Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 98 Antworten
und wurde 4.506 mal aufgerufen
 Islam
Seiten 1 | 2 | 3 | 4
Bion Offline



Beiträge: 178

14.05.2011 16:24
Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von kornpicker
Ich schätze er meinte mit "Verfälschung" eher das Neue Testament, insbesondere das comma ioanneum und die pericope adulterae

Auch ich halte den angesprochenen Text in 1Joh und die pericope adulterae im Johannesevangelium für interpoliert. Der Vorwurf der Verfälschung wäre von diesem Gesichtspunkt aus gerechtfertigt. Ich hatte erst kürzlich einen vergleichbaren Vorwurf im Zusammenhang mit Mt 16,18 erhoben.

Solch "fromme" Einschübe sind in heiligen Texten nicht selten und durchaus interessant, diskutiert zu werden. Wenn Juden und Christen muslimischerseits der Vorwurf der Verfälschung ihrer Heiligen Schriften gemacht wird, sind diese aber in der Regel nicht gemeint.

Bekanntermaßen weichen nicht wenige biblische Erzählungen von den Versionen, wie sie im Koran vorzufinden sind, erheblich ab. Es ist daher verständlich, wenn gläubige Muslime, die den Koran für Gottes Wort halten, vom koranischen Text abweichende Versionen für Verfälschungen halten. Das tun sie allerdings nicht erst heute, solche Vorwürfe kann man schon bei Tabari und Razi lesen.

Den Juden wird im Koran vorgeworfen, dass sie "das Wort der Schrift verdrehen" und "sie gegen Gott wissentlich eine Lüge aussagen" (3:78), den Christen, dass sie "die Lehre ihres Propheten verfälscht haben" (5:116f.) und wie die Juden auch "eingegangene Verpflichtungen gebrochen hätten" (5:12ff.).

Was daran zu kritisieren ist? Es ist der Anspruch (ob das nun offen ausgesprochen wird oder nicht) im alleinigen Besitz der Wahrheit zu sein. Alles, was mit koranischen Versionen nicht übereinstimmt, muss gefälscht sein. Koranische Aussagen zu hinterfragen, kommt für gläubige Muslime nicht infrage.

.

putschi ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2011 00:42
#2 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

bion
du stellst dich also da wie gott? du weißt also mehr als gott?
warum nennst du das vorwürfe?

Bion Offline



Beiträge: 178

15.05.2011 09:42
#3 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von putschi
bion
du stellst dich also da wie gott? du weißt also mehr als gott?
warum nennst du das vorwürfe?

Bei historisch-kritischer Beurteilung von alten Texten, lasse ich "Gott" - das ist guter wissenschaftlicher Brauch - außen vor.

Texte werden von Mensch für Menschen hergestellt, das gilt auch für Bücher, die einem Teil der Menschheit heilig sind. Insbesondere heilige Texte sind es, die, um veränderten Situationen gerecht zu werden, interpoliert, redigiert – auch unter Verwendung klingender Namen nachträglich verfasst wurden. Das geschah vor allem, um theologischen (auch politischen) Programmen das nötige Gewicht zu geben, was in der Antike übrigens auch bei philosophischen Schriften durchaus gepflegter Brauch gewesen war.

Solch nachträglich verfasste Texte laufen häufig unter der Bezeichnung "Pseudepigraphen" (um das hässliche Wort "Fälschungen" zu vermeiden).

Auch der Islam kennt unzählige Ahadith, die ausschließlich aus dem Grunde hergestellt wurden, um politische Programme mit der Autorität eines Prophetenworts auszustatten.

Der Vorwurf, die heiligen Texte der Juden und Christen seien verfälscht worden, kommt zumeist von muslimischer Seite. Das allerdings nicht aus wissenschaftlichem Interesse, sondern um die eigene (muslimische) Literatur und Tradition, an deren Authentizität nahezu nie gezweifelt wird, aufzuwerten.

Bedauerlicherweise weichen Muslime, die das Fälschungsargument gegen Juden und Christen vor sich hertragen, einer weiterführenden Diskussion zum Thema aus. So auch Herr (Frau?) "kornpicker", dessen (deren?) Hinweis auf Textveränderungen im JohEv und in 1Joh der Auslöser für meine Anmerkungen gewesen war.

