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Dieses Thema hat 29 Antworten
und wurde 1.685 mal aufgerufen
 Christentum
Seiten 1 | 2
Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

23.05.2010 12:40
Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Hallo Leute,

ich habe heute, per Zufall auf tele5 eine "Predigt" von "Hour of Power" gesehen und war wie üblich entsetzt.

Es wurde mal wieder der Vergleich Schaaf und Hirte(Gott/Jesus) angesprochen. Es wurde mal wieder, warscheinlich mit Erfolg den armen Anwesend eingeredet, das sie doch schwache, angreifbare, dumme, führungslose Schaafe seien, die unbedingt auf Gott angewiesen währen. Warum erniedrigt der Mensch sich ständig selbst? Es ist doch im Grunde eine Frechheit, den Menschen einzureden, sie währen hilflos und der Führung bedürftig, um sie dann führen und "erretten" zu können.

Der Titel des Buches zum deutsch. ökum. Kirchentage passt auch hierherr. "Damit ihr Hoffnung habt" impliziert auch wieder ein Leben als Jammertal. Weshalb sollen wir Hoffnung haben? Oder was macht uns solche Angst das wir Hoffnung "von oben" brauchen?

Ist Glaube wirklich nur was für "geistig Schwache", die sich ihr Leben und deren Sinn nicht selbst gestalten können, und die eine Führung von oben benötigen? Frage ans Forum!

PS:Falls ein Mod. meint das passt besser in "Christentum" bitte verschieben. Ich dachte aber, da es auch den glaben an sich betrifft passt es hier ganz gut.

Gruß

Ali

_______________________________________________
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

23.05.2010 21:53
#2 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat
Es wurde mal wieder der Vergleich Schaaf und Hirte(Gott/Jesus) angesprochen. Es wurde mal wieder, warscheinlich mit Erfolg den armen Anwesend eingeredet, das sie doch schwache, angreifbare, dumme, führungslose Schaafe seien, die unbedingt auf Gott angewiesen währen. Warum erniedrigt der Mensch sich ständig selbst? Es ist doch im Grunde eine Frechheit, den Menschen einzureden, sie währen hilflos und der Führung bedürftig, um sie dann führen und "erretten" zu können.


Es ist ja nicht Gott, der diese Schafe führt, sondern es sind die Menschen, die sich
solche Märchen ausdenken und weitererzählen, die die Schafe "führen", manipulieren und
zum eigenen Vorteil ausnutzen.
Gäbe es keine Schafe mehr, dann müssten sich diese Leute einen anständigen Beruf suchen
und ihre Brötchen selbst verdienen, wäre das nicht furchtbar?

Zitat
Wölfe und Schafe

Es war einmal ein Rudel Wölfe und auch eine große Herde Schafe. Die Wölfe
interessierten sich sehr für die Schafe und sie sagten zu den Schafen:
"Fürchtet euch nicht, wir sind eure Beschützer". Die Schafe freuten sich
daß sie nun Beschützer hatten, denn die schafe waren von Natur aus ziemliche
Angsthasen. Der Schutz der Wölfe hatte jedoch seinen Preis, denn ab nun
bekamen die Schafe regelmäßig "das Fell über die Ohren gezogen".
Ab und zu kam es vor, daß ein Schaf sagte, es wolle sich nicht das Fell über
die Ohren ziehen lassen und es brauche auch keinen Schutz von den Wölfen.
An solchen Tagen gab es immer ein leckeres Festessen bei den Wölfen.
Mit der Zeit wehrten sich immer mehr Schafe gegen den Schutz der Wölfe und
wollten ihr Fell behalten.
Die Wölfe merkten nun, daß ihnen zuviele Festessen gar nicht gut taten und
stellten ausserdem fest, daß ihre Schafe allmählich knapp wurden.
Sie überlegten was zu tun sei und hatten eine Idee. Ab nun trugen auch die
Wölfe Schafspelze, frassen Kreide und sagten zu den Schafen, daß sie ganz
lieb seien und daß sie sehr unglücklich seien, weil sie viel zu wenige
Schafspelze besäßen. Sie baten die Schafe, ob diese nicht den Wölfen ihre
Pelze überlassen würden. Ein paar Schafe lehnten das ab und meinten, die
Wölfe hätten schließlich ihr eigenes Fell, das sollte ihnen genügen und auch
Schafe hätten ein Recht auf den eigenen Pelz. Doch die meisten Schafe hatten
großes Mitleid mit den Wölfen; auch waren sie froh, daß ihnen nun nicht mehr
das Fell über die Ohren gezogen wurde, sondern daß sie es stattdessen
freiwillig abliefern durften.
Seither schwimmen die Wölfe im Fell und die Schafe sind pelzlos-glücklich.

Und wenn sie nicht gestorben sind (und auch nicht gefressen wurden), dann
leben sie noch heute.



Auch die schöne Geschichte von qilin passt hier gut, nur daß die Rollen anders besetzt sind:

Zitat von qilin

Fabel vom Seeadler

Einst flog ein Seeadler über das Meer, weil er wissen wollte, was auf der anderen Seite des Meeres wäre. Weil der Weg so weit war, landete er zum Ausruhen auf einer kleinen, kargen Insel, auf der nur ein paar Gräser wuchsen. Dort liefen seltsame Vögel herum, von denen die meistens fast keine Federn hatten. Er fragte die Vögel, warum dies so sei und sie antworteten, dass ihr Herrscher ein mächtiger Leguan sei, der schon sehr alt und weise sei. Er habe ihnen gesagt, dass man sich die Federn auszupfen müsse; nur wer sich ein Leben lang die Federn immer ausgezupft habe, der könne einst am Lebensende diese karge Insel verlassen. Dem Seeadler erschien das widersinnig und er wunderte sich. Wenn man sich die Federn ausrupft, dann kann man doch nicht fliegen und ist gezwungen, auf der Insel bleiben.

