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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 496 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

29.03.2011 16:39
#76 RE: Gott verleugnen antworten

Wenn Kant, so will es die Anektode, sonntags zur Gottesdienstzeit einen großen Bogen um die Kirche in Kaliningrad zu machen pflegte, dann eben nicht, weil er den Schöpfergott, die Belohnung der Guten in einem ewigen Leben, die Unsterblichkeit der Seele und die Auferstehung des Fleisches für lächerliche Vorstellungen gehalten hätte.

Nein, der alte Selbstdenker hätte es nur nicht ausgehalten, von einem Pfarrer die traditionellen und in äußeren Ritualen beglaubigten Produkte der moralischen Phantasie gepredigt zu bekommen: Nicht weil Kant nicht genug an Gott geglaubt hätte, sondern weil er auf diese Weise nicht genug geglaubt hätte. Er geißelt das Pfaffentum als einen

"Fetischdienst", welcher "allemal da anzutreffen ist, wo nicht Prinzipien der Sittlichkeit, sondern statuarische Gebote, Glaubensregeln und Observanzen die Grundlage und das Wesentliche derselben (der Religion) ausmachen." (Kant, Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, WW Bd.8, S.852.)

Ady Offline




Beiträge: 710

29.03.2011 17:49
#77 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat
Die Entwicklung der Existenz (soweit wir sie erfassen können) geht vom EINFACHEN ins KOMPLIZIERTE! Nicht umgekehrt! Das ist die fälschliche Annahme, die wir aus unserer eigenen Produktionserfahrung gewonnen und auf die ewige Bühne gehoben haben


Was meinst du mit Produktionserfahrung?
Inwiefern glaubst du zu wissen, dass alles vom EINFACHEN zum KOMPLIZIERTEN verläuft? Darüber wird ganz anders gesprochen.

Zitat
Ist die geschaffen durch eine noch höhere Intelligenz? So kommen wir in eine "endlose Regression" (Richard Dawkins), die alles noch mehr verkompliziert und nichts löst!



Wenn hier Atheisten antworten, ja es könnte davor noch ein Universum gegeben haben oder etwas anderes woraus unser Universum entstanden ist, dann ist es genau das was du mir vorwirfst(verkompliziert)! Der Mensch kann nicht anders denken, als es unsere Diposition erlaubt, wir denken nach dem Ursache-Wirkung-Prinzip, dementsprechend ist es garnicht so irrational, wenn man von etwas 'Mächtigem' ausgeht, einem Schöpfer, der kein Anfang kennt u uns erschaffen hat(Die Indizien im Universum, was als einziges für uns erforschbar ist weißen auf einen Planer hin!) wir als seine Schöpfung können uns nicht mit etwas messen, was nicht in der Schöpfung enthalten ist, aber darum gehts nicht, diese Frage wird nie gelöst werden seitens der Atheisten, es wird nur die Frage nach dem Anfang ein Schritt nach hinten verschoben, es sei denn man gelangt an etwas ewigem! Entweder Gott oder ein ewiges Etwas, was schöpferische + leitende Kräfte haben muss um unser Dasein+Universum rational erklären zu können. Hast du überhaupt etwas von dem was ich die letzten Male geschrieben habe aufmerksam durchgelesen ? Wenn du immer noch meinst es sei so Irrational, dass man von einem Schöpfer ausgeht, dann lies es dir nochmal durch, vllt hilfts

Zitat
Ihr reißt die euch nur gerne auf eure Seite,...


Ich lüge nicht, falls du darauf hinaus willst. Alles was ich schreibe hat festen Boden. Oftmals ist festzustellen, dass jeder, der an einen Schöpfer glaubt besonders scharf kritisiert wird, ohne stichhaltige Argumente; Ich versuche auf das aller meiste Quellen mitanzugeben, gerade aus dem Grund, dass mir nicht vorgeworfen wird, ich erzähle Schwachsinn, ganz anderst wie es bei vielen anderen der Fall ist.

Zitat
Warum so viele Worte?


Weil ich genau das befürchtet habe, was wiedermal eintritt. Es sind nicht viele Worte geworden, damit der Großteil ignoriert wird. Nichts von dem was ich geschrieben habe ist gelogen, daher stellt sich die Frage, wieso ihr nicht darauf eingeht u begründet was genau daran falsch sein soll, ich denke es ist spätestens jetzt mehr als klar, dass der Glaube an Gott nur aus Rationalität resultiert, wer das nicht nachvollziehen kann! Der ist entweder sturr oder schlicht zu dumm. Ich kann zwar noch genauer die Aussage untermauern, mit mehr Argumenten, jedoch stellt sich die Frage ob es noch Sinn macht wenn noch weiter 10 Seiten darüber geschrieben werden, wenn bisher schon kein Erfolg der "Ein"sicht erzielt werden konnte.

Die Frage ist hier warum werden meine angesprochenen Punkte hinsichtlich der Rationalität auf den der Glaube an einem Schöpfer beruht, oder die angesprochenen Indizien, die eindeutig darauf schließen lassen, dass man sich dem Eindruck, das Universum u die Evolution(sofern sie so stattgefunden hat wie man annimmt) seien geplant, einfach ignoriert oder nicht widerlegt?

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>>Durch ihre Unglaubhaftigkeit entzieht sich die Wahrheit dem Erkannt werden<< -Heraklit von Ephesos
>>Es gibt keinen Unsinn, den man der Masse nicht durch geschickte Propaganda mundgerecht machen könnte.<< - Lord Bertrand Russell
>>Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.<< - Henry Ford

Ady Offline




Beiträge: 710

29.03.2011 18:11
#78 RE: Gott verleugnen antworten

nochwas: was bezweckt dein Argument vom Einfachen zum Komlizierten?! Was belegt diese Behauptung?