.

putschi ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2011 12:51
#4 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

bion

Zitat
Texte werden von Mensch für Menschen hergestellt, das gilt auch für Bücher, die einem Teil der Menschheit heilig sind.Insbesondere heilige Texte sind es, die, um veränderten Situationen gerecht zu werden, interpoliert, redigiert – auch unter Verwendung klingender Namen nachträglich verfasst wurden.


gilt aber nicht für koran nicht, weil allah ihn geschützt hat. wir wissen das:-)

Zitat
Das geschah vor allem, um theologischen (auch politischen) Programmen das nötige Gewicht zu geben, was in der Antike übrigens auch bei philosophischen Schriften durchaus gepflegter Brauch gewesen war.



im koran gibts da keinen eizigen wort von mohammed alles ist von allah, auch der befehl "sag" steht noch da:-)

Zitat

Der Vorwurf, die heiligen Texte der Juden und Christen seien verfälscht worden, kommt zumeist von muslimischer Seite.


nein das kommt nicht von uns und das ist kein vorwurf, das kommt von allah selber. wir glauben immer noch an die bibel und thora, alle haben eine quelle und zwar allah der erhabene und wer an kuran nicht glaubt, glaubt man an die bibel und thora auch nicht, obwohl die juden und christen das behaupten, sie glauben in wirklichkeit an nix. :-)

Zitat
Bedauerlicherweise weichen Muslime, die das Fälschungsargument gegen Juden und Christen vor sich hertragen, einer weiterführenden Diskussion zum Thema aus. So auch Herr (Frau?) "kornpicker", dessen (deren?) Hinweis auf Textveränderungen im JohEv und in 1Joh der Auslöser für meine Anmerkungen gewesen war.


nein. wir weichen nicht aus. bedauerlicherweise wollt ihr das nicht akzeptieren.

Bion Offline



Beiträge: 178

16.05.2011 21:59
#5 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von putschi

Zitat von Bion
Bedauerlicherweise weichen Muslime, die das Fälschungsargument gegen Juden und Christen vor sich hertragen, einer weiterführenden Diskussion zum Thema aus. So auch Herr (Frau?) "kornpicker", dessen (deren?) Hinweis auf Textveränderungen im JohEv und in 1Joh der Auslöser für meine Anmerkungen gewesen war.



nein. wir weichen nicht aus. bedauerlicherweise wollt ihr das nicht akzeptieren.


Stimmt! Muslime Deines Zuschnitts weichen nicht aus. Allerdings wollen diese auf Koranschulniveau diskutieren. Solche Diskussionen sind unergiebig, die will ich nicht führen.

Gebildete Muslime - Herrn Kornpicker halte ich für einen solchen - weichen aus, wenn sie befürchten müssen, dass sie in Argumentationsnotstand geraten könnten.

.

kornpicker Offline




Beiträge: 457

16.05.2011 23:58
#6 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Bion
Gebildete Muslime - Herrn Kornpicker halte ich für einen solchen - weichen aus, wenn sie befürchten müssen, dass sie in Argumentationsnotstand geraten könnten.


Es geht hier nicht um Argumentationsnotstand, sondern dass man hier nicht vernünftig diskutieren kann. Immer wenn sich in Ansätzen eine halbwegs interessante Diskussionen anbahnen, kommen die Überflieger mit ihrem geistigen Dünn****ss und verpesten das Dialogklima. Da habe ich keinen Nerv drauf, ich habs mir lange genug angeschaut. Für die Minderheit, mit denen man einigermaßen diskutieren kann, tut's mir Leid, aber irgendwann ist auch bei mir die Grenze überschritten.

Zur Sache, zwei Dinge:

Erstens: Die von mir genannten Beispiele sind nur ein gut dokumentierter Aussschnitt eines generellen Problems mit den christlichen Überlieferungen: Es ist nicht bekannt, wer wem was überliefert hatte bis der Kanon abgeschlossen war. Aus diesem Grund ist Veränderungen Tür und Tor geöffnet. Man kennt nicht mal die Autoren der vier Evangelienberichte. Diese werden nur ihren angeblichen Autoren zugeschrieben. Und die Autoren berichten ja auch nicht aus erster Hand und waren erst recht keine Augenzeugen.

