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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 161 Antworten
und wurde 5.538 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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TheDevilsAdvocate Offline

Skeptic


Beiträge: 841

12.08.2010 16:40
#126 Off-Topic Richard Dawkins antworten

Zitat von Alinardus

Zitat
Er ist immerhin einer der anerkanntesten Evolutionsbiologen der Welt. Oder meinst du, er wird als Religionskritiker überschätzt?



Na ja ich habe sein Buch noch immer nicht gelesen und habe es warscheinlich auch nicht vor.




Wie will man eine fundierte, eigene (kritische) Meinung dazu bilden können, wenn man das Werk "Der Gotteswahn" nicht kennt?

Aber Dawkins hat wie gesagt auch so viel Kritik aus den eigenen Reihen, mit den Worten... "da gibt es bessere" oder "man kann auch besser Argumentieren"

Wenn diese vermeintlich Besseren[sic] es denn mal auch tun würden. Sicherlich gibt es mittlerweile viele atheistische Publikationen und manche werden freilich "bessere Argumente" enthalten, aber worum ging es Dawkins überhaupt? In erster Linie darum, dass man als Atheist das Recht hat sich öffentlich zu outen und es getrost auch tun sollte. Und dies hat er auf eine Art und Weise geschafft (v.A. in Amerika und England), wie keiner zuvor, meines Erachtens. Und seine Publikation hat weitere Werke angespornt auf beiden Seiten. Give the man credit, where its due.


Ich finde man macht gerade wegen seine recht agressiven Art einen zu großen Bohei um den Kerl, den er evtl. nicht verdient hat.


Auch dies kann ich nicht nachvollziehen. Hier im Forum wird z.T. weitaus aggressiver und oberflächlicher argumentiert, im Endeffekt mit ein paar dahergelaufenen Gläubigen. Dawkins hat es geschafft dieses Thema auf eine globale Ebene zu verfrachten. Und wenn er schon eine aggressive Art hat? Dürfen Atheisten nicht leidenschaftlich argumentieren und für ihre Überzeugungen einstehen? Ich habe viele Diskussionen und Vorträge Dawkins verfolgt und verfüge über ein Großteil seiner Werke. Ich finde er argumentiert i.d.R. sachlich und eloquent, keineswegs "aggressiv", es sei denn man möge Sarkasmus und Direktheit dazu zählen.

ich glaube ausser seiner "harten Worte", die man ihm nachsagt, hat er dem Dialog auch nicht neues hinzugefügt.

Ist der Erfolg daran bemessen, ob Dawkins etwas neues hinzugefügt haben soll zu dieser Debatte? Ich denke wir verkennen die Situation hier in Deutschland ein wenig. Die Kreationismusstreitereien in den USA, oder die Einforderung der Sharia für alle Bürger, seitens muslimischer Gruppierungen in England, die Kontroverse über neue Blasphemiegesetze in Irland, England, etc., nur einige Beispiele, wie es momentan zugeht, erscheint uns in diesem Lande manchmal (noch) befremdend. Noch haben wir die Gelegenheit uns dagegen zur Wehr zu setzen. Dawkins steht dabei an vorderster Front. Was haben "wir" bisher dazu beigetragen?

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...Prüfet alles, das Gute behaltet... (1 Thess 5,19-21)

"It is a capital mistake to theorize before one has data. Insensibly one begins to twist facts to suit theories, instead of theories to suit facts." S. Holmes

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.201

12.08.2010 16:47
#127 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von Radiogucker
wie gut das ich kein atheist bin, sondern nur nicht an gott/götter glaube.

Ein A-theist ist keiner, der an A-llah glaubt, sondern einer, der nicht an Gott und die Götter glaubt....

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

12.08.2010 16:51
#128 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

dann darf ich auch nicht an gott/götter glauben, ohne viele bücher zu lesen? danke.


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
"Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt." (Kurt Schumacher, SPD)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.201

12.08.2010 16:57
#129 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Schmidt-Salomon und Helge Nyncke haben ein Bilderbuch rausgebracht: "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" - das reicht.

