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Dieses Thema hat 646 Antworten
und wurde 101.595 mal aufgerufen
 Philosophie und Wissenschaft
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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

08.07.2010 19:34
#51 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Ich mag Schopenhauer auch.

Passend zur Fußballweltmeisterschaft möchte ich folgendes zitieren.

""Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen."

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 669

09.07.2010 15:09
#52 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Weils so gut läuft: Basic Schopenhauer - auch für mich. Achtung langatmige 1,5 Seitennach dem Büchlein von Margot Fleischer (das ich saugut finde). Keine Angst, die Einleitung setze ich schon noch fort:

Grundansatz für Schopenhauer ist die Philosophie von Kant, den er lobt und kritisiert. Er interpretiert Kant auf seine Art und überschreitet ihn auch, wie es Kant wohl nicht gebilligt hätte. So negiert er den kategorischen Imperativ und die Freiheit des Handelns [er negiert bekanntlich die Willensfreiheit].

Schopi: Die Hauptschriften Kants sind ihm die wichtigste Erscheinung, weiche seit Jahrtausenden in der Philosophiegeschichte hervorgetreten sind. Die Wirkung, welche sie in dem Geist, zu welchem sie wirklich reden [wer sie versteht] hervorbringen, finde ich im der Tat der Staroperation an einem Blinden gleich. Und er - Schopenhauer - ist der, der nach gelundender Operation dem Blinden die Starbrille in die Hand gibt.

Also: Ohne Kants „Operation“ [Kritik der reinen Vernunft] wird niemand philosophisch sehend, aber wenn der Operierte nicht Schopenhauers Brille aufsetzt, war die Operation ganz sinnlos. Es gibt nat. Kant-Kenner, die das wohl bestreiten.

Nun, worum ging es Kant? Um die fundamentale Unterscheidung der Dinge an sich selbst von ihren Erscheinungen [auf uns]. Dies sei Kants grösstes Verdienst und seine eigene (Sch's) Philosophie beruhe ganz auf ihr.

Aber wieso war die Unterscheidung für Kant wichtig. Seine Philosophie ist im Wesentlichen Vernunftkritik. Kritik heisst „scheiden“, was unsere erkennende Vernunft vermag, von dem, was sie nicht vermag. Kritik heisst daher, die Grenzen der Vernunft aufzeigen [Ergebnis vorweg: Es gibt keine Erkenntnis jenseits der Erfahrung. Wichtig mit Bezug auf die Rede von Gott (Theologie), was ja Hauptthema dieses Forums ist.]

In der KrV betrachtet Kant die zwei Stämme unseres Erkenntnisvermögens isoliert: Die Sinnlichkeit [Sinneserfahrung] und der Verstand.
Def: Die Sinnlichkeit ist das Vermögen, Vorstellungen zu empfangen, und diese Vorstellungen sind Anschauungen.
Def: Der Verstand ist das Vermögen, Vorstellungen selbsttätig hervorzubringen, und diese Vorstellungen sind Begriffe.
Sinnlichkeit und Verstand - Anschauungen und Begriffe sind nach Kant von gleichem Wert. Denn nur vereinigt geben sie uns Erkenntnis von Gegenständen: Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.

Bei der Betrachtung von Sinnlichkeit und Verstand je für sich, kommt Kant zum revolutionären Ergebnis, dass wir erkennend niemals die Dinge so zu fassen bekommen, wie sie an sich selbst sind, wie sie sind ganz unabhängig von unseren Erkenntnisbedingungen.

Die Wissenschaft von unserer Sinnlichkeit heisst bei Kant „transzendentale Ästhetik“ [diese hat nichts mit dem Schönen zu tun]. Sie untersucht Raum und Zeit. Denn alles, was uns durch die Sinne gegeben wird, ordnen wir in räumliche und zeitliche Verhältnisse, in Verhältnisse des Nebeneinander und des Nacheinander. Bei der kritischen Prüfung der Sinnlichkeit gelangt Kant zur „Idealität“ von Raum und Zeit. Das bedeutet: Raum und Zeit gibt es nur in unserer Vorstellung und durch uns, die vorstellenden Subjekte.
Schopenhauer: Wenn an den Aufschlüssen, welche Kants bewundernswürdiger Tiefsinn der Welt gegeben habt, irgendetwas unbezweifelt wahr ist, so ist es die trans. Aest., also die Lehre von der Idealität des Raumes und der Zeit. Sie ist so klar begründet, unwiderlegbar, Kants Triumph und gehört zu den höchst wenigen metaphysischen Lehren, die man als wirklich bewiesen und als eigtl. Eroberung im Feld der Metaphysik ansehen kann.