Er fragte die Vögel, warum sie denn nicht einfach von dieser kargen Insel wegfliegen würden. Sie antworteten: „Wohin sollten wir denn fliegen? Es gibt doch nur diese Insel auf der Welt.“ Der Seeadler, der schon viele Inseln gesehen hatte, widersprach heftig und begann zu erzählen, wie es denn auf anderen Inseln sei. Nicht alle wären so karg wie diese. Auf anderen Inseln, da gäbe es Büsche und Bäume und die Vögel würden dort in den Zweigen ihre Nester bauen. Ein alter Geier hörte erst eine Weile still zu und sagte dann: „Es gibt keine Bäume. Der Seeadler lügt euch an. Schaut euch doch die Insel an. Seht ihr hier etwa Bäume?“ Etwas verstört unterbrach ihn der Seeadler. „Natürlich gibt es Bäume auf den anderen Inseln“. Trotzig erwiderte der Geier. „Welche anderen Inseln? Es gibt keine anderen Inseln. Das hier ist die einzige Insel auf der Welt.“ Der Seeadler schaute um sich und sah einen Gipfel auf der Insel. „Lasst uns dort mal hochsteigen. Von dort müssten wir sogar eine andere sehen können.“ Der alte Geier schwieg eine Weile, atmete zweimal schwer durch und verkündete dann selbstsicher: „Was du da siehst ist nur ein Felsen, den der böse Drache, der früher hier geherrscht hat, dorthin geworfen hat. Auf dem Felsen gibt es auch keine Bäume. Der böse Drache will nur, dass die Vögel, die dort hinflattern, abstürzen und umkommen.“ „Wer ist denn dieser alte Drache, denn du hier erwähnst?“ wollte der Seeadler wissen. Der Geier zeigte auf den Felsen, in den die Geschichte der Insel als Bildergeschichte eingeritzt war. „Sieh her, das ist der böse Drache, der früher hier war und das hier, das ist der Leguan, der ihn besiegt hat; er ist unser Herrscher“. Der Seeadler betrachtete das Bild eine Weile und meinte dann: „Die beiden sehen sich aber ziemlich ähnlich. Sind das denn wirklich zwei verschiedene? Der Leguan mag doch bestimmt so ausgesehen haben wie der Drache, als er noch jung war“. Wütend schrie der Geier dazwischen: „Der Drache ist der eine, und der ist böse. Der alte Leguan ist der andere, und der beschützt uns vor dem Drachen. Basta. Und überhaupt solltest du dir auch die Federn auszupfen. Das ist hier so Brauch.“ Der Seeadler aber weigerte sich. „Wenn ich mir wie ihr auch meine Federn ausrupfe, dann kann ich doch nicht mehr weiter fliegen.“ Dann erhob er sich in die Lüfte und begab sich auf die Suche nach dem alten Leguan. Er fand ihn schließlich, doch es erschreckte ihn, was er da sah. Der Leguan war alt und blind und sein Maul war blutverschmiert. Er lebte in dem Eingang einer Höhle und vor seiner Höhle lagen die Kadaver von toten Vögeln, an denen einige Geier die letzten Reste an Fleisch abknabberten. Der Seeadler ließ sich in etwas Abstand nieder, so dass ihn der Leguan und die Geier nicht bemerkten und beobachtete sie einen ganzen Tag lang. In der Abenddämmerung ging der Leguan schließlich auf Jagd. Es fiel ihm offensichtlich schwer zu jagen. Aber weil die Vögel keine Angst vor ihm hatten, konnte er sich ihnen leicht nähern. Weil sie ohne Federn nicht davonfliegen konnten, gelang es ihm, einige zu erwischen.

Nach Einbruch der Dämmerung versammelten sich die Geier beim alten Leguan. Einer begann den Leguan zu preisen: „Gelobt sei der Leguan, der uns immer an seinem Festmahl teilhaben lässt. Wie groß seine Güte ist, dass er uns das Aas gibt, das wir zum Leben brauchen. Gepriesen sei der Leguan.“ Der Seeadler verhielt sich ganz still, damit ihm keiner wahrnehmen konnte und er selbst auch genau mitbekam, was dann der Leguan sagte. „Meine lieben Geier, ihr habt mir immer treu gedient. Ich habe aber schlechte Nachrichten. Viele Vögel halten sich nicht mehr an das Gebot, ihre Federn zu zupfen. Einige flattern schon herum. Wisst ihr was es bedeutet, wenn sie die Insel verlassen würden? Ich kann die Samen der Gräser nicht fressen. Das können nur die Vögel. Ohne sie würde ich verhungern und auch ihr, die ihr vom Aas dieser Vögel lebt. Es muss wieder Ordnung sein unter den Vögeln, dass ein jeder sich seine Federn zupft, wie das Gebot es sagt.“ Einer der Geier verbeugte sich unterwürfig vor dem Leguan und fragte: „Ehrwürdiger Leguan. Wie sollen wir tun, damit sie wieder die Gebote halten?“ Mit leiser, aber eindringlicher Stimme erwiderte der Leguan: „Meine lieben Brüder, der Schlüssel zur Folgsamkeit ist Angst und Hoffnung. Sagt ihnen, die Raben würden dem bösen Drachen dienen und sie würden uns bedrohen. Erfindet einfach irgendwelche Gefahren. Und sagt, bald würde eine neue Zeit anbrechen, die viel besser sei und in der es jedem, der die Gebote gehalten hat, gut ginge. Schiebt dann den Raben ein paar Greueltaten in die Schuhe. Wenn dann der Hass auf die Raben groß genug ist, ist es ein Leichtes für uns, die anderen Vögel im Kampf gegen die Raben auf unsere Seite zu bekommen. Und erzählt den anderen Vögeln, dass der alte Leguan prophezeit hat, dass es noch vor der guten Zeit einen Endkampf von Gut gegen Böse gäbe. Dann werden die Vögel glauben, dass ich die Zukunft kenne. Und sagt ihnen vor allem, dass dieser Kampf eine notwendige Reinigung sei, weil so viele die Gebote nicht mehr halten. Das Böse müsse erst vertilgt werden, damit das Gute entstehen könne.“ Die Geier verbeugten sich vor dem Leguan mit den Worten: „Es geschehe nach deinem Willen“ und verließen den Platz.

