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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 319 Antworten
und wurde 9.963 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Schreiber Offline



Beiträge: 10

11.11.2010 11:00
#26 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Al-Haitam

und das habe ich von meinem arbeitskollegen, ein vitnamäse, ein budde festgestellt, er hat seinen Glauben ausgelacht, als ich ihn gefragt habe, ob der budda ihn hört, wenn er ihn anbetet:-)))
man muß auch gucken zu welchen gott soll man beten, gott der mich erschaffen hat und zum leben gebracht hat, oder ein frei erfundenes falsches gott aus stein:-)))

Wenn dein Arbeitskollege aus dem Vitnam kommt ist er auch wahrscheinlich Anhänger des Theravada-Buddhismus. Deshalb hast du deinen Arbeitskollegen eine Frage gestellt, die soviel Sinn macht, wie die Frage, weshalb Allah nur die Gebete von Menschen mit grünem Stirnband erhört. Nach dem Theravada-Buddhismus ist Buddha nämlich im Nirvana entschwunden und beantwortet deshalb, verständlicherweise, keine Gebete.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 17.190

11.11.2010 11:06
#27 Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Buddha war und ist kein Gott und hat ergo auch nie Gebete erhört.

Dieser Buddha aus Stein fördert lediglich die Konzentration auf die eigene Spritualität. Bei den Buddhisten, nicht bei mir.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Schreiber Offline



Beiträge: 10

11.11.2010 11:11
#28 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Gysi
Buddha war und ist kein Gott und hat ergo auch nie Gebete erhört.


Ja, außer im tibetischen Buddhismus. Da gibt es Tendenzen in diese Richtung hin.

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

11.11.2010 13:08
#29 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat
Dieser Buddha aus Stein fördert lediglich die Konzentration auf die eigene Spritualität. Bei den Buddhisten, nicht bei mir.



Zitat
a, außer im tibetischen Buddhismus. Da gibt es Tendenzen in diese Richtung hin.



In verschiedenen Richtungen des Buddhismus sind Tendenzen in eine Vergottung Buddhas zu erkennen. Auch wenn dieser das sicher nie gewollt hätte, weil es seine eigentliche Lehre verfälscht.

_______________________________________________
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 17.190

11.11.2010 14:58
#30 Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Alinardus
In verschiedenen Richtungen des Buddhismus sind Tendenzen in eine Vergottung Buddhas zu erkennen. Auch wenn dieser das sicher nie gewollt hätte, weil es seine eigentliche Lehre verfälscht.

Siehst du: Der Buddha verfälscht, das Christentum verfälscht. Alles verfälscht! Da hilft es nur, zum Original zu greifen. Sind zwar schlimmste Hasseruptionen und neurotische Omnipotenzträume, die der Koran manifestiert - aber Hauptsache ORIGINAL!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

11.11.2010 15:20
#31 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Ja du weisst doch es gibt nur einen wahren Glauben....

.... aber welcher war das noch???

_______________________________________________
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

11.11.2010 18:49
#32 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Zeit-Messer

Zitat von Eulenspiegel

Wer von Euch hat sich schon mal ernsthaft mit der Frage beschäftigt, ob er womöglich
selbst zu denen zählt, die eine falsche Religion als "Einzige Wahrheit" ansehen;
ob ihr selbst diejenigen seid, die sich irren?

Grüsse
Till


Ich
Man kann doch nicht leben ohne zu zweifeln?!
Aber man sollte es nicht übertreiben sonst verzweifelt man am Leben.^^




Würdest Du Dich denn als religiös bezeichnen? (weil die Frage an Religiöse gestellt war)
Wenn ja würde mich interessieren zu welchen Ergebnissen Deine Zweifel geführt haben,
bzw. wie es um den Wahrheitsanspruch Deiner Glaubensvorstellungen bestellt ist.

Zitat
Man kann doch nicht leben ohne zu zweifeln?!


Das ist eine gute Frage. Mir scheint es so, daß die allermeisten Gläubigen nicht in der
Lage sind ihren eigenen Glauben so zu hinterfragen und zu kritisieren, wie sie das in
anderen Lebensbereichen sicherlich tun würden.

Zitat
Aber man sollte es nicht übertreiben sonst verzweifelt man am Leben.^^


Ja, aber wo liegt das ideale Verhältnis zwischen Zweifel und Vertrauen in Bezug auf
Lebensfragen und Weltbilder? Kann man das sinnvoll festlegen?

Grüsse
Till

Zeit-Messer Offline




Beiträge: 413

11.11.2010 19:49
#33 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Eulenspiegel

Zitat von Zeit-Messer

Zitat von Eulenspiegel

Wer von Euch hat sich schon mal ernsthaft mit der Frage beschäftigt, ob er womöglich
selbst zu denen zählt, die eine falsche Religion als "Einzige Wahrheit" ansehen;
ob ihr selbst diejenigen seid, die sich irren?

Grüsse
Till


Ich
Man kann doch nicht leben ohne zu zweifeln?!
Aber man sollte es nicht übertreiben sonst verzweifelt man am Leben.^^




Würdest Du Dich denn als religiös bezeichnen? (weil die Frage an Religiöse gestellt war)
Wenn ja würde mich interessieren zu welchen Ergebnissen Deine Zweifel geführt haben,
bzw. wie es um den Wahrheitsanspruch Deiner Glaubensvorstellungen bestellt ist.

religiös hmm..Ich glaube an Gott. Reicht das?

Ich habe angefangen mich mit den Informationen zu beschäftigen
die meiner bisherigen Überzeugung wiedersprochen haben
bzw. nicht vereinbar waren.


Zitat
Man kann doch nicht leben ohne zu zweifeln?!


Das ist eine gute Frage. Mir scheint es so, daß die allermeisten Gläubigen nicht in der
Lage sind ihren eigenen Glauben so zu hinterfragen und zu kritisieren, wie sie das in
anderen Lebensbereichen sicherlich tun würden.