Nach ihr also sind Raum und Zeit die Formen unseres eigenen Anschauungsvermögens, gehören diesem, nicht den dadurch erkannten Dingen an, können also nimmermehr eine Bestimmung der Dinge an sich selbst sein, sondern kommen nur der Erscheinung derselben zu. Also Raum und Zeit sind die Grundanschauungsformen. Wir, die Anschauenden bringen sie mit - als die Bedingungen, unter denen allein wir etwas anschauen können. Das heisst nun aber: Raum und Zeit kommen den Dingen selbst, sowie sie sind und unabhängig davon, dass wir sie anschauen, überhaupt nicht zu. Die Dinge an sich selbst stehen nicht in räumlichen oder zeitlichen Verhältnissen. Und deshalb müssen wir von den Dingen an sich selbst unterscheiden die Dinge als Erscheinungen - die Dinge, so wie sie uns erscheinen unter den subjektiven Bedingungen unserer Sinnlichkeit.

Dazu sein angemerkt (Margot Fleischer): Es heisst, Raum und Zeit seien die Bedingungen, unter denen wir Menschen etwas anschauen können, so denkt es Kant - und auch Schopi. Schopi weicht aber darin von Kant auf sehr charakteristische Weise ab, dass er die subjektiven Bedingungen unseres Anschauens als „physiologische Bedingungen“ auffasst und sagt, unser Bewusstsein der Erscheinungen „beruhe auf einer organischen Funktion [was ihn modern macht]. Kant versteht das abstrakt philosophisch, den menschlichen Leib bringt er nicht ein.

Noch ein wichtiger Gedanke (MF): Es ist ein wichtiger, von Schopi immer wieder ausgesprochener Gedanke: das Raum und Zeit die Dinge individuieren. Das ist die alte philosophische Frage: Wodurch gibt es Einzelwesen? [Oder die Frage nach dem Ich: Was macht mich zu dem besonderen Wesen, das ich anscheinend bin?]. Was kommt dafür auf, dass die Dinge nicht nur durch ihre Wesen [ihre Natur] bestimmt sind, sondern dass Dinge mit demselben Wesen als voneinander verschiedene und getrennte existieren? Das kann man fragen z.B. bei Steinen, Hunden oder Häusern.

Da Schopi, wie sich zeigen wird, Platons Ideen (in verwandelter Form) übernimmt, besteht diese Frage auch für ihn; und er beantwortet sie eben, indem er Raum und Zeit als principium individuationis auffasst. Den lat. Ausdruck kann man übersetzen mit: Prinzip/Grund/Anfangsgrund der Vereinzelung, oder erweitert: der Einzelwesen. Leisten Raum und Zeit Vereinzelung? Das ist unbestreitbar. Denn: Was „hier und jetzt“ [hic et nunc] ist, ist dadurch von allem anderen, dass sonst noch in Raum und Zeit gegeben sein kann, unterschieden. Jetzt seiend, und nicht damals oder künftig.
Andersherum kann man sagen, dass das principium individuationis für Vielheit aufkommt - jedenfalls von Dingen [oder Wesen] derselben Art. ... Es gibt noch einen wichtigen 2. Teil dieser Betrachtung.

Nach Margot Fleischer: Schopenhauer (Herder/Spektrum/Meisterdenker), S. 55-59

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RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester)
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Das Leben ist eine mißliche Sache; ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken (Schopenhauer). - Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.191

09.07.2010 16:20
#53 Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Sag mal, Seneca: Wie fühlst du dich? Vereimerst du dich nicht selbst? Warum kannst du dich nicht normal verhalten - wo du doch so klug bist?

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FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

09.07.2010 21:05
#54 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Und vor allem: Was hast du davon, das alles in die Weltgeschichte zu pusten, wenn es keiner hier liest?

