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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 43 Antworten
und wurde 2.087 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2
Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

04.06.2011 09:06
Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Also, die Leute, die mich mittlerweile bisschen kennen, wissen ja, dass ich sowohl an Gott als auch an das Leben nach dem Tod glaube.
So, nun gibt es aber etwas, was in mir Zweifel erweckt. Und das nennt sich SPRACHE!!!
Und zwar ist das so: Sprache, jeder benutzt sie, jeder kennt sie. Es gibt zig Sprachen und sogar Plansprachen. Einerseits ist sie essenziell und absolut wichtig, damit wir überhaupt kommunizieren können und andererseits ist sie absolut relativ.
Was will ich damit sagen? Ich will sagen, dass eigentlich alles, was wir sehen, hören, fühlen absolut ist. Das bedeutet, wenn ich und meine Mutter die Sonne sehen, dann sehen wir auch die Sonne. Die Sonne besteht aus bestimmten Stoffen. Wie wir die Sonne interpretieren, ist natürlich wieder relativ. Sie kann in der Sonne etwas Störendes sehen, ich verbinde vielleicht mit ihr sehr positive Gefühle.
So, nun zur Sprache. Was ist eigentlich Sprache? Sprache ist ein vom Menschen erfundenes System, das uns helfen soll, uns in der Welt zurecht zu finden. Vorraussetzung ist, dass sich mindestens 2 Menschen an diese Regeln halten. Irgendjemand hat einen Baum gesehen und es "Baum" genannt. Auf Englisch heißt es "tree". Gemeint ist dasselbe, bloß die Buchstabenfolge ist eine andere. Ich könnte den Baum genau so gut "Jacke" nennen. Meinen tu ich aber das Sinnbild Baum! Die Menschen werden mich aber so ansehen, als wäre ich bekloppt und mich fragen, ob es mir gutgeht. Versteht ihr, worauf ich hinaus will? Warum hat sich ausgerechnet die Buchstabenfolge "Baum" für das Sinnbild durchgesetzt? War das jetzt Gottes Plan, sofern es einen gibt oder war das blöder Zufall? Wer hat festgelegt, dass z.B. das Wort Computer die Bedeutung hat, die es heutzutage hat?
Wäre es nicht sinnvoller von Gott, sofern es ihn gibt, gewesen, wenn er uns telephatisch hätte kommunizieren lassen, ohne auf so was wie Sprache zurückzugreifen?
Und was ich mich noch frage: Welchen evolutiven Zweck hat es, dass es so viele verschiedene Sprachen gibt und geben wird? Das mit den Farben und der Körpergröße der verschiedenen Tiere bezüglich des Klimas verstehe ich ja, aber die verschiedenen Sprachen????
Und was ich mich noch frage: Sofern es einen Gott geben sollte und er unsere Handlungen bewertet, wie würde er urteilen wollen? Würde er danach urteilen, mit welcher Absicht wir Wörter benutzten oder danach, welche Auswirkungen die Worte, die wir benutzten, auf unsere Mitmenschen hatte?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.451

04.06.2011 09:23
#2  Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Zitat von IinP
Warum hat sich ausgerechnet die Buchstabenfolge "Baum" für das Sinnbild durchgesetzt?

Ja, wie hat sich die Sprache entwickelt? Jede Sprache hat ihre Geschichte. Angefangen hatte alles mit der tierischen Kommunikation. Und über die Jahrmillionen entwickelten sich die differenzierteren menschlichen Sprachen. Durch unsere Veränderung der körperlichen Voraussetzungen gegenüber dem Tier, klar. Wir sprechen, um uns miteinander zu vernetzen, um eine Gemeinschaft zu bilden. Um zusammen zu arbeiten (Kindererziehung, Jagd, Erkenntnisse austauschen). Gemeinsam kriegen wir unendlich mehr hin als alleine. Darum ist Sprache so wichtig.

Warum heißt der Baum Baum? Oder Tree. Die Sprachwissenschaftler werden es dir sagen können. Der Kuckuck heißt Kuckuck, weil er so schön "Kuckuck" ruft. Na, diese Analyse habe ich gerade noch hingekriegt.

Zitat
aber die verschiedenen Sprachen????

