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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 164 Antworten
und wurde 6.849 mal aufgerufen
 Judentum
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DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

03.03.2006 17:54
#126 RE: Strafanzeige antworten

In Antwort auf:
Ja, was lese ich denn da? Dass die Anzeige nicht kommt oder so... Warum denn nicht? Das wäre doch eine Antwort wert? Oder ist sie für die Ungläubigen eine Geheiminformation?


Mann hört nix mehr....komisch.... und sie waren sich doch soo sicher......

Mal was anderes.... waren eigend lich freily und bianco schon mal gleichzeitig online ?

Die wechseln sich ab hab ich das Gefühl............verrrrschwööörrrrrrrrrung........

atz


Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

03.03.2006 17:57
#127 RE: Strafanzeige antworten
ich glaube nicht, dass freily Bianco ist, denn ihre Meinungen sind etwas unterschiedlich.

Jesus!!!!!!!

Bianco Offline



Beiträge: 86

03.03.2006 18:02
#128 RE: Strafanzeige antworten

Zitat von DeGaertner
Sag mal hast du sie noch alle???
Bist du mein Lehrer??
ich hab nicht gesagt, dass ich dich verachte sondern dass ich dich zum Kotzen finde......... das ist ein Unterschied
Ich finde dich nicht deshalb zum Kotzen, weil du offensichtlich dumm bist wie Schifferscheiße, das sind viele......
sondern weil du ein dumpfer dämlicher Rassist bist, der sich im Opfermäntelchen hinstellt und anderen ungefragt auf den Geist gehst und dich und deine lächerliche Religion verteidigen mußt....... Du bist ein Herrenmensch der übelsten Sorte.......
darum wird das auch nix mit der Anzeige.....Ihr müsstet euch selbst anzeigen.....
atz
Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

Du bist ein Armer tropf !


Denkst doch tatsächlich das es etwas andres bedeutet jemand „zum Kotzen zu finden „ als jemand zu Verachten !!

Gleich was man euch entgegnet am ende kommt doch kaka raus !!

Psalm 140
Ein Psalm Davids, vorzusingen. 2Errette mich, HERR, von den bösen Menschen; behüte mich vor den Gewalttätigen, 3die Böses planen in ihrem Herzen und täglich Streit erregen. 4Sie haben scharfe Zungen wie Schlangen, aOtterngift ist unter ihren Lippen. SELA. 5Bewahre mich, HERR, vor der Hand der Gottlosen; behüte mich vor den Gewalttätigen, die mich zu Fall bringen wollen. 6Die Hoffärtigen legen mir Schlingen und breiten Stricke aus zum Netz und stellen mir Fallen auf den Weg. SELA.

7Ich aber sage zum HERRN: aDu bist mein Gott; HERR, vernimm die Stimme meines Flehens! 8HERR, meine starke Hilfe, du beschirmst mein Haupt zur Zeit des Streits. 9HERR, gib dem Gottlosen nicht, was er begehrt! Was er sinnt, laß nicht gelingen, sie könnten sich sonst überheben. SELA. 10Das Unglück, über das meine Feinde beraten, komme über sie selber. 11Er möge feurige Kohlen über sie schütten; er möge sie stürzen in Gruben, daß sie nicht mehr aufstehen.

12Ein böses Maul wird kein Glück haben auf Erden; ein frecher, böser Mensch wird verjagt und gestürzt werden. 13Denn ich weiß, daß der HERR des Elenden Sache führen und den Armen Recht schaffen wird. 14Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen, und die Frommen werden vor deinem Angesicht bleiben.

Bianco


Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.160

03.03.2006 18:02
#129 Strafanzeige antworten
Zitat von DeGaertner
waren eigend lich freily und bianco schon mal gleichzeitig online ?
Die wechseln sich ab hab ich das Gefühl............
Dass die beiden ein und die selbe Person sind, meinst du? Soviel Zeit kann doch einer alleine gar nicht haben - so oft, wie die hier posten... Aber im antisemitischen Feindesland scheinen die sich recht wohl zu fühlen... Scheinen wohl böse Ausrutscher provozieren zu wollen und förmlich auf sie zu warten...

Gysi
______________________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

03.03.2006 18:10
#130 RE: Strafanzeige antworten

@ Bianco

In Antwort auf:
Ich bin mir sicher DU bist Christin !

`ne Vision gehabt?

--------------------------------------------------
...was zu bezweifeln ist

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

03.03.2006 18:11
#131 RE: Strafanzeige antworten

In Antwort auf:
Denkst doch tatsächlich das es etwas andres bedeutet jemand „zum Kotzen zu finden „ als jemand zu Verachten !!

Gleich was man euch entgegnet am ende kommt doch kaka raus !!


Pass auf Schwachkopf...
wenn ich sage, dass es ein Unterschied ist, dann ist es ein Unterschied......für Mich!!!

Das wollte ich damit sagen.....
Wenn es für dich das gleiche ist, dann ist es wichtig, dass du weißt, dass es für mich nicht das Gleiche ist weil du sonst ja glauben würdest, dass ich dich verachte obwohl ich dich doch nur zum Kotzen finde.....klar soweit?

Matz48/25 Und wahrlich, so ward es allen kundgetan, die sehend und die hörend waren... er hatte unter seiner harten Schale doch einen verdammt weichen......Keks !!!

atze


Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

03.03.2006 18:12
#132 RE: Strafanzeige antworten

Hört auf damit! Ihr versündigt euch mehr und mehr!


Jesus!!!!!!!

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

03.03.2006 18:14
#133 RE: Strafanzeige antworten

Echt ?


Jesses!!!

atz
Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

freily ( Gast )
Beiträge:

03.03.2006 18:35
#134 RE: Strafanzeige antworten

Wirklich Robin,

man kann sich ja auch mal dumm stellen, aber bitte nicht so offensichtlich. Die Semiten sind Israeliten und Araber, alle anderen stammen entweder von Ham oder Jafet ab.
Ließ mal die Stelle wo Noah an Land ging, dann hast den ersten Fluch gegen Ham. Die Araber und Edomiten wurden von G*TT verbannt, weil sie Nachkommen von Esau sind. Brauchst ja nur zu lesen, es steht doch alles geschrieben - eben aber nur für die, die ein bischen glauben.
freily®©

Bianco Offline



Beiträge: 86

03.03.2006 18:36
#135 RE: Strafanzeige antworten

Zitat von Bianco
Zitat von sternenkind
[quote=Bianco]Du zu deinem letzten abschnitt deines Schreibens sage ich nur : ja ja wären dir Juden lieber die ihr Maul halten niemanden die Schuld geben und ihren Schmerz und Trauer nicht zum Ausdruck bringen ?……. Eben stille Juden die alles annehmen ohne zu Jammern und wenn’s noch so Schmerzt ?? - Juden die sich nicht wehren so wie damals …… !!!??
[/quote]
Sowas fies ungerechtes, wie du hier schreibst tut mir wirklich im Herzen Weh! Als "wir Deutschen" "euch Juden" verfolgt, mißhandelt, und auf menschenunwürdige Weise ausgerottet haben, war ich noch nicht geboren, und ich bin mir sicher, du selbst warst es auch nicht.
Wie DeGaertner schon schreibt, dieses Volk hier ("wir deutschen") hat sich sehr große Mühe gegeben, zu lernen, daß wir NIE WIEDER schweigend unrecht dulden wollen!!!
Die Art und Weise, wie du hier mit dem Begriff Judenhass um dich panschst ist eine Beleidigung für all die Menschen, die wir deutschen damals in den Konzentrationslagern zu Tode gequält haben.
Vielleicht solltest du dich mit diesem Thema heute abend befassen, wenn du deinen Shabbat begehst; mit ruhigem Puls, und dem Bewußtsein, daß sowohl du, als auch die anderen alle ja nur Menschen sind

Ich bin mir sicher DU bist Christin !
Bianco


http://www.theologe.de/theologe4.htm

http://www.psychoanalyse-laienforum.de/V...isemitismus.htm


„Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“.
Zur Psychoanalyse des christlichen Antisemitismus
Veranstaltung mit Dr.phil. Wolfgang Hegener

Nürnberger Laienforum für Psychoanalyse e.V. in Zusammenarbeit mit dem „Forum für jüdische Geschichte und Kultur“ in Nürnberg
am Sonntag, den 4. Dezember 2005 um 12:00 Uhr


Bei der Vorbereitung des Vortrages fiel mir recht bald eine Begebenheit aus den Anfangsmonaten dieses Jahres ein. Ich fuhr in der Mittagszeit mit dem Auto durch Berlin und hörte Radio. Die Radiosprecherin kündigte um 12h mittags an, und ihre Bewegtheit war ihr anzuhören, man werde jetzt für eine Minute das Programm zum Gedenken an die über 300.000 Toten der Tsunami-Katastrophe in Südostasien unterbrechen. Auch ich war erschüttert, parkte meinen Wagen am Straßenrand, um meinen Gefühlen besser nachgehen zu können, und versuchte mir diese ungeheure Zahl und das Leid dahinter vorzustellen – es gelang mir nicht. Ich war zugleich überrascht und erfreut über die Einfühlungsbereitschaft und die spontane Hilfs- und Spendenwilligkeit unseres Landes für die stark traumatisierten Menschen. Plötzlich kam mir ein Gedanke, der mich ganz aus der Fassung brachte. Als ich über die Zahl 300.000 Opfer nachdachte, fiel mir eine andere Zahl ein: 6.000.000 ermordete europäische Juden. Das sind rein rechnerisch 20mal so viele Tote, und es war keine Naturkatastrophe in einem fernen Land, sondern ein in Deutschland systematisch geplanter und durchgeführter Massen- und Völkermord. Wurde in Deutschland öffentlich für all diese Menschen jemals auch nur eine Trauer- oder Gedenkminute abgehalten? Soweit ich weiß niemals – ganz im Gegensatz zu Israel, wo dies jedes Jahr geschieht. Was immer man auch von ritualisierten Formen der Trauer halten mag, es scheint, als wäre die Trauer über die ermordeten Juden und um das, was auch wir damit verloren haben, kollektiv in Deutschland noch immer nicht oder nur sehr beschränkt möglich. Die abgewehrte Trauer sucht sich dann Ersatzobjekte, sie wird, um einen psychoanalytischen Ausdruck zu bemühen, verschoben, etwa auf die Opfer einer Naturkatastrophe; hier glauben wir, so wäre meine These, die allerdings nicht dieses Phänomen vollständig erklären will, unsere unbewussten Schuldgefühle loswerden bzw. wiedergutmachen zu können. Eine wesentliche Voraussetzung für wirkliche Trauer ist, dass verfolgende bzw. persekutorische Schuldgefühle verarbeitet werden und sich in depressive Schuld verwandeln. Was ist damit gemeint?