Zur Komplexität von Leben, stellt laut dem Genetiker Michael Denton der Bruch zwischen der belebten und der unbelebten Natur >>den einschneidendsten und grundlegendsten aller Diskontinuitäten in der Natur dar. Zwischen einer lebenden Zelle und den nicht biologischen Systemen höchster Ordnung, wie einem Kristall oder einer Schneeflocke, befindet sich eine Kluft, wie man sie sich größer und absoluter nicht vorstellen kann.<<(Denton,Michael. Evolution. A Theroy in Crisis, Bethesda, Maryland.)
Selbst die winzigsten Bakterienzellen, die weniger wiegen als ein billionstel Gramm, sind >>eine wahre Mikrominiaturfabrik mit Tausenden brillant entworfenen Teilen einer komplizierten molekularen Maschinerie, die insgesamt aus hundert Milliarden Atomen besteht und damit weit komplizierter ist als jede von Menschen gefertigte Maschine, zu der es in der unbelebten NAtur nichts vergleichbares gibt<<. Außerdem scheint es laut Denton kaum Hinweise für Evolution im Bereich der Zellen zu geben: >>Die Molekularbiologie hat uns auch gezeigt, dass von den Bakterien bis zu den Säugetieren der grundlegende Aufbau des Zellsystems in allen lebenden Systemen auf der Erde im Wesentlichen derselbe ist. In allen Organismen spielen DNS, mRNS und Proteine dieselben Rollen. Selbst die Verschlüsselung des genetischen Codes ist in allen Zellen fast identisch. Umfang, Struktur und Zusammenstellung der Proteinsynthesemasschinerie sind in allen Zellen praktisch gleich. Im Hinblick auf den grundlegenden biochemischen Aufbau kann kein lebendes System als rückständig oder als Vorläufer irgendeines anderen angesehen werden, noch gibt es uner den unglaublich verschiedenartigen Zellen auf der Erde den geringsten empirischen Hinweis einer evolutionären Reihenfolge.<< Und diese Ansicht wird von dem Nobelpreisträger Jacques Monod unterstüzt, den Denton wie folgt zitiert:>>(....) Das einfachste uns bekannte lebende Systen, [ist] die Bakterienzelle[...] Die chemische Gesamtanlage dieser Zelle ist die gleiche wie die aller anderen Lebewesen. Sie verwendet den gleichen genetischen Code und die gleiche Übersetzungsmechanik wie zum Beispiel die menschlichen Zellen. So haben die einfachsten Zellen, die uns zur Erforschg zur Verfügung stehen, gar nichts >Primitives< liebe Gysi.
[...]

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.190

29.03.2011 18:15
#79  Gott verleugnen antworten

Zitat von Ady
Was meinst du mit Produktionserfahrung?
Inwiefern glaubst du zu wissen, dass alles vom EINFACHEN zum KOMPLIZIERTEN verläuft? Darüber wird ganz anders gesprochen.

Ich meine die Produktionserfahrung der Menschen. Im Gegensatz zu den Tieren produzieren wir mit vorausgehender intelligenter Planung. Es fing alles mit dem Faustkeil an. Und jetzt können mir schon Computer und Mondraketen herstellen.

Aus dieser Erfahrung heraus stellte der Mensch auch die Frage: Und wer erschuf uns? Ein Tier stellt solche Fragen nicht. Jedenfalls könnte es sie nicht kommunizieren. Darum haben wir Menschen einen Gottglauben und die Tiere nicht.
Wir Menschen extrapolierten die Menschenschöpfung natürlich von unserer eigenen Produktionserfahrung, nach der der Schöpfer gegenüber der Schöpfung eine echte Granate ist. => Mensch erschuf Faustkeil, und den Menschen erschuf - Gott! Das war uns sonnenklar! (Und manchen Religiösen ist das auch heute noch sonnenklar.)

Aber diese Produktionserfahrung ist eine seeeehr marginale Erfahrung. Direkt vor unserer Nase erleben wir eine Schöpfung (Produktion) ganz anderer Dimension: die EVOLUTION! Und diese Produktionsweise läuft exakt andersrum: Vom Einfachen zum Komplizierten: vom Einzeller bis zu uns, den Menschen.

Sag mal, liest du eigentlich meine Beiträge nicht?

Zitat
Wenn hier Atheisten antworten, ja es könnte davor noch ein Universum gegeben haben oder etwas anderes woraus unser Universum entstanden ist, dann ist es genau das was du mir vorwirfst(verkompliziert)!

Es geht um die Wirklichkeit! Der Glaube, dass generell etwas Größeres das Kleinere schafft, bringt und in eine "unendliche Regression" (Ritchie Dawkins), die UNLOGISCH ist. (Das hätte ich dir schreiben müssen - statt "verkompliziert".)

Zitat
diese Frage wird nie gelöst werden seitens der Atheisten, es wird nur die Frage nach dem Anfang ein Schritt nach hinten verschoben, es sei denn man gelangt an etwas ewigem!

Man gelangt an die Ewigkeit, aber nicht an Gott!

Zitat
Hast du überhaupt etwas von dem was ich die letzten Male geschrieben habe aufmerksam durchgelesen ?

Rechnest du damit, dass ich es nicht tue? Es war ja ganz schön wuchtig... Nee, ich hab's schon gelesen. Und verstanden. Aber du verstehst (oder liest) mich nicht (aufmerksam)!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Ady Offline




Beiträge: 710

29.03.2011 19:35
#80 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat
EVOLUTION! Und diese Produktionsweise läuft exakt andersrum


Ich hab doch diesbezüglich erklärt, dass es da ganz andere Meinungen gibt, alles was man vom ersten Leben weiß ist so komplex, dass man nicht von einer Entwicklung von einfach zu komplex sprechen kann, sie waren alles andere als primitiv(...). Darauf bist du auch nicht eingegangen, ließt du etwa meine Beiträge nicht :P

Zitat
Man gelangt an die Ewigkeit, aber nicht an Gott!


Gott ist ewig. Aber die Ewigkeit die du in Erwägung ziehst, müsste ja schöpferische Kräfte haben..was sehr stark an den Schöpfer wiederum erinnert.