Ich denke das ist bei Menschen allgemein so. Es hängt davon ab wie weitreichend du dein Leben auf deinen Überzeugungen aufgebaut hast.
Manchmal müsste man sein Leben und seine Lebenseinstellung generalüberholen sollten sich die Zweifel bewahrheiten.
Und wenn man mit seinem Leben zufrieden ist bzw. schon lange auf diese Weise lebt, will man nur ungern das sich was ändert.


Zitat
Aber man sollte es nicht übertreiben sonst verzweifelt man am Leben.^^


Ja, aber wo liegt das ideale Verhältnis zwischen Zweifel und Vertrauen in Bezug auf
Lebensfragen und Weltbilder? Kann man das sinnvoll festlegen?

Das unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Sollte jeder selbst herausfinden. Solange man nicht zu naiv/skeptisch wird gehts.^^

Grüsse
Till




Gruß X

----------------------------------------------------

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

11.11.2010 20:39
#34 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Hallo Zeitmesser

Zitat
religiös hmm..Ich glaube an Gott. Reicht das?


Ja, klar. Ich denke der Glaube an Gott ist der Prototyp von Religiosität.

Zitat
Ich habe angefangen mich mit den Informationen zu beschäftigen
die meiner bisherigen Überzeugung wiedersprochen haben
bzw. nicht vereinbar waren.



Wenn ich Dich richtig verstehe hast Du früher nicht an Gott geglaubt, dann aber Deine
Überzeugung geändert aufgrund von "Informationen", die Deinem früheren Unglauben
widersprochen haben?
Wenn das so stimmt, frage ich mich um was für Informationen es sich dabei handeln kann, oder
habe ich Dich missverstanden?

Zu Deinem Gottglauben würde mich interessieren, wie sicher erscheint Dir die Annahme, daß
Gott existiert? Bist Du Dir absolut sicher, hälst Du es für sehr wahrscheinlich oder für
relativ gut möglich?


Zitat
Ich denke das ist bei Menschen allgemein so. Es hängt davon ab wie weitreichend du dein Leben auf deinen Überzeugungen aufgebaut hast.
Manchmal müsste man sein Leben und seine Lebenseinstellung generalüberholen sollten sich die Zweifel bewahrheiten.
Und wenn man mit seinem Leben zufrieden ist bzw. schon lange auf diese Weise lebt, will man nur ungern das sich was ändert.


Ok, die eigene Weltanschauung ist natürlich für jeden Menschen sehr wichtig, sie entwickelt sich
im Laufe des Lebens so ganz allmählich und verfestigt und verdichtet sich immer mehr und wird
zu einem wesentlichen Teil der eigenen Persönlichkeit.
Es ist klar, daß man diese eigene Anschauung (vor allem wenn man sich viel damit beschäftigt
hat) nicht von heute auf morgen total umkrempelt sondern höchstens allmählich aufgrund neuer
Erfahrungen Schritt für Schritt verändert.

Ich denke aber, daß ein Atheist in der Regel kritischer mit der eigenen Weltsicht umgehen
kann und sie eher an neue Erkenntnisse anpassen kann als die meisten religiösen Menschen,
weil sich der Atheist bewusst ist, daß die eigene Weltanschauung sich durch eigene Erfahrungen
und Überlegungen entwickelt hat, während die meisten religiösen Menschen der Ansicht sind,
daß die "richtige" Weltanschauung von Gott vorgegeben ist und daher nicht hinterfragt werden
darf.

Zitat
Ja, aber wo liegt das ideale Verhältnis zwischen Zweifel und Vertrauen in Bezug auf
Lebensfragen und Weltbilder? Kann man das sinnvoll festlegen?
--------------------------------------------------------------------------------------------
Das unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Sollte jeder selbst herausfinden. Solange man nicht zu naiv/skeptisch wird gehts.^^


Nun, ich tendiere hier eindeutig in Richtung Skepsis, weil ich sehe wie leicht die Menschen in
der Regel manipulierbar sind, z.B. durch Werbung, durch Medien, durch Religionen und
andere Beeinflussungsstrategien.
Naivität ist m.E. das größere Übel und die Geschichte zeigt, wie oft diese schon fatale
Folgen hatte.

Grüsse
Till

Zeit-Messer Offline




Beiträge: 413

11.11.2010 21:13
#35 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Eulenspiegel


Ich habe angefangen mich mit den Informationen zu beschäftigen
die meiner bisherigen Überzeugung wiedersprochen haben
bzw. nicht vereinbar waren.

Wenn ich Dich richtig verstehe hast Du früher nicht an Gott geglaubt, dann aber Deine
Überzeugung geändert aufgrund von "Informationen", die Deinem früheren Unglauben
widersprochen haben?
Wenn das so stimmt, frage ich mich um was für Informationen es sich dabei handeln kann, oder
habe ich Dich missverstanden?



Wahrscheinlich hast du mich missverstanden.^^

Die Überzeugung das Gott existiert war bereits gegeben und DANN kammen die Zweifel.
Ich datiere das Ereigniss so ca. 7 Jahre zurück und seitdem vieleicht noch ein weiters mal.
Ich denke wenn die eigene Vorstellung mit Zweifel konfrontiert wird, fängt man erst richtig an zu überlegen wie das eigene Weltbild denn jetzt überhaupt aussieht.

Zitat

Zu Deinem Gottglauben würde mich interessieren, wie sicher erscheint Dir die Annahme, daß
Gott existiert? Bist Du Dir absolut sicher, hälst Du es für sehr wahrscheinlich oder für
relativ gut möglich?



Absolut sicher.
Ich kann dir dafür aber keine zufriedenstellenede Begründung geben. Läst sich meiner Meinung nach nur schwer weitervermitteln.

