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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 821 mal aufgerufen
 Christentum
Trollinger ( gelöscht )
Beiträge:

03.11.2010 11:53
Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. :)

Letzten Sonntag war der Reformationstag. Aus diesem Anlass poste ich hier mal die "Marseillaise der Reformation".


Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen.
Der altböse Feind, mit Ernst er’s jetzt meint;
groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist,
auf Erd ist nicht seinsgleichen.

Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren;
es streit’ für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaot, und ist kein andrer Gott,
das Feld muss er behalten.

Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt, wie sau’r er sich stellt,
tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht’:
ein Wörtlein kann ihn fällen.

Das Wort sie sollen lassen stahn und kein’ Dank dazu haben;
er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben.
Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib:
lass fahren dahin, sie haben’s kein’ Gewinn,
das Reich muss uns doch bleiben.


Zitat
Ein feste Burg ist unser Gott ist ein Kirchenlied, das von Martin Luther wohl vor 1529 geschrieben und komponiert wurde. Es ist im evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 362 zu finden, im mennonitischen Gesangbuch unter der Nummer 430.



http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_feste_Burg_ist_unser_Gott

Wer kennt dieses Lied auch?

Oder hat es gar schon gesungen?

Hugo Offline



Beiträge: 249

03.11.2010 12:20
#2 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat von Trollinger
Wer kennt dieses Lied auch?

Oder hat es gar schon gesungen?


Ich kenn das Lied und gesungen, .......eventuell in meiner Konfirmandenzeit, liegt zu lange zurück und ich konnte damals mit solchen Dingen nichts anfangen.

Trollinger ( gelöscht )
Beiträge:

03.11.2010 14:19
#3 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Damals nicht?

Und jetzt?

Hugo Offline



Beiträge: 249

03.11.2010 15:57
#4 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Nein, damals kein Interesse, bis etwa zu meinem 30. Lebensjahr,

danach bis Heute schon, aber was ist mit dem Lied? Aber ein Xangbuch habe ich leider keines.

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

03.11.2010 21:22
#5 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Erinner mich bisschen an den Psalm der mit "der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln ...etc." beginnt.

Hat für mich den Wert eines Kindermärchens.

_______________________________________________
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

03.11.2010 21:35
#6 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Ich mag ja Mendelssohns Reformationssymphonie mit diesem Thema.

Aber sonst bin ich gegenüber solchen Liedern sehr kritisch eingestellt:
"Während der Häretiker, je nach Windrichtung, erstickte oder langsam verbrannte, sangen die versammelten Katholiken das Lied ‘Großer Gott, wir loben dich’", schreibt Karlheinz Deschner in Abermals krähte der Hahn.

Aber jetzt nicht mit dem Finger auf die Katholen zeigen - die Evangelen waren teilweise noch schlimmer!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Hugo Offline



Beiträge: 249

04.11.2010 11:16
#7 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat von Lukrez
Aber jetzt nicht mit dem Finger auf die Katholen zeigen - die Evangelen waren teilweise noch schlimmer!


Nein, mit dem Finger auf die Katholen zeigen will doch niemand.

Aber mit Verlaub ihr Damen und Herren Katholiken, das katholische Priestertum, sehr geehrter Herr Ratzinger, eine Frage hätte ich da noch.

In welchen Punkten oder in wie fern steht die RKK im Kontext und im Einklang mit den Evangelien und den ersten Christengemeinden wie in der Bibel beschrieben?

Ich behaupte bis jetzt, die RKK hat nichts, mit keinem einzigen Punkt in den Evangelien etwas gemeinsam, sie stellt eine von Menschen selbst ausgedachte Religion für das Diesseits und Jenseits dar, ohne biblische Ausrichtung und biblisches Fundament.

Jesus hatte keine Stätte wo er sein Haupt niederlegen konnte noch gestattete er seinen Jüngern einen Wanderstab.
Die RKK (beide Amtskirchen) milliardenschwere Organisationen die keinen einzigen Cent selbst erwirtschaftet haben.
Es wäre unsinnig weitere unzählige Unstimmigkeiten zu erwähnen, wenn es denn nur eine Übereinstimmung gäbe, nicht wahr?

