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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 496 Antworten
und wurde 16.348 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Bernd Schulten ( gelöscht )
Beiträge:

27.03.2011 23:54
#51 RE: Gott verleugnen Antworten

Hallo Erretter!

"#37 RE: Gott verleugnen Zitat

Aus totem Material Leben entstehen zu lassen, ist kein Bestandteil der Naturproduktion oder Evolution, dazu bedarf es eines Schöpfers. Das sind wissenschaftloche Fakten die von Atheisten ignoriert werden, sowas meine ich auch, wenn ich sage sie verleugnen Gott."

"#39 RE: Gott verleugnen Zitat

Natürlich bin ich durch einen rein naturwissenschaftlich nachweisbaren Prozess entstanden, aber aus etwas, dass bereits lebte. Die Weitergabe von Leben ist ein naturwissenschaftlich nachweisbarer Prozess, die Entstehung von Leben nicht. Das verwechseln Atheisten gerne, damit es in ihre "Argumentation" passt."

#37
Sie reden so sicher daher, das ich den Eindruck habe sie wären bei der Schöpfung ihres Gottes dabei gewesen.
Dann sollen das irgendwelche wissenschaftliche Fakten belegt haben. Sie verpassen offensichtlich ihren Vermutungen ein angeblich solides wissenschaftliches Outfit. Das wird nur ihnen passen, aber nicht anderen. Solche Art von Schuhe produzieren nur "Hühneraugen".

#39
Sie geben zu das sie "durch einen rein naturwissenschaftlich nachweisbaren Prozess entstanden" sind. Aber was soll denn bereits gelebt haben, ist schon ne komische Nummer.
"die Entstehung von Leben nicht." Das ist nur eine Frage der Zeit oder Entdeckung. Es könnte schon von anderen Lebewesen nachvollzogen sein die bessere technische Möglichkeiten hat als die hiesige Menschheit.


Mit friedlichen Grüssen
Bernd Schulten

Ady Offline




Beiträge: 710

28.03.2011 17:16
#52 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat von dkchrys
Die Wissenschaft sagt zu Gott garnichts. Er ist ein vernachlässigbarer Parameter.


-> Der Atheismus von Vielen ist nicht >>wissenschaftlich<< fundiert, sondern ein apriorisches Glaubensbekenntnis.
Die Wissenschaft erklärt nur das WIE, da hast du Recht!
Hier gibt es einen Trugschluss! Der Erfolg der Wissenschaft hat bei einigen zu der Vorstellung geführt-> nur weil wir die Mechanismen des Universums verstehen können, ohne Gott ins Spiel zu bringen, wir bedenkenlos schlussfolgern können, dass es nie einen Gott gab, der ursprünglich das Universum plante & schuf
(auch wenn es dafür starke Indizien gibt)
Das diese Art zu argumentieren einen Trugschluss nach sich zieht wird an folgendem Beispiel verdeutlicht, den bestimmt einige kennen:
Stellen wir uns vor Tante Mathilde hat einen leckeren Kuchen gebacken und wir bringen ihnr zu einer Gruppe führender Wissenschaftler zur Analyse. Ernährungswissenschaftler werden uns die Kalorienmenge im Kuchen und deren Auswirkung auf den Nährwert mitteilen, Biochemiker werden uns über die Strukuter der Proteine, Fette usw. im Kucken informieren, CHemiker werden uns die Elemente und ihjre Verbindungen beschreiben, aus denen der Kuchen besteht. Die Physiker werden den Kuchen auf seine Elementarteilchen hin analysieren und Mathematiker werden uns zweifellos ein elegantes Gleichungssystem anbieten, das das Verhalten der Teilchen beschreibt.
Nachdem die Experten eine vollständige Beschreibung abgeben können wir daraufhin sagen, dass der Kuchen vollständig erklärt ist? Wir haben sicherlich eine Beschreibung davon erhalten, wie der Kuchen gemacht wurde und WIe sich seine verschiedenen Bestandteile zueinander verhalten. Aber stellen wir nun der versammelten Expertentruppe eine abschließende Frage: Warum wurde der Kuchen gebacken? Tante Mathilde die den Kuchen gebacken hat weiß zu welchem Zweck sie es getan hat, aber alle Ernährungwissenschaftler, Biochemiker, Chemiker, Physiker u Mathemtiker der Welt werden nicht in der Lage sein, die Frage zu beantworten - wobei ihre Unfähigkeit keine Herabsetzung ihres Wissenschaftszweiges ist. Zu behaupten, weil die Wissenschaften uns nicht sagen können, warum Tante Mathilde den Kuchen gebacken hat, könnten wir die Antwort nicht wissen, ist also offenkundig falsch. Wir müssen sie nur fragen. Die Behauptung, dass Wissenschaft der einzige Weg ist, Wahrheit zu erfahren, ist letzlich der Wissenschaft selbstn nicht würdig.
Aristoteteles unterschied vier sogenannte ursachen: Die Materialursache (die Zutaten aus denen der Kuchen gemacht wird), Die Formursache(die Ausgestaltung des Materials),
die Bewegungsursache(Tante MAtildes Arbeit als Bäckerin), und die Finalursache(der Zweck, für den der Kuchen gebacken wurde - z.b. Geburtstag).
Die letzte Ursache, ist die, welche außerhalb der Wissenschaft liegt.

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>>Durch ihre Unglaubhaftigkeit entzieht sich die Wahrheit dem Erkannt werden<< -Heraklit von Ephesos
>>Es gibt keinen Unsinn, den man der Masse nicht durch geschickte Propaganda mundgerecht machen könnte.<< - Lord Bertrand Russell
>>Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.<< - Henry Ford

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.383

28.03.2011 17:59
#53 Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady
Zu behaupten, weil die Wissenschaften uns nicht sagen können, warum Tante Mathilde den Kuchen gebacken hat, könnten wir die Antwort nicht wissen, ist also offenkundig falsch.

Wer kann uns denn die Antwort sonst geben?

Weil in der Bibel steht, dass Gott es war, muss die Antwort nicht richtig sein. Die Bibel ist geschrieben worden, als die Wissenschaft noch ein Keimling war. Die großen Religionen sind geboren worden, als die Wissenschaft de facto noch nicht war! Die Gottidee ist aus der Not des Unwissens geboren worden! =>

Die Menschen überlegten sich, wer denn uns erschaffen hat und die Welt.
Wir schlossen aus der Erfahrung von unserer Produktion (des Faustkeils bis zum Computer), dass der Schöpfer etwas unendlich Größeres sein muss als das Geschöpfte selbst! Aber die Natur vor uns beweist uns was Gegenteiliges: Die Produktion (Schöpfung) läuft vom Einzeller zum Menschen, also vom Einfachen zum Komplizierten!
Wir hatten unsere Eigenwahrnehmung auf die große Bühne der Ewigkeit gelegt und dieses Ergebnis als Wahrheit angenommen. Aber diese Überlegung war eben falsch!

