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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 30 Antworten
und wurde 1.457 mal aufgerufen
 Esoterik
Seiten 1 | 2
z_y_x Offline



Beiträge: 28

11.09.2010 21:12
Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Hallo liebe Forenmitglieder!

Ich bin auf der Suche nach einer Bezeichnung für das an das ich glaube!

Ich bin katholisch getauft, war lange Messdiener und habe mich sehr in meiner Gemeinde engagiert.
Je älter ich geworden bin (heute bin ich 17) desto mehr habe ich mich von meinem christlichen Glauben abgewandt.
Dafür gibt es mehrere ernste Gründe, die ich jetzt aber hier nicht nennen möchte.

Es ist nicht so, dass ich jetzt Atheist wäre und an nichts mehr glauben würde.
Nicht ohne Grund habe ich dieses Thema hier im Esoterik-Bereich gepostet.

Ich glaube nicht mehr an den christlichen Gott. Ich versuche das mal zu beschreiben, woran ich glaube:

Ich bin sehr naturwissenschaftlich veranlagt, deswegen glaube ich erstmal nur an den Empirismus, an das was ich sehe und an das, was wissenschaftlich bewiesen ist. Außerdem schaue ich mir oft den Sonnenuntergang an und sammel so neue Kraft. Abends mache ich Yoga.
Ich bin auch sehr geschichtlich interssiert und habe viel über die griechischen Götter gelesen.
Ich kann aber nicht so wirklich behaupten, dass ich an griechische Götter glauben würde.

Bitte helft mir!
Danke!

Viel Grüße

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.940

11.09.2010 21:21
#2  Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Hallo z y x, herzlich Willkommen erst mal!

Ja, was bist du? Ein wissenschaftlich Denkender, der sich die Option der Transzendenz, der Metaphysik, offenhält - würde ich sagen.

1. Warum hältst du sie dir offen?

2. Warum machst du Yoga?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Al-Haitam ( gelöscht )
Beiträge:

11.09.2010 21:23
#3 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

wie können wir dir helfen??
was meinst du jetzt?

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

11.09.2010 22:09
#4 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Hallo z y x
Willkommen im Forum!

Zitat
Ich bin auf der Suche nach einer Bezeichnung für das an das ich glaube!


Zitat
Ich bin sehr naturwissenschaftlich veranlagt, deswegen glaube ich erstmal nur an den Empirismus, an das was ich sehe und an das, was wissenschaftlich bewiesen ist.


Das klingt für mich zunächst, wie eine atheistische Sichtweise.
Dazu muß man aber wissen, daß eine naturwissenschaftliche Anschauung nichts mit Glauben
im Sinne einer Religion zu tun hat. Das Wort "glauben" wird oft für beide Fälle verwendet,
hat dann aber unterschiedliche Bedeutung.
Etwas aus naturwissenschaftlicher Sicht glauben heisst, es für möglich und für soundso
wahrscheinlich halten aufgrund der empirischen Daten und Erkenntnisse die wir haben.
Diese Einschätzungen können sich jederzeit ändern wenn man zu neuen Erkenntnissen kommt.
Religiöses Glauben bedeutet, etwas für wahr halten zu wollen, dessen Wahrheitsgehalt
nicht objektiv bestimmbar ist, weil der religiöse Glaubensinhalt jenseits von Wissenschaft
und Empirie liegt.

Zitat
Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen???


Diese Frage klingt so, als ob Du an etwas glaubst, was über wissenschaftliche Erkenntnis
hinausgeht. Es stellt sich die Frage was das ist woran Du glaubst. Hat es einen Namen,
dann ist es wahrscheinlich schon einer Religion (oder einer esoterischen "Lehre")
zugeordnet, hat es noch keinen Namen, dann darfst Du Dir einen ausdenken und kannst
vielleicht sogar eine neue Religion gründen.

Zitat
Außerdem schaue ich mir oft den Sonnenuntergang an und sammel so neue Kraft. Abends mache ich Yoga.


Das kann im Prinzip jeder tun, ohne daß es mit einem bestimmten Weltbild oder einem
Glauben zusammenhängen muß.
Die Frage ist, ob Du Dich in eine bestimmte Schublade einsortieren willst oder ob
Du lieber Deinen ganz eigenen persönlichen Weg gehen willst ohne Zuordnung?!

Grüsse
Till

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

11.09.2010 22:43
#5 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Moin (Willkommen) erstmal,

Zitat von z_y_x
Ich bin auf der Suche nach einer Bezeichnung für das an das ich glaube!