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

04.11.2010 12:55
#8 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat
In welchen Punkten oder in wie fern steht die RKK im Kontext und im Einklang mit den Evangelien und den ersten Christengemeinden wie in der Bibel beschrieben?



Dieser Einwand ist sicherlich berechtigt und ich stimme dir da zu, doch du gehst noch nicht weit genug, bzw. hast meiner Meinung, und der Meinung vieler Gelehrter nach, eine Falsch Grundvoraussetzung. (aus dem Satzbau könnte man meinen, das ich mich zu den Gelehrten zähle, doch so anmassend bin ich nicht.)

Nicht das Evangelium hat die erste Christengemeinde Geschaffen, sondern die Christengemeinde das Evangelium.

Das Evangelium, bzw. die kanonischen Evangelien, von den apokryphen garnicht zu sprechen, sind kein historischen Zeugnisse. Sie wurde von den christlichen Urgemeinden im Sinne und zum Zweck des Gottesdienstes und der Missionierung geschrieben. Es sind Dichtungen, mystische Texte, die mit dem evtl. mal aufgetretenem Jesus und seinem Leben nur noch wenig bemein haben.

Alles was darauf aufbaut, ist automatisch Lug und Betrug. Nur Falschmünzerei.

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Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Hugo Offline



Beiträge: 249

05.11.2010 11:58
#9 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat von Alinardus
Nicht das Evangelium hat die erste Christengemeinde Geschaffen, sondern die Christengemeinde das Evangelium.

Alles was darauf aufbaut, ist automatisch Lug und Betrug. Nur Falschmünzerei.


Ja richtig, die Evangelien wurden von den ersten Christen geschrieben.

Die Evangelien von denen ich ausgehe, nach denen sich eigentlich die Christliche Kirche ausrichten sollte sind die gängigen Lutherübersetzungen.
Ich nutze zwei Ausgaben, eine revidierte Übersetzung M. Luthers von 1984 und eine ältere Ausgabe M. Luthers von 1909, NT.
In diesen stehen IMHO sehr zugängliche Passagen die weit über den kitschigen Spruch, "tue recht und scheue niemand", hinausgehen aber ohne Glauben nichts aussagen.

Über alles was auf diesem NT zusätzlich aufbaut sollte neu darüber nachgedacht werden bzw. reformiert werden.

emporda ( gelöscht )
Beiträge:

05.11.2010 12:29
#10 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat von Hugo
Die Evangelien von denen ich ausgehe, nach denen sich eigentlich die Christliche Kirche ausrichten sollte sind die gängigen Lutherübersetzungen.
Ich nutze zwei Ausgaben, eine revidierte Übersetzung M. Luthers von 1984 und eine ältere Ausgabe M. Luthers von 1909, NT.

Du machst den gleichen Irrtum wie alle überzeugten Gläubigen, Luther hätte getreu dem Original "übersetzt". Es gab keine Oiginale, die hat der Vatikan alle vernichtet damit niemand die offizielle Version anzweifeln konnte. Heute gibt es an die 6000 historische Texte aus der Zeit plus >100.000 Keilschrifttafeln.

Zu Luthers Zeit waren es unter 5 und Wichtige gab es nur in Oxford, nicht aber in Eisenach. Andere Nachschlagwerke zu alterümlichen Sprachen existierten gar nicht, ja Sprachen wie Hieratisch, Phönizisch=Althebräisch, Akkadisch, Sumerisch usw. waren komplett unbekannt. Es galt 100% die Lehrmeinung Adam und Eva sprachen Hebräisch, das hat Gott ihnen im Paradies eingehaucht und in einem Wutanfall in Babylon so um 2000 v.C. die Sprachen verwirrt. Dabei ist Althebräisch überhaupt erst um 1000 v.C. vom Phönizisch kopiert worden.