WARUM hat Tante Hilde nun diesen Kuchen Universum gebacken? Antwort: Wir wissen es nicht. Aber wir können - wenn wir die Evolution auf die große Bühne extrapolieren und nicht unsere schmale Eigenerfahrung - davon ausgehen, dass es keine übermächtige Tante Hilde war...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Ady Offline




Beiträge: 710

28.03.2011 18:24
#54 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat von Gysi

Zitat von Ady
Zu behaupten, weil die Wissenschaften uns nicht sagen können, warum Tante Mathilde den Kuchen gebacken hat, könnten wir die Antwort nicht wissen, ist also offenkundig falsch.

Wer kann uns denn die Antwort sonst geben?

Weil in der Bibel steht, dass Gott es war, muss die Antwort nicht richtig sein. Die Bibel ist geschrieben worden, als die Wissenschaft noch ein Keimling war. Die großen Religionen sind geboren worden, als die Wissenschaft de facto noch nicht war! Die Gottidee ist aus der Not des Unwissens geboren worden! =>

Die Menschen überlegten sich, wer denn uns erschaffen hat und die Welt.
Wir schlossen aus der Erfahrung von unserer Produktion (des Faustkeils bis zum Computer), dass der Schöpfer etwas unendlich Größeres sein muss als das Geschöpfte selbst! Aber die Natur vor uns beweist uns was Gegenteiliges: Die Produktion (Schöpfung) läuft vom Einzeller zum Menschen, also vom Einfachen zum Komplizierten!
Wir hatten unsere Eigenwahrnehmung auf die große Bühne der Ewigkeit gelegt und dieses Ergebnis als Wahrheit angenommen. Aber diese Überlegung war eben falsch!

WARUM hat Tante Hilde nun diesen Kuchen Universum gebacken? Antwort: Wir wissen es nicht. Aber wir können - wenn wir die Evolution auf die große Bühne extrapolieren und nicht unsere schmale Eigenerfahrung - davon ausgehen, dass es keine übermächtige Tante Hilde war...



Im anderen Thread hab ich erklärt das Evolution kein AntiGottes-Beleg ist. Das alles vom Einfachen zum Komplizierten verläuft stimmt so nicht zwangsläufig, aber das alles gehört in den Evolution-thread. Gott erklärt uns warum(siehe Bibel, Koran), die Weltrelgionen implizieren nicht Gewalt, Gewalt gehört zur menschlichen freien Entscheidung u jeder der gewalttätig handelt, ist meistens jmd der seine Religion nicht verstanden hat bzw. richtig lebt, aber das istalles ein ganz anderes Thema, jedoch deine Gegenargumentation ist immer das Gleiche: Bevor ich Gott nicht seh, glaube ich nicht an ihm, was ist denn nun ein wirklich verwertbares GEGENARGUMENT (mit dem du anderen, mir die Möglichkeit gibst, nachvollziehen zu können, warum hier so eine Gottphobie vorherrscht.(Lassen wir die Glaubenskriege bzw. deine AntiChristentum, Islamargumente dabei aus dem Spiel.

Zitat
Die Gottidee ist aus der Not des Unwissens geboren worden!


Subjektive Meinung
Der Glaube an Gott ist mehr als das zu dem du es reduzierst.
Sind für dich alle Menschen, die an Gott glauben naiv?

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.383

28.03.2011 18:36
#55  Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady
jedoch deine Gegenargumentation ist immer das Gleiche: Bevor ich Gott nicht seh, glaube ich nicht an ihm, was ist denn nun ein wirklich verwertbares GEGENARGUMENT

Habe ich gesagt, dass ich Gott sehen muss, bevor ich an ihn glaube?

Ich habe von Gott über Religionslehrer und all die Gläubigen erfahren. Alle Erwachsenen waren gläubig. Da musste das mit Gott dann doch stimmen! Und dass die Glaubensgrundlage die Bibel ist.
Darüber habe ich meine Gedanken gemacht.
Dieser biblische Gott ist ist nach meiner bescheidenen Wahrnehmung nichts anderes als der verlängerte metaphysische Arm frühantiker Despoten! Als solcher ist er konzipiert.
Dann ist er aber auch der Schöpfer der Dinge. Ich erklärte ja schon, wie der Mensch damals auf einen Gott als Schöpfer der Menschen kommen musste. => Sowas Schwieriges muss ein Gott gemacht haben, Punkt! Ist dass dein Argument auch?

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Ady Offline




Beiträge: 710

28.03.2011 19:01
#56 RE: Gott verleugnen Antworten

Nein, mein Argument geht viel eher in der Richtung der Feinabstimmung des Universums etc. oder das Anthropische Prinzip (Albert Einsteins berühmte Aussage: Das Unverständlichste am Universum ist, dass wir es verstehen); In unserem Universum gibt es sehr viele Indizien für einen Plan, einen Schöpfer (ohne überhaupt auf die Weltrelgionen eingehen zu wollen) sagt dir das was?

Angesichts vieler spektakulärer Beispiele von Feinabstimmung überrascht es nicht,
wenn Paul Davies sagt:>>Dem Eindruck, dass es einen Plan gibt, kann man sich nicht entziehen.<<(Davies, Paul. Prinzip Chaos. Die neue Ordnung des Kosmos..)

Zitat
als der verlängerte metaphysische Arm


Die vermeintliche Annahme, dass die Behauptung es gäbe keinen Gott! wissenschaftlich sei, ist genau so metaphysisch. Der Glaube an Gott resultiert aus rationaler, empirischer Beobachtung, nicht viel anders geht auch Wissenschaft vor. Nur weil Gott nicht mit "wissenschaftlichen Mechanismen" festzuhalten u zu beweisen ist, bedeutet das nicht, dass es ihn nicht gibt, vielmehr könnte ein Sinn dahinter stecken, das Gott nur mittels Vernunft, Beobachtung erreichbar ist u somit noch "die nicht 100% beweisbare" Lücke besteht, in der sich viele Atheisten befinden können u tun (Gottes Prüfung könnte man hier anmerken..).

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>>Durch ihre Unglaubhaftigkeit entzieht sich die Wahrheit dem Erkannt werden<< -Heraklit von Ephesos
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Lichtbringer Offline

glaubnix


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28.03.2011 19:18
#57 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady
Nein, mein Argument geht viel eher in der Richtung der Feinabstimmung des Universums etc. oder das Anthropische Prinzip (Albert Einsteins berühmte Aussage: Das Unverständlichste am Universum ist, dass wir es verstehen); In unserem Universum gibt es sehr viele Indizien für einen Plan, einen Schöpfer (ohne überhaupt auf die Weltrelgionen eingehen zu wollen) sagt dir das was?

Angesichts vieler spektakulärer Beispiele von Feinabstimmung überrascht es nicht,
wenn Paul Davies sagt:>>Dem Eindruck, dass es einen Plan gibt, kann man sich nicht entziehen.<<(Davies, Paul. Prinzip Chaos. Die neue Ordnung des Kosmos..)