Am nächsten Tag erzählte der Seeadler den anderen Vögeln, was er gesehen hatte, doch sie glaubten ihm nicht und verlachten ihn. Egal wovon er erzählte, ob nun über andere Inseln, über Bäume, dass der Drache und der Leguan identisch seien, dass man sich die Federn wieder wachsen lassen müsse? Sie glaubten, alles das würde der Seeadler nur erfinden, denn es unterschied sich völlig von dem, was die Geier ihnen bislang schon ihr Leben lang erzählt hatten. Einer beschimpfte den Seeadler: „Wenn wir die Federn nicht rupfen, werden wir nie die Insel verlassen können. Ist es das, was du willst? Rupf dir besser erst mal selbst die Federn aus.“ Ein anderer tönte: „Es fehlt dem Seeadler einfach der Sinn für das Schöne. Er kann sich einfach nicht an der schönen, hellen Haut erfreuen, die zum Vorschein kommt, wenn man sich die Federn ausgerupft hat. Er merkt wohl nicht, dass dieses viel sauberer ist, weil sich nicht so viel Dreck im Gefieder verfangen kann.“

So verging Woche um Woche, in denen der Seeadler mit den Vögeln sprach. Wenn er zwischendurch Zeit hatte, erhob er sich in die Lüfte. Eines Tages traf er dort einen anderen Seeadler. Der andere sprach ihn an: „Kommst du denn von dieser kargen Insel? Weißt du denn nicht, dass es viele anderen Inseln gibt, mit Bäumen und Büschen?“ „Doch“, erwiderte der Seeadler, „davon erzähle ich auch immer den Vögeln auf dieser Insel“. Daraufhin fragte der andere Seeadler: „Merkst du denn nicht, dass du aber während du ihnen etwas von den anderen Inseln und der Freiheit erzählst, selbst auf dieser Insel festgehalten wirst und wenn du ihnen etwas vom Fliegen in den Lüften erzählst, selbst am Boden bleibst? Fliege jetzt weiter und verlasse die Insel, sonst bist du ebenso unfrei wie diese Vögel. Deine Heimat sind die Lüfte und diese Vögel, die selbst nicht fliegen können, binden dich an den Boden.“

So verließ der Seeadler die Insel und wurde dort nicht mehr gesehen. Nur manchmal, wenn er über die Insel flog, warf er von oben einen kleinen Zweig ab, weil er erhoffte, dass daran manche erkennen könnten, dass es woanders vielleicht doch Bäume gab. Vielleicht würde sich ja dann irgendwann ein anderer seine Federn wachsen lassen und auch vom Boden der Insel in die Lüfte erheben.



Grüsse
Till

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

24.05.2010 12:40
#3 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Im Prinzip..Ja!!

Der Mensch (natürlich gibbet Ausnahmen..Gott sei Dank!!) hat ein Bedürfnis nach Führung und Anleitung...nach klaren Regeln. Und ist zudem ein Herdentier.
ER scheint immer irgendjemanden zu brauchen,dem man die "Schuld" geben kann...im Guten wie im Schlechten. Und wenn man unter den Artgenossen keinen Schuldigen bzw. verantwortlich zu machenden findet,muß halt ein Gott herhalten..die höhere Gewalt.

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

24.05.2010 15:11
#4 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat
Und ist zudem ein Herdentier.



Nein der Mensch ist doch die selbstständige Krone der Schöpfung. "Herdentier"? da spricht doch nur wieder der Nietzsche aus dir du Heide.

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Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Nuralhuda Offline

Muslim


Beiträge: 1.648

24.05.2010 15:27
#5 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Wer an den wahren Gott nicht glaubt, und weiss nicht warum er lebt, ist ein dummes Schaaf

______________________________________________
Taub, stumm und blind: So werden sie nicht umkehren. Oder es ist wie ein Gewitterregen, der vom Himmel niedergeht, voller Finsternis,
Donner und Blitz. Sie stecken sich die Finger in die Ohren vor den Donnerschlägen, um dem Tod zu entfliehen, doch Allah umfaßt die Ungläubigen.

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

24.05.2010 16:54
#6 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Ach wir Sterblichen verfangen uns in so profanen Wortklaubereien. Gibt es auch einen "un"wahren Gott, wenn du ständig vom wahren Gott sprichst?

Und wer hier das Schaaf ist sollte klar sein. ich bin kein Mitgleid einer Religiösen Herde, die der Führung und dem höchst zweifelhaftem Schutz eines Gottes "áusgeliefert ist" bzw. sich viel mehr ihm ausgeliefert sieht. Er kann ja nichts ausgeliefert, sein was nicht existent ist.