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

09.07.2010 21:45
#55 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Zitat
Und vor allem: Was hast du davon, das alles in die Weltgeschichte zu pusten, wenn es keiner hier liest?

Ja - das ist schade.
Könnte mancher hier noch was dazulernen!
Eine wirklich sehr gute und kurzgefasste Einleitung in die Philosophie.
Auch wenn es nicht unbedingt im Sinne des Forums ist - mich hat es überzeugt und ich lese inzwischen alle Beiträge Senecas.

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De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

09.07.2010 22:11
#56 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Zitat von seneca
Ausserdem findet man sie praktisch nirgends.



Warum du dann aber nicht einfach einen eigenen Blick für sie aufmachst, sondern sie hier postest, erschließt sich mir nicht.

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-Anonym

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 669

12.07.2010 16:50
#57 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Basic Schopenhauer 2 - Das hat jetzt nichts mit der Einleitungsvorlesung zu tun, was ein nettes Geplauder ist, mehr nicht. Wem sich diese nicht erschliesst ... nun, was soll ich dazu sagen? Was folgt (etwas mehr als 1 A4 S) zielt in den Kern der Schopenhauerschen Philosophie:

Margot Fleischer gibt im Folgenden eine gute Zusammenfassung des Bisherigen, und schafft das Problem elegant beiseite, dass Raum und Zeit anscheinend objektiv nicht existieren [natürlich existieren sie]:

Schopenhauer übernimmt also aus Kants transzendentaler Ästhetik das Ergebnis, dass Raum und Zeit den Dingen an sich selbst nicht zukommen, sondern nur den Dingen als Er-scheinung, den Dingen also, so wie sie sind für uns, in unserem Vorstellen, unter den Be-dingungen unseres Anschauungsvermögens.

Raum und Zeit individuieren aber die Dinge und kommen für die Vielheit auf. Schopi folgert: „Ist aber dem Ding an sich, d.h. dem wahren Wesen der Welt [wie dieses auch sein möge], Zeit und Raum fremd, so ist es notwendig auch die [daraus gefolgerte] Vielheit: folglich kann dasselbe in den zahllosen Erscheinungen der Sinnenwelt durch nur Eines sein, und nur das Eine und identische Wesen sich in diesem allen manifestieren. Und umgekehrt, was sich als ein Vieles, mithin in Zeit und Raum darstellt, kann nicht Ding an sich, sondern nur Erscheinung sein“.

Hier lässt sich - wenngleich für jetzt und nur vorläufig - ein Grundgedanke Schopenhauers fassen. Er spricht von DEM Ding [Einzahl] an sich, das ein Einziges sei [Plotin lässt grüssen]. Er erklärt dies für eine Konsequenz aus Kants Philosophie, die Kant selbst nicht gezogen habe. Das Ding an sich ist Eines; Vielheit in Raum und Zeit gehören ganz in die Sphäre unseres Vorstellens, gibt es nur für unser Vorstellen und in ihm [Damit wird klar, dass Schopenhauer einer der ersten radikalen Konstruktivisten ist].

„Vorstellung“ und „Erscheinung“ bedeutet bei Schopi weniger als bei Kant. - Vorstellung ist bei Schopi nämlich „blosse Vorstellung“, „nur Vorstellung“ und Erscheinung rückt in die Nähe von Schein. Schopi führt die Gedankenlinie weiter: Zuvor hiess es: „was sich als ein Vieles, mithin in Zeit und Raum darstellt [zeigt], kann nicht Ding an sich, sondern nur ERSCHEINUNG sein.“ Schopi nennt dies nun die „Lehre, dass alle Vielheit“ nur scheinbar sein, dass in allen Individuen dieser Welt, in so unendlicher Zahl sie auch, nach und nebeneinander sich darstellen, doch nur Eines und das selbe, in ihnen allen gegenwärtige und identische, wahrhaft seiende Wesen sich manifestiere [nehmen wir als Beispiel den Fussballfan; trotz aller Verschiedenheit ist ein gemeinsamer Kern vorhanden; das ist schon fast platonisch].