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radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

12.08.2010 17:07
#130 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von Gysi
Schmidt-Salomon und Helge Nyncke haben ein Bilderbuch rausgebracht: "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" - das reicht.


kommt bei mir zu spät, aber vielleicht kann ichs verschenken

die, die nicht an diesen unsinn wie gott/götter glauben, haben eigentlich als einzige überhaupt eine chance, den einfluss sämtlicher islam-weiss-wäscher zumindest aufzuzeigen. allen angehörigen anderer kirchen würde sofort der vorwurf der missionierung gemacht werden.
ist schon mal jemanden die idee gekommen, religionsuntericht an den schulen durch verfassungsrecht zu ersetzen? ja, kam aber wohl von den falschen.


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radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

12.08.2010 17:16
#131 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

wenn die abergläubischen den tod für immer begreifen würden, käme wohl auch keiner auf die idee, sich von den religiösen vereinen knechten zu lassen, wenn das einzige leben ziemlich sch... ist.


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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.201

12.08.2010 17:20
#132 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von Radiogucker
ist schon mal jemanden die idee gekommen, religionsuntericht an den schulen durch verfassungsrecht zu ersetzen?

Oh, schon. In Berlin gab es doch vor einem Jahr die Abstimmung Ethik vs. Religion. Tun tut sich schon was... Ein bisschen...

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Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

12.08.2010 21:19
#133 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat
Wie will man eine fundierte, eigene (kritische) Meinung dazu bilden können, wenn man das Werk "Der Gotteswahn" nicht kennt?



Wo habe ich den bitte gesagt, das meine Meinung fundiert sein.

Ausserdem muss man nicht alles lesen, was so gerade "IN" ist zum Thema Atheismus.

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Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

TheDevilsAdvocate Offline

Skeptic


Beiträge: 841

12.08.2010 21:32
#134 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von Alinardus

Zitat
Wie will man eine fundierte, eigene (kritische) Meinung dazu bilden können, wenn man das Werk "Der Gotteswahn" nicht kennt?



Wo habe ich den bitte gesagt, das meine Meinung fundiert sein.

Ausserdem muss man nicht alles lesen, was so gerade "IN" ist zum Thema Atheismus.




Wo habe ich denn bitte gesagt, dass man alles lesen muss, was so gerade "IN" ist zum Thema Atheismus?

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.201

12.08.2010 21:44
#135 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von TDA
Wo habe ich denn bitte gesagt, dass man alles lesen muss, was so gerade "IN" ist zum Thema Atheismus?

Müssen tut man gar nichts. Aber interessieren könnte das eine oder andere. Da kommt's drauf an, was man will.
Es gibt Atheisten mit verschiedenen Motivationsgraden:

- die, denen Religion null juckt

- die, die persönlich Probleme mit der Religion haben oder hatten und Feuer für ihre neue Positionierung brauchen

- die, die Religion als gesellschaftliches Problem sehen und ihr rhetorisches und informatorisches Besteck schleifen wollen, um in Diskussionen mitzumischen - und interessiert die Bewegung verfolgen.

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Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

12.08.2010 22:20
#136 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat
Wo habe ich denn bitte gesagt, dass man alles lesen muss, was so gerade "IN" ist zum Thema Atheismus?



@ Devil ... Schachmatt ... haste mich

@gysi

Würde mich, wie viele im Forum denke ich in die 3 Kategorie einreihen.

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radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

12.08.2010 22:31
#137 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von Gysi

Es gibt Atheisten mit verschiedenen Motivationsgraden:

- die, denen Religion null juckt

- die, die persönlich Probleme mit der Religion haben oder hatten und Feuer für ihre neue Positionierung brauchen

- die, die Religion als gesellschaftliches Problem sehen und ihr rhetorisches und informatorisches Besteck schleifen wollen, um in Diskussionen mitzumischen - und interessiert die Bewegung verfolgen.



du hast mich gefragt, wie ich so ticke in richtung religion. ganz klar auch kategorie 3 mit tendenz zu

- die, die religion als gefahr für gesellschaftliches zusammenleben, freies denken und handeln sowie als gefahr für die garantierten grundrechte nach charta und verfassung sehen


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

12.08.2010 22:42
#138 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von radiogucker
naja, ich bin immer wieder überrascht, wievielen menschen die fähigkeit gegeben wurde, den sogenannten gesunden menschenverstand zu ignorieren.