Der Glaube an Gott entsteht nur rational(sollte es zumindest)
[ Der erste Indiz dafür, dass das Universum uns selbst ein Anhaltspunkt als Grundlage für unser Denken gibt, wir Menschen könnten eine Bedeutung haben ist folgender:
Die rationale Verstehbarkeit des Universums, wie ich schon Einsteins Ausspruch zitiert hatte.
Genau für dieses Konzept der Verstehbarkeit des Universums muss man die Existenz einer Rationalität voraussetzen, die fähig ist, diese Verstehbarkeit zu erkennen. >>Tatsächlich ist das Vertauen darauf, dass unsere menschlichen Denkvorgänge ein gewisses Maß an Zuverlässigkeit besitzen und fähig sind, uns Informationen über die Welt zu geben, grundlegend für jegliche Art von Untersuchung, nicht nur für das wisseschaftliche Studium! Diese Überzeugung ist so zentral für unser ganzes Denken, dass wir ihre Richtigkeit nicht einmal infrage stellen können, ohne sie von Anfang an vorauszusetzen, da wir uns auf unseren Verstand verlassen müssen, um infrage stellen zu können. Sie ist die grundlegende Überzeugung, auf der alle Untersuchungen des Verstandes basieren (...)
Wieso ignorierst du das einfach? Sind die Argumente so sonnenklar, dass sie keine Aufmerksamkeit benötigen? Doch wieso zweifelt ihr immer daran, dass der Glaube empirisch fundiert ist und v.a. aus Rationalität hervor geht.

[...Die durchgängige Übereinstimmung physikalischer Teilchen mit päzisen mathematischen Beziehungen ist viel wahrscheinlicher, wenn es einen orddnenden kosmischen Mathematiker gibt, der diese gegenseitige Entsprechung inder erforderlichen Weise festgelegt hat. Die Existenz physikalischer Gesetze (...) impliziert sehr stark, dass es einen Gott gibt, der derartige Gesetze formuliert und sicherstellt, dass die Welt der Physik sich nach ihnen richtet.<<
Der Theismus begründet somit die rationale Verstehbarkeit des Universums und setzt sie in einen sinnvollen Gesamtzusammenhang, wohingegen der reduktionistische Ansatz diese untergräbt und sie sinnlos macht. Die Wissenschaft ist weit davon entfernt, Gott "abzuschaffen". Im Gegenteil scheint es sogar naheliegend, dass es gute Gründe für die Behauptung gibt, dass gerade die Existenz eines Schöpfers der Wissenschaft ihre grundlegende intellektuelle Rechtfertigung gibt.(...)]

Ich werde mich sobald ich wieder Zeit hab, der Feinabstimmung des Universums widmen, bin gespannt was du dann dazu zu entgegnen hast...außer reiner Zufall.
Oder hast du dich mittlerweile über die Indizien, wie Feinabstimmung des Universums, schlau gemacht, die den Glauben an Gott sehr stark vertreten.

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Lichtbringer Offline

glaubnix


Beiträge: 1.394

29.03.2011 19:43
#81 RE: Gott verleugnen antworten

[quote="Ady"]quote]

Zitat: Also, Grober Kategorienfehler; weil wir einen Mechansimus für ein best. Phänomen kennen, gibt es keinen Urheber, der den Mechanismus plante.

Es ist aber auch ein Denkfehler wen man glaubt es gibt nur einen Urheber. Viele Erfindungen sind fast zeitgleich an einem anderen Ort auch geplant worden!

Viele Erfindungen sind nur Verbesserungen von etwas was schon war, z.B. aus einem Holzbalken als Sitzgelegenheit wurde der Stuhl.

Wenn die Sache komplizierter wird und es keine Erklärung gib, so war der Urheber immer Gott

Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller seiner Überlegungen.

Max Planck

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Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen.
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Meine Toleranz ist grenzenlos, aber nicht gegenüber den Intoleranten!

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.190

29.03.2011 19:55
#82 Gott verleugnen antworten

Zitat von Ady
Ich hab doch diesbezüglich erklärt, dass es da ganz andere Meinungen gibt, alles was man vom ersten Leben weiß ist so komplex, dass man nicht von einer Entwicklung von einfach zu komplex sprechen kann, sie waren alles andere als primitiv(...).

Der Einzeller ist primitiver als der Mensch.
Die Evolution ist bewiesen.
Bist du Kreationist?

Zitat
Gott ist ewig. Aber die Ewigkeit die du in Erwägung ziehst, müsste ja schöpferische Kräfte haben..was sehr stark an den Schöpfer wiederum erinnert.

Die Ewigkeit ist nicht Gott. Gewiss nicht der biblische und nicht der koranische. Da stecken ganz andere Ideen hinter. => Da ist Gott der metaphysische Arm der Despoten der Zeit seiner Schöpfung(en).
Die Ewigkeit bietet alles, was nur möglich ist. Der Schöpfergott (nach der Vorstellung, die uns allen über die Bibel (und den Koran, die Thora usf.) anerzogen worden ist, ist nicht möglich.

Zitat
>>Tatsächlich ist das Vertauen darauf, dass unsere menschlichen Denkvorgänge ein gewisses Maß an Zuverlässigkeit besitzen und fähig sind, uns Informationen über die Welt zu geben, grundlegend für jegliche Art von Untersuchung, nicht nur für das wisseschaftliche Studium! Diese Überzeugung ist so zentral für unser ganzes Denken, dass wir ihre Richtigkeit nicht einmal infrage stellen können, ohne sie von Anfang an vorauszusetzen, da wir uns auf unseren Verstand verlassen müssen, um infrage stellen zu können. Sie ist die grundlegende Überzeugung, auf der alle Untersuchungen des Verstandes basieren (...)
Wieso ignorierst du das einfach?

Was hat das mit Gott zu tun? Dieser Absatz ist eine Hommge an den menschlichen Verstand! Sonst nichts.

Zitat
Doch wieso zweifelt ihr immer daran, dass der Glaube empirisch fundiert ist und v.a. aus Rationalität hervor geht.

Weil ich logisch denke! Ich sehe keinen Anlass dazu, deine Gottthese anzunehmen!

Zitat
Oder hast du dich mittlerweile über die Indizien, wie Feinabstimmung des Universums, schlau gemacht, die den Glauben an Gott sehr stark vertreten.

Nein. Wenn die auf den Paradigmen aufbaut, auf die du aufbaust, brauchst du dir die Mühe eigentlich nicht machen...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Ady Offline




Beiträge: 710

29.03.2011 20:06
#83 RE: Gott verleugnen antworten

Ich verstehe nicht was das beweisen soll, selbst wenn es so wäre, dass Leben sich von einfach zu kompliziert weiterentwickelt, entbehrt das nicht die Existenz eines Schöpfers. Die Aussage ist diesbezüglich schlicht irrelevant.

Zugegeben, es gibt leider Menschen, die sich zum Glauben an Gott bekennen und offen einen antiwissenschaftlichen und aufklärungsfeindlichen Standpunkt einnehmen - was bedauerlicherweise den Glauben an Gott in Verruf bringt. Vielleicht hattest du wie Richard Dawkins offensichlich, das Pecht, unverhältnismäßig vielen von ihnen zu begegnen.
Daher Gott = Schöpfer, ohne deine negativ behafteten Annahmen, bezüglich der Heiligen Schriften.


[...Die durchgängige Übereinstimmung physikalischer Teilchen mit päzisen mathematischen Beziehungen ist viel wahrscheinlicher, wenn es einen orddnenden kosmischen Mathematiker gibt, der diese gegenseitige Entsprechung inder erforderlichen Weise festgelegt hat. Die Existenz physikalischer Gesetze (...) impliziert sehr stark, dass es einen Gott gibt, der derartige Gesetze formuliert und sicherstellt, dass die Welt der Physik sich nach ihnen richtet.<<
Der Theismus begründet somit die rationale Verstehbarkeit des Universums und setzt sie in einen sinnvollen Gesamtzusammenhang...
In diese Richtung geht die Apologetik deiner sog. Gottthese.

Und das mit der Feinabstimmung des Universums ist, wie der Name schon sagt eine Analyse des ganzen Universums, Gottes Schöpfung, aus der die Unmöglichkeit eines selbstschöpfenden Prozesses etc. hervorgeht, wenn du es nicht wissen willst( mit dem Wissen, das du egal was kommt es e ignorierst bzw. einfach nur ablehnst ohne rationale Begründung, dann lass ich es sein.

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Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

29.03.2011 20:09
#84 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat


[...Die durchgängige Übereinstimmung physikalischer Teilchen mit päzisen mathematischen Beziehungen ist viel wahrscheinlicher, wenn es einen orddnenden kosmischen Mathematiker gibt, der diese gegenseitige Entsprechung inder erforderlichen Weise festgelegt hat. Die Existenz physikalischer Gesetze (...) impliziert sehr stark, dass es einen Gott gibt, der derartige Gesetze formuliert und sicherstellt, dass die Welt der Physik sich nach ihnen richtet.<<
Der Theismus begründet somit die rationale Verstehbarkeit des Universums und setzt sie in einen sinnvollen Gesamtzusammenhang...



Zitate bitte mit Quellenangabe.

Desweiteren ist dazu nur zu sagen: Esotherik

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contra principia negantem disputari non potest
http://de.wikipedia.org/wiki/Contra_prin...tari_non_potest

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

29.03.2011 20:13
#85 RE: Gott verleugnen antworten

Warum ist für dich den der Schöpfer die Antwort Ady???

Es wirft nur neue Fragen auf und verlagert das Problem in die Existenz dieses Schöpfers, die keinsfalls bewiesen ist. Nur weil du die Notwendigkeit für einen solchen Schöpfer siehst, heisst das nicht, das es ihn geben muss.

Wobei ich die Standardfragen zurück geben würde wie, wo kam der Schöpfer herr? hat er sich selber erschaffen? war er schon immer da?

Du siehst also! Es ist nur eine Verlagerung des Problems.

_______________________________________________
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

29.03.2011 20:17
#86 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat
Du siehst also! Es ist nur eine Verlagerung des Problems.



Jein. Weil das Ziel der Diskussion mit Gläubigen ist erreicht wenn Gott ins Spiel gebracht wurde.
Damit ist die Aufgabe gelöst, es kann gebetet und gearbeitet werden und alle sind glücklich ^^

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Ady Offline




Beiträge: 710

29.03.2011 20:18
#87 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat von Alinardus
Warum ist für dich den der Schöpfer die Antwort Ady???

Es wirft nur neue Fragen auf und verlagert das Problem in die Existenz dieses Schöpfers, die keinsfalls bewiesen ist. Nur weil du die Notwendigkeit für einen solchen Schöpfer siehst, heisst das nicht, das es ihn geben muss.

Wobei ich die Standardfragen zurück geben würde wie, wo kam der Schöpfer herr? hat er sich selber erschaffen? war er schon immer da?

Du siehst also! Es ist nur eine Verlagerung des Problems.


Für mich (als auch für viele andere) ist es nur rational, wenn man von etwas Ewigem ausgeht, aus dem schließlich die Schöpfung hervorgegangen ist denn; --> die Indizien dafür, das jemand das Universum plante & schuf werde ich noch ausschreiben, wenn ich mehr Zeit hab(mit Quellen natürlich).
Das mit dem Verlagern ist nicht möglich wenn du von einem ewigen Schöpfer ausgeht. Beim Atheismus haben wir das Problem der Verlagerung, wie du es nennst, genau so, wenn nicht sogar noch schlimmer, denn hier wird die Frage nach dem Anfang auch nur ein Schritt nach 'hinten geschoben'.

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Vanion Offline

Atheist


Beiträge: 1.568

29.03.2011 20:21
#88 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat
Beim Atheismus haben wir das Problem der Verlagerung, wie du es nennst, genau so, wenn nicht sogar noch schlimmer, denn hier wird die Frage nach dem Anfang auch nur ein Schritt nach 'hinten geschoben'.



Zu wem oder was schiebt der Atheist das Problem denn?

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Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

29.03.2011 20:51
#89 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat
Für mich (als auch für viele andere) ist es nur rational, wenn man von etwas Ewigem ausgeht, aus dem schließlich die Schöpfung hervorgegangen ist denn; --> die Indizien dafür, das jemand das Universum plante & schuf werde ich noch ausschreiben, wenn ich mehr Zeit hab(mit Quellen natürlich).
[quote]

Also auf diese Erklärung bin ich echt gespannt...

[quote]Das mit dem Verlagern ist nicht möglich wenn du von einem ewigen Schöpfer ausgeht.



Ja aber dieser Gedanke ist absurd. Was veranlasst dich den zu der Annahme, das ER schon immer da war, das ist unlogisch und rein technisch nicht vorstellbar. Wenn dir die Antwort "ja es war halt schon immer jemand da, und der hat dann irgendwann alles erschaffen" reicht, dann kann ich das nicht nachvollziehen und werde es nie können. Das ist einfach nur eine simple Ausrede, eine Flucht vor den ungeklärten Fragen.

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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

29.03.2011 21:22
#90 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat von Ady
Zu Stan:

Zitat
den Gärtner und/oder Eigentümer kann ich sehen,riechen,fühlen,ihm eins aufs Maul hauen,zum Essen einladen..


Wie bereits gesagt, metaphorisch!




Wie bereits angedeuted..eine,meines Erachtens,nicht sehr gelungene Metapher.

Zitat
(...)...warum nichtmal Mut zur Lücke..


Und das du Gott nicht siehst u anfassen kannst hängt auch mit der Lücke zusammen, zu der ich mich auch bereits geäußert habe.[/quote] [/quote]


Den Gärtner könnte ich aber anfassen.

Lichtbringer Offline

glaubnix


Beiträge: 1.394

29.03.2011 21:24
#91 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat von Ady
Ich verstehe nicht was das beweisen soll, selbst wenn es so wäre, dass Leben sich von einfach zu kompliziert weiterentwickelt, entbehrt das nicht die Existenz eines Schöpfers. Die Aussage ist diesbezüglich schlicht irrelevant.

Zugegeben, es gibt leider Menschen, die sich zum Glauben an Gott bekennen und offen einen antiwissenschaftlichen und aufklärungsfeindlichen Standpunkt einnehmen - was bedauerlicherweise den Glauben an Gott in Verruf bringt. Vielleicht hattest du wie Richard Dawkins offensichlich, das Pecht, unverhältnismäßig vielen von ihnen zu begegnen.
Daher Gott = Schöpfer, ohne deine negativ behafteten Annahmen, bezüglich der Heiligen Schriften.


[...Die durchgängige Übereinstimmung physikalischer Teilchen mit päzisen mathematischen Beziehungen ist viel wahrscheinlicher, wenn es einen orddnenden kosmischen Mathematiker gibt, der diese gegenseitige Entsprechung inder erforderlichen Weise festgelegt hat. Die Existenz physikalischer Gesetze (...) impliziert sehr stark, dass es einen Gott gibt, der derartige Gesetze formuliert und sicherstellt, dass die Welt der Physik sich nach ihnen richtet.<<
Der Theismus begründet somit die rationale Verstehbarkeit des Universums und setzt sie in einen sinnvollen Gesamtzusammenhang...In diese Richtung geht die Apologetik deiner sog. Gottthese.

Und das mit der Feinabstimmung des Universums ist, wie der Name schon sagt eine Analyse des ganzen Universums, Gottes Schöpfung, aus der die Unmöglichkeit eines selbstschöpfenden Prozesses etc. hervorgeht, wenn du es nicht wissen willst( mit dem Wissen, das du egal was kommt es e ignorierst bzw. einfach nur ablehnst ohne rationale Begründung, dann lass ich es sein.


Wieso ordnender Kosmos? Im Kosmos herrscht neben der Ordnung auch das Chaos. Sichtbares Chaos kann auch Ordnung sein z.B. ein Mückenschwarm.

Es gibt keinen sinnvollen Gesamtzusammenhang, alles ist aus Zufall entstanden z.B. der Urknall.

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Stan ( gelöscht )
Beiträge:

29.03.2011 21:26
#92 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat von Ady

Der Glaube an Gott entsteht nur rational(sollte es zumindest)




Du meinst aber ausschliesslich den Glauben an einen Schöpfer?
Oder auch den Glauben an den Gott der Christen und Muslime?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.190

30.03.2011 08:45
#93 Gott verleugnen antworten

Zitat von Ady
Ich verstehe nicht was das beweisen soll, selbst wenn es so wäre, dass Leben sich von einfach zu kompliziert weiterentwickelt, entbehrt das nicht die Existenz eines Schöpfers.

Du meinst die Schöpfung, ein Werden? Einverstanden. Diese Schöpfung ist aber nicht der Schöpfer, nicht ein Gott!

Zitat

[...Die durchgängige Übereinstimmung physikalischer Teilchen mit päzisen mathematischen Beziehungen ist viel wahrscheinlicher, wenn es einen orddnenden kosmischen Mathematiker gibt, der diese gegenseitige Entsprechung inder erforderlichen Weise festgelegt hat.

Nochmal: Und wie ist dieser "ordnende Mathematiker" entstanden? Und schon wieder sind wir in der (unlogischen) "unendlichen Regression" (Ritchie D.).

Zitat
Die Existenz physikalischer Gesetze (...) impliziert sehr stark, dass es einen Gott gibt, der derartige Gesetze formuliert und sicherstellt, dass die Welt der Physik sich nach ihnen richtet.<<

Vom wem ist dieser Satz?

Zitat
wenn du es nicht wissen willst( mit dem Wissen, das du egal was kommt es e ignorierst bzw. einfach nur ablehnst ohne rationale Begründung, dann lass ich es sein.

Da ich sage, wenn die "Feinabstimmung" von den selben Paradigmen ausgeht, wie du bisher ausgehst, dann kannst du dir die Arbeit eigentlich sparen! Diese Ablehnung ist logisch begründet!
Es ist doch effektiver, sich um Wesentliches zu kümmern! (Das sagte ich schon The Devils Advocate, an anderer Stelle zu anderem Anlass). Viele Worte gebrauchen heißt nicht, der Wahrheit umso näher zu sein... Mit der Wucht vieler Worte kann man eine ganz andere Absicht verfolgen... Ich will dir nur die Arbeit sparen.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Ady Offline




Beiträge: 710

30.03.2011 15:00
#94 RE: Gott verleugnen antworten

[...Die durchgängige Übereinstimmung physikalischer Teilchen mit päzisen mathematischen Beziehungen ist viel wahrscheinlicher, wenn es einen orddnenden kosmischen Mathematiker gibt, der diese gegenseitige Entsprechung inder erforderlichen Weise festgelegt hat. Die Existenz physikalischer Gesetze (...) impliziert sehr stark, dass es einen Gott gibt, der derartige Gesetze formuliert und sicherstellt, dass die Welt der Physik sich nach ihnen richtet.<<

Zitat
Vom wem ist dieser Satz?


Das ist auch von Keith Ward, das Buch, woher das stammt, hat ich doch auch schon in den vorigen Beiträgen mal zitiert gehabt.

Zitat
Den Gärtner könnte ich aber anfassen.


Daher -> Metapher



Zitat
Nochmal: Und wie ist dieser "ordnende Mathematiker" entstanden? Und schon wieder sind wir in der (unlogischen) "unendlichen Regression" (Ritchie D.).



Zitat
Für mich (als auch für viele andere) ist es nur rational, wenn man von etwas Ewigem ausgeht, aus dem schließlich die Schöpfung hervorgegangen ist denn; --> die Indizien dafür, das jemand das Universum plante & schuf werde ich noch ausschreiben, wenn ich mehr Zeit hab(mit Quellen natürlich).
Das mit dem Verlagern ist nicht möglich wenn du von einem ewigen Schöpfer ausgeht. Beim Atheismus haben wir das Problem der Verlagerung, wie du es nennst, genau so, wenn nicht sogar noch schlimmer, denn hier wird die Frage nach dem Anfang auch nur ein Schritt nach 'hinten geschoben'.



Z.B. Simon Conway Morris, der Evolutions-Paläobiologe in Cambridge, denkt, dass es in der Biologie so eine Art Analogie zu der Feinabstimmung in der Physik gibt, die ich mehrfach erwähnt hatte u im Folgenden näher darauf eingehen werde, und er zitiert van Till, der nachdrücklich betont:>>Es sind nicht einfach nur die Beträge bestimtter Parameter, die >genau so< sein müssen, damit sich Leben entwickeln kann. Nein, es ist das gesamte strukturelle Zusammenspiel des des Universums, das >genau so< sein muss.<< Conway Morris schließt daraus: >>Nicht nur ist das Universum auffallend geeignet für Zweckhaftigkeit, sondern - wie ich in diesem ganzen Buch argumentiert habe - auch das Leben ist auffallen fähig, Lösungen anzusteuern.<<(Morris,Conway Simon Life's Solution, Cambridge, CUP, 2003, ca. 314-315; Das klingt offensichtlich nicht wie ein blinder Uhrmacher, sondern eher nach einem schafsichtigen Steuermann. Und, sofern es eine Grenze der Evolution gibt, wie Behe und andere vorschlagen, dann wird offensichtlich klar, dass der Steuermann nicht allein aus Zufall (odernatürlicher Selektion) bestehn kann. Eine (intelligente) Informationseingabe von außen scheint daher notwendig zu sein. (...)

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>>Durch ihre Unglaubhaftigkeit entzieht sich die Wahrheit dem Erkannt werden<< -Heraklit von Ephesos
>>Es gibt keinen Unsinn, den man der Masse nicht durch geschickte Propaganda mundgerecht machen könnte.<< - Lord Bertrand Russell
>>Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.<< - Henry Ford

Vanion Offline

Atheist


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30.03.2011 15:10
#95 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat
Keith Ward



Theistischer Philosoph

Zitat
Simon Conway Morris



Ist kein Evolutions-Paläobiologe wie du angibst sondern Paläontologe.



Bitte Informiere dich darüber wie richtig Zitiert wird Ady. Das macht keine Beiträge besser nachvollziehbar und übersichtlicher. Vanion.Mod.

----------------------------------------------------

contra principia negantem disputari non potest
http://de.wikipedia.org/wiki/Contra_prin...tari_non_potest

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Beiträge: 4.058

30.03.2011 15:12
#96 RE: Gott verleugnen antworten

Gott ist eine allgemeine Erfahrung,
die nur durch einen blöden Rationalismus
und durch eine ebenso blöde Theologie verdunkelt wird.
(C G Jung)

Ady Offline




Beiträge: 710

30.03.2011 16:02
#97 RE: Gott verleugnen antworten

[...Die durchgängige Übereinstimmung physikalischer Teilchen mit päzisen mathematischen Beziehungen ist viel wahrscheinlicher, wenn es einen orddnenden kosmischen Mathematiker gibt, der diese gegenseitige Entsprechung inder erforderlichen Weise festgelegt hat. Die Existenz physikalischer Gesetze (...) impliziert sehr stark, dass es einen Gott gibt, der derartige Gesetze formuliert und sicherstellt, dass die Welt der Physik sich nach ihnen richtet.<<

Zitat
Vom wem ist dieser Satz?


Das ist auch von Keith Ward, das Buch, woher das stammt, hat ich doch auch schon in den vorigen Beiträgen mal zitiert gehabt.

Zitat
Den Gärtner könnte ich aber anfassen.


Daher -> Metapher



Zitat
Nochmal: Und wie ist dieser "ordnende Mathematiker" entstanden? Und schon wieder sind wir in der (unlogischen) "unendlichen Regression" (Ritchie D.).



Zitat
Für mich (als auch für viele andere) ist es nur rational, wenn man von etwas Ewigem ausgeht, aus dem schließlich die Schöpfung hervorgegangen ist denn; --> die Indizien dafür, das jemand das Universum plante & schuf werde ich noch ausschreiben, wenn ich mehr Zeit hab(mit Quellen natürlich).
Das mit dem Verlagern ist nicht möglich wenn du von einem ewigen Schöpfer ausgeht. Beim Atheismus haben wir das Problem der Verlagerung, wie du es nennst, genau so, wenn nicht sogar noch schlimmer, denn hier wird die Frage nach dem Anfang auch nur ein Schritt nach 'hinten geschoben'.



Z.B. Simon Conway Morris, der Evolutions-Paläobiologe in Cambridge, denkt, dass es in der Biologie so eine Art Analogie zu der Feinabstimmung in der Physik gibt, die ich mehrfach erwähnt hatte u im Folgenden näher darauf eingehen werde, und er zitiert van Till, der nachdrücklich betont:>>Es sind nicht einfach nur die Beträge bestimtter Parameter, die >genau so< sein müssen, damit sich Leben entwickeln kann. Nein, es ist das gesamte strukturelle Zusammenspiel des des Universums, das >genau so< sein muss.<< Conway Morris schließt daraus: >>Nicht nur ist das Universum auffallend geeignet für Zweckhaftigkeit, sondern - wie ich in diesem ganzen Buch argumentiert habe - auch das Leben ist auffallen fähig, Lösungen anzusteuern.<<(Morris,Conway Simon Life's Solution, Cambridge, CUP, 2003, ca. 314-315; Das klingt offensichtlich nicht wie ein blinder Uhrmacher, sondern eher nach einem schafsichtigen Steuermann. Und, sofern es eine Grenze der Evolution gibt, wie Behe und andere vorschlagen, dann wird offensichtlich klar, dass der Steuermann nicht allein aus Zufall (odernatürlicher Selektion) bestehn kann. Eine (intelligente) Informationseingabe von außen scheint daher notwendig zu sein. (Das würde auch wunderbar in den Evolutionsthread reinpassen)(...)

Bezüglich der Komplexität Gottes kann ich nur folgendes anmerken: Richard Dawkins glaubt, dass Überlegungen zur Komplexität seinem Rechtsstreit gegen Gott endgültig entscheiden:>>Gott ins Spiel zu bringen bedeutet das Ende von Wissenschaft. Gott ist keine Erklärung, da per 'Definition Gott komplexer(u daher auch unwahrscheinlicher) ist als die Sache, die Sie erklären wollen.<< Seine Behauptung formuliert wie folgt: >>Die Entstehung der DNS-Eiweiß-Maschine zu erklären, indem wir einen übernatürlichen BAumeister heraufbeschwören, bedeutet, dass wir absolut garnichts erklären, denn es lässt den Ursprung des Baumeisters ungeklärt. Man muss so etwas sagen wie: Gott war immer da, u wenn wir uns so einen faulen Ausweg erlauben, dann könnten wir genau so gut sagen; DNS war immer da. Oder; Leben war immer da, und damit wäre die Angelegenheit erledigt.<<
Das ist äußerst unlogisches Denken. Erstens wissen wir, das weder DNS noch Leben immer existiert haben, geschweige denn das Universum. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Wissenschaftler nach einer Erklärung ihrer Existenz suchen. Aber das eig Problem hier ist, dass Dawkins zu glauben scheint, dass die einzige Art Erklärung, die verdient
-wissenschaftlich- genannt zu werden, eine Erklärung ist, die Komplexes aus Einfachem ableitet. Es ist sein ausdrückliches Bestreben, >>alles anhand einfacher Dinge zu erklären, die die Physiker verstehen<< Stellen wir uns nun Physiker vor, die versuchen, den Fall eines Apfels zu erklären - was sicherlich ein >einfacher< Vorgang ist, in dem Sinne, dass jeder es verstehen kann. Eine Erklärung im Sinne der Newtonschen Gravitationsgesetze strapaziert schon den Verstand der meisten Leute, aber seine Relativistische Erklärung unter Heranziehung der Raum-Zeit-Krümmung überforder alle außer den Experten. Wenn wir solche Erklärungen abweisen mit dem Einwand, dass sie komplexer sind als die Sache, die wir erklären wollen, dann würden wir ein Großteil der Wissenschaft aufgeben. Denken wir nun an die Relativität, die Queantenmechanik , oder noch besser die Quantenelektrodynamik. Sie sind so kompliziert dass nur die Intelligentesten Menschen sie verstehen können, u selbst dann bleiben viele Geheimnisse ungelöst. So weiß man niemand genau - wie Richard Feynman hervorb - warum Quantenmechanik funktioniert u niemand weiß was Energie ist. Nun! hier ist etwas merkwürdig: Wenn Richard Dawkins Anstoß nimmt an der Komplexität Gottes als ultimative Erklärung, dann müsste er auch Anstoß nehmen an der Komplexität der Struktur des Universums der Teilchenphysik u völlig unzufrieden sein mit Erklärungen, die Konzepte wie >Energie< heranziehen müssen, die wir doch eigentlich noch garnicht verstehen. Dawkinsliegt einfach falsch in seiner eingeschränkten Sicht, was er als Erklärung gelten lässt. Erstens sind die Dinge die Dawkins oder manch andere als einfach ansehen nicht einfach u zweitens liegt der Grund für die Akzeptanz solcher Komplexer physikalischer Theorien seitens der Wissenschaftler nicht in ihrer Einfachheit, sondern in ihrer Erklärungskraft. Erklärungskraft ist ebenso wichtig wie Einfachheit, wenn nicht eni noch wichtigeres Kriterium für die Stärke einer wissenschaftlichen Theorie. Es wurden schon manchmal einfache Theorien verworfen, weil sie nicht genügend erklärungskraft besaßen. Kein geringer als EINStein sagte: >>Erklärungen sollten so einfach wie möglich sein, aber nicht einfacher.<< Erklärungskraft übertrumpft häufig die Einfachheit, eine Tatsache, die Dawkins scheinbar nicht richtig einzuschätzen weiß. Das Fordern der Existenz eines Wesen, das per Definition noch komplexer ist als das, was es erklären soll, ist etwas, was Wissenschaftler ständig tun. Ich lese 400 Seiten eines Buches mit dem Titel Der Gotteswahn. Sollte man die Tatsache, dass ich als Erklärung dieses Buches ein Wesen namens Richard Dawkins, der unsagbar komplexer als das Buch selbst ist, postuliere, wirklich als Nichterklärung ansehen? (...)