Such nicht weiter. Es geht ganz gut ohne eine.

Zitat von z_y_x
Ich glaube nicht mehr an den christlichen Gott. Ich versuche das mal zu beschreiben, woran ich glaube:

Ich bin sehr naturwissenschaftlich veranlagt, deswegen glaube ich erstmal nur an den Empirismus, an das was ich sehe und an das, was wissenschaftlich bewiesen ist. Außerdem schaue ich mir oft den Sonnenuntergang an und sammel so neue Kraft. Abends mache ich Yoga.
Ich bin auch sehr geschichtlich interssiert und habe viel über die griechischen Götter gelesen.
Ich kann aber nicht so wirklich behaupten, dass ich an griechische Götter glauben würde.


Daß Du Dich von dem "einen" Gott losgelöst hat, bedeutet nicht, daß Du nach anderen suchen mußt. Lass Dich nicht dazu verleiten, irgendwelchen falschen Propheten, Predigern oder erfundenen Göttern zu glauben. (Christen, Juden, Moslems, Buddhisten und sonstige)
Versuch einfach, Dein Leben als das Deinige zu betrachten, es gehört niemandem. Erst recht keinen Göttern oder religiösen Fanatikern irgendeiner Glaubensrichtung.
Versuch besser, Dir Klarheit über Deinen ganz persönlichen Bezug zu den Rechten und Pflichten der Menschen im Rahmen der allgemeinen Menschenrechte zu verschaffen, die von allen Religionen mit den Füssen getreten werden.
"Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person." Artikel 3, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, UN 1948

Unabhängig davon, meinen ganz persönlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung, den Aberglauben abzulegen.


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
"Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt." (Kurt Schumacher, SPD)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

11.09.2010 22:47
#6 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Zitat
Es ist nicht so, dass ich jetzt Atheist wäre und an nichts mehr glauben würde.
Nicht ohne Grund habe ich dieses Thema hier im Esoterik-Bereich gepostet.

Ich glaube nicht mehr an den christlichen Gott. Ich versuche das mal zu beschreiben, woran ich glaube...

Also ich bin Atheist und "glaube" trotzdem, dass die uns empirisch erfahrbare Welt nicht alles ist!
An Gott/Götter glaube ich allerdings überhaupt nicht!
Ich möchte das aber auch nicht mit irgendwelchen esoterisch - übersinnlichn Dingen verwechselt wissen.
Es existiert für mich eine Qualität, welche rational - materialistisch nicht erklärbar ist. Diese Qualität ist allerdings nichts rein geistiges und ohne Materie nicht vortellbar.
Geisterwesen oder Götter sind für mich durchau nicht existent!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

z_y_x Offline



Beiträge: 28

12.09.2010 11:59
#7 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Hey,

erstmal bedanke ich mich für die so freundliche Aufnahme hier im Forum :-)
Dann versicherer ich euch, dass ich mich in allen meinen Forenbeträgen um präzise Formulierungen bemühen werde, gerade was das Wort "an etwas glabuen" angeht.

@Gysi:

Zitat
1. Warum hältst du sie dir offen?


Ich bin gerade auf der Suche nach einer Identität, was die Religion oder den Atheismus betrifft.
Dabei muss dir bewusst sein, dass ich mich gerade vom christlichen Glauben abgewandt habe (und auch nie nie mehr wieder zu ihm zurück kehren werde!) und da nun so ein "Loch" in meinem Leben ist, das ich versuche mit Hilfe von euch wieder zu schließen.

Dabei stellt sich für mich die Frage: 1. Bin ich schon so weit, dass ich sagen kann: Ich bin ein Atheist oder 2. ist da doch noch etwas an das ich glaube (Richtung: Naturreligion).

Zunächst einmal möchte ich nicht die Religion wechseln, die Frage stellt sich für mich nicht. Ich frage mich eher, gibt es noch etwas hinter bzw. über dem christlichen Gott. Ich möchte dich mal aus dem Thema "wie seit ihr atheisten geworde" zitieren:

Zitat
Ich behielt mir eine Option: Da ist irgendwo ein Gott, aber mit dem christlichen hat er nichts zu tun.



In deinem Beitrag habe ich nicht richtig verstanden, was du meinst mit:

Zitat
Zudem kam ich zu dem Ergebnis, dass alle Endlichkeit ewig sein muss.


???

Zitat
2. Warum machst du Yoga?