Diese Lehre ist freilich lange vor Kant, ja, man möchte sagten, von jeher dagewesen [Hinduismus]. Und zwar im ältesten Buch der Welt, den hl. Veden, deren dogmatischer Teil, oder vielmehr esoterische Lehre, und in den Upanischaden vorliegen. Man sieht, wie selbstverständlich Schopi, nachdem er R+Z als principium individuationis gefasst hat, von Kant her auf die altindische Weisheit zurückgeht. Er setzt dabei für die Erscheinungen einen Akzent, der bei Kant fehlt, wie in der folgenden Äusserung deutlich wird.“Gehört demnach Vielheit und Geschiedenheit [Unterscheidbarkeit] allein der blossen Erscheinung an, und ist es Ein und das selbe Wese, welches in allem Lebenden sich darstellt, so ist diejenige Auffassung, welche den Unterschied zwischen Ich und Nicht-Ich aufhebt, nicht die irrige: vielmehr muss die ihr entgegengesetzte dies [richtig] sein. Auch finden wir diese letztere von den Hindus, mit dem Namen MAYA, d.h. Schein, Täuschung, Gaukelbild bezeichnet.“ Und zwar sind mit Erscheinungen nicht nur die Dinge ausser uns gemeint, sondern auch wir Menschen selbst - als leibliche Wesen, die im Raum und in der Zeit sind, ja als vorstellende Wesen, die ihre eigenen Zuständen in zeitlicher Folge vorstellen.

Die „wahre“ Auffassung, dass es ein und dasselbe Wesen ist, welches in allen Erscheinungen sich darstellt, durchschaut gerade auch die Unterschiede der menschlichen Individuen von den Dingen, ja sogar voneinander, als Schein, als Täuschung, als Gaukelbild. An sich ist alles Eins, alle Dinge [v.a. Tiere und Pflanzen] und alle Menschen [Wir sind alle Emanationen des (göttlichen) Einen, sagt Plotin. Deshalb ist Schopenhauer für das Mitleid mit allen Lebewesen. Er ist für die Achtung von Mensch und Tier].

Trotz dieser alten Erkenntnis halten die Menschen das Viele und die Vielen für das Reale, weshalb Schopenhauer oft vom Schleier der Maya spricht, den es zu zerreissen mindesten zu durchschauen gelte. Für die menschliche Selbsterkenntnis und das menschliche Selbst-verständnis bedeutet dies (Zerr. des Schleiers der M.) pointiert: Die Kenntnis, die wir von uns haben, ist keineswegs eine vollständige und erschöpfende, vielmehr sehr oberflächliche, und dem grösseren, ja hauptsächlichen Teil nach sind wir uns selber unbekannt und ein Rätsel; oder, wie KANT sagt: Das ICH erkennt sich nur als Erscheinung, nicht nach dem, was es an sich sein mag [das Ich erkennt sich nicht oder nur bruchstückweise, weil es ein wechselhaftes Konstrukt ist]. Jenem andern Teil nach, der in unsere Erkenntnis fällt, ist zwar jeder vom Andern gänzlich verschieden: aber hieraus folgt noch nicht, dass es sich ebenso verhalte hinsichtlich des grossen und wesentlichen Teiles, der Jedem verdeckt und unbekannt bleibt. Für diesen [unbek. Teil] ist also wenigstens die Möglichkeit übrig, dass er in Allen Eines und identisch sei.“

Später wird sich zeigen, dass Schopi den grossen, wesentlichen, im Sinne strenger Erkenntnis uns unbekannten Teil in uns doch bestimmt, indem er nämlich „das“ Ding an sich denkt und bestimmt. - Damit meint er den in allem und jedem wirkenden blinden Willen, von dem er aber nur die Auswirkungen und Erscheinungen beschreiben kann, weil ja das Ding an sich nicht erkannt werden kann.]

Mit dem Ausgeführten stiess Margot Fleischer (Schopenhauer, Herder/Spektrum/Meisterdenker) auf wenigen Seiten (S. 59 f.) in den Kern der Schopenhauerschen Philosophie vor.

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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

12.07.2010 18:04
#58 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Sagt dir der Schopenhauer auch wann du aufs Klo gehen sollst,oder kriegste das ganz alleine hin?

