Ob man(n)/frau will oder nicht, aber man ist von dieser "Gottheit" abhängin. Geld, die Wurzel allen Übels?!
Mit Geld wird man selten bis gar nicht Glücklich. Ohne aber auch nicht. Ich behaupte mal das Geld unser Leben mehr bestimmt als uns lieb wäre und sogar noch mehr als irgendeine Religion dieser Welt.
_______________________________________________ „Gott wird es verschmerzen können, dass Atheisten seine Existenz leugnen.“ (John Boynton Priestley, 1894–1984, englischer Schriftsteller)
Geld hat den Vorteil, dass ich keinen Schweinestall unterhalten muss, um die Handwerker zu bezahlen. Tauschhandel ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll.
Die Schuld allen Übels trägt eigentlich der Egoismus des Menschen.
____________________ Zum Lügen gehören immer noch zwei: Einer der lügt, und einer der's ihm glaubt. - Homer Simpson Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. - Albert Einstein
Maik
10.03.2010 13:28
RE: Mamon. Ein "gott" dem die ganze Welt verfallen ist.
Zitat Die Schuld allen Übels trägt eigentlich der Egoismus des Menschen.
Nein. Die Schuld dieser hier beschriebenen Übel trägt nicht der Egoismus, sondern Morallehren, die diesen angeborenen Egoismus künstlich außer Kraft setzen wollen. Also alles was von "selbstlos" schwafelt.
Der evolutionäre Humanismus zeigt klar, wie man unter Einbeziehung dieses Egoismus ein weit überlegenes ethisches Handlungskonzept erstellen kann.
Maik
10.03.2010 13:37
RE: Mamon. Ein "gott" dem die ganze Welt verfallen ist.
Zitat Ich las den Titel: Mormon. Ein "Gott" dem die ganze Welt verfallen ist.
Das hätte er selbst nicht gewollt.
Zitat Ohne "Gier" gibt es keinen Fortschritt. Das Streben nach immer besseren Technologien ist die Folge der Gier. Somit nicht durchweg schlecht.
Kommt drauf an warum man immer bessere Technologie haben will. Um Leute rausschmeissen zu können und Geld zu sparen?
Ich vermisse die alten Computerspiele, auf den heutigen modernen Kisten laufen die gar nicht mehr. Meine Waschmaschine ist älter als ich und sie funktioniert. Die neumodischen sind zu kompliziert und schnell kaputt und damit automatisch zu teuer. Einmal aller 40 Jahre eine kaufen ist nämlich billiger als aller 5 Jahre.
In der Medizin hat bessere Technologie natürlich ihr Gutes. Auch wenn die Leute damals sich natürlich damit abfinden konnten weniger lang zu leben als heute.
Aber darum gehts alles nicht. Ich denke Gier und Fortschritt hat nichts miteinander zu tun. Gier zielt nämlich nicht darauf ab das der steigende Besitz einem guten Zweck zugeführt wird. Man ist habgierig damit man mehr hat und das wars dann. Und das ist oft genug ein Rückschritt. Charakterlich vor allem.
Nein. Geld ist klasse! Geld ist die perfekte Tauschware. Auch die Habgier ist generell nicht schlecht, da dahinter die Neugier steckt und das Bedürfnis nach der Ausstattung seines Selbst. Da gebe ich MennoKlamotto Recht. Habgier klappt aber ins Negative um, wenn sie auf Kosten anderer geht, den Egoismus fördert und möglicherweise nur das gähnende Loch deiner seelischen Leere füllen soll. Geld ist natürlich nicht "die Wurzel allen Übels". Das Übel liegt immer in denen, die mit diesem Instrument arbeiten. Und das kann man gut oder weniger gut tun.
_____________________________________________ Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)
Maik
10.03.2010 13:45
RE: Mamon. Ein "gott" dem die ganze Welt verfallen ist.
Zitat Habgier klappt aber ins Negative um, wenn sie auf Kosten anderer geht, den Egoismus fördert und möglicherweise nur das gähnende Loch deiner seelischen Leere füllen soll
Habgier klappt nicht irgendwann ins Negative um, sondern Habgier geht per Definition auf Kosten Anderer und ist bereits egoistisch. Das Recht auf Lebensqualität einzufordern ist keine Habgier.
Zitat von Maiksondern Habgier geht per Definition auf Kosten Anderer und ist bereits egoistisch. Das Recht auf Lebensqualität einzufordern ist keine Habgier.