Um diese Aussage für unseren Zusammenhang plausibel machen zu können, benötige ich einen kleinen Umweg. Antisemitismusforscher, wie etwa Wolfgang Benz oder Detlef Claussen, sprechen von einer besonderen, das Nachkriegsdeutschland prägenden Form des Antisemitismus, den sog. sekundären Antisemitismus. Benz beschreibt ihn wie folgt: „Er ist eine eigenständige Erscheinung mit wenig manifester Ausprägung, aber erheblicher Latenz. Dieses (…) Phänomen der Judenfeindschaft speist sich aus Gefühlen der Scham und Schuldabwehr: Nicht trotz, sondern wegen Auschwitz werden Ressentiments gegen Juden mobilisiert, die sich an Entschädigungsleistungen und Wiedergutmachungszahlungen kristallisieren“ (ebd., S. 19). Auch von psychoanalytischer Seite wurde dieses Phänomen mehrfach beschrieben, wir können dann, um die dynamischen Zusammenhänge stärker zu betonen, von einem „Schuldabwehr-Antisemitimus“ sprechen, dem es vor allem darum zu tun ist, die historische Täter-Opfer-Relation umzukehren, also die Deutschen zu dem eigentlichen Opfer der Geschichte zu erklären. Ausgehend von einer Analyse des Theaterstücks Der Müll, die Stadt und der Tod von Rainer Werner Fassbinder und der heftigen Debatte darum begreift etwa Rolf Vogt (1995) diesen Mechanismus mit Devereux als den Kern der „ethnischen Störung“ der Nachkriegsdeutschen. Anhand weiterer Debatten und Skandale – Bittburg (1985), Historikerstreit (1986) und Jenninger-Rede (1988) – zeigt er uns nachvollziehbar auf, wie in der zweiten (und auch dritten) nichtjüdischen Generation „entlehnte Schuldgefühle“ (Freud) wirksam sind, die vornehmlich durch den Mechanismus der Täter-Opfer-Inversion abgewehrt werden. „Die zitierten Beispiele von Schuldabwehr“, so fasst Vogt seine Analyse zusammen, „haben das Ziel, die auf Deutschland lastende historische Schuld abzuwehren und damit auch das einzelne Mitglied der Nation freizusprechen, das über den Identifizierungsprozeß diese Schuld als ‚entlehntes Schuldgefühl’ zu seiner eigenen gemacht hat“ (ebd., S. 366).

Die von Vogt erwähnten Beispiele lassen sich ohne Schwierigkeit bis in die Gegenwart hinein verlängern, wenn wir etwa an die Walser-Bubis-Debatte Ende der 90er Jahres, den Aufruhr, den das Buch Hitlers willige Vollstrecker von Goldhagen erregt hat, oder, aktueller noch, an die letzten antisemitischen Skandale um Karsli und Möllemann einerseits und Hohmann andererseits denken: Möllemann behauptete, die Juden seien für den Antisemitismus selber verantwortlich, und der CDU-Politiker erklärte in verbrämter Form alle Juden zu einem „Tätervolk“. Immer wieder stoßen wir auf das beschriebene Grundmuster: Viele Deutsche können es nicht oder nur eine Weile ertragen, sich selber in der Täter- und „die Juden“ in der Opfer-Rolle zu erleben. Es vergeht kaum eine Diskussion über Antisemitismus und den Holocaust, in der nicht schließlich der Hinweis fällt, dass „die Juden“ nicht viel besser seien, das zeige ja die israelische Besatzungspolitik. Über ihre pauschale Identifikation mit der israelischen Politik sollen „die Juden“ aus der Opferrolle heraus und in die Täterrolle hinein gebracht werden. Das Ziel ist immer, dadurch die Schuld der Deutschen mindestens zu relativieren, wenn nicht gar aufzuheben (auch die zahlreich kursierenden Holocaust-Vergleich dienen demselben Zweck: der Einschränkung der historischen Schuld am Völkermord an den europäischen Juden).

Vielleicht wird Ihnen jetzt deutlicher, was ich damit meine, wenn ich sage, die Voraussetzung für Trauer sei die Verwandlung von persekutorischer, also verfolgender in depressive Schuld. Wenn Schuld, und ich meine hier sowohl reale Schuld als auch von den Eltern oder Großeltern „entlehnte Schuldgefühle“, nicht anerkannt werden kann, wird sie, das ist zumindest eine Möglichkeit, auf einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen projiziert, und diese Menschen werden sodann mit dieser Schuld identifiziert. Dann heißt es etwa: „Die Juden sind an allem Schuld!“ „Die Juden sind unser Unglück!“. Die so projizierte Schuld kehrt sodann von außen wieder als Gefühl der Verfolgung; wir fühlen uns zu unrecht angeklagt und bezichtigt. Ein israelischer Psychoanalytiker hat es einmal so gesagt: Die Deutschen werden den Juden niemals verzeihen, dass es Auschwitz gegeben hat. Zu persekutorischer Schuld gehört auch eine gewissermaßen manische Form der Wiedergutmachung, die eher ein Ungeschehenmachenwollen ist. Eigentlich soll damit die Schuld getilgt werden und der psychische Zustand vor der mörderischen Tat oder Absicht, also die volle „Unschuld“ wiederhergestellt werden. Dagegen steht die depressive Schuld, bei der echte Reue empfunden wird über die tatsächlichen und phantasierten Taten. Der verfolgte andere wird nun auch nicht mehr als ein, so die psychoanalytische Terminologie, verfolgendes „böses“, sondern als ein verfolgtes „gutes Objekt“ erlebt. Auch die Wiedergutmachung findet jetzt eine Grenze. Bestimmte Dinge sind nicht rückgängig zu machen, sie sind definitiv geschehen und müssen in einem äußerst schmerzhaften Prozess anerkannt und betrauert werden. Es muss vor allem anerkannt werden, dass unsere Liebe und Verantwortung nicht groß genug waren, das Objekt zu schützen, dass wir es also aus eigener Schuld heraus verloren haben.

Es gehört zum allgemeinen Grundbestand der antisemitischen Pathologie, dass die eigene Schuld nicht anerkannt werden kann und zum Teil exzessiv projiziert werden muss. Doch warum treffen diese Projektionen ausgerechnet in so gewalttätiger Form und historisch überdauernd die Juden? Damit nähere ich mich langsam meinem angekündigten Thema an, dem christlichen Antisemitismus. Ich gehe nämlich davon aus, dass die abendländische Kultur des Antisemitismus in der Hauptsache in der Anfangszeit des Christentums, einer Zeit epochaler und traumatisierender Umwälzungen, entstanden ist und sich über Generationen hinweg im „kulturellen Gedächtnis“ fortpflanzt. Ins Unbewusste hinab gesunken, bleibt der christliche Antisemitismus ein starker und weiterhin wirksamer Antrieb des Hasses und der Verfolgung. Den kirchlichen Antijudaismus hat der Historiker Ley (2002, S. 29) ganz entsprechend „die historisch schlimmste und dauerhafteste Kulturpathologie“ genannt. Ich werde versuchen, Ihnen dies anhand bestimmter Beispiele aufzuzeigen und dabei die Verbindung zur Schuldabwehr immer wieder herstellen.

Mit der so grob skizzierten These von der fundierenden Bedeutung des christlichen Antijudaismus widerspreche ich Vorstellungen, dass man den Antisemitismus fein säuberlich unterscheiden und trennen könne in einen (christlichen bzw. religiösen) Antijudaismus und einen pseudowissenschaftlichen und rassistischen Antisemitismus. Der konstruierte Bruch überdeckt die fatale Kontinuität antisemitischer Verfassungen und die grundlegende Bedeutung des Christentums für seine Herausbildung. Horkheimer und Adorno merken dazu an: „Schwerlich aber ist die religiöse Feindschaft, die für zweitausend Jahre zur Judenverfolgung antrieb, ganz erloschen. Eher bezeugt der Eifer, mit dem der Antisemitismus seine religiöse Tradition verleugnet, daß sie ihm insgeheim nicht weniger tief innewohnt als dem Glaubenseifer früher einmal die profane Idiosynkrasie. Religion ward als Kulturgut eingegliedert, nicht aufgehoben“.

Ich widerspreche damit aber auch Theorien, die davon ausgehen, dass die Shoa, also die „industrielle Massentötung“ der europäischen Juden eigentlich mit dem traditionellen Antisemitismus nichts zu tun habe. Von den Progromen des Mittelalters sei der Holocaust gewissermaßen durch eine ganze Epoche getrennt. Er sei, so etwa der Soziologe Zygmunt Baumann, ganz Produkt einer spezifischen Moderne, die auf die Auslöschung von Ambivalenz abziele. Ich glaube hingegen, dass der Nationalsozialismus auch als eine Politische Religion in der Konsequenz einer bestimmten Form des Christentums, nämlich des johanneisch-apokalyptischen Christentums verstanden werden kann. Exemplarisch lässt sich die Verbindung am Topos des „Dritten Reiches“ aufzeigen, der Vorstellung nämlich einer historisierten Trinität, die ihre Erfüllung in der Herstellung eines Reiches des „Heiligen Geistes“ findet, das endgültig das jüdische „Reich des Vaters“ überwindet, was das zweite Reich, das christliche des Sohnes nicht vermocht habe. Unter dieser Perspektive tragen auch Begriffe wie „Endlösung“ die Signatur apokalyptischer Erlösungs- und Vernichtungsphantasien. Ich kann dies hier nur andeuten, in meinem letzten Buch habe ich mich ausführlich mit diesem Thema auseinandersetzt.