Yoga ist für mich ein praktischer Weg zur Rückbesinnung auf die Kraft und den Frieden. Yoga mache ich um meine Kräfte wieder zu sammeln. Für mich stellt sich die Frage, ob durch Yoga das wonach ich auf der Suche bin (bin ich Atheist?, Realist?, spielen Naturreligionen eine Rolle?) wiedergespiegelt wird?
Aber ich glaube, das hat mit dem eigentlichen Thema hier nicht mehr viel zu tun, deswegen lasse ich es raus aus der Diskussion.

Außerdem bin ich noch auf der Suche nach ein paar guten Argumenten, warum es keinene Sinn macht katholisch zu sein! Ihr müsst wissen, dass ich auf eine katholische Schule gehe und ich dort meinen Freunden deutlich sagen möchte, warum das Christentum vielleicht ein "Auslaufmodell" ist.

@Al-Haitam:

Zitat
wie können wir dir helfen??



Ihr (du) könnt (kannst) mir helfen, indem ihr (du) mir sagt (sagst),
1. ab wann ich von mir sagen kann, dass ich ein Atheist bin.
2. ob es doch noch eine Bezeichnung, eine Definition für das gibt, an das ich glaube (Naturreligionen?), bzw. wer ich bin (vielleicht ein Realist?)

@Eulenspiegel:
Je länger mein Beitrag gerade wird und nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, gehe ich immer mehr davon aus, dass Yoga wirklich nichts mit einem (meinem) bestimmten Weltbild zu tun hat.

Zitat
Die Frage ist, ob Du Dich in eine bestimmte Schublade einsortieren willst?



Die Antwort ist ganz klar: Ja, nur ich weiß noch nicht in welche (Schulblade der Atheisten, Realisten, Naturreligionen)?

Zitat
ob Du lieber Deinen ganz eigenen persönlichen Weg gehen willst ohne Zuordnung?!



Antwort: Ja, ich möchte meinen ganz eigenen Weg gehen, aber MIT Zuordnung, weil ich das brauche. Weil wenn mich jemand fragt: Woran glaubst du? Oder wer bist du? Soll ich dann sagen: Ich weiß nicht, woran ich glaube, oder wer ich bin?

@radiogucker:

Zitat
Such nicht weiter. Es geht ganz gut ohne eine.


Zu dem Ergebnis komme ich auch immer mehr.

Zitat
Daß Du Dich von dem "einen" Gott losgelöst hat, bedeutet nicht, daß Du nach anderen suchen mußt.


Dann sag mir, wie ich als Atheist dieses "Loch", von dem ich oben geschrieben habe, füllen kann?
Welche Vorteile hat es Atheist zu sein?
Welche Argumente bringt ein Atheist, wenn Gläubige versuchen ihn versuchen zu überreden, wieder zurück zum Glauben zu kehren?

Zitat
Versuch besser, Dir Klarheit über Deinen ganz persönlichen Bezug zu den Rechten und Pflichten der Menschen im Rahmen der allgemeinen Menschenrechte zu verschaffen, die von allen Religionen mit den Füssen getreten werden.


Warum und in wie fern werden die Menschenrechte von den Religionen mit den Füßen getreten? Das würde mich sehr interessieren, weil das ja ein Argument wäre, warum ich mich entscheiden würde, Atheist zu werden bzw. zu sein.

...Ah, ich glaube du beziehst dich auf "[...]das Recht auf Leben, Freiheit [...]"´, stimmt das?

@Lukrez:
Ich komme mit dem Begriff Empiri/Emprismus noch nicht klar. Kannst du mir erklären was das bedeutet?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.940

12.09.2010 12:34
#8 Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Zitat von z y x
In deinem Beitrag habe ich nicht richtig verstanden, was du meinst mit:
--------------------------------------------------------------------------------
Zudem kam ich zu dem Ergebnis, dass alle Endlichkeit ewig sein muss.

Na, dann hast du dich in die verschiedenen Threads ja schon eingelesen. Die Antwort war, soweit ich wieß, in dem entsprechenden Thread zu lesen gewesen. Aber auch hier: =>
http://www.wogeheichhin.de/ewigkeitsgarantie.html

Zitat
Ich bin gerade auf der Suche nach einer Identität, was die Religion oder den Atheismus betrifft.
Dabei muss dir bewusst sein, dass ich mich gerade vom christlichen Glauben abgewandt habe (und auch nie nie mehr wieder zu ihm zurück kehren werde!) und da nun so ein "Loch" in meinem Leben ist, das ich versuche mit Hilfe von euch wieder zu schließen.

