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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 569 Antworten
und wurde 20.059 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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TheDevilsAdvocate Offline

Skeptic


Beiträge: 841

05.08.2010 01:36
#51 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

@Erretter

Erstmal vielen Dank, dass Du Zeit gefunden hast auch auf meinen Beitrag kurz einzugehen. Bei der Anzahl an Themen und Gesprächspartnern hier kein leichtes Unterfangen jeden zufriedenstellend entgegen kommen zu wollen, oder gar zu können.

Du schreibst:

Wenn das was ich hier schrieb gleich missbraucht wird um zu behaupten, dass es typisch wäre, dass Gläubige aus zerrütteten Familien stammen...

Ich hätte Stans Formulierung eher als allgemein gestellte Frage, statt einer Behauptung verstanden:

Aber täuscht mich der Eindruck,das verdammt viele Gläubige aus zerrütteten Familienverhätnissen kommen bzw. eine eher schlechte Kindheit hatten?

Stan gleich deswegen Missbrauch zu unterstellen, finde ich etwas hart und übertrieben. Vielleicht hat er einfach Deine Intention, bzw. Deine Aussagen nicht so verstanden, wie Du es beabsichtigt hast? Und ich denke, dass ist auch im weiteren Fall passiert...

Erretter schreibt:
...und nur aus Protest geglaubt wird,

Stans Worte nach Deinem Beitrag waren: Klingt nach einer Protesthaltung[...]

Relix Worte waren: Großartig, der nächste Gläubige, der aus pubertärem Protest gläubig geworden und gleichsam niemals über dieses Stadium hinausgekommen ist - nein, es sogar noch zelebriert!, bzw, später „Ja, aber selbstverständlich. Aus pubertierendem Protest hast du die Entscheidung getroffen, an den Unsinn an den glaubst, zu glauben., nachdem Du ein Strohmann-Argument aufgebaut hast:

"Es ist also pubertärer Protest, wenn jamnd selbst entscheidet woran er glaubt." Relix hatte derartiges nicht behauptet und du zuvor nicht deutlich genug dargelegt, worum es Dir überhaupt ging.

Statt sich zu fragen, wieso die beiden überhaupt darauf kommen, erfolgte von Dir u.a. die Bemerkung:

Aber es war ja zu erwarten, dass hier nur wieder verdreht wird anstatt zu argumentieren.

Könnte es nicht auch daran liegen, dass Du nicht so deutlich Deine Meinung vermitteln konntest, so dass jeder sie gleich zu Beginn verstehen konnte?

Auch ich habe oftmals Schwierigkeiten Deine Beiträge nachzuvollziehen. Ich finde Deine Aussagen manchmal etwas unverständlich geschrieben. In Deinem ersten Beitrag ist nicht zu erlesen wann Du gläubig wurdest, oder warum. Im Gegenteil. Dein Vater hat Dich gescholten für ein bekundetes Interesse an Religion, nicht weil Du Christ warst, oder Dich zu Gott bekannt hast. Lediglich in der letzten Bemerkung sprichst Du plötzlich vom Glauben und wie egal Dir die Misshandlungen Deines Vaters waren, als er Deiner Meinung nach versuchte Deinen Glauben zu brechen. Dies kann m.E. auch als Protesthaltung aufgefasst werden, als Antwort auf die jahrelange Bevormundung und Unterdrückung Deines Vaters, der dich davon abhielt sich mit Religion zu beschäftigen. Dass dem ja nicht so ist, hast Du ja später versucht klar zu stellen.

Noch was:

1.Bei der Diskussion mit Atheisten gehst Du m.E. mit einer grundsätzlich negativen Erwartungshaltung heran, dass sich oftmals in Deiner Wortwahl widerspiegelt. Du pickst diejenigen Aussagen in den anschließenden Beiträgen heraus, die Dich darin bestärken und hältst dann anderen ihr Fehlverhalten vor, meist indem Du selbst wieder sehr provokative Formulierungen wählst. Kein gutes Rezept für einen Dialog.