Beginnen wir unserer Analyse mit den Evangelien des Neuen Testamentes. Die bekannte US-amerikanische Religionswissenschaftlerin Elaine Pagels hat in ihrer höchst aufschlussreichen Arbeit über die „Geschichte des Satans“ folgende These vertreten: „Man kann die Evangelien des Neuen Testaments nicht zureichend verstehen, wenn man nicht erkennt, dass sie (...) Kriegsliteratur sind“ (Pagels 1996, S. 31). Was ist damit gemeint? Das Volk Israel führte im 1. und 2. nachchristlichen Jahrhundert drei größere Kriege gegen das römische Imperium. Einer davon endete mit der Eroberung Jerusalems und der (zweiten) Zerstörung des jüdischen Tempels und fand zwischen 66 und 70 statt. Alle vier Evangelien des Neuen Testamentes sind im historischen Umfeld dieses Krieges geschrieben wurden, nämlich etwa zwischen 70 und 110 u. Z.; sie sind ohne diese Ereignisse in ihrer überlieferten Form gar nicht denkbar. Der jüdische Krieg hat entscheidende Niederschläge vor allem bei Markus, Matthäus und Lukas gefunden und ist darüber hinaus ausschlaggebend geworden für die Entstehung einer apologetisch akzentuierten Geschichtsdeutung. Spätestens seit dem 2. Jahrhundert wird nämlich von christlicher Seite die Zerstörung Jerusalems und die Zerstreuung der Juden als Strafe Gottes für die Kreuzigung Jesu interpretiert. Diese Auffassung findet sich aber im Ansatz schon in den Evangelien. So müssen wir etwa davon ausgehen, dass Markus, der seinen Text zwischen 70 und 72 niedergeschrieben hat, die Ereignisse des Todes Christi kurz nach 30 und den Jüdischen Krieg etwa 40 Jahre später übereinander geschoben hat und die dem Jüdischen Krieg folgende Zerstörung des Tempels als Strafe für den Tod Jesu verstanden hat. Dafür sprechen gleich mehrere Stellen. Am bekanntesten ist Jesu Rede über das Ende des Tempels:

„Und als er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm einer seiner Jünger: Meister, siehe was für Steine und was für Bauten! Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen Bauten? Nicht ein Stein wird auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde. Und als er auf dem Ölberg saß gegenüber dem Tempel, fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das geschehen? Jesus fing an und sagte zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe! Es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin’s, und werden viele verführen. Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so fürchtet euch nicht. Es muß so geschehen. Aber das Ende ist noch nicht da. Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere. Es werden Erdbeben geschehen hier und dort, es werden Hungersnöte sein. Das ist der Anfang der Wehen“ (Markus 13, 1-8).

Die damaligen Hörer und Leser werden wohl die von Markus wiedergegebene Rede Jesu von „Kriegen und Kriegsgeschrei“ unmittelbar auf die von ihnen erlebte Wirklichkeit des Jüdischen Krieges bezogen haben. Markus bietet ihnen in dieser bedrängten Situation eine tröstliche Erklärung („fürchtet euch nicht“) bzw. eine heilsgeschichtliche Rechtfertigung an: die Zerstörung ist die Folge der Vergehen Israels, die für die kommende Erlösung notwendig ist („es muß so geschehen“). Wir entdecken hier in Ansätzen ein apokalyptisches Schema, das vielleicht für den christlichen Antisemitismus überhaupt konstitutiv ist; es lautet: Erlösung durch Vernichtung. Es gibt neben diesem Hinweis jedoch noch eine weitere Stelle, die sinnvoll nur im Hinblick auf die Ereignisse des Jahrs 70 hin gelesen werden kann. Wir lesen bei Markus 15, 37-38: „Aber Jesu schrie laut und verschied. Und der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von oben an bis unten aus.“ Das Zerreißen des Vorhangs wird vom Evangelisten gewissermaßen als ein Vorspiel für die spätere Zerstörung des Tempels gedeutet. Zuerst zerreißt der Vorhang, dann aber der ganze Tempel, der das Sinnbild des gesamten Judentums ist. Diese Stelle legt eine noch weitergehende Interpretation nahe: Mit dem Opfertod Christi, der den Juden angelastet wird, ist auch der ganze jüdische Tempelkult, mithin die ganze jüdische Religion hinfällig geworden und wird der Zerstörung anheim gegeben.

Die Anhänger Jesu, damals noch Teil der jüdischen Bevölkerung, hatten es während des Jüdischen Krieges weitgehend abgelehnt, sich an der Auseinandersetzung mit den Römern zu beteiligen. Der Grund für diese Ablehnung lag weniger in strategischen Überlegungen als in religiösen Überzeugungen. Man begriff die katastrophalen Ereignisse so relativ kurz nach der Kreuzigung Jesu als Anzeichen des nah bevorstehenden Endes der Welt und der Wiederkehr des Messias. Die Evangelisten betonen alle (und man kann feststellen, dass sie dies mit unterschiedlichem Nachdruck und steigender Intensität tun), dass die Anhänger Jesu keinen Streit mit den Römern haben, wohl aber mit den von ihnen erwähnten jüdischen Führern: den Hohenpriestern, den Ältesten und den Schriftgelehrten, die sich im „Sanhedrin“ („dem ganzen Hohen Rat“ – vgl. Markus 12, 53; Matthäus 26, 59; Lukas 22, 66) versammelten, von dem die „Gesetzeskunde von ganz Israel“ ausging (vgl. Cohn 1997, S. 50-68). Es wurde also eine innerjüdische Frontlinie aufgebaut, und „die Juden“ wurden dabei mehr und mehr dämonisiert und mit dem Satan identifiziert (so gut wie nie geschieht dies in den Evangelien mit den Römern). Die christlichen Evangelisten gehen dabei weiter, als das ihre jüdischen Vorgänger je vorher getan haben.

Für die Feinde gab es vorchristlich unterschiedliche Symbolisierungen: Meistens wurden sie mit einem erhabenen, wenn auch heimtückischen Mitglied des göttlichen Hofes gleichgesetzt, das der Satan genannt wurde. Dieser wurde nicht als eine Bestie oder ein Ungeheuer betrachtet, sondern als ein übermenschliches, engelhaftes Wesen. Wichtig ist nun folgende Feststellung von Elaine Pagels: „In der hebräischen Bibel wie auch in der vorherrschenden Strömung des Judentums bis heute tritt der ‚Satan‘ niemals als der auf, als den ihn das westliche Christentum kennt, als der Anführer eines ‚Reiches des Bösen‘, eines Heeres feindseliger Geister, die gleichermaßen gegen Gott und die Menschheit Krieg führen“ (ebd., S. 72). In einschlägigen Schriften, wie etwa den Numeri oder dem Buch Hiob, erscheint der Satan als ein untertäniger Diener Gottes, als Bote oder Engel Gottes, ja sogar als „Gottessohn“[1], der nicht unbedingt übelwollend ist, vielleicht sogar ein Vertrauter, und der geschickt wird, um menschliches Tun zu behindern oder zu vereiteln (diabolos heißt: „einer, der jemandem etwas in den Weg wirft“).

Erst die apokalyptischen Bewegungen, die ab etwa 150 v.u.Z. erheblich zunehmen, machen aus dem Satan das, was er später auch in den Evangelien wurde: der Gegenspieler, Rivale und Feind Gottes – ich meine hier vor allem die Sekte der Essener, die sich selbst als „Söhne des Lichts“ verstanden und sich gegen die jüdische Mehrheitsbevölkerung, sie nannten sie eine „Gemeinschaft von Verrätern“, abgrenzten. Diese apokalyptischen Bewegungen bilden gleichsam das Bindeglied zwischen den beiden biblischen Testamenten. Wie die Literatur der apokalyptischen Sekten ist auch das Christentum zutiefst von der Gegenüberstellung von Freund und Feind, Gott und Satan geprägt. „Die Christen werden sie übernehmen und weitertreiben, bis diese Identität sie schließlich für immer von den anderen jüdischen Gruppierungen getrennt haben wird“ (Pagels 1997, S. 88). Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied zwischen den Essenern und den späteren Christen: Während sich die Essener als eine exklusive Sekte verstanden, hat das zum Universalismus neigende Christentum im Laufe seiner Geschichte zunehmend mehr die nicht-jüdische Außenwelt mit einbezogen. Die wachsende und immer polemischer werdende Distanzierung vom Judentum, dessen Teil man nicht mehr sein mochte, führte hier nicht zu einer Abschottung sowie letztlich zu einem Ab- und Aussterben, sondern im Gegenteil zu einer rasanten Ausdehnung hin zur größten Weltreligion.

Ich habe angedeutet, dass in den Evangelien mit zunehmender Tendenz die Römer entschuldigt und „die Juden“ für die Kreuzigung Jesu verantwortlich gemacht werden. So schildert Markus „die Juden“ in den beiden Prozessszenen vor dem Hohen Rat (14, 53-65) und vor Pilatus (15, 1-15) als neidische und mordlüsterne Widersacher Jesu, die fast allein verantwortlich gemacht werden für den Tod Christi, und den Vertreter Roms, Pontius Pilatus, als einen geradezu gütigen und gerechten Menschen, der sich aus einer gewissen moralischen Schwäche heraus der Menge nicht widersetzen kann. „Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Aber sie schrien noch viel mehr: Kreuzige ihn! Pilatus aber wollte dem Volk zu Willen sein und gab ihnen Barabbas los und ließ Jesus geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt werde“ (Markus 15, 14-15). Dies steht im krassen Gegensatz zum historischen Pontius Pilatus, der als ein brutaler Statthalter bekannt war und in den Texten außerhalb der christlichen Tradition (etwa bei Philo von Alexandrien oder Flavius Josephus) mit bitterer Feinseligkeit beschrieben wird. Auch die Darstellung des Prozesses vor dem Hohen Rat (Sanhedrin), der, wäre er so vorgegangen, wie ihn Markus beschreibt, den jüdischen Gesetzlichkeiten krass widersprochen hätte, ist historisch höchst unwahrscheinlich.

