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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 319 Antworten
und wurde 9.959 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

17.11.2010 23:24
#76 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Norbert
Nö, ich habe nur ein gesundes Selbstvertrauen, Familie, Freunde im echten Leben, einen Job und Hobbys außerhalb des Netzes und brauche mich deshalb weder hinter einem Pseudonym, noch hinter sonstigem Getue zu verstecken. Ich habe mich vorgestellt, und ich finde es nur fair, daß ihr ein bisschen was wißt über einen Neuen.




Mein Haus,mein Garten,mein Auto,mein Boot,meine Frau,meine Freundin

Norbert Offline




Beiträge: 158

17.11.2010 23:26
#77 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Aber hallo.

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Lichtbringer Offline

glaubnix


Beiträge: 1.394

17.11.2010 23:46
#78 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Norbert
Stan, ich brauche mich nicht zu schützen. Im Gegenteil. Die tägliche Konfrontation mit meinem inneren Dreck IST die Religion,

Kapier ich nicht, innerer Dreck ist Religion

das IST das Näherkommen an Gott. Ich brauche Gott nicht, um mich vor etwas zu schützen. Im Gegenteil, ich brauche Gott, um mir den Müll ins Gesicht zu werfen.

man benötigt Gott um sich Müll ins Gesicht zu werfen, ist das nicht Masochistisch?

Ich habe fast alles verloren, was mir wichtig war in meinem Leben, und trotzdem ist das Leben geil.

Richtig, immer das beste aus der Sch..... machen, gibt Dir das Leben eine Zitrone mach Limonade daraus


Was immer kommt, das kommt. Ich kann's nicht ändern, und Gott wird's nicht ändern.
Was kommt, das kommt. Das ist Gott.



Wenns kommt, dann kommts, am Ende kommt der Tod

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Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen.
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Meine Toleranz ist grenzenlos, aber nicht gegenüber den Intoleranten!

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

18.11.2010 07:27
#79 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat
Nö, ich habe nur ein gesundes Selbstvertrauen, Familie, Freunde im echten Leben, einen Job und Hobbys außerhalb des Netzes und brauche mich deshalb weder hinter einem Pseudonym, noch hinter sonstigem Getue zu verstecken. Ich habe mich vorgestellt, und ich finde es nur fair, daß ihr ein bisschen was wißt über einen Neuen.



Wenn du nicht diskuttierebn willst, was machst du dann hier? Sicher ist es nicht das selbe, wie von Angesicht zu Angesicht. Aber das sollte einem Benutzer einer Internetforums schon klar sein.

PS: Aus deiner Aussage lässt sich schliessen, du würdest glauben, andere die hier schreiben hätten kein Leben oder keine Freunde oder Familie, oder kein Selbstvertrauen. Sorry aber für einen Hindu der zu Jesus betet kommst du mir aber sehr arrogant vor.

Dein einziges Argument schein darin zu bestehen, die anderen gegenüber aufzuspielen, wie Stan ja schon sagte.

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Norbert Offline




Beiträge: 158

18.11.2010 07:27
#80 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Lichtbringer

Kapier ich nicht, innerer Dreck ist Religion



Nein, nein, nicht der innere Dreck, sondern die Konfrontation und Arbeit (im Sinne von Veränderung zum Besseren) damit. Das Ziel ist irgendwann das, was in allen Religionen dasselbe ist: das "Ruhen in Gott", "Paradies", Dao, Nirvana, und so weiter. Das Interessante dabei ist, daß -- wenn man nicht gerade mit den absoluten Fundamentalisten spricht, aber die sind zum Glücl nur ne Randgruppe -- eigentlich alle Vertreter der Religionen sich einig sind, daß der nächste Schritt nach der "Vereinigung mit Gott" der "Tod Gottes" ist. Sprich: Gott ist ein Konzept, und irgendwann muß es sterben, so wie alle Konzepte. Er ist ein Werkzeug auf dem Weg der inneren Umwandlung.

