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Dieses Thema hat 100 Antworten
und wurde 4.963 mal aufgerufen
 Islam
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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

18.05.2011 22:22
#26 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Für meine Beweise muss ich nicht mal google benutzen...

Ist Dir vielleicht einmal in den Sinn gekommen, dass weder
bei Jesus, noch bei Mohammed, handgreifliche Beweise da sind,
ausser die paar Fetzen, welche hundert Jahre nach den Ableben
geschrieben wurden? (und das auch noch von irgendwelchen
Anhängern)

Keine Beweise ausserhalb dieses kleinen Kreises. Keinerlei
Erwähnungen in zeitgenössischen Quellen. Nichts...

Und mit so einer dünnen Beweislage, wie Du sie lieferst,
wird die o. g. Tatsache auch nicht abgewertet - nicht mal
durch googeln...

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() Tao-Ho

kornpicker Offline




Beiträge: 457

18.05.2011 22:28
#27 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Das gleiche gilt aber auch für Karl dem Großen, Nero, Atahualpa, Dschingis Khan etc.
Es geht nicht um Beweise, sondern um Evidenzien. Du solltest wirklich das Interview, das ich verlinkt habe, lesen.

Bion Offline



Beiträge: 178

18.05.2011 23:37
#28 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von kornpicker

Zitat von Bion
Wie wir, nehme ich an, beide wissen, hat die Utman'sche Redaktion dafür gesorgt, dass abweichende Texte nicht im Umlauf blieben. Insbesondere die Fassung des Korans, die im Besitz von Ali gewesen war, dürfte erheblich von der durch Utman vereinheitlichten Version abgewichen sein.

Es ist also unredlich, den Koran zu rühmen, weil von diesem nur eine Version in Umlauf ist, wenn man weiß, dass alle abweichenden Texte auf Utmans Befehl haben vernichtet werden müssen.

Bei der Uthmanschen Redaktion wurden alle wichtigen Leute zusammengezogen, die dafür bekannt waren, große Teile des Korans auswendig zu beherrschen. Nur wenn ein Koranvers von mehreren dieser Leute bestätigt wurde, wurde er in die schriftliche Umsetzung aufgenommen. Für Verse, die in Vergessenheit gerieten, gilt Vers 2:106. Ich finde, das ist (zusammen mit der Vernichtung abweichender Versionen) eine sehr konsequente Vorgehensweise, die große Sicherheit über die Authentizität des Korans gibt.


Also nochmals etwas ausführlicher:

Zum Zeitpunkt des Todes von Mohammed lag der Koran in schriftlicher Form nicht vor. Darüber ist sich die seriöse Koranwissenschaft heute weitgehend einig. Wahrscheinlich ist, dass die Männer, die zu Mohammed in enger Beziehung standen, große Teile des Korans auswendig wussten.

Unter Mohammeds Nachfolger, Abu Bakr (gest. 634), sagten sich einige Stämme wieder vom Islam los. In den sehr blutigen Kämpfen, die gegen die Abtrünnigen geführt wurden, kamen viele dieser Korankenner ums Leben. Abu Bakr war in Sorge, dass das Wissen um den offenbarten Text verloren gehen könnte, und er befahl, den Koran schriftlich festzuhalten.

So wird die Vorgeschichte der ersten Koranredaktion von az-Zuhri, dem bedeutenden Gelehrten (gest. 741), überliefert. Von ihm erfahren wir, dass Zaid b. Tabit (gest. 665), der Mohammed als Sekretär diente, die Aufgabe übernahm, die Texte zu sammeln und aufzuschreiben. Wir erfahren weiters, dass die Textfragmente von gegerbten Häuten, Holzstücken, Palmblättern, weichen Steinen, Knochen, etc. und "von den Herzen der Männer" stammten.

"Von den Herzen der Männer", das heißt, ein guter Teil des Textes war schon zur Zeit der ersten schriftlichen Fassung des Korans Überlieferung. Bei den Gelehrten der Zeit nach Mohammed, die sich mit den Worten und Taten des Propheten beschäftigten und diese als Norm für eine gottgefällige Lebensführung ansahen, herrschte recht lange die Meinung vor, dass die mündliche Überlieferung, die möglichst viele Männer auswendig können und weitergeben sollten, der schriftlichen vorzuziehen sei.