Zweitens: Die Lehre Jesu ist bereits kurz nach seinem Tode in voller Absicht verfälscht worden, und zwar von Paulus. Einzelheiten kannst du hier finden:
http://www.theologe.de/theologe5.htm
Die großen Kirchen der heutigen Zeit basieren alle auf der Lehre des Paulus.

Es folgten weitere Pervertierungen der Lehre Jesu. Ganz perfide war die, dass Jesus zum Gott erklärt wurde. Dies wurde mehrere Jahrhunderte nach Jesu Tod zum religiösen Dogma erhoben und die Lehren der großen Kirchen basieren noch heute auf diesen Verfälschungen.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

17.05.2011 08:52
#7 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Du, kornpicker - das ist keine sehr, nun, seriöse Quelle. Der "Theologe" ist
zwar, was einige Argumente anbelangt, sicher gut. Aber, er begründet seine
Theorien zumeist darauf, dass die Juden und Urchristen alle Vegetarier
und Antíalkoholiker waren.

Übrigens ist es unter den meisten Theologen keine Frage mehr, dass die Bibel
von Paulus verfälscht wurde. Warum also diese Aufregung, als wenn Deine
Erkenntnisse neu wären? Wir wissen auch schon lange, dass das neue Testament
sicher nicht, nun, authentisch ist. So what? Ist doch beim Koran dieselbe
Sosse... wenn ich das mal salop so sagen darf.

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.599

17.05.2011 09:03
#8  Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Die Bibel ist "verfälscht" worden und der Koran ist Mohammed original. Das Ergebnis seiner historischen und regionalen Bedingungen. Können wir uns nicht darauf einigen?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

17.05.2011 09:09
#9 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Nein, sicher nicht. Auch die Moslems dürfen sich vor gewissen
Fakten nicht verschliessen!

Auch der Koran ist nicht authentisch und Punkt!

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Bion Offline



Beiträge: 178

17.05.2011 09:09
#10 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von kornpicker
Die Lehre Jesu ist bereits kurz nach seinem Tode in voller Absicht verfälscht worden, und zwar von Paulus. Einzelheiten kannst du hier finden:
http://www.theologe.de/theologe5.htm
Die großen Kirchen der heutigen Zeit basieren alle auf der Lehre des Paulus.

Es folgten weitere Pervertierungen der Lehre Jesu. Ganz perfide war die, dass Jesus zum Gott erklärt wurde. Dies wurde mehrere Jahrhunderte nach Jesu Tod zum religiösen Dogma erhoben und die Lehren der großen Kirchen basieren noch heute auf diesen Verfälschungen.

Zu Deinem Link:

Vieles sehe ich genauso oder ähnlich, einiges ist polemisch überzeichnet, manches, was behauptet wird, ist Unfug, beispielsweise die Ausführungen zur vegetarischen Ernährung der Urchristen.

Wenn Du willst können wird diese Dinge diskutieren, aber jede Sache und Perikope für sich und nicht in der Summe.

Zur Textgeschichte des NTs gibt es unzählige wissenschaftliche Arbeiten. Selbst Fachgelehrte, die mit Befugnis ihrer Kirchen, zu forschen und zu lehren, ausgestattet sind, haben oft erstaunlich divergierende Ansichten zu ein und derselben Sache.

Dass Paulus der eigentliche Begründer des Christentums gewesen war, ist ja nichts wirklich Neues. Das wird bekanntermaßen schon seit der Aufklärung diskutiert.

Der Vorwurf der Fälschung oder Verfälschung setzt voraus, dass man annimmt, es hätte einmal etwas im Original vorgelegen. Die einzigen gesichert authentischen Texte des NTs sind sieben Paulusbriefe. Dazu kommen noch drei weitere Briefe, die wahrscheinlich von Paulus sind. Alle übrigen Texte des NTs sind pseudepigraphisch und zum Teil erheblich später als die echten Paulusbriefe (in einer Zeitspanne von 80 bis 100 Jahren) entstanden. Die ältesten Texte wurden von Paulus etwa um 50 nC (also rund 20 Jahre nach Jesu Tod) verfasst. Der jüngste Text ist 2Petr, entstanden etwa um 130 nC (möglicherweise aber auch erst so um 150 nC herum, eine Minderheitenposition, die auch ich vertrete). Man kann also nicht behaupten, Paulus hätte etwas verfälscht. Als er seine Texte verfasste, hat schriftlich noch nichts vorgelegen.