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Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Antonius Offline

Liberaler Katholik


Beiträge: 656

25.05.2010 17:44
#7 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat von Alinardus
Hallo Leute,
ich habe heute, per Zufall auf tele5 eine "Predigt" von "Hour of Power" gesehen und war wie üblich entsetzt.
Es wurde mal wieder der Vergleich Schaaf und Hirte(Gott/Jesus) angesprochen. Es wurde mal wieder, warscheinlich mit Erfolg den armen Anwesend eingeredet, das sie doch schwache, angreifbare, dumme, führungslose Schaafe seien, die unbedingt auf Gott angewiesen währen. Warum erniedrigt der Mensch sich ständig selbst? Es ist doch im Grunde eine Frechheit, den Menschen einzureden, sie währen hilflos und der Führung bedürftig, um sie dann führen und "erretten" zu können.
Der Titel des Buches zum deutsch. ökum. Kirchentage passt auch hierherr. "Damit ihr Hoffnung habt" impliziert auch wieder ein Leben als Jammertal. Weshalb sollen wir Hoffnung haben? Oder was macht uns solche Angst das wir Hoffnung "von oben" brauchen?
Ist Glaube wirklich nur was für "geistig Schwache", die sich ihr Leben und deren Sinn nicht selbst gestalten können, und die eine Führung von oben benötigen? Frage ans Forum!
PS:Falls ein Mod. meint das passt besser in "Christentum" bitte verschieben. Ich dachte aber, da es auch den glaben an sich betrifft passt es hier ganz gut.
Gruß
Ali

Zunächst, das Schaaf ist ein Schaf, aber das nur am Rande.

Im Christentum ist das "Lamm Gottes" (lat. Agnus Dei) das Symbol für den Gottessohn Jesus Christus.
Als Osterlamm, gekennzeichnet mit der Siegesfahne, ist es ein Symbol für die Auferstehung Jesu Christi.
In der römisch-katholischen Liturgie beginnt mit der Christusanrufung ein litaneiartiges Gebet,
das seit dem 7. Jahrhundert während der Eucharistie beim Brotbrechen gesprochen oder gesungen wird.
Der Text gehört zum Ordinarium der Messe und ist von Komponisten aller Epochen und Konfessionen vertont worden,
z.B. von Palestrina, Orlando di Lasso, Bach, Mozart, Schubert.

Lateinischer Text:
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.

In der Heraldik ist der Agnus Dei ist ein häufig verwendetes Wappentier.
Dargestellt wird ein Lamm mit einem um ein Kreuz gelegtes Vorderbein.
So wird es in vielen Stadtwappen oder kirchlichen Wappen gezeigt.
Das Lamm trägt die Siegesfahne/Osterfahne, welche eine oben in ein Kreuz auslaufende Stange
mit einem silbernen Banner mit rotem, durchgehendem Kreuz ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Christliche...aldik#Agnus_Dei

Der Ökumenische Kirchentag, den wir gerade in München feierten, stand, wie Du erwähntest, unter dem Motto:
"Damit ihr Hoffnung habt". Jeder Mensch braucht Hoffnung, das ist eine allgemeine Erfahrung der Menschen.
Deine Frage an das Forum: "Ist Glaube wirklich nur was für "geistig Schwache", die sich ihr Leben
und deren Sinn nicht selbst gestalten können, und die eine Führung von oben benötigen?",

erscheint mir in diesem Zusammenhang ziemlich unverständlich.

----------------------------------------------------
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)

Antonius Offline

Liberaler Katholik


Beiträge: 656

25.05.2010 17:52
#8 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat von Nuralhuda
Wer an den wahren Gott nicht glaubt, und weiss nicht warum er lebt, ist ein dummes Schaaf

Unsinn.
Den wahren Gott erkennen wir in dem dreifaltigen Gott,
den wir ansprechen mit:
In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti. Amen.

Die Figur des mohammedanischen Allah hat nichts mit dem wahren Gott zu tun.

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Immanuel Kant (1724-1804)

MennoKlamotto Offline

Agnostischer Atheist


Beiträge: 1.325

25.05.2010 18:19
#9 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat
Jeder Mensch braucht Hoffnung, das ist eine allgemeine Erfahrung der Menschen.


Die Hoffnung muss aber nicht aus einer religiösen Illusion bestehen. Dann da kannst du lange hoffen...

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Intelligent Design hat ganz ein anderes Problem: Es gibt sich als Wissenschaft, will aber gar kein Wissen schaffen - die wollen überhaupt nichts herausfinden. Weil sie ja eh schon die Antwort kennen. Ihre Antwort ist immer: Gott. Wer glaubt, die Antwort schon zu kennen, macht keine Wissenschaft - er macht Propaganda."

Antonius Offline

Liberaler Katholik


Beiträge: 656

25.05.2010 18:43
#10 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat von MennoKlamotto

Zitat
Jeder Mensch braucht Hoffnung, das ist eine allgemeine Erfahrung der Menschen.


Die Hoffnung muss aber nicht aus einer religiösen Illusion bestehen. Dann da kannst du lange hoffen...


Nun, vielleicht muß man manchmal lange warten.
Und Hoffnung gibt es nicht nur im religiösen Kontext, sicherlich.
Aber, das Gegenteil der Hoffenden (esperanza=Hoffung) sind die Hoffnungslosen, die Verzweifelten, die Desesperados.

Im Christentum gibt es die drei Göttlichen Tugenden:
Glaube, Liebe, Hoffnung.
Wer sich davon leiten läßt, der führt ein gutes Leben.

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Immanuel Kant (1724-1804)

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

25.05.2010 19:19
#11 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat
Deine Frage an das Forum: "Ist Glaube wirklich nur was für "geistig Schwache", die sich ihr Leben
und deren Sinn nicht selbst gestalten können, und die eine Führung von oben benötigen?",
erscheint mir in diesem Zusammenhang ziemlich unverständlich.