Zitat

Ich denke aber, daß ein Atheist in der Regel kritischer mit der eigenen Weltsicht umgehen
kann und sie eher an neue Erkenntnisse anpassen kann als die meisten religiösen Menschen,
weil sich der Atheist bewusst ist, daß die eigene Weltanschauung sich durch eigene Erfahrungen
und Überlegungen entwickelt hat, während die meisten religiösen Menschen der Ansicht sind,
daß die "richtige" Weltanschauung von Gott vorgegeben ist und daher nicht hinterfragt werden
darf.



Kann ich leider nicht Beurteilen, da ich nie ein Atheist war.^^

Aber was ich aus eigener Erfarung weiß ist das ich mich selbst schlecht beurteilen kann.
"Der Blick von außerhalb" fehlt mir einfach.
Auf eine meiner verherensten Charakterschwächen mussten mich zwei
Freunde aufmerksam machen, denn ich habe darin nie ein Problem gesehn.

Zitat

.. weil ich sehe wie leicht die Menschen in
der Regel manipulierbar sind, z.B. durch Werbung, durch Medien, durch Religionen und
andere Beeinflussungsstrategien.
Naivität ist m.E. das größere Übel und die Geschichte zeigt, wie oft diese schon fatale
Folgen hatte.




traurige Realität

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Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

11.11.2010 22:15
#36 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Hallo Zeit-Messer

Zitat
Ich denke wenn die eigene Vorstellung mit Zweifel konfrontiert wird, fängt man erst richtig an zu überlegen wie das eigene Weltbild denn jetzt überhaupt aussieht.


Das ist einer der Vorteile des Zweifels, daß man die Fragestellung dann gründlicher durchdenken
muß, mesitens recherchieren und möglichst viele Informationen einholen muß und so zu einer
differenzierteren und besser begründeten Anschauung kommt.

Zitat
Zitat
--------------------------------------------------------------------------------
Zu Deinem Gottglauben würde mich interessieren, wie sicher erscheint Dir die Annahme, daß
Gott existiert? Bist Du Dir absolut sicher, hälst Du es für sehr wahrscheinlich oder für
relativ gut möglich?
--------------------------------------------------------------------------------
Absolut sicher.


Komisch, aber das gilt anscheinend für alle Gläubigen, daß sie sich absolut sicher sind,
obwohl ihre Glaubensvorstellungen und die damit verbundenen Konsequenzen für ihr Leben
völlig unterschiedlich aussehen können.
Wie man sich ausgerechnet in diesem Punkt absolut sicher sein kann, ist für mich ein
Rätsel. Bestimmt man diese Sicherheit für sich als eine Pflicht?

Zitat
Ich kann dir dafür aber keine zufriedenstellenede Begründung geben. Läst sich meiner Meinung nach nur schwer weitervermitteln.


Ich habe bisher auch von keinem anderen Gläubigen eine zufriedenstellende Begründung gehört,
das liegt anscheinend in der Natur der Sache und ich habe fast den Verdacht, daß es die
zufriedenstellende Begründung gar nicht gibt.
Mir scheint es, daß der Glaube eine persönliche Entscheidung ist, die durch eine
Wunschvorstellung beeinflusst wird.

Zitat
Kann ich leider nicht Beurteilen, da ich nie ein Atheist war.^^


Wenn Du schon "immer" gläubig warst, dann hast Du den Glauben wohl schon als Kind gelernt,
also in einem Alter, in dem man relativ leicht etwas glaubt, weil man es noch nicht
kritisch hinterfragen kann?
Möglicherweise ist es später schwierig, diese frühe Beeinflussung noch zu verändern, weil
auch die Art und Weise zu Denken dadurch mitbeeinflusst worden ist?

Zitat
Aber was ich aus eigener Erfarung weiß ist das ich mich selbst schlecht beurteilen kann.
"Der Blick von außerhalb" fehlt mir einfach.


Das geht bestimmt jedem so, aber ich fände es interessant den Versuch zu unternehmen, die
Welt (einschließlich sich selbst) möglichst objektiv zu sehen also ohne den persönlichen
subjektiven Aspekt (soweit das möglich ist).

Zitat
Auf eine meiner verherensten Charakterschwächen mussten mich zwei
Freunde aufmerksam machen, denn ich habe darin nie ein Problem gesehn.


Das haben mir meine Freunde bisher erspart.

Grüsse
Till

Zeit-Messer Offline




Beiträge: 413

12.11.2010 00:21
#37 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Hallo Till

Zitat von Eulenspiegel



Zitat

Komisch, aber das gilt anscheinend für alle Gläubigen, daß sie sich absolut sicher sind,
obwohl ihre Glaubensvorstellungen und die damit verbundenen Konsequenzen für ihr Leben
völlig unterschiedlich aussehen können.
Wie man sich ausgerechnet in diesem Punkt absolut sicher sein kann, ist für mich ein
Rätsel. Bestimmt man diese Sicherheit für sich als eine Pflicht?



Ja ist schon irgendwie verrückt mit den Gläubigen.^^

In meinem Fall betrachte ich diese Sicherheit als ein Resultat subjektiver Erfahrungen
sehen, die ich so in den letzten 8 Jahren gemacht habe.


Zitat

Mir scheint es, daß der Glaube eine persönliche Entscheidung ist, die durch eine
Wunschvorstellung beeinflusst wird.



Eine persönliche Entscheidung ist es auf jeden Fall; mit oder ohne Wunschvorstellung.



Zitat

Wenn Du schon "immer" gläubig warst, dann hast Du den Glauben wohl schon als Kind gelernt,
also in einem Alter, in dem man relativ leicht etwas glaubt, weil man es noch nicht
kritisch hinterfragen kann?
Möglicherweise ist es später schwierig, diese frühe Beeinflussung noch zu verändern, weil
auch die Art und Weise zu Denken dadurch mitbeeinflusst worden ist?



