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Dieses Thema hat 49 Antworten
und wurde 5.319 mal aufgerufen
 Judentum
Seiten 1 | 2
Robin87 Offline



Beiträge: 1.848

02.03.2006 22:34
der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten
Wo habe ich Liebe vom Gott der Juden gehört?

Der Gott den die Juden anbeten ist voller Hass:

1. Er fordert nach jüdischem Glaubensbekenntnis Menschen auf 632! Gebote auswendig zu lernen und sie ein zu halten ihr ganzes Leben lang, das ca. 500000 Tage dauert! Wer will behaupten 500000 Tage lange alle Gebote Gottes einhalten zu können?

2. Dieser Gott will nur Gott Israels sein, aber die anderen schließt er von vorne herein aus. Den anderen ist keine Chance gegeben, obwohl die auch Menschen, teilweise mit viel mehr Phantasie als Juden sind.

3. Dieser Gott bestraft den Satan nicht, oder täusche ich mich? Steht da irgendwo, dass der Satan bestraft werden würde?

4. Zu einem sollen die juden nicht missionieren und zum anderem regt sich dieser Gott über die Heiden auf, dass die nicht deren Gebote befolgen.

P.S. beschreibe nur den Gott, an dem die jüdischgläubigen Glauben, nicht aber den christlichen Gott!

freily ( Gast )
Beiträge:

02.03.2006 23:03
#2 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

Ohje Robin87,

so genau weist Du über einen G*TT bescheid, der erstens Dir überhaupt noch nichts getan hat und zweitens, deine Blindheit vmtl. schon allein wegen deiner Jugend verzeiht.

Woher glaubst Du haben die schlauen Aposteln der Christen all ihre Weisheiten über Liebe und Nächstenliebe?

Schon mal Da gelesen, wo die Bibel eigentlich beginnt, nämlich von vorne?

3Mo 19,18 Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.

Dieses wurde dem Moses als von G*TT persönlich geschrieben überreicht auf dem Berg Horeb, der auch Berg Sinai heißt.!
2Mo 24,12 Und der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, dass ich dir gebe die steinernen Tafeln, Gesetz und Gebot, die ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen.

Ich würde mal die Bücher Mose lesen, bevor Du Sachen behauptest, von denen Du absolut keine Ahnung hast.

Vielleicht liest Du auch mal Verse wie diese hier und übernimmst nicht ständig gedankenlos die Kirchenlehre.

Mt 7,21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
Mt 12,50 Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.

Wer das sagte, der war Jude - kein Christ.!!!

Ich geh mal davon aus, dass es sich hier um eine Trotzreaktion handelt, als um eine Aufklärung.

MfG.
freily®©

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

26.06.2006 18:37
#3 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

@ Robin87

Wieso reagierst du so trotzig auf das Judentum?

Im alten Testament ist Gott mehr ein Rachegott, ein Gott der bedingungslose Unterordnung fordert und den Menschen hunderte Gebote vorschreibt.Man stellt sich schon sie Frage wie man all diese Gebote einhalten kann?
Streng gläubige Juden tun ihr möglichstes um sie zu erfüllen.
Ich persönlich kann mir das nur schwer vorstellen.

Ab Jesus ändert sich das.(für das Christentum)
Es waren vieleicht ein paar Hundert Anhänger die das frühe Christentum am Anfang hatte, es breitete sich immer schneller aus, weil es sehr einfach war und auch heute noch ist Christ zu werden.
Jesus prädigte die Nächstenliebe, das neue Testament wurde aber von seinen Aposteln ausgelegt.

Warum soll man sich gegenseitig bespitzeln?
Das hat doch keinen Sinn!

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

26.06.2006 18:55
#4 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

In Antwort auf:
1. Er fordert nach jüdischem Glaubensbekenntnis Menschen auf 632! Gebote auswendig zu lernen und sie ein zu halten ihr ganzes Leben lang, das ca. 500000 Tage dauert!
Ja Robin, sicherlich... Nicht mal in der Bibel lebt jemand länger als 1370 Jahre...
__________________________________________________
Und über Gott habe ich im Leben noch nicht gelästert. Ich lästere höchstens über die, die ihn erfunden haben.
(Volker Pispers, dt. Kabarettist, *1958)

vanini Offline



Beiträge: 502

26.06.2006 19:07
#5 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten
Zitat von Ronnie77
Im alten Testament ist Gott mehr ein Rachegott [...] Ab Jesus ändert sich das...