Das die Menschen Hoffnung haben stört mich nicht, sie sollte nur nicht aus dem Glauben an eine Chimäre entstehen. Oder wie Menno sagte, eine Illusion.

Zitat
Im Christentum ist das "Lamm Gottes" (lat. Agnus Dei) das Symbol für den Gottessohn Jesus Christus.
Als Osterlamm, gekennzeichnet mit der Siegesfahne, ist es ein Symbol für die Auferstehung Jesu Christi.
In der römisch-katholischen Liturgie beginnt mit der Christusanrufung ein litaneiartiges Gebet,
das seit dem 7. Jahrhundert während der Eucharistie beim Brotbrechen gesprochen oder gesungen wird.
Der Text gehört zum Ordinarium der Messe und ist von Komponisten aller Epochen und Konfessionen vertont worden,
z.B. von Palestrina, Orlando di Lasso, Bach, Mozart, Schubert.

Lateinischer Text:
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.

In der Heraldik ist der Agnus Dei ist ein häufig verwendetes Wappentier.
Dargestellt wird ein Lamm mit einem um ein Kreuz gelegtes Vorderbein.
So wird es in vielen Stadtwappen oder kirchlichen Wappen gezeigt.
Das Lamm trägt die Siegesfahne/Osterfahne, welche eine oben in ein Kreuz auslaufende Stange
mit einem silbernen Banner mit rotem, durchgehendem Kreuz ist.



Was soll den die Predigt, bist du ein Pfarrer oder so. Das hat nix mit dem Vergleich Schaf und Hirte zu tun!?

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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

25.05.2010 21:57
#12 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

"Hoffen" heißt doch nichts anderes als mit dem "Ist-Zustand" nicht klar zu kommen bzw. unzufrieden zu sein.
Damit wir uns nicht falsch verstehen..natürlich gibt es für jeden Menschen Momente in denen er "hofft".
Aber diese Hoffnungsbessenheit vieler Gläubige macht auf mich halt den Eindruck tiefer Verzweiflung und Unzufriedenheit mit dem Hier und Jetzt,dem Dieseits. Wohl daher auch die Konzentration auf das Jenseits

Dunkeld Offline



Beiträge: 144

10.01.2016 00:03
#13 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Das Schaf ist ein Neutrum.

Menschen sind weiblich und männlich.

Die Frage muss also nach Hammel und Schäfin gestellt werden.

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

10.01.2016 13:01
#14 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat
Die Figur des mohammedanischen Allah hat nichts mit dem wahren Gott zu tun.[quote]Bei Hitler besteht der erstaunliche Befund, dass es ein einzelner Mann aus dem Nichts geschafft hatte, ein halbes Jahrhundert massgeblich zu prägen.

@Antonius,

... die Figur des mosaischen "Stammesgottes" aber auch nicht so viel! - So fair muss man denn dann schon noch sein können.
Jesus selbst schrieb ja leider keine einzige Zeile auf, aber auch die 4 Evangelisten ließen ihn nur spärlich von "seinem Vater" berichten, mal ganz davon abgesehen, dass der Messias nun mal Jude war und als solcher auch in der religiösen Tradition seiner Kultur eingewoben war: Vom biblischen Sündenfall, über Abraham und Moses - bis hin zu den prophetischen Aussagen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

10.01.2016 13:07
#15 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat
Das Schaf ist ein Neutrum.

Dunkeld,

... das Schaf und das Bild des ihr zugehörigen Hirten wurde nun mal in der damals größtenteils aus Nomaden bestehenden Kultur gut verstanden.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

10.01.2016 13:15
#16 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat
Das die Menschen Hoffnung haben stört mich nicht, sie sollte nur nicht aus dem Glauben an eine Chimäre entstehen. Oder wie Menno sagte, eine Illusion.

@Alinardus,

... ob es sich dabei um eine Illusion handelt - muss zunächst mal abgewartet werden! - Der finale Zweck des Menschengeschlechts ist bisher von keinem richtig erkannt oder gar treffend gedeutet worden. - J.W. v. Goethe bemerkte dazu ganz richtig: "Die Geschichte vom "lieben Jesuskindlein" möchte ich nun von keinem mehr hören, als von Jesus selbst."

Ein verständliche Forderung, welche aber auch vieles offen lässt!

Gruß von Reklov

Joe Offline



Beiträge: 12

10.01.2016 20:09
#17 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Nun, eigentlich können wir gar nicht sagen, ob der finale Zweck des Menschengeschlechtes bisher richtig oder nicht richtig erkannt wurde.
Können wir überhaupt etwas wissen?
Ich gehe sogar weiter und frage: Ist ein finaler Zweck des Menschengeschlechtes überhaupt möglich?
Ist ein finaler Zweck Gottes selbst denkbar?
Falls nein, kann dann der Mensch einen Zweck haben?

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.252

10.01.2016 21:59
#18 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #16

Zitat
Das die Menschen Hoffnung haben stört mich nicht, sie sollte nur nicht aus dem Glauben an eine Chimäre entstehen. Oder wie Menno sagte, eine Illusion.
@Alinardus,

... ob es sich dabei um eine Illusion handelt - muss zunächst mal abgewartet werden! - Der finale Zweck des Menschengeschlechts ist bisher von keinem richtig erkannt oder gar treffend gedeutet worden. - J.W. v. Goethe bemerkte dazu ganz richtig: "Die Geschichte vom "lieben Jesuskindlein" möchte ich nun von keinem mehr hören, als von Jesus selbst."

Ein verständliche Forderung, welche aber auch vieles offen lässt!