Als Kind habe ich mir selten Gedanken um den Glauben gemacht.
Dementsprechend wenig Einfluss hatte er auf meinen Alltag. Sah eher so aus:
Gott ist im Himmel du gehst Sonntags in die Kirche bist ein braves Kind und die Welt ist in Ordnung.

"Raum und Materie" bekam das Ganze erst später als ich auch erkennen konnte das man einen
Glauben nicht zum Gottestdients an und auszieht sondern das er auch
in deinen anderen Lebensbereichen eine Rolle spielt.


Zitat
Aber was ich aus eigener Erfarung weiß ist das ich mich selbst schlecht beurteilen kann.
"Der Blick von außerhalb" fehlt mir einfach.


Das geht bestimmt jedem so, aber ich fände es interessant den Versuch zu unternehmen, die
Welt (einschließlich sich selbst) möglichst objektiv zu sehen also ohne den persönlichen
subjektiven Aspekt (soweit das möglich ist).




Auf jeden Fall für sowas sollte man sich immer mal Zeit nehmen.

Zitat
Auf eine meiner verherensten Charakterschwächen mussten mich zwei
Freunde aufmerksam machen, denn ich habe darin nie ein Problem gesehn
Das haben mir meine Freunde bisher erspart.



Im nachhinein bin ich ihnen dankbar dafür; und meine Mitmenschen waren es sicher auch.



Gruß X <--(soll übrigens eine Sanduhr darstellen)

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Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

12.11.2010 20:16
#38 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Hallo Zeit-Messer

Zitat
Ja ist schon irgendwie verrückt mit den Gläubigen.^^


, manchmal schon

Zitat
In meinem Fall betrachte ich diese Sicherheit als ein Resultat subjektiver Erfahrungen
sehen, die ich so in den letzten 8 Jahren gemacht habe.


Subjektive Erfahrungen haben hier schon öfters Gläubige geschildert. Ich fand die nie
überzeugend.
Einer hatte seinen Geldbeutel auf dem Autodach liegen lassen und als er zurückkam
lag der immer noch da.
Einer hatte ziemlichen Hunger, aber kein Geld, da bekam er von irgend jemandem 20 Euro
geschenkt und konnte sich was zu essen kaufen.
Einer schlug sich mit dem Hammer auf den Finger, das tat ziemlich weh, doch schon am
nächsten Tag war der größte Schmerz verschwunden.
.
.
.usw
Vielleicht frage ich Dich besser nicht nach Deinen Erfahrungen, da ich Dich bis jetzt
noch durchaus ernst nehmen kann.

Ich selbst habe übrigens noch keinerlei subjektive Erfahrungen gemacht, die mich einem
Glauben an Gott näher gebracht haben. Meine allgemeinen Erkenntnisse über die Welt haben
mich dagegen vom Glauben abgebracht.

Zitat
--------------------------------------------------------------------------------
Mir scheint es, daß der Glaube eine persönliche Entscheidung ist, die durch eine
Wunschvorstellung beeinflusst wird.
--------------------------------------------------------------------------------
Eine persönliche Entscheidung ist es auf jeden Fall; mit oder ohne Wunschvorstellung.


Ich meine damit, daß der Mensch die Ursache für den Glauben zu sein scheint und nicht Gott.

Zitat
Als Kind habe ich mir selten Gedanken um den Glauben gemacht.
Dementsprechend wenig Einfluss hatte er auf meinen Alltag.


Als Kind hat man eine ziemlich märchenhafte Vorstellung von Gott, die sich dann mit
dem Älterwerden irgendwie weiterentwickelt.
Ich kam dann irgendwann an den Punkt, wo ich mich fragen musste, ob das "Märchen" nun
wirklich ein Märchen ist, oder ob ich glauben soll, daß es Wahrheit wäre.

Zitat
Sah eher so aus:
Gott ist im Himmel du gehst Sonntags in die Kirche bist ein braves Kind und die Welt ist in Ordnung.


Das sah bei mir als Kind ganz ähnlich aus, nur in die Kirche bin ich nie gegangen.

Zitat
"Raum und Materie" bekam das Ganze erst später als ich auch erkennen konnte das man einen
Glauben nicht zum Gottestdients an und auszieht sondern das er auch
in deinen anderen Lebensbereichen eine Rolle spielt.


Für mich stand an erster Stelle die Frage nach der Existens Gottes. "Glaube" hätte für mich
nur Sinn gemacht, wenn ich irgendwie "absolut sicher" hätte sein können, daß es ihn gibt
aber ich habe nirgens einen Grund gefunden, der mich sicher hätte sein lassen.

Zitat
Gruß X <--(soll übrigens eine Sanduhr darstellen)


Ich hätte es für ein X gehalten, aber jetzt wo Du es sagst, sehe ich es auch.

Grüsse
Till <--(soll übrigens ein Eulenspiegel sein)

Zeit-Messer Offline




Beiträge: 413

13.11.2010 01:06
#39 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Hallo Till

Hat etwas gedauert war ein stressiger Freitag.

Zitat von Eulenspiegel


Zitat

Subjektive Erfahrungen haben hier schon öfters Gläubige geschildert. Ich fand die nie
überzeugend.
Einer hatte seinen Geldbeutel auf dem Autodach liegen lassen und als er zurückkam
lag der immer noch da.
Einer hatte ziemlichen Hunger, aber kein Geld, da bekam er von irgend jemandem 20 Euro
geschenkt und konnte sich was zu essen kaufen.
Einer schlug sich mit dem Hammer auf den Finger, das tat ziemlich weh, doch schon am
nächsten Tag war der größte Schmerz verschwunden.
.
.
.usw
Vielleicht frage ich Dich besser nicht nach Deinen Erfahrungen, da ich Dich bis jetzt
noch durchaus ernst nehmen kann.



