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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 296 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Narr Offline



Beiträge: 146

10.06.2012 11:33
#226 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat von Philosophierender Kommunist
Mal ehrlich: Gehen wir davon aus, GOtt existiert nicht, dann ist wirklich alles erlaubt. Wem gegenüber haben wir denn eine Verantwortung? Unserem Gewissen, welches dann gesellschaftlich konditioniert wäre?


Um ein 'Gewissen' gesellschaftlich konditionieren zu können muss es erst mal eines geben. Und ein Gefühl für z.B. 'fair' und 'unffair' ist auch bei anderen Tieren zu finden. Das fängt nicht erst beim Menschen an.

In dieser Diskussion wird die biologische Seite vollkommen außer Acht gelassen. Damit fehlt der grundlegende Auslöser für 'Moral'. Wir Menschen haben nicht wegen eins Gottglaubens eine Ethik entwickelt, sondern Religionen bedienen sich der vorhandenen Verhaltens- und Gefühlswelt und instrumentalisieren sie für ihre Bedürfnisse.

Frans de Waal: Moral behavior in animals

Cyrus Offline



Beiträge: 351

10.06.2012 11:35
#227 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat
Und ein Gefühl für z.B. 'fair' und 'unffair' ist auch bei anderen Tieren zu finden. Das fängt nicht erst beim Menschen an.


Klingt interessant, wo finde ich dazu was?

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http://www.youtube.com/watch?v=muHg86Mys7I & http://www.youtube.com/watch?v=eMfTbSBLks4

Ragecookie Offline




Beiträge: 619

10.06.2012 11:36
#228 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Denke mal in jeder Dokumentation über Menschenaffen :D

___________________________________________________
Science is more then a body of knowledge, it is a way of thinking, a way of sceptical interrogating the universe.

-Carl Sagan

Narr Offline



Beiträge: 146

10.06.2012 11:43
#229 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

youtube ist ein guter Anfang. Z.B. alles von Frans de Waal
unten hatte ich schon einen Ted-Talk angegeben hier noch was nettes
ich auch Traube!
Eine Hand waescht....

Seven_days ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2012 14:59
#230 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat von Cyrus

Zitat
Und ein Gefühl für z.B. 'fair' und 'unffair' ist auch bei anderen Tieren zu finden. Das fängt nicht erst beim Menschen an.


Klingt interessant, wo finde ich dazu was?




Lach...nirgendwo, meines bisherigen Wissens nach.

Tiere kennen kein Gefühl für "fair" oder "unfair", wage ich nun mal einfach so zu behaupten.

Seven_days ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2012 15:01
#231 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat von Ragecookie
Denke mal in jeder Dokumentation über Menschenaffen :D



Nee, die habe ich schon stundenlang im Zoo beobachtet, da konnte ich wirklich nix von fair oder unfair erkennen.
:-)))))))))))))))))))))))

Gep.....( Zensur ) habe die allerdings ziemlich oft.

Cyrus Offline



Beiträge: 351

10.06.2012 15:18
#232 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Meine Theorie würde ja lauten, dass der Mensch auch kein wahres 'fair' bzw. 'unfair' kennt, sondern die Definitionen dafür aufstellt, auslegt, ausdehnt wie es ihm gerade in den Kram passt.
(Nein, das ist keine Anklage, das ist gut so)

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Seven_days ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2012 15:31
#233 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat von Cyrus
Meine Theorie würde ja lauten, dass der Mensch auch kein wahres 'fair' bzw. 'unfair' kennt, sondern die Definitionen dafür aufstellt, auslegt, ausdehnt wie es ihm gerade in den Kram passt.
(Nein, das ist keine Anklage, das ist gut so)



Jo.

Manchmal vernebeln "Drogen" gewissen Menschen halt den Kopf.

Narr Offline



Beiträge: 146

10.06.2012 15:57
#234 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat von Cyrus
Meine Theorie würde ja lauten, dass der Mensch auch kein wahres 'fair' bzw. 'unfair' kennt, sondern die Definitionen dafür aufstellt, auslegt, ausdehnt wie es ihm gerade in den Kram passt.


"Fairness" bedeutet soviel wie 'Gerechtigkeit', 'Angemessenheit' oder 'Anständigkeit'. In gutem Denglish redet man heute auch von 'win-win'-Situationen.