Den masoretischen Texten folgt Jahrhunderte später das Samaritian Hebrew des Pentateuch (Torah) mit anderer Vokalisierung. Dazwischen liegen ca. 6.000 Abweichungen. Die älteste existierende Bibel überhaupt ist der Codex Leningradensis B 19A von 1008 n.C.
Luther hatte vom sakralen Mittelhebräisch sicher so wenig Ahnung wie ich, sein Ausgangsbasis war die lateinische Vulgata-Version. Die war etwa so falsch wie Hitlers Tagebücher, allerdings hat es Hitler gegeben, den Jesus aber nicht. Der Vulgata-Verfasser Hieronymus hatte um 383 n.C. als einziger der römischen Kirche nur geringe Hebräischkenntnisse, er hat offenbar fast nur mit altgriechischen Texten gearbeitet. Selbst der Jerusalemer Priestersohn Josephus schrieb um 75 n.C. nur in Aramäsich und nicht Mittelhebräisch, er konnte es wohl auch nicht gut.

Zitat
Bei Luther wird Enoch 905 Jahre alt, im Orignial deutlich unter 400. Denn 400 ist in Alt- und Mittelhebräisch die größte Zahl, das reichte damals damit die Ziegenhirten ihre Tiere zählen konnten.

Die Lutherbibel von 1912 n.C. hat noch die fromme Version wie König David seine gefangenen Amoniter behandelt: (2. Sam 12,31): Aber das Volk darin führte er (David) heraus und stellte sie als Fronarbeiter an die Sägen, die eisernen Pickel und an die eisernen Äxte und ließ sie an den Ziegelöfen arbeiten, auch wenn es Sägen damals nicht gab. Luther übersetzt 1545 n.C. noch korrekt: verbrannt sie in Ziegelöfen. Bei den Masoreten werden alle wie im Nazi-KZ in den Ziegelöfen geröstet.

Eine andere typisch religiöse Verharmlosung liest sich wie folgt (1. Sam 6,19): Aber die Söhne Jechonjas freuten sich nicht mit den Leuten von Bet-Schemesch (Andersgläubige), dass sie die Lade des Herrn sahen. Und der Herr schlug unter ihnen siebzig Mann. Gott erschlägt siebzig Männer weil sie seine Bundeslade sehen. In den frühen Bibelausgaben sind es noch "fünfzigtausend Mann", es werden immer weniger Gottesopfer.

Den Vers Lk 2,14 übersetzte Martin Luther noch: Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen. Schöne Worte mit denen man allen Menschen Friede und Wohlgefallen wünscht. Richtig übersetzt heißt die Zeile aber: Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Dieser feine Unterschied besagt, dass nur Menschen die Gott gefallen Frieden finden sollen.

Unerbittlich bekämpften die Bibelschreiber den Kult um die Göttin Asherah - einst die Frau von Gott El(ohim) (Mi 5,12-13): Ich will deine (...) Asherahbilder ausreißen. Der biblische Eifer wäre kaum so groß, wäre die Göttin Asherah und Gattin des Schöpfers der Welt nur eine Randerscheinung gewesen. Ihr Kult war Jahrhunderte in vielen Kulturen verbreitet, sogar im Jerusalemer Tempel (2. Kön 21,7): Er (Manasse) stellte auch das Bild der Asherah, das er gemacht hatte, in das Haus. Dem Frauenfeind und Antisemiten Luther war eine Frau an Gottes Seite ein Horror. Er tilgt Asherah in seiner Bibel und phantasierte: Auch blieb stehen der Hain zu Samaria.


Zitat
1199 n.C verbietet Papst Innozenz Bibellektüre in Zusammenkünften. Der Besitz der Bibel wird ab der Synode von Tarragona 1234 n.C etwa 300 Jahre lang mit dem Tode bestraft, das ist mit göttlicher Offenbarung unvereinbar. Bibellektüre in der Landessprache waren bis 1400 n.C. erlaubt. Mit dem Edikt De-editione-et-usu-librorum-sacrorum wird 1546 n.C. die Vulgata die einzige nicht herätische Heilige Schrift. Sie wird 1590 n.C. von Papst Sixtus V als Editio-Sixtina revidiert und für fehlerlos erklärt. Sie war voller Fehler und wird 1592 n.C. durch die fehlerlose Editio-Clementina ersetzt. Diese wird wegen vieler Fehler 1598 n.C. erneut ersetzt. Papst Pius IX (Giovanni Maria Mastai Ferretti) erklärt 1870 n.C. mittels dem Syllabus Errorum des 1.ten Vatikanischen Konzils die Bibel ist ohne jeden Irrtum, Gott als Urheber hat sie per Heiligem Geist den Schreibern direkt diktiert. Die ewig unveränderliche Vulgata wird 1979 durch die absolut fehlerfreie Nuovo-Vulgata ersetzt, die dann 2001 erneut ersetzt wird. Der allwissende Gott und sein stets besoffener Heiliger Geist haben sich fatal geirrt, eine Ewigkeit dauert bei der RKK allenfalls 109 Jahre – oder auch weniger.