Okey...^^ an sowas habe ich nicht gedacht. Nicht so banal schon abstrakter.
Deshalb ist es auch schwierig sie genau zu beschreiben; weshalb ich es auch lasse.



Ich selbst habe übrigens noch keinerlei subjektive Erfahrungen gemacht, die mich einem
Glauben an Gott näher gebracht haben. Meine allgemeinen Erkenntnisse über die Welt haben
mich dagegen vom Glauben abgebracht.

Zitat


Verstehe ich das richtig ? Erfahrungen und Erkenntnisse sind das selbe?

[quote]
Ich meine damit, daß der Mensch die Ursache für den Glauben zu sein scheint und nicht Gott.



Ach SO meinst du das.^^



Zitat

Für mich stand an erster Stelle die Frage nach der Existens Gottes. "Glaube" hätte für mich
nur Sinn gemacht, wenn ich irgendwie "absolut sicher" hätte sein können, daß es ihn gibt
aber ich habe nirgens einen Grund gefunden, der mich sicher hätte sein lassen.



Die Suche nach Glück...keine Ahnung warum mir das jetzt eingefallen ist..


Zitat

Till <--(soll übrigens ein Eulenspiegel sein)



Echt jetzt?!?

Ich weiß nicht ob du Pianomusik magst aber das Stück hat es mir momentan sowas von angetan.
Trifft irgendwie meine Gefühlslage: http://www.youtube.com/watch?v=WeJP0m-ww1k&feature=related

----------------------------------------------------

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

13.11.2010 11:50
#40 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Hallo Zeit-Messer

Zitat
Okey...^^ an sowas habe ich nicht gedacht. Nicht so banal schon abstrakter.
Deshalb ist es auch schwierig sie genau zu beschreiben; weshalb ich es auch lasse.


Vielleicht ist es schwierig, weil bei diesen subjektiven Erfahrungen das "Gefühl" und
die "Intuition" eine wesentliche Rolle spielen und nicht nur das reine Denken?

Wenn es so ist, dann könnte ich mit meiner These recht haben, daß das Wunschdenken da mit
hineinspielt, weil auch das Wunschdenken stark vom Gefühl abhängig ist.
Das würde auch erklären, warum religiöse Menschen diese religiösen Erfahrungen reichlich
haben, während unreligiöse Menschen keine solchen Erfahrungen haben.

Die Frage ist auch: Was was zuerst, die religiöse Erfahrung oder die religiöse Überzeugung
oder bedingen beide sich gegenseitig?


Zitat
Ich selbst habe übrigens noch keinerlei subjektive Erfahrungen gemacht, die mich einem
Glauben an Gott näher gebracht haben. Meine allgemeinen Erkenntnisse über die Welt haben
mich dagegen vom Glauben abgebracht.
--------------------------------------------------------------------------------
Verstehe ich das richtig ? Erfahrungen und Erkenntnisse sind das selbe?


Ja, Erfahrungen und Erkenntnisse sind zumindest ähnlich und überschneiden sich,
Erkenntnisse sind vielleicht eher rein kognitiv, während Erfahrungen bestimmte erlebte
Situationen im Ganzen meint, also auch körperliche und emotionale Aspekte.

Die Unterscheidung, die ich machen wollte bezog sich mehr auf "subjektiv" und "allgemein".
Subjektive Erfahrungen habe ich ganz persönlich gemacht und sind somit für andere nicht
direkt nachvollziehbar, während allgemeine Erkenntnisse sich auf das Allgemeinwissen
beziehen und somit auch für jeden prinzipiell zur Verfügung stehen.
Diese "allgemeinen Erkenntisse", also wie die Welt tratsächlich ist, sprechen aus meiner
Sicht eher gegen die Vorstellung eines Gottes (der es wert ist angebetet zu werden).

Zitat
Für mich stand an erster Stelle die Frage nach der Existens Gottes. "Glaube" hätte für mich
nur Sinn gemacht, wenn ich irgendwie "absolut sicher" hätte sein können, daß es ihn gibt
aber ich habe nirgens einen Grund gefunden, der mich sicher hätte sein lassen.
--------------------------------------------------------------------------------
Die Suche nach Glück...keine Ahnung warum mir das jetzt eingefallen ist..


Mir fällt da spontan wieder der Begriff "Wunschdenken" ein.
Das "Glück" ist wohl eine Sache, die sich jeder Mensch wünscht, auch wenn sich jeder
etwas anderes darunter vorstellt:
Der eine ist glücklich, wenn es ihm gelingt 50 Pfund abzunehmen; der nächste, wenn er es
schafft den Mt. Everest zu besteigen; der dritte, wenn er der Welt eine spirituelle
Komponente verleit und der vierte, wenn er ein feines Wiener Schnitzel auf seinem Teller
liegen hat.
Vielleicht ist Religiosität für einige Menschen die Möglichkeit, die Welt rosiger zu
sehen, als sie "in Wirklichkeit" bzw. ohne eine Gottesvorstellung ist und dadurch
glücklicher sein zu können, als wenn man die Ungerechtigkeiten der Welt ungeschminkt
betrachten müsste?

Zitat
Ich weiß nicht ob du Pianomusik magst aber das Stück hat es mir momentan sowas von angetan.
Trifft irgendwie meine Gefühlslage:
http://www.youtube.com/watch?v=WeJP0m-ww1k&feature=related


Ein schönes Stück, melancholisch aber auch das kann ja Glück bedeuten.
Zu den Church-Bells fällt mir "The Bells" von Venus-Hum ein, leider finde ich dazu keinen
Link mehr.
Pianomusik höre ich eher selten (aber trotzdem gerne), vor einiger Zeit ist mir dieses Stück
mal zufällig untergekommen:
http://www.youtube.com/watch?v=BRU1o-sCnqY
Etwas aufgewühlter aber auch schön, finde ich.