Dass die aus der Tradition geschöpften Erzählungen von einander Abweichen, ist nicht zu bestreiten. Abweichende Texte nebeneinander bestehen zu lassen, ist für mich allerdings eher ein Merkmal der Redlichkeit als dessen Gegenteil.

Muslimischerseits wird aber nicht die historisch-kritische Aufbereitung der biblischen Textgeschichte als Ansatz zur Kritik an den heiligen Texten der Juden und der Christen zugrunde gelegt, sondern jene Hinweise, die der Koran dazu liefert. Dass die im Koran angebotenen abweichenden Versionen biblischer Geschichten Plagiate sein könnten, die nach Vorstellungen des Propheten adaptiert worden waren, kommt Muslimen außerordentlich selten in den Sinn.

Wie wir, nehme ich an, beide wissen, hat die Utman'sche Redaktion dafür gesorgt, dass abweichende Texte nicht im Umlauf blieben. Insbesondere die Fassung des Korans, die im Besitz von Ali gewesen war, dürfte erheblich von der durch Utman vereinheitlichten Version abgewichen sein.

Es ist also unredlich, den Koran zu rühmen, weil von diesem nur eine Version in Umlauf ist, wenn man weiß, dass alle abweichenden Texte auf Utmans Befehl haben vernichtet werden müssen.

Auch was zum Leben Mohammeds bekannt ist, ist zum guten Teil Texten entnommen (zB der von Ibn Ishaq verfassten Biographie), die ca. 100 Jahre nach Mohammeds Tod (Ibn Ishaq wurde 704 geboren) entstanden sind.

.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

17.05.2011 09:11
#11 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Bion
Es ist also unredlich, den Koran zu rühmen, weil von diesem nur eine Version in Umlauf ist, wenn man weiß, dass alle abweichenden Texte auf Utmans Befehl haben vernichtet werden müssen.
Auch was zum Leben Mohammeds bekannt ist, ist zum guten Teil Texten entnommen (zB der von Ibn Ishaq verfassten Biographie), die ca. 100 Jahre nach Mohammeds Tod (Ibn Ishaq wurde 704 geboren) entstanden sind.



Eben, und das haben auch die Muslime zu akzeptieren. Fakt ist und bleibt
nun einmal Fakt. Punkt.

Ausserdem ist es ja nicht einmal bewiesen, dass Mohammed überhaupt mal
existiert hat... nur mal so nebenbei.

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.599

17.05.2011 09:28
#12  Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Tao-Ho
Auch der Koran ist nicht authentisch und Punkt!

Ich bin mit der Ethik des Koran auch nicht einverstanden, wenn der Text oroginal Mohammed ist. Mir braucht man nicht erst zu beweisen, dass auch der Koran "verfälscht" wurde, um von ihm Abstand zu nehmen.
Und was jetzt kommt, meine ich ernst, Kornpicker, aber es richtet sich nicht gegen dich!! => Hitlers "Mein Kampf" ist auch original Hitler, und das ist ebenso kein Argument zur unsere Zustimmung!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

17.05.2011 09:47
#13 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Hallo Gysi,

es geht ja in diesem Thread darum, wie die Moslems die Bibel sehen.
Sie ist in deren Augen ein verfälschtes Buch. Ist ja auch bereits
bewiesen und für die westliche Welt nichts Neues...

Nun geht es aber darum den Moslems mal den Zahn zu ziehen, dass
ihr sog. heiliges Buch authentisch ist. Es ist ebenso ein
verfälschtes Buch, wie die Bibel auch. Fakt bleibt Fakt.

Was das mit Hitlers "Mein Kampf" zu tun haben soll, kann ich nicht
nachvollziehen.

Hört doch mal bitte alle auf mit dieser braunen Sosse. Hier geht
es um die sog. heiligen Bücher zweier Weltreligionen. Da hat
dieser ewig braune Vergleich, in meinen Augen, nichts zu suchen,
sondern Fakten, wie die von Bion. Und nicht Hitlers "Mein Kampf".