2.Ich kann oft leider auch keine sachliche Argumentation in Deinen Beiträgen erkennen, geschweige denn den Willen auch die Ansichten der hiesigen Atheisten zu verstehen. Auch Du verdrehst öfters Aussagen zu Deinen Gunsten, statt möglichst sachlich etwas zu erwidern, meiner Meinung nach.

3.Ja, auch ich bemängele z.T. die Qualität so mancher atheistischer Aussagen, aber mal im ernst – müssen wir deswegen auf Kindergartenniveau diskutieren, Erretter? Der eine haut drauf und Du musst natürlich sogleich kontern. Du wirfst anderen ihr Fehlverhalten im Forum vor, aber bist Du selbst ein gutes Vorbild?

4. Diese Bemerkung bezüglich der "verdrehung" Deiner Worte, statt Argumente zu formulieren, ist viel zu allgemein. Ein jeder hier hatte mehrere Aussagen gefällt, z.T. mit Begründungen. Die wenigsten davon hast Du kommentiert, geschweige denn beachtet.

Erretter schreibt:

tue ich denjenigen die das schreiben bestimmt nicht Unrecht, wenn ich sie mit meinem Vater vergleiche. Denn genauso hat er auch pauschalisiert und seine Abneigung gegen Christen und die Kirche auf mich übertragen.

Und nun ist es endlich Zeit den Spieß umzudrehen, oder wie habe ich das zu verstehen? Deine Abneigung gegenüber Atheisten, sowie die steten Pauschalisierungen gegenüber Atheisten in einigen Deiner Beiträge, finde ich ebenso kritikwürdig. Du wirfst Deinem Vater und nun anderen Atheisten derlei Dinge vor, aber selbst praktizierst Du sie. Das ist für mich unglaubwürdig.

Erretter schreibt:

Von einigen hier wird doch geradezu bestätigt, dass mein Vater der typische Atheist war.

Also ist ein „typischer Atheist“ für Dich jemand, der seine Kinder(n)

misshandelt
bedroht
emotional erpresst
verbietet, sich mit Religion zu beschäftigen
verbietet, über Religion zu sprechen
beleidigt

wenn sie sich für Religion interessieren sollten?

Würde ich diese Vorstellung über Atheisten hegen, würde ich sicherlich auch vehement und mit Abneigung gegen sie vorgehen.

Erretter schreibt:

Ich verstehe nicht warum du Leute verteidigst, die nichts weiter machen als das was du schreibst gleich wieder zu widerlegen.

1.Ich bin selber Atheist. Jedes mal wenn du etwas gegen Atheisten hervorbringst, bin ich ebenso angesprochen.
2.Ich sehe es wahrscheinlich etwas differenzierter als Du.
3.Ich bin nicht emotional involviert.
4.Ich kann und würde nicht für alle Atheisten meine Hand ins Feuer legen. Ich vertrete hier nicht andere Atheisten, sondern höchstens meine atheistische Einstellung/Ansichten.
5.Ich schrieb: [...]dennoch denke ich, dass Du einigen hier Unrecht antust, wenn Du sie mit Deinem Vater vergleichst.
6. Du bist für mich der erste Fall einer „streng atheistischen Erziehung“. Alle Atheisten, die ich in meinen bisherigen Lebensjahren kennenlernen durfte, hätten das Verhalten Deines Vaters nicht gebilligt und scharf kritisiert. Und so wie ich einige hier einschätze, würden sie es ebenso tun, mit genau der gleichen Akribie und Vehemenz, als ginge es um eine „streng religiöse Erziehung“.

Erretter schreibt:

Sehe dir doch beispielsweise mal das an was Relix schreibt.

Ich finde manche Deiner Aussagen oftmals kein deut besser geschrieben, bevor Du hier nun anfängst den Finger auf irgendeinen der Atheisten zu zeigen. Ich habe Dir ja bereits ein paar Bibelverse mit auf den Weg gegeben im letzten Beitrag. Vielleicht sind sie ja eine Hilfe, dass wenigstens Du dich etwas beruhigst, statt noch mehr Öl ins Feuer zu gießen.