Die Wissenschaft und die Religion reden aneinander vorbei und die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Bin mir recht sicher, dass bei der Schöpfung Erde ein bisschen nachgeholfen wurde, vermutlich ist für die Schöpfer wer auch immer das sein mag, die Erde eine Art Terrarium und es wurde zusätzlich mit Pflanzen bzw. Lebewesen der Evolution bzw. Entwicklung nachgeholfen.

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Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen.
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Meine Toleranz ist grenzenlos, aber nicht gegenüber den Intoleranten!

Ady Offline




Beiträge: 710

28.03.2011 19:21
#58 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat von Lichtbringer

Die Wissenschaft und die Religion reden aneinander vorbei und die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Bin mir recht sicher, dass bei der Schöpfung Erde ein bisschen nachgeholfen wurde, vermutlich ist für die Schöpfer wer auch immer das sein mag, die Erde eine Art Terrarium und es wurde zusätzlich mit Pflanzen bzw. Lebewesen der Evolution bzw. Entwicklung nachgeholfen.



Das sind unnötige Hypothesen, die mehr als nur metaphysisch klingen, in erster Linie soll geklärt werden, ob es wirklich so irrational ist an Gott zu glauben.
Der Eindruck jedoch, Wissenschaft u Gott seien nicht vereinbar ist offensichtlich FALSCH, wer dem widerspricht soll sich bemerkbar machen.

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Gysi Offline

Atheist


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28.03.2011 19:27
#59 Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady
In unserem Universum gibt es sehr viele Indizien für einen Plan, einen Schöpfer (ohne überhaupt auf die Weltrelgionen eingehen zu wollen) sagt dir das was?

Welche Indizien?

Zitat
Angesichts vieler spektakulärer Beispiele von Feinabstimmung überrascht es nicht, wenn Paul Davies sagt:>>Dem Eindruck, dass es einen Plan gibt, kann man sich nicht entziehen.<<

Welchen Eindruck hat Paul Davies?

Zitat
Die vermeintliche Annahme, dass die Behauptung es gäbe keinen Gott! wissenschaftlich sei, ist genau so metaphysisch.

Bitte? Was ist denn daran metaphysisch??

Zitat
Der Glaube an Gott resultiert aus rationaler, empirischer Beobachtung, nicht viel anders geht auch Wissenschaft vor.

Welche empirischen Ergebnisse?

Zitat
Nur weil Gott nicht mit "wissenschaftlichen Mechanismen" festzuhalten u zu beweisen ist, bedeutet das nicht, dass es ihn nicht gibt,

Ja, was denn nun? Beweisbar - ja oder nein?

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Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

28.03.2011 19:30
#60 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat
die mehr als nur metaphysisch klingen



Was klingt denn Metaphysischer als der Glaube an ein Allmächtiges, in der Allmacht eingeschränkes (oder
was man sonst für paradoxe geschichten darüber erzählt) Wesen das in einem doch recht umfangreichem Universum
wohl nichts besseres zu tun hat als ab und an mal einem Menschen ins Ohr zu flüstern? Kein anderes Ding stellst du
ja hier auf.

Zitat
Wissenschaft u Gott seien nicht vereinbar ist offensichtlich FALSCH



Ja, Religionen haben sich schon immer als die Wahren Mäzen der Wissenschaft erwiesen. Nie wurden Andersdenkede
verfolgt und ermordet und in der am stärksten Religiös geprägten Staaten Boomt der Humanismus und die Wirtschaft.

PS: Hast du denn deine Wahre Religion inzwischen gefunden Ady? Oder schwimmst du noch im Meer der Beliebigkeit?

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contra principia negantem disputari non potest
http://de.wikipedia.org/wiki/Contra_prin...tari_non_potest

Ady Offline




Beiträge: 710

28.03.2011 19:41
#61 RE: Gott verleugnen Antworten

Das Fundament auf dem die Wissenschaft steht hat eine starke theistische Dimension. >>Die Menschen begannen wissenschaftlich zu forschen, weil sie Gesetze in der Natur erwarteten, und sie erwarteten Gesetze in der Natur, weil sie an einen GEsetzgeber glaubten.<< Diese Überzeugung brachte Francis Bacon (1561 - 1626), der von vielen als der Vater der modernen Wissenschaft angesehen wird, dahin zu lehren, dass Gott uns mit 2 Büchern ausgestattet hat, dem Buch der Natur und der ' Bibel', und um wirklich gebildet zu sein sollte man beide studieren...
Viele der überragenden Persönlichkeiten der Wissenschaft stimmen darin überein. Männer wie Galilei, Kepler, Pascal, Boyle, Newton, Faraday, Babbage, Mendel, Pasteur, Kelvin, Clerk Maxwell etc. waren Theisten, die meisten waren sogar Christen. Ihr Glaube an Gott stand ihrer Wissenschaft nicht im Wege, ganz im Gegenteil, er war oft eine wesentliche Inspiration, u sie scheuten sich nicht dies zu sagen. Die Kraft hinter Galileis forschendem Geist war beispielsweise seine tiefe inner Überzeugung, dass der Schöpfer, >>der uns mit Sinnen, Vernunft u Verstand ausgestattet hat, nicht will, dass wir den Einsatz derselben aufgeben, indem er uns durch andere Möglichkeiten das Wissen vermittelt, das wir durch ihren Einsatz erlangen können.<<
Johannes Kepler beschrieb es wie folgt:>>Das Hauptziel der Nachforschungen über die Außenwelt sollte sein, deren rationale Ordnung zu entdecken, die ihr von Gott aufgeprägt worden ist und die er uns in der Sprache der Mathematik geoffenbart hat.<<
Sein berühmter Ausspruch: Gottes Gedanken nachdenken.

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Lichtbringer Offline

glaubnix


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28.03.2011 19:45
#62 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady

Zitat von Lichtbringer

Die Wissenschaft und die Religion reden aneinander vorbei und die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Bin mir recht sicher, dass bei der Schöpfung Erde ein bisschen nachgeholfen wurde, vermutlich ist für die Schöpfer wer auch immer das sein mag, die Erde eine Art Terrarium und es wurde zusätzlich mit Pflanzen bzw. Lebewesen der Evolution bzw. Entwicklung nachgeholfen.



Das sind unnötige Hypothesen, die mehr als nur metaphysisch klingen, in erster Linie soll geklärt werden, ob es wirklich so irrational ist an Gott zu glauben.
Der Eindruck jedoch, Wissenschaft u Gott seien nicht vereinbar ist offensichtlich FALSCH, wer dem widerspricht soll sich bemerkbar machen.




@ adi, wie ich sehe willst Du Gott als eine Art Über - Wesen definieren? Möglich das Gott eine Art Supergehirn ist, es gibt noch viele Superschlaue, aber Anbeten bzw. Vergöttern muss ich so ein Superschlaues nicht irdisches Ding bestimmt nicht!