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

12.07.2010 18:41
#59 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Zitat
Basic Schopenhauer 2 - Das hat jetzt nichts mit der Einleitungsvorlesung zu tun, was ein nettes Geplauder ist, mehr nicht. Wem sich diese nicht erschliesst ... nun, was soll ich dazu sagen? Was folgt (etwas mehr als 1 A4 S) zielt in den Kern der Schopenhauerschen Philosophie:

Ja wenn wir es lesen würden, seneca! Es ist nicht schwer - aber furchtbar lang und öde.

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89 ( gelöscht )
Beiträge:

12.07.2010 19:43
#60 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Zitat von Stan
Ich mag Schopenhauer auch.

Ich nur bedingt. Aber ich mag Heine und deshalb:

Zitat

Passend zur Fußballweltmeisterschaft möchte ich folgendes zitieren.

"Noch immer das hölzern pedantische Volk, / noch immer ein rechter Winkel / In jeder Bewegung, und im Gesicht / Der eingefrorene Dünkel."
Heinrich Heine "Deutschland - Ein Wintermärchen"

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 669

13.07.2010 17:52
#61 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Hier die lange erwartete Fortsetzung von Schopenhauers Einleitungsvorlesung . Sorry, wenn Schopi etwas hölzern teutsch tönt, ich habe es so gut als möglich gerafft:

Nachdem nun das Licht der wiederauflebenden klassischen Literatur [Renaissance] seine Strahlen in die Nacht der Scholastik warf und ihre Nebel zerstreute, die Geister empfänglich für das Bessere gemacht und zugleich der Kirche einen Stoss versetzt hatte, auf den bald ein viel ernstlicherer folgte: die Reformation:, da traten endlich am Ende des 16. Jh. Männer auf, welche durch Lehre und Beispiele zeigten, dass auf diese Zeit. wo man nur auf die Offenbarung hoffte und gewisse Schriften der Alten, dennoch wieder andere folgen konnten, in denen die Menschheit aus dem Zustand der Unmündigkeit heraustreten und wieder die eigenen Kräfte gebrauchen und auf eigenen Beinen stehen konnte.

Schon Cardanus (Humanist) gab ein Beispiel des eigenen Forschens in der Natur und des eigenen Denkens über das Leben. Besonders aber trat Bako von Verulam [Francis Bacon] auf und reformierte den ganzen Geist der Wissenschaften. Statt des Weges, den die ganze Scholastik und z.T. selbst die Alten [Denker des Altertums] gegangen waren, vom Allgemeinen zum Besonderen, vom Abstrakten zum Anschaulichen, welches der Weg des Syllogismus ist, stellt er also den allein rechten, den umgekehrten Weg dar, den vom Besonderen zum Allgemeinen, vom Anschaulichen zum Abstrakten, vom Fall zur Regel, den Weg der INDUKTION, die allein ausgehen kann von der Erfahrung - Er hatte es nicht auf spekulative Philosophie abgesehen, sondern auf empirisches Wissen, besonders auf Naturwissenschaft. Alle die grossen Fortschritte, dieser in den letzten 200 Jahren, vermöge welcher unsre Zeit auf alle früheren wie auf Kinder herabsieht, haben ihren Ursprung und Ausgangspunkt in der Reform Bako’s; diese freilich war durch den Geist der Zeit herbeigeführt. Was Luther in der Kirche, ist Bako bei den Naturwissenschaften. In der Philosophie wurde er, obwohl er selbst nicht spekulierte, noch weniger ein System schuf, Anlass und indirekter Urheber des eigentlichen Empirismus, der sich schon ganz deutlich aussprach in seinem jüngeren Zeitgenossen HOBBES, und endlich ganz vollendet sich hervortat in LOCKE, dessen System eine notwendige Stufe zu sein scheint, auf der der menschliche Geist einmal stehen musste. - In England herrscht Locke eigentlich noch jetzt [z.Zt. Schopis]. Es ist ganz in Bako’s Geist, dass man dort unter natural philosophy Experimental-Physik und unter philosophical transactions die unphilosophischeste aller Sammlungen, nämlich reine Erzählungen sehr schätzbarer Erfahrungen versteht.