An dieser Stelle sei ein kurzer Einschub erlaubt. Ich möchte auf die gründliche Untersuchung der Umstände des Prozesses und Todes von Jesus hinweisen, die der israelische Jurist und Judaist Chaim Cohn (1997) durchgeführt hat, nachdem etliche, zumeist protestantische Theologen nach der Gründung des Staates Israel von dessen obersten Gericht, dem angeblich „unmittelbaren Nachfolger“ des Sanhedrin, eine Wiederaufnahme des Verfahrens und eine Revision des „Justizmordes“ eingefordert hatten. Cohn macht uns zuerst auf den aufklärungsbedürftigen Umstand aufmerksam, dass bei der Beurteilung des Prozesses, der wie kein anderer so tiefgreifende Folgen in der Geschichte hatte und noch immer hat, die These von der Kollektivschuld des gesamten jüdischen Volkes nach dem 2. Weltkrieg zwar halbherzig zurückgenommen wurde, bis in die jüngste Zeit aber wie selbstverständlich die Juden, welche die Evangelisten eines aktiven Anteils bezichtigen, oft noch immer als die Schuldigen angesehen werden. Es wird dabei nicht nur übersehen, dass die Evangelien Glaubensbotschaften vermitteln wollten und nicht Geschichtsschreibung betrieben, sondern es werden auch die zahlreichen Widersprüche und Ungereimtheiten in den einzelnen neutestamentlichen Schriften übergangen. So berichten Markus (14, 55-64) und Matthäus (26, 59-66) von einem nächtlichen Gerichtsverfahren vor dem Sanhedrin, Lukas (22, 66-71) hingegen spricht von einem Prozess am frühen Morgen, und bei Johannes hat ein Verfahren vor dem Sanhedrin überhaupt nicht stattgefunden. Auch Cohn macht wahrscheinlich, dass die Darstellungen der Evangelisten einem apologetischen Ziel folgten: Mit Absicht sollte der römische Statthalter von jeder Verantwortung für das Geschehen entlastet, und es sollte demonstriert werden, dass der Glaube an Jesus Christus völlig vereinbar sei mit der Loyalität gegenüber Rom. Cohn zeigt in einer Art Kreuzverhör weiter, dass diese apologetische Absicht zu einer krassen Verzeichnung des Ablaufes geführt hat. Keine der vielfältigen jüdischen Strömungen, die das Neue Testament polemisch zu „die Juden“ vereindeutigt, hatte einen überzeugend nachzuweisenden Grund, in der berichteten Form den Tod Jesu zu verlangen. Die Initiative und das Motiv dafür lagen eindeutig auf römischer Seite, ganz abgesehen davon, dass die Kreuzigung selbst eine römische und keine jüdische Todesstrafe war. Cohn führt zudem aus, dass die in einigen Evangelien dargestellte Form des Verfahrens nicht den damals gültigen Rechtsgepflogenheiten entsprach und die historische Triftigkeit der Erzählungen mehr als in Frage steht.

Anders noch als im Markusevangelium sind es im Matthäusevangelium, das aus der Frontstellung zu den Pharisäern entstanden ist, diese allein, die als die Gegenspieler Jesu aufgebaut werden. Und Matthäus arbeitet dabei mit der manichäisch anmutenden Spaltung in gut und böse, die zu Ausschluss und Vernichtung führt: „Der Menschensohn ist’s, der den guten Samen sät. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen. Der Feind, der sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel“ (Matthäus 13, 37-39). Die Pharisäer werden mit dem Bösen, dem Satan in Verbindung gebracht und kollektiv nicht nur für die Passion Jesu, sondern für die Verfehlungen der gesamten Geschichte Israels schuldig gesprochen (präziser psychoanalytisch können wir sagen, dass sie mit dem Analen, der ganzen ausgestoßenen Sphäre des Unreinen und Schmutzig-Verworfenen identifiziert werden). Im 23. Kapitel, in dem insgesamt sieben Schmähungen losgelassen werden, wird dies klar ausgesprochen. Jesus beschimpft die Juden mehrfach als selbstgerechte Heuchler und Lügner, und Matthäus endet mit einer Prophezeiung, die später unheilvoll wieder auftauchen wird: „Darum: siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und von ihnen werdet ihr einige töten und kreuzigen, und einige werdet ihr geißeln in euren Synagogen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zur andern, damit über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut des gerechten Abel an bis auf das Blut des Secharja, des Sohnes Berechjas, den ihr getötet habt zwischen Tempel und Altar. Wahrlich ich sage euch: Das alles wird über dieses Geschlecht kommen“ (Matthäus 23, 34-36; Hervorhebung W.H.).

Diese Stelle verweist auf die unmittelbare Passionsgeschichte, wie sie im 27. Kapitel (15-27) geschildert wird: Zum Passahfest gestattet Pontius Pilatus dem jüdischen Volk, sich für die Freilassung und Begnadigung eines Gefangenen zu entscheiden. Es hat die Wahl zwischen Jesus und Barabbas, von dem Markus (15, 7) schreibt, er sei ein Aufrührer und Mörder gewesen. Die Pharisäer überreden das jüdische Volk, dass es sich für Barabbas und gegen Jesus entscheiden soll. Die Juden fordern Pilatus daraufhin mehrfach auf, Jesus kreuzigen zu lassen. Pilatus, der an Jesus keine Schuld finden kann, wäscht sich die Hände und spricht: „Ich bin unschuldig an seinem Blut; seht ihr zu!“ (Matthäus 27, 24). Daraufhin – und diese Zuspitzung steht synoptisch isoliert, sie findet sich nur bei Matthäus – soll das ganze Volk ausgerufen haben: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!“ (Matthäus 27, 25). Das jüdische Volk hat also willentlich und im vollen Bewusstsein der Tat die Hinrichtung Jesu verlangt und dafür kollektiv die Verantwortung übernommen, während die Römer nur widerstrebend und schuldbewusst als ihre Handlanger und Vollstrecker agieren. Schon bald nach der Abfassung des Evangeliums, ungefähr ab dem 2./3. Jahrhundert, beginnt die systematische anitjudaistische Exegese dieser Stelle, die bis in die moderne Theologie hineinreicht (vgl. Schreckenberg 1982, S. 129ff.) und auf folgende Aussage hinausläuft: Nicht als einzelne sondern als ganzes Volk Israel haben die Juden den Messias verworfen und ihn ermordet. Deshalb lastet eine kollektive Blutschuld auf ihnen, die jederzeit eingefordert werden kann[2]. „Die Juden“, die, solange sie Juden sind, verdammt und unerlösbar sind, werden zu den erbittertsten Feinden Christi erklärt, und man kann Gott nur dienen, indem man sie bestraft und vernichtet[3].

Mit dem in der alten Kirche bzw. der patristischen Theologie sich verbreitenden Tendenz zur Hypostasierung des Menschen und Messiasprätendenten Jesu zum Gott bzw. Gottessohn Christi, was vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklung des Trinitätsdogmas steht, steigert sich die Anklage zu dem Vorwurf, die Juden seien „Gottesmörder“. Die Argumentation lautet nun wie folgt: Die Juden erfahren das so schlimme Schicksal der Verfolgung und Zerstreuung und sind auf ewig verdammt, weil sie nicht nur einen Menschen, sondern mit ihm und in ihm auch Gott selbst getötet haben. Mit diesem verbreiteten Vorwurf wurde dem im Mittelalter grassierenden äußerst gewalttätigen Antisemitismus theologisch der Weg bereitet, der bis heute nachwirkt. Es wurde nun möglich, rein aufgrund einer theologischen Definition, die sowohl mit religiöser als auch, nach der Konstantinischen Schenkung, mit staatlicher Autorität ausgestattet wurde, eine ganze Gruppe von Menschen pauschal zu verurteilen. Wir finden hier zum ersten Mal das, was man treffend einen „Antisemitismus ohne Juden“ genannt hat: Ohne jede konkrete Erfahrung und Anschauung kann jeder einzelne Jude mit jenem theologischen Phantasma der „Gottesmörder“ identifiziert bzw. aufgeladen sowie ohne Skrupel und Schuld angeklagt und verfolgt werden.

Wir entdecken schon im frühen Christentum also jenen antisemitischen Kern, die Verleugnung und Projektion der Schuld. Es ist, als würde vom Kreuzestod Christi immer nur der erste Teil erfasst, das „um unserer Sünden willen gestorben“, nicht aber der zweite Teil, das „durch unsere Sünden gestorben“ (H. Beland). Dies meint aber, da im Unbewussten Tod immer Mord bedeutet, „von uns getötet“; dieser Teil wird weggelassen und, da er unerträglich erscheint, chronisch-endemisch auf die Juden projiziert. Um es erneut mit Horkheimer und Adorno zu sagen: „Den Juden, mit dieser ihrer Schuld beladen, als Herrscher verhöhnt, schlagen sie ans Kreuz, endlos das Opfer wiederholend, an dessen Kraft sie nicht glauben können“. Die Mitleidsbotschaft des Neuen Testamentes gilt für alle, nur nicht für die Juden, die aus der christlichen Heilswirklichkeit herausfallen. Sie sind per se und unheilbar schuld, da sie es sind, die den Messiasprätendenten Jesus (Evangelien) bzw. den Gottessohn Christus (Trinitätsdogma) ermordet haben. An den Juden exekutiert das Christentum gnadenlos das eigene schlechte Gewissen sowie den aus dem unbewussten Schuldgefühl geborenen tiefen Zweifel an der eigenen Erlösung. In seinem Judenhass zeigt sich ein verleugneter Selbsthass an einem anderen, fremden Objekt. Die Juden mussten für diesen unbewältigten und desintegrierten Hass und Selbsthass der Christen millionenfach sterben. Freud hielt sie, wohl nicht zu unrecht, für „schlecht getauft“ (Freud 1939a, S. 198). Wir können es auch so formulieren: Erst die Überwindung des Antisemitismus kann die Christen wirklich zu Christen machen.

