserem Leben zu verherrlichen, so wie sich die Herrlichkeiten dieser letzen Dispensation in größerer Fülle unserem Verständnis entfalten. (Brief von Benjamin F. Johnson an Elder George S. Gibbs, 1903, wie in The Testimony of Joseph Smith's Best Friend, S. 4-5 abgedruckt, an der University of Utah, Marriott Library). Zitatquelle: http://www.josephsmith.de.tl/Josephs-Temperament.htm

Wutausbrüche und Gewalt machten also nicht einmal vor der eigenen Familie halt. Calvin Stoddard, ein Schwager Joseph Smiths, sagte in einem Gerichtsprozess aus, dass:

„Smith damals ankam und ihm mit seiner flachen Hand auf die Stirn schlug – die Wucht schlug ihn nieder, während Smith den Schlag vier oder fünf Mal sehr heftig wiederholte – er wurde blind – dass Smith später zu ihm kam und ihn um Vergebung bat. (Max H. Parkin , Conflict at Kirtland, 1966, S. 132, zitiert aus dem Painesville Telegraph, 26. Juni 1835) Zitatquelle: http://www.josephsmith.de.tl/Josephs-Temperament.htm

Dieses Bild wird den Mormonen nicht von ihm vermittelt. Und auch nicht, dass er minderjährige und bereits mit anderen Männrn verheiratete Frauen "heiratete", die Männer auf Mission schickt, um ungestört mit ihnen zu *** Piiiiiieep! Ob Mormonen wie Maik das wissen, und ob sie wohl darauf antwortn würden? Und, wenn ja, was würden sie darauf wohl erwidern? Dn Mist von FAIR?

maleachi 89 ( gelöscht )
Beiträge:

19.02.2010 17:07
#2 RE: Joseph Smith- Mormonengründer Antworten

Zitat von Witch of Hope
Dn Mist von FAIR?


Über Fair hab ich ebend mal kurz gegoogelt, hatte noch nie davon gehört und so richtig schlau bin ich auch nicht daraus geworden, da dort so mit Begriffen wie 'Anti-Mormonen' handiert wird.
Was hat es damit auf sich?

Ich selbst habe einiges über die inneren Strukturen eigentlich durch einen Roman, der auf wahren Begebenheiten basiert, kennen gelernt. Der war von Jon Krakauer. 'Mord im Auftrag Gottes' und es ging da um einen wirklich geschehenen Doppelmord im Jahre 1984 von den Lafferty-Brüdern begangen. Die sitzen, meines Wissens nach, noch heute dafür ein. Beide meinten, einen direkten Draht zu Gott zu haben und derselbe habe die Tötung (durchschnittene Kehle) der 3jährigen Erica und ihrer Mutter Brenda befohlen. Das alles spielte sich in fundamentalistischen Mormonen-Kreisen in der Gegend von Colorado ab. Es war erschütternd, was da so vor sich ging.

Daraufhin habe ich das Buch Mormon gelesen und es war ein Martyrium. Die Bibel ist nun auch nicht gerade durchgehend die Inkarnation der Poesie, aber das Buch Mormon ist (vom eigentlichen Inhalt mal abgesehen) die Krönung an schlichter Einfältigkeit. Ich glaube Georg Bernhard Shaw hatte sich mal irgendwann die Mühe gemacht und die zig mal im Buch vorkommende Wendung: "....und es begab sich..." zu zählen, er kam auf 1346 mal.
Die "Köstliche Perle", wohl auch eine grundlegende Schrift der Mormonen, habe ich mir dann nicht mehr angetan...

Ansonsten ist es recht interessant zu lesen, was du schreibst. Wenn man die mehr oder weniger gescheiterte Existenz von Smith (bis zu seiner Berufung) betrachtet, war ein Weg als Prophet nur folgerichtig , und praktisch hatte er gar keine andere Wahl.

Witch of Hope Offline



Beiträge: 174

20.02.2010 01:22
#3 RE: Joseph Smith- Mormonengründer Antworten

Zitat
Über Fair hab ich ebend mal kurz gegoogelt, hatte noch nie davon gehört und so richtig schlau bin ich auch nicht daraus geworden, da dort so mit Begriffen wie 'Anti-Mormonen' handiert wird.
Was hat es damit auf sich?