Ob die Textsammlung durch Zaid b. Tabit zum Abschluss gekommen war, verrät az-Zuhri nicht. Jedenfalls steht fest, dass zur Herrschaftszeit von Umar (gest. 644) und auch der des Utman (Uthman, Othman)(gest. 656) verschiedene Textfassungen vorlagen, z. B. auch jene des 'Abdallah b. Mas'ud, der die Utman'sche Fassung lange nicht anerkennen wollte.

Welcher Herkunft der Text war, den der Kalif als den einzig wahren gelten lassen wollte, steht nicht eindeutig fest, doch es darf angenommen werden, dass es auf Grundlage der Sammlung des Zaid b. Talib zu Textabstimmungen gekommen war und sich Kalif Utman und seine Vertrauten auf einen verbindlichen Textbestand geeinigt hatten.

Es gibt Indizien dafür, dass der Utman'sche Vernichtungsbefehl nicht konsequent befolgt wurde.

In alten Texten ist mehrmals bezeugt, dass Varianten (ev. auch nichtkanonische Versionen des Korans) auch noch nach dem Utman'schen Vernichtungsbefehl existiert hatten und benutzt wurden. Die Koranwissenschaft bezeichnet das als "qira'at" (Arten, den Text zu lesen) oder "masahif" (Codices des Korans). Beleg dafür ist, dass in den großen klassischen Kommentaren zum Koran (Tabari, Zamakhshari, Razi und Baydawi) verschiedene Vokalisierungen und andere Textabweichungen bei Zitaten festzustellen sind.

Als Varianten des Korans, die in der Frühzeit des Islam noch in Umlauf gewesen sein mussten, werden die Sammlungen von Ibn Mas'ud (Kufa), Ubayy (Syrien) und Abu Musa al-Ash'ari (Basra) genannt.

Wann genau die endgültige Festlegung des kanonischen Korantextes (und seiner legitimen Lesarten) stattgefunden hat, darüber ist sich die Koranwissenschaft bis heute nicht einig. Die erhaltenen Koranhandschriften der frühen Zeit lassen jedenfalls die Annahme zu, dass sich der Text, wie er heute vorliegt (das gilt insbesondere für die Zeichen, die den Vortrag bestimmen), erst allmählich durchgesetzt hat.

Noch etwas:

Texte zu vernichten, ist immer ein Akt der Barbarei! Man sollte solche Handlungen nicht schönreden.

.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

19.05.2011 08:08
#29 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von kornpicker
Das gleiche gilt aber auch für Karl dem Großen, Nero, Atahualpa, Dschingis Khan etc.
Es geht nicht um Beweise, sondern um Evidenzien. Du solltest wirklich das Interview, das ich verlinkt habe, lesen.



Nö, wozu? Ich les nicht alles, was man mir vorschmeisst!

Nun, bei Karl dem Grossen streitet man sich in der Tat. Aber die anderen haben
ganz sicher existiert.

Googeln kannst Du ja sicher selber... und Fachliteratur lesen sicher auch.

Fakt ist, und das bleibt er auch, dass es keinerlei Beweise dafür gibt,
dass Mohammed jemals gelebt hat. Oder hast Du die von mir gefordeten
Beweise gefunden? Damit meine ich besagte zeitgenössische Quellen ausserhalb
des kleinen Kreises, in dem sich dieser Mohammed angeblich befunden hat!

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() Tao-Ho

Bion Offline



Beiträge: 178

19.05.2011 18:35
#30 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von kornpicker
Das gleiche gilt aber auch für Karl dem Großen, Nero, Atahualpa, Dschingis Khan etc.
Es geht nicht um Beweise, sondern um Evidenzien.

Lassen wir einmal Atahualpa, Dschingis Khan etc. außen vor.

Zu Karl den Großen und zu den erfundenen Jahren des Mittelalters:

Heribert Illig, ein Germanist, hat diesen Unsinn publik gemacht. Als einziger Historiker mit einer gewissen Reputation hat Hans-Ulrich Niemitz die Annahmen Illigs unterstützt. Niemitz wiederum ist mittlerweile bekannt, anfällig für Verschwörungstheorien und allerlei pseudowissenschaftlichen Unfug zu sein.