Zitat
man benötigt Gott um sich Müll ins Gesicht zu werfen, ist das nicht Masochistisch?



Hoffentlich wird klarer, was ich damit gemeint habe, wenn du den ersten Absatz dieser Antwort hier liest. Ich kann mich bequem hinter meinen Defiziten verstecken, wenn kein Konzept existiert, das sie immer wieder aufs Neue provoziert.

Zitat
Richtig, immer das beste aus der Sch..... machen, gibt Dir das Leben eine Zitrone mach Limonade daraus[/blau]



'ne universelle Weisheit ;)

Zitat
Wenns kommt, dann kommts, am Ende kommt der Tod



Das stimmt. Interessant wird's erst, wenn's um die Frage des Danach geht. Die kann niemand beantworten, da ist jeder Theoretiker :)

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Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

18.11.2010 07:31
#81 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat
Das Ziel ist irgendwann das, was in allen Religionen dasselbe ist: das "Ruhen in Gott", "Paradies", Dao, Nirvana, und so weiter.



Das finde ich doch etwas gewagt. Das christliche oder islamische Paradies mit dem Dao, oder Nirvana zu vergleichen ist meiner Meinung nach unzulässig, weil die Unterschiede in den Bedeutungen zu evident sind.

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Norbert Offline




Beiträge: 158

18.11.2010 07:35
#82 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Alinardus

PS: Aus deiner Aussage lässt sich schliessen, du würdest glauben, andere die hier schreiben hätten kein Leben oder keine Freunde oder Familie, oder kein Selbstvertrauen. Sorry aber für einen Hindu der zu Jesus betet kommst du mir aber sehr arrogant vor.

Dein einziges Argument schein darin zu bestehen, die anderen gegenüber aufzuspielen, wie Stan ja schon sagte.



Kennst du das Sprichwort "Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück"?

Im Lichte dieses Satzes: Verfolge doch mal, wie ich gestern in diesem Forum aufgenommen worden bin. Da war sehr wenig "ziviler" Dialog zum Thema dabei. Und ich bin nicht bereit, mich von irgendjemandem so anpöbeln zu lassen, nur weil er sich hinter seinem Monitor verschanzen kann. Jesus hat übrigens auch Menschen aus dem Tempel vertrieben, war also auch nicht immer das Klischee-Abziehbild, als das er immer hingestellt wird. Krishna, eine andere Inkarnation Gottes, war Krieger. Kali war die hauptberufliche Zerstörerin. Meine Reaktion ist also durchaus menschlich und deshalb durchaus göttlich, wenn du verstehst, was ich meine.

Und zum Schluss: In den Forumsregeln wird ausdrücklich zu einem "zivilen (!) substanziellen Dialog zum Thema" aufgerufen. Halten wir uns doch einfach dran.

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Alinardus Offline

Antichrist


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18.11.2010 07:43
#83 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Sorry aber wer mir mit absurden religiösen Ideen daher kommt, der bekommt von mir die passende Antwort, ob mit oder ohne Bildschrim.

Zitat

"zivilen (!) substanziellen Dialog zum Thema"



Es ist subjektiv ob man sich zivil verhält oder nicht! Ich habe dich ja nicht persönlich, sondern nur deine Ansichten angegriffen. Leben ist kein Ponyhof.

Zitat
Jesus hat übrigens auch Menschen aus dem Tempel vertrieben, war also auch nicht immer das Klischee-Abziehbild, als das er immer hingestellt wird. Krishna, eine andere Inkarnation Gottes, war Krieger. Kali war die hauptberufliche Zerstörerin.



Und da erzähl du mir nochmal, du hättest kein polytheistischen Götterbild. Was veranlasst dich dazu das zu Glauben, das Jesus, Kali, Krishna, Hanuman, Zeus, Amaterasu um nur noch ein paar weitere zu nenne alle Inkarnationen eines Gottes sind. Das ist mit den Ansichten dieser Religionen nicht zu vereinbaren.