Hierbei handlt es sich um eine Gruppe mormonischer Apologethen, di, wie ich vermute, von der Kirchenführung finanziell unterstützt wird, obwohl si offiziell als "neutral" auftreten. Ihr einzigste Aufgabe ist es, dn Mormonismus gegen Gegner zu verteidigen. Oft, wie im Fall des Thomas Murphy,- einem Mormonen, der wegen einer Dissertation exkommuniziert wurde, indem er die Lehre der Mormonen über den Ursprung der Indianer mittels DNA-Beweisen anzweifelte, und die Mormonen kritisierte-, nicht, indem sie seine Thesen auseinandernahmen, sondern, indem sie SEINE MOTIVATION in Frage stellten. Manchmal arbeiten sie, wie bei der in meinen Augen berechtigten Kritik bei den christlichen Tanners (Exmormonen, die Mormonen aus "christlicher Sicht" betrachten) mitunter durchaus fundiert, jedoch meist, so mein Eindruck, eher spekulativ.

Zitat
Ich selbst habe einiges über die inneren Strukturen eigentlich durch einen Roman, der auf wahren Begebenheiten basiert, kennen gelernt. Der war von Jon Krakauer. 'Mord im Auftrag Gottes' und es ging da um einen wirklich geschehenen Doppelmord im Jahre 1984 von den Lafferty-Brüdern begangen. Die sitzen, meines Wissens nach, noch heute dafür ein. Beide meinten, einen direkten Draht zu Gott zu haben und derselbe habe die Tötung (durchschnittene Kehle) der 3jährigen Erica und ihrer Mutter Brenda befohlen. Das alles spielte sich in fundamentalistischen Mormonen-Kreisen in der Gegend von Colorado ab. Es war erschütternd, was da so vor sich ging.



Ein "klassischer" Roman war das nicht (hab selbst das Buch), sondern eine in Romanform geschrieben Abhandlung über die "dunkle Seite" des Mormonismus. Darin bschrieb er auch das berüchtigte Mountain Meadows Massaker, wo Mormonen, verkleidet als Indianer, und mit Hilfe einiger Indianer, einen Wagenzug überfielen, 120 Männer, Frauen, und Kinder über 8 Jahren ermordeten, und nur 17 Kinder unter 8 Jahren überleben ließen, diese mitnahmen, und später gegen ein "Lösegeld" wieder freiließen. Das Eigentum der Siedler wurde in Cedar City im Zehntenbüro des Bischofs gelagert, und später versteigert. Das Massaker geschah am 11.September 1857. Brigham Young, der damalige Prophet der Mormonen, tat alles, um die Täter zu schützeen, und nur, als es ihm an den Kragen gehen sollte, opferte er seinen Adoptivsohn John D. Lee, einem Daniten und Indianeragnten, und direkt Beteiligten an dem Massaker. Dieser schrieb in seinen "Confessions":