Hast Du dich jemals bemüht Relix zu verstehen oder ihm versucht einfach eine freundliche, sachliche Frage zu stellen, oder eine entsprechende Antwort? Hast Du hier jemals versucht die ganze Situation zu deeskalieren, wenn es denn kein anderer macht? Oder liegt es einfach in Deinem Interesse Atheisten ebenso provokativ anzublaffen und zu sticheln, um bei ihnen entsprechende Reaktionen hervorzurufen, die Deine schlimmsten Befürchtungen immer wieder bestätigen? Den Eindruck erwecken so manche Deiner Beiträge bei mir momentan.

Um dies zu beenden, bevor Stan* einschläft oder er meine Beitragslänge wieder moniert:

Auf der einen Seite kann ich Dich z.t. gut verstehen, auf der anderen Seite erachte ich Dich ebenso verantwortlich für die schief laufende Diskussion.


*@Stan
Only joking. Vielen Dank für Dein positives Feedback und die konstruktive Kritik im anderen Thread. Werde mich ab und an bemühen meine Posts kürzer zu fassen. ;-)

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...Prüfet alles, das Gute behaltet... (1 Thess 5,19-21)

"It is a capital mistake to theorize before one has data. Insensibly one begins to twist facts to suit theories, instead of theories to suit facts." S. Holmes

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

05.08.2010 07:09
#52 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

@devil

Ich glaube du bist einfach zu optimistisch. Ich finde Erretter hat deutlich gezeigt, das er entweder nicht in der Lage ist zu dikutieren, oder einfach nicht die Absicht dazu hat.

Wie du schon sagtest, er geht nur auf die "Beleidigungen" ein, die oft nicht mal welche sind, sondern nur von ihm so aufgefasst werden wollen.

Auf Argumente geht er einfach nicht ein. Ich habe das schon an diversen Stellen gesehen. Er scheint an einem Dialog nicht interessiert oder hat ein sehr schlechtes Kurzzeitgedächnis, das er das ebend gelesene bei der Antwort die er schreibt schon vergessen hat. Anders kann ich mir das nicht erklären.

PS: Ja etwas kürzere Beiträge währen nicht schlecht . Es macht zwar spass deine Argumente zu lesen, aber es ist sehr müßig.

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Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

89 ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2010 08:35
#53 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von TheDevilsAdvocate
auf der anderen Seite erachte ich Dich ebenso verantwortlich für die schief laufende Diskussion.


Läuft die Diskussion schief...? Mein Eindruck ist, sie verläuft so wie immer, wenn mit Gläubigen hiesigen Formats "diskutiert" wird: nämlich destruktiv. Auch helfen keine eingestreuten Bibelzitate, im Gegenteil, da sich auch immer ein Antonym zu zitierter Stelle in der Bibel finden lässt.
Sollte ich mit der Bemerkung noch mehr zur Schieflage beigetragen haben, tut mir das nicht leid , es ist so wie es ist und ein gewisses Niveau kann man nicht herbeireden respektive schreiben.

TheDevilsAdvocate Offline

Skeptic


Beiträge: 841

05.08.2010 09:09
#54 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

@Alinardus

@devil

Ich glaube du bist einfach zu optimistisch. Ich finde Erretter hat deutlich gezeigt, das er entweder nicht in der Lage ist zu dikutieren, oder einfach nicht die Absicht dazu hat.

Genauso wenig, wie manch andere hier, darf ich wohl mittlerweile annehmen?! Mit Optimismus hat das übrigens nicht viel zu tun. Ich argumenetiere nicht erst seit Gestern mit Gläubigen (in Foren), nebenbei bemerkt.


PS: Ja etwas kürzere Beiträge währen nicht schlecht . Es macht zwar spass deine Argumente zu lesen, aber es ist sehr müßig.


Keine Chance, wenn ich versuche etwas klar zu stellen. Genau das ist ein Problem solcher Foren - in der Kürze liegt die Würze und schon gibt es Missverstädnisse.