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Norbert Offline




Beiträge: 158

18.11.2010 07:52
#84 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Alinardus

Das finde ich doch etwas gewagt. Das christliche oder islamische Paradies mit dem Dao, oder Nirvana zu vergleichen ist meiner Meinung nach unzulässig, weil die Unterschiede in den Bedeutungen zu evident sind.



Das ist eben genau das, was man so nicht sagen kann.
Meister Eckhart, einer der berühmtesten christlichen Mystiker, wurde aus der Kirche "rausgeschmissen", weil er genau das predigte: Gott sei nix Äußeres, kein Wesen mit Rauschebart und Joystick, der die Geschicke des Menschen lenkt, sondern überall im Universum, also auch im Einzelnen. Ebenso Madame Gyon und viele andere: Die traf auch der Kirchenbann. Kein Wunder, weil die Kirche ja einzig und allein aus Machterhaltungsgründen gegründet wurde, und eine Lehre, die Religion wieder zum Einzelnen zurückholt, ist da hinderlich.

Ramakrishna, einer der bekanntesten indischen Heiligen, sagte im Kern, daß alle Religionen auf dasselbe Ergebnis rauslaufen. Das sagten auch Ghandi, Maharajji und viele, viele andere. Das sagen auch die Quäker, das sagen auch andere christliche Orden.

Leider beschäftigen sich viele Kritiker aber nur mit dem, was die katholische Kirche dazu sagt, aber davon abgesehen, daß Menschen im Stillen noch nie das geglaubt haben, was ihnen Machthaber aufdrücken wollten, gibt es viele, viele Ansichten, die nicht einer Meinung mit der Kirche sind.

Aber wie ich schon mal geschrieben habe: Religion kann immer nur eine persönliche, innere Wahrheit sein. Und die sieht mit Sicherheit für jeden anders aus. (Ja, ich weiß, Wahrheit im wissenschaftlichen Sinne wird anders gebraucht, aber ich verwende das Wort im religiösen Sinne -- ebenso zulässig).

Ich kann also gut verstehen, wenn du sagst, das sei gewagt. Ich sehe es anders, weil es meine persönliche Erfahrung ist.

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Norbert Offline




Beiträge: 158

18.11.2010 07:54
#85 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Alinardus
Sorry aber wer mir mit absurden religiösen Ideen daher kommt, der bekommt von mir die passende Antwort, ob mit oder ohne Bildschrim.



Und die "passende" Antwort ist... was genau?

Zitat
Es ist subjektiv ob man sich zivil verhält oder nicht! Ich habe dich ja nicht persönlich, sondern nur deine Ansichten angegriffen. Leben ist kein Ponyhof.



Jahaaaaa. Und trotzdem würden die meisten Tastaturkrieger sich im echten Leben anders verhalten...

Zitat
Und da erzähl du mir nochmal, du hättest kein polytheistischen Götterbild. Was veranlasst dich dazu das zu Glauben, das Jesus, Kali, Krishna, Hanuman, Zeus, Amaterasu um nur noch ein paar weitere zu nenne alle Inkarnationen eines Gottes sind. Das ist mit den Ansichten dieser Religionen nicht zu vereinbaren.



Mit hinduistischen Ansichten eben schon. Das nennt man das Advaita-Prinzip.

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Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

18.11.2010 08:01
#86 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat
Aber wie ich schon mal geschrieben habe: Religion kann immer nur eine persönliche, innere Wahrheit sein.



Also mag es subjektiv für jeden einzenlen richtig sein, objektiv gesehen ist es aber falsch. Das reicht den meisten Menschnen aber nicht für ihre Religion, sie wollen einen Absolutheitsanspruch "ich habe recht, alle anderen nicht".

Zumindest dein Bild von der Kirche gefällt mir. Ja es gab sogar sehr viele bedeutende christliche Theologen, die ein paar Hundert Jahre verehrt wurden. Doch als die Kirche sich wieder mal zum eigenen Wohl anpassen musste, wurde desen Dogmen übergangen und sie selbst verketzert.