Zitat
Ich weiß, dass alle unter den Befehlen und durch Gebot ihrer Kirchenführer handelten, und ich glaube fest, dass die meisten derjenigen, die an den Handlungen teilnahmen, es als eine religiöse Pflicht ansahen, ohne Hinterfragung der Anordnung zu folgen, die sie erhalten hatten. Ich habe nie bezweifelt, dass sie aus einem Gefühl der Pflicht gegenüber der Mormonenkirche handelten. Im Glauben, dass diejenigen, die bei mir waren, bei jener Gelegenheit aus einem Gefühl der religiösen Pflichterfüllung heraus handelten, habe ich treu ihre Schuld geheimgehalten und geschwiegen und bin dem Eid der Geheimhaltung, den ich auf dem blutigen Feld auf mich nahm, viele lange und bittere Jahre treu geblieben. Ich habe niemals diejenigen verraten, die mit mir handelten und an dem Verbrechen teilhatten, für das ich verurteilt bin und für das ich den Tod erleiden soll. (...)Die unmittelbaren Befehle zur Tötung der Aussiedler kam von den Autoritäten in Cedar City. Zur Zeit des Massakers handelten ich und diejenigen, die bei mir waren, kraft ausdrücklicher Befehle von Isaac C. Haight und seinen Mitgenossen in Cedar City. Bevor ich mich zu meinem Auftrag in die Mountain Meadows aufmachte, wurde mir von Isaac C. Haight gesagt, dass seine Befehle an mich das Ergebnis einer vollen Rücksprache mit Colonel William H. Dame und aller Bevollmächtigten wären. Es wäre neu für mich, wenn das Massaker nicht von den Führungsmännern der Kirche entschieden worden wäre, und es ist neu für die Mormonen, diejenigen zu verdammen, die die Tat ausgeführt hatten. (...)
Ich fragte ihn, ob es nicht besser wäre, erst nach Brigham Young um Anweisungen zu senden und herauszufinden, was er über die Sache dächte. "Nein", sagte Haight, " das ist unnötig, wir handeln aufgrund von Befehlen. Einige der Indianer befinden sich jetzt auf dem Kriegspfad und alle von ihnen müssen hinausgesandt werden; alle müssen gehen, damit die Sache ein Erfolg wird." Es war damals beabsichtigt, dass die Indianer die Aussiedler töten sollten und dass es ein Indianermassaker werde sollte und kein Weißer damit zu tun haben sollte. Ich sagte zu Haight: "Sie wissen, wie die Indianer sind. Sie werden die ganze Gesellschaft, Frauen und Kinder genauso wie die Männer töten, und Sie wissen, dass wir gelobt haben, kein unschuldiges Blut zu vergießen." "Oh ...!" sagte er, "es wird kein einziger Tropfen unschuldigen Blutes vergossen worden sein, wenn jeder von dem verdammten Pack getötet ist, denn sie sind der schlechteste Haufen von Gesetzlosen und Schurken, die ich je in meinem Leben gesehen habe." Wir wurden uns in der ganzen Sache darüber einig, wie jeder einzelne zu handeln hätte, und verließen dann die Eisenfabrik und gingen zu Haights Haus und frühstückten.
Nach dem Frühstück machte ich mich zum Aufbruch fertig und Haight sagte zu mir: "Geh, Bruder Lee, und sieh zu, dass den Anweisungen derer, die Vollmacht haben, gehorcht wird, und so wie du hierin gehorsam bist, so wird deine Belohnung im Reich Gottes sein, denn Gott wird diejenigen segnen, die bereitwillig seinem Ratschluss gehorchen und alle Dinge für das Volk in diesen letzten Tagen klarmachen."(...)
Ich habe bis auf jenen Tag immer geglaubt, dass General George A. Smith (in Apostel Brigham Youngs, WoH) damals Süd-Utah besuchte, um das Volk auf das Werk der Ausrottung von Captain Fanchers Aussiedler-Treck vorzubereiten, und jetzt glaube ich, dass er für diesen Zweck durch direkten Befehl von Brigham Young gesandt worden war. Quelle: http://www.mormonismus-online.de, Hervorhebungen von mir)

Bettinaa Offline



Beiträge: 1

27.06.2010 16:05
#4 RE: Joseph Smith- Mormonengründer Antworten

Zitat
Hierbei handlt es sich um eine Gruppe mormonischer Apologethen, di, wie ich vermute, von der Kirchenführung finanziell unterstützt wird, obwohl si offiziell als "neutral" auftreten.


Fiar ist unabhängig von der Kirche und wird in keinster Weise unterstützt, sondern die Arbeit ist rein ehrenamtlich und geschieht in der Freizeit der Mitglieder. Es finden auch keine Fair-Veranstaltungen in den Gebäuden der Kirche statt sondern grundsätzlich außerhalb. Es haben sich Leute rein privat zusammengeschlossen, umd mit den Halbwahrheiten, die man sich über Mormonen erzählt, aufzuräumen, um denen Hilfe zu bieten, die sich haben erwirren lassen.

Witch of Hope Offline



Beiträge: 174

27.06.2010 19:16
#5 RE: Joseph Smith- Mormonengründer Antworten

Zitat von Bettinaa

Fiar ist unabhängig von der Kirche und wird in keinster Weise unterstützt, sondern die Arbeit ist rein ehrenamtlich und geschieht in der Freizeit der Mitglieder. Es finden auch keine Fair-Veranstaltungen in den Gebäuden der Kirche statt sondern grundsätzlich außerhalb. Es haben sich Leute rein privat zusammengeschlossen, umd mit den Halbwahrheiten, die man sich über Mormonen erzählt, aufzuräumen, um denen Hilfe zu bieten, die sich haben erwirren lassen.