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Ady Offline




Beiträge: 710

28.03.2011 19:47
#63 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat von Gysi

Zitat von Ady
In unserem Universum gibt es sehr viele Indizien für einen Plan, einen Schöpfer (ohne überhaupt auf die Weltrelgionen eingehen zu wollen) sagt dir das was?

Welche Indizien?

Zitat
Angesichts vieler spektakulärer Beispiele von Feinabstimmung überrascht es nicht, wenn Paul Davies sagt:>>Dem Eindruck, dass es einen Plan gibt, kann man sich nicht entziehen.<<

Welchen Eindruck hat Paul Davies?

Zitat
Die vermeintliche Annahme, dass die Behauptung es gäbe keinen Gott! wissenschaftlich sei, ist genau so metaphysisch.

Bitte? Was ist denn daran metaphysisch??

Zitat
Der Glaube an Gott resultiert aus rationaler, empirischer Beobachtung, nicht viel anders geht auch Wissenschaft vor.

Welche empirischen Ergebnisse?

Zitat
Nur weil Gott nicht mit "wissenschaftlichen Mechanismen" festzuhalten u zu beweisen ist, bedeutet das nicht, dass es ihn nicht gibt,

Ja, was denn nun? Beweisbar - ja oder nein?



Siehe beispielsweise >>die Feinabstimmung des Universums<<.
Ob der Glaube an Gott beweisbar ist oder nicht weiß ich nicht, nach jetzigem Kenntnisstand denke ich, das es so ist wie ich bereits geschrieben hatte: Nur weil Gott nicht mit "wissenschaftlichen Mechanismen" festzuhalten u zu beweisen ist, bedeutet das nicht, dass es ihn nicht gibt, vielmehr könnte ein Sinn dahinter stecken, das Gott nur mittels Vernunft, Beobachtung erreichbar ist u somit noch "die nicht 100% beweisbare" Lücke besteht, in der sich viele Atheisten befinden können u tun (Gottes Prüfung könnte man hier anmerken..). Würde Gott vor unseren Augen stehen um es mal so zu umschreiben, ohne jeglichem Einsatz unseres Verstandes u Sinne, würde jeder an ihm glauben.(evtl. :P)
Da Gott uns aber diesbezüglich prüft ist es eben nicht der Fall.

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Gysi Offline

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28.03.2011 19:51
#64 Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady
Das Fundament auf dem die Wissenschaft steht hat eine starke theistische Dimension. (...) Francis Bacon (1561 - 1626),

Und ich behaupte, das Fundament der Wissenschaft ist die Wissenschaftstheorie, und die ist dem Fundament der Religionen entgegengesetzt!

Zitat
Viele der überragenden Persönlichkeiten der Wissenschaft stimmen darin überein. Männer wie Galilei, Kepler, Pascal, Boyle, Newton, Faraday, Babbage, Mendel, Pasteur, Kelvin, Clerk Maxwell etc. waren Theisten,

Je neueren Datums die Wissenschaftler sind, desto seltener sind sie gläubig. Warum? Weil sie heute mehr wissen! Seit Darwin hat es einen Paradigmenwechsel in der Wissenschaft gegeben.

Aber du antwortest nicht auf meinen letzten Beitrag! Du versteckst dich hinter all den großen Namen. Verstecken ist kein Argument.

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Ady Offline




Beiträge: 710

28.03.2011 19:56
#65 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat von Gysi

Zitat von Ady
Das Fundament auf dem die Wissenschaft steht hat eine starke theistische Dimension. (...) Francis Bacon (1561 - 1626),

Und ich behaupte, das Fundament der Wissenschaft ist die Wissenschaftstheorie, und die ist dem Fundament der Religionen entgegengesetzt!

Zitat
Viele der überragenden Persönlichkeiten der Wissenschaft stimmen darin überein. Männer wie Galilei, Kepler, Pascal, Boyle, Newton, Faraday, Babbage, Mendel, Pasteur, Kelvin, Clerk Maxwell etc. waren Theisten,

Je neueren Datums die Wissenschaftler sind, desto seltener sind sie gläubig. Warum? Weil sie heute mehr wissen! Sein Darwin hat es einen Paradigmenwechsel in der Wissenschaft gegeben.

Aber du antwortest nicht auf meinen letzten Beitrag! Du versteckst dich hinter all den großen Namen. Verstecken ist kein Argument.



Ich hatte gehofft du machst dich selber schlau, Feinabstimmung des Universums, darin findest du deine Antworten, aber ich kanns auch selber ausformuliern nur muss ich jetzt wieder off!
Ja ich vertraue lieber renommierten Wissenschaftler, u du behauptest sturrköpfig das stimmt so nicht!
Was hast du denn entgegenzusetzen, warum so gläubig hinsichtlich des Atheismus, was ist daran irrational wenn man an einem Schöpfer glaubt hinsichtlich dem was du schon zu lesen bekommen hast....
Muss jetzt leider schon raus
Schönen Abend

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Lichtbringer Offline

glaubnix


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28.03.2011 19:59
#66 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady
Siehe beispielsweise >>die Feinabstimmung des Universums<<.
Ob der Glaube an Gott beweisbar ist oder nicht weiß ich nicht, nach jetzigem Kenntnisstand denke ich, das es so ist wie ich bereits geschrieben hatte: Nur weil Gott nicht mit "wissenschaftlichen Mechanismen" festzuhalten u zu beweisen ist, bedeutet das nicht, dass es ihn nicht gibt, vielmehr könnte ein Sinn dahinter stecken, das Gott nur mittels Vernunft, Beobachtung erreichbar ist u somit noch "die nicht 100% beweisbare" Lücke besteht, in der sich viele Atheisten befinden können u tun (Gottes Prüfung könnte man hier anmerken..). Würde Gott vor unseren Augen stehen um es mal so zu umschreiben, ohne jeglichem Einsatz unseres Verstandes u Sinne, würde jeder an ihm glauben.(evtl. :P)
Da Gott uns aber diesbezüglich prüft ist es eben nicht der Fall.



Warum sollte Gott Uns prüfen Sucht er sich ein bestimmtes Talent aus und nutzt es aus, oder gibt es eine Belohnung Was ist mit Denen die nicht so Talentiert sind

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.383

28.03.2011 20:06
#67  Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady
Ich hatte gehofft du machst dich selber schlau, Feinabstimmung des Universums, darin findest du deine Antworten, aber ich kanns auch selber ausformuliern

Das wäre nett.

Zitat
Ja ich vertraue lieber renommierten Wissenschaftler,

Aber nur, wenn sie das glauben, was du glaubst, nicht?
Warum vertraust du nicht Richard Dawkins? Warum nicht Steven Hawking? Bertrand Russell? Ludwig Feuerbach? Ernst Bloch? Sigmund Freud? Michael Schmidt-Salomon?