Zitat
Gott sei nix Äußeres, kein Wesen mit Rauschebart und Joystick, der die Geschicke des Menschen lenkt, sondern überall im Universum, also auch im Einzelnen.



Áber was soll das dann brigen? Gott in diese Weise zu verallgemeinern führ den Begriff Gott an sich ad absurdum. Dann ist es nicht mehr Gott. Genauso wie du geschrieben hast, was ja auch richtig ist, das Brahma sich nicht beschreiben oder erfassen lässt. Doch was soll dann da noch göttlich sein. Nenn es dann doch einfach "nichts".

Diese nicht Erfassbarkeit Brahmas ist für mich ein Hinweis auf die Abwesenheit von Dualitäten in der Welt. Gut und schlecht etc. sind nur durch den Mensch gemachte Begriffe. Es gibt keine objektive, übergeordnete Wahrheit. Das kommt im Buddhismus und im Hinduismus auch so vor. Daraus eine weltumspannende polytheistische Religion zu machen, macht für mich keinen Sinn.

Edit:

Zitat
Mit hinduistischen Ansichten eben schon. Das nennt man das Advaita-Prinzip



Das ist keine Antwort darauf, warum du das auch als korrekt erachtest.

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Norbert Offline




Beiträge: 158

18.11.2010 10:22
#87 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Alinardus

Also mag es subjektiv für jeden einzenlen richtig sein, objektiv gesehen ist es aber falsch. Das reicht den meisten Menschnen aber nicht für ihre Religion, sie wollen einen Absolutheitsanspruch "ich habe recht, alle anderen nicht".



Ah, jetzt kommen wir langsam an den Punkt, wo wir definieren müssen, was wir unter bestimmten Begriffen verstehen. Finde ich gut!
Ich verstehe unter Religion die jeweilige Glaubenspraxis: Analyse und Gedankenbeobachtung (Janana Yoga), Karma Yoga (Gottesverehrung durch Aktivität, die dem Gott gewidmet ist) und Bhakti Yoga (liebevolle Hingabe). Welche Gottheit nun genau verehrt wird, ist weniger wichtig, weil sie eh alle nur "verschiedene Gesichter des einen Gottes" sind. Das ist die hinduistische Sichtweise, und die habe ich für mich nach 26 Jahren Praxis als zutreffend erfahren.

Mit Leuten, die einen Absolutheitsanspruch oder ein Deutungsmonopol in Sachen Religion beanspruchen, habe ich auch meine Probleme. Aber so ist halt die Welt, da gibt's solche Leute und solche.

Zitat
Zumindest dein Bild von der Kirche gefällt mir. Ja es gab sogar sehr viele bedeutende christliche Theologen, die ein paar Hundert Jahre verehrt wurden. Doch als die Kirche sich wieder mal zum eigenen Wohl anpassen musste, wurde desen Dogmen übergangen und sie selbst verketzert.



Das passiert immer noch, und das ist wirklich übel. Es gibt da einige Vertreter des neuzeitlichen christlichen Mystizismus, die einen Austausch und Dialog mit anderen Religionen fordern und ganz andere Ansichten über "das Wesen Gottes" haben. Die werden behandelt wie Aussätzige ;)

Zitat
Áber was soll das dann brigen? Gott in diese Weise zu verallgemeinern führ den Begriff Gott an sich ad absurdum.



Nur dann, wenn deine Definition Gott als Wesenheit sieht. Genau das wollten die frühen Religionsgründer ja vermeiden, indem sie so Dinge sagten wie "Mache dir kein Bild von Gott" oder "Das Dao, das du definieren kannst, ist nicht das Dao". Aber natürlich, kaum werden Organisationen um den Glauben herum installiert (Kirchen), versuchen die Verantwortlichen, eine -- ihre -- Interpretation als die einzig wahre festzuzurren.


Zitat
Dann ist es nicht mehr Gott. Genauso wie du geschrieben hast, was ja auch richtig ist, das Brahma sich nicht beschreiben oder erfassen lässt. Doch was soll dann da noch göttlich sein. Nenn es dann doch einfach "nichts".