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TheDevilsAdvocate Offline

Skeptic


Beiträge: 841

05.08.2010 09:16
#55 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

@89

Läuft die Diskussion schief...? Mein Eindruck ist, sie verläuft so wie immer, wenn mit Gläubigen hiesigen Formats "diskutiert" wird: nämlich destruktiv.

Liegt dies nur an den Gläubigen? ...Ich habe diesbezüglich meine Meinung und Intentionen bereits in einem anderen Thread kundgetan. Ich kann z.T. genau die gleichen anmaßenden, arroganten, beleidigenden Behauptungen in Beiträgen so mancher Atheisten hier vorfinden, die wiederum solches Verhalten bei den Gläubigen anprangern.


Aber ich muss jetzt zur Arbeit...

Have a nice day

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89 ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2010 10:10
#56 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von TheDevilsAdvocate

Liegt dies nur an den Gläubigen? ...


Natürlich nicht, eines bedingt das andere. Die Argumentationsmuster sind fast immer dieselben, mal mehr, mal weniger anspruchsvoll/originell. Aber das liegt nicht mal an den Argumenten selbst (die oftmals keine sind) sondern an der Ideologie/Weltanschauung die dadurch plausibel erscheinen soll.

Erretter Offline




Beiträge: 111

05.08.2010 10:43
#57 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Relix

Zitat
Ja ja, die üblichen erfundenen Unterstellungen. Sagst du das Gleiche auch Atheisten, die aus strengen christlichen Familien kommen?


Natürlich nicht. Menschen unter der Bezeichnung "Atheist" definieren sich ja nicht durch den Glauben an Unsinn - Atheismus definierst sich ja gerade eben durch den Nichtglauben an besagten Unsinn.




Atheismus definiert sich durch das Weglassen von Erklärungen zur Entstehung des Lebens und Christen zu unterstellen, sie würden wissenschaftliche Belege nicht akzeptieren. Wenn Atheisten wissenschaftlich argumentieren, geht es dabei nur darum davon abzulenken, dass das was belegt ist keine Antwort auf die Fragen um die geht bietet. Eine Weltanschauung die erst nach der Entstehung des Lebens beginnt, ist nunmal nicht vollständig. Ich bin kein Bibeltreuer Christ, deswegen stehen für mich Evolution und Schöpfung in keinem Widerspruch zueinander.

Das erklärt z.T. auch warum ich (nicht bibeltreuer) Christ wurde/blieb, bibeltreue Christen und Atheisten haben durch ihre Unfähigkeit die Bibel zu lesen unvollständige Weltanschauungen, sowas ist nichts für mich.

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Ein Christ baut ein Haus aus Zement und Stein, ein Atheist setzt sich vor einen Sandhaufen und wartet.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 17.307

05.08.2010 11:06
#58 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
Das erklärt z.T. auch warum ich (nicht bibeltreuer) Christ wurde/blieb,

1. Jetzt weiß ich immer noch nicht, wie du zum Gottglauben gekommen bist!

2. Wenn die Bibel nicht der Quell deines Glaubens ist, was (oder wer) dann?

Zitat
bibeltreue Christen und Atheisten haben durch ihre Unfähigkeit die Bibel zu lesen

Dann bist du also doch bibeltreu! Nur dass du in der Lage bist, sie richtig zu lesen....

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

05.08.2010 11:22
#59 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
Das erklärt z.T. auch warum ich (nicht bibeltreuer) Christ wurde/blieb, bibeltreue Christen und Atheisten haben durch ihre Unfähigkeit die Bibel zu lesen unvollständige Weltanschauungen, sowas ist nichts für mich.


Hallo Erretter
Mich würde sehr interessieren, wie die wahre Fahigkeit, die Bibel zu lesen, aussieht, was
dazu nötig ist und wie Du diese Fähigkeit erworben hasst?
Grüsse
Till

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

05.08.2010 11:31
#60 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
Ein Christ baut ein Haus aus Zement und Stein, ein Atheist setzt sich vor einen Sandhaufen und wartet.


Das ist Blödsinn hoch drei. Nur Christen warten auf Wunder, Atheisten tun das nicht - sie glauben nämlich nicht daran.

