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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 569 Antworten
und wurde 19.271 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

03.08.2010 20:49
#26 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat
2. Diejenigen, die ihre heilige Schrift gelesen haben und kennen und trotzdem noch
glauben. Diese halte ich für wesentlich bedenklicher als die erste Gruppe, weil man
befürchten muß, daß sie die menschenverachtenden Inhalte ihrer Religionsgrundlage (heilge
Schrift) selber gut heissen und unterstützen.



Ich finde diese zweite Kategorie auch sehr bedenklich, aber aus anderem Grunde. Ich glaube, das nur die wenigsten diese Meschenverachtenden Teile des Glaubens gutheissen. Die meisten wollen, oder können sie nicht sehen. Und so blenden sie sie einfach aus oder reden sie sich schön.

Aber Fraktion Nr.1 wird warscheinlich die wesentlich größere sein.

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Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

03.08.2010 21:59
#27 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Hallo Alinardus

Zitat
Ich finde diese zweite Kategorie auch sehr bedenklich, aber aus anderem Grunde. Ich glaube, das nur die wenigsten diese Meschenverachtenden Teile des Glaubens gutheissen. Die meisten wollen, oder können sie nicht sehen. Und so blenden sie sie einfach aus oder reden sie sich schön.



Naja, ich denke auch nicht, daß viele Christen ganze Völker ausrotten wollen oder in heilige
Kriege und Kreuzzüge ziehen wollen.
Aber es gibt z.B. so manche Christen, die ihren Angehörigen / Kindern Operationen,
Bluttransfusionen und andere medizinische Hilfe verweigern, weil sie der Ansicht sind,
daß das gegen den göttlichen Willen verstößt.
Auch die religiös begründete Benachteiligung der Frau ist bei uns noch nicht lange
überwunden, z.B. wurde das Frauenwahlrecht in der Schweiz erst in den 70er Jahren
eingeführt (davor aus religiösen Gründen abgelehnt) und in der katholischen Hierarchie
haben Frauen bis heute nichts zu suchen, auch das halte ich im Prinzip für
menschenverachtend.
Und in der islamischen Welt sieht das noch viel schlimmer aus.

Klar stellt sich immer noch die Frage, wer diese Extremansichten aufgrund der
jeweiligen Schriften hat, aber die religiösen Hardcorefanatiker stehen in punkto
Menschenverachtung meist an erster Stelle und gerade bei denen kann man davon
ausgehen, daß sie ihre Schriften in- und auswendig kennen.

Zitat
Aber Fraktion Nr.1 wird warscheinlich die wesentlich größere sein.


In unserem aufgeklärten und liberalen Deutschland / Europa ist das wohl so, aber
in anderen Teilen der Welt beschäftigen sich die Menschen vermutlich noch mehr mit
der Bibel bzw. dem Koran (und lernen nichts daraus).
Grüsse
Till

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

04.08.2010 01:06
#28 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von henk
Aber glaubt mir ich habe während meines Fernstudiums Priester getroffen die haben wirklich beeindruckt.



Bist halt leicht zu beeindrucken bzw. leicht manipulierbar. Das, gepaart mit einem Wunsch nach Hoffnung und keinerlei allzu kritischem Verstand, und man hat einen Gläubigen, auch ohne kindliche Indoktrination.
Und wenn du meinst, dass du "durchaus" früher auch Atheist gewesen, dann ja, ok - aber du bist kein rationaler Atheist gewesen - sondern nur ein zufälliger, da du nie drüber nachgedacht hast.

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.190

04.08.2010 10:39
#29  wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Henk
Aber glaubt mir ich habe während meines Fernstudiums Priester getroffen die haben wirklich beeindruckt.