Waaas???
Hast du eigentlich dein Neues Testament schon mal gelesen? Während das Alte Testament, an dessen ethischer Grundbeschaffenheit ich bekanntlich kein gutes Haar lasse, die Absurditäten wenigstens auf das irdische Leben beschränkt, weitet sie das Neue Testament in monströser Weise auf die Ewigkeit aus und verkündet nun ewige Qualen für zeitliche "Vergehen" - wobei gewissermaßen als Sahnehäubchen die Bibel auch noch klar verkündet, dass Gott allein, als Allmächtiger, alles Tun und Lassen seiner Geschöpfe höchstselbst bewirkt, wofür er sie hernach dann ewig "belohnt" oder "bestraft".

Dass solche abgrundtiefen und nicht mehr steigerbaren Perversionen zum einen solche Menschen magisch anziehen, die schon von ihrer persönlichen Grunddisposition her einer entsprechendenden ethischen und intellekutellen Vorstellungeswelt verhaftet sind ("Gleich und Gleich gesellt sich gern...") - und zum anderen selbst bei nachdenklicheren und menschenfreundlicheren Gläubigen auf Dauer verderblich wirken müssen, ist leider auch an den Beiträgen hier im Forum in trauriger Weise zu erkennen.


"Und ein dritter Engel folgte ihnen und sprach mit großer Stimme: Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand, der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. UND DER RAUCH IHRER QUAL WIRD AUFSTEIGEN VON EWIGKEIT ZU EWIGKEIT; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild, und wer das Zeichen seines Namens annimmt. Hier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus!" (Offb 14,9-12)


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

26.06.2006 20:16
#6 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

@Vanini

Ich habe "mein" neues Testament gelesen und bleibe bei meiner Aussage.
...Ewige Qualen.. Ja diese Aussage stimmt, aber grundsätzlich ist der Gott im neuen Testament ein liebender Gott und kein Rachegott.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.099

26.06.2006 20:20
#7 der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

In Antwort auf:
aber grundsätzlich ist der Gott im neuen Testament ein liebender Gott und kein Rachegott.
Du beschränkst dich auf die Evangelien, auf Jesus, Ronnie. Der Paulus und der Johannes der Offenbarung (nicht der Evangeliker) besinnen sich ihrer alttestamentarischen Bildung und sind schon ganz ganz anders drauf.

Gysi
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Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

26.06.2006 20:29
#8 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

In Antwort auf:
Ewige Qualen.. Ja diese Aussage stimmt, aber grundsätzlich ist der Gott im neuen Testament ein liebender Gott und kein Rachegott.
Das Problem bei der Sache ist grundsätzlich, das es keine Steigerungsfähigkeit bei Gott gibt. Gott ist unendlich, allmächtig usw. und droht mit ewigen Qualen. Dabei ist die Definition von unendlich das es nichts größeres gibt. Man kann mit "unendlich" nicht rechnen, weil es keine Zahl ist, man sich der Unendlichkeit höchstens nähern aber nie erreichen.
Darum ist es total unsinnig einen Gott zulassen zu wollen der ewige Qualen erlaubt und damit ein Rachegott ist, aber gleichzeitig ein liebender Gott ist. Endweder wir landen alle für immer in der Hölle oder wir landen alle für immer im Himmel - oder aber der Zeitraum wäre für eines oder beides Zeitlich begrenzt. In allen anderen Fällen können die Eigenschaften Gottes, nähmlich ob liebender Gott oder Rachegott, gar nicht definiert sein!
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Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, daß alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher.
(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

Ronnie77 ( Gast )
Beiträge:

26.06.2006 20:39
#9 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

Ja Gysi und Xeres da habt ihr recht.
Ich beschränkte mich mit meiner Aussage auf die Evangelien.

the swot ( Gast )
Beiträge:

26.06.2006 20:42
#10 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

Meine Güte!
Robins beitrag war mal wieder ein Reinfall. Der EWIGE HERR schloss mit dem Volk Israel einen Bund. DAfür müssen wir die gebote einhalten. 613 und nicht 623. Wir sollen mind. 3 mal am Tag beten. Nach dem Aufstehen und vor dem Schlafen sollen wir das Shma Jisrael sprechen-unser Glaubensbekenntnis. Wir leben nach strengen Speiseregeln und unser Alltag ist durch diverse Gesetze geregelt und wir sollten möglichst unseren Kopf die ganze Zeit bedeckt halten....DAS ALLES GILT FÜR UNS JUDEN! Warum stört es dich also Robin? Ich komme damit klar. ich liebe meinen G´TT. Ich erfülle die Gesetze, besuche regelmäßige die Synagoge und bete oft. Dich berührt das doch garnicht-ES KANN DIR EGAL SEIN.....
Sicher ist es schwer 613 Gebote einzuhalten-es ist fast unmöglich. Aber mit der Liebe zu G´TT ist es machbar. Für Nichtjuden ist es wesentlich einfacher. Sie brauchen nur die 7 noachidischen Gesetze einzuhalten.....
_____________________________________________
http://41419.dynamicboard.de/

vanini Offline



Beiträge: 502

27.06.2006 00:29
#11 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

Zitat von Ronnie77
@Vanini
Ich habe "mein" neues Testament gelesen und bleibe bei meiner Aussage.
...Ewige Qualen.. Ja diese Aussage stimmt, aber grundsätzlich ist der Gott im neuen Testament ein liebender Gott und kein Rachegott.

Nun, Ronnie, dann hat eben deine Aussage definitiv und für jedermann jederzeit nachlesbar nichts mit den Aussagen des Neuen Testamentes zu tun! Wahrscheinlich bist auch du der verbreiteten Täuschung erlegen, dass du dir bezüglich dessen, was das NT verkündet, etwas Wohlkingendes hast aufschwatzen lassen - anstatt bei klarer Wahrnehmung zur Kenntnis zu nehmen, was tatsächlich darinnen steht:

Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben. (Mt. 45.46)

Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5. Mose 32,35): «Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.» (Röm 12,9)

Denn wir kennen den, der gesagt hat (5. Mose 32,35-36): «Die Rache ist mein, ich will vergelten», und wiederum: «Der Herr wird sein Volk richten.» 31Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. (Hebr. 10,31.31)

Und als es das fünfte Siegel auftat, sah ich unten am Altar die Seelen derer, die umgebracht worden waren um des Wortes Gottes und um ihres Zeugnisses willen. Und sie schrien mit lauter Stimme: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? Und ihnen wurde gegeben einem jeden ein weißes Gewand, und ihnen wurde gesagt, daß sie ruhen müßten noch eine kleine Zeit, bis vollzählig dazukämen ihre Mitknechte und Brüder, die auch noch getötet werden sollten wie sie. [...] Und die Könige auf Erden und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Gewaltigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Klüften und Felsen der Berge und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn es ist gekommen eder große Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen?" (Offb. 6,9.10+15-17)

usw...usf.


Und im Übrigen: Wer "ewige Qualen" mit "grundsätzlicher Liebe" ernsthaft in Verbindung zu bringen vermag, der müsste mal erklären, was er unter "Liebe" eigentlich genau versteht...


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

vanini Offline



Beiträge: 502

27.06.2006 00:31
#12 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten
Zitat von Ronnie77
Ja Gysi und Xeres da habt ihr recht.
Ich beschränkte mich mit meiner Aussage auf die Evangelien.

Jesus höchstselbst hat in den Evangelien die monströse Perversion ewiger Strafe der Geschöpfe von Seiten ihres Schöpfers überhaupt erst dezidiert eingeführt!


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.099

27.06.2006 08:30
#13 der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

In Antwort auf:
Jesus höchstselbst hat in den Evangelien die monströse Perversion ewiger Strafe der Geschöpfe von Seiten ihres Schöpfers überhaupt erst dezidiert eingeführt!
Wie? Und vorher gab es die gar nicht? Das würde mich interessieren.

Gysi
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vanini Offline



Beiträge: 502

27.06.2006 13:36
#14 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

Zitat von Gysi
In Antwort auf:
Jesus höchstselbst hat in den Evangelien die monströse Perversion ewiger Strafe der Geschöpfe von Seiten ihres Schöpfers überhaupt erst dezidiert eingeführt!
Wie? Und vorher gab es die gar nicht? Das würde mich interessieren.

Nun, in den ältesten Teilen des Alten Testamentes ist in der Tat ein Leben nach dem Tod und z.B. ewige Strafe bzw. ewiger Lohn überhaupt kein Thema, weshalb ja der HERR, um die Menschen zu motivieren, allein ihn als Gott zu ehren und seine Gebote zu befolgen, nicht nur mit Strafe und Lohn ausschließlich in diesem Leben droht, sondern - besonders pervers - Strafe bzw. Lohn an den Nachkommen der betreffenden Personen in Aussicht stellt...!

Erst in den späteren Schriften des AT tauchen hier und da Stellen auf, die auf bestimmte Vorstellungen gewisser Arten von Existenzen nach dem Tod schließen lassen. Sie haben aber meist nur einen unbestimmten Andeutungscharakter, sind meist unklar und vieldeutig, widersprechen einander sowie den anderslautenden Stellen des AT und können insgesamt als partielle Übernahmen aus den Jenseitsvorstellungen der damaligen angrenzenden Kulturen angesehen werden, z.B. wenn etwa wiederholt vom "Totenreich", nicht aber von "Himmel" oder "Paradies" gesprochen wird.

Darum auch ist die Vorstellung von einem Leben nach dem Tode, das noch dazu das eigentliche Ziel menschlicher Existenz sein soll, im Judentum keineswegs die Regel, sondern eher die Ausnahme.

Im Christentum hingegen sind diese Jenseitsvorstellungen das eigentliche systematische Fundament des Glaubens, worauf alles abzielt. Dies beginnt mit den klaren und deutlichen Worten Jesu in den Evangelien und durchzieht das ganze Neue Testament bis hin zur wirklich perversen Offenbarung des Johannes. Dass diese unsägliche Schrift in den Kanon des NT mit aufgenommen wurde, besudelt und entwertet letztlich nicht nur die wenigen ethich halbwegs akzeptablen Stellen des NT, sondern gibt auch beredt Zeugnis von der moralischen Verkommenheit der Christenheit schon zur damaligen Zeit.

Im Übrigen ist diese umfassende Jenseitsbezogenheit des christlichen Glaubens einer wichtitgsten Hinweise darauf, dass sich dieser christliche Glaube im wesentlichen auf außerjüdische religiöse Vorstellungen jener Zeit gründet!


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.099

27.06.2006 13:53
#15 der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

In Antwort auf:
Im Christentum hingegen sind diese Jenseitsvorstellungen das eigentliche systematische Fundament des Glaubens, worauf alles abzielt. Dies beginnt mit den klaren und deutlichen Worten Jesu in den Evangelien
Diese Worte von Jesus interessieren mich. Ich bin ja der Auffassung, dass Jesus mit seiner Vergöttlichung und damit dem heutigen Christentum eigentlich gar nichts zu tun hat. Die Worte kann man im Nachhinein als seine Zitate in die Texte reingesetzt haben, klar.

Gysi
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vanini Offline



Beiträge: 502

27.06.2006 15:05
#16 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten
Zitat von Gysi
Ich bin ja der Auffassung, dass Jesus mit seiner Vergöttlichung und damit dem heutigen Christentum eigentlich gar nichts zu tun hat. Die Worte kann man im Nachhinein als seine Zitate in die Texte reingesetzt haben, klar.

Selbstverständlich. Man kann ja nicht einmal mit letzter Sicherheit sagen, ob es diesen Jesus als Person wirklich gegeben hat. Und selbst wenn, dann ist es in Anbetracht der Quellenlage mehr als wahrscheinlich, dass ihm das meiste, was man als seine Worte lesen kann, nachträglich in den Mund gelegt wurde und die Evangelien letztlich nichts anderes als die religiösen Vorstellungen der Christen zur Abfassungszeit wiedergeben.

Ungeachtet dessen aber betrachten ja die Christen die Worte Jesu in den Evangelien als "original" und gehen unaufhörlich mit der angeblichen ethisch unerreichbaren "Vollkommenheit" Jesu hausieren und tun so, als wären zwar wohl die Christen fehlbare Menschen, vielleicht sogar auch die Apostel in ihren Schriften - niemals aber der Herr Jesus, dessen Worte samt und sonders O-Ton der unendlichen Liebe und Barmherzigkeit Gottes wären...

Tja, was sind denn nun die Worte Jesu?

Schon die Bergpredigt, immer wieder als Nonplusultra menschlicher Ethik überhaupt umjubelt, kann als Motivation für ihre Forderungen nichts weiter als das klägliche Lohn-Strafe-Prinzip, also eine ausschließlich an das Ego und die Eigenliebe gerichtete Kategorie bieten. Und bereits in diesem Zusammenhang werden Hölle und Verdammnis thematisiert:

Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. (Mt. 5,29)

Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig. (Mt. 5, 22)

Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. (Mt. 7, 13)


Sodann haben wir die bekannte Weltgerichtsszene aus Matthäus 25, welche mit den Worten endet:

Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben. (Mt. 25,46)


Und Johannes der Täufer sagt über Jesus:

Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum: jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. Er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. (Mt. 3, 10-12)


Aber auch ansonsten lässt es Jesus selbst direkt oder in Gleichnissen nicht an Deutlichkeit fehlen:

Wohlan, macht auch ihr das Maß eurer Väter voll! Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen? (Mt. 23, 32.33)

Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende der Welt gehen. Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre! (Mt. 13, 40-43)

Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist und Fische aller Art fängt. Wenn es aber voll ist, ziehen sie es heraus an das Ufer, setzen sich und lesen die guten in Gefäße zusammen, aber die schlechten werfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt gehen: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. (Mt 13, 47-50)

Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. (Mk. 16,16)

Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes gehst, als daß du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht. (Mk. 9, 47.48)

Es begab sich aber, daß der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben. Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle; denn ich leide Pein in diesen Flammen. Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet, und du wirst gepeinigt. Und überdies besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, daß niemand, der von hier zu euch hinüber will, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber. (Lk. 16, 22-26)

Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie müssen brennen. (Joh. 15,6)

usw...

Den Gipfel der Perversität aber, in welchem wie in einem Brennglas die ganze Absurdität des jüdisch-christlichen Monotheismus fokussiert ausgesprochen wird, finden wir im einem Ausspruch Jesu bezüglich Judas. Denn Jesus selbst und das gesamte Neue Testament gründen die christliche Lehre ja auf den Opfertod Jesu, der unausweichlich notwendig war und deshalb schon vom Anbeginn der Schöpfung vorgesehen und geplant war. Jesus sagt nun zu Judas, der in verraten wird (was ja für das Gelingen des "Heilsplanes" unumgänglich ist):

Und als sie bei Tisch waren und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir ißt, wird mich verraten. Und sie wurden traurig und fragten ihn, einer nach dem andern: Bin ich's? Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir seinen Bissen in die Schüssel taucht. Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. (Mk. 14, 18-21)

Was soll man zu solch atemberaubender Abartigkeit eigentlich noch sagen???


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.099

27.06.2006 15:36
#17 der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

Ja, Merci! Die Zitate konntest du zum Thema so ohne Weiters zusammenkriegen? Beeindruckend. Das hatte ich aus der Perspektive alles gar nicht mehr so auf dem Schirm gehabt! Und die Höllenvorstellung kommt also nicht aus dem AT? Aus den Religionen der Nachbarn. Wüsste ich gerne Näheres drüber. Weißt du?

Gysi
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Joshua ( Gast )
Beiträge:

27.06.2006 15:46
#18 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten
In Antwort auf:
Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. (Mt. 5,29)


Gemeint: Es geht um Geiz, das verderben soll.

In Antwort auf:
Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig. (Mt. 5, 22)


Gemeint: Du sollst nicht Arrogant sein.

In Antwort auf:
Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. (Mt. 7, 13)


Stell dich vor du bekommst Sozialgeld und dabei klaust du, um deine Wünsche zu erfühlen. Selbst zu uterhalten ist sehr eng. Du läufst zur Tür und nicht umgekehrt.

In Antwort auf:
Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben. (Mt. 25,46)


Vergleich mal das Bild aus der Gefängnissen mit normalem frohliches Leben.


In Antwort auf:
Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum: jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. Er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. (Mt. 3, 10-12)


Johannes erinnerte, Jesus befreite. Aber das verstehst du noch nicht, was heißt das der Geist befreit.

In Antwort auf:
Wohlan, macht auch ihr das Maß eurer Väter voll! Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen? (Mt. 23, 32.33)


Wie ich oft geschrieben, Mattheus Evangelium ist härtteste aus NT. Sein Schühler hat Ihn lebendig erlebt und seine Worte hörte.

In Antwort auf:
Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende der Welt gehen. Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre! (Mt. 13, 40-43)

Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist und Fische aller Art fängt. Wenn es aber voll ist, ziehen sie es heraus an das Ufer, setzen sich und lesen die guten in Gefäße zusammen, aber die schlechten werfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt gehen: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein. (Mt 13, 47-50)

Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. (Mk. 16,16)



Ist das dein Problem - was heißt die Bekehrung? Kein ritual rettet den Mensch, nur neue Geburt vom Geist.

In Antwort auf:
Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes gehst, als daß du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht. (Mk. 9, 47.48)


Gemeint: Die Auge Menschliches, die alles Falsch zeigt und die Auge Geistiges - die erkennen.

In Antwort auf:
Und als sie bei Tisch waren und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir ißt, wird mich verraten. Und sie wurden traurig und fragten ihn, einer nach dem andern: Bin ich's? Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir seinen Bissen in die Schüssel taucht. Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. (Mk. 14, 18-21)


Wo findest du hier die Perversität. Hättest du jemanden als Freund, der dich für das Geld tauschen würde?


Das ganze zeigt, wie du dich einstellst bevor du die Bibel liest.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

27.06.2006 16:02
#19 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

In Antwort auf:
Das ganze zeigt, wie du dich einstellst bevor du die Bibel liest.
...was auf dich genauso zutrifft. Man kann die Bibel wörtlich auslegen oder im übertragenen Sinn verstehen - woran entscheidet man wie es richtig ist? An dem was einem selbst am besten gefällt? Wenn es genau so in der Bibel steht, was lässt dich vermuten, Gott hätte es nicht genau so gewollt?
__________________________________________________
Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, daß alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher.
(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

Joshua ( Gast )
Beiträge:

27.06.2006 16:07
#20 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten
In der Bibel von Anfang an die rede über den Geist. Wie kann man das anders verstehen? ICH schreibe wie es im Kontext gemeint ist. Dann finde bitte oben, wo ich an Vanini geantwortet habe den Fehler, dass das anders gemeint ist.

Xeres Offline




Beiträge: 2.587

27.06.2006 16:13
#21 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

In Antwort auf:
Dann finde bitte oben, wo ich an Vanini geantwortet habe den Fehler, dass das anders gemeint ist.
Ich spreche nicht von einem Fehler, wenn man möchte, kann man die Verse so auslegen. Aber wie entscheidest du bei einem beliebigen Vers ob er wörtlich zu nehmen ist oder nicht? Ist die ganze Bibel nicht wörtlich zu nehmen?
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Gott ist nur eine Arbeitshypothese. Es zeigt sich, daß alles auch ohne Gott geht und zwar ebenso gut wie vorher.
(Dietrich Bonhoeffer, dt. ev. Theologe, 1906-1945)

Joshua ( Gast )
Beiträge:

27.06.2006 16:16
#22 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

Jesu Worte aus Mattheus:

13,10 Und die Jünger traten hinzu und sprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen? 13,11 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Weil euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu wissen, jenen aber ist es nicht gegeben; 13,12 denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluß haben; wer aber nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, genommen werden. 13,13 Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehend nicht sehen und hörend nicht hören, noch verstehen; 13,14 und es wird an ihnen die Weissagung Jesajas erfüllt, die lautet: "Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen";


vanini Offline



Beiträge: 502

27.06.2006 16:48
#23 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

Zitat von Joshua
Das ganze zeigt, wie du dich einstellst bevor du die Bibel liest.

Tja, Joshua, ich lese die Bibel wenigstens...!

Es scheint dir in deinem Das-ist-so-und-so-gemeint-Wahn entgangen zu sein, dass es hier zunächst darum ging, das Jesus als erster dezidiert ewige Höllenqualen als Strafe für die Mensche eingeführt hat und darauf zum wesentlichen Teil das christliche Glaubensgebäude konstruiert ist.

Und dass überhaupt irgend welche, geschweige denn "ewige" Strafen des Schöpfers an seinem Geschöpf geradezu die Inkarnation abgrundtiefer Perversität sind, wurde hier im Forum schon oft und ausführlich dargelegt. Dass dergleichen für dich die selbstverständlichste und "gerechteste" Sache der Welt ist, ist so klar wie es deutliches Zeugnis von der Verderblichkeit der zugrunde liegenden Lehre gibt.

Im Übrigen ist dir vielleicht aufgefallen, dass ich lediglich Zitate gebracht habe - während du uns nun erleuchtest, was damit "gemeint" sei. Das nennt man auch "Auslegung", welches jedoch nichts anderes ist als ein durchsichtiges Allerweltsmittel und plumper Taschenpielertrick, um sich die Texte des "Wortes Gottes", vor deren "Heiligkeit" und "Unantastbarkeit" man sonst den Mund nicht voll genug bekommt, nach Belieben zurecht zu biegen, wie's gerade passt. Auf diese Weise kann man Wohltaten an den Armen genau so "göttlich begründen" wie Blutbäder an den "Feinden Gottes"...

Wenn man Gläubige wie dich, Joshua, so mit dem "Worte Gottes" herumexegetieren sieht, muss man sich zwangsläufig fragen, warum es dem Höchsten nicht in den Sinn gekommen ist, das auch zu schreiben, was er eigentlich "meint"...


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

vanini Offline



Beiträge: 502

27.06.2006 16:55
#24 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten

Zitat von Joshua
In Antwort auf:
Und als sie bei Tisch waren und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir ißt, wird mich verraten. Und sie wurden traurig und fragten ihn, einer nach dem andern: Bin ich's? Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir seinen Bissen in die Schüssel taucht. Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. (Mk. 14, 18-21)

Wo findest du hier die Perversität. Hättest du jemanden als Freund, der dich für das Geld tauschen würde?

Wie ich schon sagte: Dass für dich ewige unaussprechliche Qualen vom Schöpfer für sein Geschöpf, das nichts anderes tut und tun kann, als nach Gottes vorgefasstem Plan und vorsätzlichem Ratschluss zu funktioneren, etwas völlig Normales sind, wundert mich nicht...

Genau darum aber muss ich auch immer wieder mit heftigstem Brechreiz kämpfen, wenn Zeitgenossen wie du sich bibelschwenkend hinstellen, und den verderbten Nichtgläubigen ernsthaft etwas von Liebe und Moral erzählen wollen!


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

Joshua ( Gast )
Beiträge:

27.06.2006 16:58
#25 RE: der jüdische Gott kennt keine Liebe und ist ungerecht! antworten
Zitat von vanini

Wenn man Gläubige wie dich, Joshua, so mit dem "Worte Gottes" herumexegetieren sieht, muss man sich zwangsläufig fragen, warum es dem Höchsten nicht in den Sinn gekommen ist, das auch zu schreiben, was er eigentlich "meint"...

Tja sage ich auch, dann lies mal was ein Beitrag oben steht - mein Antwort an Xeres vom 16:16.

Und wegen erste der eingeführt hat. Wenn du AT liest, dann in Daniel es ist die Rede über 6 Weisheit Geiste. 7 Offenbahrung Geist noch kommt schreibt er. Jesus, der mit Heiligen Geist verheißt geboren, war der geist der Offenbahrung. Und wie Er sagte, wenn ich alles erzählen konnte... Nur Gott weißt was kommt.

Begreife zuerst was Er elementare Dinge geredet hat. Und Gleichnisse sind einfache Weg der Erkenntnisse auch für diejenigen die sich selbst Hoch Begab eingebildet haben, obwohl Sinn der verschiedene Synonyme noch nicht unterscheiden können.

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