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

17.05.2011 09:52
#14 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Hier mal ein sehr interessanter Link zum Thema.

http://www.muslimische-stimmen.de/index....%5BbackPid%5D=8

Alles nichts Neues - aber, immerhin...

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.599

17.05.2011 16:08
#15 Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Tao-Ho
Nun geht es aber darum den Moslems mal den Zahn zu ziehen, dass
ihr sog. heiliges Buch authentisch ist. Es ist ebenso ein verfälschtes Buch, wie die Bibel auch.

Und ich sage, dass der Koran eher als authentisch (mit der Meinung Mohammeds) nachzuvollziehen ist als die Bibel mit der Original-Meinung der angegebenen Autoren! Diesen Argumentationsstrang der Moslems verstehe ich! Und ob sie nun recht oder unrecht haben, tut wenig zur Sache. Ethisch ist der Koran für unsere Zeit und demokratischen und humanistischen Ansprüche daneben!

Original in der Bibel ist gewiss das Gottesbekenntnis. Und dieses Gottesbekenntnis bestreiten wir Atheisten eh, ob die Autoren nun original wiedergegeben worden sind oder nicht! Die Diskussion über die Originalität ist müßig.

Den Vergleich zwischen Koran und "Mein Kampf" habe ich schon öfter gebracht. Weil beide Bücher (so auch die Bibel) in ihrem WESEN gleich faschistoid sind. Und einen Feind haben, der der Vernichtung würdig ist. "Mein Kampf" ist für den Vertrieb verboten. Koran und Bibel sind aber heilige Bücher! Um diese Schieflage geht's. Und um die WESENTLICHE Gleichheit geht's. Sowas können wir in der Diskussion doch nicht ausradieren!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

17.05.2011 16:32
#16 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Gysi
Den Vergleich zwischen Koran und "Mein Kampf" habe ich schon öfer gebracht. Weil beide Bücher (so auch die Bibel) in ihrem WESEN gleich faschistoid sind. Und einen Feind haben, der der Vernichtung würdig ist. "Mein Kampf" ist für den Vertrieb verboten. Koran und Bibel sind aber heilige Bücher! Um diese Schieflage geht's. Und um die WESENTLICHE Gleichheit geht's. Sowas können wir in der Diskussion doch nicht ausradieren!


Natürlich darf man vergleichen. Die Idiologie der Nazis hatte genauso religiöse Züge und die Bio-Faschisten sind auch nicht besser: http://www.youtube.com/watch?v=Tg-N_sEwf1s an was erinnert mich das blos?

-------------------------------------------------
Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.599

17.05.2011 16:47
#17 Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Welfen
Die Idiologie der Nazis hatte genauso religiöse Züge und die Bio-Faschisten sind auch nicht besser: http://www.youtube.com/watch?v=Tg-N_sEwf1s an was erinnert mich das blos?

Ja, das ist abstoßend.
Aber setze das Bemühen um die Durchsetzung regenerativer Energie nicht mit dem Faschismus gleich. Das macht eine berechtigte Warnung vor faschistoiden Zügen in der Grünen-Bewegung gleich von vornherein kaputt. Grün = Islam = Hitler - was bleibt übrig? Die CDU, hurra! Eine derartige Schnitztechnik schafft keine guten Werke...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

17.05.2011 17:13
#18 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Gysi

Zitat von Welfen
Die Idiologie der Nazis hatte genauso religiöse Züge und die Bio-Faschisten sind auch nicht besser: http://www.youtube.com/watch?v=Tg-N_sEwf1s an was erinnert mich das blos?

Ja, das ist abstoßend.
Aber setze das Bemühen um die Durchsetzung regenerativer Energie nicht mit dem Faschismus gleich. Das macht eine berechtigte Warnung vor faschistoiden Zügen in der Grünen-Bewegung gleich von vornherein kaputt. Grün = Islam = Hitler - was bleibt übrig? Die CDU, hurra! Eine derartige Schnitztechnik schafft keine guten Werke...