Zitat
Was hast du denn entgegenzusetzen, warum so gläubig hinsichtlich des Atheismus,

Was ich dem entgegenzusetzen habe? Sturköpfigkeit? Nein: Argumente! Aber die scheinst du "sturköpfig" zu ignorieren...

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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

29.03.2011 10:14
#68 RE: Gott verleugnen Antworten

Ich halte die Idee von einem Schöpfer auch nicht für völlig aus der Luft gegriffen, und kann durchaus verstehen,das man daran glauben kann.
Aber dieser Schöpfer hat nicht das geringste mit dem Christen-Gott oder Allah zu tun.....die sind Geschöpfe des Menschen.

Ady Offline




Beiträge: 710

29.03.2011 11:11
#69 RE: Gott verleugnen Antworten

Lass mich dir das anhand eines anderen Beispiels erklären.
Der Trugschluss der begangen wird ist folgender-der Erfolg der Wissenschaft hat bei einigen zu der Vorstellung geführt -> nur weil wir die Mechanismen des Universums verstehen können ohne Gott ins Spiel zu bringen, wir automatisch schlussfolgern können, dass es nie einen Gott gab, der ursprünglich das Universum plante & erschuf.
-> Jemand aus einem weit entferntem Teil der Erde sieht zum ersten Mal ein Auto z.b. von Ford!(Dieses Beispiel müsste auch bekannter sein) und dieser jemand hat keine Ahnung von modernem Maschinenbau. Deshalb stellt er sich vllt vor, dass sich im Motor ein Gott (Herrn Ford) befindet. Auto läuft gut -> Hr. Ford ist ihm gut gesinnt; wenns nicht gut läuft, mag ihn Hr. Ford nicht. Sollte er jedoch Maschinenbau studieren & den Motor in seine Einzelteile zerlegen, würde er feststellen, dass sich kein Herr Ford darin befindet & er ihn auch nicht als Erklärung für das Funktionieren des Autos benötigt. Verständnis von Prinzipien der inneren Verbrennung würden völlig ausreichen um zu erklären wie der Motor funktioniert. So weit so gut.
-> Doch wenn er dann zu dem Entschluss käme, dass sein Verständnis von den Prinzipien, nach denen der Motor arbeitet, es ihm unmöglich macht, an die Existenz von 'Herrn Ford zu glauben, der den Motor entwickelt hat, so wäre dies offensichtlich falsch: in der philosophischen Terminologie würde man dies als einen Kategorienfehler bezeichnen. Hätte es nie einen Hernn Ford gegeben, der die Mechanismen entwarf, so gäbe es für ihn nichts zu verstehen.
Also, Grober Kategorienfehler; weil wir einen Mechansimus für ein best. Phänomen kennen, gibt es keinen Urheber, der den Mechanismus plante.
z.b. sagte Sir Isaak Newton auch nicht als er das Gravitationsgesetz entdeckte. -> Ich habe den Mechanismus entdeckt, der die Planetenbahn bestimmt, daher gibt es keinen Urheber, Gott, der ihn plante. Ganz im Gegenteil: Gerade weil er nun die Abläufe verstand, wurde er zu größerer Bewunderung des Gottes bewegt, der alles auf diese Weise geplant hatte.

Der wesentliche Punkt ist hier, dass Menschen mit szientischem Gedankengut wie Atkins oder dein erwähnter Richard Dawkins nicht unterscheiden zwischen Mechanismus und Urheberschaft. Philosophisch ausgedrückt begehen sie einen groben Kategorienfehler, wenn sie sagen, weil wir einen Mechanismus für ein best. Phänomen kennen, gibt es keinenUurheber, der den Mechanismus plante.>>(...) Der große Erfolg der Wissenschaft, der uns erkennen lässt, wie unendlich geordnet die natürliche Welt ist, liefert starke Argumente dafür, anzunehmen, dass es eine tiefer liegende Ursache für diese Ordnung gibt<< Richard Swinburne
Fazit: Nur weil Gott als eine Erklärung keine Alternative für die Wissenschaft ist, darf er deshalb nicht als Lückenbüßer-Gott verstanden werden. Er ist vielmehr die Grundlage aller Erklärungen; seine Existenz macht Erklärungen überhaupt erst möglich, nicht nur im wissenschaftlichen Bereich. Es ist wichtig, dies hier zu betonen, da einflussreiche Autoren wie Richard Dawkins an Gott als Erklärungsalternative zur Wissenschaft festhalten werden; ein Gedanke, der so in keiner tiefer gehenden theologischen Betraachtung vorkommt. Dawkins kämpft hier gegen Windmühlen, indem er ein Konzept von Gott ablehnt, an das ohnehin kein ernsthafter Denker glaubt. Ein solches Verhalten kann nicht unbedingt als Ausdruck intellektueller Raffinesse gesehen werden.
(siehe im Thread unter Philosophie, Evolution; die themen überschneiden sich bzw. ergänzen sich teilweise gut, daher wäre es von Vorteil auch diesbezüglich dort mal reinzuschauen u nachzulesen)

Dawkins schreibt in seinem Buch Der Gotteswahn >> Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?<<
Fazit: Wissenschaft befasst sich mit "Realität, Religion nicht" - allein diese Annahme/Behauptung verrät alles, sie zeigt ganz deutlich, dass Dawkins den Fehler begeht, falsche Alternativen gegenüberzustellen: entweder Feen oder nichts. Feen können durchaus eine Einbildung sein, aber wie stehts mit dem Gärtner, ganz zu schweigen vom Eigentümer? Die Möglichkeit ihrer Existenz kann nicht so kurz abgehandelt werden. ( & nehmen wir die Behauptung NUR Naturwissenschaft kann Wahrheit liefern(siehe Szientismus), wenn das wahr wäre, dann würde es das Ende vieler Lehr- und Studienfächer an Schulen und universitäten bedeuten, denn die Bewertung von Philosophie, Literatur, Kunst und Musik liet außerhalb des Bereiches der Naturwissenschaft. Wie könnte uns Naturwissenschaft sagen, ob ein Gedicht schlecht ist oder das Werk eines Genies? eher weniger durch das Messen der Worlängen, Buchstabenvorkommnisse etc.; wie könnte Naturwissenschaft uns sagen, ob es sich bei einem Gemälde um ein Meisterwerk oder um ein Durcheinander von Farbklecksen handelt? Ethikunterricht liegt genauso außerhalb der Naturwissenschaft. Naturwissenschaften können ihnen nichts sagen darüber ob etwas moralisch richtig oder falsch ist(...) Die Behauptung jedenfalls, dass nur Wissenschaft Wissen liefern kann, ist eine dieser sich selbst widerlegenden Aussagen, auf die Logiker wie dein genannter Bertrand Russell mit Vorliebe hinweisen. umso erstaunlicher, dass sich Russell offenbar dieser Anschauung angeschlossen hat, als er schrieb: >>Alles Wissen, das erlangt werden kann, muss mit wissenschaftlichen Methoden erlangt werden; u was die Wissenschaft nicht herausfinden kann, kann die Menschheit nicht wissen.<<(Religion and Science, Oxford University Press)
Um das sich selbst widersprechende Element seine Aussage aufzuzeigen, (schreibt John Lennox/Professor an der Uni Oxford) müssen wir nur die Frage stellen: >>Woher weiß Russel das? Denn seine Aussage ist an sich keine wissenschaftliche Aussage, und wenn sie wahr wäre, dann könnte man sie - entsprechend der Aussage - nicht wissen. Russel glaubt jedoch, dass sie wahr ist.<<