Seit dem Anfang des 17. Jh. können wir in Europa zwei verschiedene philosophische Stämme unterscheiden: den englischen und den französisch-deutschen. Obgleich sie aufeinander wechselseitig einwirken, sind sie eigentlich doch getrennt und verschieden und gehen jede für sich. Den englischen bilden, Bacon, Hobbes, Locke, Hume deren Lehren durchaus im Zusammenhang stehen und im selben Geist sind [sie sind alle Atheisten]. Der französisch-deutsche Stamm bilden Cartesius [Descartes], Mallebranche, Leibnitz, Wolf [Kants Vorgänger].

Eigentlich ganz unabhängig von beiden Stämmen, dem Geiste nach, wiewohl unter dem Einfluss ihrer Form, stehen zwei Männer am Ende des 16. und Anfang des 17. Jh., in denen unstreitig viel grösserer philosophischer Tiefsinn, Ernst und Kraft lebte, als in allen jenen: Jordanus Brunus [Giordano Bruno] und Benedictus Spinoza. Sie gehören nicht ihrem Jh., noch ihrem Weltteil an, die dem Einen mit dem Tod [auf dem Scheiterhaufen] und dem Andern mit Verfolgung und Schimpf [Ausschluss aus dem Judentum mit allen seinen Verfluchungen] lohnten, und denen sie immer fremd blieben.

Ihre geistige Heimat war Hindostan [Indien]. dort waren und sind ähnliche Ansichten zu Hause. Man könnte im Scherz sagen, sie waren Bramahnenseelen, in europäische Leiber inkarniert. Sie haben keine Sekte gestiftet und eigentlich nicht auf den Geist ihrer Zeit, noch auf den Gang der Philosophie unmittelbar eingewirkt. Die Zeit war nicht reif für sie: Ihnen sollte erst viel später, im 19. Jh. die gebührenden Ehre zuteil werden. Beide, Bruno und Spinoza, waren erfüllt und durchdrungen von dem Gedanken, dass, so mannigfaltig auch die Erscheinungen der Welt seien, es doch ein Wesen sei, welches in ihnen allen erscheine, welches durch sie allein da wäre, sich ungehindert äussert und ausser welchem es nichts gäbe; daher in ihrer Philosophie Gott als Schöpfer [ausserhalb] keinen Raum findet, sondern die Welt selbst, weil sie durch sich selbst ist, von ihnen Gott genannt wird [Die Welt und alle Wesen sind durch sich selbst]. Bruno unterscheidet sehr deutlich das innere Wesen der Welt (die Weltseele, was aber keine Person ist) und dessen Erscheinung, der den Schatten (ombra) oder das Abbild (simolacro) jenes nennt [BTW: Zum simulacrum von Lukrez bis Derrida Siehe http://wapedia.mobi/de/Simulakrum ]
Er sagt, das, was die Vielheit der Dinge macht, nicht jenem inneren Wesen der Welt zu-komme, sondern nur dessen Erscheinung, dass jenes innere Wesen in jedem Ding der Natur ganz wäre, denn es sei unteilbar: Endlich, dass im Wesen an sich der Welt Möglichkeit und Wirklichkeit [Akt und Potenz bei Aristoteles] dasselbe seien. - Zu Spinoza später.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.191

13.07.2010 21:10
#62 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Seneca, für wen machst du das eigentlich?

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Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

13.07.2010 22:11
#63 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Gysi, die einfachste Antwort scheint die richtige ... für sich selbst!

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89 ( gelöscht )
Beiträge:

13.07.2010 22:13
#64 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Ist auch eine Art von Spam....

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

13.07.2010 23:11
#65 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Ach, soll er doch... Mich sieht dieser Thread nicht mehr.

Zitat von 89
Ist auch eine Art von Spam....

Dito.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.191

14.07.2010 09:46
#66 Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Stimmt, er macht das für sich selbst. Aber was hat er davon?

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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

14.07.2010 11:51
#67 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Zitat von Gysi
Stimmt, er macht das für sich selbst. Aber was hat er davon?



Im Prinzip ist das Wi...äh Selbstbefriedigung.

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

14.07.2010 12:14
#68 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Zitat
Im Prinzip ist das Wi...äh Selbstbefriedigung.



Wenn man sich ehrlich ist, besteht doch das ganze Leben aus nix anderem.
Seneca machts halt auf diese Art und Weise.

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-Anonym

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.191

14.07.2010 13:02
#69 Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Zitat von Relix
Wenn man sich ehrlich ist, besteht doch das ganze Leben aus nix anderem.
Seneca machts halt auf diese Art und Weise.