Dazu stell ich jetzt die Frage, was denn die Bedeutung dafür sein soll? Wie Goethe das gemeint hat, haben könnte, verstanden haben wollte .... ist immer noch offen, daran ist nicht zu rütteln. Ob seine "Bemerkung" richtig oder falsch war, kann man nur in dem Zusammenhang richtig beurteilen, auf den er sich damit selbst bezogen hat.

Du Reklov, hast aber in diesem Fall Goethe rezitiert, um damit auf deine eigene Vorstellung von richtig und falsch zu verweisen. Ob das tatsächlich noch vieles offen lassen soll, ist von daher nicht besonders glaubwürdig.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

11.01.2016 12:45
#19 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat
Dazu stell ich jetzt die Frage, was denn die Bedeutung dafür sein soll? Wie Goethe das gemeint hat, haben könnte, verstanden haben wollte .... ist immer noch offen, daran ist nicht zu rütteln. Ob seine "Bemerkung" richtig oder falsch war, kann man nur in dem Zusammenhang richtig beurteilen, auf den er sich damit selbst bezogen hat.
Du Reklov, hast aber in diesem Fall Goethe rezitiert, um damit auf deine eigene Vorstellung von richtig und falsch zu verweisen. Ob das tatsächlich noch vieles offen lassen soll, ist von daher nicht besonders glaubwürdig.

Perquestavolta,

... ich fasse Goethes Aussage zu Jesus so auf, dass der Dichterfürst, wie jeder Vernunftbegabte, den Idealisierungen
der 4 Evangelisten zunächst misstraute und (nicht nur, weil er Freimauerer war) wünschte, sich erst mal selbst ein Bild von diesem Menschen (ecce homo) machen zu können, um dann hierzu eine endgültige Aussage zu treffen.
Meine eigenen Vorstellungen von "richtig und falsch" habe ich in keiner Weise erwähnt! Dass Du aber selbst aus nicht geschriebenen Zeilen schon Deutungen herauszufiltern versuchst, mag mich fast zu der Ansicht verleiten, dass Du von einer Art religiösen Phobie befallen bist und, wie wir Deutschen zu sagen pflegen, >> das Weihwasser wie der Teufel fürchtest. <<
Bei den vielen kontroversen Meinungen ist (nicht nur hier im Forum) zunächst mal Entspannung empfohlen.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.252

11.01.2016 21:58
#20 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #19

Zitat
Dazu stell ich jetzt die Frage, was denn die Bedeutung dafür sein soll? Wie Goethe das gemeint hat, haben könnte, verstanden haben wollte .... ist immer noch offen, daran ist nicht zu rütteln. Ob seine "Bemerkung" richtig oder falsch war, kann man nur in dem Zusammenhang richtig beurteilen, auf den er sich damit selbst bezogen hat.
Du Reklov, hast aber in diesem Fall Goethe rezitiert, um damit auf deine eigene Vorstellung von richtig und falsch zu verweisen. Ob das tatsächlich noch vieles offen lassen soll, ist von daher nicht besonders glaubwürdig.
Perquestavolta,

... ich fasse Goethes Aussage zu Jesus so auf, dass der Dichterfürst, wie jeder Vernunftbegabte, den Idealisierungen
der 4 Evangelisten zunächst misstraute und (nicht nur, weil er Freimauerer war) wünschte, sich erst mal selbst ein Bild von diesem Menschen (ecce homo) machen zu können, um dann hierzu eine endgültige Aussage zu treffen.

Aus dieser deiner Aussage

Zitat
Der finale Zweck des Menschengeschlechts ist bisher von keinem richtig erkannt oder gar treffend gedeutet worden. - J.W. v. Goethe bemerkte dazu ganz richtig:

geht aber etwas ganz anderes hervor.




Man kann den Wunsch Goethes, nichts mehr über das Jesuslein hören zu wollen, bis er im Fall mal selber mit diesem geredet hat, auch ganz anders auffassen... Immerhin hätte Goethe seinen Wunsch auch bestimmt weit weniger sarkastisch formuliert und ausgedrückt, wenn er "richtiger weise" genau das gemeint hat, was du darunter verstanden haben willst.

Gibt es denn überhaupt eine Hinweis auf einen finalen Zweck des Menschengeschlechtes? So weit ich darüber informiert bin, gibt es dafür keine konkreten Hinweise. Immerhin haben sich ja auch die alten griechischen Philosophen bezüglich des "kleinsten Unteilbaren" schon mal geirrt, so dass das "Atom" noch nicht mal ansatzweise mehr jene Bedeutung hat, die ihm von Philosophen zugedacht wurden. Es gibt aber dem entgegen unendlich viele Hinweise dafür, dass das Menschengeschlecht nur eine der endlos vielen kreativen Versuche des Lebens ist, sich selbst in seiner Unsterblichkeit zu verwirklichen und wir deswegen nur eine vorübergehende Erscheinung sind.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

13.01.2016 02:04
#21 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat
Gibt es denn überhaupt eine Hinweis auf einen finalen Zweck des Menschengeschlechtes?

Perquestavolta,

... wenn Du so fragst - so bietet uns z.B. die Bibel ihre "Variante" eines Zwecks, als einen zu überdenkenden Lesestoff an.

Zitat
Immerhin haben sich ja auch die alten griechischen Philosophen bezüglich des "kleinsten Unteilbaren" schon mal geirrt, so dass das "Atom" noch nicht mal ansatzweise mehr jene Bedeutung hat, die ihm von Philosophen zugedacht wurden.