John Lennox >>In Anbetracht der Tatsache, welches Gewicht Dawkins dem Argument von der Komplexität Gottes git, überraschte mich (u viele andere), dass er in der mit mir geführten Debatte im Oxforder Natural-History-Museum im Oktober 2008 öffentlich zugestand, dass man die Existenz eines deistischen Gottes argumentativ vertreten könne. Wenn er auch deutlich machte, dass er solche Argumente nicht akzeptierte, war es verblüffend, dass er überhaupt davon spraach, denn nicht könnte Dawkins' Argument wirkungsvoller zerstören als die Existenz eines deistischen Gottes: Ein deistischer Gott ist ja gerade ein komplexes Wesen, das als letzte Erklärung für ein einfacheres Universum postuliert wird.
Das Argument der Komplexität Gottes entpuppt sich als wesentlich instabiler als ein Kartenhaus. Seine ständige Wiederholung verstärkt nur den Verdacht, dass der Kaiser des Atheismus keine Kleider anhat. Das Argument entkräftet nichts, sondern bestätigt stattdessen die Weisheit und Vernünftigkeit der großartigen Anfangsaussage des Buches Genesis:>>Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.<<(...)
-> ein weiter Einwand gegen die Existenz Gottes, der mit dem vorherigen verwandt ist, ist wer denn Gott schuf. Da Richard Dawkins es zum zentralen Thema in seinem Bestseller Der Gotteswahn gemacht hat, hat es viel Aufmerksamkeit erregt. Es ist der alte SChuljungen- Witz: >>Wenn wir behaupten, dass Gott das Universum geschaffen hat, dann müssen wir auch die Frage stellen, wer Gott erschaffen hat und so weiter sodassss -nach Dawkins- man dieser unendlichen Schleife nur entkommt, wenn man leugnet, dass Gott existiert. Wenn man ein besseres Argument hätte, dann würdet man das sicherlich benutzen. Wenn man denkt, das ist aber ne scharfe Reaktion, dann sollte man sich die Frage noch einmal durch den Kopf gehen lassen: Wer SCHUF Gott? Schon die Frage zeigt, das derjenige, der sie stellt, einen geschaffenen Gott im Sinn hat. Dann sollte sein Buch demnach, welches er der Gotteswahn ~ die Gottesillusion ennt. (genau wie ein geschaffener Gott per Defionition: eine Illusion, wie Xenophanes bereis Jahrhunderte vor Dawkins herausstellte, besser den Titel: Die Illusion eines geschaffenen Gottes tragen. Dann hätte man das Buch auf Broschürenlänge zusammenstreichen können, aber das hätte sich wohl nachteilig auf den Verkauf ausgewirkt. Die Frage ist, was er mit Gott meint! Und sein Hauptargument ist auf einen geschaffenen Gott fokussiert. Nun, mehrere Milliarden von uns werden seinen Unglauben an einen an einen solchen Gott teilen. Er hätte sich gar nicht darum kümmern müssen. Die meisten von uns sind soieso seit Langem von dem überzeugt, was er uns erklären will. Denn es sit sicher, dass kein Christ je auch nur im Traum daran dächte, dass Gott geschaffen sei- ebensowenig Juden oder Muslime. Er wurde nicht geschaffen-er war es der das Universum mit seinen Gesetzen erschuf. Das Universum hatte einen Anfang- Gott nicht. Die Frge wer schuff Gott zu stellen zeigt, dass u.a. Dawkins scheinbar begriffliche Schwierigkeiten hat, sich die Existenz von etwas Ungeschaffenem uund Ewigem vorzustellen- interessant ist es zu sehen, wenn denen,die die frage stellen, ihr eigener Glaube an die ewige Existenz der Materie etc. klargemcht wird. Für sie ist ewige, unbeseelte Materie vollkommen annehmbar, nicht aber ein ewiger, persönlicher Gott. Die Logik ist NICHTAUF IHRER SEITE. Ewige ENERGIE ja, aber ewige 'Person' nein. Logik??Ob man jetzt annimmt(Materialismus im alten Stil) es gäbe ein ewiges Universum, oder nicht, so muss jedenfalls (Dawkins) glauben, dass das Universum ihn geschaffen, u wir sind daher berechtigt, ihm die Frage >>Wer schuf den Schöpfer?<< zurückzugeben und ihn zu fragen, wer seinen Schöpfer, das Universum, schuf. Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig.
Allan Sandage, der als einer der größten Kosmologen unserer Zeit angesehen wird: >>Die Welt ist zu kompliziert in all ihren Einzelteilen und Abhängigkeiten, um sie allein dem Zufall zu verdanken. Ich bi überzeugt, dass die Existenz des Lebens, mit seiner ganzen Ordnung in jedem seiner Organismen, einfach zu gut zusammengefügt ist.<<(Sandage,Allan, A Scientist Reflects on Christian Belief)(...)
(der lange Text musste jetzt mal sein)
Zur Feinabstimmung bin ich wieder nicht gekommen... nächstes Mal

an Vanion, das Zitieren, werde ich noch versuchen zu verbessern, jedoch hoffe ich, das wir uns auf den INHALT beschkränken. bis zum nächsten Mal.
-theistischer Philosoph(aha, Theisten dürfen nicht zu Wort kommen, Vorurteil?)

[Editiert 16:02]

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>>Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.<< - Henry Ford

TheDevilsAdvocate Offline

Skeptic


Beiträge: 841

30.03.2011 16:12
#98 RE: Gott verleugnen antworten

Haben Deine diffus geschriebenen Blocktexte irgendeinen tieferen Sinn und wenn ja, welchen?

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...Prüfet alles, das Gute behaltet... (1 Thess 5,19-21)

"It is a capital mistake to theorize before one has data. Insensibly one begins to twist facts to suit theories, instead of theories to suit facts." S. Holmes

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

30.03.2011 16:29
#99 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat von TheDevilsAdvocate
Haben Deine diffus geschriebenen Blocktexte irgendeinen tieferen Sinn und wenn ja, welchen?



Nun, diffus sind die Texte nicht, sondern beste Methaphysik,
aber ellenlang und weitschweifig.
Die Metaphysik ist das große Koan des Abendlandes,
eines unlösbaren Rätselspruchs, mit Denken ein transzendentes
nicht-raumzeitliches Phänomen zu erklären.

Das Leben ist des Denkens Sklave
und Denken der Hanswurst der Zeit,
und Zeit, der Allerweltvermesser,
muß stillestehn.
(Shakespiere

TheDevilsAdvocate Offline

Skeptic


Beiträge: 841

30.03.2011 16:37
#100 RE: Gott verleugnen antworten

Zitat von Reisender

Zitat von TheDevilsAdvocate
Haben Deine diffus geschriebenen Blocktexte irgendeinen tieferen Sinn und wenn ja, welchen?



Nun, diffus sind die Texte nicht, sondern beste Methaphysik...




Du nennst diese wirre Evolutionskritik der letzten paar Tage in div. Threads beste Metaphysik?

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