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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 569 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Michael1 Offline



Beiträge: 840

10.10.2012 18:15
#301 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Hallo zusammen!
Mich pörsenlich würde folgendes interessieren: Worauf basiert ein Atheist seine Weltanschauung?

Epistemologie kann uns die Frage beantworten; wie viel wir über die Wirklichkeit wissen, und natürlich wie wir zu dem Wissen kommen können. Aber, das ist noch kein absolutes Wissen!

Von daher müssten sie erklären können, warum existiert "Etwas" und nicht nur "NICHTS".

Anders gefragt: Braucht nicht ein Atheist,der seine Überzeugung auf die Wissenschaft fundieren will, ebenso den Glauben wie einer, der an Gott glaubt?

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Fide, sed qui, vide!

Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

10.10.2012 18:26
#302 RE: wie seid ihr atheisten geworden ? Antworten

Zitat von Ahriman im Beitrag #299
Das Gebot "Du sollst nicht töten bezw. morden" ist für einen vernünftigen Menschen so klar und selbstverständlich, daß es keinen Gott braucht, um es zu untermauern. Und auch in unserem Land sagt die Vernunft, daß man tatsächlich sogar einen Menschen töten darf: Bei Notwehr, wenn es gar nicht anders geht. Was freilich sehr selten vorkommt.
Die mosaischen 10 Gebote sind sowieso sehr zweifelhaft. Gerade das 5. Gebot ist an vielen anderen stellen in der Bibel deart durchlöchert, daß es schon zu einem Witz geworden ist: "Du sollst nicht töten, aber Homosexuelle sollst du erschlagen." Oder wie die Israeliten beim Auszug aus Ägypten auf höhere Weisung hin die Ägypter beklauten - das erwähnt natürlich kein Pfarrer in der Predigt. Und die ersten drei Gebote dienen allein den Interessen der Priester, heute der Kirche.



Soweit ganz richtig, man sollte auch wissen, dass z.B. das Gebot, nicht zu töten, immer nur innerhalb der eigenen Sippe/Glaubensgemeinschaft galt und noch gilt, auch wenn es brav gestrickte Gemüter gerne anders sehen und interpretieren.
Sobald es um die "Feinde" geht, ist es außer Kraft.
Selbst die vom braven Jesus gepriesene Nächstenliebe gilt nur in der eigenen Sippe/Glaubensgemeinschaft.
Sobald der Feind erscheint (der Widerspenstige, Ungläubige, der Kritiker oder der Atheist, der Ketzer oder der wissende Autor und Naturwissenschaftler), gilt es nicht mehr.

Und das scheinen die Gläubigen aller Zeiten auch sofort verstanden zu haben. Auch wenn manche von ihnen behaupten, die Zwangsbekehrung diene nur dem Glück des zu Bekehrenden. Genauso, wenn Kindesmissbraucher den Opfern einreden, sie liebten sie und deshalb täten sie das mit ihnen.

Eines ist tatsächlich wahr: Der Glauben an Gott allein bessert die Menschen nicht.
Und deshalb ist Religion eigentlich Mumpitz.

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„Die Kunst weise zu sein ist die Kunst zu wissen, was man übersehen hat.“ (William James)

Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

10.10.2012 18:53
#303 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat von Michael1 im Beitrag #301
Hallo zusammen!
Mich pörsenlich würde folgendes interessieren: Worauf basiert ein Atheist seine Weltanschauung?

Epistemologie kann uns die Frage beantworten; wie viel wir über die Wirklichkeit wissen, und natürlich wie wir zu dem Wissen kommen können. Aber, das ist noch kein absolutes Wissen!

Von daher müssten sie erklären können, warum existiert "Etwas" und nicht nur "NICHTS".

Anders gefragt: Braucht nicht ein Atheist, der seine Überzeugung auf die Wissenschaft fundieren will, ebenso den Glauben wie einer, der an Gott glaubt?


Eine ganz "pörsenliche" Antwort:

Atheismus ist keine Weltanschauung, sondern nur die Überzeugung, dass Religion - und zwar jede - irrt, wenn sie meint, es gäbe sowas wie einen Gott, der alles bewusst erschafft, lenkt und beendet.

Freilich fundiert diese Überzeugung vor allem auf den Erkenntnissen der Wissenschaft (wenn ich von Wissenschaft rede, meine ich eigentlich stets Naturwissenschaft), z.B. der soliden und fundamentalen Erkenntnis der Evolution oder der Entstehung und Entwicklung der Himmelskörper, und auch des Lebens, welches die für seine Entstehung und sein Fortkommen erfoderlichen Bedingungen benötigt, hauptsächlich das Wasser.

Auch ein Naturwissenschaftler benötigt Glauben, wenn auch nicht an Götter, so doch an den Erfolg seiner wissenschaftlichen Bemühungen. Nur gibt es da einen entscheidenden Unterschied zum scheinbar ewigen und unerschütterlichen Glauben an Götter:

Erkennt die Naturwissenschaft einen Irrtum (das kann manchmal auch ziemlich lange dauern), korrigiert sie die früheren (falschen) Ergebnisse.

Auch ich komme als Atheist nicht ohne Glauben und Vertrauen an, wenn auch nicht an Götter, den heiligen Geist oder ein Leben meiner sogenannten Seele nach meinem Tode.
Ich habe Selbstvertrauen, Vertrauen gegenüber meinem Partner, meiner Familie, meinen Kindern und so einigen Leuten, von denen ich abhängig bin. Vor allem aber Selbstvertrauen, Glauben an die Richtigkeit meiner eigenen Entscheidungen. Ohne dieses alles könnte ich aufgeben.



Selbstverständlich ist der Mensch nicht in der Lage, alles umfassend, bis ins Kleinste zu erkennen. Damit muss er leben.
Dass man damit aber die Entstehung des Universums an sich erklären könnte, ist ein falscher Schluss.
Z.B. wird er niemals in der Lage sein, außer Vermutungen und irgendwelchen Berechnungen (die auch in die Irre führen können) die Vorgänge vor dem jetzt allgemein anerkannten Urknall herauszufinden. Und selbst dieser basiert nur auf Berechnungen und Annahmen. Bewiesen ist er eigentlich noch lange nicht.

Umgedreht ist auch der Gottgläubige nicht wirklich in der Lage, dies alles zu erklären.
Er hat dafür die leider nur scheinbare Erklärung "Gott".
Denn diese Erklärung basiert nur auf einer reinen Annahme des Menschen.
Und reine Annahmen sind leider nun mal keine Grundlage für ernsthafte Erkenntnisforschung.

Ich denke man kann mit absoluter Berechtigung sagen:
Der Mensch schuf sich Götter nach seinem eigenen Bilde.
Und nicht umgekehrt, wie die Religion es uns weismachen möchte.

Dies ist ein unkaputtbares Ergebnis der Naturwissenschaft, des Verstandes, der Logik und der Erfahrung der Wirklichkeit.

Ums kurz zu machen: Gottesglaube und Wissenschaft sind zwei absolut verschiedene Paar Schuhe.

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

10.10.2012 19:24
#304 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat
Von daher müssten sie erklären können, warum existiert "Etwas" und nicht nur "NICHTS".