Das könnte ich auch machen. Aber mein Weg führt eben über die Religion zur "Auflösung des Ichs im Nichts". Jeder, der ernsthaft und tief Religion praktiziert, steht irgendwann vor der Entscheidung, Gott sterben zu lassen, weil auch Gott nur Konzept ist. Am Ende steht dann der begierdelose Mensch ohne Anhaftungen. Da gibt's die nette Geschichte aus dem Zen, wo ein Schüler aufgeregt zum Meister kommt und sagt: "Meister, Meister, mir ist in der Meditation Buddha begegnet!" Daraufhin der Meister: "Wenn du dich stärker konzentrierst, verschwindet er wieder." :D
DDarauf kommt's an. Oder, wieder mit Zen gesprochen: "Wenn dir Buddha auf dem Weg begegnet -- töte ihn!" Was nichts anderes bedeutet, als seine Konzepte, alle Konzepte, loszulassen.

Zitat
Diese nicht Erfassbarkeit Brahmas ist für mich ein Hinweis auf die Abwesenheit von Dualitäten in der Welt. Gut und schlecht etc. sind nur durch den Mensch gemachte Begriffe. Es gibt keine objektive, übergeordnete Wahrheit. Das kommt im Buddhismus und im Hinduismus auch so vor. Daraus eine weltumspannende polytheistische Religion zu machen, macht für mich keinen Sinn.



Im Hinduismus hat man vor langer Zeit erkannt, daß nicht alle Menschen gleich sind. Manche glauben eben nicht an etwas Göttliches, andere dagegen schon. Das alles sind nur verschiedene Wege.

Zitat
Das ist keine Antwort darauf, warum du das auch als korrekt erachtest.



Aber deine Feststellung war doch diese hier:

Zitat
Was veranlasst dich dazu das zu Glauben, das Jesus, Kali, Krishna, Hanuman, Zeus, Amaterasu um nur noch ein paar weitere zu nenne alle Inkarnationen eines Gottes sind. Das ist mit den Ansichten dieser Religionen nicht zu vereinbaren.



Die hinduistischen Traditionen sind um einiges inklusiver als andere. Aus Sicht eines orthodoxen Christen mag es unmöglich oder unzumutbar sein, Jesus als einen von vielen Heiligen zu sehen, aber für Hindus ist das kein Problem. In vielen hinduistischen Tempeln stehen Altäre, wo Jesus, Krishna und Buddha zusammen drauf stehen. Für den inklusiven Hinduismus ist das kein Problem und auch zu erklären. Das mögen Christen, Buddhisten und andere ganz anders sehen.

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Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

18.11.2010 12:14
#88 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat
Das könnte ich auch machen. Aber mein Weg führt eben über die Religion zur "Auflösung des Ichs im Nichts". Jeder, der ernsthaft und tief Religion praktiziert, steht irgendwann vor der Entscheidung, Gott sterben zu lassen, weil auch Gott nur Konzept ist. Am Ende steht dann der begierdelose Mensch ohne Anhaftungen. Da gibt's die nette Geschichte aus dem Zen, wo ein Schüler aufgeregt zum Meister kommt und sagt: "Meister, Meister, mir ist in der Meditation Buddha begegnet!" Daraufhin der Meister: "Wenn du dich stärker konzentrierst, verschwindet er wieder."



Hier scheint es mir so als würde wir auf einer Wellenläge funken.

Gott ist nur Kozept und die Welt ist frei von Konzepten. Das schreibts du ja so in der Art auch. Aber wozu dann beten, verehren etc. wenn die Welt doch frei von Konzepten und übergeordneten warheiten ist.

Das Zen Koan (zumidest halte ich es dafür) ist sehr schön. Ich habe ein Buch mit 300 Koans, die alle ungefähr auf das Selbe abziehlen. Den beten und verehren, heißt auch anhaften und solage du das machst wirst du nicht "erleuchtet".