Die Evangelische Kirche revidiert in 100 Jahren die Lutherbibel 3 Mal und ändert etwa 35% aller Worte. Die nächste Änderung soll 2015 erscheinen. Ausgaben wie die John-Wyclif-Bibel von 1382 n.C., die William-Tyndal-Bibel von 1522 nach dem masoretischen Text und dem Text-Receptus, die Coversdale Bibel, die Matthew Bibel, die Taverner Bibel, die Große Bibel, die Geneva Bibel, die Bishop Bibel, die Douay-Rheims Bibel, die King-James-Bible von 1611 n.C und 1769 n.C, die New-American-Standard-Bible, die English-Standard-Bible nach dem ägyptischen Minority Text kommen dazu. Im Internet stehen 108 absolut wahre aber widerspüchliche Bibelversionen. Mit der Ausrede die Bibel enthalte nur mythisch zu deutende Bilder lässt sich jeder Unsinn als Wahrheit und Geisterspuk rechtfertigen.

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

05.11.2010 13:55
#11 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat
Ich nutze zwei Ausgaben, eine revidierte Übersetzung M. Luthers von 1984 und eine ältere Ausgabe M. Luthers von 1909, NT.
In diesen stehen IMHO sehr zugängliche Passagen die weit über den kitschigen Spruch, "tue recht und scheue niemand", hinausgehen aber ohne Glauben nichts aussagen.



Wie emporda schon überdeutlich gesagt hat. Es gab nie Originale. Schon die ersten Evangelien geben kein historisches sondern ein mystisches Bild von Jesus wieder. Was ich damit sagen will ist, das slbst die ersten Evangelien Texte, die uns nicht mehr vorliegen, schon nur eine Zusammenstellung waren und schon sehr verfälscht und mystiziert.

Es sind hier auch unzählige Motive aus jüdischen und heidnischen Quellen verarbeitet. Die Evangelisten selbst haben sich auch nie als von Gott inspiriert betrachtet. Das ist ein nachträgliches kirchliches Dogma.

Genauso wie das was als kanonisch und das was als apokryph galt erst, wenn ich mich recht entsinne etwas 500 Jahre nach Jesu Tod festgelegt wurde.

Daher ist das NT, in dem auch etliche Schriften mitlerweile nachweislich nicht den angeblichen Autoren zugesprochen werden können mehr als zweifelhaft.

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emporda ( gelöscht )
Beiträge:

05.11.2010 15:19
#12 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat von Alinardus

Wie emporda schon überdeutlich gesagt hat. Es gab nie Originale. Schon die ersten Evangelien geben kein historisches sondern ein mystisches Bild von Jesus wieder. Was ich damit sagen will ist, das slbst die ersten Evangelien Texte, die uns nicht mehr vorliegen, schon nur eine Zusammenstellung waren und schon sehr verfälscht und mystiziert.

Es sind hier auch unzählige Motive aus jüdischen und heidnischen Quellen verarbeitet. Die Evangelisten selbst haben sich auch nie als von Gott inspiriert betrachtet. Das ist ein nachträgliches kirchliches Dogma.

Die Mehrheit der Quellen war wohl sumerisch, denn fast der gesamte kultische Inhalt stammt aus Sumer und Persien

Religiöse Textmanufaktur Qumran im heutigen Israel

Jeder normal denkende Mensch würde angesichts der Fakten die Religion in dem Mülleimer stampfen. Aber nein, unsere Religioten schaffen das nicht. Man hat Ihnen durch früh-kindlichen "brainwash" die Gehirnverbindung zum selbstständigen Denken wegmanipuliert. Alles das was der Priester/Pfarrer als Stellvertreter des allerliebsten Jesulein sagt, das ist immer unter allen Umständen richtig, denn der hat es ja studiert.