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>> Mein ganzes Leben beruhte auf dem Prinzip von Platons Sokrates<<, schreibt Antony Flew in Zusammenhang mit seiner Kehrtwende vom Atheismus zum Theismus. >> Folge dem Beweis, wohin immer er führt<< Auf die Gegenfrage: >> Und wenn es den Menschen nicht gefällt?<<, antwortet er:>>Das ist bedauerlich<<(Anthony Flew, Associated Press,9.12.04)

Zitat
Ich halte die Idee von einem Schöpfer auch nicht für völlig aus der Luft gegriffen



Sie ist tatsächlich alles andere als aus der Luft gegriffen(das ist schon peinlich, dies immer wieder betonen zu müssen)

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>>Durch ihre Unglaubhaftigkeit entzieht sich die Wahrheit dem Erkannt werden<< -Heraklit von Ephesos
>>Es gibt keinen Unsinn, den man der Masse nicht durch geschickte Propaganda mundgerecht machen könnte.<< - Lord Bertrand Russell
>>Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.<< - Henry Ford

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

29.03.2011 12:50
#70 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady

Dawkins schreibt in seinem Buch Der Gotteswahn >> Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?<<
Fazit: Wissenschaft befasst sich mit "Realität, Religion nicht" - allein diese Annahme/Behauptung verrät alles, sie zeigt ganz deutlich, dass Dawkins den Fehler begeht, falsche Alternativen gegenüberzustellen: entweder Feen oder nichts. Feen können durchaus eine Einbildung sein, aber wie stehts mit dem Gärtner, ganz zu schweigen vom Eigentümer? Die Möglichkeit ihrer Existenz kann nicht so kurz abgehandelt werden.



Mit anderen Worten Gott ist der Gärtner bzw. Eigentümer?

Ady Offline




Beiträge: 710

29.03.2011 13:02
#71 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat von Stan

Zitat von Ady

Dawkins schreibt in seinem Buch Der Gotteswahn >> Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?<<
Fazit: Wissenschaft befasst sich mit "Realität, Religion nicht" - allein diese Annahme/Behauptung verrät alles, sie zeigt ganz deutlich, dass Dawkins den Fehler begeht, falsche Alternativen gegenüberzustellen: entweder Feen oder nichts. Feen können durchaus eine Einbildung sein, aber wie stehts mit dem Gärtner, ganz zu schweigen vom Eigentümer? Die Möglichkeit ihrer Existenz kann nicht so kurz abgehandelt werden.



Mit anderen Worten Gott ist der Gärtner bzw. Eigentümer?



Ja, um es metaphorisch auszudrücken.

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>>Durch ihre Unglaubhaftigkeit entzieht sich die Wahrheit dem Erkannt werden<< -Heraklit von Ephesos
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>>Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.<< - Henry Ford

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

29.03.2011 13:13
#72 RE: Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady

Zitat von Stan

Zitat von Ady

Dawkins schreibt in seinem Buch Der Gotteswahn >> Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?<<
Fazit: Wissenschaft befasst sich mit "Realität, Religion nicht" - allein diese Annahme/Behauptung verrät alles, sie zeigt ganz deutlich, dass Dawkins den Fehler begeht, falsche Alternativen gegenüberzustellen: entweder Feen oder nichts. Feen können durchaus eine Einbildung sein, aber wie stehts mit dem Gärtner, ganz zu schweigen vom Eigentümer? Die Möglichkeit ihrer Existenz kann nicht so kurz abgehandelt werden.



Mit anderen Worten Gott ist der Gärtner bzw. Eigentümer?



Ja, um es metaphorisch auszudrücken.





Nun ja....den Gärtner und/oder Eigentümer kann ich sehen,riechen,fühlen,ihm eins aufs Maul hauen,zum Essen einladen..usw. usw.
Das ist mit Feen eher nicht möglich...von daher halte ich Dawkins Äusserung für richtig und nachvollziehbar.

Im Prinzip muss/müssen Gott,oder die Götter ,immer für Wissenslücken herhalten...warum nichtmal Mut zur Lücke haben?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.383

29.03.2011 13:36
#73  Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady
-> Jemand aus einem weit entferntem Teil der Erde sieht zum ersten Mal ein Auto z.b. von Ford! (...)

Ich sagte doch, dass wir Menschen den Fehler begangen haben (und offensichtlich noch immer begehen), unsere eigene schmale Produktionserfahrung auf die große Ewigkeitsbühne zu heben! Du ignorierst diese These beharrlich, WARUM?
Die Produktion (Schöpfung) läuft nicht vom Komplizierten zum Einfachen! Sie läuft - und das zeigt und die Evolution, die direkt vor unsere Nase gesetzt ist, um sie zu verstehen! - vom Einfachen zum Komplizierten, also exakt umgekehrt!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Ady Offline




Beiträge: 710

29.03.2011 13:41
#74 RE: Gott verleugnen Antworten

Zu Stan:

Zitat
den Gärtner und/oder Eigentümer kann ich sehen,riechen,fühlen,ihm eins aufs Maul hauen,zum Essen einladen..


Wie bereits gesagt, metaphorisch!

Zitat
(...)...warum nichtmal Mut zur Lücke..


Und das du Gott nicht siehst u anfassen kannst hängt auch mit der Lücke zusammen, zu der ich mich auch bereits geäußert habe.