Grüsse
Till

Hugo Offline



Beiträge: 249

13.11.2010 11:56
#41 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Keiner kann es wissen welches die wahre Religion ist, aber selbst die Kakerlaken haben sich für eine Erlösungsreligion entschieden.




Und die überleben fast alles

Der gute Stab ( gelöscht )
Beiträge:

13.11.2010 12:08
#42 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Hugo
Keiner kann es wissen welches die wahre Religion ist, aber selbst die Kakerlaken haben sich für eine Erlösungsreligion entschieden.




Und die überleben fast alles



Friede sei mit Dir Hugo !

Hätte nicht gedacht, dass Du solche Bilder ins Netz stellst

Zeit-Messer Offline




Beiträge: 413

13.11.2010 12:46
#43 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Hallo Till

Zitat von Eulenspiegel


Vielleicht ist es schwierig, weil bei diesen subjektiven Erfahrungen das "Gefühl" und
die "Intuition" eine wesentliche Rolle spielen und nicht nur das reine Denken?



Gefühl und Intuiton spielt meiner Meinung nach bei Entscheidungen eine Rolle.
Was ich meinte war eine reale Veränderung.

Zitat

Die Frage ist auch: Was was zuerst, die religiöse Erfahrung oder die religiöse Überzeugung
oder bedingen beide sich gegenseitig?



Ich halte es für unwahrscheinlich das jemand von etwas überzeugt ist wofür er weder subjektive noch allgemeine Belege hat.


Zitat

Ja, Erfahrungen und Erkenntnisse sind zumindest ähnlich und überschneiden sich,
Erkenntnisse sind vielleicht eher rein kognitiv, während Erfahrungen bestimmte erlebte
Situationen im Ganzen meint, also auch körperliche und emotionale Aspekte.

Die Unterscheidung, die ich machen wollte bezog sich mehr auf "subjektiv" und "allgemein".
Subjektive Erfahrungen habe ich ganz persönlich gemacht und sind somit für andere nicht
direkt nachvollziehbar, während allgemeine Erkenntnisse sich auf das Allgemeinwissen
beziehen und somit auch für jeden prinzipiell zur Verfügung stehen.
Diese "allgemeinen Erkenntisse", also wie die Welt tratsächlich ist, sprechen aus meiner
Sicht eher gegen die Vorstellung eines Gottes (der es wert ist angebetet zu werden).



Wenn ich keinen Zugriff auf subjektive Erfahrungen hätte. Müsste ich mich darauf beschrenken, die Aussagen der Bibel über die Welt und die Menschen mit der Realität zu vergleichen. Die daraus folgenden Rückschlüsse wären für mich dann allgemein.

Zitat


Mir fällt da spontan wieder der Begriff "Wunschdenken" ein.
Das "Glück" ist wohl eine Sache, die sich jeder Mensch wünscht, auch wenn sich jeder
etwas anderes darunter vorstellt:
Der eine ist glücklich, wenn es ihm gelingt 50 Pfund abzunehmen; der nächste, wenn er es
schafft den Mt. Everest zu besteigen; der dritte, wenn er der Welt eine spirituelle
Komponente verleit und der vierte, wenn er ein feines Wiener Schnitzel auf seinem Teller
liegen hat.
Vielleicht ist Religiosität für einige Menschen die Möglichkeit, die Welt rosiger zu
sehen, als sie "in Wirklichkeit" bzw. ohne eine Gottesvorstellung ist und dadurch
glücklicher sein zu können, als wenn man die Ungerechtigkeiten der Welt ungeschminkt
betrachten müsste?[/quote]

Ich bezweifele das Wunschdenken glücklich macht. Es ändert ja nichts an der Realität.



Zitat

Ein schönes Stück, melancholisch aber auch das kann ja Glück bedeuten.
Zu den Church-Bells fällt mir "The Bells" von Venus-Hum ein, leider finde ich dazu keinen
Link mehr.
Pianomusik höre ich eher selten (aber trotzdem gerne), vor einiger Zeit ist mir dieses Stück
mal zufällig untergekommen:
http://www.youtube.com/watch?v=BRU1o-sCnqY
Etwas aufgewühlter aber auch schön, finde ich.


Vor kurzem hat mich Ragtime und Jazz ganz begeister;jetzt eher melancholische Stücke und Nocturnen.

Ja das ist echt ein spannendes "Duell" von dem beiden.

Grüsse X

----------------------------------------------------

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit

89 ( gelöscht )
Beiträge:

13.11.2010 13:14
#44 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Der gute Stab
Hätte nicht gedacht, dass Du solche Bilder ins Netz stellst


Es gibt 'n paar Gläubige, die nicht mit der Rübe im Sumpf stecken und sich sogar einen gewissen subtilen Humor bewahrt haben. Du gehörst auch dazu...guter Stab...aber im Gegensatz zu Hugo...unfreiwillig.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

13.11.2010 13:22
#45 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Hugo
Keiner kann es wissen welches die wahre Religion ist, aber selbst die Kakerlaken haben sich für eine Erlösungsreligion entschieden.




Jedes Lebewesen das sich seiner Endlichkeit bewusst ist,wird Zuflucht in einer Religion suchen und einige würden auch finden.

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

13.11.2010 19:19
#46 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Hallo Zeit-Messer

Zitat
Gefühl und Intuiton spielt meiner Meinung nach bei Entscheidungen eine Rolle.
Was ich meinte war eine reale Veränderung.


Das Gefühl bzw. die Intuition könnten eine Rolle gespielt haben bei der Entscheidung,
wie man diese reale Veränderung bewertet, also entweder im religiösen Kontext sieht
oder auf andere Gründe zurückführt.

Zitat
Ich halte es für unwahrscheinlich das jemand von etwas überzeugt ist wofür er weder subjektive noch allgemeine Belege hat.


Ich meine, daß viele Menschen und vor allem kleine Kinder sehr leicht zu beeinflussen und
zu manipulieren sind. Sie glauben schnell etwas einfach nur deshalb, weil es ihnen oft
genug eingetrichtert wird, ohne es bewusst zu überprüfen, also z.B. nach Belegen zu suchen.
Oftmals sind sich diese Menschen der erfolgten Beeinflussung später nicht einmal bewusst
und meinen selbst darauf gekommen zu sein.

Zitat
Wenn ich keinen Zugriff auf subjektive Erfahrungen hätte. Müsste ich mich darauf beschrenken, die Aussagen der Bibel über die Welt und die Menschen mit der Realität zu vergleichen. Die daraus folgenden Rückschlüsse wären für mich dann allgemein.



Da ich keine solchen Erfahrungen habe und der Bibel auch keinen bedeutsamen Stellenwert
beimesse (-> ist weitgehend ein Märchenbuch), begnüge ich mich damit, die Realität zu
beurteilen.

Zitat
Ich bezweifele das Wunschdenken glücklich macht. Es ändert ja nichts an der Realität.


Es kann sich aber etwas an der Realitätswahrnehmung ändern.
Das Beispiel mit der halbgefüllten Flasche, die man entweder als halbvoll oder als
halbleer wahrnimmt, zeigt, daß die gleiche Realität zu unterschiedlichen Wahrnehmungen
und somit zu unterschiedlichen Gefühlen (Glück / Trauer) führen kann.
Die (Wunsch-) Vorstellung eines Gottes und damit verbunden die Idee einer gerechten Welt
(und sei es auch nur eine jenseitige Gerechtigkeit) kann vielleicht auch glücklicher machen
obwohl sie nichts an der Realität ändert.

Zitat
Vor kurzem hat mich Ragtime und Jazz ganz begeister;jetzt eher melancholische Stücke und Nocturnen.


Das passt auch besser zum Herbst und zum Novemberwetter.

Grüsse
Till

Zeit-Messer Offline




Beiträge: 413

13.11.2010 19:55
#47 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Hallo Till

Zitat von Eulenspiegel


Das Gefühl bzw. die Intuition könnten eine Rolle gespielt haben bei der Entscheidung,
wie man diese reale Veränderung bewertet, also entweder im religiösen Kontext sieht
oder auf andere Gründe zurückführt.



^^ Dir ist doch sicher bekannt das durch unser "Bauchgefühl" eine
vielzahl an Informationen aus unserer Umwelt verarbeitet werden die wir bewusst gar nicht wahrnehmen?
Sowas ist in manchen Situationen durchaus von Vorteil.

In meinem Fall gab es keine plausible rationale Erklärung.

Mir kommt aber gerade eine Idee.
Zu meinem Leidwesen hielt die Veränderung nicht
lange an und ich bin wieder in der selben Situation.

Ich könnte die Gegebenheiten wiederherstellen, die meiner
Meinung nach zu einer Veränderung geführt haben.

Wenn sich DIESMAL nichts ändert muss
das Ganze eine andere Ursache gehabt haben.


Zitat

Da ich keine solchen Erfahrungen habe und der Bibel auch keinen bedeutsamen Stellenwert
beimesse (-> ist weitgehend ein Märchenbuch), begnüge ich mich damit, die Realität zu
beurteilen.




Die Bibel belässt es ja nicht dabei Geschichten zu erzählen sondern vermittelt auch Weisheiten und Beurteilungen von Verhaltensweisen die sich auch noch in unserer Zeit auf Menschen und Gesellschaft anwenden lassen.

Das ist für mich ebenfalls ein Bewertungskriterium.



Zitat

Es kann sich aber etwas an der Realitätswahrnehmung ändern.
Das Beispiel mit der halbgefüllten Flasche, die man entweder als halbvoll oder als
halbleer wahrnimmt, zeigt, daß die gleiche Realität zu unterschiedlichen Wahrnehmungen
und somit zu unterschiedlichen Gefühlen (Glück / Trauer) führen kann.
Die (Wunsch-) Vorstellung eines Gottes und damit verbunden die Idee einer gerechten Welt
(und sei es auch nur eine jenseitige Gerechtigkeit) kann vielleicht auch glücklicher machen
obwohl sie nichts an der Realität ändert.



Sich seine Welt schöndenken?!Sowas nenne ich Stillstand.

Die Suche nach Glück ist meiner Meinung nach immer mit einer Tätigkeit oder Veränderung verbunden.



Grüsse X

----------------------------------------------------

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit

Eulenspiegel Offline

Atheist

Beiträge: 1.634

13.11.2010 20:54
#48 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Hallo Zeit-Messer

Zitat
^^ Dir ist doch sicher bekannt das durch unser "Bauchgefühl" eine
vielzahl an Informationen aus unserer Umwelt verarbeitet werden die wir bewusst gar nicht wahrnehmen?
Sowas ist in manchen Situationen durchaus von Vorteil.


In den Fällen, die wir bewusst gar nicht wahrnehmen ist eine unbewusste
Informationsverarbeitung sicherlich von Vorteil.
Wenn es um die bewusste Beantwortung einer Fragestellung geht ist das Bauchgefühl
höchstens als Notlösung geeignet, z.B. wenn es sehr schnell gehen muß oder wenn
zu wenig Info´s vorliegen um eine begründete Antwort zu geben. Dann liefert die
gefühlsmässige / intuitive Beantwortung der Frage evtl. noch ein besseres Ergebnis
als blindes Raten.

Zitat
Mir kommt aber gerade eine Idee.
Zu meinem Leidwesen hielt die Veränderung nicht
lange an und ich bin wieder in der selben Situation.

Ich könnte die Gegebenheiten wiederherstellen, die meiner
Meinung nach zu einer Veränderung geführt haben.

Wenn sich DIESMAL nichts ändert muss
das Ganze eine andere Ursache gehabt haben.