Ja, gebe ich dir Recht.
_____________________________________________ Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)
Egoismus ist nicht das Problem, sondern die Voraussetzung des Lebens selbst. Ich würde sogar sagen, dass gesamt gesehen der Altruismus mehr Schaden anrichtet, als der Egoismus. (was jetzt nicht heißt, das dieser schlecht wäre - das ist der Egoismus ja auch nicht.)
Das größte Problem der Menschheit ist für mich schlicht die Dummheit. Gäbe es die Dummen nicht, dann hätten es die rücksichtslosen, habgierigen Machtmenschen und Schafhirten nämlich drastisch schwerer.
Wurzel allen Übels ist das natürlich auch nicht - denn sowas gibt's garnicht. (außer das Leben selbst, versteht sich.)
Zitat Ich vermisse die alten Computerspiele, auf den heutigen modernen Kisten laufen die gar nicht mehr.
Doch, tun sie. Die kann man emulieren.
______________________________________________ "Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen." -Anonym
Habe vor längerer Zeit mir ne Docu angeschaut, ich schaue vorwiegend Docus. Discovery meine ich, bin aber nicht sicher, egal auch, jedenfalls ging es um eine Erbin von sehr vielen Millionen Dollar.
Sie war bis auf den Tod unglücklich geworden mit ihrem Geld. Ging zum Psychologen und ließ sich behandeln. Dieser stellte fest das sie keinen geregelten Tagesablauf hat. Wozu auch, sie muss nicht arbeiten, putzen, einkaufen usw.
Der Psychologe riet ihr sich Ziele für jeden Tag zu setzen. Sie fing an früh aufzustehen statt bis mittags zu pennen, sie erkundigte sich nach Waisenhäusern ihrer Stadt um Geld zu spenden. Sie gründete eine Selbsthilfegruppe für Menschen die in dem gleichen Dilemma sind wie sie. Sie hat ihr Vermögen nicht verbraucht durch Spenden aber sie ist Glücklicher und zufriedener geworden.
_______________________________________________ „Gott wird es verschmerzen können, dass Atheisten seine Existenz leugnen.“ (John Boynton Priestley, 1894–1984, englischer Schriftsteller)
Zitat Sie hat ihr Vermögen nicht verbraucht durch Spenden aber sie ist Glücklicher und zufriedener geworden.
Und was willst du uns damit sagen? (das nicht schon von vornherein klar war?) Das Geld nicht glücklich macht? Das ist klar... Dem Leben muss irgendein "Sinn" gegeben werden. Den ganzen Tag faulenzen und in die Luft schauen, das ist kein "Sinn".
______________________________________________ "Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen." -Anonym
Maik
10.03.2010 18:16
RE: Mamon. Ein "gott" dem die ganze Welt verfallen ist.
Zitat Das ist klar... Dem Leben muss irgendein "Sinn" gegeben werden.
Ich bin positiv überrascht.
Zitat Das größte Problem der Menschheit ist für mich schlicht die Dummheit. Gäbe es die Dummen nicht, dann hätten es die rücksichtslosen, habgierigen Machtmenschen und Schafhirten nämlich drastisch schwerer.
Ist es nicht schlimmer etwas zu tun bzw. eine Einstellung zu haben die schlecht ist , die man aber bewusst steuert? Ist intelligent und böse nicht schlimmer als dumm und nett? Dummheit ist sicherlich unpraktisch.Für den Dummen und für evtl. dadurch benachteiligte Menschen im Umfeld, aber durch Nächstenliebe zweifellos "auffangbar".
Wenn also einer von uns "niederen" sich mit seinen Finanzen verspekuliert, hat er Pech gehabt, wenn aber eine Bank aus der die Pensionsgelder gezahlt werden sich verkalkuliert mit ihren Anlagegeschäften wird ihr unter die Arme gegriffen und ihre Manager werden entlohnt. Es ist irgendwie auch Biblisch, wer viel hat dem wird noch mehr gegeben wer nichts hat dem wird auch noch das genommen was er hat.
_______________________________________________ „Gott wird es verschmerzen können, dass Atheisten seine Existenz leugnen.“ (John Boynton Priestley, 1894–1984, englischer Schriftsteller)
Wer wissen möchte, was der Administrator Gysi zu dem Thema sonst noch so alles verzapft hat, der schaue bitte in das E-Book "Die Ewigkeit gibt's ohne Gott!"