Da gibt es nichts zu erklären!
Genau das ist doch der Irrtum aller religiösn Menschen.
Existierte wirklich irgendwann nichts, dann hätte auch Gott niemals existiert!
Gott taugt als Begründung absolut nichts.
Wer sich ernsthaft mit philosophischen Fragen beschäftigt hat, der erkennt diese Frage sowieso als vollkommenen Unsinn.
Schon im Anfang de philosophischen Denkens hat Parmenides die Gotteshypothese eindeutig widerlegt.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Michael1 Offline



Beiträge: 840

10.10.2012 20:45
#305 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat Klimsch:

Zitat


Eine ganz "pörsenliche" Antwort:

Atheismus ist keine Weltanschauung, sondern nur die Überzeugung, dass Religion - und zwar jede - irrt, wenn sie meint, es gäbe sowas wie einen Gott, der alles bewusst erschafft, lenkt und beendet.



Wenn es keine Weltanschauung ist, dann ist es eine RELIGION!


Zitat
Ums kurz zu machen: Gottesglaube und Wissenschaft sind zwei absolut verschiedene Paar Schuhe.



Da magst du recht haben. Dennoch muss ich einwenden, dass es keine Induktion durch Wiederholung gibt. Hume sagte:

Zitat
Unsere Erkenntnis wird als Glaube, ja als vernünftig nicht verteidigbarer Glaube entlarvt-als irrationaler Glaube.


Wie du siehst, alles ist irrationaler Glaube, da wir Menschen keinen absoluten Wissen erreichen können!

Zitat
Ich denke man kann mit absoluter Berechtigung sagen:Der Mensch schuf sich Götter nach seinem eigenen Bilde.Und nicht umgekehrt, wie die Religion es uns weismachen möchte.Dies ist ein unkaputtbares Ergebnis der Naturwissenschaft, des Verstandes, der Logik und der Erfahrung der Wirklichkeit.


Was ist objektive Wirklichkeit? Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch eine transzendente Basis braucht, um jene Dinge zu begreifen, die unsere sinnlich erfassbare Welt übersteigen. Atheisten, Deisten und Pantheisten, allesammt brauchen sie ein Etwas was immer existiert. Jede braucht ein hergebendes Etwas, aus dem Universum entastanden ist. Die Atheisten postulieren hier ein "NICHTS", aus dem die Materie entstanden ist. Was ist aber das Nichts? Wenn es Nichts "Nicht-Sein" ist, dann hat es keine Existenz in sich, denn wenn es sie hättte, dann wäre es schon Sein, und nicht mehr NICHTS. Somit kann die Materie nicht aus dem Nichts entstehen. Quantenfelder und Quantenfluktuationen sind nicht das Nichts, sondern ETWAS. Wenn du glaubst dass das Universum ewig ist, dann muss ich dich enttäuschen, denn BB ist wissenschaftlich best dokumentierte und fundierte Theorie, die eindeutig gegen das ewige Universum spricht. Du weißt schon: Expansion und Rotverschiebung, die Gesetze und Naturkonstanten, Hintergrundstrahlung, Olbers´sche Paradoxon und energetische Ressourcen des Universum sprechen einfach dagegen. Es ist nicht ewig!

Ausserdem, neben hergebenden Etwas brauchen die Atheisten noch zwei weitere transzendente Begriffe, wie "auslösendes" und "aufnehmendes Etwas", damit sie ihre Behauptung stützen können.

Und jetzt frage ich dich: Welchen weltanschaulichen Vorteil kann uns bieten die Annahme, dass es drei rigide für sich getrennt existierende Existenzen gibt, wenn sie zusammen wirken müssen um diese Welt hervorbringen zu können? Ist es nicht rationaler zu glauben, dass es eine Weltsicht gibt, die logischer, eleganter und einfacher ist, die nur eine einzige Transzendenz kennt, in der alle obigen drei vereinigt sind?
Nämlich GOTT!

So fragen sich mit recht die Physiker Hawking und Genz:

Zitat
"Die Frage aber, warum es "etwas" und nicht nur "nichts" gibt, kann bisher kein System beantworten: Wer oder was blässt den Gleichungen den Odem ein und erhebt dadurch das durch die Naturgesetze Erlaubte zum tatsächlich Existierenden?"


System Gott kann es erklären, denn es gibt keine Gesetze ohne Gesetzgeber.

Zitat
Umgedreht ist auch der Gottgläubige nicht wirklich in der Lage, dies alles zu erklären.Er hat dafür die leider nur scheinbare Erklärung "Gott".Denn diese Erklärung basiert nur auf einer reinen Annahme des Menschen.Und reine Annahmen sind leider nun mal keine Grundlage für ernsthafte Erkenntnisforschung.


Die Wissenschaft zeigt uns, dass Gott eine vernünftige Hypothese ist, und ohne Gott kommt man nicht aus, wenn man die Welt rational erklären möchte.
Gott hat sich Menschen offenbart. Jesus Christus ist eine geschichtliche Person. Darum sollte man an Gott glauben, und nicht an Menschen, denn wir können heute beweisen, dass wir Menschen die Welt nicht erschaffen haben, vod daher muss sie Werk eines allmächtigen und allwissenden Gottes sein.

Zitat
Ich habe Selbstvertrauen, Vertrauen gegenüber meinem Partner, meiner Familie, meinen Kindern und so einigen Leuten, von denen ich abhängig bin. Vor allem aber Selbstvertrauen, Glauben an die Richtigkeit meiner eigenen Entscheidungen. Ohne dieses alles könnte ich aufgeben.


Alles schön ung gut! Hast du dich aber gefragt woher du kommst, warum du hier bist und wohin du gehst? Was ist das Leben und wie ist es entstanden? Bist du im Stande meine Fragen zu beantworten?

Zitat
Auch ich komme als Atheist nicht ohne Glauben und Vertrauen an, wenn auch nicht an Götter, den heiligen Geist oder ein Leben meiner sogenannten Seele nach meinem Tode.


Also, auch du bist ein gläubiger Mensch. Ist atheistische Verhaltensweise eine Flucht vor der Realität und Autorität?

Zitat
Freilich fundiert diese Überzeugung vor allem auf den Erkenntnissen der Wissenschaft (wenn ich von Wissenschaft rede, meine ich eigentlich stets Naturwissenschaft), z.B. der soliden und fundamentalen Erkenntnis der Evolution oder der Entstehung und Entwicklung der Himmelskörper, und auch des Lebens, welches die für seine Entstehung und sein Fortkommen erfoderlichen Bedingungen benötigt, hauptsächlich das Wasser.


Ich liebe die Wissenschaft! Nun aber möchte ich dich fragen: hat die Wissenschat bis dato eine einzige von essentiellen Fragen für uns Menschen befriedigend beantwortet?

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Michael1 Offline



Beiträge: 840

10.10.2012 20:58
#306 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat Lukrez:

Zitat

Wer sich ernsthaft mit philosophischen Fragen beschäftigt hat, der erkennt diese Frage sowieso als vollkommenen Unsinn.
Schon im Anfang de philosophischen Denkens hat Parmenides die Gotteshypothese eindeutig widerlegt.



Aber, aber! Zeige mir bitte, wie er das gemacht hat? Danke!

Zitat
Da gibt es nichts zu erklären!Existierte wirklich irgendwann nichts, dann hätte auch Gott niemals existiert!