Dein Weg ähnelt sehr dem meinen damals. Erst war ich Christ - aber immer ein zweifelnder. Dann wendete ich mich früh vom Christentum ab, aber den Glauben an einen Gott oder an die Transzendenz mochte ich nicht aufgeben. Und so seit 10 Jahren bin ich lupenreiner Atheist. Ich will dich jetzt nicht mit meinem E-Book zumüllen. Aber meine Biografie zum Atheisten könnte für dich interessant sein: => http://www.wogeheichhin.de/persoenlich.html

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Al-Haitam ( gelöscht )
Beiträge:

12.09.2010 12:49
#9 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

@ zxy

wie wäre es mit dem islam? hast du einige infos darüber gesammelt?

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

12.09.2010 12:50
#10 RE: Wie kann ich meine antworten

Zitat
Dabei stellt sich für mich die Frage: 1. Bin ich schon so weit, dass ich sagen kann: Ich bin ein Atheist oder 2. ist da doch noch etwas an das ich glaube (Richtung: Naturreligion).

Dir bliebe als Glaubensalternaive eigentlich nur der Pantheismus (wie beispielsweise bei Giordano Bruno oder Spinoza) - damit solltest du dich mal gedanklich auseinandersetzen.
Für mich selbst habe ich diese Alternative aber als unsinnig verworfen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pantheismus

Der Gegensatz Empirismus und Rationalismus ganz schlicht ausgedrückt.
Empirismus: Unser ganzes Wissen und unsere Erfahrung entstammen der Sinneserfahrung.
Rationalismus: Unser ganzes Wissen und unsere Erfahrung entstammen der Vernunft.
Wir sollten immer eher den Sinnen als irgendwelchen scheinbar logischen Schlüssen trauen.

Ich selbst halte mich nicht für einen Rationalisten - allerdings halte ich auch den Empirismus in letzter Konsequenz nicht für geeignet die Welt vollkommen erfahren oder beschreiben zu können.

__________________________________________________
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(Lukrez)

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

12.09.2010 13:23
#11 RE: Wie kann ich meine antworten

Ich denke da du "erst" 17 bist, wirst du, so wie du dich beschrieben hast noch zum "wahren" Atheisten werden. ich jedenfalls drücke dir die Daume dafür.

_______________________________________________
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

12.09.2010 14:33
#12 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Zitat von Al-Haitam
@ zxy

wie wäre es mit dem islam? hast du einige infos darüber gesammelt?




Er hatte die Cholera und soll sich jetzt die Pest einfangen?!

z_y_x Offline



Beiträge: 28

12.09.2010 15:21
#13 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Hey,

ich les jetzt erst mal ein bisschen deine Seite weiter, Gysi, die ist echt super.
Dannach lese ich noch ein bisschen zum Pantheismus.

Mal schauen, wie ich mich dann religiös oder nicht-religiös einordne.

Wu Offline




Beiträge: 416

12.09.2010 16:28
#14 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Ich finde du bist ein waschechter z_y_xist.

___________________________________

"I think human consciousness is a tragic misstep in evolution. We became too self-aware. Nature created an aspect of nature separate from itself, we are creatures that should not exist by natural law."

True Detective

z_y_x Offline



Beiträge: 28

12.09.2010 16:39
#15 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Was willst du eigentlich von mir du Wu- Wu-rstsalat, wenn ich fragen darf?

FSMQueen of damned Offline

Pasta-Farina


Beiträge: 3.326

12.09.2010 18:36
#16 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Also ich fand den Wortwitz eher nett, nicht bösartig :).

***************************************************
http://dialog2punkt0.xobor.de/

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

12.09.2010 21:26
#17 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Moin zyx,

Zitat von z_y_x

Zitat von radiogucker
Daß Du Dich von dem "einen" Gott losgelöst hat, bedeutet nicht, daß Du nach anderen suchen mußt.


Dann sag mir, wie ich als Atheist dieses "Loch", von dem ich oben geschrieben habe, füllen kann?



Ich denke nicht, daß an der Stelle des Glaubens ein Loch ensteht. Vielmehr ist es so, daß Du mehr geistige Kapazitäten freilegst, um Dich mit anderen Dingen, z.B. dem Humanismus zu beschäftigen (Hobbes, Locke, Kant etc.).

Zitat von z_y_x
Welche Vorteile hat es Atheist zu sein?