Weil die Menschen nach dem Auszug aus Ostafrika vor einer 500.000 Jahren über fast ebenso langen Zeitraum in alle Winde auf diesem Planeten zerstreut lebten! So entwickelten die voneinander isolierten Völker - gemäß ihrer verschiedenen Lebensbedingungen und Erfahrungen - auch eigenständige Sprachen. Dann Schriften. Und als wir uns irgendwann alle wieder trafen - per Entdeckungen - waren wir uns erstmal doch sehr fremd.

Aber was hat das denn alles mit deinem Gottglauben zu tun und mit dem Leben nach dem Tod? Verstehe ich nicht.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

04.06.2011 09:33
#3 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Hab jetzt auch das Fachwort dazu gefunden: In der Linguistik nennt man diesen Sachverhalt "Arbitrarität".

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

04.06.2011 09:35
#4 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

@ Gysi: Lies meinen letzten Satz des ersten Beitrags, dann siehst du: das hat sehr viel mit Gottglauben zu tun.
PS: Übrigens, wie kommt ihr auf diese Jahreszahlen? 500.000 Jahre? Wart ihr dabei, als das passiert ist oder wird hier nur wild rumspekuliert?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.451

04.06.2011 09:42
#5  Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Zitat von IinP
Lies meinen letzten Satz des ersten Beitrags, dann siehst du: das hat sehr viel mit Gottglauben zu tun.

Ich verstehe es immer noch nicht.

Zitat
Übrigens, wie kommt ihr auf diese Jahreszahlen? 500.000 Jahre? Wart ihr dabei,

Nee, aber Jopie Heesters war bestimmt dabei!

Nein, ernst: 500.000, 700.000, 1 Million - ick wees es nich'! Aber im Rahmen dieser Zeitgröße muss es geschehen sein - der Auszug aus Ostafrika. So sagt es die Archäologie. Hast du bessere Quellen?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2011 09:46
#6 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Zitat von IslamIsNotPeace

Wäre es nicht sinnvoller von Gott, sofern es ihn gibt, gewesen, wenn er uns telephatisch hätte kommunizieren lassen, ohne auf so was wie Sprache zurückzugreifen?




Das ist der Punkt..ich glaube Woody Allen hat mal gesagt.."Wenn es Gott gibt,so hat er erstaunlich wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht"
Unzählige Dinge fallen einem nachdenkenden,und somit zwangsläufig zweifelnden,Menschen ein,die Gott hätte anders,besser oder überhaupt machen sollen.
Aus diesem Dilemma kann sich der gläubige Mensch nur befreien,in dem er, wie das willenlose Schaf, alles abnickt,und darauf hofft,daran glaubt..ja davon überzeugt ist,das sein Herr und Meister es schon richten wird und als allmächtiger,allwissender Gott schon wusste und weiss was er tut.

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

04.06.2011 09:52
#7 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Nein :) Aber ich finde, so was aus Fossilien zu schließen ... na jaaaaaaa. Es wird auch viel gefälscht und so. Ja, ja. Die Welt ist immer noch voller Geheimnisse und wir haben nicht mal die grundlegensten Frage so richtig beantworten können.
Na ja und zum anderen: ICh erkläre es dir noch mal:
Sprache ist relativ. Es herrscht das Prinzip der Arbitrarität. Das bedeutet, die Zuordnung Lautfolge und Bedeutung sind variabel, das belegen die unzähligen Sprachen. So, nun mein Gedankengang: Sollte ich zum Beispiel jemanden Arschloch nennen, würde Gott, sofern es ihn gibt, danach urteilen, sofern er urteilen würde, dass ich ausgerechnet diese Person mit dieser Lautfolge angesprochen habe oder würde er danach urteilen, was ich im Sinn hatte, als ich diese Person Arschloch genannt habe? Für mich kann ja das Wort Arschloch etwas Positives sein und so was wie guter Freund bedeuten. Eventuell kann dieses Wort ja in einer anderen Sprache (etwas übertrieben, vielleicht sogar in einer Plansprache wie Esperanto) was Positives bedeuten. Kapiche?
Ich meine einerseits ist ja Sprache absolut notwendig und kein Mensch findet sich zurecht ohne sie. Ich kann mit jemandem, der nur Deutsch spricht, kein Japanisch sprechen, da wir uns nicht verständigen könnten. Andererseits ist sie doch total relativ und ist einem andauernden Wandlungsprozess unterworfen.
Wenn z.B. unser Gehirn so programmiert wäre, nur eine Lautfolge zu einem Sinnbild zuzuordnen (wie bei einer mathematischen Funktion), würde sich diese Frage erübrigen.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2011 09:57
#8 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Zitat von IslamIsNotPeace
Nein :) Aber ich finde, so was aus Fossilien zu schließen ... na jaaaaaaa. Es wird auch viel gefälscht und so. Ja, ja. Die Welt ist immer noch voller Geheimnisse und wir haben nicht mal die grundlegensten Frage so richtig beantworten können.
Na ja und zum anderen: ICh erkläre es dir noch mal:
Sprache ist relativ. Es herrscht das Prinzip der Arbitrarität. Das bedeutet, die Zuordnung Lautfolge und Bedeutung sind variabel, das belegen die unzähligen Sprachen. So, nun mein Gedankengang: Sollte ich zum Beispiel jemanden Arschloch nennen, würde Gott, sofern es ihn gibt, danach urteilen, sofern er urteilen würde, dass ich ausgerechnet diese Person mit dieser Lautfolge angesprochen habe oder würde er danach urteilen, was ich im Sinn hatte, als ich diese Person Arschloch genannt habe? Für mich kann ja das Wort Arschloch etwas Positives sein und so was wie guter Freund bedeuten. Eventuell kann dieses Wort ja in einer anderen Sprache (etwas übertrieben, vielleicht sogar in einer Plansprache wie Esperanto) was Positives bedeuten. Kapiche?
Ich meine einerseits ist ja Sprache absolut notwendig und kein Mensch findet sich zurecht. Ich kann mit jemandem, der nur Deutsch spricht, kein Japanisch sprechen, da wir uns nicht verständigen könnten. Andererseits ist sie doch total relativ und ist einem andauernden Wandlungsprozess unterworfen.