Für mich bedeutet Buddhismus, Zen und Hinduismus (zumindest so wie ich die Gita verstehe) das ich Buddhismus, Hinduismus und Zen weit hinter mir lassen muss. "Wenn du die Erleuchtung suchst, wirst du sie nie finden"

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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

18.11.2010 12:29
#89 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Norbert
Ah, jetzt kommen wir langsam an den Punkt, wo wir definieren müssen, was wir unter bestimmten Begriffen verstehen. Finde ich gut!
Ich verstehe unter Religion die jeweilige Glaubenspraxis: Analyse und Gedankenbeobachtung (Janana Yoga), Karma Yoga (Gottesverehrung durch Aktivität, die dem Gott gewidmet ist) und Bhakti Yoga (liebevolle Hingabe). Welche Gottheit nun genau verehrt wird, ist weniger wichtig, weil sie eh alle nur "verschiedene Gesichter des einen Gottes" sind. Das ist die hinduistische Sichtweise, und die habe ich für mich nach 26 Jahren Praxis als zutreffend erfahren.





Aber warum musst du um "deine Mitte" zu finden,dafür mit dir selbst ins Reine zu kommen..dich zu akzeptieren wie du bist,mit all deinen Schwächen und Stärken, unbedingt einen Gott bzw. eine Religion bemühen??
Ob Karma Yoga,Bhakti Yoga oder Yogi-Bär.....braucht es die oder das??

Norbert Offline




Beiträge: 158

18.11.2010 12:31
#90 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

(thumbs up)

Da sind wir tatsächlich auf der selben Wellenlänge!

Ich weiß zwar im Kopf, nicht aber von meinen Gefühlen her, daß Gott Konzept ist. Deshalb bin ich religiös und nähere mich dieser Wahrheit an, bis ich nicht nur im Kopf, sondern auch in meinen Gefühlen konzeptfrei bin. Das reine Wissen genügt (mir) nicht. Ich will es tatsächlich auch fühlen.

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Norbert Offline




Beiträge: 158

18.11.2010 12:34
#91 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Stan

Aber warum musst du um "deine Mitte" zu finden,dafür mit dir selbst ins Reine zu kommen..dich zu akzeptieren wie du bist,mit all deinen Schwächen und Stärken, unbedingt einen Gott bzw. eine Religion bemühen??
Ob Karma Yoga,Bhakti Yoga oder Yogi-Bär.....braucht es die oder das??



Hehehe, Yogi-Bär
Ich ganz persönlich brauche das, weil es für mich das schnellste Vehikel ist, meine Schwächen umzuwandeln. Ich hab's lange Zeit mit Zen-Praxis versucht, und während ich die Lehre ansprechend finde, konnte ich mit den Zen-Werkzeugen (Zazen) nicht viel anfangen. Deshalb pratiziere ich eben die Yogas.

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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

18.11.2010 12:41
#92 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Norbert

Zitat von Stan

Aber warum musst du um "deine Mitte" zu finden,dafür mit dir selbst ins Reine zu kommen..dich zu akzeptieren wie du bist,mit all deinen Schwächen und Stärken, unbedingt einen Gott bzw. eine Religion bemühen??
Ob Karma Yoga,Bhakti Yoga oder Yogi-Bär.....braucht es die oder das??



Hehehe, Yogi-Bär
Ich ganz persönlich brauche das, weil es für mich das schnellste Vehikel ist, meine Schwächen umzuwandeln. Ich hab's lange Zeit mit Zen-Praxis versucht, und während ich die Lehre ansprechend finde, konnte ich mit den Zen-Werkzeugen (Zazen) nicht viel anfangen. Deshalb pratiziere ich eben die Yogas.





Jedem das Seine..wenn du damit glücklich wirst..meinen Segen hast du.

Aber es klingt irgendwie willkürlich. So als ob Glauben eine Ware wäre..ich probier so lange aus,bis ich etwas gefunden habe was schmeckt.

Norbert Offline




Beiträge: 158

18.11.2010 12:46
#93 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Stan

Jedem das Seine..wenn du damit glücklich wirst..meinen Segen hast du.