Ich für meinen Teil kann nach ausserehelichem, kondomgeschützten "Dingens" Nachts besser schlafen. Ansonsten ist es eher unbequem, Atheist zu sein, da Du Dich und Dein Weltbild aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse immer wieder hinterfragst oder ändern musst.

Zitat von z_y_x
Welche Argumente bringt ein Atheist, wenn Gläubige versuchen ihn versuchen zu überreden, wieder zurück zum Glauben zu kehren?


s.o. oder lese mal einige Bücher zum Thema Erdgeschichte und Evolution (werden von Religionen ignoriert oder als falsch bezeichnet).
Religionen wurden erfunden, um die Menschen für totalitär herrschende Minderheiten erpress- und regierbar zu machen. In der Geschichte wurden Religionen immer wieder zum Vorwand von Kriegen benutzt, die in der Regel von innerpolitischen und sozialen Problemen ablenken und die Kassen der Herrscher füllen sollten.

Zitat von z_y_x

Zitat von radiogucker
Versuch besser, Dir Klarheit über Deinen ganz persönlichen Bezug zu den Rechten und Pflichten der Menschen im Rahmen der allgemeinen Menschenrechte zu verschaffen, die von allen Religionen mit den Füssen getreten werden.


Warum und in wie fern werden die Menschenrechte von den Religionen mit den Füßen getreten? Das würde mich sehr interessieren, weil das ja ein Argument wäre, warum ich mich entscheiden würde, Atheist zu werden bzw. zu sein.

...Ah, ich glaube du beziehst dich auf "[...]das Recht auf Leben, Freiheit [...]"´, stimmt das?



Leben, Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung. Diese werden (nicht nur) von den 3 grossen Religionen der Juden, Christen und Moslems nicht gewährt.
Nur zwei Beispiele:
1. Die Frau wird von diesen grundsätzlich als minderwertig angesehen und behandelt, die rechtliche Gleichstellung wird ihr bis heute verweigert. Der Mann gilt als der intelligentere Teil, der über die Frauen zu bestimmen und die Verantwortung für deren Handeln zu übernehmen hat (besonders im Islam), die Dominanz des Mannes wird als "von Gott gegeben" gepredigt.

2. Das Recht auf Leben muß entzogen werden, sobald gegen Vorschriften der Religion verstossen wird. Solche Regeln können den Glauben selbst oder ganz alltägliche Dinge betreffen. Wenn z.B. ein Moslem die Religionsgemeinschaft verlässt, wird er mit dem Tode bestraft, bist Du Anhänger einer anderen Religion musst Du konvertieren oder Du wirst als Heide/Ungläubiger mindestens diskriminiert oder versklavt, meist vom Leben befreit.

Inwieweit sich die Religionen heute noch mit ihren Vorschriften in die weltliche Gesetzgebung und Politik einmischen bzw. Einfluss darauf nehmen, siehst Du täglich in den Nachrichten oder kannst es nachlesen.


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
"Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt." (Kurt Schumacher, SPD)

Wu Offline




Beiträge: 416

12.09.2010 21:32
#18 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Zitat von z_y_x
Was willst du eigentlich von mir du Wu- Wu-rstsalat, wenn ich fragen darf?



Nun ja, zumindest besteht da keine Gefahr, daß ich mich vernasche. ;-)

Vielleicht der versuch verständlicher zu sein: Finde deinen Weg, den kannst du dann nach dir benennen.
Aber eigentlich bedarf es keine Benennung.

Inspirationen bekommt man meist nicht von einer Richtung, sondern von vielen. Dein Leben muss für dich stimmig sein. Das ist alles, denk ich.

___________________________________

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True Detective

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

12.09.2010 21:36
#19 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Zitat von Wu
[quote="z_y_x"]Inspirationen bekommt man meist nicht von einer Richtung, sondern von vielen. Dein Leben muss für dich stimmig sein. Das ist alles, denk ich.


Wohl wahr, aber die Inspiration sollte nicht dringend von Religionen bestimmt(beherrscht) werden.


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
"Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt." (Kurt Schumacher, SPD)

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

12.09.2010 21:43
#20 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Hallo z-y-x

Zitat
1. Bin ich schon so weit, dass ich sagen kann: Ich bin ein Atheist oder 2. ist da doch noch etwas an das ich glaube (Richtung: Naturreligion).