Mal davon abgesehen die wissenschaftlichen Ergebnisse das Erdzeitalter betreffend ziemlich genau sind...glaubst du tatsächlich ein Gott macht sich Gedanken darüber,was fast 7 Milliarden Menschen denken,tun,sagen oder glauben? Ist es nicht vielmehr so,das der Mensch hofft er/sie/es würde dies tun,um das Gefühl zu haben bedeutend zu sein? Da kümmert sich jemand um einen,wacht darüber was er tut. Das ist einerseits geschickte Manipulation,weil sich jeder Gläubige beobachtet fühlt,andererseits hat man nie das Gefühl wirklich alleine zu sein.

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

04.06.2011 09:58
#9 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

@ Stan: Eben. Er wird antworten: Gottes Wege sind unergründlich.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2011 10:01
#10 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Zitat von IslamIsNotPeace
@ Stan: Eben. Er wird antworten: Gottes Wege sind unergründlich.



Darauf hoffst du. Weil alles andere zu deprimierend wäre.
Sowohl die Vorstellung da wäre niemand bzw. nix,an dem man sich richten könnte...niemand der für Gerechtigkeit sorgt..als auch die Vorstellung das dieser Gott einfach ein sadistischer Psychopath ist,der ein schlechtes Spiel mit seiner Schlöpfung spielt.
So haofft und glaubt man halt,das der gute und barmherzige es schon im Sinne aller richten wird. Wenn schon nicht im Diesseits ,dann doch im Jenseits.
Im wahrsten Sinne...zu schön um wahr zu sein.

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

04.06.2011 10:03
#11 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

@ Stan: Ich meine, ich würde auch eine atheistische Position beziehen. Aber es passieren zu viele mysteriöse Dinge auf dieser Welt und die Komplexität dieser Welt nur auf einen blöden Zufall zu schieben, widerspricht meinem Intellekt. Dafür ist alles zu durchdacht.
Die Quantenphysik geht ja auch mittlerweile auch davon aus, dass das mechanistische Weltbild falsch ist und das Bewusstsein unsterblich ist.
Woher deiner Meinung nach kommt die Idee Gott? Hatte sie einen evolutive Funktion? Wieso glauben so viele daran?

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

04.06.2011 10:07
#12 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

@ Stan: Du müsstest aber auch erklären, woher alles kommt? Alles muss doch irgendwo einen Anfang gehabt haben?