Gysi, jetzt widme ich mich deinen gefragten Indizien für ein geplantes Universum; in den letzten Jahren hat uns die Wissenschaft auf eine Reise mitgenommen, die nicht nur voller Überraschungen, sondern auch voller Geheimnisse steckt -> Kosmologie hat uns auf der Skala der unvorstellbar großen Dimension des Weltraums und die Elementarteilchenphysik auf der Skala der unglaublich kleinen Elementarteilchen schrittweise die überwältigende Schönheit u Strukur des Universums offenbart, in dem wir leben. Was genau sind wir Menschen?! Was genau ist dieses Univerusm? Sind wir winzige vergängliche Wesen, die zufällig aus Materie und Energie entstanden sind, um sinnlos das den Naturgesetzen eigene Potenzial zu nutzen? Keiner von uns steht diesen Fragen gleichgültig gegenüber; dafür ist das Universum viel zu Ehrfurcht gebietend. Es gibt hier geteilte Meinungen so z.b. der Biologe Gaylord Simpson: Wir sind >>das Produkt eines sinn- und ziellosen natürlichen Prozesses, das nicht vorgesehen war<<. Es gibt andere, die sich nicht wie Fremde im Universum fühlen; der Physiker Freeman Dyson: >>Wenn wir in das Universum hinausschauen und uns die vielen Zufälle der Physik und der Astronomie vergegenwärtigen, die zu unserem Vorteil zusammengewirkt haben, dann sieht es so aus, als hätte das Universum von unserem Kommen gewusst.<<
Der erste Indiz dafür, dass das Universum uns selbst ein Anhaltspunkt als Grundlage für unser Denken gibt, wir Menschen könnten eine Bedeutung haben ist folgender:
Die rationale Verstehbarkeit des Universums, wie ich schon Einsteins Ausspruch zitiert hatte.
Genau für dieses Konzept der Verstehbarkeit des Universums muss man die Existenz einer Rationalität voraussetzen, die fähig ist, diese Verstehbarkeit zu erkennen. >>Tatsächlich ist das Vertauen darauf, dass unsere menschlichen Denkvorgänge ein gewisses Maß an Zuverlässigkeit besitzen und fähig sind, uns Informationen über die Welt zu geben, grundlegend für jegliche Art von Untersuchung, nicht nur für das wisseschaftliche Studium! Diese Überzeugung ist so zentral für unser ganzes Denken, dass wir ihre Richtigkeit nicht einmal infrage stellen können, ohne sie von Anfang an vorauszusetzen, da wir uns auf unseren Verstand verlassen müssen, um infrage stellen zu können. Sie ist die grundlegende Überzeugung, auf der alle Untersuchungen des Verstandes basieren
->(JohnLennox;diskutierte mehrfach öffentlich mit Richard Dawkins)
Rationale Verstehbarkeit ist einer der wesentlichen Beweggründe, weshalb Denker aller Generationen zu dem Schluss kommen, das Universum selbst sei das Produkt einer Intelligenz.
Der Philosoph Keith Ward fasst zusammen: >>Den meisten Menschen, die über den Ursprung und das Wesen des Universums tief nachgedacht und geschrieben haben, schien es, dass das Universum über sich hinaus auf eine immaterielle Quelle weist, die hohe Intelligenz und große Macht besitzt. Nahezu alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit Platon, Aristoteles, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke und Berkeley - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Wirklichkeit begründet. Sie hatten im Einzelnen unterschiedliche Vorstellungen von dieser Wirklichkeit sowie unterschiedliche Methoden, sich ihr zu nähern; doch dass das Universum sich nicht selbst erklärt und eine Erklärung jenseits seiner selbst erfordert, wurde mehr oder weniger selbstverständlich von allen akzeptiert.<<(God, Chance and Necessity, Oxford; One World Publications). Daher hat der Schluss vom Ursprung und der Natur des Universums auf eine zugrunde liegende immaterielle Intelligenz als der besten Erklärung eine lange und eindrucksvole Ahnenreihe.
Wie gesagt, war für Albert Einstein das Verständnis des Universum etwas , worüber man staunen konnte: >>Sie finden es merkwürdig, dass ich die Verstehbarkeit der Welt als Wunder oder ewiges empfinde. Nun, a priori sollte man doch eine chaotische Welt erwarten, die durch Denken in keiner Weise fassbar ist. (...) Die Art von Ordnung wie z.b. Newtons Gravitationstheorie besitzt einen ganz anderen Charackter. Wenn auch die Axiome der Theorie vom Menschen gesetzt sind, so setzt doch der Erfolg eines solchen Vorhabens eine hochgradige Ordnung der objektiven Welt voraus, die a priori nicht zu erwarten war. Hier liegt das >Wunder<, das sich mit dem Forstschreiten unseres Wissens immer mehr verstärkt.<<(Briefe an Maurice Solovine).
Nachher werde ich mehr dazu schreiben... bis dahin viel spass beim lesen, hoffentlich muss ich mich nicht endlos wiederholen( das hat die Erfahrung gelehrt, weil manche entweder mit absicht überlesen/ignorieren bzw. es nicht für wertvoll erachten hierzu Bezug zu nehmen u damit zu verstehen warum der Glaube an Gott alles andere als irrational ist)
____
P.s. Glauben in dem Sinne (weil sie glauben, dass Wahrheit wert ist, gesucht zu werden u nicht so wie Dawkins frei nach dem Motto leben, jede Theorie ist mir lieber als der Gedanke an einen Schöpfer, egal wie rational das klingt, er würde lieber grüne Männchen bevorzugen/annehmen, die der Ursprung von Leben sein könnte, als Gott/ein allmächtiger Schöpfer.., dazu gibt es auch lesenswerte Kritik, weil einige Dawkins für unfehlbar halten etc.), nicht aber im Sinne wilder Einbildungen und Wunschdenken, liegt jeder authentischen Religion - und Wissenschaft zugrunde. Dies >>zeigt klar, dass der Neue Atheistische Vorstoß, das menschliche Bewusstsein vom Glauben zu reinigen, absurd und dazu verdammt ist, zu misslingen,<<(John Haught F. God and the new Atheists, Westminister John Knox Press, 2008)
Paul Davies kommentiert:>>Auch wenn die Sonne an jedem Tag unseres Lebens aufgegangen ist, garantiert das noch keineswegs, dass sie auch morgen aufgehen wird. Die Überzeugung, dass sie auch morgen aufgehen wird - dass es zuverlässige Regelmäßigkeiten in der Natur gibt -, ist eine Glaubenssache, aber eine, die für den Fortschritt der Wissenschaften unentbehrlich ist.<< Dieser Aspekt der raionalen Verstehbarkeit des Universums wird oft als das Prinzip der Uniformität der Natur bezeichnet. Es ist ein Glaubensartikel der Wissenschaftler.
Wie John Lennox zusammengefasst hat, die Antwort auf die Frage, warum das Universum raional verständlich ist, hängt nicht davon ab, ob wir Wissenschaftler sind oder nicht, sondern ob wir Theisten oder Natrualisten sind. Theisten werden argumentieren, die Verstehbarkeit des Universums liegt im Wesen der letztgültigen Rationalität Gottes begründet. Beide, die reale Welt und auch die Mathematik, lassen sich auf den Verstand Gottes zurückführen, der sowohl das Universum als auch den menschlichen Verstand geschaffen hat. Es überrascht deshalb nicht, dass die maathematischen Theorien, erdacht vom menschlichen Verstand, der selbst nach dem Bild des Verstandes Gottes geschaffen wurde, eine ihnen entsprechende Anwendung in einem Universum finden, dessen Architekt derselbe schöpferische Verstand war. Keith Ward z.b. ist von dieser Auffassung völlig überzeugt: >>Die durchgängige Übereinstimmung physikalischer Teilchen mit päzisen mathematischen Beziehungen ist viel wahrscheinlicher, wenn es einen orddnenden kosmischen Mathematiker gibt, der diese gegenseitige Entsprechung inder erforderlichen Weise festgelegt hat. Die Existenz physikalischer Gesetze (...) impliziert sehr stark, dass es einen Gott gibt, der derartige Gesetze formuliert und sicherstellt, dass die Welt der Physik sich nach ihnen richtet.<<
Der Theismus begründet somit die rationale Verstehbarkeit des Universums und setzt sie in einen sinnvollen Gesamtzusammenhang, wohingegen der reduktionistische Ansatz diese untergräbt und sie sinnlos macht. Die Wissenschaft ist weit davon entfernt, Gott "abzuschaffen". Im Gegenteil scheint es sogar naheliegend, dass es gute Gründe für die Behauptung gibt, dass gerade die Existenz eines Schöpfers der Wissenschaft ihre grundlegende intellektuelle Rechtfertigung gibt. Selbst Stephen Hawking, der den Lehrstuhl für Sir Isaac Newton in Cambridge innehat, und der nicht für seine Sympathie für den Theismus bekannt ist, gestand in einem Fernsehinterview ein: >>Es ist schwierig, über den Anfang des Universums zu diskutieren, ohne das Konzept Gott zu erwähnen. Meine Forschung hinsichtlich des Ursprungs des Universums geschieht auf der Grenzlinie zwischen Wissenschaft und REligion, wobei ich versuche, auf der wissenschaftlichen Seite der Grenze zu bleiben. Es ist durchaus möglich, dass Gott auf Weisen handelst, die nicht von wissenschaftlichen Gesetzen beschrieben werden können.<< Aus diesem Grund ist es sogar möglich, in gewisser Weise sogar eine Übereinstimmung wissenschaftlichen und religiösen Nachdenkens über das Universum zu sehen. In seiner Debatte über Atheismus und Theismus mit J.J.C. Smart heb J.J. Haldane genau diesen Punkt hervor, indem er argumentiert, dass die Herangehensweisen von Wissenschaft u Religion vergleichbar ist: >>Folglich ist Wissenschaft wie ein Glaube, insoweit sie auf >glaubensbekenntnisartigen Annahmen< basiert. Sofern diese sich auf die Ordnung u Verständlichkeit des Universums beziehen, gleichen sie auch dem Inhalt eines theistischen Konzepts des Universums von einer geordneten Schöpfung. Zudem sieht es so aus, als verfolgte der Theist den wissenschaftlichen Grundgedanken konsquenter, indem er die Frage, wie eine erkennbare Ordnung überhaupt möglich ist, zu Ende denkt, auf der Suche nach der grundlegendsten erklärenden Beschreibung(im Unterschied zur lediglich feststellenden Beboachtung) für die Existenz und das Wesen des Universums.<<(J.J. Haldane, Atheism and Theism, Oxford:Blackwell)