Ohne Deine Situation zu kennen und beurteilen zu können, klingt mir Deine
Idee wie eine wissenschaftlich-experimentelle Herangehensweise.
Ich hoffe jedenfalls, daß das Ergebnis zu Deiner Zufriedenheit ausfällt,
sowohl was die "Veränderung" angeht, als auch was die daraus zu ziehende
Erkenntnis angeht.

Zitat
Die Bibel belässt es ja nicht dabei Geschichten zu erzählen sondern vermittelt auch Weisheiten und Beurteilungen von Verhaltensweisen die sich auch noch in unserer Zeit auf Menschen und Gesellschaft anwenden lassen.

Das ist für mich ebenfalls ein Bewertungskriterium.


Wenn man die Bibel liesst, sollte man möglichst schon vorher in der Lage sein Weisheiten
von Dummheiten zu unterscheiden, sonst kann das Bibel-lesen fatale Folgen haben.

Was ist z.B. so toll daran, wenn Einer seine Tochter tötet, weil er ein unsinniges
Gelübde abgelegt hat?
Was ist toll daran, wenn jemand sein eigenes unschuldiges Kind bereitwillig töten will,
weil er einen Befahl "von höchster Stelle" dazu erhält?
Was ist toll daran, wenn jemand ein Liebespaar mit einem Speer durchbort, weil einer
der Liebespartner einer falschen Religion angehört?

Viele solche Taten werden in der Bibel verherrlicht und man muß schon zu kritischem
Denken fähig sein, um nicht durch die Bibel zu sehr fragwürdigen Moralvorstellungen zu
kommen.


Zitat
Sich seine Welt schöndenken?!Sowas nenne ich Stillstand.

Die Suche nach Glück ist meiner Meinung nach immer mit einer Tätigkeit oder Veränderung verbunden.


Naja, das "Denken" und die "Tätigkeit" schliessen sich ja nicht zwangsläufig gegenseitg
aus. Viele Christen sind ja durchaus im positiven Sinne tätig, nur manchmal tendieren sie
auch dazu, allein durch beten ihre Probleme lösen zu wollen. Das ist dann wirklich Stillstand.

Grüsse
Till

Zeit-Messer Offline




Beiträge: 413

13.11.2010 21:51
#49 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Eulenspiegel


Zitat

In den Fällen, die wir bewusst gar nicht wahrnehmen ist eine unbewusste
Informationsverarbeitung sicherlich von Vorteil.
Wenn es um die bewusste Beantwortung einer Fragestellung geht ist das Bauchgefühl
höchstens als Notlösung geeignet, z.B. wenn es sehr schnell gehen muß oder wenn
zu wenig Info´s vorliegen um eine begründete Antwort zu geben. Dann liefert die
gefühlsmässige / intuitive Beantwortung der Frage evtl. noch ein besseres Ergebnis
als blindes Raten.



Klar da muss man abwägen.

Zitat

Ohne Deine Situation zu kennen und beurteilen zu können, klingt mir Deine
Idee wie eine wissenschaftlich-experimentelle Herangehensweise.
Ich hoffe jedenfalls, daß das Ergebnis zu Deiner Zufriedenheit ausfällt,
sowohl was die "Veränderung" angeht, als auch was die daraus zu ziehende
Erkenntnis angeht.



DAS hoffe ich auch.

Zitat

Wenn man die Bibel liesst, sollte man möglichst schon vorher in der Lage sein Weisheiten
von Dummheiten zu unterscheiden, sonst kann das Bibel-lesen fatale Folgen haben.

Was ist z.B. so toll daran, wenn Einer seine Tochter tötet, weil er ein unsinniges
Gelübde abgelegt hat?
Was ist toll daran, wenn jemand sein eigenes unschuldiges Kind bereitwillig töten will,
weil er einen Befahl "von höchster Stelle" dazu erhält?
Was ist toll daran, wenn jemand ein Liebespaar mit einem Speer durchbort, weil einer
der Liebespartner einer falschen Religion angehört?

Viele solche Taten werden in der Bibel verherrlicht und man muß schon zu kritischem
Denken fähig sein, um nicht durch die Bibel zu sehr fragwürdigen Moralvorstellungen zu
kommen.



Das habe ich nicht gemeint. Du hast Geschichten aufgezählt.
Bsp. Was sagt die Bibel über Reichtum,Geld und Macht?


Zitat

Naja, das "Denken" und die "Tätigkeit" schliessen sich ja nicht zwangsläufig gegenseitg
aus. Viele Christen sind ja durchaus im positiven Sinne tätig, nur manchmal tendieren sie
auch dazu, allein durch beten ihre Probleme lösen zu wollen. Das ist dann wirklich Stillstand.



Mit beten allein macht man es sich zu einfach stimmt.

Aber ich würde die Suche nach Glück nicht mit dem Lösen von Problemen gleichsetzten.

Bei der Problemlösung ist es davon abhängig mit was man es zu tun hat.
Je nachdem ist es dann sinnvoller etwas zu unternehmen oder eben stillzustehen und zu warten.
Manchmal lösen sie sich nämlich von selbst.^^

Grüsse X







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Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit

Lichtbringer Offline

glaubnix


Beiträge: 1.394

17.11.2010 17:49
#50 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Eulenspiegel

Al-Haitam, wenn Du in Indien geboren worden wärst, dann wärst Du jetzt mit hoher
Wahrscheinlichkeit Hindu.
Grüsse
Till



währe Al-Haitam ein Elefant, so hätte sein Gott einen Riesenrüssel, weil der Rüssel für den Elefanten das größte ist

währe Al-Haitam ein Vogel, so hätte sein Gott Flügel, da Fliegen das größte und höchste für einen Vogel ist

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Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen.
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Meine Toleranz ist grenzenlos, aber nicht gegenüber den Intoleranten!

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