Beeindrucken können viele. Mich hatte mein Konfirmationspastor auch über die Jahre beeindruckt. Bestimmt kein böser Mann. Er bemühte sich um Aufrichtigkeit. Er war immer ein freundlicher, netter Mann. Sonst hätte er mich vielleicht auch nicht in diese Gewissensnöte gebracht (von denen ich oben schrieb). Ich hatte vor zwei, drei Jahren sogar Briefkontakt mit ihm gehabt. Ich hatte ihn übers Netz ausfindig machen können, mich als Atheist geoutet und ins RF eingeladen. Er hatte viel von sich geschrieben, keine Fragen nach meinem Werdegang gestellt und sich mit netten Worten herausgeredet. Er wollte den Kontakt gewiss nicht weiterpflegen. Er war für uns Kinder da, als unsere seelischen Dispositionen für seine Indoktrinationen offen waren wie ein Scheunentor. Der Rest ist für ihn nicht von Belang, er scheut sich sogar davor, ihn an sich rankommen zu lassen. Soviel zu manchen den Nächsten liebenden Menschen, die "beindrucken" können...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.08.2010 11:58
#30 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von 89
Aber meist scheitert es schon bei der Theodizee-Frage, was auch absolut verständlich ist, der Punkt kann einen Gläubigen zur Verzweiflung am eigenen Glauben treiben, ich war selbst mal in der Situation und weiß einigermaßen, wovon ich rede.



"Am Kreuz"

Erretter Offline




Beiträge: 111

04.08.2010 12:44
#31 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Wie ich Atheist geworden bin? Ich bin wie jader andere auch als Atheist geboren worden, aber dann fing ich an zu denken, aber das hört sich leichter an als es war. Ich bin in einer strengen, atheistischen Familie aufgewachsen, in der nur mein Vater bestimmte was getan und gedacht wird. Täglich musste ich mir seine "wissenschaftlichen" Erklärungen anhören, die belegen sollten, dass Gott nicht existiert. Aber um mich herum gab es nunmal auch Menschen die an Gott glaubten und das wurde zum Problem. Er hat mir den Kontakt zu meinen christlichen Freunden verboten, ich durfte auch nicht die Kirche besuchen, aus dem Religionsunterricht hat er mich herausgenommen, obwohl mich das sehr interessiert hat. Wenn ich mit ihm versucht habe über Gott und Religion zu reden, hat er gesagt, dass er sich dafür schämt, dass ich sein Sohn bin.Dann fragte er mich, ob er bei meiner Erziehung was falsch gemacht hat, oder ob ich nur zu doof bin zu kapieren, dass es keinen Gott geben kann.

Er konnte mich schlagen, einsperren und schikanieren, aber meinen Glauben konnte er nicht brechen. Ihr könnt meinen Glauben genauso wenig brechen wie mein Vater, der nun hoffentlich in der Hölle brennt.

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Ein Christ baut ein Haus aus Zement und Stein, ein Atheist setzt sich vor einen Sandhaufen und wartet.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.08.2010 13:03
#32 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
Wie ich Atheist geworden bin? Ich bin wie jader andere auch als Atheist geboren worden, aber dann fing ich an zu denken, aber das hört sich leichter an als es war. Ich bin in einer strengen, atheistischen Familie aufgewachsen, in der nur mein Vater bestimmte was getan und gedacht wird. Täglich musste ich mir seine "wissenschaftlichen" Erklärungen anhören, die belegen sollten, dass Gott nicht existiert. Aber um mich herum gab es nunmal auch Menschen die an Gott glaubten und das wurde zum Problem. Er hat mir den Kontakt zu meinen christlichen Freunden verboten, ich durfte auch nicht die Kirche besuchen, aus dem Religionsunterricht hat er mich herausgenommen, obwohl mich das sehr interessiert hat. Wenn ich mit ihm versucht habe über Gott und Religion zu reden, hat er gesagt, dass er sich dafür schämt, dass ich sein Sohn bin.Dann fragte er mich, ob er bei meiner Erziehung was falsch gemacht hat, oder ob ich nur zu doof bin zu kapieren, dass es keinen Gott geben kann.
Er konnte mich schlagen, einsperren und schikanieren, aber meinen Glauben konnte er nicht brechen.