Und gerade das ist falsch!
Wenn wir rational denken wollen, dann muss es heissen, dass der Ursprung von Existenz nur Existenz sein kann, da "NICHTS" keine Existenz in sich trägt, denn wenn es die Existenz in sich tragen würde, dann wäre es nicht mehr das Nichts, sondern SEIN&Existenz..: Und wenn diese Existenz noch allmächtig und allwissend ist, umso besser!

Zitat
Gott taugt als Begründung absolut nichts.


Mensch, ohne Gott kannst du nichts, aber wirklich nichts rational erklären, ohne in den Widerspruch zu geraten.

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

10.10.2012 21:31
#307 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat
Wenn wir rational denken wollen, dann muss es heissen, dass der Ursprung von Existenz nur Existenz sein kann, da "NICHTS" keine Existenz in sich trägt, denn wenn es die Existenz in sich tragen würde, dann wäre es nicht mehr das Nichts, sondern SEIN&Existenz...


Und genau das hat Parmenides erkannt!
Für einen Gott gibt es dabei aber absolut keinen Raum mehr!
Existenz ist immer vollkommen, durch nichts von außerhalb bestimmt und kann überhaupt niemals von außerhalb beeinflusst werden.
Aber die daraus etwa folgende pantheistische Gottesidee ist schon in sich selbst vollkommen unsinnig!

Nochmals etwas einfacher ausgdrückt:
Gott kann nicht als der Grund der Welt angenommen werden, da anonsten zwingend auch die Welt als der Grund von Gott angenommen werden müsste.
Diese Unsinnigkeit müsste eigenlich jedem einleuchten.

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(Lukrez)

Michael1 Offline



Beiträge: 840

10.10.2012 22:27
#308 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat
Lukrez Und genau das hat Parmenides erkannt!


Aber, aber!

Zitat
Für einen Gott gibt es dabei aber absolut keinen Raum mehr!


Wie kommst du darauf? Ursache für eine Existenz kann nur eine andere Existenz sein, und somit ist die Existenz ewig, und diese ewige Existenz ist das reine SEIN=GOTT. Anders gesagt, muss das Universum, wenn es wirklich eine Erklärung hat und sich nicht selbst erklären kann, und das kann es nicht, durch etwas anderes ausserhalb von sich selbst erklärt werden, also durch omnipotenten und omniszienten Gott. Sonst bleibt es unerklärlich, da alles im Universum kontingent ist. Und wenn alles im Universum kontingent ist, dann muss es eine Ursache ausserhalb des Universums haben. Gott umfasst das ganze Sein, dennoch ist nicht alles GOTT...

Zitat
Existenz ist immer vollkommen, durch nichts von außerhalb bestimmt und kann überhaupt niemals von außerhalb beeinflusst werden.


Du schreibst nur die subjektiven Behauptungen, ohne sie mit Argumenten begründen zu können. Kannst mir erklären, wie das funktionieren soll, wenn alles kontingent und kausal bedingt ist? Das ist wissenschaftlich beweisbar!

Zitat
Nochmals etwas einfacher ausgdrückt:
Gott kann nicht als der Grund der Welt angenommen werden, da anonsten zwingend auch die Welt als der Grund von Gott angenommen werden müsste.


Das wäre Pantheismus, und das ist falsch, denn das Universum kann sich aus sich selbst nicht erklären, und noch weniger kann es erklären, woher stammen die Gesetze und die Information in Ihm?

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Michael1 Offline



Beiträge: 840

10.10.2012 22:47
#309 RE: wie seid ihr atheisten geworden ? Antworten

Zitat Klimsch:

Zitat
Sobald der Feind erscheint (der Widerspenstige, Ungläubige, der Kritiker oder der Atheist, der Ketzer oder der wissende Autor und Naturwissenschaftler), gilt es nicht mehr.




Das ist einfach nicht wahr!

Zitat
Eines ist tatsächlich wahr: Der Glauben an Gott allein bessert die Menschen nicht.


Wenn es keinen Glauben an Gott gäbe, dann hätten wir atheistischen Kommunismus in der Praxis, mit Hekatomben von unschuldigen Opfern, wie von S. Courtois et al bewisen worden ist.

Zitat
Und deshalb ist Religion eigentlich Mumpitz.



Wie wäre es mit Argumenten, anstatt subjektiven und persönlichen Meinungen?

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Klimsch Offline




Beiträge: 1.122

11.10.2012 10:33
#310 RE: wie seid ihr atheisten geworden ? Antworten

Zitat von Klimsch
Sobald der Feind erscheint (der Widerspenstige, Ungläubige, der Kritiker oder der Atheist, der Ketzer oder der wissende Autor und Naturwissenschaftler), gilt es nicht mehr.

Zitat von Michael1 im Beitrag #309
Das ist einfach nicht wahr!
Wie wärs mit einer objektiven Beurteilung statt des Bekenntnisses deines Glaubens und mit der Anerkennung der kirchlichen Verbrechen gegen die von mir genannten Gruppen?
Auch der sog. Islamismus hasst die USA und den Westen vor allem deshalb, weil es dort nicht einen so dominierenden Glauben und vor allem deren Organisationen gibt wie in islamisch organisierten oder dominierten Ländern.

Zitat von Klimsch
Eines ist tatsächlich wahr: Der Glauben an Gott allein bessert die Menschen nicht.

Zitat von Michael1
Wenn es keinen Glauben an Gott gäbe, dann hätten wir atheistischen Kommunismus in der Praxis, mit Hekatomben von unschuldigen Opfern, wie von S. Courtois et al bewisen worden ist.

Du tust hier so, als würde nur der Glaube an Gott sowas wie Kommunismus verhindern. Das ist einfach nur Unsinn, denn schließlich hat das mehrheitlich ungläubige DDR-Volk den Kommunisten den Rest gegeben.

Mit diesem Scheinargument der kommunistischen Verbrechen konmmt ihr immer, weil ihr keine anderen, keine nachvollziehbaren Argumente habt.
Der Kommunismus wird gehasst, auch von der Kirche, vor allem, weil er die Reichen enteignet (und die Kirche ist auch reich) und seine Visionen diktatorisch durchsetztn möchte.
Das erstere kann man sehn wie man will, auch nichtreiche Nichtkommunisten möchten das gerne, zumindest möchten sie, dass der Überreichtum mancher Leute verteilt wird, das zweitere ist natürlich klar abzulehnen.

Zitat von Klimsch
Und deshalb ist Religion eigentlich Mumpitz.

Zitat von Michael1
Wie wäre es mit Argumenten, anstatt subjektiven und persönlichen Meinungen?

dito zurück.
Die Religiösen sollten bei der Wahrheit bleiben, aber das können sie nicht, denn dann wankt ihr Glaube, bis er schließlich zerbröselt.
Kirche kann sich nur mit Macht und Gewaltausübung (psychischer und physischer) behaupten, ansonsten geht sie den Bach hinab, wie gerade die katholische in neuer Zeit beweist.

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Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

11.10.2012 11:26
#311 RE: wie seid ihr atheisten geworden ? Antworten

Zitat von Klimsch
Kirche kann sich nur mit Macht und Gewaltausübung (psychischer und physischer) behaupten, ansonsten geht sie den Bach hinab, wie gerade die katholische in neuer Zeit beweist.


Nicht nur. Kirchen und Religionen brauchen Mangel und Unwissenheit. Das ist der Nährboden, auf denen sie gedeihen. Daraus entspringt dann Macht und Gewalt. Man muß nur bedenken, wie beinahe völlig unwissend das breite Volk in unserem Mittelalter gewesen ist, wie gleichzeitig Not und Mangel herrschte, der vor allem durch Kriege erzeugt wurde - und wie mächtig und gewaltig daraus die Katholische Kirche erblühte. Genau das sehen wir heute in den muslimischen Ländern. Es herrscht Mangel und Not, vor allem durch Krieg oder kriegsähnliche Handlungen, gleichzeitig haben wir dort breite unwissende, ungebildete Bevölkerungsschichten.
Naturgemäß haben Religionen bezw. deren Priester auch kein Interesse daran, Bildung und Wissen unter das Volk zu bringen, im Gegenteil. Die Geschichte der Katholischen Kirche zeigt uns, wie sehr diese Organisation immer gebremst und behindert hat. Es waren Aufklärung und wachsende Bildung, was sie zurückdrängte, und das gilt auch heute noch. In solchen Foren wie hier kann man immer wieder feststellen, daß die eifrigen gläubigen Christen meist erschreckend ungebildet sind. Das erstaunlichste ist, daß die Atheisten die Bibel besser kennen als die braven glaubenden Christen.

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Glaubst du noch oder denkst du schon?

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

11.10.2012 12:12
#312 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat von Michael
Was ist objektive Wirklichkeit? Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch eine transzendente Basis braucht, um jene Dinge zu begreifen, die unsere sinnlich erfassbare Welt übersteigen.


Na, ich brauche das nicht. Und ich halte Menschen, die etwas brauchen, was übernatürlich, übersinnlich ist (das ist in meinem Wörterbuch die Übersetzung für transzendent) für geistig zurückgeblieben. An Geister und Gespenster zu glauben hält man allgemein für kindisch und dumm. Und Gott ist auch nur ein Geist, und daß er ein heiliger Geist ist macht es nur noch schlimmer.

Zitat
Somit kann die Materie nicht aus dem Nichts entstehen.


Da irrst du. Bei einigen kernphysikalischen Experimenten hat man tatsächlich schon beobachtet, daß Teilchen aus dem Nichts erschienen.
Abgesehen davon, Michael: Die Behauptung, die Materie könne nicht aus dem Nichts entstehen ist völlig aus der Luft gegriffen und absolut unbewiesen, genau so wie die Behauptung, daß sie es kann. Damit ist deine Aussage Unfug. Merke bitte: Wenn die Wissenschaft eine Frage nicht beantworten kann (noch nicht!), solltest du nicht deinen Gott in die Lücke stopfen. Damit sind die Gläubigen bisher schon zu oft auf die Nase gefallen, wenn mal wieder der Gott hinwegerklärt wurde. (Wie etwa Benjamin Franklin den blitzeschleudernden Gott hinwegerklärt hat.)
Was mich betrifft als Atheist: Es ist mir wurscht, woher die Materie kommt. Sie ist da, das genügt mir. Wie gesagt, ich brauche keine Transzendenz. Diese Frage "Woher?" überlasse ich den Wissenschaftlern.

Zitat
Wenn du glaubst dass das Universum ewig ist, dann muss ich dich enttäuschen


Das glauben nur Ungebildete. Nichts ist ewig, und somit auch kein Gott.

Zitat
Ausserdem, neben hergebenden Etwas brauchen die Atheisten noch zwei weitere transzendente Begriffe, wie "auslösendes" und "aufnehmendes Etwas", damit sie ihre Behauptung stützen können.


Wie bitte? Wozu soll ich sowas brauchen? Ich habe jetzt keine Ahnung, was das überhaupt sein soll, ein "hergebendes", "auslösendes" und "aufnehmendes Etwas". Ein Gott? Den brauche ich so nötig wie einen zweiten Arsch.

Zitat
System Gott kann es erklären, denn es gibt keine Gesetze ohne Gesetzgeber.


Das erklärt überhaupt nichts. Denn dann erkläre du mal, woher dein "System Gott" kommt und wer den Gesetzgeber gemacht hat. Es könnte einen rasend machen, wenn man die Denkunfähigkeit von Leuten wie du so vorgeführt bekommt: Du verschiebst deine Frage nur um eine Stufe nach hinten uns stehst dann wieder dämlich da: Woher kommt Gott? Aus dem Nichts? Wenn ein Gott aus dem Nichts kommen kann, dann kann das auch Materie.

Zitat
Die Wissenschaft zeigt uns, dass Gott eine vernünftige Hypothese ist, und ohne Gott kommt man nicht aus, wenn man die Welt rational erklären möchte.


Quatsch. Die Wissenschaft hat uns bisher gezeigt, daß es fabelhaft ohne Gott geht und Gott eine völlig irrationale Erklärung ist. Eine Hypothese, die sich auf nichts stützen kann, die völlig unbewiesen in der Luft hängt, ist gerade für Wissenschaftler grober Unfug und Zeitverschwendung.

Zitat
Alles schön ung gut! Hast du dich aber gefragt woher du kommst, warum du hier bist und wohin du gehst? Was ist das Leben und wie ist es entstanden? Bist du im Stande meine Fragen zu beantworten?


Dafür gibt es viele gute Bücher, mein Lieber. Aber Vorsicht:
"Der Bildungsminister warnt: Lesen gefährdet Ihre Dummheit!"
Wohin ich gehe? Dorthin, wo ich einige Milliarden Jahre gewesen bin, bevor ich gezeugt wurde. Wir alle waren schon mal tot, und das verdammnt lange. Und offensichtlich war das gar nicht schlimm.

Zitat
Anders gesagt, muss das Universum, wenn es wirklich eine Erklärung hat und sich nicht selbst erklären kann, und das kann es nicht, durch etwas anderes ausserhalb von sich selbst erklärt werden, also durch omnipotenten und omniszienten Gott.


Blödsinn. Völliger Unfug:
"Anders gesagt, muss Gott, wenn er wirklich eine Erklärung hat und sich nicht selbst erklären kann, und das kann er nicht, durch etwas anderes ausserhalb von sich selbst erklärt werden, also durch einen omnipotenten und omniszienten Übergott." Und der muß erklärt werden durch einen Superübergott, und der durch einen Megasuperübergott und der - na immer so weiter.

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Michael1 Offline



Beiträge: 840

11.10.2012 12:26
#313 RE: wie seid ihr atheisten geworden ? Antworten

Zitat Klimsch:

Zitat
Wie wärs mit einer objektiven Beurteilung statt des Bekenntnisses deines Glaubens und mit der Anerkennung der kirchlichen Verbrechen gegen die von mir genannten Gruppen?



In der Geschichte beging das Christentum viele Verbrechen gegen ver. Gruppen und Gläubigen, dennoch sind diese Verbrechen keinesfalls doktrinär fundiert, wie du sie hingestellt hast. Die christliche Doktrin ist die Liebe, und wenn du was anderes im NT- findest, dan bin ich ein Lügner! Jesus Christus verlangt nichts Böses. Er lehrte die Liebe!

Zitat
Matthäus 22,34–40
Als aber die Pharisäer hörten, daß er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich.
Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte:
Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?
Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten




Ist das eine Lehre des Hasses? Das glaube ich nicht!
Er ging noch weiter und sagte:

Zitat
1. Johannes 4,20.21
Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und haßt seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht?
Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe




Und das:

Zitat
Matthäus 7,12
Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.




Und das:

Zitat
Lukas 6,31-36
Und wie ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch.
Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank habt ihr davon? Denn auch die Sünder lieben ihre Freunde.
Und wenn ihr euren Wohltätern wohltut, welchen Dank habt ihr davon? Denn die Sünder tun dasselbe auch.
Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr etwas zu bekommen hofft, welchen Dank habt ihr davon? Auch die Sünder leihen den Sündern, damit sie das Gleiche bekommen
Vielmehr liebt eure Feinde; tut Gutes und leiht, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft. So wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Allerhöchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.




Jesus Christus sagte oben: "Vielmehr liebt eure Feinde".
Also, wo hast du so eine Lehre gesehen?

Zitat
1) Du tust hier so, als würde nur der Glaube an Gott sowas wie Kommunismus verhindern. Das ist einfach nur Unsinn, denn schließlich hat das mehrheitlich ungläubige DDR-Volk den Kommunisten den Rest gegeben.

2) Mit diesem Scheinargument der kommunistischen Verbrechen konmmt ihr immer, weil ihr keine anderen, keine nachvollziehbaren Argumente habt.

3) Das erstere kann man sehn wie man will, auch nichtreiche Nichtkommunisten möchten das gerne, zumindest möchten sie, dass der Überreichtum mancher Leute verteilt wird, das zweitere ist natürlich klar abzulehnen.





1) Wer stellt die Regeln auf, wie du handeln sollst? Deine Antwort ist sehr einfach: Menschen. Das ist aber falsch. Darum sage ich: Wenn der Mensch entscheidet, was er "tun soll", dann kann er sich nicht einfach auf sich selbst beziehen, sondern, er muss sich auf einen Moralkodex beziehen, d. h. ein Fundament, das ihm dieses "Sollen" vorschreibt, denn wenn es keine letztgültige Basis für ein "Sollen" gibt, dann gibt es auch keine Basis dafür, wie wir zwischen Recht und Unrecht unterscheiden können.

Wer sollte uns sagen, warum deine und nicht meine Meinung zur Geltung kommen sollte? Macht euch nicht lächerlich. Atheismus versuchte im Kommunismus eigene Ethik und eigene Moral aufzubauen, und scheiterte kläglich.

2) Doch, die habe ich, aber das ist das beste Argument, weil es aus Praxis kommt. Die Freiheit, die Unsterblichkeit der Seele und Gott sind zwingende Argumente aus der Überzeugung von der Vernünftigkeit des moralischen Gesetzes. Das menschliche Gewissen ist Teil unseres Bewußtseins. Selbst I. Kant sagt, dass es sehr wichtig ist, dass man die innere Gewissheit hat, dass man seine Pflicht tun muss. Wenn aber mit den Tod alles aus wäre, dann wäre das aufgezwungene moralische Gesetz ein Irrsinn.

3)Moralisch wäre es, wenn man es gerecht aufteilen würde. Aber, bei so viel Egoismus in der Welt, wäre es unmöglich. Von daher kann ich nur betonen, dass rKK- eine Chatarsis durchläuft aus der sie gestärkt hervorgehen wird, weil sie eigentlich die gesunde Lehre anzubieten hat.
Atheistische Lehre ist bis dato völlig falsch gewesen, und geblieben. Siehe N. Korea!

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Fide, sed qui, vide!

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

11.10.2012 12:57
#314 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Die Wahrheit ist, über Gott oder Nicht-Gott ist keine gültige Aussage möglich.
Alles, was man darüber sagen kann, ist letzendlich Geschwätz.
Der religiös gestimmte Mensch, glaubt, daß es Gott gibt, der a-religiös gestimmte glaubt,
daß es Gott nicht gibt. So sind beide Gläubige.
Durch Erziehung läßt sich Religiösität fördern und ausbilden, oder unterdrücken.
Es gibt religiöse, die nie eine Kirche besuchen, weil die konfessionelle Vermittlung
einfach nicht ihr Ding ist, und es gibt Atheisten die häufig in der Kirche zu sehen sind,
weil sie aus kommerziellen Gründen gesehen werden möchten.
Ich vermute, daß religiösität der musikalität emmotional verwandt ist.
Man hat es, oder hat es nicht.

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

11.10.2012 13:11
#315 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat von Michael
Von daher kann ich nur betonen, dass rKK- eine Chatarsis durchläuft aus der sie gestärkt hervorgehen wird, weil sie eigentlich die gesunde Lehre anzubieten hat.
Atheistische Lehre ist bis dato völlig falsch gewesen, und geblieben. Siehe N. Korea!


Es ist erschreckend, wie wenig du weißt, wie gering oder falsch deine Bildung ist. Die KK und eine gesunde Lehre! Lies mal das Buch: "Eunuchen für das Himmelreich" von Uta Ranke-Heinemann. Die Autorin ist eine katholische Theologin.
Aber Vorsicht: "Lesen gefährdet Ihre Dummheit!"
Weiter, deine nächste dumme Ausage: Du weißt ja nicht mal, was Atheismus ist. Eine "atheistische Lehre" gibt es nicht. Die Diktatur und die Vorgänge in Nord-Korea wären auch mit einer Religion machbar und möglich gewesen. Abgesehen davon: Den Diktator zu einem Gott zu machen, das ist kein Atheismus, das ist wiederum Religion.
Versuch mal zu denken!

_____________________________________
Glaubst du noch oder denkst du schon?

Blackysmart Offline




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11.10.2012 13:21
#316 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat von Michael1 im Beitrag #308
Ursache für eine Existenz kann nur eine andere Existenz sein ...


Diese Aussage ist entweder falsch oder führt in eine unendliche Rekursion.


Zitat von Michael1 im Beitrag #308
und somit ist die Existenz ewig, und diese ewige Existenz ist das reine SEIN=GOTT.


Wenn etwas "verursacht" worden sein muß, kann dieses "etwas" nicht bereits ewig existiert haben.

Zitat von Michael1 im Beitrag #308
Anders gesagt, muss das Universum, wenn es wirklich eine Erklärung hat und sich nicht selbst erklären kann, und das kann es nicht, durch etwas anderes ausserhalb von sich selbst erklärt werden, also durch omnipotenten und omniszienten Gott.


Wieso muß das Universum durch etwas anderes erklärt werden? Bei ihrem Gott machen die Gläubigen da immer die große Ausnahme, der braucht nie eine Erklärung. Um seine Existenz zu rechtfertigen, muß dann aber alles existierende durch diesen persönlichen Gott erklärt werden.

Zitat von Michael1 im Beitrag #308
Sonst bleibt es unerklärlich, da alles im Universum kontingent ist.


Du hast also die Weltenformel entdeckt, die alle bekannten und unbekannten Naturphänomene universell erklärt? Respekt.


Zitat von Michael1 im Beitrag #308
Das wäre Pantheismus, und das ist falsch, denn das Universum kann sich aus sich selbst nicht erklären, und noch weniger kann es erklären, woher stammen die Gesetze und die Information in Ihm?


Wenn die Gläubigen bei der Erklärung ihres Gottes doch nur genauso fleißig wären wie bei allem anderen, dass sie durch ihren Gott erklären. Das Universum mit seinen Gesetzen ist da, weil es da ist. Bevor wir nichts genaueres wissen, macht es keinen Sinn, die Notwendigkeit einer Schöpferexistenz zu postulieren.