Das ist DEINE Version. Ich weiß nur, dass die LDS (HLT) die Gruppen Farms und FAIR unterstützt. Und zwar durch "Privatspenden".
Aber das Thema ist hier nicht FAIR, sondern Joseph Smith!!!!Dazu hab ich zu Beginn etwas geschrieben. Wär schön, wenn Du darauf antworten würdest. Übrigens habe ich per Email einen Flyer zugesannt bekommen, der die "prophtische Gabe" vo Joseph Smith zum Thema hat. Darin heißt es:

Zitat
Seit den Tagen der so genannten „Ersten Vision Joseph Smiths, wo er behauptete, Gott und Christus gesehen zu haben (näheres dazu unter 2.2.1. Die erste Vision), behaupten Mormonen, dass ihre Propheten von Gott Of-fenbahrungen bekommen würden. Die meisten der niedergeschriebenen Offenbarungen Joseph Smiths stehen in den Lehre und Bündnisse, die vor 1835 das „Buch der Gebote“ hieß.
Konnte Joseph Smith prophezeien? Sah er Dinge, die sich zukünftig ereignen würden? LuB steht für „Lehre und Bündnisse“, welches die „Offenbarungen“ von Joseph Smith und anderen beinhaltet.
Aber, stimmt das auch?

EINE AUSWAHL:

Die Missouri Prophezeiungen:

Smith prophezeite, das im Staat Missouri die Mormonen gesammelt würden (LuB 45: 64-74) das ein Tempel gebaut werden sollte, und vieles mehr.
Ergebnis: Nichts erfüllte sich. Die Mormonen wurden 1839 verjagt, der Tempel nicht gebaut, und niemand aus dieser Generation ist am Le-ben. Nicht die „Schlechten“, sondern die Mormonen wurden vertrieben (oder waren sie die Schlechten?), und auch die verlorenen 10 Stämme wurden nicht in Missouri gesammelt.

New York soll zerstört werden:

Laut LuB 84:114-115 sollten New York, Albany und Boston zerstört werden, wenn sie das Evangelium der Mormonen ablehnen.
Ergebnis: Selbst Newell K. Whitney und Joseph Smith, die dort predigten, wurde nicht geglaubt.

Das zweite Kommen Christi:

Joseph Smith sagte, dass vom Jahr 1835 an, wo er diese Prophezeiung tätigte, es bis zum Kommen Christi 56 Jahre dauern würde, und das einige aus seiner Generation das als Lebende erleben würden. In LuB 130: 14-17 sagte er, das er selbst etwa im Jahr 1890,wenn er selbst also 85 Jahre alt wäre, Christus kommen würde.
Ergebnis: Das Zweite Kommen Christi fand nie statt. Joseph Smith starb lange vor seinem 85. Geburtstag, und zudem widerspricht diese
Aussage der Bibel, die sagte, dass niemand den Zeitpunkt der Wiederkunft kennen würde.

Die erfolgreiche Kirtland-Bank:

Laut der History of the Church, Vol 2. S.509-510, forderte Joseph Smith seine Gläubigen auf, fleißig in die Kirtland Safety Society Bank zu investieren, da dies der Wille Gottes sei. Er prophezeite, dass diese Bank wachsen und gedeihen, und alle anderen Banken überleben würde.
Ergebnis: Aufgrund von schlechtem Management und wilden Spekulationen brach die Bank zusammen. Joseph Smith und Sydney Rigdon wurden verurteilt, weil sie illegal eine Bank betrieben hatten (Strafe 1000 $). Alle, die Geld investiert hatten, verloren ihr Erspartes!