Dabei gibt es ein ganz schlichtes Faktum. Wenn ich einem jungen Menschen in 6 - 8 Jahren Theologiestudium nur "religiös gequirlte Scheisse" ins Hirn hämmere, dann ist da nicht anderes drinnen als eben "religiös gequirlte Scheisse".

Und wenn der Typ am Ende seines Berufslebens wie etwa Bischof Mixa, Hunderte Kardinäle, Erzbischöfe und Tausende Priester trotz endlos moralischer Verfehlungen und pädophiler Misshandlung von Unschuldiger 3000 - 6000 €/Monat an Pension bekommt, da wird doch jeder automatisch seine persönliche Wahrheit verkünden. Die einzige und absolute Wahrheit, nach der er als bettelarmer Stadtstreicher auf dem warmen U-Bahnschacht schläft und trotz langjähriger Mitgliedschaft aus seinem Stammbordell rausfliegt. Das Leben kann ja so gemein sein.

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

05.11.2010 15:41
#13 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat
Dabei gibt es ein ganz schlichtes Faktum. Wenn ich einem jungen Menschen in 6 - 8 Jahren Theologiestudium nur "religiös gequirlte Scheisse" ins Hirn hämmere, dann ist da nicht anderes drinnen als eben "religiös gequirlte Scheisse"



So ist es. Es ist Priestern meines Wissens noch nicht eimal erlaubt alles zu lesen. Gewisse Bücher gelten da immer noch als erboten. Aber da kann ich mich auch irren.

Jedenfalls wird die Wahl der Bücher im "Theologiestudium" sicher in eine eindeutige Richtug schlagen. Auch Theologie ist im Grunde nur Hirnwäsche. Zumindest für die Leute, die sich an kirchliche Dogmen gebunden sehen.

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Hugo Offline



Beiträge: 249

05.11.2010 16:35
#14 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

@emporda, @Alinardus,
ich verstehe euch sehr gut und kann mich auch euren obigen Beiträgen anschließen. Aber gerade dieses Bild, dass ich wie alle Gläubigen den gleichen Irrtum verfalle, wollte ich ausschließen.
Es ging mir um das Threadthema Reformation und meine Frage war anders.

Zitat
Dabei gibt es ein ganz schlichtes Faktum. Wenn ich einem jungen Menschen in 6 - 8 Jahren Theologiestudium nur "religiös gequirlte Scheisse" ins Hirn hämmere, dann ist da nicht anderes drinnen als eben "religiös gequirlte Scheisse"


Geht man einfach mal davon aus, dass das NT / Bibel, also diese religiös gequirlte Scheiße als Fundament des Christentums gilt und sagt folgendes aus:

......umsonst habt ihr es empfangen, umsonst sollt ihr es weitergeben.(die Botschaft)

Wie kann es sein, dass die jetzt bestehenden Amtskirchen als milliardenschwere unfassbar reiche Kirchen auftreten, obwohl sie bis jetzt noch keinen Cent selbst erwirtschaftet haben.
Dies ist nur ein Punkt von vielen bezüglich der Reformation oder des Umdenkens.
Aus eurer Weltanschauung sind dies ganz klare Antworten, aber aus christlicher Sicht gibt es noch keine Klärung.

Ich vermute in diesem einen Punkt, dies ist auf modernen Ablasshandel zurückzuführen.

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

05.11.2010 21:01
#15 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat
Wie kann es sein, dass die jetzt bestehenden Amtskirchen als milliardenschwere unfassbar reiche Kirchen auftreten, obwohl sie bis jetzt noch keinen Cent selbst erwirtschaftet haben



Ich dachte über diese Bagatelle, das katholische Amtschristentum als falsch und bigott abzustempeln hätten wir uns längst erhoben.

Warum also betrachtest du immernoch die Evangelien als verehrenswert, bzw. warum erachtest du Werke, die offensichtlich verfälscht wurden, und das stets zu Gunsten der Amtskirche, die du ja auch verachtest, noch als würdig dich danach zu richten?

Warum erachtest du Jesus noch als Sohn Gottes? Das war nicht seine urspüngliche Botschaft. Im Maruksevangelium, dem ältesten setzt sich Jesus an keiner Stelle mit Gott gleich. Wenn dan nur andeutungsweise. Und diese Stellen werden allgemein als Fälschunge erachtet.