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Glaubst du noch oder denkst du schon?

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 17.307

05.08.2010 12:09
#61 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
Ein Christ baut ein Haus aus Zement und Stein, ein Atheist setzt sich vor einen Sandhaufen und wartet.

Ein Christ erfleht eine gute Welt durch Gebete.
Ein Atheist krempelt die Ärmel hoch und tut die nötige Arbeit.

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Relix Offline

Wertekiller


Beiträge: 3.480

05.08.2010 12:23
#62 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
Eine Weltanschauung die erst nach der Entstehung des Lebens beginnt, ist nunmal nicht vollständig.



Der Gläubige sieht die Blitze am Himmel und meint: "Das sind die Sternmenschen aus der dreizehnten Dimension, wenn sie sich die Hände schütteln"
Der Wissenschaftler sieht die Blitze am Himmel und meint: "Ich weiß nicht, was es ist, aber ich werde mich bemühen, es herauszufinden."

Nur weil man noch keine Erklärung hat, wird nicht jede x-beliebige, unbelegte Erklärung valid. Ein völlig absurder, und katastrophal unlogischer Gedanke.
(Zumal die christliche Erklärung absolut keine Erklärung ist, sondern nur eine Weiterverlagerung des Problems auf eine höhere Instanz - gefolgt von gewollter Ignoranz im Angesicht der Unlösbarkeit dieses Problems - warum diesen Schritt überhaupt machen, macht rational überhaupt keinen Sinn.)

Zitat
Ein Christ baut ein Haus aus Zement und Stein, ein Atheist setzt sich vor einen Sandhaufen und wartet.



Das macht schlicht und einfach keinen Sinn. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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"Philosophie besteht aus Fragen, die niemals beantwortet werden können. Religion besteht aus Antworten, die niemals hinterfragt werden dürfen."
-Anonym

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

05.08.2010 12:32
#63 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat
Atheismus definiert sich durch das Weglassen von Erklärungen zur Entstehung des Lebens und Christen zu unterstellen, sie würden wissenschaftliche Belege nicht akzeptieren. Wenn Atheisten wissenschaftlich argumentieren, geht es dabei nur darum davon abzulenken, dass das was belegt ist keine Antwort auf die Fragen um die geht bietet. Eine Weltanschauung die erst nach der Entstehung des Lebens beginnt, ist nunmal nicht vollständig. Ich bin kein Bibeltreuer Christ, deswegen stehen für mich Evolution und Schöpfung in keinem Widerspruch zueinander.



Du bist als einer dieser Kreationisten was? Das sagt schon alles...!

Aber mal ohne Flax. Wo definiert sich den der Atheismus durch das weglassen von Erklärungen. Es ist doch genau anders herrum. Es sei den du lässt die absolut unbegrundete Annahme "das hat alles Gott gemacht" als Erklärung zu.

Sorry das ist mir zu flach. Wie kann man sich immer mit der einfachsten Lösung zufrieden geben. Gott ist ja eure Antwort auf alles. Wollt oder könnt ihr nicht selber denken?

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Gysi Online

Atheist


Beiträge: 17.307

05.08.2010 12:50
#64 wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Alinardus
Gott ist ja eure Antwort auf alles. Wollt oder könnt ihr nicht selber denken?

Das Christentum ist nun mal die Armutsreligion: "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt." "Selig sind die arm an Geiste, denn ihnen gehört das Himmelreich!"
Und es ist die Erkenntnisverweigerungsreligion: "Wer vom Baum der Erkenntnis (von Gut und Böse) isst, der fliegt raus aus dem Paradies..." (frei übersetzt)

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2010 13:02
#65 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Erretter
Atheismus definiert sich durch das Weglassen von Erklärungen zur Entstehung des Lebens und Christen zu unterstellen, sie würden wissenschaftliche Belege nicht akzeptieren. Wenn Atheisten wissenschaftlich argumentieren, geht es dabei nur darum davon abzulenken, dass das was belegt ist keine Antwort auf die Fragen um die geht bietet. Eine Weltanschauung die erst nach der Entstehung des Lebens beginnt, ist nunmal nicht vollständig. Ich bin kein Bibeltreuer Christ, deswegen stehen für mich Evolution und Schöpfung in keinem Widerspruch zueinander.