Wenn Du Dich zu einer bestimmten Religion hingezogen fühlst, dann musst Du zumindest
die Inhalte dieser Religion einigermaßen gut kennen und diese Inhalte sollten Dich
überzeugen können.
Die Frage dabei ist, ob sich solche Inhalte mit einer naturwissenschaftlich-realistischen
Denkweise vereinbaren lassen.
Ich selber habe die Erfahrung gemacht, daß manche Inhalte von Religionen ganz sinnvoll
sein können und daß man diese Inhalte auch ins eigene Weltbild übernehmen kann, ohne
deshalb religiös sein zu müssen.
Z.B. halte ich Meditation / Besinnung auf sich selbst und die innere Ruhe für etwas
sinnvolles, deshalb brauche ich aber nicht Buddhist zu sein.
Das bewusste Wahrnehmen der Natur im Verlauf des Jahres (Sonnwenden, Tag-und-Nachtgleichen,
Mondphasen) von Quellen, besonderen Bäumen oder Felsen, das Wachstum und Vergehen ist
interessant und nutzlich ohne daß man Heide sein müsste.
Das übersinnliche an den Religionen (also ihr eigentlicher Kern) lehne ich ab, weil das
nicht in mein Weltbild passt (keine Götter, Geister, magische Kräfte oder ähnliches).

Zitat
1. ab wann ich von mir sagen kann, dass ich ein Atheist bin.
2. ob es doch noch eine Bezeichnung, eine Definition für das gibt, an das ich glaube (Naturreligionen?),
bzw. wer ich bin (vielleicht ein Realist?)



Zitat
Außerdem bin ich noch auf der Suche nach ein paar guten Argumenten, warum es keinene Sinn macht katholisch zu sein!


1. Die vielen problematischen Stellen der Bibel (gilt für alle christlichen Gruppen).
2. Die Rolle der kath. Kirche in der Vergangenheit (Inquisition, Hexenverbrennungen,
Zwangsmissionierungen, die Bereicherung der Kirche durch Gewalt und Unterdrückung.
3. Die Rolle der k.K. in der Gegenwart. Sie ist nach wie vor hirarchisch aufgebaut
(Machtverlauf von oben nach unten), ist undemokraqtisch und frauendiskriminierend.
Sie lehnt den Gebrauch von Kondomen und Verhütungsmitteln ab, selbst in Ländern in
denen Aids und Hunger zu den Hauptproblemen zählen.
4. Die lächerlichen Glaubensinhalte der k.K. die bis heute dogmatisch als
"Glaubenswahrheiten" verkündet werden ("Wandlung von Wein in Blut", leibliche Himmelfahrt,
Jungfrauengeburt, Erbsünde, Bedeutung der Sakramente, Glaube an Wunder, Glaube an die
Heilwirkung von Medaillons, Kruzifixen, heiligem Wasser usw. oder durch die Anbetung der
Heiligen im Himmel.

Zitat
Die Antwort ist ganz klar: Ja, nur ich weiß noch nicht in welche (Schulblade der Atheisten, Realisten, Naturreligionen)?


Die Antwort solltest Du am Ende selber finden, nachdem Du Dich gründlich informiert
hast. Man kann sich ruhig auch eine Zeitlang als "Suchenden" bezeichnen, weil man die
entscheidenden Antworten noch nicht gefunden hat. Genaugenommen sollte die "Suche"
eigentlich immer weiter gehen, dasmacht das Leben erst interessant.

Zitat
Antwort: Ja, ich möchte meinen ganz eigenen Weg gehen, aber MIT Zuordnung, weil ich das brauche. Weil wenn mich jemand fragt: Woran glaubst du? Oder wer bist du? Soll ich dann sagen: Ich weiß nicht, woran ich glaube, oder wer ich bin?


Ok, Du willst Dich festlegen, das kann ich verstehen. Die Entscheidung sollte aber letztlich
bei Dir liegen, die kann Dir keiner von uns abnehmen (auch wenn das manche sicher gerne
wollen). Bei der Entscheidung solltest Du Dir Zeit lassen, bzw. sollte Dir bewusst
sein, daß eine solche Entscheidung nicht entgültig zu sein braucht sondern daß man sie
immer noch neu hinterfragen kann.

Zitat
Dann sag mir, wie ich als Atheist dieses "Loch", von dem ich oben geschrieben habe, füllen kann?
Welche Vorteile hat es Atheist zu sein?