Jeder Fall von sexueller Belästigung in einem Großraumbüro löst überregionale Schlagzeilen aus. Aber wenn einer der besten Ingenieure der Republik, der unter anderem Projektleiter für den Bau des Berliner Hauptbahnhofs gewesen ist, aus dem Job gemobbt wird, regt sich nicht einmal Frank Bsirske darüber auf. Selber Schuld der Mann, er hätte Windparks oder Biogasanlagen bauen sollen.

Aber es kam noch besser. Der neue Verkehrsminister von Baden-Württemberg, Winfried Hermann, selber gerade ein paar Tage im Amt, kommentierte den Vorgang mit den Worten, der Rücktritt des Projektleiters zeige, wie “hochbrisant” das Projekt Stuttgart 21 inzwischen sei.

Nein, Sie haben sich nicht verlesen, das hat er gesagt, und weder sein Ministerpräsident noch irgendein anderer Politiker hat ihn für dieses Statement zur Ordnung gerufen.

Und Broder schließt mit dem Satz:

Zwar gelten noch immer die allgemeinen Gesetze, das Nähere aber bestimmt der grüne Mob

welfen2002 Offline



Beiträge: 2.706

17.05.2011 17:14
#19 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Gysi
Aber setze das Bemühen um die Durchsetzung regenerativer Energie nicht mit dem Faschismus gleich.

Spätestens wenn die Linksgrüne SA politische Rückendeckung bekommt, versuche ich parallelen mit unserer Vergangenheit zu finden. http://www.welt.de/debatte/henryk-m-brod...-Ingenieur.html
Jetzt fällt die Maske und das Böse wird sichtbar und Du kannst Dich damit solidarisieren?
Nee, so geht nicht Demokratie und Meinungsfreiheit

-------------------------------------------------
Taqiyya bitte nicht mit Tequila verwechseln, kommt auch nicht aus Mexiko!

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.599

17.05.2011 17:30
#20 Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

"Die Bibel aus muslimischer Sicht" - so ist das Thread-Thema.

Ich bitte euch, dabei zu bleiben.

Wenn eine angebliche "grüne SA" euch derartige Sorgen bereitet - und die Windenergieparks euch schlimmer scheinen als Atomkraftwerke und alles andere auf der Welt - macht einen neuen Thread dazu auf! Aber nicht in diesem Islam-Forum...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Hugo Offline



Beiträge: 249

17.05.2011 17:45
#21 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Koran: Sure 3 Vers 85

"Wer eine andere Religion als den Islam sucht, deren Religion wird niemals angenommen werden. Und im Jenseits gehört er zu den Verlierern".
...aus die Maus

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

18.05.2011 10:05
#22 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Hm, war das nicht eher Sure 87, lieber Hugo?

Guckst Du hier:

http://www.chj.de/Koran/Einzelsuren/Sure087.html

Ich zitiere: "Doch ihr zieht das irdische Leben vor,
wo doch das Jenseits besser und dauerhafter ist.
Dies stand wahrlich in den ersten Schriften,
den Schriften Abrahams und Moses."

Alles andere im Koran ist sehr ungenau. Alles sehr
wischiwaschi...

Und, wie sehen die Moslems die Bibel? Ganz einfach:
Es war eigentlich eine Offenbarung von Gott himself
und wurde von den Menschen verfälscht.

Wie die darauf kommen, wo im Koran noch nicht einmal was über
die sog. Evangelien zu finden ist? (was mich nicht
wundert, denn zu Zeiten Mohammeds, sollte er jemals
gelebt haben, gab es hochwahrscheinlich keine arabische
Bibelübersetzung)

Keine Ahnung. Gibt nämlich nur im Koran einige Namen
aus dem alten Testament und fertig. Keine Info über den
Missionsbefehl von Jesus, kein gar nichts.

Und ich mag hier anmerken, dass Mohammed, sollte er jemals
gelebt haben, nicht mal lesen oder schreiben hat können und
so hat er sich, wenn er wirklich jemals mal gelebt hat,
das aus mündlichen Erzählungen rausgepickt, was ihm gepasst hat.

Wie man daraus eine abendfüllende Diskussion machen
will, gerade mit Moslems, ist mir schleierhaft.

Die kommen doch eh nur damit an, dass die Bibel
verfälscht wurde und nur der Koran echt ist...