Die These Illigs wird von allen Mediävisten einhellig abgelehnt.

Im Gegensatz zu Mohammed hatte Karl der Große mit Einhard einen Biographen, der nicht nur sein Zeitgenosse, sondern auch ein Mitglied seiner Hofgesellschaft gewesen war.

Jesus, Mohammed (ich zweifle auch bei diesen beiden nicht, dass sie historisch sind), Nero und Karl der Große haben eines gemein: sie wurden durch die Texte, die sich mit ihnen befassen, entweder überhöht oder vernichtet.

Jesus, ein jüdischer Wanderprediger wie es zu seiner Zeit nicht wenige gegeben hat, wurde durch die Tradition verklärt und schließlich zum Gott gemacht. Mohammed, ein skrupelloser, unduldsamer Machtmensch, wurde durch die islamische Tradition zur Lichtfigur, zu einem Menschen ohne Fehl und Tadel gemacht. Karl der Große, der in der langen Zeit seiner Herrschaft nur zwei Jahre keinen Krieg geführt hat, der sächsische Geiseln gnadenlos hinmetzeln ließ, als ihm das politisch opportun erschien, ist zu einem der Heiligen der katholischen Kirche geworden.

Nero hingegen, vom Senatsadel gehasst, vom einfachen Volk geschätzt, ein musischer Mensch, der sich lieber mit der Dichtkunst als mit dem Krieg beschäftigt hatte, wurde durch missgünstige römische Historiographen zum Finsterling und durch die christliche Tradition zum großen Christenverfolger stilisiert. Beides war er nicht gewesen.

.

kereng Offline




Beiträge: 310

19.05.2011 21:21
#31 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Bion
Jesus, Mohammed (ich zweifle auch bei diesen beiden nicht, dass sie historisch sind)...


Was heißt schon "historisch"?
Während man sich streitet, ob Jesus gelebt hat, gibt es Einigkeit unter den Religionswissenschaftlern, welche seiner Aussprüche und Taten bestimmt nicht echt sind. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Wanderprediger und der gekreuzigte Rebell zwei verschiedene Personen waren, und keiner von beiden jemals Johannes den Täufer getroffen hat.

Ebenso ist es mit Mohammed. Der im Koran erwähnte Prophet mit mehreren Frauen muss nicht notwendig jener Mohammed sein, der nicht der Vater eines Mannes ist. Viele Suren können einfach altes Liedgut sein (mit späteren Einschüben), und der Prediger, der sich gegen den Vorwurf wehrt, nur die Fabeln der Alten zu erzählen, hat weder an den Hymnen noch an den Einschüben irgendwelchen Anteil. Ich gebe Luxenberg und Ohlig recht, die vermuten, viele Koranstellen, die heute auf Mohammed bezogen werden, meinten ursprünglich Jesus.

Die von Ibn Ishaq aufgeschriebene Lebensgeschichte Mohammeds hat viele Anzeichen einer Erfindung. Viele angebliche Episoden aus dem Leben Mohammeds machen ganz den Eindruck, als seien sie ersonnen worden, um bestimmte unklare Koranstellen zu erklären. Den Namen "Aminah" (die Mutter), kann man laut Hans Jansen einfach als "Erzieherin" übersetzen. Der Vater soll "Abdallah" gehießen haben, also "Knecht Allahs". Wie das, wo doch Mohammed Allah erst groß gemacht hat? Komischerweise heißen viele Personen in der Sira "Abdallah", sogar ein Jude. Auch weitere Namen in der Sira wirken einfach schlecht erfunden. Abgesehen davon disqualifizieren sich dieselben Quellen, aus denen Islamwissenschaftler ihr Wissen über Mohammed beziehen, durch ganz unmögliche Wundergeschichten.

Die Orte, in denen Mohammed gelebt haben soll, lassen sich aus dem Koran nicht bestimmen. Es gibt keine vorkoranische Erwähnung der Stadt Mekka. In einer alten Chronik wird zwar erwähnt, dass die Araber glauben, der Altar Abrahams hätte in Mekka gestanden, aber dieses wird in Mesopotamien lokalisiert. Ich kann mir gut vorstellen, dass man den Propheten in einer möglichst abgelegenen möglichst arabischen Region angesiedelt hat, damit der Ursprung der neuen Religion von allen jüdischen und christlichen Einflüssen ferngehalten wird.

Zitat von kornpicker
Du solltest wirklich das Interview, das ich verlinkt habe, lesen.


Michael Marx erwähnt darin Koranhandschriften "40 bis 50 Jahre nach dem Tode des Propheten". Kennt die jemand? Mir ist kein Fragment bekannt, das vor 700 datiert wird.

Bion Offline



Beiträge: 178

20.05.2011 10:23
#32 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von kereng

Zitat von Bion
Jesus, Mohammed (ich zweifle auch bei diesen beiden nicht, dass sie historisch sind)...


Was heißt schon "historisch"?


So ist es nun einmal.

Wer sich ein Bild von vergangenen Zeiten machen will, ist auf möglichst zeitnahe Berichte angewiesen - und auf das, was ausgegraben wird. Bekanntermaßen ist der Quellenbestand aus Mohammeds Zeit dürftig, um nicht sagen zu müssen, nicht vorhanden.

Die so gut wie einzigen zeitnahen Quellen zu Mohammeds Leben, sind jene Texte, die durch den Koran auf uns gekommen sind. Nimmt man diese Texte zur Grundlage von Überlegungen, ist es vorab nötig zu klären, welchen Status man ihnen einräumt. Mit Menschen, die den Koran als "Göttliche Rede" - und daraus folgend - als übergeschichtlichen Text sehen wollen, erübrigt sich jede weitere Diskussion. Mehr als beiderseitiges Unverständnis (und zwangsläufig entstehender Streit) kann einer solchen Diskussion nicht erwachsen.

Die historisch-kritische Beurteilung von Korantexten ist (vom Lehrbetrieb der Theologischen Fakultät der Universität Ankara und ein paar wenigen muslimischen Dissidenten einmal abgesehen) bisher nahezu ausschließlich westlichen Orientalisten und Islamwissenschaftern vorbehalten gewesen.

Karl-Heinz Ohlig (ein Theologe ohne Arabischkenntnisse) hat Überlegungen von Christoph Luxenberg (wer auch immer sich hinter diesem Namen verbirgt) aufgegriffen und gemeinsam mit dem Numismatiker Volker Popp nachzuweisen versucht, dass der Islam in seinen Anfängen eine Sekte gewesen war, die aus dem frühen Christentum hervorgegangen ist.

Übrigens: Die von Ohlig und Mitstreitern vertretene These stammt ursprünglich von Günter Lüling (G. Lüling: Über den Ur-Qur'an. Ansätze zur Rekonstruktion vorislamischer christlicher Strophenlieder im Qur'an, Erlangen 1974). Dieser hat die nunmehr von Ohlig vorgetragenen Überlegungen erstmals im Kern der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die westliche Islamwissenschaft steht den Arbeiten von Luxenberg, Ohlig, Popp, u.a. kritisch gegenüber, sie bezeichnet sie als "unhistorisch", muslimischen Wissenschaftern gelten sie als Provokation.

Dass der Koran in hohem Maße abhängig von jüdischen und christlichen Grundtexten ist, kann bei einer historisch-kritischen Betrachtungsweise nicht bestritten werden. In diesem Zusammenhang ist man muslimischerseits, weil der Textbefund erdrückend ist, auf Fälschungs- und Verfälschungsvorwürfe angewiesen.

.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

20.05.2011 10:27
#33 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von kornpicker
Das gleiche gilt aber auch für Karl dem Großen, Nero, Atahualpa, Dschingis Khan etc.


Um die wird aber auch kein solcher Bohei gemacht.

dominik Offline



Beiträge: 12

20.05.2011 18:22
#34 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Hallo an alle

Ich bin neu hier, Christ und interessiere mich für den Islam.

Frage an User Bion.

Hallo,
Sie sagen, daß der Koran in hohem Maße von jüdischen und christlichen Grundtexten abhängig ist.
Der Koran anerkennt aber alle Propheten. Er macht zwar Unterschiede in ihrer Rangfolge, jedoch keinen Unterschied in Bezug auf die Wahrheit ihrer Botschaft.

Wieso soll der Islam auf das Ursprüngliche Judentum aufgebaut haben,
Können Sie beweisen, ob das Judentum die erste monotheistische Religion ist?

gfb34istanbul Offline




Beiträge: 62

20.05.2011 19:53
#35 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

der islam kennt alle propheten, von adam bis mohamed {sav}. sei es jonas, moses, jakob oder jesus. friede sei auf allen. das ursprüngliche des islams fängt also bei adam an, hört bei mohamed{sav} auf.

ein wahrer mann zittert nicht, wenn es kalt ist. höchstens vor wut, dass es nicht noch kälter ist.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

20.05.2011 21:01
#36 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Ja natüüüüürlich - ist ja klar. Bereits Adam war ja Moslem. Jajaja,
wie konnten wir alle das nur all die Jahre übersehen? Danke schön,
lieber gfb34istambul, dass Du uns an Deinem umfangreichen Wissen
teilhaben lässt.

Dir ist aber schon klar, was das Wort Evolution bedeutet?
Oder warum immer wieder Dinosaurierknochen ausgegraben werden?

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() Tao-Ho

Bion Offline



Beiträge: 178

20.05.2011 22:26
#37 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Hallo Dominik,

wir sprechen uns hier mit "Du" an und sollten – wenn es keinen besonderen Grund dafür gibt, davon abzuweichen – auch dabei bleiben.

Zitat von dominik

Sie sagen, daß der Koran in hohem Maße von jüdischen und christlichen Grundtexten abhängig ist.
Der Koran anerkennt aber alle Propheten.

Vor allem verstehen Muslime unter "Propheten" etwas anderes als Juden und Christen. Das geht auch aus dem Beitrag von "gfb34istanbul" hervor. Ich habe das schon einmal in einem Beitrag zum "Salafisten-Thema" angemerkt:

"Wenn Muslime von Propheten sprechen, meinen sie in der Regel - von Yunus (Jona) abgesehen – keinen der großen und kleinen, uns aus dem AT geläufigen Propheten. Sie meinen vielmehr Adam, Noah, Abraham, Isaak, Jakob, Moses, Aaron, David, Salomon, u.a.m."

Zitat von dominik
Wieso soll der Islam auf das Ursprüngliche Judentum aufgebaut haben,

Vorerst müsste ich wissen, was ich unter "ursprünglichem Judentum" zu verstehen habe? Das Judentum der Königszeit? Das Judentum vor, während oder nach dem Exil? Das rabbinische Judentum?

Dass Mohammed aus der jüdischen und christlichen Tradition geschöpft hat, ist gängige Meinung der "westlichen Islamwissenschaft", der ich mich angeschlossen habe. Muslime sehen das in der Regel anders.

Texte lesen, vergleichen und zu einem Ergebnis kommen. Es steht jedem frei, sich seine eigene Meinung zu bilden.

Zitat von dominik
Können Sie beweisen, ob das Judentum die erste monotheistische Religion ist?

Warum sollte ich das beweisen wollen?

Die erste monotheistische Religion war möglicherweise der Sonnenkult des Echnaton.

Im AT gibt es genügend Hinweise, dass es Juda und Israel mit dem Monotheismus nicht immer so genau genommen haben.

.

Arturos Offline



Beiträge: 291

20.05.2011 23:23
#38 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Gysi
Die Bibel ist "verfälscht" worden und der Koran ist Mohammed original. Das Ergebnis seiner historischen und regionalen Bedingungen. Können wir uns nicht darauf einigen?



Mit mir ganz bestimmt nicht ! :D

dominik Offline



Beiträge: 12

21.05.2011 00:01
#39 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Guten Abend

Bion: >>Dass Mohammed aus der jüdischen und christlichen Tradition geschöpft hat, ist gängige Meinung der "westlichen Islamwissenschaft", der ich mich angeschlossen habe. Muslime sehen das in der Regel anders.>>

Aus welchem Grund haben Sie sich der westlichen Islamwissenschaft angeschlossen, Sie müssen was verstanden haben, was die Mehrheit der Muslime nicht versteht.


Bion:>>Die erste monotheistische Religion war möglicherweise der Sonnenkult des Echnaton.<<
Echnatons Regentschaft wird verschieden datiert: ca. 1351–1334 v. Chr., 1340–1324 v. doch was war davor?
Gab es schon vorher kein Monotheismus?

mfg
dominik

Bion Offline



Beiträge: 178

21.05.2011 07:47
#40 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von dominik
Guten Abend

Bion: >>Dass Mohammed aus der jüdischen und christlichen Tradition geschöpft hat, ist gängige Meinung der "westlichen Islamwissenschaft", der ich mich angeschlossen habe. Muslime sehen das in der Regel anders.>>

Aus welchem Grund haben Sie sich der westlichen Islamwissenschaft angeschlossen, Sie müssen was verstanden haben, was die Mehrheit der Muslime nicht versteht.


Bion:>>Die erste monotheistische Religion war möglicherweise der Sonnenkult des Echnaton.<<
Echnatons Regentschaft wird verschieden datiert: ca. 1351–1334 v. Chr., 1340–1324 v. doch was war davor?
Gab es schon vorher kein Monotheismus?

mfg
dominik

Was die Islamwissenschaft betrifft, ist mein Zugang zu dieser durch meine Beiträge hier ausreichend bestimmt. Auch die Position, warum Muslime manches anders sehen, ist durch Beiträge von diesen umfassend dargestellt. Wenn Dich das, was Muslime dazu zu sagen haben, mehr überzeugt als die Antworten der "westlichen Islamwissenschaft", ist das Deine Sache.

Bevor wir das Fragespiel weiterführen, fordere ich die Beantwortung meiner Rückfrage ein.

Was verstehst Du unter "ursprünglichem Judentum"?

Da der Begriff auch von Theologen und Religionshistorikern abweichend verwendet wird, ist es vorerst einmal zu wissen nötig, was Du darunter zu verstehen bereit bist, bevor ich mir die Mühe mache, Erklärungen zum "Judentum als erste monotheistische Religion" abzufassen.

.

gfb34istanbul Offline




Beiträge: 62

21.05.2011 17:43
#41 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Tao-Ho
Ja natüüüüürlich - ist ja klar. Bereits Adam war ja Moslem. Jajaja,
wie konnten wir alle das nur all die Jahre übersehen? Danke schön,
lieber gfb34istambul, dass Du uns an Deinem umfangreichen Wissen
teilhaben lässt.

Dir ist aber schon klar, was das Wort Evolution bedeutet?
Oder warum immer wieder Dinosaurierknochen ausgegraben werden?



wer hat denn gesagt, dass adam ein moslem war? lies entweder genau oder sprich nicht. ich habe gesagt, dass die geschichte der wahrenr eligion bei adam anfängt. lies den koran, dann wirst du sehen, dass ich recht habe. der erste menschen ist adam, evolution hin oder her. alles kommt von gott, alles geht zu gott.

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Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

21.05.2011 20:21
#42 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von gfb34istanbul
lies den koran, dann wirst du sehen, dass ich recht habe. der erste menschen ist adam, evolution hin oder her. alles kommt von gott, alles geht zu gott.



Sorry, aber ich habe den Koran gelesen. Aber ich habe in keinster Weise
festgestellt, dass er Deine Thesen in Fakten verwandeln könnte.

So, und wie passen Evolution und "alles kommt von Gott" für Dich zusammen?
Ich meine jetzt nicht, dass Du mir die Sure 15 / 28, Sure 21 / 30, Sure 24 / 45
und Sure 32 / 7 zitierst. Da steht nichts von einer Evolution.

Wenn Du in einer europäischen Schule warst, dürfte Dir der Begriff ja
was sagen. Oder?

Und zu "alles geht zu Gott" können wir ja mal einen eigenen Thread aufmachen.
Hier sind wir, mal wieder, etwas weit vom Weg abgekommen... Na ja. Macht ja nichts.

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() Tao-Ho

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

21.05.2011 20:46
#43 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von gfb34istanbul


wer hat denn gesagt, dass adam ein moslem war? lies entweder genau oder sprich nicht. ich habe gesagt, dass die geschichte der wahrenr eligion bei adam anfängt. lies den koran, dann wirst du sehen, dass ich recht habe. der erste menschen ist adam, evolution hin oder her. alles kommt von gott, alles geht zu gott.



Unschlagbares Argument.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

21.05.2011 20:47
#44 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Vor allen Dingen weil ich den Koran gelesen habe. Sonst würde ich
ja nicht wissen wo ich ungefähr nachsehen muss...

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gfb34istanbul Offline




Beiträge: 62

22.05.2011 13:07
#45 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

ich sage lediglich, dass adam der erste mensch war. von evolution habe ich doch gar nichts gesagt. die juden sagen das, die christen und ja, auch die moslems sagen das.

ein wahrer mann zittert nicht, wenn es kalt ist. höchstens vor wut, dass es nicht noch kälter ist.

Arturos Offline



Beiträge: 291

22.05.2011 16:09
#46 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von gfb34istanbul
ich sage lediglich, dass adam der erste mensch war.


Wenn Adam und Eva die ersten Menschen waren, dann sind wir doch alle durch Inzest entstanden. Adam hatte 2 Söhne ( Kain und Abel) aber keine Töchter, mit denen Kinder gezeugt werden könnten. Kannst du mir das erklären?


Zitat von gfb34istanbul
von evolution habe ich doch gar nichts gesagt. die juden sagen das, die christen und ja, auch die moslems sagen das.



Muß es deswegen auch stimmen? Sind Juden,Christen und Moslems Menschen, denen wir nicht widersprechen dürfen ? Dürfen wir denen nicht über die Evolution erzählen ?

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

22.05.2011 18:54
#47 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von gfb34istanbul
ich sage lediglich, dass adam der erste mensch war. von evolution habe ich doch gar nichts gesagt. die juden sagen das, die christen und ja, auch die moslems sagen das.



Das ist vollkommen richtig. Du hast in der Tat nicht von Evolution gesprochen.
Das war ich innerhalb meiner an Dich gerichteten Frage.

Du bist offensichtlich in Europa aufgewachsen und dort in die Schule gegangen.
Ist das so richtig, oder irre ich mich da?

Wenn Du aber in Europa in die Schule gegangen bist, wirst Du auch dort von
der Evolution und Darwin usw. gehört haben.

Also, wie passen Evolution und "alles kommt von Gott" für Dich zusammen?
Hat Gott die Menschen, Tiere und Pfanzen so wie sie jetzt sind erschaffen,
oder haben sie sich innerhalb von Jahrmillionen entwickelt? Wenn sie sich,
Deiner Meinung nach, entwickelt haben, was für eine Rolle hat dann in diesem
Prozess Allah gespielt?

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() Tao-Ho

Klaus-Maier Offline



Beiträge: 9

09.06.2012 18:50
#48 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Hallo Tao-Ho

Die ersten Bibelübersetzungen entstanden etwa 100 nach Mohammed, etwa Zeitgleiche entstand auch die Lehre das die Bibel verfälscht wurde.

Die Bibel wurde nicht von Paulus verfälscht, sondern ein Teil der Bibel wurde von ihm geschrieben. Das ist etwas anderes.

Eine Allgemeine Übersicht über die wichtigsten Streitpunkte zwischen Muslimen und Christen zeigt die folgende Seite.
http://aam.s1205.t3isp.de/

Volker Offline



Beiträge: 151

02.08.2013 14:16
#49 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von gfb34istanbul im Beitrag #45
ich sage lediglich, dass adam der erste mensch war. ... die juden sagen das, die christen und ja, auch die moslems sagen das.

Und alle anderen Religionen sagen etwas anderes - immerhin auch mehr als 1 Millarde Menschen.

Volker Offline



Beiträge: 151

02.08.2013 14:23
#50 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Klaus-Maier im Beitrag #48
Hallo Tao-Ho

Die ersten Bibelübersetzungen entstanden etwa 100 nach Mohammed, etwa Zeitgleiche entstand auch die Lehre das die Bibel verfälscht wurde.




Wer hat dir das erzählt? Die erste Übersetzung der Bibel in eine germanische Sprache (Gotisch) entstand ca. 350 nach Christus.

Die lateinische Bibelübersetzung des Hieronymus, die nicht die erste war, entstand gegen Ende des 4. Jahrhunderts.

Die syrischen, armenischen, koptischen, äthiopischen und georgischen Übersetzungen sind auch nicht viel jünger.

Wenn Mohammed die Bibel kannte, dann sicher nicht das griechische Original sondern eine syrische, vielleicht sogar eine arabische Übersetzung. Da einer seiner Schwiegerväter ein christlicher Bischof war, ist das durchaus möglich.

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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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