Danke, Papst Stan.

Zitat
Aber es klingt irgendwie willkürlich. So als ob Glauben eine Ware wäre..ich probier so lange aus,bis ich etwas gefunden habe was schmeckt.



Glaube ist in der Hinsicht tatsächlich eine Ware, als daß es durchaus vorkommt, daß man einige Läden durchsuchen muß, bis man das gefunden hat, was einem gefällt ;) (Und damit spreche ich wieder nur als Hinduist; ein bibeltreuer Christ würde mir wahrscheinlich das helige Buch um die Ohren hauen dafür)

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Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

18.11.2010 15:35
#94 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Ich habe auch eine Zeit Meditaion gemacht. Täglich ne Stunde. Uber mehrere Wochen. Mit unterbrechungen dann immer wieder ein paar Wochen. Aber das hat mir nicht sehr viel gebracht. Bzw. wenn man den Grundgedanken verstanden hat, muss man nicht mehr meditieren. So sehe ich das.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.189

18.11.2010 15:55
#95  Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Norbert
Das reine Wissen genügt (mir) nicht. Ich will es tatsächlich auch fühlen. (...) Ich ganz persönlich brauche das, weil es für mich das schnellste Vehikel ist, meine Schwächen umzuwandeln. Ich hab's lange Zeit mit Zen-Praxis versucht, und während ich die Lehre ansprechend finde, konnte ich mit den Zen-Werkzeugen (Zazen) nicht viel anfangen. Deshalb pratiziere ich eben die Yogas.

Viele Anhänger der östlichen Philosophie und Religionspraxis suchen im Grunde ihres Wollens Psychotherapie. Wenn ich diese Zeilen von dir lese, kommt das wieder in meine Erinnerung. Meditation ist ein Therapieansatz. Aber noch lange keine Therapie. Hast du es schon mal mit Psychoanalyse probiert? Mit irgendeiner analytisch orientierten Therapieform? Oder waren dir die westlichen Formen alle zu profan, zu unheilig, uncool?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Norbert Offline




Beiträge: 158

18.11.2010 16:06
#96 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Alinardus
Ich habe auch eine Zeit Meditaion gemacht. Täglich ne Stunde. Uber mehrere Wochen. Mit unterbrechungen dann immer wieder ein paar Wochen. Aber das hat mir nicht sehr viel gebracht. Bzw. wenn man den Grundgedanken verstanden hat, muss man nicht mehr meditieren. So sehe ich das.



Ja, das kann passieren. Deshalb ist Meditation auch keine Sache, die man nur ein paar Wochen macht. Außerdem schwirrt da immer wieder die Idee rum, die aus der Esoterik-Ecke kommt: Meditation, um irgendwas zu bekommen oder zu werden. Aber darum geht's nicht. Meditation ist zu Anfang natürlich ein Vehikel, um sich besser kennenzulernen und die ganzen Vorteile zu genießen (gesenkter Blutdruck, Ausgeglichenheit usw). Aber dann muss das alles wegfallen, und Meditation wird zum Selbstzweck. Dann kann man's die Meditation auch auf die täglichen Tätigkeiten verlagern.

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Zeit-Messer Offline




Beiträge: 413

18.11.2010 16:09
#97 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Hi Till

Zitat von Eulenspiegel

Erstmal ist der Begriff "Wahrheit" meiner Ansicht nach reserviert für Sachverhalte, die
objektivierbar sind, deren Wahrheitsgehalt also entweder empirisch oder logisch nachweisbar
sind. Das "Innere" eines Menschen, also sein Wesen ist subjektiv, von aussen also niemals so
zu erkennen, wie für den jeweiligen Menschen selbst, daher ist der Begriff "innere Wahrheit"
problematisch, allerdings wird der Wahrheits-Begriff im religiösen Kontext meist ohnehin
falsch verwendet.



Damit wirst du dem Begriff Wahrheit aber nicht gerecht Till.

