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Dieses Thema hat 27 Antworten
und wurde 1.761 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2
Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

03.03.2006 17:09
#26  antworten
was ist mit euch Atheisten? Habt ihr irgendwelche Argumente hervorgebracht? Waren Christen bis jetzt irgendwie problematisch?

Prometheus Offline




Beiträge: 392

03.03.2006 17:35
#27 RE: Morbus religiosus - Diagnose und Therapie antworten

Hallo SnookerRI

In Antwort auf:

Verstehe mich nicht falsch, Prometheus. Ich weiß, dass ich ohne Wissenschaft hier im Forum nicht aktiv sein könnte. Aber von einer "recht guten" Entwicklung sprechen, fällt mir sehr schwer, wenn ich feststelle, dass der Mensch zwar weiß, dass Mondsand fruchtbar ist, dass es auf dem Mars Wasser gibt, aber "nicht weiß", wie er den Hunger, die Krankheiten, kurz die Probleme hier auf der Erde in den griff kriegen soll. Meines Erachtens wird da in die falsche Richtung geforscht, und zwar unter immensem finanziellen Aufwand, welcher sich irgendwie refinanzieren lassen muss.

Ich sehe tatsächlich mehr Fortschritte innerhalb der wissenschaftlichen Entwicklung, als das Gegenteil. Ganz ohne Frage hast Du Recht, wenn Du sagst, wie schwer es scheinbar ist, die von Menschen verursachten Probleme im Zaun zu halten. Aber ich bin der Meinung, der Mensch ist im Verhältnis zum Universum doch noch recht jung. Entweder wird er es schaffen eine bessere Welt aufzubauen, wo die von Dir angesprochenen Probleme zur schmerzvollen Historie auf dem Weg zum "besseren" Menschen werden oder wir löschen uns aus.
Der Abgang des Menschen von der Bühne des Universums spielt es auch keine große Rolle, die Evolution wird einer anderen Spezies die Chance auf Entwicklung geben. Wir sind doch nur eine ganz kleine Blase auf dem Schaum der Gezeiten des Universums. Wir sind die einzigen, die uns brauchen.

In Antwort auf:

Sieh das Vertrauen in einen gott mal als Alternative zum Vertrauen dem Menschen gegenüber. Mit Angst, Tradition, Devotion, oder dergleichen kann Glauben im Sinne der Bibel nichts zu tun haben dürfen, da aus ihm eine vernünftige Entschlossenheit resultieren muss.

Vermutlich gibt es ebenso viele (wenn nicht wesentlich mehr!) Sichtweisen darauf, was der Glauben im Sinne der Bibel darstellen sollte, wie es Bibel-Variationen gibt. Deschner spricht von 3500 verschiedenen Text-Variationen.
Aber zurück zu Dir, Dein Vertrauen in den Menschen scheint tatsächlich tief zerrüttet, wenn Du das Übernatürliche, Unkonkrete dem Menschen von Nebenan vorziehst.
Bei mir ist es genau umgekehrt.

In Antwort auf:

Lediglich was die Endlichkeit dieses Todes betrifft, macht die Bibel eine andere Aussage, welche eine der Hauptlehren des Christentums ist. (Achtung: Verwechslungsgefahr mit der Klerikalen Lehre von "der Unsterblichkeit der Seele")

Du sprichst von der Auferstehung, allerdings ist dieser Gedanke das Gegenteil von dem, was ich vom Tod erwarte. Der von mir erwähnte, traumlose, schwarze Schlaf hört nie auf, weil wir ansonsten ja wieder beim traditionellen Jenseitsbild wären bzw. würden uns an der Seite irgendeines durch und durch vermenschlichten Gottes wähnen.

Ich muss gestehen, dass ich eigentlich ganz gerne mit Dir diskutiere, allerdings bist Du in den Darstellungen dessen, was Du glaubst (z.B. was nach dem Tode kommt!) immer sehr, sehr vage und ich frage mich, woran das liegt. Willst Du eine potentielle, klassisch theistische Angriffsfläche verhindern (um ihrer selbst willen?)?


"Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." (Friedrich Nietzsche)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

03.03.2006 19:43
#28 RE: Morbus religiosus - Diagnose und Therapie antworten

In Antwort auf:
Du sprichst von der Auferstehung, allerdings ist dieser Gedanke das Gegenteil von dem, was ich vom Tod erwarte. Der von mir erwähnte, traumlose, schwarze Schlaf hört nie auf, weil wir ansonsten ja wieder beim traditionellen Jenseitsbild wären bzw. würden uns an der Seite irgendeines durch und durch vermenschlichten Gottes wähnen.
Dies ist einer Gründe, warum ich das traditionelle Gottesbild eines vermenschlichten Gottes, wie es in den Köpfen der meisten Gläubigen herumeiert, von Grundauf ablehne.

Ich muss gestehen, dass ich eigentlich ganz gerne mit Dir diskutiere, allerdings bist Du in den Darstellungen dessen, was Du glaubst (z.B. was nach dem Tode kommt!) immer sehr, sehr vage und ich frage mich, woran das liegt. Willst Du eine potentielle, klassisch theistische Angriffsfläche verhindern (um ihrer selbst willen?)?

Danke! Ich diskutiere ebenfalls gerne mit dir. Dass meine Aussagen eher vage sind, und ohnehin nur meinen - derzeitigen - Erkenntnisstand widerspiegeln liegt in der Natur der Sache. Dass es eine absolute Wahrheit gibt bestreite ich ebensowenig wie ich bestreite, dass ein vernunftbegabtes Wesen in der Lage ist, sie zu erlangen. Nur wie weit ich schon auf diesem Weg bin, kann ich nun wirklich nicht beurteilen wollen, allein schon meines Alters und meiner vergleichsweise geringen Lebenserfahrung. Ich denke und hoffe, dass dies der Bonus ist, dem ich so manchem Fundi vorraus habe. Wie heißt es so schön: Der Kluge lernt aus den eigenen Erfahrungen; der Weise lernt aus denen der Anderen, und der Dumme weiß schon alles besser!

Ich kann meine momentane Erkenntnis hier und in anderen Foren zur Diskussion stellen, und muss sagen, dass mir diese Art der Evaluirung bereits sehr geholfen hat.
Zu behaupten, ich hätte die die absolute Wahrheit schon gefunden, weil ich die Bibel seit einigen Jahren studiere, wäre ein kapitaler Schuss in den Ofen, der mir jedwedes Kritikbewusstsein rauben würde. Dass hätte unter Anderem nämlich die Arroganz zur Folge, von der Fenris in einem seiner beiträge schrieb.

Keine Sorge, Prometheus. Angriffsfläche gibt es dennoch reichlich, und ich müsste mir gedanken machen, wenn es nicht so wäre...

Erkenntnis kann man nur gemeinsam erlangen, unter berücksichtigung aller Faktoren. Allein das ist schon zeitaufwendig genug!
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