Immerhin bestand die geistige Leistung darin, sich ein kleinstes Unteilbares vorzustellen - nämlich, dass Materie aus Grundeinheiten aufgebaut ist – „kleinsten Teilchen“, die nicht immer weiter in kleinere Stücke zerteilt werden können. Das "kleinste Teilchen" (es müsste ja kleiner als die Quarks sein), ist aber noch nicht gefunden worden. Somit wird das Wort ATOM (griech. unteilbar) eigentlich nicht korrekt verwendet.

Zitat
Es gibt aber dem entgegen unendlich viele Hinweise dafür, dass das Menschengeschlecht nur eine der endlos vielen kreativen Versuche des Lebens ist, sich selbst in seiner Unsterblichkeit zu verwirklichen und wir deswegen nur eine vorübergehende Erscheinung sind.

Viele Möglichkeiten sind hierzu als Denkübung vorstellbar. Man könnte z.B. auch denken, dass Geist sich stets die passenden "Formen" schafft, in denen er sich dann vor Ort (unter den Bedingungen der vielen unterschiedlichen Himmelskörper) am besten zur Wirkung bringen kann.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.252

13.01.2016 10:21
#22 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #21

Zitat
Gibt es denn überhaupt eine Hinweis auf einen finalen Zweck des Menschengeschlechtes?
Perquestavolta,

... wenn Du so fragst - so bietet uns z.B. die Bibel ihre "Variante" eines Zwecks, als einen zu überdenkenden Lesestoff an.



Die Bibel ist aber nur eine Sammlung von Mythen, Sagen und Legenden.. Von Menschen ins Dasein gerufen, welche sich zu Ihrer Zeit die Wirklichkeit in einem ganz anderen Kontext zum eigenen Leben erklärten und auch zu den damit einhergehenden Problemen im Zusammenlebens von unterschiedlichen Nomadenstämmen mit ihren jeweils ganz eigentümlichen wie manchmal sehr barbarischen Sitten und Gebräuchen eine "Übergeordnete" Rechtsgrundlage brauchten, der sich alle gleich unter zu ordnen hatten.

Wir leben heute nicht mehr in einer Vergangenheit, in der es für Naturphänomene die außerhalb der Leistungsreichweite der Menschlichen Sinne liegen, nur ein einziges Erklärungsmodell gibt, welches man Wunder nennt.

Zitat von Reklov im Beitrag #21

Zitat
Immerhin haben sich ja auch die alten griechischen Philosophen bezüglich des "kleinsten Unteilbaren" schon mal geirrt, so dass das "Atom" noch nicht mal ansatzweise mehr jene Bedeutung hat, die ihm von Philosophen zugedacht wurden.
Immerhin bestand die geistige Leistung darin, sich ein kleinstes Unteilbares vorzustellen - nämlich, dass Materie aus Grundeinheiten aufgebaut ist – „kleinsten Teilchen“, die nicht immer weiter in kleinere Stücke zerteilt werden können. Das "kleinste Teilchen" (es müsste ja kleiner als die Quarks sein), ist aber noch nicht gefunden worden.

Da bist du sehr schlecht informiert, Reklov!

Die Vorstellung, dass die Materie aus kleinsten unteilbaren Bausteinen besteht, wird in der etablierten Physik schon längst nicht mehr als unwiderlegbares "Dogma" gehandelt. Selbst die kleinsten gerade noch detektierbaren Teilchen der Materie, scheinen aus noch kleineren Teilchen zu bestehen, die aber mit den derzeitigen Detektoren nicht mehr direkt nachgewiesen werden können. Über Experimente mit sogenannten "Materiewellen" aber offensichtlich zu existieren scheinen..

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

13.01.2016 12:16
#23 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat
Selbst die kleinsten gerade noch detektierbaren Teilchen der Materie, scheinen aus noch kleineren Teilchen zu bestehen, die aber mit den derzeitigen Detektoren nicht mehr direkt nachgewiesen werden können. Über Experimente mit sogenannten "Materiewellen" aber offensichtlich zu existieren scheinen..

Perquestavolta,

... wie auch immer man mit Experimenten an das "kleinste Teilchen" herankommen möchte, die antike Vorstellung eines irgendwann nicht mehr teilbaren Teilchens, oder einer Welle, bleibt als Begriff so stehen. Man muss aber abwarten, denn vorläufig sind wir ja, nach Deinen Worten, auf nicht direkt Nachweisbares angewiesen, dass aber offensichtlich zu existieren scheint.

Zitat
Die Bibel ist aber nur eine Sammlung von Mythen, Sagen und Legenden.. Von Menschen ins Dasein gerufen, welche sich zu Ihrer Zeit die Wirklichkeit in einem ganz anderen Kontext zum eigenen Leben erklärten und auch zu den damit einhergehenden Problemen im Zusammenlebens von unterschiedlichen Nomadenstämmen mit ihren jeweils ganz eigentümlichen wie manchmal sehr barbarischen Sitten und Gebräuchen eine "Übergeordnete" Rechtsgrundlage brauchten, der sich alle gleich unter zu ordnen hatten.

Wir leben heute nicht mehr in einer Vergangenheit, in der es für Naturphänomene die außerhalb der Leistungsreichweite der Menschlichen Sinne liegen, nur ein einziges Erklärungsmodell gibt, welches man Wunder nennt.