Klingt nach einer Protesthaltung. Alles was verboten ist,wirkt interessant und verlockend. Ich halte es z.B. auch für grundsätzlich falsch seinen Kindern z.B. das Rauchen zu verbieten....das wir mit Sicherheit dazu führen,das sie es tun.
Aber nu mal ehrlich...deine Biographie sagt überhaupt nix darüber aus wer von euch nun näher an der Wahrheit liegt..du oder dein Vater.
Allerdings erklärt es deine eher negative Grundeinstellung dem Atheismus und den Atheisten gegenüber...aber nicht alle sind wie dein Vater.

Zitat von Erretter
Ihr könnt meinen Glauben genauso wenig brechen wie mein Vater, der nun hoffentlich in der Hölle brennt.



Oh...sehr christlich. Scheinst ein Fan des AT zu sein?!
Im Übrigen will hier niemand deinen Glauben brechen..sowenig wie du in der Lage bist unseren Unglauben zu brechen.

Aber täuscht mich der Eindruck,das verdammt viele Gläubige aus zerrütteten Familienverhätnissen kommen bzw. eine eher schlechte Kindheit hatten?

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

04.08.2010 13:40
#33 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Ich finde den Beitrag von Erretter schon bezeichnend.

Ich denke du hättest einiges mit deinem Vater aufarbeiten solle, bevor er, wie du sagts in der Hölle gelandet ist.

Und mal ganz nebenbei, hast du mit deine Bemerkung, das dein Vater in der Hölle schmort, und du dich darüber freust, ein sehr schönes Beispiel für die Scheinheiligkeit des christlichen (oder deines persönlichen) Glaubens gegeben.

Tja aber, da du das Andenken deines Vaters geschändet hast, wirst auch zwangsläufig in der Hölle landen, da du gegen das Gebot, Vater und Mutter zu ehren verstossen hast.

(hey es ist wirklich einfach aus der Warte eines Gläubigen zu Argumentieren )

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Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

04.08.2010 13:45
#34 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

@ Erretter

Großartig, der nächste Gläubige, der aus pubertärem Protest gläubig geworden und gleichsam niemals über dieses Stadium hinausgekommen ist - nein, es sogar noch zelebriert!

Zitat von Erretter
Dann fragte er mich, ob er bei meiner Erziehung was falsch gemacht hat,



Na das hat er offensichtlich, bei dem Ergebnis...

Zitat
Er konnte mich schlagen, einsperren und schikanieren, aber meinen Glauben konnte er nicht brechen.



Oh ja, fühle dich als großer Märtyrer.

Schlicht und einfach erbärmlich. Wäre nicht dermaßen viel Arroganz, Hass und Missgunst vorhanden, würde einem das Mitleid nicht so schwer fallen...

Zitat
Ihr könnt meinen Glauben genauso wenig brechen wie mein Vater, der nun hoffentlich in der Hölle brennt.



Wer anderen Menschen ewige Qualen wünscht, ist gestört, pervers und in einer modernen Zivilisation ebenso fehl am Platz wie der mordende Psychopath.
Rache ist die niederste Form menschlicher Emotionen - und die abstoßendste. Wer sie dermaßen an die Spitze treibt, dessen Verabscheuungswürdigkeit ist in Worten nicht auszudrücken.
Tu der Welt einen Gefallen, und errette dich selbst, "Erretter" - indem du dich in psychatrische Behandlung begiebst.
Denn was du jetzt tust - auch noch andere Menschen zu deinem bemitleidenswerten Lebenswandel überzeugen wollen, ist an kranker Perversion nicht mehr zu überbieten.

/Tut mir Leid wegen des schroffen Tons, aber ich kann dergleichen beim besten Willen nicht ertragen. Es macht mich krank.

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Erretter Offline




Beiträge: 111

04.08.2010 13:59
#35 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Relix
@ Erretter
Großartig, der nächste Gläubige, der aus pubertärem Protest gläubig geworden und gleichsam niemals über dieses Stadium hinausgekommen ist - nein, es sogar noch zelebriert!



Es ist also pubertärer Protest, wenn jamnd selbst entscheidet woran er glaubt. Aber es war ja zu erwarten, dass hier nur wieder verdreht wird anstatt zu argumentieren.