Zitat von Michael1 im Beitrag #305
Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch eine transzendente Basis braucht, um jene Dinge zu begreifen, die unsere sinnlich erfassbare Welt übersteigen.


Was unsere sinnlich erfassbare Welt übersteigt (inklusive technischer Hilfsmittel), existiert nicht für uns. Wenn Menschen meinen, es existierten solche Dinge, dann glauben sie an Geister, Wunder oder Götter.

Zitat von Michael1 im Beitrag #305
Atheisten, Deisten und Pantheisten, allesammt brauchen sie ein Etwas was immer existiert.


Falsch. Ich bin Atheist und denke, das Universum kann aus dem Nichts entstanden sein und nach Milliarden Jahren einfach wieder ins Nichts verschwinden.

Zitat von Michael1 im Beitrag #305
Wenn du glaubst dass das Universum ewig ist, dann muss ich dich enttäuschen, denn BB ist wissenschaftlich best dokumentierte und fundierte Theorie, die eindeutig gegen das ewige Universum spricht. Du weißt schon: Expansion und Rotverschiebung, die Gesetze und Naturkonstanten, Hintergrundstrahlung, Olbers´sche Paradoxon und energetische Ressourcen des Universum sprechen einfach dagegen. Es ist nicht ewig!


Ich habe letztens in einem Bericht gesehen, dass bei Vorhandensein genügend dunkler Energie die Ausdehnung des Universums immer schneller voranschreitet und letztendlich so groß wird, dass es sämtliche Materie zerreissen würde. Vielleicht vollzieht sich hier ein Kreislauf schon seit Ewigkeiten. Aber darüber wissen wir noch wenig, aber jedenfalls mehr als über einen angeblichen Gott.

Zitat von Michael1 im Beitrag #305
Ausserdem, neben hergebenden Etwas brauchen die Atheisten noch zwei weitere transzendente Begriffe, wie "auslösendes" und "aufnehmendes Etwas", damit sie ihre Behauptung stützen können.


Du verwechselst hier Wissenschaft mit Atheismus. Die Wissenschaft geht erst einmal von bisher gültigen Naturgesetzen aus. Als Atheist sage ich Dir, wir wissen (noch) nichts über den Grund unserer oder der Existenz des Universums. Wir sollten aber alles versuchen, dies herauszufinden. Eine Erklärung mit einem unsichtbaren Kumpel mit viel Macht, der jederzeit für einen da ist, finde ich absolut albern.


Zitat von Michael1 im Beitrag #305
Ist es nicht rationaler zu glauben, ...


Glaube ist nie rational.

Michael1 Offline



Beiträge: 840

11.10.2012 13:32
#317 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat Ahriman:

Zitat

Na, ich brauche das nicht. Und ich halte Menschen, die etwas brauchen, was übernatürlich, übersinnlich ist (das ist in meinem Wörterbuch die Übersetzung für transzendent) für geistig zurückgeblieben. An Geister und Gespenster zu glauben hält man allgemein für kindisch und dumm. Und Gott ist auch nur ein Geist, und daß er ein heiliger Geist ist macht es nur noch schlimmer.



Schau, was du brauchst oder nicht das ist deine Sache, aber in einer Diskussion kannst du nicht so mit "trararara" auftreten, da du dich so nur völlig demontierst. Du willst eine sachliche Diskussion, und hast sie hier bekommen, und zeige mir was du kannst.
Ergo, für diese Diskussion musst du das Wissen mitbringen und deine Raserei zu Hause lassen.
Auch Atheist braucht transzendente Begriffe um seine Theorie von der Entstehung der Welt zu formulieren.

Zitat

Da irrst du. Bei einigen kernphysikalischen Experimenten hat man tatsächlich schon beobachtet, daß Teilchen aus dem Nichts erschienen.
Abgesehen davon, Michael: Die Behauptung, die Materie könne nicht aus dem Nichts entstehen ist völlig aus der Luft gegriffen und absolut unbewiesen, genau so wie die Behauptung, daß sie es kann.


Mensch, du verstehst das Ganze nicht! Im Universum kann es keine Zustände gäben die dem "NICHTS" entsprechen würden, da das "NICHTS" reine semantische Existenz besitzt. Ich muss mich wirklich fragen: warum antworte ich dir?

Zitat
Was mich betrifft als Atheist: Es ist mir wurscht, woher die Materie kommt. Sie ist da, das genügt mir. Wie gesagt, ich brauche keine Transzendenz. Diese Frage "Woher?" überlasse ich den Wissenschaftlern.


Tja, dann bist für mich kein ebenbürtiger Diskutant. Tut mir Leid für dich.

Zitat
Damit ist deine Aussage Unfug. Merke bitte: Wenn die Wissenschaft eine Frage nicht beantworten kann (noch nicht!), solltest du nicht deinen Gott in die Lücke stopfen. Damit sind die Gläubigen bisher schon zu oft auf die Nase gefallen, wenn mal wieder der Gott hinwegerklärt wurde. (Wie etwa Benjamin Franklin den blitzeschleudernden Gott hinwegerklärt hat.)


Wahrscheinlich hat sich die wissenschaftliche Tatsache , dass die Wissenschaft das Werk von gläubigen Menschen ist, bei dir noch nicht herumgesprochen und Einzug gehalten. Allesammt waren sie gläubig. Paar Atheisten kommen auch dazu, natürlich als Ausnahmen, um die Regel zu bestätigen.

Zitat

Das glauben nur Ungebildete. Nichts ist ewig, und somit auch kein Gott.



Gott ist ewig, er hat es uns so wissen lassen. Lese die Bibel. Gott ist notwendig und nicht kontingent. An diesem Beispiel werde ich dir das verdeutlichen:
Also, wenn man sich mit dem Begriff Got, eines notwendigen Seins auseinandersetzen will, dann sollte man sich zuerst fragen, ob es überhaupt irgend etwas gibt, das notwendigeweise der Fall wäre?

Nehmen wir diese Aussage als Beispiel:
-"Es gibt mindenstens eine wahre Aussage." Wir nennen diese Aussage "A".
-Ist "A" notwendig war? Nehmen wir an, "A" sei falsch, und bezeichnen wir die Aussage "A" ist falsch als "B".
-Wenn aber "A" falsch ist, dann ist auch "B" falsch, weil "B" eine Aussage ist.
-Und wenn "A" falsch ist, dann gibt es keine wahren Aussagen. Also muss "A" wahr sein. Es ist deshalb logisch unmöglich, dass es keine wahren Aussagen gibt.
Ich hoffe, dass das nicht allzu hoh für dich ist?

Zitat

Wie bitte? Wozu soll ich sowas brauchen? Ich habe jetzt keine Ahnung, was das überhaupt sein soll, ein "hergebendes", "auslösendes" und "aufnehmendes Etwas". Ein Gott? Den brauche ich so nötig wie einen zweiten Arsch.



Du kommst nicht umhin ohne den TRANSZENDENZEN! So ist es nun mal!

Zitat

Das erklärt überhaupt nichts. Denn dann erkläre du mal, woher dein "System Gott" kommt und wer den Gesetzgeber gemacht hat. Es könnte einen rasend machen, wenn man die Denkunfähigkeit von Leuten wie du so vorgeführt bekommt: Du verschiebst deine Frage nur um eine Stufe nach hinten uns stehst dann wieder dämlich da: Woher kommt Gott? Aus dem Nichts? Wenn ein Gott aus dem Nichts kommen kann, dann kann das auch Materie.