Da ist was dran. Und Seneca hat immerhin die Hoffnung, dass er über das Forum einen - Jünger findet...

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seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 669

14.07.2010 17:19
#70 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Alinardus de Grottaferrata [ist noch schöner als Baco de Verulam]
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst! -Jaaaaa, anything goes - Feyerabend, den ich jetzt mache.

Ich will hier weder Jünger noch Proselyten machen, noch eine Gefolgschaft gründen ("Sekte" kommt bekanntlich von sequi = folgen, so meint es Schopenhauer, wenn er dies gleich setzt mit "Schule"), sondern verstehen, was ich hier verklickere: Mache es also tatsächlich für mich selber. Und wenn jemand Freude daran hat, vlt. einen Nutzen daraus zieht, umso besser. Lukrez, dank sei ihm, liest die Posts.

Aber ihr lieben Kritiker nehmt doch überhaupt zu nichts inhaltlich Stellung, ob das gut ist oder ein Mist, was Schopenhauer erzählt, weil dies zu lesen anscheinend eine Zumutung ist. Man ist sodann völlig frei, gewisse Teile von Schopenhauer zu übernehmen oder abzulehnen, oder anders zu gewichten etc.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.191

14.07.2010 17:37
#71 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Zitat von Seneca
Aber ihr lieben Kritiker nehmt doch überhaupt zu nichts inhaltlich Stellung, ob das gut ist oder ein Mist, was Schopenhauer erzählt, weil dies zu lesen anscheinend eine Zumutung ist.

Wir nehmen zu dir Stellung. Und dazu kommt von dir nichts.

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

14.07.2010 18:20
#72 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Zitat
Da ist was dran. Und Seneca hat immerhin die Hoffnung, dass er über das Forum einen - Jünger findet...

Und ausgerechnet ich, für den das alles nichts neues beinhaltet, lese ihn!
Aber so eine Auffrischung finde ich immer gut.
Übrigens: Was wird hier sonst im Sommerloch auch angeboten?
Basic Philosophy und Schopenhauer finde ich halt immer gut.

Nur noch eine Woche und dann geht es 14 Tage in die Internetpause!

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De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 669

15.07.2010 16:30
#73 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Hier die Fortsetzung der Einleitung. Ich habe es so auf die Reihe gebracht, dass ich es selber einigermassen verstehe. Verstehen tut es, wer nebst einem gewissen Wohlwollen schon eine gwisse Ahnung mitbringt, wie Lukrez.

Spinoza lehrt im Ganzen dasselbe wie Bruno; er lebte gleich nach diesem. Ob er ihn gekannt hat, ist ungewiss, doch höchst wahrscheinlich. Was Schopenhauer über Spinoza sagt, ist nicht auf der Höhe seines Wissens. So behauptet er, was nicht stimmt: Er hatte weniger Gelehrsamkeit, besonders weniger antike Literatur inne, als Bruno, was zu bedauern ist, denn er bleibe, was den Vortrag, die Form der Darstellung betrifft, ganz befangen in dem, was die Zeit bot, in den Begriffen der Scholastik, in der Demonstrier-(Beweis-)methode, die er mathematisch [more geometrico: nach geometrischer Manier] nennt, im Gang und in den Beweisen des Cartesius, an dessen Philosophie er die seinige unmittelbar knüpft. Er bewegt sich daher mit grosser Mühe in diesem Apparat von Begriffen und Worten, die gemacht waren, ganz andere Dinge auszudrücken, als er zu sagten hatte, und mit denen er stets kämpfen muss. Bruno hatte auch Kenntnis der Natur, dem Spinoza zu fehlen scheint [oder weniger interessiert]. Bruno stellt alles mit italiänischer Lebhaftigkeit dar, in Dialogen. Spinoza, der Holländer bewegt sich schwer und bedächtig ... [Das sind Stilfragen]