Im folgenden möchte ich Ihnen nun zu zeigen versuchen, dass und wie sich die so beschriebene und analysierte antisemitische Struktur des (frühen) Christentums historisch fortgesetzt hat. Ich werde, ausgehend von den zahlreichen im Mittelalter grassierenden Blutbeschuldigungen gegen die Juden und der Transsubstantiationslehre, untersuchen, welcher Logik des Opfers der christliche Antisemitismus in seiner Geschichte folgt.

In einer weithin übersehenen Arbeit über den Antisemitismus, die direkt nach dem Ende des 2. Weltkrieges und unter dem Eindruck des Holocausts geschrieben wurde, hat Ernst Simmel (1946) aus psychoanalytischer Perspektive auf die Bedeutung des Opfers in den Religionen und im Kulturprozess hingewiesen. Er zeigt dies am Beispiel zweier zusammenhängender Beschuldigungen auf: 1. der Beschuldigungen, die Juden hätten Jesus getötet und 2. der so genannten Blutrituale, wozu sowohl der Vorwurf des Durchstechens der Hostien in der Kirche gehört, als auch der Verdacht, dass die Juden Christenkinder an Ostern stehlen und sie töten würden, um ihr Blut zu verzehren. Simmel vermutet, dass sich hinter diesen Anklagen abgewehrte und projizierte eigene Wünsche verbergen. Gerade die Phantasie, dass die Hostie blute, wenn sie von den Juden angestochen werde, mache deutlich, wie wenig die antisemitischen Christen die Hostie als ein allegorisches Symbol verstünden, sie erscheint ihnen vielmehr als der reale Leib Christi. Dies wird, so sei ergänzt, in der christlichen Theologie die Realpräsenz Christi genannt: Hostie und Wein werden durch die Konsekration tatsächlich in Fleisch und Blut Christi verwandelt – so zumindest lautet die Lehre von der Transsubstantiation, die sich seit dem 13. Jahrhundert nach dem IV. Laterankonzil von 1215 durchgesetzt hat. Es ist keinesfalls zufällig, dass sich die Ritualmordbeschuldigungen und der Vorwurf der Hostienschändung wesentlich nach dieser dogmatischen Festlegung entwickelt haben. Wenn die Juden angeklagt wurden, Hostien geschändet und Kinder geschlachtet zu haben, wurden sie nämlich deshalb mittelbar des Mordes an Jesus Christus beschuldigt. Nach Simmel handelt es sich dabei um eine klassische Projektion: Der Antisemit beschuldigt den Juden des Verbrechens, das er selbst unbewusst begeht, indem er die Hostie während der Feier der Eucharistie verzehrt. „Dieser Akt der Einverleibung bietet ihm die Möglichkeit zur Abfuhr seiner haßerfüllten Verschlingungstendenz und setzt ihn instand, sich liebevoll mit Christus zu identifizieren“ (ebd., S. 79). Die eigenen mörderischen Impulse und die daraus resultierenden Schuldgefühle werden hingegen vollständig auf die Juden abgespalten und dort unerbittlich zur Verfolgung frei gegeben.

An dieser Stelle sei ein kurzer Einschub über die christliche Blut-„Symbolik“ erlaubt. Christina von Braun (2000) hat hervorgehoben, dass sich in der Transsubstantiationslehre das äußerst zwiespältige Verhältnis der Christen zum Blut ausdrückt. Das Blut hat vor allem die Funktion, die Realpräsenz und Inkarnation des Herrn in der magischen Verwandlung der Eucharistie stets aufs Neue zu beweisen. An der Wirklichkeit des Blutes hängt gewissermaßen der ganze Glaube an die Menschwerdung Gottes und an die Erlösung des Menschen. Mit dem Verzehr von Blut und Fleisch kann der Christ imaginieren, mit Gott eins zu werden und an seiner Unsterblichkeit teilzuhaben. Über das Selbst- und Blutopfer Christi, nicht über die Bluts- und Familienverwandschaft einer Gruppe (wie im Judentum), werden der einzelne und die ganze Gemeinschaft in einer imaginären Weise mit Gott verbunden. Die Einverleibung von „realem“ Fleisch und Blut bei der Eucharistiefeier löst aber zugleich ein großes Grauen über die eigenen oral-kanibalistischen Impulse aus, das abgespalten und in den Ritualmordlegenden als Beschuldigung gegen die Juden projektiv gewendet wurde.

Die Juden wurden im Mittelalter (zumal im Spanien der Inquisition) zum „fremden Blut“ deklariert, das vom christlichen Körper ferngehalten werden sollte. Dazu einige Erläuterungen: Mit dem Beginn der Neuzeit, nämlich etwa zur Zeit der Eroberung Amerikas durch Columbus, wurde die erste „Rassengesetzgebung“ eingesetzt. Der Hintergrund ist folgender: Als es Ende des 14. Jahrhunderts in Spanien zu einer nationalen und christlichen Konsolidierung kam, kam es auch vermehrt zu Progromen gegen die jüdische Bevölkerung, die mit den Mauren ins Land gekommen war. Etwa 100 Jahre später, nämlich 1492 (dasselbe Jahr, in dem Columbus Amerika entdeckte) verbannte schließlich der spanische Thron alle Juden aus dem Lande. Viele, mindestens die Hälfte der jüdischen Gemeindemitglieder retteten ihr Leben durch einen Übertritt zum christlichen Glauben. Sie wurden in der Folge „Marranos“ (Schweine) genannt. In der spanischen Mehrheitsgesellschaft, die bislang die Juden als Außenseiter behandeln und mit restriktiven Gesetzen überziehen konnte, entwickelte sich nun aber eine große Angst vor dem converso als einem Insider. In dieser Situation wurden jene Gesetze geschaffen, die als estatutos de limpieza de sangre (Statuten über die Reinheit des Blutes) bezeichnet wurden und mit denen die Konvertiten aus den öffentlichen Ämtern gedrängt wurden. „Denn nicht mehr“, wie von Braun (2000, S. 156) kommentiert, „die Taufe und die Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft, sondern die Herkunft, das Blut entscheiden darüber, wer ein ‚echter’ Christ sei und somit in einem christlichen Staat eine gehobene Stellung einnehmen durfte“. Es musste nunmehr über viele Generationen hinweg eine „unbefleckte“ christliche Abstammung nachgewiesen werden. Sowohl im christlichen Spanien der frühen Neuzeit als auch später, im rassistischen, speziell im nationalsozialistischen Antisemitismus, geht es mithin um die Herstellung eines reinen und homogenen „Gemeinschaftskörpers“, der sich über den Ausschluss und die Vernichtung des jüdischen „Fremdkörpers“ konstituiert.

Das Gebot nach rassisch begründeter Reinheit führt im 19. Jahrhundert dazu, dass der Topos des Geschwisterinzestes in der antisemitischen Literatur eine zentrale Rolle einnimmt: jede Form der Vermischung mit „fremdem Blut“ ist eigentlich bedrohlich und muss vermieden werden. Es kommt hinzu, worauf Volkan (1999) aus psychoanalytischer Perspektive hingewiesen hat, dass alle Gemeinschaften, die sich über das Blut definieren, das kein wirkliches Symbol darstellt, zu äußerster Gewalt und Destruktivität neigen. „Wenn wir (…) unsere Identität und insbesondere die Identität des Feindes jedoch mit Blut assoziieren, das nicht wirklich symbolisiert werden kann, können wir unseren direkten Angriff nicht auf die Substitute für die ‚Anderen’ übertragen, so dass wir den Drang verspüren, sie zu vernichten“ (ebd., S. 134). Was ist damit gemeint, dass Blut nicht symbolisiert werden kann? Man muss bei der Annahme, dass der Wein tatsächlich das Blut Christi sei, eher von einer Allegorie, Protosymbolik bzw., noch genauer, von einer „symbolischen Gleichsetzung“ ausgehen. Die britische Psychoanalytikerin Hanna Segal hat mit diesem Ausdruck eine Grundstruktur psychotischen Denkens und einen Teil einer tiefen Störung der Beziehung zwischen dem Ich und dem Objekt umschrieben. Sie meint damit einen unbewussten und gewalttätigen Projektionsvorgang, bei dem etwas gehasstes Eigenes in eine andere Person oder ein Objekt hineingezwungen wird und mit diesem sodann identisch gesetzt wird. Die frühen Protosymbole werden vom Ich des kleinen Kindes also nicht als Substitute, sondern als das ursprüngliche Objekt selbst empfunden – der Nuckel ist die Brustwarze. Erst mit der schmerzhaften Trennung von Selbst und Objekt kann sich das Denken reifer und realistischer entwickeln. Diese Reifung ist gebunden an die Fähigkeit, Verlust und Trennungsschmerz zu ertragen und den Anderen als Anderen, also als ein selbständiges Objekt in seinem eigenen Recht anzuerkennen. Die entwickelte Symbolisierungsfunktion ist mithin an das Erreichen der „depressiven Position“ gebunden, so wie ich sie am Anfang definiert habe. Die symbolische Gleichsetzung bzw. sakramentale Identifizierung (H. Beland) von Blut und Wein und seine Auswirkungen auf die Blutbeschuldigungen zeigen hingegen, wie sehr dieser Entwicklungsschritt misslingt und sein Misslingen Gewalt freisetzt, die an den Juden ausgelassen wird.