Das ist doch ein so schön abstrakter Begriff. Kommt dem Philosophen wie gerufen.^^

Grüsse X

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Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit

Norbert Offline




Beiträge: 158

18.11.2010 16:18
#98 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Gysi
Wenn ich diese Zeilen von dir lese, kommt das wieder in meine Erinnerung. Meditation ist ein Therapieansatz. Aber noch lange keine Therapie. Hast du es schon mal mit Psychoanalyse probiert? Mit irgendeiner analytisch orientierten Therapieform? Oder waren dir die westlichen Formen alle zu profan, zu unheilig, uncool?



Die Psychotherapie, mit der ich mich beschäftigt habe, geht mit Methoden ins Feld, die nicht die meinen sind, etwa die Art und Weise, wie man mit negativen Prägungen umgeht. Aber das will ich gar nicht näher erläutern. Außerdem geht's mir nicht darum, mich zu therapieren (in den Augen eines Psychotherapeuten oder Psychologen -- beide Berufe habe ich in meinem engsten Freundeskreis -- ist ohnehin jeder Mensch psychisch angeknackst), sondern ich will gewissermaßen mein "inneres Geheimnis" lüften: Wer bin ich, wenn ich alle Begierden und Ziele loslassen kann? Da bringen mich Therapieformen nicht weiter.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.189

18.11.2010 17:00
#99 Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat
Wer bin ich, wenn ich alle Begierden und Ziele loslassen kann? Da bringen mich Therapieformen nicht weiter.

In den 70ern waren wir alle in so einer "Selbstfindungsphase". Was haben wir da nicht alles gemacht: Autogenes Training, Kundalini, Bioenergetic, Psychodrama usf. Ich halte eine psychoanalytische Eigenbetrachtung für ungemein wichtig. Dazu braucht man nicht erst "angeknackst" zu sein. Und wenn du sagst: Ich will "meine innere Mitte finden", ich will "nicht nur wissen, sondern fühlen" - dann kommt mir schon die Ahnung nahe, dass du nicht Gott, sondern - dich finden willst!
Oder was suchst du?

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Norbert Offline




Beiträge: 158

18.11.2010 18:36
#100 RE: Wichtige Frage für alle Religiösen antworten

Zitat von Gysi

Zitat
Wer bin ich, wenn ich alle Begierden und Ziele loslassen kann? Da bringen mich Therapieformen nicht weiter.

In den 70ern waren wir alle in so einer "Selbstfindungsphase". Was haben wir da nicht alles gemacht: Autogenes Training, Kundalini, Bioenergetic, Psychodrama usf. Ich halte eine psychoanalytische Eigenbetrachtung für ungemein wichtig. Dazu braucht man nicht erst "angeknackst" zu sein. Und wenn du sagst: Ich will "meine innere Mitte finden", ich will "nicht nur wissen, sondern fühlen" - dann kommt mir schon die Ahnung nahe, dass du nicht Gott, sondern - dich finden willst!
Oder was suchst du?




Mich selbst kenne ich dank meiner 26 Jahre aktiver Praxis mit solchen Methoden sehr, sehr gut -- also meine Gedanken, Verdrängungen, Gefühle -- die Selbstfindung im Sinne der 70er habe ich schon lange hinter mir, und sowohl AutoT, Kundalini-Yoga, bioenergetische Methoden und intensivstes Psychodrama habe ich wirklich alles gemacht im Laufe dieser zweieinhalb Jahrzehnte. Aber das sind alles Methoden, um noch mehr zu können, noch mehr zu machen.

Mir geht's aber um das "Weniger", nicht ums "Mehr". Mir geht es um das, was ich bin, nachdem ich, bitte verzeih das schwulstige Wort, aber mir fällt nichts anderes ein, nachdem ich das Weltliche (Begierde, Wünsche, Träume) abgelegt habe. Das ist schwer in Worte zu fassen. MIch reduzieren, bis gewissermaßen nichts mehr reduziert werden kann. Das kann von mir aus ein paar Leben dauern ;)

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** Buddhistisch-hinduistisch-christlich-spirituelle Abenteuer. In Farbe.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

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