Die urspüngliche Botschat Jesu war die Naherwartung des Himmelsreiches auf Erden, und zwar tatsächlich und nicht im übertragene Sinne. Du müsstest im Grunde jeden Tag auf das Weltende und das danach kommende Himmelreich warten.

Wenn du dich schon nicht von deinem Gottglauben trenne kannst, schmeiss wenigstens die Bibel in die Tonne. Das ist nichts als vom Menschen geschaffene Propaganda.

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89 ( gelöscht )
Beiträge:

05.11.2010 22:12
#16 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat von Alinardus
Wenn du dich schon nicht von deinem Gottglauben trenne kannst, schmeiss wenigstens die Bibel in die Tonne.

Als Christ könnte er sich dann auch gleich selbst entsorgen. Es ist Quatsch, einen christlichen Gottglauben ohne Bibel zu fordern. Diese ist die Grundlage.

Zitat von Alinardus
Warum erachtest du Jesus noch als Sohn Gottes? Das war nicht seine urspüngliche Botschaft. Im Maruksevangelium, dem ältesten setzt sich Jesus an keiner Stelle mit Gott gleich. Wenn dan nur andeutungsweise. Und diese Stellen werden allgemein als Fälschunge erachtet.

Wer erachtet die als Fälschung? Bzw. wer ist "allgemein"? Und selbst wenn, dass Jesus der Sohn Gottes ist oder sein soll oder sein sollte ist nun einer der wenigen nicht wiederlegbaren Inhalte der Bibel und die ist nun mal, wie erwähnt, Basis des christlichen Glaubens, also wieso sollte Hugo Jesus Christus nicht als Sohn Gottes erachten?

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

06.11.2010 13:46
#17 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat
Wer erachtet die als Fälschung? Bzw. wer ist "allgemein"? Und selbst wenn, dass Jesus der Sohn Gottes ist oder sein soll oder sein sollte ist nun einer der wenigen nicht wiederlegbaren Inhalte der Bibel und die ist nun mal, wie erwähnt, Basis des christlichen Glaubens, also wieso sollte Hugo Jesus Christus nicht als Sohn Gottes erachten?



Sorry, aber hier irrst du meiner Meinug nach. Jesus hat sich selbst nicht als Sohn Gottes gesehen. Die 4 kanonischen Evangelien, die zeitlich jeweils Jahrzehnte auseinander liegen, haben ihn dazu gemacht. Man spricht von einem Vergottungsprozess.

Wie sind sonst stellen wie: "niemand kommt zum Vater den durch mich", zu verstehen. Jesus hat sich offensichtlich nicht mit Gott gleichgesetzt. An andere Stelle sagt er auch: "Was nennst du mich gut, Gott allein ist gut". Solche Stellen sind in späteren Evangelien dann abgeändert worden um den Eindruck des Gottessohnes zu verstärken.

Und was die "Fälschungen" betrifft. Das die Evangelien, je nach Zeitgeist mit Zusätzen versehen wurden ist doch sicher auch dir bekannt. Das lässt sich aus dem Studium der Texte und der Schreibweise erkennen.

Zitat
Als Christ könnte er sich dann auch gleich selbst entsorgen. Es ist Quatsch, einen christlichen Gottglauben ohne Bibel zu fordern. Diese ist die Grundlage



Eben das ist für einen Zweifler wie Hugo die Herausforderung. Zu erkenne, das auch der Glaube an Jesus nur eine "Fälschung" ist. Er kann ja weiter an Gott glauben. Er wäre dann aber kein Christ mehr, damit hast du sicher recht.

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89 ( gelöscht )
Beiträge:

06.11.2010 18:36
#18 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat von Alinardus
Jesus hat sich selbst nicht als Sohn Gottes gesehen.