Doch zurück zu Simmel, der danach fragt, welche „psychologische Wahrheit“ sich hinter den Anschuldigungen verbirgt. Um dies beantworten zu können, ist eine Hinwendung zu dem Vorwurf hilfreich, Juden würden zu Ostern kleine Christenkinder rauben und schlachten, da es die jüdische Religion gebiete, dass beim rituellen Mahl am Passahfest Christenblut genossen werden müsse. Zuerst zeigt sich hier erneut die Wirksamkeit der Projektionsvorgänge: Die Ähnlichkeit dieses angeblichen Verbrechens mit dem Ritual der heiligen Kommunion ist äußerst verblüffend, zumal wenn man bedenkt, dass die Juden das Passahfest zur selben Zeit feiern wie die Christen Ostern die Auferstehung Christi. Die untergründige Verbindung wird aber erst vollends verständlich, wenn man berücksichtigt, was am Passahfest gefeiert wird. Gedacht wird der besonderen Art der Errettung aus der ägyptischen Gefangenschaft. Gott sandte einen Todesengel aus, damit dieser die neugeborenen ägyptischen Kinder töten sollte. Um zu vermeiden, dass auch jüdische Kinder getötet wurden, befahl der Herr den Juden, Lämmer zu schlachten und mit ihrem Blut Zeichen an die Türpfosten zu malen. Die Errettung der eigenen Kinder und damit der künftigen Generationen wurde durch ein Opfer, die Schlachtung unschuldiger Lämmer erreicht. Wenn die Juden beim Passahmahl ein Stück Lammbraten verzehren, so kann dies als rituelle Wiederholung der Massenschlachtung der Lämmer verstanden werden. „Die Juden verzehren also während des rituellen Passahmahls ‚Kinder‘, doch sind es Kinder von Tieren, die sie verspeisen“ (Simmel 1946, S. 81; Hervorhebung im Original).

Noch etwas anderes ist wichtig an diesem Vorgang: Als die Juden ihr erstes Passahfest noch in Ägypten feierten, begingen sie damit ein Verbrechen gegen die ägyptische Religion. Das Lamm ist nämlich das Junge des Widders, der den Altägyptern als heiliges bzw. als Totemtier galt. Der Vorgang der Schlachtung der Lämmer, darauf sei kurz ergänzend hingewiesen, findet eine Entsprechung in der Akeda, der Geschichte von der Bindung Isaaks (1 Moses, 22 1-19): Der Herr versucht Abraham, indem er ihn auffordert, seinen einzigen Sohn in einem Brandopfer zu töten. Erst kurz vor der Tötung greift Gott ins Geschehen ein und fordert Abraham auf, um seinetwillen Isaak zu verschonen. An seines Sohnes statt opfert Abraham daraufhin einen Widder. Wir finden hier dieselbe Struktur: Auf die Tötung des Sohnes, also auf das Menschenopfer muss verzichtet werden[4], die mörderischen Impulse dürfen nicht ausagiert werden und finden einen Verschiebungsersatz im Tier. In einem längeren Prozess wurde das Menschenopfer untersagt, und später auch die Opferung der Tiere. Die zerstörerischen und sadistischen Triebimpulse müssen nun endgültig in einer anderen Form, nämlich intrapsychisch, durch die Aufrichtung eines reiferen Über-Ichs, sprich: möglichst durch die Rücknahme der gewaltsamen Projektionen und Spaltungen bewältigt werden.

Wir wissen, dass in der christlichen Ikonographie Jesus Christus allegorisch durch das unschuldige Lamm Gottes dargestellt wird. Wenn die Verbindung zwischen dem Lamm-Essen am Passahfest und Jesus Christus als „Lamm Gottes“ zutrifft, so kann daraus der Schluss gezogen werden, dass der Antisemit in seinem Wahn die Kinder, die die Juden angeblich schlachten, mit Jesus identifiziert. Auch die Funktion der Projektion der eigenen Aggression und der Abwehr der eigenen Schuldgefühle wird nun verständlicher: Die Ritualmordbeschuldigung klagt die Juden an, sich physisch Jesus Christus einzuverleiben, um selbst kein Schuldgefühl wegen genau dieser sündhaften Impulse empfinden zu müssen. Es versagt mithin die Aufgabe, dem mörderischen oralen Sadismus, der den Vater und die anderen Kinder bzw. Geschwister nur als zu beseitigende Rivalen wahrnimmt, einen symbolischen Ausdruck und eine entsprechende Verarbeitungsmöglichkeit zu verschaffen. Durch die dogmatische Position der Realpräsenz Christi zerspringt die symbolische Fassung, es kommt zu einer psychotisch anmutenden „symbolischen Gleichsetzung“ (Segal) von Jesus und Hostie, und die mörderischen Impulse können ohne Schuldgefühle und Hemmung an denjenigen befriedigt werden, denen man die eigene Schuld unterstellt. Dem steht die jüdische Religion gegenüber, die nach der vollen Durchsetzung des Monotheismus in der Folge der Rückkehr aus dem babylonischen Exil gänzlich auf das Menschenopfer verzichtet[5]. Das nach-exilische Judentum unternimmt den historisch einmaligen Versuch, jegliche Form von Opfer abzuschaffen und zieht sich darüber einen rasenden „antimonotheistischen Hass“ zu, an dem das Christentum entscheidenden Anteil nimmt.

Zwar wird, so vertreten es christliche Theologen, mit dem Opfertod Christi die endgültige Abschaffung aller Opfer intendiert, doch stößt das Christentum in seiner Geschichte nicht wirklich zur Opferüberwindung vor, Zeugnis dafür ist der chronische christliche Antisemitismus. Nietzsche hat es so formuliert: „Schon Paulus meinte, ein Opfer sei nötig, damit die tiefe Verstimmung Gottes über die Sünde aufgehoben werde: und seitdem haben die Christen nicht aufgehört, ihr Mißbehagen über sich selber an einem Opfer auszulassen“ (Nietzsche 1881, S. 1073; Hervorhebung im Original). Doch damit nicht genug: Um das Opfer rechtfertigen zu können, wird das Opfer selbst zum grausamen und alleinigen Opferer erklärt und eine beispiellose Täter-Opfer-Inversion eingeleitet. Das Christentum verkündet immer wieder, die Juden hätten Jesus geopfert, und macht sie damit selbst zu einem legitimen Opfer, das für das Heil der Welt dargebracht werden muss.

Allen apokalyptischen Bewegungen ist das Opferdenken zu eigen. Der endgültige Sieg des Guten muss und kann nur über die totale Vernichtung des Bösen, ein radikales Opfer erreicht werden. Besonders der Blick auf das nationalsozialistische Denken lässt die politischen und psychischen Dimensionen und Funktionen des Opfers sichtbar werden. Es war vor allem Goebbels, der, wie Bärsch (1995, S. 96-110) in seiner gründlichen Untersuchung der frühen Tagebücher von 1924-1927 herausstellt, sich von der Idee des Opfers sehr angezogen zeigte. In seinem Aufsatz Opfergang von 1927 erklärt er den „lieben Kameraden vom Opferbund in Berlin“ mit aller Deutlichkeit: „Opfert! Im Opfer liegt die Reinigung von Schuld! Geht den harten Opfergang um der Zukunft willen. (...) Das Opfer ist da alles. Es macht uns zu Helden der Tat, vor deren berauschendem Atem das Alte stürzt und das Neue sich formt wie von selbst“ (zit. n. Bärsch 1995, S. 107). Der Charakter dieses Opfers ist entscheidend: Es ist kein altruistisches Selbstopfer gemeint, es sind „die anderen“, die Juden (Goebbels nennt sie die „Trabanten des Bösen“), die für „Sieg“ und „Heil“ geopfert werden sollen. Der „Opfergang um der Zukunft willen“ verspricht die Befreiung von der „Verzweiflung an der Gegenwart“ und das „Wunder des neuen Reiches“. Goebbels markiert auch die religiöse Tradition, in die er seinen Opferkult gestellt sehen möchte: „Die Idee des Opfers gewann zum ersten Mal in Christus sichtbare Gestalt“ (Goebbels, zit. n. Bärsch 2002, S. 133). Jesus sei der erste gewesen, der klar erkannt habe, dass das universelle Heil nur aus dem Opfer erwachsen könne. Die Juden mussten nun als jenes „Brandopfer“ hingeschlachtet werden, von dem wir hörten, dass es in der jüdischen Religion unbedingt untersagt ist. Der Verzicht auf das Opfer und das Opferdenken ist an die Annahme depressiver Schuld gebunden und bleibt ein dringendes Desiderat eines besser gelingenden Kulturprozesses. Ein, wenn nicht der zentrale Gradmesser für die Entwicklung unserer Kultur überhaupt ist die Überwindung des Antisemitismus, die eines unser dringlichsten und leidenschaftlichsten Anliegen sein muss und an unserer Fähigkeit hängt, Schuld empfinden und ertragen zu können.

[1] Im Buch Hiob (1, 6) lesen wir: „Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den Herrn traten, kam auch der Satan unter ihnen“. Der Satan ist somit ein himmlisches Wesen und gehört zum Gefolge Gottes (vgl. auch Sacharja 3, 1-7).

[2] An dieser Stelle sei angemerkt, dass die nach dem Ende des Nationalsozialismus einsetzende Rede von der Kollektivschuld der Deutschen, die die Juden ihnen angeblich angelastet hätten, vor diesem Hintergrund als eine Projektion verstanden werden kann und sich einem abgewehrten Schuldgefühl verdankt. Es ist die christliche Religion gewesen, die das Gerücht von der Kollektivschuld der Juden mit fatalen Folgen in die Welt gesetzt hat. In der jüdischen Religion wird der Annahme einer Schuld über Generationen hinweg klar und unmißverständlich widersprochen: „Zu derselben Zeit wird man nicht mehr sagen: ‚Die Väter haben saure Trauben gegessen und den Kindern sind die Zähne stumpf geworden‘, sondern ein jeder wird um seiner Schuld willen sterben, und wer saure Trauben gegessen hat, dem sollen seine Zähne stumpf werden“ (Jeremia 31, 29-30; vgl. auch Hesekiel 18, 2-4). Schuld ist stets individuelle Schuld. Erinnert sei auch daran, dass im Buch Genesis Gott Kain mit einem Zeichen vor Rache, Gewalt und Tötung schützt.