Aus der Logik ist uns bekannt, dass das Kausalitätsprinzip nur anwendbar ist auf die Kategorie von Wirkungen, die in Existenz gekommen sind. D. h. alles was existiert hat eine Ursache. Nun aber, wenn etwas was Sein ist nicht in Existenz getreten ist, dann gibt es nur eine Möglichkeit: Das muss von Ewigkeit her existieren. Und das was ewig existiert ist unverursacht. Also es ist akausal. So long! Biblischer Gott ist unverursacht, akausal, da ewig existierend!



Zitat

Quatsch. Die Wissenschaft hat uns bisher gezeigt, daß es fabelhaft ohne Gott geht und Gott eine völlig irrationale Erklärung ist. Eine Hypothese, die sich auf nichts stützen kann, die völlig unbewiesen in der Luft hängt, ist gerade für Wissenschaftler grober Unfug und Zeitverschwendung.



Sie gibt an ohne Gott auszukommen, tut es aber nicht. Wie ist das Universum entstanden? Wie ist das Leben entstanden? Ohne Gott gibt es hier keine rationale Lösung!

Zitat

Dafür gibt es viele gute Bücher, mein Lieber. Aber Vorsicht:
"Der Bildungsminister warnt: Lesen gefährdet Ihre Dummheit!"
Wohin ich gehe? Dorthin, wo ich einige Milliarden Jahre gewesen bin, bevor ich gezeugt wurde. Wir alle waren schon mal tot, und das verdammnt lange. Und offensichtlich war das gar nicht schlimm.




Ich glaube, du solltest sofort mit lesen beginnen, denn deine Statement sind völlig vo der Ratio losgelöst!

Zitat


Blödsinn. Völliger Unfug:
"Anders gesagt, muss Gott, wenn er wirklich eine Erklärung hat und sich nicht selbst erklären kann, und das kann er nicht, durch etwas anderes ausserhalb von sich selbst erklärt werden, also durch einen omnipotenten und omniszienten Übergott." Und der muß erklärt werden durch einen Superübergott, und der durch einen Megasuperübergott und der - na immer so weiter.


Gott ist "causa causarum", "causa sui" et "causa prima".
Unverursacht! Akausal! EWIG!
MfG

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

11.10.2012 13:59
#318 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

[quote="Michael1"] Gott ist ewig, er hat es uns so wissen lassen. Lese die Bibel. [quote]

In der Bibel stehen ja auch nur nachweisbare Fakten. Manchmal glaube ich, es gibt da einen Zusammenhang zwischen geglaubter inzestiöser Abstammung von Adam und Eva und dem "religiösen" Gen.

Michael1 Offline



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11.10.2012 14:06
#319 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat Blackysmart:

Zitat


Diese Aussage ist entweder falsch oder führt in eine unendliche Rekursion.



Es heißt nicht "Rekursion" sondern Regression.
Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Regression
Und hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rekursion

Zitat
Nicht jede rekursive Definition ist eine Definition im eigentlichen Sinn, denn die zu definierende Funktion braucht nicht wohldefiniert zu sein. Jeder Aufruf der rekursiven Funktion muss sich durch Entfalten der rekursiven Definition in endlich vielen Schritten auflösen lassen. Ist dies nicht erfüllt, so spricht man von einem infiniten Regress (vulgo Endlosschleife).


Damit alles seine Ordnug hat!

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11.10.2012 14:15
#320 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

…Sir James Jeans?
In seinen Ausführungen sagt Jeans, dass die wichtigsten Leistungen der Naturwissenschaften weder die Relativitätstheorie, noch die Quantentheorie, noch die Spaltung des Atoms ist, sondern "die allgemeine Erkenntnis, dass wir noch nicht in Berührung mit der letzten Wirklichkeit sind". Auch formuliert er mit Platos Worten "Non in tempore, sed cum tempore, finxit deus mundum" die Rolle des Schöpfers in der Schöpfung. Er stellt die klassische Weltsicht in Frage: "das Weltall sieht allmählich mehr aus wie ein großer Gedanke als wie eine große Maschine", so dass der Zwiespalt zwischen Geist und Materie an Bedeutung verliert, da "Materie zu einer Schöpfung und Offenbarung des Geistes wird." [1877 – 1946, Auszüge aus "In unerforschtes Gebiet"]

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

11.10.2012 14:18
#321 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

…Erwin Schrödinger?
Schrödinger beschreibt die Naturwissenschaft und findet, dass in der Welt der Naturwissenschaft "alle Sinnesqualitäten fehlen", es fehlen "Farben, Töne, Greifbarkeit". Und daher fehlen der Naturwissenschaft die Dinge, "die ihre Bedeutungen in bezug auf das bewusst anschauende, wahrnehmende und fühlende Wesen haben", vor allem "sittliche und ästhetische Werte, Werte von jeder Art, alles was auf Sinn und Zweck des ganzen Geschehens Bezug hat." Doch sind diese Werte auch nicht in das Weltmodell einzubauen, da sie als solche falsch werden. Besonders schmerzlich ist aus Sicht Schrödingers "das völlige Schweigen unseres ganzen naturwissenschaftlichen Forschens auf unsere Fragen nach Sinn und Zweck des ganzen Geschehens.[...] Das Spektakel, das sich da abspielt, erhält einen Sinn offenbar nur durch den Geist, der ihm zuschaut." Und schließlich findet er einen Grund dafür, warum der Naturwissenschaft zu Unrecht der Atheismus unterstellt wird: "Der persönliche Gott kann in einem Weltbild nicht vorkommen, das nur zugänglich geworden ist um den Preis, dass man alles Persönliche daraus entfernt hat. Wir wissen: Wenn Gott erlebt wird, so ist das ein Erlebnis, genauso real wie eine unmittelbare Sinnesempfindung oder wie die eigene Persönlichkeit. Wie diese muss er im raum-zeitlichen Bilde fehlen. "Ich finde Gott nicht vor Raum und Zeit", so sagt der ehrliche Naturwissenschaftliche Denker. Und dafür wird er von denen gescholten, in deren Katechismus geschrieben steht: Gott ist Geist" [1887 – 1961, Nobelpreis 1933, Auszüge aus "Das arithmetische Paradoxon – Die Einheit des Bewusstseins"]

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

11.10.2012 14:31
#322 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

…Albert Einstein?
Albert Einstein beschäftigt sich mit der Art der Religionen: Er vergleicht die "Furcht-Religionen" primitiver Völker mit den "moralischen Religionen" höherer Kulturen. Ein höheres religiöses Erleben sieht er in der "kosmischen Religiosität", der kein "menschenartiger Gottesbegriff entspricht". Dabei fühlt das Individuum die "Nichtigkeit menschlicher Wünsche und Ziele und die Erhabenheit und wunderbare Ordnung, welche sich in der Natur sowie in der Welt des Gedankens offenbart"; es will "die Gesamtheit des Seienden als ein Einheitliches und Sinnvolles erleben". Auch er sieht aus historischer Sicht "Wissenschaft und Religion als unversöhnliche Antagonisten" in der kausalen Weltsicht. Der Wissenschaft "wurde vorgeworfen, dass sie die Moral untergrabe, jedoch gewiss mit Unrecht. Das ethische Verhalten des Menschen ist wirksam auf Mitgefühl, Erziehung und soziale Bindung zu gründen und bedarf keiner religiösen Grundlage." Für ihn ist es daher verständlich, dass Religion und Wissenschaft sich seit jeher "bekämpft und ihre Anhänger verfolgt haben". Doch andererseits ist für Einstein "die kosmische Religiosität die stärkste und edelste Triebfeder wissenschaftlicher Forschung." Nur der lebendige Glaube an "die Vernunft des Weltenbaues und Abglanzes der in dieser Welt geoffenbarten Vernunft" hat Kepler und Newton "den Mechanismus der Planetenbahnen in der einsamen Arbeit vieler Jahre" entwirren lassen. "Es ist die kosmische Religiosität, die solche Kräfte spendet. Ein Zeitgenosse hat nicht mit Unrecht gesagt, dass die ernsthaften Forscher in unserer im allgemeinen materialistisch eingestellten Zeit die einzigen tief religiösen Menschen seien.[...]