Zitat von Alinardus

(hey es ist wirklich einfach aus der Warte eines Gläubigen zu Argumentieren )



Sowas denkt nur jemand der keinen Bezug dazu hat.

Zitat von Stan

Klingt nach einer Protesthaltung. Alles was verboten ist,wirkt interessant und verlockend. Ich halte es z.B. auch für grundsätzlich falsch seinen Kindern z.B. das Rauchen zu verbieten....das wir mit Sicherheit dazu führen,das sie es tun.

Im Übrigen will hier niemand deinen Glauben brechen..sowenig wie du in der Lage bist unseren Unglauben zu brechen.
Aber täuscht mich der Eindruck,das verdammt viele Gläubige aus zerrütteten Familienverhätnissen kommen bzw. eine eher schlechte Kindheit hatten?



Ich habe nicht geglaubt weil es verboten war, ich habe geglaubt und dann wurde mir verboten darüber zu sprechen. Wie kommst du zu deiner Theorie mit den zerrütteten Familienverhältnissen, nur weil es bei mir so war?

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Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

04.08.2010 14:06
#36 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat
Sowas denkt nur jemand der keinen Bezug dazu hat.



Ja aber keinen Bezug dazu zu haben, heisst für mich mit anderen Worten einen klaren Kopf zu haben, der nicht durch religiöse Wahnvorstellungen vernebelt ist.

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Erretter Offline




Beiträge: 111

04.08.2010 14:12
#37 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Alinardus

Zitat
Sowas denkt nur jemand der keinen Bezug dazu hat.


Ja aber keinen Bezug dazu zu haben, heisst für mich mit anderen Worten einen klaren Kopf zu haben, der nicht durch religiöse Wahnvorstellungen vernebelt ist.




Wahnvorstellungen sind das,was du dir aus Hass gegen Anderdenkende über sie ausdenkst.

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Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

04.08.2010 14:24
#38 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat
Es ist also pubertärer Protest, wenn jamnd selbst entscheidet woran er glaubt.



Ja, aber selbstverständlich. Aus pubertierendem Protest hast du die Entscheidung getroffen, an den Unsinn an den glaubst, zu glauben.

Zitat
Wahnvorstellungen sind das,was du dir aus Hass gegen Anderdenkende über sie ausdenkst.



Wahnvorstellungen sind jene Dinge, die außerhalb des menschlichen Geistes nicht existent sind, aber für existent gehalten werden. Und bei all den Anders"denkenden" da draußen - da braucht man sich garnichts auszudenken, um (leider) negative Emotionen heraufkommen zu lassen - die Anders"denkenden"(?) kommen schon von selbst und präsentieren ihre katastrophalen Vorstellungen.

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Shodo Offline



Beiträge: 14

04.08.2010 14:34
#39 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Stan
Aber täuscht mich der Eindruck,das verdammt viele Gläubige aus zerrütteten Familienverhätnissen kommen bzw. eine eher schlechte Kindheit hatten?


Ich würde nicht sagen, dass sich bei Gläubigen häufiger ein zerrüttetes Familienverhältnis vorfindet. Früher war ich häufig bei gläubigen Freunden zu Hause, natürlich herrschte eine strenge Hierarchie, es gab viele Verbote und Regeln, aber das ist ja nicht gleich "kaputt" und kommt auch in nicht religiösen Familien vor.
Allerdings stärkt eine zerrüttete Kindheit wohl den Glauben, den Wunsch nach etwas "Höherem", nach einer Antwort auf die Frage "Wieso ich?"… was ich auch als absolut verständlich empfinde. Denn wenn du deiner eigenen Familie nicht (ver)trauen kannst, wem dann? (Aus der Sicht eines Kindes gesehen.) Also suchst du dir eben etwas anderes. Eine höhere Instanz, die dir "sagt", dass alles einen tieferen Sinn hat, dass sie dich liebt und dass sie noch etwas Wichtiges mit dir vor hat, kommt da gerade richtig. Und mit dem, was dir persönlich geholfen hat, gehst du natürlich gerne hausieren, da du auch anderen Menschen gerne helfen möchtest…
früher oder später landest du in diesem Forum hier und erzählst deine Geschichte… und weil du nicht der einzige bist, der das tut, bekommt Stan dann den Eindruck, dass jede Menge Gläubige eine scheiss Kindheit hatten. :D

Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

04.08.2010 15:09
#40 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat
früher oder später landest du in diesem Forum hier und erzählst deine Geschichte… und weil du nicht der einzige bist, der das tut, bekommt Stan dann den Eindruck, dass jede Menge Gläubige eine scheiss Kindheit hatten. :D



...was ja auch offenbar der Wahrheit entspricht, zumindest was Strenggläubige angeht.

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TheDevilsAdvocate Offline

Skeptic


Beiträge: 841

04.08.2010 15:18
#41 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

@Erretter

erstmal vielen Dank für Deine Offenheit. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist fremden Menschen, die z.T. vehement gegen Dich hier im Forum argumentieren, sowas anzuvertrauen. Ich begrüße ferner Deinen Willen einen etwas längeren, zusammenhängenden Beitrag zu schreiben, statt die üblichen ein bis zwei Sätze. Leider geht durch letzteres meistens zuviel Information verloren und der Leser ist nun mal darauf angewiesen die Sätze zu interpretieren, um mit Dir zu kommunizieren. Hierbei kommt es oftmals zu erheblichen Missverständnissen und, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, auch zu sehr harschen Aussagen beider Seiten. Ziel Deiner Apologetik und Mission kann und sollte es doch nicht sein, die Fronten zu verhärten?

2 Timotheus 2:23-26 (Hoffnung für Alle)

Lass dich nicht auf törichte und nutzlose Auseinandersetzungen ein. Du weißt ja, dass sie nur zu Streit führen.Wer Gott dienen will, soll sich nicht herumstreiten, sondern allen Menschen freundlich begegnen, ein geduldiger Lehrer sein, bereit, auch Böses zu ertragen.

Er soll versuchen, alle, die sich der rettenden Botschaft widersetzen, mit Güte auf den richtigen Weg zu bringen. Denn vielleicht führt Gott sie ja zur Einsicht, dass sie umkehren und die Wahrheit erkennen. Dann können sie wieder frei werden von den Schlingen des Teufels, in denen sie sich verfangen hatten und sich von ihm für seine Zwecke missbrauchen ließen.



Was Deinen Beitrag betrifft..

Ich kann nun besser nachvollziehen, wieso Du z.T. so emotional, heftig und impulsiv auf Atheisten und ihre Argumente hier im Forum reagierst, dennoch denke ich, dass Du einigen hier Unrecht antust, wenn Du sie mit Deinem Vater vergleichst. Für die Richtigkeit oder Falschheit atheistischer Argumente ist nicht ausschlaggebend, wer sie vermittelte, oder das sie autoritär vermittelt wurden, aber dies nur nebenbei erwähnt.
Deine Bemerkung, bezüglich des "brechen" Deines Glaubens, ist etwas, was ich bedenklich finde. Es ist davon auszugehen, dass Du nicht willens bist Dir Argumente anzuhören, sondern Dich, bzw. Deinen Glauben von vornherein gegen etwaige Kritik immunisierst, ohne das Anliegen Deines Gesprächspartners ernst zu nehmen. So ist weder Dir, noch Deinen Gesprächspartnern gedient. So wie Du den Anspruch erhebst ernstgenommen und würdevoll behandelt zu werden, hat jeder andere hier ebenso das gleiche Recht.

1 Petrus 3:15 (Hoffnung für alle)

Seid immer dazu bereit, denen Rede und Antwort zu stehen, die euch nach eurem Glauben und eurer Hoffnung fragen. Begegnet ihnen freundlich und mit Respekt. Ihr sollt ein gutes Gewissen haben! Dann nämlich werden alle, die Lügen über euch verbreitet haben, beschämt sein. Sie werden erkennen, dass sie Menschen verleumdet haben, die in der Verbundenheit mit Christus ein vorbildliches Leben führen.

Ich bitte Dich Deinen bisherigen Ansatz hier im Forum nochmal zu überdenken, denn ob es wirklich Sinn macht den bisherigen Kurs beizubehalten, bezweifle ich.

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...Prüfet alles, das Gute behaltet... (1 Thess 5,19-21)

"It is a capital mistake to theorize before one has data. Insensibly one begins to twist facts to suit theories, instead of theories to suit facts." S. Holmes

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

04.08.2010 18:15
#42 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
Er konnte mich schlagen, einsperren und schikanieren, aber meinen Glauben konnte er nicht brechen. Ihr könnt meinen Glauben genauso wenig brechen wie mein Vater, der nun hoffentlich in der Hölle brennt.


Tja, er hatte einen miesen Vater. So hat er sich einen Ersatz-Papa gesucht und gefunden: Der Liebe Gott.
Was wird er tun, wenn der ihn nun auch schikaniert und schlägt?

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Glaubst du noch oder denkst du schon?

Erretter Offline




Beiträge: 111

04.08.2010 19:05
#43 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Ahriman

Zitat von Erretter
Er konnte mich schlagen, einsperren und schikanieren, aber meinen Glauben konnte er nicht brechen. Ihr könnt meinen Glauben genauso wenig brechen wie mein Vater, der nun hoffentlich in der Hölle brennt.


Tja, er hatte einen miesen Vater. So hat er sich einen Ersatz-Papa gesucht und gefunden: Der Liebe Gott.
Was wird er tun, WENN der ihn nun auch schikaniert und schlägt?




WENN meine Oma Räder hätte, wäre sie ein Omnibus. Was denkst du die hier für einen Unsinn aus? Und wie oft muss ich noch erklären, dass ich nicht wegen meinem Vater gläubig wurde (aus Protest oder was auch immer ihr euch ausdenkt), sondern er sich mir gegenüber erst so verhalten hat, seid ich an Gott glaubte. Ist das so schwer zu verstehen? Wegen ihm habe ich Gott in meiner Kindheit verleugnen müssen, aber das werde ich wiedergutmachen.

Zitat von TheDevilsAdvocate

Ich kann nun besser nachvollziehen, wieso Du z.T. so emotional, heftig und impulsiv auf Atheisten und ihre Argumente hier im Forum reagierst, dennoch denke ich, dass Du einigen hier Unrecht antust, wenn Du sie mit Deinem Vater vergleichst.



Wenn das was ich hier schrieb gleich missbraucht wird um zu behaupten, dass es typisch wäre, dass Gläubige aus zerrütteten Familien stammen und nur aus Protest geglaubt wird, tue ich denjenigen die das schreiben bestimmt nicht Unrecht, wenn ich sie mit meinem Vater vergleiche. Denn genauso hat er auch pauschalisiert und seine Abneigung gegen Christen und die Kirche auf mich übertragen. Von einigen hier wird doch geradezu bestätigt, dass mein Vater der typische Atheist war. Ich verstehe nicht warum du Leute verteidigst, die nichts weiter machen als das was du schreibst gleich wieder zu widerlegen. Sehe dir doch beispielsweise mal das an was Relix schreibt.

Zitat von Relix

Zitat
Es ist also pubertärer Protest, wenn jamnd selbst entscheidet woran er glaubt.


Ja, aber selbstverständlich. Aus pubertierendem Protest hast du die Entscheidung getroffen, an den Unsinn an den glaubst, zu glauben.




Ja ja, die üblichen erfundenen Unterstellungen. Sagst du das Gleiche auch Atheisten, die aus strengen christlichen Familien kommen?

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.190

04.08.2010 19:24
#44 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
Wegen ihm habe ich Gott in meiner Kindheit verleugnen müssen,

Jetzt weiß ich immer noch nicht, wie du zu Gott gekommen bist. Bibel, Pastor, Bibelzitate, Erlebnisse?

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Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

04.08.2010 20:16
#45 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat
Wegen ihm habe ich Gott in meiner Kindheit verleugnen müssen, aber das werde ich wiedergutmachen.



1. Du musst nichts wieder gut machen. Etwas das nicht existiert kann nicht gekränkt sein. Es muss nicht einmal verleugnet werden.

2. Selbst wenn Gott existiert ist es ihm auf deutsch gesagt scheiss egal, was ein einzelner poploger Mensch von IHM hält. Für wehn haltet ihr Gläubigen euch eigentlich, das ihr angeblich so wichtig seid? Ich kann diese Sicht der Dinge nicht verstehen, ehrlich nicht.

Des Weiteren würde es mich wie Gysi auch interessieren, wie du zum Glauben "gefunden" hast. Wie bist du damit in Kontakt gekommen und dabei geblieben???

Gruß

Ali

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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.08.2010 20:17
#46 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
Ich habe nicht geglaubt weil es verboten war, ich habe geglaubt und dann wurde mir verboten darüber zu sprechen. Wie kommst du zu deiner Theorie mit den zerrütteten Familienverhältnissen, nur weil es bei mir so war?



Nicht nur bei dir..ich kenne einige Beispiele wo es so war. Der User maik war eines davon.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.08.2010 20:21
#47 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Shodo

Zitat von Stan
Aber täuscht mich der Eindruck,das verdammt viele Gläubige aus zerrütteten Familienverhätnissen kommen bzw. eine eher schlechte Kindheit hatten?


Ich würde nicht sagen, dass sich bei Gläubigen häufiger ein zerrüttetes Familienverhältnis vorfindet. Früher war ich häufig bei gläubigen Freunden zu Hause, natürlich herrschte eine strenge Hierarchie, es gab viele Verbote und Regeln, aber das ist ja nicht gleich "kaputt" und kommt auch in nicht religiösen Familien vor.
Allerdings stärkt eine zerrüttete Kindheit wohl den Glauben, den Wunsch nach etwas "Höherem", nach einer Antwort auf die Frage "Wieso ich?"… was ich auch als absolut verständlich empfinde. Denn wenn du deiner eigenen Familie nicht (ver)trauen kannst, wem dann? (Aus der Sicht eines Kindes gesehen.) Also suchst du dir eben etwas anderes. Eine höhere Instanz, die dir "sagt", dass alles einen tieferen Sinn hat, dass sie dich liebt und dass sie noch etwas Wichtiges mit dir vor hat, kommt da gerade richtig. Und mit dem, was dir persönlich geholfen hat, gehst du natürlich gerne hausieren, da du auch anderen Menschen gerne helfen möchtest…
früher oder später landest du in diesem Forum hier und erzählst deine Geschichte… und weil du nicht der einzige bist, der das tut, bekommt Stan dann den Eindruck, dass jede Menge Gläubige eine scheiss Kindheit hatten. :D




Natürliche kommen kaputte Verhältnisse überall vor und haben nichts mit dem Glauben oder Nichtglauben der Beteiligten zu tun.
Aber ein Kind das wenig,oder gar keine Liebe empfängt ist vlt. empfänglicher für die Liebe Gottes..sozusagen als Ersatz.
Es wird ja gepredigt das Gott und/oder Jesus alle liebt und das scheint mir gerade für diejenigen sehr verlockend zu sein,die im zwischenmenschlichen,realen Leben zu wenig davon abbekommen haben.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.08.2010 20:27
#48 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
WENN meine Oma Räder hätte, wäre sie ein Omnibus. Was denkst du die hier für einen Unsinn aus? Und wie oft muss ich noch erklären, dass ich nicht wegen meinem Vater gläubig wurde (aus Protest oder was auch immer ihr euch ausdenkt), sondern er sich mir gegenüber erst so verhalten hat, seid ich an Gott glaubte. Ist das so schwer zu verstehen? Wegen ihm habe ich Gott in meiner Kindheit verleugnen müssen, aber das werde ich wiedergutmachen.




Ändert nix daran das dein Vater kein guter war. Denn wenn er ein guter Vater gewesen wäre,hätte er deinen Wunsch und deine Empfindungen respektiert.Von daher war er auch vor deinem "Outing" kein guter Vater.
Aber wie kannst du ihm als guter Christ ewige Verdamnis wünschen??

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

04.08.2010 21:20
#49 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat
Aber wie kannst du ihm als guter Christ ewige Verdamnis wünschen??



Weil es keine guten Christen gibt. Das sind scheinheilige Heuchler, die sich alles so hinbiegen wie sie es brauchen. Sorry aber Erretters Bekenntnis, seinem Vater die Hölle zu wünschen spricht ein eindeutiges Bild. Ebenso, das er auf den Kommentar von mir, das er damit gegen das Gebot verstösst "du sollst Vater und Mutter ehren" nicht eingegangen ist.

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Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

05.08.2010 00:45
#50 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
WENN meine Oma Räder hätte, wäre sie ein Omnibus. Was denkst du die hier für einen Unsinn aus? Und wie oft muss ich noch erklären, dass ich nicht wegen meinem Vater gläubig wurde (aus Protest oder was auch immer ihr euch ausdenkt), sondern er sich mir gegenüber erst so verhalten hat, seid ich an Gott glaubte. Ist das so schwer zu verstehen?



Dann war er ein schlechter Vater. Und wenn er ein schlechter Vater war, nachdem du an Gott geglaubt hast, war er das wohl auch vorher - was dich widerrum zum fanatischen Glauben (als Ersatz, Trost und aus Trotz) getrieben hat. Natürlich willst du das nicht zugeben - das will keiner.

Zitat
Wegen ihm habe ich Gott in meiner Kindheit verleugnen müssen, aber das werde ich wiedergutmachen.



Indem du der gesamten Menschheit Leid wünschst und versuchst, zuzufügen. Ich hoffe, dein Gott freut sich.

Zitat
Wenn das was ich hier schrieb gleich missbraucht wird um zu behaupten, dass es typisch wäre, dass Gläubige aus zerrütteten Familien stammen und nur aus Protest geglaubt wird, tue ich denjenigen die das schreiben bestimmt nicht Unrecht, wenn ich sie mit meinem Vater vergleiche.



Weil sie Dinge sagen, die du nicht hören willst - unabhängig des Wahrheitsgehaltes? Du bist nicht der erste Christ, der jemals dieses Forum beehrt hat - für den Schluss gab es hier schon einige Beispiele.

Zitat
Denn genauso hat er auch pauschalisiert und seine Abneigung gegen Christen und die Kirche auf mich übertragen. Von einigen hier wird doch geradezu bestätigt, dass mein Vater der typische Atheist war.



Subjektive Wahrnehmung nennt man das. Wir könnten uns sonstwie verhalten - das Vorurteil, das Dogma, bleibt Vorurteil und Dogma - weil du es so haben willst.

Zitat
Sehe dir doch beispielsweise mal das an was Relix schreibt.



Oh ja, es ist dermaßen menschenverachtend, wenn ich als finsterer Atheist es wage, mich von Menschen abgestoßen zu fühlen, die Anderen ewig andauernde Qualen wünschen!
Sadismus und Grausamkeit sind demnach Tugenden eines "guten" Christen und der ethische Atheist ein grauenvolles Monster, wenn es wagt die postulierten, göttlichen Grausamkeiten nicht nur nicht zu glorifizieren, sondern auch noch zu verurteilen!

Zitat
Ja ja, die üblichen erfundenen Unterstellungen. Sagst du das Gleiche auch Atheisten, die aus strengen christlichen Familien kommen?



Natürlich nicht. Menschen unter der Bezeichnung "Atheist" definieren sich ja nicht durch den Glauben an Unsinn - Atheismus definierst sich ja gerade eben durch den Nichtglauben an besagten Unsinn. Aber natürlich kann ein Mensch auch Atheist werden als Protest gegenüber seinen (schlechten) Eltern. Das lässt sich leicht herausfinden, indem man sich erkundigt, worauf die atheistische Überzeugung fußt. Kann sie rational völlig begründet werden, dann ist sie klarerweise in Ordnung - wenn nicht, dann nicht.
Bei einer religiösen Überzeugung, die nie rational ist, ist das natürlich schwerer...

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

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