[3] Trotz all der unbestreitbaren historischen Distanz fällt es schwer, bei folgender Stelle aus dem Matthäusevangelium nicht an den Holocaust und die Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten zu denken: „So wird es auch am Ende der Welt gehen: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen: da wird Heulen und Zähneklappern sein“ (Matthäus 13, 49-50).

[4] Judith Kestenberg (1989) hält das „child-saving“ für ein typisches Merkmal der jüdischen Tradition und grenzt es vom „child-killing“ der nationalsozialistischen Ideologie strikt ab.

[5] Die hebräische Bibel kündet noch von der Verbreitung des Menschenopfers bei den alten Israeliten. So tötet, um nur ein Beispiel zu nennen, in einem „Brandopfer“ der Heerführer Jephta seine Tochter für Jahwe, um seinen Sieg über die Ammoniter zu sichern (Richter 11, 30-40). Hier zeigt sich im übrigen, dass der Gott Jahwe, der solche Menschenopfer fordert (siehe auch Josua 7, 10-26 und 2 Könige 16, 3), eigentlich noch der Gott der vormonotheistischen Hebräer und Israeliten ist (von Antisemiten wird er mit dem Gott der Juden überhaupt gleichgesetzt und projektiv als Gott der Rache diffamiert). Das monotheisitische Judentum nennt Gott bekanntlich gar nicht, er ist undarstellbar. Ja, man kann sagen, dass der sich ab dem siebten Jahrhundert v.u.Z. durchsetzende neue Glaube an einen unsichtbaren Gott mit der Abschaffung des Menschenopfers einhergeht (vgl. Heinsohn 1988).




Robin87 Offline



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03.03.2006 18:50
#136 RE: Strafanzeige antworten



Jesus!!!!!!!

Gysi Offline

Atheist


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03.03.2006 19:00
#137 Strafanzeige antworten

HERRGOTT!

Wie der Fluss der Diskussion doch durch überlange, kopierte - und unerwünschte Posts! (Aber das ist einem Bianco ja sowas von schnurz...) und unreflektierendes Ein-Zeilen-Jesus-Gesäusel sich in die Wiese verliert... Euch fehlen die Argumente! Oder ihr habt Angst vor ihnen. Wenn der Thread weiterhin nur zum Müll abladen gebraucht wird (guckt mal auf das THEMA!), dann mache ich ihn zu.

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Robin87 Offline



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03.03.2006 19:00
#138 RE: Strafanzeige antworten
Zitat von freily

man kann sich ja auch mal dumm stellen, aber bitte nicht so offensichtlich. Die Semiten sind Israeliten und Araber, alle anderen stammen entweder von Ham oder Jafet ab.
Ließ mal die Stelle wo Noah an Land ging, dann hast den ersten Fluch gegen Ham. Die Araber und Edomiten wurden von G*TT verbannt, weil sie Nachkommen von Esau sind. Brauchst ja nur zu lesen, es steht doch alles geschrieben - eben aber nur für die, die ein bischen glauben.


1. nicht Ham wurde von Noah verflucht, sondern sein Sohn Kanaan. Du willst dich einen nennen der die Schrift so gut und besser als ich kenne und schaust nicht mal selber richtig hin?
2. die Araber und Juden Sind die Nachkommen Abrahams, das muss aber nicht heißen dass sie die einzigen Nachkommen Sems seien. Wie viele Menschen hatte denn Sem und seine Nachfahren gezeugt, weiß du das?



Jesus!!!!!!!

Gysi Offline

Atheist


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08.03.2006 18:02
#139 Strafanzeige antworten

Da Freily, nachdem sie ihre Anzeige gegen DeGaertner und mich zurückgenommen hatte, nun doch wieder aufgeben wird - wegen fehlender Dankbarkeit - öffne ich diesen Thread wieder - nachdem ich ihn ja wegen hartnäckiger Themenverfehlung und Speicherplatzmissbrauch (zu langer Post von Bianco) geschlossen hatte...

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

08.03.2006 18:54
#140 RE: Strafanzeige antworten

In Antwort auf:
Da Freily, nachdem sie ihre Anzeige gegen DeGaertner und mich zurückgenommen hatte, nun doch wieder aufgeben wird - wegen fehlender Dankbarkeit


Freily ist eine Sie ?


atz


Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

Bruder Spaghettus ( gelöscht )
Beiträge:

08.03.2006 19:49
#141 RE: Strafanzeige antworten

Egal, auf jeden Fall krank.

Und noch mal. Bei Volksverhetzung besteht Amtsermittlungspflicht. Freily hätte die Anzeige, die sowieso nie erstattet wurde, also gar nicht zurückziehen können, bzw das wäre wirkungslos. Wenn der Polizei oder der Staatsanwaltschaft eine solche bekannt wird, hat sie von amtswegen zu ermitteln.

Scheinbar war freilys Klassenkumpel, der Rechtsprofessor, gerade krank, als diese elementare Grundregel auf der Hilfsschule gelehrt wurde.

--------------------------------------------------
...was zu bezweifeln ist

vanini Offline



Beiträge: 502

08.03.2006 20:11
#142 RE: Strafanzeige antworten
Darüber hinaus muss man auch feststellen, dass ein vorgebrachtes Argument entweder stichhaltig und nachvollziehbar begründet ist - oder eben nicht. Dass nun freily sich offensichtlich im Unterbewussten sehr wohl im Klaren darüber ist, dass seine "Argumente", um es mal sehr zurückhaltend zu formulieren, alles andere als stichhaltig und nachvollziehbar sind, lässt sich eben auch an dem Umstand erkennen, dass er zur "Begründung" seiner Feststellungen und Behauptungen statt nachvollziehbarer Verstandestätigkeit als letztes Mittel ständig mit seinem angeblichen Alter oder seiner angeblichen Bildung oder seiner angeblichen Erfahrung oder seiner angeblichen unerhörten Denk- und Erkenntnistiefe oder eben auch mit angeblichen Strafanzeigen umherschwadroniert.

Nichts von all diesem lächerlichen Kram lässt sich im Rahmen eines Internet-Forums nämlich verifizieren. Was aber jeder schwarz auf weiß auf seinem Bildschirm lesen kann, sind die unsäglichen Einlassungen freilys, die fast allem Hohn sprechen, was man mit der Kategorie "Denken" auch immer in Verbindung bringen mag - weshalb man diesbezüglich der trefflichen Feststellung Spaghettus' nur ausdrücklich zustimmen kann:

Zitat von Bruder Spaghettus
... auf jeden Fall krank.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.160

09.03.2006 06:41
#143  Strafanzeige antworten
In Antwort auf:
Freily ist eine Sie ?
Ah nee - hab ich mich vertan. Freily ist ja ein ER! Sorry, Freily.

Gysi
___________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

freily ( Gast )
Beiträge:

09.03.2006 10:31
#144 RE: Strafanzeige antworten

Ach gottele naaa, dem unfehlbarem Gysi unterlaufen solche banale Fehler?
freily®©

sternenkind Offline

Heide


Beiträge: 200

09.03.2006 11:09
#145 RE: Strafanzeige antworten

In Antwort auf:
Ach gottele naaa, dem unfehlbarem Gysi unterlaufen solche banale Fehler?
freily®©

Müßtest du nicht schreiben: " Ach g"ttele naaa" ?

und ist diese verniedlichungsform so in Ordnung?
und sollst du nicht den Namen des "Herrn deines Gottes" nicht auf das Wahnhafte führen?

____________________________________________________________________________
Menschen können einander begegnen, Berge können einander nicht begegnen.

freily ( Gast )
Beiträge:

09.03.2006 11:33
#146 vorerst vorletzter Beitrag antworten
In Antwort auf:
Da Freily, nachdem sie ihre Anzeige gegen DeGaertner und mich zurückgenommen hatte, nun doch wieder aufgeben wird - wegen fehlender Dankbarkeit

Das Irren menschlich ist, ist ja so bekannt wie der Umstand, das manche Bäume Blätter haben.
Aber das ich die Anzeigen zurückgezogen hätte um sie dann neu aufleben zulassen, ist mir als Anzeigeerstatter unbekannt.
Woher die Atheisten dieses Forums ihre Weisheiten haben ist mir zwar schleierhaft, da sie ja im Pulk agieren und sich gegenseitig Schützenhilfe leisten, auch wenn sie nicht recht haben, aber dafür erwartet der Gysi auch die entsprechende Dankbarkeit.!

Ich hatte angeboten die Anzeige zurückzunehmen, wenn er den Beitrag des Imad soweit löscht, dass die antisemitischen und volksverhetzenden Absätze nicht mehr sichtbar wären.

Als Antwort bekam ich nur eine blöde Bemerkung.

Da ich nun die Ansicht vertrete, dass der Gysi als Administrator die selben Pflichten hat, wie jeder andere Admin auch, so sehe ich nicht ein, gesetzliche Vorlagen deshalb zu verbiegen, weil sich hier einige unmaßgebliche Meinungen zusammen rotten, entgegen der gesetzlichen Vorgaben des bürgerlichen Gesetzbuches.

Dass hat mit Glaubensansichten in keinerweise was zu tun. Und ich will meine Ansichten auch nicht mit Gewalt durchdrücken, nur zwingt mich das uneinsichtige Gebaren einiger Forumsteilnehmer dazu, die Anzeige aufrecht zuerhalten.

Wäre die Einsicht gediehen, dass nach dem Aufdecken der Unwahrheit der Beitrag des Imad zulöschen oder so zukürzen, dass man der Ansicht werden könnte, in diesem Forum würde das Gesetz des BGB hochgehalten, dann wäre ich der letzte gewesen, nicht auch ein kleinwenig zurück zutreten in meinen Ansichten.

So muß ich aber sehen, dass der Mob mich weiter diskreditiert, nur weil ihm meine Ansichten nicht passen, da sie in bezug auf die jüdische Lehre nichts beisteuern können, täuschen sie vor, ich würde die Regeln nicht einhalten, obwohl es ersichtlich ist, dass der Admin dieses Forums nicht annähernd in der Lage ist, seine eigenen Regeln einzuhalten.
Stattdessen wir öffentlich diskutiert, ob man einen unbequemen User bannt oder ob man ihn zur allgemeinen Volksbelustigung weiter vorführt, mit an den Haaren herbeigezogenen und verdrehten Argumenten.

Dabei wird nicht nur meine Intelligenz in Zweifel gezogen, sondern andere sind sich ob ihrer vermeintlich höheren Intelligenz in keiner Weise zuschade, dieses Schauspiel noch weiter durchzuführen, allen voran solche "Geistesgrößen", die in ihren Abschlußsätzen ständig auf hohle Birnen verweisen, weil dieser Herr offensichtlich zu Hause sämtliche Spiegel zerdeppert hat um das blöde Bild nicht ständig vor Augen haben zu müssen.

Fakt ist, ich habe mit keiner Sekunde daran gedacht die Anzeige zurück zuziehen bis zu dem Augenblick, wo die Wahrheit über den antisemitischen Beitrag aufgeflogen ist und der Gysi den Imad aufforderte sich zu entschuldigen.

Worauf er lange Warten kann, denn der Imad hat genau das erreicht, was von vorne herein sein Ziel war, also warum soll er sich entschuldigen?
Dass ihm blitzgescheite Menschen erklären es gäbe keinen G*TT?

Dass wird ihm egal sein, denn ob er daran glaubt oder nur vortäuscht Moslem zu sein, ist bei ihm nie die Frage gewesen, sein Ziel, die Juden und deren Verbündete zu diskreditieren ist im aufgrund der Starrköpfigkeit des Forums-Admins vollauf geglückt.

Ein im Nachhinein geforderte Entschuldigung ohne die Konsequenz seinen Schundbeitrag bis zur Unkenntlichkeit zukürzen, ist genauso, als würde man einem verlogenen Kind zur Strafe ein Bonbon schenken.

Deshalb kann ich nur sagen, wenn jemand glaubt, ich seie Frech, der kennt nicht einmal den Unterschied von frech zur Folgsamkeit. Und ist zudem untauglich Kinder zu lehren, denn Frech kann nur ein Kind sein, weil wie es auch hier vorgeführt wurde, nur Bemerkungen ohne Grundwissen des Lebens und des Faches als Frechheit definiert werden könnte.

Dass ich anführte wie alt ich bin und welche Ausbildung ich genoß ist lediglich ein Akt der Fairneß, denn ich bin alles andere, aber keinesfalls ein freches Kind, auch wenn mich andere so sehen möchten.

freily®©

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.160

09.03.2006 12:35
#147 vorerst vorletzter Beitrag antworten
Freily,
das hier ist ein DIALOGforum. Ich sehe zu, dass möglichst nichts gelöscht wird, um die Beiträge AUTHENTISCH zu halten. Imad kann die Juden - oder die jüdische Religion - mit LÜGEN NICHT diskreditieren, mit Lügen diskreditiert er SICH SELBST! Dass die WAHRHEIT sich durchsetzt, ist eines der Prinzipien des Dialogs.
DU bestimmst nicht, was hier gelöscht wird und was nicht, der Administrator bin immer noch ich. Sollte ich den ganzen "Mob" löschen? Wer bleibt denn da übrig? Musst du ein eigenes Forum aufmachen, ein jüdisches. Befürchte aber, dass du dann dennoch deine Widersacher findest... (Selbstgerechtigkeit ist keine Blüte des Alters...)

Gysi
__________________________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

freily ( Gast )
Beiträge:

11.03.2006 18:56
#148 RE: Strafanzeige antworten

Naja sternenkind,

wer Flöhe husten hört, der kann sich darüber aufregen, dass ich einen schwäbischen Satz voll ausgeschrieben habe, was ich auch befürchtete, als ich ihn schrieb.

Diese Bemerkung hat mit G*TT garnichts zutun und mit SEINEM NAMEN schon überhaupt nichts, denn das Wort G*TT ist allenfalls ein Teilstück seines Namens, aber wird auch in den Atheistischen Kreisen als Titel gesehen, falls ich richtig informiert bin.

Aber genau an dieser "besch*-*erten" Kleindünkelei liegt EUER Unvermögen begründet, große Zusammenhänge erkennen zu wollen.
freily®©

vanini Offline



Beiträge: 502

11.03.2006 22:42
#149 RE: Strafanzeige antworten

Zitat von freily
Aber genau an dieser "besch*-*erten" Kleindünkelei liegt EUER Unvermögen begründet, große Zusammenhänge erkennen zu wollen.

Immerhin aber ist "Kleindünkelei" immer noch erträglicher als die von dir perpetuierte Großdünklelei, welche nicht mal Ironie zu erkennen und zu verstehen in der Lage ist!

Und: Den Begriff "Zusammenhang" benützt du offenkundig auch nur, weil du andere davon reden hörst, und weniger, weil du erfasst, was damit eigentlich gemeint sein könnte...

freily ( Gast )
Beiträge:

12.03.2006 12:58
#150 RE: Strafanzeige - letzter Beitrag. antworten

In Antwort auf:
Immerhin aber ist "Kleindünkelei" immer noch erträglicher als die von dir perpetuierte Großdünklelei, welche nicht mal Ironie zu erkennen und zu verstehen in der Lage ist!

Naja kleiner vanini,

brauchst mal wieder eine kleine Nachhilfe Lektüre? Hast wohl Ironie mit Selbstironie verwechselt. Jaja, zuerst lachen die Hohlköpfigen um dann mit Hurra an den eigenen Klippen zu zerschellen, die sie anderen in den Weg stellen wollten. Lies mal nach was im Lexikon steht du Kleingeist der Ironie.

Ironie
[griechisch]

Verstellung, Verspottung, ursprünglich (bei Aristophanes) im tadelnden Sinn als Prahlerei. Durch Platon wurde die sokratische Ironie als Entlarvung vermeintlichen Wissens im Dienst echter Wahrheitsfindung gedeutet. In der romantischen Ironie war Ironie zunächst, aufgrund der missverstandenen Wissenschaftslehre Fichtes, die Überlegenheit des genialen Menschen, der über den Dingen steht, sie nicht ernst nimmt, sie und auch sich selbst, sein eigenes Tun (Selbstironie) jederzeit aufzulösen und zu überwinden vermag. In Auseinandersetzung mit der Romantik stehen die Ironietheorien Kierkegaards und der Gegenwart, wo Ironie und Humor (als warm und relativierend verstanden) oft gegenübergestellt werden.

Statt sich mit dem Thema Judentum zu beschäftigen, wie der Thread eigentlich heißt, muß man sich ständig mit Neid und Mißgunst beschäftigen, da ja an sich bekannt ist, dass Kleingeister zu anderem nicht fähig sind.

Da sich ja alle Ahteisten hier für besonders klug und gebildet halten habe ich ein kleines Bonbon für die Leser dieses Threads, die noch nicht voreingenommen sind.
Da will ich doch mal kurz erklären, was Atheist eigentlich für eine Definition ist, obwohl derartiges hier nicht erwünscht ist, aber es ist der einzige Weg, die Hohlköpfigkeit so mancher Schreiber hier aufzudecken.

Atheist
Gottesleugner im Sinn der Negation jeder Art göttlicher Wirklichkeit.

Aha, die Definition sagt aus, diese Atheisten sind Leugner göttlicher Wirklichkeiten.

Dies kann ich bestätigen, da ihr abstraktes Denkvermögen so beschränkt ist, dass sie nicht einmal in der Wirklichkeit erkennen können, dass es etwas "Höheres" gibt. Sie können sich nicht vorstellen, dass es "göttliche Wirklichkeiten" gibt, lt. den Definitionsgesetzen.

Unter der Definition der "Göttliche Wirklichkeiten" fallen zum Beispiel das Erkennen von Parallelwelten.
Die Mathematik lehrt uns, dass die Endlichkeit mit der Unendlichkeit als Gegenstück einhergeht, also Parallel dazu ist.

Doch die Atheisten leugnen diese "Göttlichkeit", da sie in der Summe ihres Denkens diese Parallelität nicht erklären können, verdrängen sie ganz bewußt DEREN Einfluß in die Wirklichkeit, obwohl gerade dieser Einfluß für feinfühlige Menschen erkennbar ist.

Der Kernpunkt dieser Göttlichkeit ist jedoch zum großen Teil auch die Sittlichkeit. Da diese im Laufe der Jahrhunderte aber dem jeweiligen Zeitgeist willfährig untergeordnet wird, ist dies der Ansatzpunkt der Atheisten den Versuch zu starten, diese Göttlichkeit (Übergeordnetheit einer Macht) mit einem Geplänkel über diesen Zeitgeist, dies auszuhebeln.

Da ich über solche Kleinlichkeiten mittlerweile Erhaben bin, sehe ich keinen Grund diese Einstellung als "Minderwertig" zu halten, da jeder Mensch sich selbst und eben G*TT verantwortlich ist und meistens erst nach dem Tod die nächste Stufe der Evolution erreichen wird, wobei die Ahteisten einen sehr,sehr schlechten Start haben werden, weil sie die jetzigen Möglichkeiten hochgradig verdrängen und das aus niederen Bewegründen, wie die juristische Formulierung dies so schön darstellt.

Man möge es mir zugestehen, dass ich in Zukunft in keine Diskussion eintreten werde, da ich es absehen kann, dass dieses Forum entweder einen besseren Administrator bekommt oder von der Staatsmacht ganz geschlossen wird, denn letzteres passierte schon ganz anderen Foren mit antisemitischer Äußerungen, wie der Beitrag des IMAD ist.


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