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2011 10:12
#13 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Zitat von IslamIsNotPeace
@ Stan: Ich meine, ich würde auch eine atheistische Position beziehen. Aber es passieren zu viele mysteriöse Dinge auf dieser Welt und die Komplexität dieser Welt nur auf einen blöden Zufall zu schieben, widerspricht meinem Intellekt. Dafür ist alles zu durchdacht.
Die Quantenphysik geht ja auch mittlerweile auch davon aus, dass das mechanistische Weltbild falsch ist und das Bewusstsein unsterblich ist.
Woher deiner Meinung nach kommt die Idee Gott? Hatte sie einen evolutive Funktion? Wieso glauben so viele daran?




Mysteriöse Dinge sind nur mysteriös weil wir sie uns nicht erklären können. Für nen Buschmann ist ein Handy auch mysteriös.Die Wissenschaft deckt eine Mysteriösität nach der anderen auf..und selbst wenn,was sehr wahrscheinlich ist,einige Dinge niemals erklärt werden können,so heisst das ja nur,das unser Verstand nicht ausreicht. Dies aber dann mit Gott in Verbindung zu bringen,ist nachvollziehbar,aber keine Notwendigkeit.
Und da sind wir beim zweiten Teil.
Gott ist tatsächlich ne Idee...eine von Menschen ge und erschaffene Idee,die aus Unwissenheit und Ratlosigkeit entstand. Zudem hat der Mensch das Bedürfnis nach Führung,nach Anleitung...er ist halt ein Herdentier.Auch innerhalb einer Gruppe wird sich immer so etwas wie ein Führer herauskristalisieren. Der Mensch braucht jemanden,dem er die Verantwortung übertragen kann..und notfalls auch die Schuld in Schuhe schiebnen.
Da eignet sich ein Gott doch wunderbar..sozusagen der Führer aller Führer..der Obermacker.
Dieser Glaube befriedigt grundlegende menschliche Bedürfnisse. Von daher tuen es soviele.

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2011 10:18
#14 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Zitat von IslamIsNotPeace
@ Stan: Du müsstest aber auch erklären, woher alles kommt? Alles muss doch irgendwo einen Anfang gehabt haben?




Warum?
So wie Gläubige behaupten das Gott schon wüsste was er tut und seine Entscheidungen unergründlich seien,kann ich doch annehmen das es auch etwas ohne Anfang und ohne Ende geben kann?
Ist es nicht vlt. eher so,das das Hirn des Menschen nicht in der Lage ist zu akzeptieren,das es auch so sein könnte,weil nach des Menschen Verständnis alles einen Anfang und ein Ende haben muss..ausser die Wurst und der Kreis
Und vlt. gab es ja einen Anfang..aber warum muss dafür ein Gott verantwortlich sein? Und selbst wenn ein Schöpfer dafür verantwortlich gewesen sein sollte...warum sollte der mit dem Gott identisch sein,an den Menschen glauben? Wahrscheinlicher ist doch,das der sich gar nix aus uns macht. Die Realität lässt einen solchen Eindruck zu...aber dieser Eindruck wäre ja zu deprimierend..schlieslich will man ja Hoffnung haben.
Das ist entscheidend..der Mensch,zumindest die aller,aller meisten Menschen ,würden ohne diese Hoffnung kaputt gehen.
Daher mein Ausspruch Realität ist nix für Weicheier

Stan ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2011 10:22
#15 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

So IslamIsNotPeace..muss jetzt weg. Macht aber Spass mit dir..vielleicht können wir ja zu einem späteren Zeitpunkt nochmal darauf zurückkommen?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.451

04.06.2011 13:55
#16 Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Zitat von IinP
Sollte ich zum Beispiel jemanden Arschloch nennen, würde Gott, sofern es ihn gibt, danach urteilen, sofern er urteilen würde, dass ich ausgerechnet diese Person mit dieser Lautfolge angesprochen habe oder würde er danach urteilen, was ich im Sinn hatte, als ich diese Person Arschloch genannt habe?

Wenn dein Gott von dir verlangt, gottisch (oder allahisch) zu reden und du kennst die Sprache nicht - und Gott kann auch nicht deutsch, türkisch, kurdisch usf. - dann wirst du möglicherweise Schwierigkeiten bekommen...

Die Sprache ist aber nicht von Gott gegeben. Sie ist uns aus unserer Geschichte und unseren Bedingungen erwachsen. Ist nun mal so.

Zitat
Woher deiner Meinung nach kommt die Idee Gott?

Aus der Erkenntnissuche des Erkenntniswesens Mensch. Als der Mensch anfing, seine ersten Werkzeuge (wie den Faustkeil) und Konsumgegenstände (wie den flauschigen Mammutfellmantel) selbst zu produzieren, musste er sich die Frage gestellt haben: Und wer schuf uns?

Der Mensch hatte keine andere Gelegenheit, als aus seiner eigenen schmalen Produktionserfahrung auf die große Ebene zu schließen: Er selbst war als Produzent des Faustkeils dem Faustkeil intellektuell überlegen. Der Faustkeil war ein toter Gegenstand und außerdem doof.
So schlussfolgerte er: Um wieviel muss der Schöpfer des Menschen dem Menschen überlegen sein?

Von der Erfahrungsbasis des Menschen auszugehen, um die große Naturproduktion zu beschreiben, war aber ein grundsätzlicher Irrtum gewesen! Denn: Wenn Gott als der Schöpfer der Erde, des Universums und der Menschen wirklich um so vieles Größer sein muss als seine Schöpfung selbst - um wieviel größer muss denn der Schöpfer Gottes sein?
Du kommst da in eine unlogische "unendliche Regression" (Richard Dawkins).

Du wirst sagen: Ja, aber Gott ist unendlich, er hat keinen Anfang, und wir können ihn nicht erfassen. Dann erklärst du unsere Schöpfung als etwas, was du nicht kennst, nie gesehen hast, nie beweisen und nicht begründen und nicht wesentlich erklären kannst! Da kannst du gleich sagen: Wie wir entstanden sind, weiß ich nicht!

Es gibt eine andere Erklärung für das Werden unserer Existenz - und die liegt direkt vor unseren Augen geschrieben: die EVOLUTION! Sie beschreibt die Produktion des Lebens unter den Bedingungen der Natur. Und die geht nicht vom Komplizierten zum Einfachen - wie wir die Schöpfung des Menschen fälschlicherweise aus unserer eigenen Produktionserfahrung ableiteten - sondern von Einfachen (Einzeller) zum Komplizierten (Primaten, Mensch). Also genau umgekehrt!

So kann das auch mit dem Universum geschehen sein. Es wird kein göttlicher Chemiker dafür verantwortlich sein. Denn da müsstest du erklären, woher der denn kommt. Der absolute Anfang sieht anders aus.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

husampa Offline



Beiträge: 208

04.06.2011 14:17
#17 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

All-so: Sprachen sind im Plan Gottes eingebetet, wie ne .....
Selbst in der Sprache drückt sich Gottes Wille aus, indem das komme, wo hin geschaut ist von dem Funken/Seele.
Sprache ist eine andere Bedeutung für Zahlen, alle Religionen, Organisationen, Gemeinschaften.... wissen um dies, und halten bewusst Infos vor dir zurück (Zahlenkombinationen, "deines wohles willen" pah, pfui, iggi_igit
Sprache stößt an begrenzung, denn ein Baum soll Baum bleiben, ein anderem gefällt Tree besser und wieder nem anderern Pflanzlicherverwanteseele.....
so entstehen, und stehen die Sprachen. Ein Vogel singt, ein Menschlein singt... Ein Hund der bellt, ein Mensch der bellt... ein Gott schweigt, ein Menschlein schweigt... Eine Kraft ertönt, der eine Mensch empört, der andere er hört....

Titus Offline



Beiträge: 479

06.06.2011 12:46
#18 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Ich versuchs mal mit eigenen Gedanken, nicht mit dem, was andere schon gedacht haben.

Was wissen wir eigentlich genau über unsere Vergangenheit, das ist doch eine Frage, darüber darf man
nachdenken. Je nach Erfahrung und Neugier (!). Und "Wagemut". Damit meine ich, daß man auch das denken darf
und soll, was eigentlich undenkbar erscheint. Und das man auch darüber nachdenkt, was eigentlich fest stehen
sollte.

Zum Beispiel der Urknall. Ja, wie? Welches Material, hat wer geliefert, hat wer gezündet, wo kam der her?
Oder war es ein Mädchen? Womit gezündet? Und dann?
Also wäre ein Gedankenspiel. Nun, da war dann das Weltall. Ein paar Millionen Jahr dann unsere Galaxy
und da mittendrin unser Sonnensystem, eines von rund 200 Milliarden.. Doll- hats nun Zweck darüber nachzudenken,
ob es nur 187 Milliarden sind?? nö, bringt nichts.

Irgendwer muß ja nun da irgendwo draußen herumgeistern und den ganzen Laden irgendwie steuern.
Mit den vielen Galaxien sicherlich nicht einfach. Macht er/sie wie? Mit Computer, wenn ja......

Die schöne Erde sauste also um die Sonne (es gibt Musels, die sehen das umgekehrt), so irgendwie sinnlos und
leer - und dann ging es los: Berge, Land, Wasser, Fische Tiere, große Tiere ganz winzige Tiere.
Oh, sagte der große Meister, das ist langweilig. Also schuf er uns, den Menschen - und damit begann dann das Chaos.
Und so ist es noch heute.

Die Menschen lebten irgendwie, mußten sich irgendwie verständigen. Zeichensprache? Kompliziert, wie soll
Vater dem Sohn mit Zeichen sagen: hol´mal´´ne Bier aus dem Keller, aber alkoholfreies. Geht nicht?
Natürlich nicht. Sicherlich hatte man noch keine Keller, bestenfalls Höhlen, wo dann Vorräte lagerten.
Aber auch hierfür brauchte man eine Verständigung untereinander. Das elegante Französisch war noch nicht
erfunden, das primitive Amerikanisch auch noch nicht (bot sich aber an) und unser Deutch war viel zu kompliziert.

Riesiger Gedankensprung. Man hatte eine Sprache, man duckte sich wenn es blitzte und donnerte und es türmte etc.
Man versuchte das irgendwie einzuordnen, ging nicht, man hatte einfach nur Angst. Ja, bis einer, der zu faul zum Arbeiten war den genialen Gedanken hatte, daß er das erklären könnte. Da seine Wesen, die man nicht sehen könnte, aber die zu ihm sprechen würden etc. etc., der Mann hat die Religion mit Göttern erfunden!
Ein Frau konnte das nicht gewesen sein, Frauen waren einfach zu intellegent für so einen Blödsinn.
Mithin bekamen sie eins aufs Maul, wenn sie hierm ihren Mund aufmachten.

Und so war zweierlei entstanden:
1. die relgion
2. der Ansatz tzur Unterdrückung der Frau,
ein zivilisatorischer Fehlstart, der uns
heute noch zu schaffen macht. Besonders
den Mohammedanern. Das sieht man an deren
Entwicklung, die nie stattgefunden hat!!

Und so kann man weiter "nachdenken" - es reicht mir aber.
Meine Regierung befiehlt mich gerade zu Tisch.

Titus

_______________________________________________

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

06.06.2011 15:35
#19 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Zitat von Titus






.... der Mann hat die Religion mit Göttern erfunden!
Ein Frau konnte das nicht gewesen sein, Frauen waren einfach zu intellegent für so einen Blödsinn.
Mithin bekamen sie eins aufs Maul, wenn sie hierm ihren Mund aufmachten.


Titus



Aber lange bevor es Götter gab, gab es Göttinen.
Die frühen Gesellschaften waren Matriachats, davon geht man heute aus.
Verehrt würde die Göttin in Gestalt der großen Erdmutter oder der Mutter Natur.
Alle Wesen galten als beseelt, auch die Pflanzen.
In Östreich wurde eine Skulptur der Erdmutter gefunden die ca 35 000 Jahre
alt sein soll.

husampa Offline



Beiträge: 208

06.06.2011 17:37
#20 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Der Titus ist der Klügste von euch allen, das steht fest geschrieben.
Danke für deine Weisung.

Ich weise Husampa mal 10 Tage Pause zu. 3. Verwarnung. Vanion.Mod.

husampa Offline



Beiträge: 208

06.06.2011 18:12
#21 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Zitat von husampa
Der Titus ist der Klügste von euch allen, das steht fest geschrieben.
Danke für deine Weisung.

Ich weise Husampa mal 10 Tage Pause zu. 3. Verwarnung. Vanion.Mod.


Danke, das du du bist....

husampa Offline



Beiträge: 208

06.06.2011 18:15
#22 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

All-so: Du meinst du lebst in Unfreiheit, nimmst aber andere Freiheit, ich rate gehiwohinduwillste

Titus Offline



Beiträge: 479

07.06.2011 11:42
#23 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Zitat von Reisender

Zitat von Titus






.... der Mann hat die Religion mit Göttern erfunden!
Ein Frau konnte das nicht gewesen sein, Frauen waren einfach zu intellegent für so einen Blödsinn.
Mithin bekamen sie eins aufs Maul, wenn sie hierm ihren Mund aufmachten.


Titus



Aber lange bevor es Götter gab, gab es Göttinen.
Die frühen Gesellschaften waren Matriachats, davon geht man heute aus.
Verehrt würde die Göttin in Gestalt der großen Erdmutter oder der Mutter Natur.
Alle Wesen galten als beseelt, auch die Pflanzen.
In Östreich wurde eine Skulptur der Erdmutter gefunden die ca 35 000 Jahre
alt sein soll.




Mir ist das egal, ob es Göttinnen vor Göttern gab etc.
Gedankenspiele. Keiner weiß, ob nicht Menschen damals schon Dynosaurier als Haustiere hielten,
ob nicht doch damals schon Menschen lebten. Schöner Gedanke?

Ich habe mir nur vorgestellt, wie der erste Mensch auf die Idee kam die Ängste seiner Mitmenschen
zu vermarkten. Und das war mit Sicherheit ein Mann, der damit die Religion erfunden hat.
Und dann gabe es später Göttinnen und Gesellschaften, in denen die Frauen das Sagen hatten. Zum Glück,
sonst hätten die Menschen schon damals am Abgrund gestanden. Übrigens soll es heute noch Stämme geben,
in denen die Frauen bestimmen, Eigentum den Frauen gehört etc. Und diese Stämme leben natürlich friedlich.

Und irgendwann werden die da oben im Weltraum, die vor ein paar hunderttausend Jahren das Experiment "Mensch"
gestartet haben einsehen, daß dieses Experiment gescheitert ist. Gründe? Machen wir ein eigenes Thema auf??

Das ist auch meine rein persönliche Überlegung. Da sind wir, dieser Fliegenschiß am Himmel innerhalb der
riesigen Galaxy, die man "Milchstraße" nennt. Soll man nun riskieren, daß die Menschen tatsächlich eines Tage sich mit Atombomben umbringen, nur weil man (nur z.B.) nicht an Allah und das Steinigen von Frauen glauben will?
Und dann sagt man sich, um dieses Versuchsobjekt Erde liegen Milliarden von anderen "Erden" mit bereits
hochentwickelten Lebewesen, die könnten Schaden nehmen. Also mal kurz Luft geholt - und dann wr es mit dem
Experiment Mensch Schluß sein, aus Exitus...!. So meine ich. Die können ja die Erde bestehen lassen, diesen von Macht und Gier und Zerstörung
bedrohten Planeten. Und dann holt man eben Lebewesen mit Verstand und die haben dann natürlich zu tun, um die
Erde wieder bewohnbar zu machen.

Zu letzt:
Zu denken, was undenkbar erscheint, hat den Menschen einmal Großes gebracht, Sinnvolles. bis dann Geyer kamen, die
mit diesen Errungenschaften nur noch Geld scheffeln wollten und alles in Frage stellen. Ich bin nur ein kleines
Licht, ein Veilchen, was im Verborgenen blüht. Was wir brauchen sind kühne Denker mit Einfluß (und Macht!!), die sich nicht einschüchtern
lassen, weder von den Musels, noch von den Papisten. Ich fürchte, die werden erst noch geboren werden müssen...

Titus - Freunde und - dinnen, denkt mit, tut gar nicht weh, macht aber Spaß.......

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Donald Duck Offline




Beiträge: 36

14.06.2011 17:57
#24 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Am Anfang der Bibel, im 1. Buch Mose, Kapitel 11, wird vom Turmbau zu Babel erzählt: Alle Welt habe eine Sprache gehabt.

Im Lande Schinar, mit Babylonien gleichgesetzt, beschließen die Menschen, einen Turm zu bauen, der bis an den Himmel ragen soll. Der Bau soll ihnen einen Namen machen und ihnen Zusammenhalt stiften. Aber Gott verwirrt die Sprache der Menschen, indem er sie zerstreut in alle Länder. So kommt der Bau zum Erliegen.

Die Erzählung fasst drei Motive zusammen: die Vielfalt der Sprachen, die Zerstreuung der Menschheit über die Erde und den Turmbau. Diese Motive finden sich auch in Erzählungen außerhalb der Bibel, zum Beispiel bei kolumbianischen Indianern, bei den Litauern oder in Afrika und Indien. Das zeigt, dass hier nicht von einem Ereignis bei einem bestimmten Volk die Rede ist, sondern von Erfahrungen des Menschen allgemein.

Im Zentrum der biblischen Erzählung vom Turmbau steht eine Überlegung Gottes (Vers 6): Dem Menschen sei aufgrund der Einheitssprache und seiner Einheit unbegrenzt alles möglich und der Turmbau nur ein Anfang. Dem Menschen könne so nichts verwehrt werden. Er sei autonom, könne alles selbst bestimmen. Dabei würde er sich aber überheben, wäre er Gott gleich und nicht mehr seine Kreatur.

Die Vielfalt der Sprachen als Folge der Zerstreuung der Menschheit über die ganze Erde behindert die Verständigung zwischen den Menschen und das einheitliche Handeln. Sie hält den Menschen in Grenzen.

In der Pfingstgeschichte (Apostelgeschichte 2) ist das Motiv der Vielfalt der Sprachen aufgenommen. Dabei besteht das Pfingstwunder aber dann darin, dass die verschiedenen Menschen in ihrer Sprache die Jünger Jesu von den Taten Gottes reden hören und verstehen.

Pfingsten wir also zum Kontrapunkt der Erzählung vom Turmbau zu Babel. So wo Gott einst die Menschen in verschiedene Sprächen und Völker geteilt hat, so wird nun der Heilige Geist eine Gemeinschaft eines Glaubens und einer Verständigung schaffen.

1. Buch Mose 11
Die Menschen hatten damals noch alle dieselbe Sprache und gebrauchten dieselben Wörter. Als sie nun von Osten aufbrachen, kamen sie in eine Ebene im Land Schinar und siedelten sich dort an. Sie sagten zueinander: "Ans Werk! Wir bauen uns eine Stadt mit einem Turm, der bis an den Him-mel reicht! Dann wird unser Name in aller Welt berühmt. Dieses Bauwerk wird uns zusammenhalten, so dass wir nicht über die ganze Erde zerstreut werden." Da kam der HERR vom Himmel herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, die sie bauten. Als er alles gesehen hatte, sagte er: "Wohin wird das noch führen? Sie sind ein einziges Volk und sprechen alle dieselbe Sprache. Wenn sie diesen Bau vollenden, wird ihnen nichts mehr unmöglich sein. Sie werden alles ausführen, was ihnen in den Sinn kommt." Und dann sagte er: "Ans Werk! Wir steigen hinab und verwirren ihre Sprache, damit niemand mehr den anderen versteht!"

Apostelgeschichte 2
Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu reden, jeder und jede, wie es ihnen der Geist Gottes eingab. Nun lebten in Jerusalem fromme Juden aus aller Welt, die sich hier niedergelassen hatten. Als sie das mächtige Rauschen hörten, strömten sie alle zusammen. Sie waren ganz verwirrt, denn jeder hörte die Versammelten, die Apostel und die anderen, in seiner eigenen Sprache reden. Außer sich vor Staunen riefen sie: "Die Leute, die da reden, sind doch alle aus Galiläa! Wie kommt es, dass jeder von uns sie in seiner Muttersprache reden hört? Wir kommen aus Persien, Medien und Elam, aus Mesopotamien, aus Judäa und Kappadozien, aus Pontus und aus der Provinz Asien, aus Phrygien und Pamphylien, aus Ägypten, aus der Gegend von Zyrene in Libyen und sogar aus Rom. Und wir alle hören sie in unserer eigenen Sprache die großen Taten Gottes verkünden!" Erstaunt und ratlos fragten sie einander, was das bedeuten solle.


Da hast du die Erklärung! Dein Gott hatte Angst, daß die Menschen genauso mächtig werden wie er selbst und hat daher die Sprache verwirrt und die Menschheit zerstreut, um an der Macht zu bleiben.

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Luther erschütterte Deutschland - aber Francis Drake beruhigte es wieder: Er gab uns die Kartoffel.

Heinrich Heine

Erretter Offline




Beiträge: 111

14.06.2011 18:27
#25 RE: Mal ein Gedankenexperiment Antworten

Wie kommt es eigentlich, dass hier grundsätzlich das Chaos ausbricht, wenn ich mal länger abwesend bin?

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Ein Christ baut ein Haus aus Zement und Stein, ein Atheist setzt sich vor einen Sandhaufen und wartet.

Seiten 1 | 2
 Sprung  
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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

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