Michael1 Offline



Beiträge: 840

11.10.2012 14:36
#323 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Zitat Blackysmart:

Zitat


Wenn etwas "verursacht" worden sein muß, kann dieses "etwas" nicht bereits ewig existiert haben.



Gott ist unverursacht, er ist ewig! Von daher greift hier kein Kausalitätsprinzip ein!

Zitat


Wieso muß das Universum durch etwas anderes erklärt werden? Bei ihrem Gott machen die Gläubigen da immer die große Ausnahme, der braucht nie eine Erklärung. Um seine Existenz zu rechtfertigen, muß dann aber alles existierende durch diesen persönlichen Gott erklärt werden.



Gott ist unverursacht, akausal, ewig, omnipotent und omniszient. Die Existenz Gottes lässt sich nicht beweisen im Sinne der heutigen Naturwissenschaft. Der Mensch kann nur das beweisen, über das er erhaben ist. Gott hat sich aber Offenbart.
Allgemeine Offenbarung:
-Das Universum.
-Im Gewissen des Menschen.
Gottes besondere Offenbarung:
-Geschichte des Volkes Israel.
-BIBEL
-Jesus Christus
Der Mensch kann Gott erkennen, aber nicht beweisen.

Zitat


Du hast also die Weltenformel entdeckt, die alle bekannten und unbekannten Naturphänomene universell erklärt? Respekt.



Ich brauche so eine Formel nicht, da es sie gar nicht gibt. Du hast eines vergessen: Die Wissenschaft lehrt keine WAHRHEIT.
Ohne Gott kannst du gar nichts rational erklären.

Zitat


1) Wenn die Gläubigen bei der Erklärung ihres Gottes doch nur genauso fleißig wären wie bei allem anderen, dass sie durch ihren Gott erklären.
2) Das Universum mit seinen Gesetzen ist da, weil es da ist.
3) Bevor wir nichts genaueres wissen, macht es keinen Sinn, die Notwendigkeit einer Schöpferexistenz zu postulieren.



1) Aber noch weniger einen völlig irrationalen Glauben! Das Christentum verteidigt die Ratio, was Wissenschaft nicht macht. Wie bitte schön, kann etwas aus Nichts entstehen, wo wir alle wissen, dass das Nichts eine reine semantische Existenz besitzt und Nicht-Sein "verkörpert"? Omnipotenter und omniszienter Gott dagegen, kann per Definitionem aus dem NICHTS kreieren, ansonsten wäre er kein Gott.
2) Das ist keine philosophische, und noch weniger rationale Aussage!
3) Es gibt nur eine rationale und widerspruchslose Lösung: Gott.

Zitat


Was unsere sinnlich erfassbare Welt übersteigt (inklusive technischer Hilfsmittel), existiert nicht für uns. Wenn Menschen meinen, es existierten solche Dinge, dann glauben sie an Geister, Wunder oder Götter.



Wirst du hier behaupten dass es keine Liebe gibt? Keine Gedanken? Keine Qualia?
Wo kommst du her?

Zitat


Falsch. Ich bin Atheist und denke, das Universum kann aus dem Nichts entstanden sein und nach Milliarden Jahren einfach wieder ins Nichts verschwinden.



Schreiben kannst du es, aber begründen kannst du es nicht. Dagegen habe ich meine Meinung mit stichhaltigen Argumenten begründet.
Wo liegt dein Fehler?

Zitat


Ich habe letztens in einem Bericht gesehen, dass bei Vorhandensein genügend dunkler Energie die Ausdehnung des Universums immer schneller voranschreitet und letztendlich so groß wird, dass es sämtliche Materie zerreissen würde. Vielleicht vollzieht sich hier ein Kreislauf schon seit Ewigkeiten. Aber darüber wissen wir noch wenig, aber jedenfalls mehr als über einen angeblichen Gott.




Von wilden Spekulationen kann der SF-Film leben, aber die Wissenschaft nicht.

Zitat


Du verwechselst hier Wissenschaft mit Atheismus. Die Wissenschaft geht erst einmal von bisher gültigen Naturgesetzen aus. Als Atheist sage ich Dir, wir wissen (noch) nichts über den Grund unserer oder der Existenz des Universums. Wir sollten aber alles versuchen, dies herauszufinden. Eine Erklärung mit einem unsichtbaren Kumpel mit viel Macht, der jederzeit für einen da ist, finde ich absolut albern.




Es ist gut dass du es endlich zugegeben hast. Woher kommt die Information ins Universum?
Dieser Kumpel, wie du Gott nennst hat sich offenbart, und das ist Geschichte. Dagegen sind deine Lamentationen reine Spekulationen!

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Michael1 Offline



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11.10.2012 14:40
#324 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Max Planck über Gott und Naturwissenschaft:

Zitat
Max Planck: "Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich.Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt - es ist der Menschheit nicht gelungen, das heißersehnte Perpetuum mobile zu erfinden - so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche - denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht - , sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott! Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes. Und damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir müssen unser Forschen weitergeben in die Hände der Philosophie." (1)

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Michael1 Offline



Beiträge: 840

11.10.2012 14:41
#325 RE: wie seit ihr atheisten geworde Antworten

Max Planck über Religion und Wissenschaft:

Zitat
Max Planck (1937, S. 331/332): "Im Gegensatz dazu [der Methodik des religiösen Menschen] ist für den Naturforscher das einzig primär Gegebene der Inhalt seiner Sinneswahrnehmungen und der daraus abgeleiteten Messungen. Von da aus sucht er sich auf dem Wege der induktiven Forschung Gott und seiner Weltordnung als dem höchsten, ewig unerreichbaren Ziele nach Möglichkeit anzunähern. Wenn also beide, Religion und Naturwissenschaft, zu ihrer Betätigung des Glaubens an Gott bedürfen, so steht Gott für die eine am Anfang, für die andere am Ende alles Denkens. Der einen bedeutet er das Fundament, der anderen die Krone des Aufbaus jeglicher weltanschaulicher Betrachtung." (2)S. 332: "Religion und Naturwissenschaft - sie schließen sich nicht aus, wie manche heutzutage glauben oder fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Wohl den unmittelbarsten Beweis für die Verträglichkeit von Religion und Naturwissenschaft auch bei gründlich-kritischer Betrachtung bildet die historische Tatsache, daß gerade die größten Naturforscher aller Zeiten, Männer wie Kepler, Newton, Leibniz von tiefer Religiosität durchdrungen waren."




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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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