Mit anderen Worten, du füllst sämtliche Wissenslücken mit Gott ,anstatt zu akzeptieren,das wir (noch) nicht alles wissen können?

Zitat von Erretter
Das erklärt z.T. auch warum ich (nicht bibeltreuer) Christ wurde/blieb, bibeltreue Christen und Atheisten haben durch ihre Unfähigkeit die Bibel zu lesen unvollständige Weltanschauungen, sowas ist nichts für mich.




Ist es zuviel verlangt mehr über deine vollständige Weltanschauungen erfahren zu wollen?
Du scheinst mir ja den Durchblick zu haben......jetzt verstehe ich auch deinen Nick. Nun ja,mangelndes Selbstbewußtsein scheint man dir ja nicht gerade unterstellen zu können.

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

08.08.2010 14:05
#66 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat
Als gläubiger Christ frage ich mal, wie seit ihr Atheisten geworden, warum



zuviel kirchensteuer?


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
"Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt." (Kurt Schumacher, SPD)

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

09.08.2010 10:40
#67 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Erretter hat kein Brett vor dem Kopf, sondern eine dicke Bibel.

_____________________________________
Glaubst du noch oder denkst du schon?

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 669

16.08.2010 15:26
#68 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Es gibt so viele Formen von Atheisten bzw. Theisten, wie es Menschen gibt; das ist individuell, sage ich. Es gibt auch halb oder viertel Atheisten bzw. Theisten. Die Fixierung auf die (ungelöste, unlösbare) Gottesfrage, das stände Betonen des Atheismus ist ein Komplex (wie auch die Gottes-Vorstellung an sich), wie beim Vater von "Erreter". Ich muss z.B. nicht betonen, dass kein rosa Panther in meinem Keller haust. Der Atheismus oder Nicht-Atheismus sollte kein Thema sein. Das sind die wahren Atheisten, welche die Gottesfrage überwunden haben (ich arbeite noch daran). Es ist naheliegend, dass Erretter "Christ" wurde (warum wurde er nicht Moslem?). Wenn z.B. eine Tochter einen Freund nach Hause bringt, und der Vater ist total gegen den Burschen und zeigt das auch, dann schweisst er die beiden total zusammen. Es tritt also genau das Gegenteil von dem ein, was er will, denn sonst würde sie ihn nach einiger Zeit verlassen.

"Kinder fragen nicht nach Gott", sagt D'Holbach, jedenfalls nicht von sich aus. Aufgrund bestimmter Erzählungen glauben sie vlt. an den Weihnachtsmann, Osterhasen, Nikolaus, an die Zahnfee usw., aber an einen Gott nicht, weil der zu abstrakt ist, ausser man erzählt ihnen, dass er unter die Bettdecke sieht, wo man bestimmte Dinge nicht tun soll.

In der Sonntagsschule lernt man hübsche biblische Geschichten, wie z.B. die von Josef und seinen Brüdern; die hat mir eigentlich noch gefallen. Und dann ist die Sonntagsschullehrererin vlt. noch hübsch und jung wie bei meinem Onkel, der Pfarrer wurde, und nicht so eine alte hässliche Jungfer wie bei mir. Die Geschichte von Josef hat mir trotzdem gefallen und das Liedchen von den Sternlein am Himmel.

Meine Eltern waren nicht besonders religiös. Wir Kinder sagten ein Gebetssprüchlein auf vorm Einschlafen oder sangen das Liedchen vom Glöcklein. Meine Kinder beten übrigens nicht; über zaghafte Versuche sind wir nicht hinausgekommen. Wir erzählen eine Geschichte oder lesen zusammen. Meine Frau ist von Natur aus areligiös; für sie ist das zu weit weg. Fragen des täglichen Lebens interessieren. Es ist nicht so, dass Frauen von Natur aus religiöser wären als Männer.