DER BÜRGERKRIEG
Als “Beweis” für die Sehergabe Joseph Smiths führen Mormonen gerne an, dass sie belegten wollen, dass Joseph Smith den amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) vorausgesagt hatte. Aber hatte er das wirklich? Schauen wir doch etwas genauer nach!
Am 25. Dezember 1832 (nachzulesen in LuB 87) prophezeite Joseph Smith, dass es eine Rebellion im Süden Nordamerikas gegen den Norden geben würde, wobei der Süden Großbritannien um Hilfe ersuchen würde, und es zu einem Bürgerkrieg kommen würde.
Auslöser würde die Sklavenfrage sein, und die Sklaven würden revoltieren. Es würde allerlei Naturgewalten und von Menschen gemachte Probleme (wie Hungersnöte) geben, und das „Ende aller Nationen“ wäre gekommen. Jedoch erfüllte sich auch diese Vorhersage nicht!
Auch, wenn der Süden 1961 sich gegen die Union erhob, und Großbritannien dem Süden zur Hilfe kam, so gab es keine Sklavenrevolten, und es kamen auch nicht die angedrohten Naturkatastrophen, und auch das „Ende der Nationen“ kam nicht. Das Thema wurde im Jahr 1843 noch einmal von Joseph Smith angesprochen (nachzulesen in LuB 130: 12f). Als „Prophet“ sagte er darin das Folgende:

„Es wird wahrscheinlich infolge der Sklavenfrage dazu kommen"

Seltsame Formulierung für einen „Propheten?



Was würdest DU darauf antworten?

Witch of Hope Offline



Beiträge: 174

09.07.2010 10:17
#6 RE: Joseph Smith- Mormonengründer Antworten

Laß uns hier bitte sachlich, wenn auch kontrovärs diskutieren. Dazu möchte ich hier auch explezit Bettinaa einladen. Hier etwas, was über Mormonen und Joseph Smith allgemein nicht bekannt ist:

Im Jahr 1831 schreibt der Palmyra Reflector als Reaktion auf die Kunde aus Kirtland, das Joseph Smith hätte 'Gott mehrfach und persönlich gesehen':

Zitat
„Es ist allgemein bekannt, dass Joseph Smith niemals vorgab, irgendwelchen Umgang mit Engeln zu haben, bis lange Zeit nach dem angeblichen Fund seines Buches, und dass die Manipulation durch ihn oder seinen Vater nicht weiter ging als die angebliche Fähigkeit, Wunder in einem Seherstein zu sehen ...“ (Quelle: http://www.mormonismusonline.de/index.ph...ision.htm&nav=4)



Wie verträgt sich das mit der im Wentworth-Brief gemachten Aussage, dass DIREKT NACH DER ERSTEN VISION die Menschen ihm nicht glauben wollten?
Kann es sein, dass er diese Story nur erfand, damit das Buch Mormon besser verkauft werden konnte?

emporda ( gelöscht )
Beiträge:

10.04.2011 16:46
#7 RE: Joseph Smith- Mormonengründer Antworten

Zitat von Witch of Hope
Laß uns hier bitte sachlich, wenn auch kontrovärs diskutieren. Dazu möchte ich hier auch explezit Bettinaa einladen. Hier etwas, was über Mormonen und Joseph Smith allgemein nicht bekannt ist:

Es gibt 2 sachliche Aspekte zu Joseph Smith und seinen Sektierern. Die nächste Gruppe der Traumtänzer nach den Mormonen dürte die Religion der "Gebrüder Grimm" sein mit Rotkäppchen als Jungfrau und dem tapferen Hänsel als Jesus im Kampf gegen den Satan mit Namen Rumpelstilzchen.

Im März 1826 verurteilte ein Gericht in Bainbridge, New York den 21-jährigen Joseph Smith jr. als aufrührerische Person und Hochstapler. Im Prozess räumte er ein, dass er Mitbürger im großen Stil betrogen habe, indem er waghalsige Goldgräberexpeditionen in den Westen der USA zu nicht existierenden Claims organisierte, und dass er zudem öffentlich behauptet habe, dunkle nekromantische Kräfte zu besitzen. Vier Jahre später macht er erneut von sich reden – in den Tageszeitungen ist es noch immer nachzulesen (New York Herald, Gazette of Maine, N.Y. Tribune).

Die Archive wurden gesichert, obwohl die Mormonen alles nur Denkbare mit viel Geld versuchten diesen Teil ihrer Geschichte zu vernichten. Der Prophet der Mormonen war ein psychopathologisch Kranker aktiv als Krimineller und Betrüger. Eine Sekte frommer und blinder Idioten war das ideale Opfer um immer wieder aufs Neue abzukassieren.

Erklärung des Smithsonian Institute von 1996 zum Buch Mormon
1. Das Smithsonian Institut hat das Buch der Mormonen in keiner Hinsicht als wissenschaftliche Quelle benutzt. Smithsonian Archäologen sehen keinen direkten Zusammenhang zwischen der Archäologie der neuen Welt und dem Thema des Buches.

2. Die körperlichen Eigenheiten der Indianer sind generell mongoloid und am nächsten mit den Völkern von Ost-, Zentral- und Nordost-Asien verwandt. Archäologische Funde zeigen, dass die Vorfahren der Indianer der neuen Welt vermutlich während der letzten Eiszeit um 35.000 - 25.000 v.C. über eine Landbrücke der Beringstraße in einer fortlaufenden kleinen Migration in die neue Welt kamen.

3. Gegenwärtige Beweise gehen dahin, dass die Normannen um 1000 n.C. als erste Menschen aus dem Osten Nordamerika erreichten. Sie besuchten aus Grönland kommend nur kurz den nordöstlichen Teil. Es gibt keine Hinweise, dass sie je Mexiko oder Zentralamerika erreichten.

4. Die wichtigsten Beweise unterstützen die wissenschaftliche Feststellung, Kontakte mit der alten Welt waren - wenn es sie je gab – von sehr geringer Bedeutung für die Entwicklung einer Amerikanisch-Indianischen Kultur. Keine der grundlegenden Pflanzen oder Tiere der alten Welt wurden in vorkolumbianischer Zeit domestiziert, vielleicht ausgenommen der Hund. Die Indianer Nordamerikas kannten vor 1492 n.C. keinen Weizen, Gerste, Hafer, Hirse, Reis, Rind, Schwein, Huhn, Pferd, Esel, Kamel. Kamele und Pferde waren in Nord- und Südamerika zusammen mit dem Mammut und Mastodon bereits vor 10.000 v.C. ausgestorben, als frühe Großwildjäger durch den amerikanischen Kontinent streiften.

5. Eisen, Stahl, Glas, und Seide waren in der neuen Welt vor 1492 n.C. unbekannt, ausgenommen gelegentliche Funde von Raseneisen. Kupfer wurde in vorkolumbianischer Zeit an verschiedenen Orten verhüttet, die Metallurgie beschränkte sich auf das südliche Mexiko und die Anden, wo Vorkommen von Gold, Silber, Kupfer und deren Legierungen in später vorkolumbianischer Zeit genutzt wurden.

6. Es besteht die Möglichkeit der Verbreitung von kulturellen Kontakten über den Pazifik, Mittelamerika und die nordwestliche Küste von Südamerika über Hunderte von Jahren vor der christlichen Zeit. Jedoch sind solche inter-hemisphärischen Kontakte nur zufällige Reisen gewesen ausgehend vom östlichen und südlichen Asien. Es ist nicht sicher, dass derartige Kontakte je aufgetreten sind; ganz sicher gab es keinerlei Kontakte mit den alten Ägyptern, Hebräern oder anderen Ethnien aus dem westlichen Asien oder dem Nahen Osten.

7. Keine renommierter Ägyptologe oder andere Spezialisten der Archäologie der alten Welt und kein ausgewiesener Experte der Vorgeschichte der neuen Welt haben je eine Beziehungen zwischen archäologischen Funden in Mexiko und in Ägypten bestätigt.

8. Schriften der alten Ägypter, Hebräer und anderen Ethnien der alten Welt mit einem Kontext zur neuen Welt in vorkolumbianischer Zeit finden sich häufig in Zeitungen, Zeitschriften und Sensationsbüchern. Keiner dieser Texte hat einer Prüfung durch renommierte Wissenschaftler standgehalten. Keine Inschriften in der typischen Form der alten Welt geschrieben wurden je in Süd- und Nordamerika gefunden, ausgenommen einige wenige Germanische Runen Steine in Nordwestamerika, wie sie ähnlich auch in Grönland gefunden wurden.

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