Die Bibel ist eine Sammlung von Schriften, an denen über lange Zeiträume (etwa 1300 Jahre) mehr als 40 Autoren mitwirkten. Die Bibel enthält außer Mythen, Sagen und Legenden auch Chroniken, Berichte, Sprüche, Lieder, Gebete, Briefe, die Geschichtsbücher, die Lehrbücher und die prophetischen Bücher.
Viele Kulturen, auch unsere germanische, haben zwar Sagen und Mythen, sowie praktikable Rechtsgrundlagen hervorgebracht, - keine aber erlangte den Stellenwert der Bibel! - Ob man jedoch an ihre Botschaft glauben möchte oder nicht, ist wiederum eine andere Frage!
Wir können zwar heute viele Phänomene sachlich äußerst korrekt erklären, - das Wundern ist aber deswegen noch nicht abhanden gekommen, denn auch Dir nützt es ja recht wenig, wenn Du z.B. Deinen Körper biochemisch haargenau analysieren kannst. Das eigentliche Rätsel Deiner Erscheinung (die Ur-Sache oder der Ur-Grund) ist damit noch nicht aufgedeckt (ent-deckt)! -

Du darfst Dich also auch weiterhin über Deine Person wundern!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.870

13.01.2016 13:05
#24 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat
Es wurde mal wieder der Vergleich Schaaf und Hirte(Gott/Jesus) angesprochen. Es wurde mal wieder, warscheinlich mit Erfolg den armen Anwesend eingeredet, das sie doch schwache, angreifbare, dumme, führungslose Schaafe seien, die unbedingt auf Gott angewiesen währen. Warum erniedrigt der Mensch sich ständig selbst? Es ist doch im Grunde eine Frechheit, den Menschen einzureden, sie währen hilflos und der Führung bedürftig, um sie dann führen und "erretten" zu können.

Alinardus,

... nicht jeder, der sich der biblischen Botschaft anschließt, ist arm, schwach, angreifbar oder gar ein dummes führungsloses Schaf. Dieses "Bild" vom Schaf und seinem Hirten ist nun mal in den antiken biblischen Regionen unter den damaligen Nomadenstämmen ein leicht verständliches, alltägliches Bild gewesen.
Die Kirche versteht sich als Seelsorger und der Erfolg gibt ihr scheinbar Recht, denn nicht jeder ist psychisch so stabil, dass er in seinem kurzen Dasein eine glückliche Erfüllung finden kann. Die Gründe sind vielfältig, denn nicht jeder ist gesund, stark, schön und reich! Manche haben von vorne herein ein sehr bitteres Los zu erdulden, erleben lediglich die Schattenseiten des Daseins. Gerade solchen Verzweifelten wandte sich z.B. Jesus (laut Aussage der Bibel) verstärkt zu, weil er wohl wusste, dass die Gesunden und Begüterten seiner Hilfe weniger bedurften.
Im Vergleich zu einer kosmischen Ewigkeit ist die menschliche Lebensdauer kürzer als ein Augenzucken und selbst die Stärksten unter den Menschen müssen sich dem Alter und dem Tode beugen, werden bestenfalls in den Geschichtsbüchern namentlich vermerkt.

Der menschliche Geist richtet sich also verständlicherweise auch auf die Gebiete aus, welche ihm zwar gedanklich möglich, aber praktisch verwehrt erscheinen.
Religiöse Spekulationen sind also psychologisch verständlich und sollten auch nicht belächelt werden, denn der Mensch ahnt zumindest, das er mehr ist, als er von sich wissen kann!
Der über die Jahrhunderte zum riesigen Konzern angewachsene Kirchenbetrieb hat natürlich auch stets Machtmenschen in seine Führungspositionen gezogen, mit all den bekannten negativen Ergebnissen.
Dem Wort "erretten" kann jeder von uns eine Bedeutung zukommen lassen, sieht er auf unsere Gesellschaft und ihr Treiben, das oft dem eines krankhaft Verirrten ähnelt.
Mit "erretten" ist also das Streben nach geistiger Gesundheit angedeutet und nicht ohne Grund empfiehlt sogar die Bibel:
>> Drum prüfet alles, das Gute aber behaltet. <<
Diese Prüfung aber muss von jedem Einzelnen gewissenhaft vollzogen werden.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.252

13.01.2016 20:14
#25 RE: Ist der Mensch den nur ein dummes Schaaf??? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #23

Zitat
Selbst die kleinsten gerade noch detektierbaren Teilchen der Materie, scheinen aus noch kleineren Teilchen zu bestehen, die aber mit den derzeitigen Detektoren nicht mehr direkt nachgewiesen werden können. Über Experimente mit sogenannten "Materiewellen" aber offensichtlich zu existieren scheinen..
Perquestavolta,

... wie auch immer man mit Experimenten an das "kleinste Teilchen" herankommen möchte, die antike Vorstellung eines irgendwann nicht mehr teilbaren Teilchens, oder einer Welle, bleibt als Begriff so stehen. Man muss aber abwarten, denn vorläufig sind wir ja, nach Deinen Worten, auf nicht direkt Nachweisbares angewiesen, dass aber offensichtlich zu existieren scheint.

Tja... Reklov, Atome bestehen halt nun mal auch aus Elektronen ... Atome geben Strahlung ab.. z.B. auch in Form von Teilchen, die man Photonen nennt und die um ein unendlich Vielfaches kleiner als die Atome selbst und ihre Elektronen sind..

Tatsächlich handelt es sich bei Photonen um Teilchen, die keine eigene Masse mehr besitzen und also im Übertragenen Sinne nur noch "Scheinbares" (Quanten) sind. Aber sie existieren nun mal und das nicht nur nach meinen eigenen Worten.. die Elektronen selbst hat man übrigens inzwischen auch schon geteilt und das nicht nur scheinbar..

Falls du in einem elektrifizierten Haus wohnst, hätte Dir schon längst "ein Licht" aufgehen müssen.. auch bezüglich dessen, dass den griechischen Philosophen das mit den Photonen, die ja noch kleiner als das "Atom" und nachweislich ein Teil der Materie sind, gar nicht aufgefallen ist.. obwohl sie damals auch schon das "Licht" kannten.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.

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