Ah...noch einer der meine Ansicht das Glauben eine Fähigkeit ist teilt.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

12.08.2010 22:48
#139 RE: Off-Topic Richard Dawkins antworten

Zitat von TheDevilsAdvocate

Wenn diese vermeintlich Besseren[sic] es denn mal auch tun würden. Sicherlich gibt es mittlerweile viele atheistische Publikationen und manche werden freilich "bessere Argumente" enthalten, aber worum ging es Dawkins überhaupt? In erster Linie darum, dass man als Atheist das Recht hat sich öffentlich zu outen und es getrost auch tun sollte. Und dies hat er auf eine Art und Weise geschafft (v.A. in Amerika und England), wie keiner zuvor, meines Erachtens. Und seine Publikation hat weitere Werke angespornt auf beiden Seiten. Give the man credit, where its due.





Richtig....er mag z.T.übers Ziel hinaus geschossen haben,aber das tut die "Gegenseite" schon seit Jahrhunderten.
Mir scheint das erst seit seinem Buch öffentlich wahrgenommen wird,das es uns gibt.

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

13.08.2010 12:00
#140 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von Stan

Ah...noch einer der meine Ansicht das Glauben eine Fähigkeit ist teilt.



selbstredend, warum sollten sonst die religionsgemeinschaften so viel zeit und geld aufwenden, wenn glaube keine fähigkeit wäre die es zu fördern gilt?


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.201

14.08.2010 08:21
#141 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von Radiogucker
- die, die religion als gefahr für gesellschaftliches zusammenleben, freies denken und handeln sowie als gefahr für die garantierten grundrechte nach charta und verfassung sehen

Erfreulich, dass immer mehr Menschen die Religionen politisch sehen. Vor 10 Jahren hatte ich noch die absolute Wahrnehmung, dass beinahe alle sie als eine Privatsache sehen, die man als Atheist nur zu ignorieren hätte...

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89 ( gelöscht )
Beiträge:

14.08.2010 09:57
#142 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von Gysi
Erfreulich, dass immer mehr Menschen die Religionen politisch sehen. Vor 10 Jahren hatte ich noch die absolute Wahrnehmung, dass beinahe alle sie als eine Privatsache sehen, die man als Atheist nur zu ignorieren hätte...


Dass das religiöse politisch gesehen werden muss, damit gehe ich absolut konform.
Aber sehr oft wird gerade von Religiösen gefordert, ihre Religiösität privat auszuleben und keinen damit zu behelligen. Aber dies halte ich in allerletzter Konsequenz sogar für falsch. Es ist wie mit einem NPD-Verbot, ein solches wäre in meinen Augen kontraproduktiv, da sich verdeckte Strukturen bilden, die noch weniger zu hinterfragen sind. Ähnlich verhält es sich mit der "privaten" Religiösität.

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

14.08.2010 10:38
#143 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Unsinn, der Vergleich geht nun gar nicht.
Die Religionsausübung kann gar nicht "privat" sein, schließlich sind die Kirchen in Städten und Dörfern nicht zu übersehen. Ich möchte viele von ihnen auch nicht missen, obwohl ich sehr dafür wäre, daß die häßliche katholische Kirche hier im Ort abgebrochen würde. (Würde genügen, den Turm abzubrechen, das andere wäre dann als Fabrikhalle zu gebrauchen - sieht jetzt schon so aus wie eine). Ich will damit sagen, daß viele Kirchen rein äußerlich doch recht schön anzusehen sind, mal ganz abgesehen von denen, die als Baudenkmäler gelten. Und so eine Fronleichnamsprozession in Bayern ist ein recht hübsch anzusehendes Schauspiel.
Wir brauchen die strikte Trennung von Kirche und Staat, die im Grundgesetz steht und seit Bestehen der Bundesrepublik krass mißachtet wird. Die Kirchenfürsten, die in Wahrheit Politiker sind, sollten auf ihr Amt beschränkt werden, sie haben in politischen Funktionen nichts zu suchen.
Die christliche Religion (und nicht nur diese) hat in der Vergangenheit zu viel Unheil angerichtet. Und sie tut es noch immer. Alle Sozialeinrichtungen der Kirchen werden zu 80 bis 90 Prozent vom Staat oder den Gemeinden bezahlt. Nicht einmal auf diesem Gebiet, um das sie einen großen Buhei machen und sich damit brüsten, sind sie effektiv. Schaffen wir die Kirchensteuer und vor allem die Kirchensubventionen ab und machen daraus eine "Sozialabgabe" für alle (die dann sogar erheblich niedriger wäre), und wir können die Krankenhäuser, Altenheime und Kindergärten voll aus der Staatskasse finanzieren.
Der Bischof müßte dann halt aus den Kollekten leben und statt eines Daimler mit Chauffeursnonne seinen Ford Ka selber fahren. (Jesus ging zu Fuß oder ritt einen Esel). Wieso bekommt er elftausend Euro Gehalt aus der Staatskasse? Wozu braucht er ein solches Einkommen?
http://www.stop-kirchensubventionen.de/bischoefe.html
Ihr seht, die "Sozialabgabe" statt Kirchensteuer und Subventionen wäre ein Pfifferling - und man könnte das Pflegepersonal auch noch viel besser bezahlen.