Zur Feinabstimmung des Universums schreib ich wieder, wenn ich mehr Zeit habe, jedoch denke ich das dies schon locker reicht um den Glauben an Gott apologetisch begründen zu können bzw. nachzuvollziehen u einzugestehen, dass der Kampf gegen den Glauben an Gott unsinnig ist.

Zitat
Ich sagte doch, dass wir Menschen den Fehler begangen haben (und offensichtlich noch immer begehen), unsere eigene schmale Produktionserfahrung auf die große Ewigkeitsbühne zu heben! Du ignorierst diese These beharrlich, WARUM?
Die Produktion (Schöpfung) läuft nicht vom Komplizierten zum Einfachen! Sie läuft - und das zeigt und die Evolution, die direkt vor unsere Nase gesetzt ist, um sie zu verstehen! - vom Einfachen zum Komplizierten, also exakt umgekehrt!




Ist dies somit eine indirekte Zustimmung deinerseits? U was möchtest du mit deimem Verweis auf(vom Einfachen zum Komplizierten bezwecken) bzw. widerlegen, an dem was ich bisher geschrieben hatte? Oder war es doch zu offensichtlich für alle, das der Glaube an Gott aus Rationalität resultiert

[14:02 editiert]

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>>Durch ihre Unglaubhaftigkeit entzieht sich die Wahrheit dem Erkannt werden<< -Heraklit von Ephesos
>>Es gibt keinen Unsinn, den man der Masse nicht durch geschickte Propaganda mundgerecht machen könnte.<< - Lord Bertrand Russell
>>Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.<< - Henry Ford

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.383

29.03.2011 14:09
#75  Gott verleugnen Antworten

Zitat von Ady
Genau für dieses Konzept der Verstehbarkeit des Universums muss man die Existenz einer Rationalität voraussetzen, die fähig ist, diese Verstehbarkeit zu erkennen.

Darum gehts. Das hättest du auch kürzer ausdrücken können...
Warum so viele Worte? Um mich mürbe zu machen? Um zu schillern?

Warum gehst du beharrlich nicht auf meine Antwort ein?

Sie lautet wie folgt: Die Entwicklung der Existenz (soweit wir sie erfassen können) geht vom EINFACHEN ins KOMPLIZIERTE! Nicht umgekehrt! Das ist die fälschliche Annahme, die wir aus unserer eigenen Produktionserfahrung gewonnen und auf die ewige Bühne gehoben haben!

Zitat
Rationale Verstehbarkeit ist einer der wesentlichen Beweggründe, weshalb Denker aller Generationen zu dem Schluss kommen, das Universum selbst sei das Produkt einer Intelligenz.

Wieso? Und wenn das so wäre: Woher erklärt sich dann diese (höhere, metaphysische) Intelligenz? Ist die geschaffen durch eine noch höhere Intelligenz? So kommen wir in eine "endlose Regression" (Richard Dawkins), die alles noch mehr verkompliziert und nichts löst!

Zitat
Nahezu alle großen klassischen Philosophen - mit Sicherheit Platon, Aristoteles, Descartes, Leibniz, Spinoza, Kant, Hegel, Locke und Berkeley - sahen den Ursprung des Universums in einer transzendenten Wirklichkeit begründet.

Transzendenz heißt nicht Gott. Und Kant hat nicht an einen Gott geglaubt! Nicht so richtig. Das selbe gilt für Einstein. Ihr reißt die euch nur gerne auf eure Seite, aber damit tut ihr - zumindest den letzteren beiden - Unrecht an.

Zitat
Ist dies somit eine indirekte Zustimmung deinerseits? U was möchtest du mit deimem Verweis auf(vom Einfachen zum Komplizierten bezwecken) bzw. widerlegen, an dem was ich bisher geschrieben hatte? Oder war es doch zu offensichtlich für alle, das der Glaube an Gott aus Rationalität resultiert?

Nein. Er beruht eben nicht auf Rationalität! Am Anfang war etwas gaaaanz Einfaches. Nicht was ganz Großes, Kompliziertes = Gott. Wenn wir die Ur-Schöpfung von der Evolution auf die gaaanz große Bühne heben können.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

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