Ich weiss nicht genau, was Du mit dem "Loch" meinst, was Dir ohne Religion fehlt.
Als Atheist lebt man in einer ganz bestimmten Welt, nämlich in der "Wirklichkeit".
Die Wirklichkeit ist nicht immer schön und man muß als Atheist lernen manche Dinge zu
akzeptieren, die man nicht ändern kann, die man aber gerne ändern würde, wenn man könnte.
Religiöse Menschen leben in unterschiedlichen (Traum-)Welten, die zwar meist schöner
sind als die Wirklichkeit, dafür aber nicht wirklich sind (was die Religiösen aber
nicht zugeben / nicht wahr haben wollen).
Stan sagt immer: "Die Realität ist nichts für Weicheier", das stimmt, man muß ein
bischen abgebrüht sein.

Der Vorteil beim Atheismus liegt unter anderem darin, daß man frei ist, sein eigenes
Weltbild zu schaffen, so wie man es für richtig hält und man nicht ein vorgefertigtes
übernehmen muß, das einem die Religion vorschreibt. Dieser Vorteil kann auch ein Nachteil
sein, denn er erfordert Anstrengung.

Zitat
Welche Argumente bringt ein Atheist, wenn Gläubige versuchen ihn versuchen zu überreden, wieder zurück zum Glauben zu kehren?



Für mich bedeutet Glauben, das Gehirn ab einem bestimmten Punkt nicht mehr zu bemühen,
sondern es einfach "gut sein lassen" und das kommt für mich nicht in Frage.
Man kann aber auch die Religionen der einzelnen Missionare in Frage stellen, allgemein
steht für mich fest, daß Religionen die Menschen trennt und verfeindet und zwar nicht
auf der Grundlage von Argumenten sondern aufgrund von irrationalen Glaubensinhalten die
nicht hinterfragt werden dürfen. Das ist keine gute Basis für menschliches Miteinander.

Zitat
Ich komme mit dem Begriff Empiri/Emprismus noch nicht klar.


Das ist komisch, denn in Deinem Eingangspost hast Du geschrieben:
"Ich bin sehr naturwissenschaftlich veranlagt, deswegen glaube ich erstmal nur an den Empirismus, an das was ich sehe und an das, was wissenschaftlich bewiesen ist."

Empirismus:
Der Empirismus (griechisch εμπειρισμός, von der Empirie, < lateinisch: empiricus = der Erfahrung folgend) ist eine erkenntnistheoretische Richtung in der Philosophie, die alle Erkenntnisse aus der Sinneserfahrung, der Beobachtung oder dem Experiment ableitet (und von keinerlei Vorwissen ausgeht).
Klassisch steht er im Gegensatz zum Rationalismus.
(Wikipedia)
http://de.wikipedia.org/wiki/Empirismus

Grüsse
Till

radiogucker Offline

Rustikaler


Beiträge: 2.379

12.09.2010 21:49
#21 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Zitat von Eulenspiegel

Zitat
Außerdem bin ich noch auf der Suche nach ein paar guten Argumenten, warum es keinene Sinn macht katholisch zu sein!


1. Die vielen problematischen Stellen der Bibel (gilt für alle christlichen Gruppen).



Müsste es nicht "mosaische", zumindest aber "jüdische" Gruppen heissen, weil das Christentum aus dem jüdischen Glauben entstanden ist, der Islam aus einer Mischung dieser beiden und alle sich auf Moses und dessen Gott berufen??


"Erst kommt das Fressen, dann die Moral." (B.Brecht)
"Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt." (Kurt Schumacher, SPD)

Wu Offline




Beiträge: 416

12.09.2010 21:58
#22 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Ist es nicht ein wenig zu kurz gegriffen, das Thema Religion nur auf die 3 Monotheismen zu beschränken? Es gibt ja auch noch Polytheismen (Der Glaube unserer Vorfahren in grauer Vorzeit z.B., Hinduismus, Wicca, Schamanismus), es gibt Religionen, wo Gott keine Rolle spielt (Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus z.B.). Es gibt da auch welche, wo die Frau eine gewichtige Rolle spielt (Wicca, tantrischer Hinduismus z.T., Buddhismus z.T., Taoismus, wo das worum es geht, was man als Tao versucht hat zu benennen, als eher weiblich gedacht wird)

Aber auch Atheimus ist genauso kein monolitischer Block. Auch da gibt es Glaubensrichtungen (weil für mich ist jedes Weltbild auch eines,das auf Glauben beruht, und wenn es der Glaube an ein Ich oder an freien Willen ist), denen es nicht um Gleichheit, Selbstverantwortung geht. Auch da gibt es patriarchale Richtungen. Ich bin immer mit Verallgemeinerungen eher vorsichtig. Und mit gut/schlecht Denken. Meist ist das nicht so.