Aufgrund meines Naturells bin ich eigentlich religiös. Das kann man mit dem Willen kaum beeinflussen. Die Religion hat mich fasziniert. Wegen Verunsicherungen im Zusammenhang mit der Pubertät habe ich in der Religion bestimmte Antworten gesucht und nicht gefunden. Dort werden, wie gesagt irgendwelche oft läppischen Geschichten geboten. Man muss an einen Jesus als Erretter glauben, dann findet man Lösungen für alle Probleme. Ich bestreite nicht, dass es helfen kann oder eine Erleichterung bringt, wenn man betet. Ebenso helfen kann ein gutes Gespräch oder Joggen.

Jesus ist angeblich eine historische Figur, aber wir wissen nicht, wie er ausgesehen hat, ob er gross oder klein, schön oder hässlich war etc. Von Aristoteles wissen wir, dass er hager war und Platon eine Glatze hatte. Vlt. hat Jesus gar nicht existiert; vlt. ist er aus verschiedenen ähnlichen Figuren zusammengesetzt. Er war angeblich ein wundertätiger Wanderprediger, der als Aufrührer hingerichtet wurde, angeblich zu unserem Seelenheil.

Mir hat eigentlich die Philosophie geholfen, die Religion zu durchschauen. Das ist ein ziemliche Denkarbeit und die meisten Menschen sind zu faul, um das zu leisten. Das Christentum war nicht plötzlich da mit Jesus, sondern hat sich im Lauf der Jahrhunderte aufgund vieler Einflüsse entwickelt. Das spätantike Menschenbild, das hinter dem Glauben steht, habe ich mit Hilfe der Philosophie einigermassen verstanden und für falsch befunden.

Ich glaube nicht an ein ewiges Leben. Wozu unserer Existenz perpetuieren, so unersetzlich und einmalig, wie wir meinen, sind wir nicht. Dabei hat mir der Buddhismus geholfen, der bestrebt ist, die Reihe der Wiedergeburten zu beenden; obwohl ich nicht an die Seelenwanderung glaube. Ganz extrem geholfen hat mir D'Holbach, System der Natur (http://motion.blog.de ), wo vieles enthalten ist, das ich schon selber dachte und nicht ganz auf die Reihe kriegte. Die Argumente der Theisten, v.a. der Theologen z.Zt. Holbachs (z.B. Malbranche) werden gründlich dargelegt und widerlegt. Das Buch ist eigentlich die Bibel des Materialismus. Sodann schätze ich Kant und Schopenhauer, obwohl die nicht ganz frei sind von theistischen Vorstellungen.

Bemerken möchte ich, dass Atheisten fähig sind, bestimmte Fragen, nach dem "ersten Beweger" offen zu lassen, weil Gott, wenn man es genau bedenkt, keine Antwort ist auf die Frage nach dem Uranfang. Sie haben also mit kreationistischen Unfug nichts am Hut. Im Sinne Feuerbachs und Freud meine ich, dass Gott bzw. die Vorstellung von einem Gott als ein personales allmächtiges Wesen nichts anderes ist als ein ins unermessliche aufgeblähtes Über-Ich.

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RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester)
Denken ist eine Anstrengung; Glauben ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Das Leben ist eine mißliche Sache; ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken (Schopenhauer). - Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

16.08.2010 16:12
#69 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Hallo seneca

Vielen Dank für diesen schönen und ausführlichen Beitrag.
Er ist sehr persönlich, differenziert, klar und verständlich formuliert und (jedenfalls
was mich angeht) auch gut nachvollziehbar, an vielen Stellen habe ich mich selbst
wiedererkannt.
Vielen Dank auch für den Hinweis auf D´Holbach, der war mir noch nicht geläufig und
ich werde mich mal näher mit ihm befassen.

Grüsse
Till

Secretocean ( gelöscht )
Beiträge:

16.08.2010 16:15
#70 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat
Als gläubiger Christ frage ich mal, wie seit ihr Atheisten geworden, warum und was genau versteht ihr darunter?



Atheist werden, ist zunächst ja nur dann möglich, wenn man vorher schonmal gläubig war. Man wird schließlich als Atheist geboren. Das Paradigma der jeweiligen Gesellschaft und der Eltern hat Einfluss darauf, ob man gläubig wird oder nicht. Man darf vermuten, es handelt sich dabei also nicht um eine freie Entscheidung, es sei denn ein Individuum entwirft für sich selbst Prioritäten, die z.B. nicht der Logik widersprechen.
Um Atheist zu bleiben muss man laut der Definition nichts weiter tun, als sich keinerlei Weltbilder anzueignen, die den Glaube an einen allmächtigen Gott beinhalten, der über alles und jedem thront.

Secretocean ( gelöscht )
Beiträge:

16.08.2010 16:17
#71 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat von Secretocean

Zitat
Als gläubiger Christ frage ich mal, wie seit ihr Atheisten geworden, warum und was genau versteht ihr darunter?



Atheist werden, ist zunächst ja nur dann möglich, wenn man vorher schonmal gläubig war. Man wird schließlich als Atheist geboren. Das Paradigma der jeweiligen Gesellschaft und der Eltern hat Einfluss darauf, ob man gläubig wird oder nicht. Man darf vermuten, es handelt sich dabei also nicht um eine freie Entscheidung, es sei denn ein Individuum entwirft für sich selbst Prioritäten, die z.B. nicht der Logik widersprechen. Dazu zähle ich mich.
Um Atheist zu bleiben muss man laut der Definition nichts weiter tun, als sich keinerlei Weltbilder anzueignen, die den Glaube an einen allmächtigen Gott beinhalten, der über alles und jedem thront.


Secretocean ( gelöscht )
Beiträge:

16.08.2010 16:18
#72 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Doppelpost sorry

mum1 Offline

T'ien-shen-mu

Beiträge: 2.323

16.08.2010 20:21
#73 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Die Gedanken laufen zu lassen und auf die eigene innere Stimme zu hören ...

das muss es wohl gewesen sein was mich dazu veranlasste dem Irrglauben abzusagen und
einem völlig neuen, freien Pfad zu folgen ...


unabhängigkeit habe ich erlangt und auch wenn man meint das Religiösität einen erfüllt ist man nicht Leer wenn man auf selbige verzichtet.

Ich bin sehr zufrieden und frei und mehr brauche ich nicht ....

Und jede Kampfeslust ist in mir erloschen. Nicht weil ich Kraft- oder Mutlos oder Gleichgültig bin, nein ich kann einfach jede Meinung akzeptieren und tolerieren, ohne mich davon bedroht oder beleidigt zu fühlen.

Ein sehr beflügelndes Gefühl. Wenn ich es nicht besser wüsste meinte ich, ich wäre im Himmel ...

oder Drogensüchtig lol...

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

16.08.2010 22:41
#74 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Hallo mum
Es ist schön, mal wieder von Dir zu hören.

Zitat
Ich bin sehr zufrieden und frei und mehr brauche ich nicht ....


Das freut mich für Dich!

Zitat
Und jede Kampfeslust ist in mir erloschen.


Das finde ich fast ein bischen schade, jedenfalls wenn es bedeutet, daß Du auch
keine Lust am Mitdiskutieren mehr hast.

Zitat
Ein sehr beflügelndes Gefühl. Wenn ich es nicht besser wüsste meinte ich, ich wäre im Himmel ...


Mir gefällt was Du schreibst und hoffe, daß Du Dein Glück mit uns teilen willst.

liebe Grüsse
Till

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

17.08.2010 14:05
#75 RE: wie seit ihr atheisten geworde antworten

Zitat
Im Sinne Feuerbachs und Freud meine ich, dass Gott bzw. die Vorstellung von einem Gott als ein personales allmächtiges Wesen nichts anderes ist als ein ins unermessliche aufgeblähtes Über-Ich.

Der Satz gefällt mir gut, da ist eine Menge Wahres drin, Seneca!

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http://dialog2punkt0.xobor.de/

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 Sprung  
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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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