Dann kommen wir um die Ecke, dass der Koran auch nicht
authentisch ist... usw.

blablablablabla... Aber, schön das wir uns mal drüber
unterhalten haben...

Übrigens - wo sind denn all die Moslems hin, mit denen
wir über dieses Thema reden könnten? Tja...

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

kornpicker Offline




Beiträge: 457

18.05.2011 20:12
#23 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Tao-Ho
Übrigens ist es unter den meisten Theologen keine Frage mehr, dass die Bibel
von Paulus verfälscht wurde. Warum also diese Aufregung, als wenn Deine
Erkenntnisse neu wären?


Ich habe mich weder aufgeregt noch diese Erkenntnisse als neu dargestellt.

Zitat von Bion
Wie wir, nehme ich an, beide wissen, hat die Utman'sche Redaktion dafür gesorgt, dass abweichende Texte nicht im Umlauf blieben. Insbesondere die Fassung des Korans, die im Besitz von Ali gewesen war, dürfte erheblich von der durch Utman vereinheitlichten Version abgewichen sein.

Es ist also unredlich, den Koran zu rühmen, weil von diesem nur eine Version in Umlauf ist, wenn man weiß, dass alle abweichenden Texte auf Utmans Befehl haben vernichtet werden müssen.


Bei der Uthmanschen Redaktion wurden alle wichtigen Leute zusammengezogen, die dafür bekannt waren, große Teile des Korans auswendig zu beherrschen. Nur wenn ein Koranvers von mehreren dieser Leute bestätigt wurde, wurde er in die schriftliche Umsetzung aufgenommen. Für Verse, die in Vergessenheit gerieten, gilt Vers 2:106. Ich finde, das ist (zusammen mit der Vernichtung abweichender Versionen) eine sehr konsequente Vorgehensweise, die große Sicherheit über die Authentizität des Korans gibt.

Zitat von Tao-Ho
Ausserdem ist es ja nicht einmal bewiesen, dass Mohammed überhaupt mal
existiert hat... nur mal so nebenbei.


Zweifelst du ernsthaft daran?

Zitat von Tao-Ho
Übrigens - wo sind denn all die Moslems hin, mit denen
wir über dieses Thema reden könnten? Tja...


Weggeekelt von Leuten wie Reisender, radiogucker etc. Und du wunderst dich? Da kann man angesichts der fehlenden Sensibilität nur den Kopf schütteln.

Tao-Ho Offline

Zennois


Beiträge: 5.365

18.05.2011 20:49
#24 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Ja, ich zweifele sehr daran, dass Mohammed jemals gelebt hat.
Die Beweislage ist diesbezüglich sehr dünn...

Ist genau so Fakt, wie die Fakten, welche Bion Dir bereits
sagte.

Übrigens haben auch die betreffenden User ganz schön auf die
Kacke gehauen. Und wer austeilt der muss auch mal einstecken.
Gelle?

----------------------------------------------------------------------------------------------------
So wie die Lotosblume lieblich und unbefleckt aus dem Schlamm sich erhebt...
() Tao-Ho

kornpicker Offline




Beiträge: 457

18.05.2011 21:47
#25 RE: Die Bibel aus muslimischer Sicht Antworten

Zitat von Tao-Ho
Ja, ich zweifele sehr daran, dass Mohammed jemals gelebt hat.
Die Beweislage ist diesbezüglich sehr dünn...

Ist genau so Fakt, wie die Fakten, welche Bion Dir bereits
sagte.


Naja, was du als Fakt bezeichnest muss nicht Fakt sein. Innerhalb der Wissenschaft ist es nur eine kleine sektiererische Minderheit, die ebenso denkt. Man kann sie fast schon als unwissenschaftlich bezeichnen. Siehe auch hier:

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...,578513,00.html



Zitat von Tao-Ho
Übrigens haben auch die betreffenden User ganz schön auf die Kacke gehauen. Und wer austeilt der muss auch mal einstecken.
Gelle?

Ich will hier keine Schlacht, sondern einfach vernünftige Gespräche. Aber die betreffenden User arbeiten hart daran, das zu verhindern.

Seiten 1 | 2 | 3 | 4
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz