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Dieses Thema hat 36 Antworten
und wurde 2.064 mal aufgerufen
 Hinduismus, Buddhismus und Taoismus
Seiten 1 | 2
Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

20.02.2010 18:55
Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

http://www.buddhismuskunde.uni-hamburg.d...d11-K07Mohr.pdf

Sehr interessanter Beitrag! Besonders:

Zitat von S. 11f. (nach Zählung von Adobe Reader)
Wie die Wissenschaft hält der Buddhismus eine Gebilde [Fehler im Original] an systematischer Erkenntnis über die natürliche Welt vor und stellt einen großen Bogen von überprüfbaren Hypothesen und Theorien bezüglich der Natur des Geistes und seine Beziehungen zur physischen Umwelt her.
Diese Theorien sind im Laufe von 2500 Jahren getestet und experimentell vielfach bestätigt worden und zwar in Form von Nachprüfbaren Meditationsmethoden. In diesem Sinne könnte der Buddhismus in die Kategorie "Naturalismus" oder "natürliche Philosophie" wie "Empirismus" fallen, weniger jedoch obliegt es ihnen, transzendente Theorien zu entwickeln.


Davor (S. 11) wurde der Buddhismus als Religion bezeichnet (wobei "Religion" als Lehre definiert wurde, die Ethik, Philosophie und Praxis zum Erreichen des Heilsziels enthält), danach (S. 14) als "Naturphilosophie [...], die herausfordert, die tiefst möglichen Fragen an ihn als Religion [wie oben definiert!] zu stellen auf der Basis radikaler logischer Analyse und empirischer Forschung."

Sollte es hierauf eine ähnlich berauschende Resonanz geben wie auf Hirnforschung und Meditation im Dialog und Society for Meditation and Meditation Research geben, muss man wohl davon ausgehen, dass die Herrschaften Anti(")religiöse(") in diesem Forum nur an Meldungen interessiert sind, die ihr Weltbild bestätigen, nicht an denen, die es infrage stellen!

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

20.02.2010 19:56
#2 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat
Diese Theorien sind im Laufe von 2500 Jahren getestet und experimentell vielfach bestätigt worden und zwar in Form von Nachprüfbaren Meditationsmethoden.


Seit wann gehören Meditationsmethoden zum Instrumentarium wissenschaftlicher Überprüfung?

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

20.02.2010 20:17
#3 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von Walter
Sollte es hierauf eine ähnlich berauschende Resonanz geben wie auf Hirnforschung und Meditation im Dialog und Society for Meditation and Meditation Research geben, muss man wohl davon ausgehen, dass die Herrschaften Anti(")religiöse(") in diesem Forum nur an Meldungen interessiert sind, die ihr Weltbild bestätigen, nicht an denen, die es infrage stellen!

Wenn du fehlendes Interesse als Ablehnung zu deuten gedenkst... Nichts davon stellt irgendwas in frage.

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Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

21.02.2010 12:40
#4 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus

Zitat
Diese Theorien sind im Laufe von 2500 Jahren getestet und experimentell vielfach bestätigt worden und zwar in Form von Nachprüfbaren Meditationsmethoden.


Seit wann gehören Meditationsmethoden zum Instrumentarium wissenschaftlicher Überprüfung?



Siehst du, wenn du die anderen beiden Links beachtet hättest, würde sich diese Frage ergeben. Außerdem zu empfehlen: Kapitel 16 von Ricard/Trinh Xuan, Quantum und Lotus, 2008. Offenbar hat die Wissenschaft diejenigen überholt, die sich "wissenschaftliches Weltbild!" auf die Fahne schreiben.

Zitat von Xeres

Zitat von Walter
Sollte es hierauf eine ähnlich berauschende Resonanz geben wie auf Hirnforschung und Meditation im Dialog und Society for Meditation and Meditation Research geben, muss man wohl davon ausgehen, dass die Herrschaften Anti(")religiöse(") in diesem Forum nur an Meldungen interessiert sind, die ihr Weltbild bestätigen, nicht an denen, die es infrage stellen!

Wenn du fehlendes Interesse als Ablehnung zu deuten gedenkst... Nichts davon stellt irgendwas in frage.



Anscheinend kommen die Antworten erst, wenn man deutlich genug darum bittet. Gut zu wissen. Was ist mit - zuallererst - der festgefügten Definition von Religion? (Jedenfalls in Bezug auf den Buddhismus ist diese Frage durchaus wichtig, wie sich in anderen Diskussionen ja schon gezeigt hat.) "Buddhismus ist Religion", "Religion ist schlecht und verderblich" sowie davon abgeleitet "Meditation ist Unsinn für Hippies und Esos" - das wird deutlich infrage gestellt.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

21.02.2010 12:50
#5 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Buddhismus gibt es in vielen Varianten. Lamaismis ist zweifellos Religion, andere mögen durchaus eher Philosophie sein. Wissenschaft ist jedenfalls keine.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

21.02.2010 13:06
#6 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von Walter
"Meditation ist Unsinn für Hippies und Esos"

Na, na - Wer mit geschlossenen Augen herum sitzt, stellt zumindest keinen Unsinn an...

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Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

21.02.2010 13:26
#7 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von Xeres

Zitat von Walter
"Meditation ist Unsinn für Hippies und Esos"

Na, na - Wer mit geschlossenen Augen herum sitzt, stellt zumindest keinen Unsinn an...



Das ist aber eine sehr lasche Aussage - gibt er sich nicht religiösem Schwachsinn hin

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

21.02.2010 13:29
#8 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von Bruder Spaghettus
Buddhismus gibt es in vielen Varianten. Lamaismis ist zweifellos Religion, andere mögen durchaus eher Philosophie sein. Wissenschaft ist jedenfalls keine.


Argumentationsresistent wie eh und je. Dass im Buddhismus wissenschaftlich geprüft wird - wovon der verlinkte Artikel ja handelt - wird noch nicht weinmal in Betracht gezogen.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

21.02.2010 13:34
#9 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Ob man sich zur Entspannung unter einen Wasserfall setzt, in die Sauna geht oder sonst was veranstaltet - bitteschön. Schwachsinn wird's erst, wenn man daraus einen Überlegenheitsanspruch ableitet oder meint, die Naturgesetze überwinden zu können...

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kereng Offline




Beiträge: 310

21.02.2010 16:18
#10 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von Walter
... die ihr Weltbild bestätigen, nicht an denen, die es infrage stellen!


Wenn ein Zweig des Buddhismus sich mit Denksport beschäftigt und wissenschaftlich untersucht, wie man durch Gedanken Körperfunktionen beeinflussen kann, stellt da mein Weltbild keinesfalls infrage.

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

21.02.2010 19:59
#11 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Ach Leute, hört euch http://www.forum-humanum.org/index.php?s...ame=singer_high einfach mal an. Dann werdet ihr schon sehen von wegen Entspannung und Denksport.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

21.02.2010 21:06
#12 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat
Argumentationsresistent wie eh und je. Dass im Buddhismus wissenschaftlich geprüft wird - wovon der verlinkte Artikel ja handelt - wird noch nicht weinmal in Betracht gezogen.



Weil im Buddhismus nicht (natur)wissenschaftlich geprüft wird, deswegen. Und das kommt auch sehr, sehr deutlich raus, wenn man den Text liest, was ich mir gerade angetan habe.
Was du hier fabrizieren willst, erscheint verdammt gekünstelt - mag sein, dass Entspannungsübungen wie Meditation einen positiven Einfluss auf Menschen haben kann, aber mit dem Wahrheitsgehalt irgendwelcher buddhistischer Religionen/Philosophien hat das nix zu tun.
Geschreibsel über die "experimentelle Überprüfung" sind ein irreführender Scherz - keine dieser Experimente genügt nämlich wissenschaftlichten Standards - noch versuchen sie das auch überhaupt nur.
Diese buddhistische Wissenschaft ist nur in dem Sinne "Wissenschaft", wie sie sich selbst so nennt - mit den (westlichen, oho...) Wissenschaften hat das aber nichts zu tun!

Im Grunde ist dieses ganze "im Dialog" treten zwischen Naturwissenschaften und Buddhismus und "gegenseitigem Helfen" genau dasselbe wie der Dialog zwischen Christentum und Wissenschaft: Unsinn.
Denn das Christentum kann vermutlich von der Wissenschaft profitieren, aber die Wissenschaft niemals vom Christentum, dem Buddhismus oder sonst einer Ideologie.
Und dämliches Geschwafel von "verschiedenen Denkweisen", wie in dem Artikel, sind nur peinlichste Ausreden, um sich gegen Kritik zu immunisieren.
Die Logik und die Naturgesetze funktionieren auf der anderen Seite der Weltkugel genauso - und das sind die einzigen Grundlagen, die die Wissenschaft hat und braucht.

Zitat
Offenbar hat die Wissenschaft diejenigen überholt, die sich "wissenschaftliches Weltbild!" auf die Fahne schreiben.



Die "Wissenschaft" sind nicht einzelne Wissenschaftler, die einem Trend auf den Leim gehen, und mehr ist da kaum dahinter.

PS: Das Video lädt bei mir nicht, daher kann ich dazu nix sagen.

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

21.02.2010 21:12
#13 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von Walter
... wird noch nicht weinmal in Betracht gezogen.

Heul doch.

maleachi 89 ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2010 08:43
#14 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von Walter
Dann werdet ihr schon sehen von wegen Entspannung und Denksport.


Da hast Recht, mit Entspannung hat der 2-Stunden-Vortrag absolut nichts zu tun.... und wer hat die Zeit, sich das anzutun. Wenn man eine Stellungnahme nicht kürzer und effizenter fassen kann, werd' ich misstrauisch .
Das, was ich quer gehört habe, waren, sorry, gestotterte Plattitüden.

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

23.02.2010 10:29
#15 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von Relix
Weil im Buddhismus nicht (natur)wissenschaftlich geprüft wird, deswegen. Und das kommt auch sehr, sehr deutlich raus, wenn man den Text liest, was ich mir gerade angetan habe.
Was du hier fabrizieren willst, erscheint verdammt gekünstelt - mag sein, dass Entspannungsübungen wie Meditation einen positiven Einfluss auf Menschen haben kann, aber mit dem Wahrheitsgehalt irgendwelcher buddhistischer Religionen/Philosophien hat das nix zu tun.
Geschreibsel über die "experimentelle Überprüfung" sind ein irreführender Scherz - keine dieser Experimente genügt nämlich wissenschaftlichten Standards - noch versuchen sie das auch überhaupt nur.
Diese buddhistische Wissenschaft ist nur in dem Sinne "Wissenschaft", wie sie sich selbst so nennt - mit den (westlichen, oho...) Wissenschaften hat das aber nichts zu tun! [...]
Und dämliches Geschwafel von "verschiedenen Denkweisen", wie in dem Artikel, sind nur peinlichste Ausreden, um sich gegen Kritik zu immunisieren.


Was sind das denn anderes als Behauptungen, in denen immer noch nicht die Möglichkeit berücksichtigt wurde, dss der Buddhismus als Wissenschaft eingresuft werden könnte?
Ricard sagt folgendes:

Zitat von Ricard/Trinh Xuan 2008 S. 344f.
Unter „Wissenschaft“ verstehe ich ein exaktes, kohärentes und überprüfbares Wissen, das sich nicht nur auf die Erscheinungswelt [d.h. die materiellen Phänomene] bezieht, sondern die Gesamtheit der Erfahrung umfasst. Es gibt keinen Grund, weshalb man diesen Begriff nur auf jene Dinge anwenden sollte, die mit Apparaten überprüft oder in Gleichungen ausgedrückt werden können. Ein wissenschaftliches Ergebnis muss überprüft werden können. Es muss sich durch Erfahrung bestätigen lassen, und zwar von jedem, der sich dies zur Aufgabe macht. Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder einfach so Zugang zu diesem Wissen hat, so wie man etwa einen Fernseher einschaltet. Das trifft weder auf die Naturwissenschaft noch auf die kontemplative Wissenschaft zu. Auch der Physiker brauscht Jahre der Ausbildung, bevor er die Gleichungen, die das Universum beschreiben, verstehen kann. Genauso braucht ein Meditierender Zeit, um seinen Geist wirklich und dauerhaft zu zähmen [womit kein Unterjochen gemeint ist, sondern Disziplinierung und Konzentration]. Daher kann man auch nicht argumentieren: „Alle, die sich auf den Weg der Kontemplation begeben, geben vor, das Bewusstsein genau zu kennen. Das ist leicht gesagt, wo andere doch zu diesen Kenntnissen keinen Zugang haben und sie daher nicht überprüfen können!“ Der Großteil dieser Leute wäre auch nicht in der Lage zu erklären, weshalb sie die Ergebnisse der Schröder’schen Wellengleichung akzeptieren oder den Wissenschaftlern glauben, welche die Lichtgeschwindigkeit mit einem bestimmten Wert angeben. Ob es sich nun um wissenschaftliche oder kontemplative Erfahrungen handelt: Wer auch immer die Ergebnisse direkt überprüfen will, braucht dazu eine Ausbildung und einige Zeit der Erfahrung. Wichtig sind nicht sofortige Resultate, sondern die Tatsache, dass die Erkenntnisse unter Einsatz angemessener Mittel nachgeprüft werden können.
Die Gültigkeit einer wissenschaftlichen Theorie beruht also auf den Ergebnissen einiger Wissenschaftler, die auf die Bestätigung ihrer Hypothesen ausreichend Zeit und Energie verwendet haben. Sind sie sich dabei einig, dann kann man ihnen vernünftigerweise vertrauen und ihr Wissen in den Rang einer „Wissenschaft“ erheben. Die kontemplative Wissenschaft gründet sich dagegen im Wesentlichen auf die persönliche Erfahrung, sodass nur der, der sich einer solchen unterzieht, sie wirklich teilen kann.

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

23.02.2010 10:35
#16 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von maleachi 89

Zitat von Walter
Dann werdet ihr schon sehen von wegen Entspannung und Denksport.


Da hast Recht, mit Entspannung hat der 2-Stunden-Vortrag absolut nichts zu tun.... und wer hat die Zeit, sich das anzutun. Wenn man eine Stellungnahme nicht kürzer und effizenter fassen kann, werd' ich misstrauisch .
Das, was ich quer gehört habe, waren, sorry, gestotterte Plattitüden.



Und das ist, sorry, nichts als ein subjektives Werturteil. Dieses Thema ist eben recht komplex. Ich rechne damit, dass zukünftig Bücher darüber geschrieben werden, die zu lesen länger als zwei Stunden dauern wird - mit dem verlinkten Vortrag ist man noch gut dabei.

Relix Offline

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Beiträge: 3.480

23.02.2010 11:56
#17 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat
Was sind das denn anderes als Behauptungen, in denen immer noch nicht die Möglichkeit berücksichtigt wurde, dss der Buddhismus als Wissenschaft eingresuft werden könnte?



Der Buddhusmis kann nicht als Wissenschaft eingestuft werden, weil er schlicht und ergreifend keine ist.

Der angefügte Text ist ein ganz erbärmlicher Versuch, alle subjektiven Erfahrungen auf eine Ebene zu stellen - mit derselben Argumentation ist dann der Glaube und die persönliche Erfahrung von Göttern, Engeln, Trollen und sonstwas auch "Wissenschaft". Nur ist das Unsinn, da in der Wissenschaft eben nicht die persönliche "Erfahrung" zählt, sondern nur die harten Fakten. Dass es eine Ausbildung braucht, um diese Fakten auch zu begreifen, ist ja wohl selbstverständlich - aber das ändert nichts an dem zweifellosen Vorhandensein dieser Fakten auch außerhalb der subjektiven Ebene.
Religionen hingegen, und da gehört nach diesem Texten definitv auch Buddhsimus dazu - denn das hier ist religiöse Argumentation(!) - legen keine Fakten vor, die dann erst begriffen werden müssen, sondern verlangen zuerst die "Beschäftigung" und behaupten dann, die Erkenntnisse flögen einem einfach so zu - reale Fakten sind dann aber selbst nach dieser Erkenntnis niemals vorhanden.
Es werden keine logisch und mathematisch einwandfreien und nachvollziehbaren Formeln in dieser Form der "Wissenschaft" vorgelegt - sondern bloß das Argument der Authorität, dass weil es diese Person sagt, MUSS es stimmen - und das sollte niemals der Grund sein, von etwas überzeugt zu sein, sondern bloß die schlichten Fakten.

Das ist ein ganz, ganz übler Versuch logisch und wissenschaftlich integere Lehren mit irgendwelchen Lehren gleichzusetzen, bloß weil beides Lehren sind...
(Weiters ist "Meditation" natürlich auch schlicht keine wissenschaftliche Methode - sonst könnte man ja auch gleich Beten als wissenschaftliche Methode betrachten, oder um das Feuer tanzen - oder LSD konsumieren... Erkenntnisse kommen da nämlich auch zustande, aber wissenschaftlich sind die alle nicht...)

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Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

23.02.2010 18:07
#18 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Könntest du mal die ganze Polemik, Beleidigung und Phrasendrescherei weglassen, danke...

Zitat von Relix
Der Buddhusmis kann nicht als Wissenschaft eingestuft werden, weil er schlicht und ergreifend keine ist.


Darauf läuft deine Argumentation hinaus - es ist (nicht) so, weil es (nicht) so ist.

Zitat
Der angefügte Text ist ein ganz erbärmlicher Versuch, alle subjektiven Erfahrungen auf eine Ebene zu stellen - mit derselben Argumentation ist dann der Glaube und die persönliche Erfahrung von Göttern, Engeln, Trollen und sonstwas auch "Wissenschaft".


Da sollen überhaupt nicht alle subjektiven Erfahrungen gleichgesetzt werden - es kommt ja auf die Intersubjektivität an: jeder, der sich die Mühe macht, kann das nachprüfen. Deshalb, und nicht etwa, weil es

Zitat
bloß das Argument der Authorität, dass weil es diese Person sagt, MUSS es stimmen

gäbe. Wenn nur der Buddha allein diese Erfahrungen gemacht hätte und niemand sonst, könnte man es als rein subjektiv werten - wenn Millionen von Menschen sie gemacht haben, tausende von Jahren lang, ist es anscheinend intersubjektiv, also übergreifend.

Dateianlage:
File0003.PDF
Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

23.02.2010 18:55
#19 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat
gäbe. Wenn nur der Buddha allein diese Erfahrungen gemacht hätte und niemand sonst, könnte man es als rein subjektiv werten - wenn Millionen von Menschen sie gemacht haben, tausende von Jahren lang, ist es anscheinend intersubjektiv, also übergreifend.



Solche Aussagen lassen sich eben auf ALLE Religionen bzw. alle "Erfahrungen" umstülpen - und sind somit wissenschaftlich wertlos.

Erstens besteht mal ein qualitativer Unterschied zwischen dieser Intersubjektivität und wissenschaftlicher:

Zitat von Wikipedia

Eine verbreitete epistemologische Klassifikation unterscheidet Sachverhalte danach, in welchem Ausmaß sie allgemein zugänglich sind, d. h. u. a. erkannt werden können oder Geltung erlangen können. Dabei können beispielsweise folgende Typen unterschieden werden:
# Sachverhalte, die zwar für mehrere Personen zugänglich sind, aber prinzipiell nur für Personen in bestimmten Kontexten und mit bestimmten Eigenschaften zugänglich sein können, so dass nur diese Personenkreise darin rational gerechtfertigt oder dazu rational genötigt sein können, die entsprechenden Urteile für wahr zu halten. Hier würden einige Theoretiker etwa pseudowissenschaftliche oder religiöse oder auch ethische Wahrheitsansprüche verorten. (siehe Subkultur)
# Sachverhalte, die prinzipiell jedem zugänglich sind. (Der Zusatz „prinzipiell“ fängt dabei jeweils Zusatzklauseln ein wie „… der sich hinreichend darum bemüht“ u. Ä.). Hier könnte man beispielsweise mathematische Wahrheiten und diskutablerweise überhaupt wissenschaftliche Fakten einordnen.



Und gerade der letzte Punkt, die empirischen und mathematischen Fakten, machen noch den wichtigsten Punkt aus. Intersubjektivität allein ist nicht das einzige Kriterium für Wissenschaftlichkeit. Denn wenn ich etwas erfahre, dies aber nicht logisch begründen kann, ist es dennoch wissenschaftlich wertlos.

PS: Der Text im Anhang ist auch fürchterlich - eine Andereinanderung von Postulaten mit gelegentlichen Begründungen in Form von logischen Fehlschlüssen! Wissenschaft ist das niemals, egal wie gerne manche Leute das auch hätten!

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Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

23.02.2010 22:31
#20 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Sieh an, Wikipedia? Ich bemühe immerhin gedrucktes Papier - auch wenn es aus dem Goldmann-Arkana-Verlag kommt.

Zitat von Relix

Zitat von Wikipedia

Eine verbreitete epistemologische Klassifikation unterscheidet Sachverhalte danach, in welchem Ausmaß sie allgemein zugänglich sind, d. h. u. a. erkannt werden können oder Geltung erlangen können. Dabei können beispielsweise folgende Typen unterschieden werden:
# Sachverhalte, die zwar für mehrere Personen zugänglich sind, aber prinzipiell nur für Personen in bestimmten Kontexten und mit bestimmten Eigenschaften zugänglich sein können, so dass nur diese Personenkreise darin rational gerechtfertigt oder dazu rational genötigt sein können, die entsprechenden Urteile für wahr zu halten. Hier würden einige Theoretiker etwa pseudowissenschaftliche oder religiöse oder auch ethische Wahrheitsansprüche verorten. (siehe Subkultur)
# Sachverhalte, die prinzipiell jedem zugänglich sind. [Der Zusatz „prinzipiell“ fängt dabei jeweils Zusatzklauseln ein wie „… der sich hinreichend darum bemüht“ u. Ä.]. Hier könnte man beispielsweise mathematische Wahrheiten und diskutablerweise überhaupt wissenschaftliche Fakten einordnen.



Ja wie denn nun - naturwissenschaftliche Inhalte sind auch prinzipiell jedem zugänglich, der sich drum bemüht. Wie gesagt, du hattest da natürlich auch zugestimmt, braucht man eine Ausbildung, um komplexe Themen zu verstehen. Wenn man Physik studiert, versteht man z.B. die Relativitätstheorie erst langsam, nach und nach, bis dahin ist man auf die Wissenskultur angewiesen, die - d.h. deren Autoritäten - einem versichert, dass (das nach allem, was man bisher weiß) auch so stimmt. Wenn alle Physiker die Relativitätstheorie anerkennen, indem sie unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis gekommen sind, weiß der Physikstudent, dass sie mit allergrößter Wahrscheinlichkeit richtig ist.

Zitat
PS: Der Text im Anhang ist auch fürchterlich - eine Andereinanderung von Postulaten mit gelegentlichen Begründungen in Form von logischen Fehlschlüssen! Wissenschaft ist das niemals, egal wie gerne manche Leute das auch hätten!


Geht das vielleicht noch sachlicher und nachvollziehbarer? Die gescannten Seiten sind ja relevant für unsere Diskussion.

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

24.02.2010 10:16
#21 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat
Geht das vielleicht noch sachlicher und nachvollziehbarer?

Bestimmt. Aber verstehen würdest du es doch trotzdem nicht. Warum also sich erst die Mühe machen?

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

24.02.2010 10:21
#22 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat
Wenn alle Physiker die Relativitätstheorie anerkennen, indem sie unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis gekommen sind, weiß der Physikstudent, dass sie mit allergrößter Wahrscheinlichkeit richtig ist.



Das ändert nix daran, dass die Relativitätstheorie mathematisch bewiesen ist. Wäre sie das nicht, so wie die Behauptungen von Religionen, dann wäre es egal, wie viele Menschen sie für richtig halten - Unsinn wäre es trotzdem.

Zitat
Warum als sich erst die Mühe machen?



Aus einem gescannten Dokument kann man nicht Copy & Pasten, sondern müsste abschreiben - das ist die Mühe nicht wert.
Wer weiß, wie ein logischer Fehlschluss aussieht, der wird in dem Dokument eine wahre Goldgrube finden...

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Xeres Offline




Beiträge: 2.587

24.02.2010 13:22
#23 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

[...] alles abzulehnen, was uns unangenehm erscheint und allem hinterherzulaufen, was wir angenehm finden. So machen wir uns auf die illusorische Suche nach Glück, die jedoch nichts als Leid verursacht.
Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Jedes Lebewesen befriedigt seine Triebe und maximiert dabei sein Glück - wenn man so will. Das ist das exakte Gegenteil von Leid.

Welches Feld umfasst denn die sogenannte Buddistische Wissenschaft?

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Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

25.02.2010 10:01
#24 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von Relix
Das ändert nix daran, dass die Relativitätstheorie mathematisch bewiesen ist. Wäre sie das nicht, so wie die Behauptungen von Religionen, dann wäre es egal, wie viele Menschen sie für richtig halten - Unsinn wäre es trotzdem.


Du setzt schon wieder voraus, dass das nur "die Behauptungen von Religionen" sind, die nicht experimentell untersucht wurden und ziehst wieder einmal die Möglichkeit, dass die betreffenden Aussagen des Buddhismus auf experimenteller Untersuchung beruhen, nicht mal in Betracht - einfach "das ist Religion" zu sagen scheint schon zu reichen.

Zitat von Relix
Aus einem gescannten Dokument kann man nicht Copy & Pasten, sondern müsste abschreiben - das ist die Mühe nicht wert.
Wer weiß, wie ein logischer Fehlschluss aussieht, der wird in dem Dokument eine wahre Goldgrube finden...

Walter Offline

Kontrapunkteur

Beiträge: 236

25.02.2010 10:03
#25 RE: Buddhismus im Gespräch mit den Naturwissenschaften Antworten

Zitat von Relix
Das ändert nix daran, dass die Relativitätstheorie mathematisch bewiesen ist. Wäre sie das nicht, so wie die Behauptungen von Religionen, dann wäre es egal, wie viele Menschen sie für richtig halten - Unsinn wäre es trotzdem.


Du setzt schon wieder voraus, dass das nur "die Behauptungen von Religionen" sind, die nicht experimentell untersucht wurden und ziehst wieder einmal die Möglichkeit, dass die betreffenden Aussagen des Buddhismus auf experimenteller Untersuchung beruhen, nicht mal in Betracht - einfach "das ist Religion" zu sagen scheint schon zu reichen.

Zitat von Relix
Aus einem gescannten Dokument kann man nicht Copy & Pasten, sondern müsste abschreiben - das ist die Mühe nicht wert.
Wer weiß, wie ein logischer Fehlschluss aussieht, der wird in dem Dokument eine wahre Goldgrube finden...


Geniale Argumentation, wieder mal, genau wie:

Zitat von Bruder Spaghettus
Bestimmt. Aber verstehen würdest du es doch trotzdem nicht. Warum also sich erst die Mühe machen?


Einfach weiter mit Schlamm werfen, wenn man argumentativ nicht mehr weiterkommt, dann fällt das schon nicht auf.

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