Inspirationen sollten nicht dringend von Religionen bestimmt werden, aber Religionen können ein Teil davon sein. So wie Philosophie, Wissenschaft, Lyrik, Musik, Natur, Kommunikation, Stille.
Religion da auszuschliessen muss nicht besser sein als sagen wir Wissenschaft auszuschliessen.

___________________________________

"I think human consciousness is a tragic misstep in evolution. We became too self-aware. Nature created an aspect of nature separate from itself, we are creatures that should not exist by natural law."

True Detective

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

12.09.2010 22:01
#23 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Hallo Radiogucker!
Warum antwortest Du so schnell, jetzt konnte ich doch glatt meinen Beitrag nicht mehr
editieren, wo ich doch einen zitierten Abschnitt glatt übersehen habe.

Zitat von radiogucker

Zitat von Eulenspiegel

Zitat
Außerdem bin ich noch auf der Suche nach ein paar guten Argumenten, warum es keinene Sinn macht katholisch zu sein!


1. Die vielen problematischen Stellen der Bibel (gilt für alle christlichen Gruppen).



Müsste es nicht "mosaische", zumindest aber "jüdische" Gruppen heissen, weil das Christentum aus dem jüdischen Glauben entstanden ist, der Islam aus einer Mischung dieser beiden und alle sich auf Moses und dessen Gott berufen??



Ich habe "christliche Gruppen" geschrieben, weil ich mich auf die (ganze) Bibel bezogen
habe, und die ist in ihrer Gesamtheit vor allem für die Christen relevant.
Die Muslime kritisieren an der Bibel ohnehin, daß da vieles nicht stimmt (gegenüber
der ursprünglichen Urbibel) und die Juden interessieren sich nur für das alte Testament
das in ihrer eigenen Version aber auch anders klingt (Tanach).
Grüsse
Till

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

12.09.2010 22:07
#24 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Zitat
Aber auch Atheimus ist genauso kein monolitischer Block. Auch da gibt es Glaubensrichtungen (weil für mich ist jedes Weltbild auch eines,das auf Glauben beruht,

Atheismus ist erstmal aber überhaupt kein Weltbild!
Dass natürlich Atheisten auch unterschiedliche Weltbilder haben, bedeutet noch lange nicht, dass Atheismus eine Glaubensrichtung darstellt!

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

12.09.2010 22:24
#25 RE: Wie kann ich meine "Religion" bezeichnen??? antworten

Hallo Wu

Zitat
Ist es nicht ein wenig zu kurz gegriffen, das Thema Religion nur auf die 3 Monotheismen zu beschränken?


Natürlich hast Du recht, nur sind wir von den 3 monotheistischen Religionen hier
in Europa am stärksten betroffen und darüber hinaus sind es auch so ziemlich die
schlimmsten (inhumansten) Religionen, weshalb man häufig zunächst einmal diese als
Beispiele heranzieht.

Zitat
Aber auch Atheimus ist genauso kein monolitischer Block. Auch da gibt es Glaubensrichtungen (weil für mich ist jedes Weltbild auch eines,das auf Glauben beruht,


Wie Lukrez schon sagte ist Atheismus für sich alleine kein Weltbild sondern nur
die Abwesenheit von einem religiösen Weltbild. Was der einzelne Atheist darüber
hinaus denkt, ist seine eigene Angelegeneheit. Es gibt keine atheistische
"Glaubenslehre", jeder bildet sich sein eigenes Weltbild und was dabei herauskommt
muß nicht zwangsläufig "gut" sein". Wobei "gut" in diesem Zusammenhang ohnehin nicht
objektiv definierbar ist, sondern eine Frage der menschlichen Überlegung und Übereinkunft.

Zitat
Inspirationen sollten nicht dringend von Religionen bestimmt werden, aber Religionen können ein Teil davon sein. So wie Philosophie, Wissenschaft, Lyrik, Musik, Natur, Kommunikation, Stille.
Religion da auszuschliessen muss nicht besser sein als sagen wir Wissenschaft auszuschliessen.


Das sehe ich auch so. In jeder Religion steckt auch ein philosophischer Kern über den
es sich lohnt, nachzudenken.
Was ich persönlich an Religionen ablehne ist alles was mit "Transzendenz", "Übersinnlichkeit"
oder "Übernatürlichem" zusammenhängt, weil es aus meiner Sicht völlig beliebige (da nicht
überprüfbare) Inhalte sind.

Grüsse
Till

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