Indessen lehren beide dasselbe, sind von derselben Wahrheit, demselben Geist ergriffen, und es ist nicht zu sagen, welcher tiefer eingedrungen ist, obwohl Spinoza gründlicher, me-thodischer, ausführlicher zu Werk geht. Er lehrt besonders , dass das Eine bestehende Wesen [was missverständlich ist, Spinoza spricht von der einen Substanz] zwei Formen seiner Erscheinung habe, Ausdehnung [res extensa, das ausgedehnte Ding] und Denken [res cogitans, das denkende Ding], worunter er Vorstellen versteht, sah aber nicht ein, dass die Ausdehnung [Raum] selbst zur Vorstellung gehört, daher nicht der Gegensatz sein kann. - Was Schopenhauer über Spinozas Lehre sagt, ist sehr unvollständig. Die beiden cartesianischen Begriffe Ausdehnung [Dinge] und Denken [oft missverständlich als "Geist" bezeichnet] sind die einzigen der unzähligen Attribute der einen Substanz [= Gott = Natur; Spinoza ist Monist i.Gs. zu Descartes]. Dinge und Menschen sind Modi (Mz. von modus = Seinsweisen) der einen Substanz. Spinoza richtig zu verstehen, ist nicht einfach. Mit dem Begriff Pantheismus allein wird man ihm nicht gerecht. Wen Spinozas Lehre interessiert, google mit attribute und modi und man stösst auf einige Aufsätze: Folgenden Artikel (engl.) über Spinoza finde ich am gehaltvollsten: http://www.friesian.com/spinoza.htm
Mit der Ethik stehe es bei beiden schlecht. Bruno gibt gar keine. … Sonderbar sei das Spinoza sein Hauptwerkt „Ethik“ nennt.

Die Philosophie war seit alters her teils Dogmatismus [Idealismus] teil Skeptizismus [Realismus] gewesen, deren Krieg durch alle Jh. gedauert hat und sich in den mannigfaltigsten Sekten sich dargestellt hat. Bis Kant endlichen diesen Streit auf immer entschieden hat durch die Untersuchung des Subjekts, d.h. der Erkenntniskräfte, um ein für allemal festzusetzen, was sich, auf dem Wege, den man bisher als den allein möglichen angesehen hatte, leisten lassen könne.

Dieser Weg bestand darin, dass man die Aussenwelt, die Objekte, als für sich bestehende schlechthin reale Dinge betrachtete und dennoch nach Grundsätzen, die vor aller Erfahrung gewesen wären, entscheiden wollte, wie ein für allemal solche Dinge beschaffen sein müssten: dies man Ontologie [Lehr vom Sein]. Kant zeigte, dass eben weil man vor aller Erfahrung über ihre Beschaffenheit urteilen [Aussagen machen] könne, sie keine Dinge an sich wären, sondern [nur] Erscheinungen.

Und diese Wahrheit, dass eben weil wir über die Beschaffenheit der die vorhandene Welt ausmachenden Dinge das Allgemeinste durchaus vor aller Erfahrung, d.i. a priori wissen, diese Dinge schlechterdings nur Erscheinungen sind, nicht Dinge an sich, nicht so, wie sie erscheinen, für sich bestehende Wesen, und der hieraus entspringende Unterschied zwischen Erscheinung und Ding an sich: Das ist der Kern der ganzen Kant’schen Philosophie, die Erkenntnis davon ist der Geist derselben. - Nachher folgt ein Lob Kants und seiner Lehre, welcher aber die Vollendung fehle, die er [Schopi] geleistet habe (ist bald fertig).

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RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester)
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Das Leben ist eine mißliche Sache; ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken (Schopenhauer). - Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.191

15.07.2010 17:36
#74 Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

Zitat von Seneca
Verstehen tut es, wer nebst einem gewissen Wohlwollen schon eine gwisse Ahnung mitbringt, wie Lukrez.

Da haben wir's doch: Alle sind doof, und du bist schlau! Lukrez ist nicht ganz so doof wie der Rest. Und du bist der, der uns durch die Finsternis leuchten will. Aber nur bei Beibehaltung der von dir empfohlenen Rollenverteilung und geistesherrschaftlichen Dünkel-Rhetorik. Der Abstand muss gewahrt sein. Du funktionalisierst die Philosophie wie Despoten die Religion funktionalisierten. Hast du das nötig?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

16.07.2010 08:22
#75 RE: Basic philosophy: Idealismus und Realismus antworten

In diesem Zusammenhang fällt mir auf,das wir gar keinen "Gähn-Smilie" haben.

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