Es ist, wie es ist mit der Bibel. Wenn du sagst, Jesus hat sich nicht als Sohn Gottes gesehen, woher gewinnst du dann diese Erkenntnis? Ich nehme mal an, aus den Evangelien, woher sonst? In welchem Rahmen, ob nun zeitlich oder geschichtlich gesehen, sie verfasst worden, ist eigentlich hintergründig. Der Begriff 'Gottessohn' zieht sich permanent durch das gesamte NT (mit Ausnahme den Pastoralbriefen, dem 2. Thessalonicherbrief, Jakobusbrief, 1. Petrusbrief und Judasbrief. Quelle Wiki). Ob das nun 'nur' ein Ehrentitel sein sollte oder wortwörtlich genommen wurde/wird, sei dahingestellt.

Zitat

Eben das ist für einen Zweifler wie Hugo die Herausforderung.

Das ist mehr ein Grenzgang wie eine Herausforderung.
Und ehrlich gesagt/gefragt, auf was einer seinen Gottglauben stellen soll, wenn man ihm irgendeiner (od. speziellen) theoretischen Basis beraubt, ist mir ein Rätsel.
Hugo ist, glaube ich, alt und Manns genug, zu erkennen, dass es eh ein gewaltiger Spagat ist, im Christentum die Balance zwischen menschlicher (explizit gläubiger) Vernunft und den Vorgaben des kirchlichen Establishment zu bestehen.

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

06.11.2010 21:12
#19 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat
Der Begriff 'Gottessohn' zieht sich permanent durch das gesamte NT (mit Ausnahme den Pastoralbriefen, dem 2. Thessalonicherbrief, Jakobusbrief, 1. Petrusbrief und Judasbrief. Quelle Wiki). Ob das nun 'nur' ein Ehrentitel sein sollte oder wortwörtlich genommen wurde/wird, sei dahingestellt.



Ja doch die ganzen Quellen, die du nennst sind zweifelhaft, weil sie von Leuten stammen, die Jesus als Sohn Gottes sehen wollten. Ich habe die Schriftne nicht selber studiert. Ich kann mich natürlich auch nur auf das stützen was andere schon zusammen getragen haben.

Aber wie du es treffend sagst.

Zitat
Es ist, wie es ist mit der Bibel.



Ich habe dieses Bild ja nicht selbst gezeichnet. Ich habe das aus meinem aktuellen Buch von K.Deschner, Abermal krähte der Hahn. Und der trägt darin überwiegend Dinge zusammen, die schon vor ihm viele Leute kannten, die sich intensiv mit der Schrift und dessen Überlieferung auseinander gesetzt haben.

Zitat
Und ehrlich gesagt/gefragt, auf was einer seinen Gottglauben stellen soll, wenn man ihm irgendeiner (od. speziellen) theoretischen Basis beraubt, ist mir ein Rätsel.



Nun, wenn er doch schon der Kirche und der Bibel kritisch gegenüber steht, ist das für mich der nächste Schritt. Er kann ja an Gott glauben, aber nicht an Jesus. Es soll solche Leute geben.

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emporda ( gelöscht )
Beiträge:

07.11.2010 15:39
#20 RE: Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Antworten

Zitat von Alinardus
Ja doch die ganzen Quellen, die du nennst sind zweifelhaft, weil sie von Leuten stammen, die Jesus als Sohn Gottes sehen wollten. Ich habe die Schriftne nicht selber studiert. Ich kann mich natürlich auch nur auf das stützen was andere schon zusammen getragen haben.

Die Religioten hatten etwa 1600 Jahre Zeit um Hunderte von Bibliotheken mit Zehntausenden Büchern mit sinnlosem Geschwurbel zu füllen. Nicht eines davon hat sich als wissenschaftlich nachprüfbarer Fakt erwiesen um irgend etwas zum allerliebsten Jesulein beizutragen.

Dagegen werden seit 1930 und besonders seit 1970 weit über 6.000 historische Texte und >100.000 Keilschrfttafeln gefunden, die absolut nichts ven der Existenz eines allerliebsten Jesulein bestätigen. Dieser Prozess des Wissen ist noch lange nicht abgeschlossen, am Ende werden die Evangelien der Bibel als Wunschdenken und phantastische Mythen bleiben nur vergleichbar mit Grimms Märchen.

Für die Atheisten bedeutet das Ruhe bewahren und abwarten, für die Religioten ständig neue phantastische Wortakrobatik um ja doch vielleicht noch die Spur eines Verdachts aufzudecken, den es real niemals gab.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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