_____________________________________
Glaubst du noch oder denkst du schon?

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

14.08.2010 14:00
#144 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

ich bin nicht ganz deiner meinung. natürlich sehe auch ich die eigentlich verankerte trennung als nicht vollzogen, allerdings kann keiner die enge kulturelle und gesellschaftliche prägung unserer lebensweise durch die kirche verleugnen.

in deiner aufzählung fehl ein immer wieder vernachlässigten verfassungswidriger vorteil für kirchenmitglieder: die entrichteten kirchensteuern werden von angehörigen der rkk und den evangelischen als sonderausgabe geltend gemacht. dadurch entstehen steuervorteile gegnüber atheisten und anderen religionsgemeinschaften von jährlich etwas 3 milliarden euro, ebenso nebenbei werden jährlich ca. 500 millionen euro für enteignete grundstücke und gebäude vor 200 jahren bezahlt.

die sozialen einrichtungen der kirchen sollten eher nicht verstaatlicht werden, innerhalb kürzester zeit würden diese dann ohnehin wieder privatisiert, in form von aktiengesellschaften, und ich bevorzuge doch die kirchliche führung dieser einrichtungen gegeüber der leitung durch investmentfonds.

so nebenbei bemerkt, religionszugehörigkeit in %:
evang. 35
ohne/andere 30
rkk 25
islam 5


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

14.08.2010 16:03
#145 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von Ahriman
Unsinn, der Vergleich geht nun gar nicht.
Die Religionsausübung kann gar nicht "privat" sein, schließlich sind die Kirchen in Städten und Dörfern nicht zu übersehen. Ich möchte viele von ihnen auch nicht missen, obwohl ich sehr dafür wäre, daß die häßliche katholische Kirche hier im Ort abgebrochen würde. (Würde genügen, den Turm abzubrechen, das andere wäre dann als Fabrikhalle zu gebrauchen - sieht jetzt schon so aus wie eine). Ich will damit sagen, daß viele Kirchen rein äußerlich doch recht schön anzusehen sind, mal ganz abgesehen von denen, die als Baudenkmäler gelten. Und so eine Fronleichnamsprozession in Bayern ist ein recht hübsch anzusehendes Schauspiel.
Wir brauchen die strikte Trennung von Kirche und Staat, die im Grundgesetz steht und seit Bestehen der Bundesrepublik krass mißachtet wird. Die Kirchenfürsten, die in Wahrheit Politiker sind, sollten auf ihr Amt beschränkt werden, sie haben in politischen Funktionen nichts zu suchen.
Die christliche Religion (und nicht nur diese) hat in der Vergangenheit zu viel Unheil angerichtet. Und sie tut es noch immer. Alle Sozialeinrichtungen der Kirchen werden zu 80 bis 90 Prozent vom Staat oder den Gemeinden bezahlt. Nicht einmal auf diesem Gebiet, um das sie einen großen Buhei machen und sich damit brüsten, sind sie effektiv. Schaffen wir die Kirchensteuer und vor allem die Kirchensubventionen ab und machen daraus eine "Sozialabgabe" für alle (die dann sogar erheblich niedriger wäre), und wir können die Krankenhäuser, Altenheime und Kindergärten voll aus der Staatskasse finanzieren.
Der Bischof müßte dann halt aus den Kollekten leben und statt eines Daimler mit Chauffeursnonne seinen Ford Ka selber fahren. (Jesus ging zu Fuß oder ritt einen Esel). Wieso bekommt er elftausend Euro Gehalt aus der Staatskasse? Wozu braucht er ein solches Einkommen?
http://www.stop-kirchensubventionen.de/bischoefe.html
Ihr seht, die "Sozialabgabe" statt Kirchensteuer und Subventionen wäre ein Pfifferling - und man könnte das Pflegepersonal auch noch viel besser bezahlen.




So machen wirs!!

89 ( gelöscht )
Beiträge:

14.08.2010 16:59
#146 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von Ahriman
Unsinn, der Vergleich geht nun gar nicht.
Die Religionsausübung kann gar nicht "privat" sein, schließlich sind die Kirchen in Städten und Dörfern nicht zu übersehen.

Dann lese noch mal richtig, ich habe nirgends gefordert, das Religionsausübung privat sein soll, im Gegenteil, das kann sie gar nicht, das würde das Selbstverständnis jedes Gläubigen untergraben und das der Kirchenoberen erst recht.

Secretocean ( gelöscht )
Beiträge:

16.08.2010 16:24
#147 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat
Wie versucht der Atheismus das Problem der menschlichen Endlichkeit zu bewältigen?



Es ist nur solange ein Problem, bis man sich mit der Sterblichkeit abgefunden hat. Das hat denknotwendigerweise etwas mit Vernunft zu tun.

Nox Offline




Beiträge: 66

20.08.2010 21:13
#148 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Ich finds ja geil dass es immer heißt dass es für die Atheisten kein Leben nach dem Tod gibt. In meinen Augen ist es vollkommen egal was jemand tut und was für eine Weltanschauung er hat. Wenn er stirbt wird sein Astralkörper freigesetzt. Mehr nicht. Keine Karmawaage. Kein jüngstes Gericht. Niemand der sagt "Du bist böse, du kommst in die Hölle!" oder "Du bist gut du kommst in den Himmel." Niemand der irgendwas über deine Seel entscheidet abgesehen von dir. Ich glaube an die FREIHEIT nach dem Tod. Es könnte natürlich sein dass dann alles vorbei ist und dass ich aufhöre zu existieren. Wenn letzteres eintritt ist es in sofern nicht sooooo schlimm da ich mich nicht darüber ärgern kann.

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Wenn ein Mensch Dinge sieht die es nicht gibt nennt man das Geisteskrank.
Wenn allerdings viele Menschen dinge sehen die es nicht gibt nennt man das Religion.

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

21.08.2010 11:29
#149 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Die Endlichkeit der menschlichen Existenz ist nur für solche Leute ein Problem, die sich selber für ungeheuer wichtig halten. Wer erst einmal eingesehen hat, welche Rolle der Mensch in dieser Welt tatsächlich spielt, der hat damit kein Problem mehr.
Ach ja, ein Problem ist es freilich für die Hinterbliebenen. Je sinnvoller ein Leben war, umso größer die Trauer.

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Glaubst du noch oder denkst du schon?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.201

21.08.2010 13:07
#150 RE: Atheismus/ Problem der menschlichen Endlichkeit antworten

Zitat von Ahriman
ein Problem ist es freilich für die Hinterbliebenen. Je sinnvoller ein Leben war, umso größer die Trauer.

So isses. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum die Leute zu ihren Lebzeiten schon ihre Beerdigung arrangieren: Spielt das und das Lied, lest die Biografie so und nicht anders - und so fort. Wenn man sich in die Nichtexistenz (auf unserer Zeitschiene) verabschiedet, ist man nicht existent. Für die Überlebenden aber schon - nämlich in Form einer Leiche. Die haben ihre Trauer zu verarbeiten, also ist es deren Aufgabe, die Trauerfeier zu gestalten. Sie verabschieden sich von dir. Du hast damit nix mehr zu tun.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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