Und da ist für Menschen sowie für viele andere Tierarten gezeigt, dass das besteht. Besonders für soziale Tiere ist das imo auch nicht verwunderlich. Das hat auch nichts mit 'wie es ihm gerade in den Kram passt' zu tun.
Das wurde schon x-Mal in den unterschiedlichsten Experimenten gezeigt. Auch, dass das nicht anerzogen wird, sondern das ein Teil unseres genetischen Erbes ist. Schon dreijährige teilen gerecht




Zitat von Seven_days

Nee, die habe ich schon stundenlang im Zoo beobachtet, da konnte ich wirklich nix von fair oder unfair erkennen.


Zu solchen Äußerungen fällt mir nur DAS ein

Seven_days ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2012 15:59
#235 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Bla, bla, bla....

Cyrus Offline



Beiträge: 351

10.06.2012 16:32
#236 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Ich hab als Kindergartenkind immer Spielzeug weggenommen gekriegt.
Ich frag mich welche Kids die da getestet haben. ("[...] die Massen hole der Teufel und die Statistik!" - Nietzsche)
Ich schätze mal, schon mit 3 Jahren ist sehr sehr viel durch außerumweltliche Prägung (Lernen) ... ähm ... geprägt.
(Jacobb Barnett konnte mit 3 Jahren schon das Volumen einer Cornflakespackung berechnen)

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http://www.youtube.com/watch?v=muHg86Mys7I & http://www.youtube.com/watch?v=eMfTbSBLks4

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

10.06.2012 17:22
#237 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Dostojewski hat hier nicht recht!
Ob mit oder ohne Gott müssen wir die Folgen tragen.
Also ich selbst habe unverschämten Mitmenschen schon öfter mal reichlich unverschämtes zurückgegeben.
Irgendwann bekommt man fast immer eine Chance dazu.

Und eine angeblich ausgleichende Gerechtigkeit im Jenseits ist doch nur eine tröstliche Vorstellung für kleine Mucker...
Da kann ich gut darauf verzichten.
Ich finde eine solche Vorstellung einfach nur lächerlich.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

tuba Offline



Beiträge: 67

10.06.2012 20:46
#238 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat Und ein Gefühl für z.B. 'fair' und 'unffair' ist auch bei anderen Tieren zu finden. Das fängt nicht erst beim Menschen an.


Klingt interessant, wo finde ich dazu was?


jki




augen auf dann siehste es.

Gott ist! wie da+

tuba Offline



Beiträge: 67

10.06.2012 21:19
#239 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Fairness" bedeutet soviel wie 'Gerechtigkeit', 'Angemessenheit' oder 'Anständigkeit'. In gutem Denglish redet man heute auch von 'win-win'-Situationen.

Und da ist für Menschen sowie für viele andere Tierarten gezeigt, dass das besteht. Besonders für soziale Tiere ist das imo auch nicht verwunderlich. Das hat auch nichts mit 'wie es ihm gerade in den Kram passt' zu tun.
Das wurde schon x-Mal in den unterschiedlichsten Experimenten gezeigt. Auch, dass das nicht anerzogen wird, sondern das ein Teil unseres genetischen Erbes ist. Schon dreijährige teilen gerecht

von narr

huziop



genaues sehn verstärkt fair und unfairness. sieht man bei der seven days, sie sieht, aber ist unfair...

ist schwer zu begreifen warum mensch angst vor tier hat.
ich liebe tiere, sie sind wunderbar und schön. sollte es schreckliche tiere geben, dann soll der hüter zusammen über sie richten...
hüter ist, wer erkennt, ob er rechtens gerichtet hat. er ist ehrlich... so ehrlich, dass er dafür lügen betrügen rauben usw tätigen würde, um zu hüten, auch einem stärkeren ein freund sein.
weiter würde er beteln winzeln flehen heulen jaulen usw um zu hüten. auch teilt er um zu hüten, wobei er vorsichtig sein muss, da er den schatz vertraut.

Gott ist! wie da+

tuba Offline



Beiträge: 67

10.06.2012 21:37
#240 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Und eine angeblich ausgleichende Gerechtigkeit im Jenseits ist doch nur eine tröstliche Vorstellung für kleine Mucker...
Da kann ich gut darauf verzichten.
Ich finde eine solche Vorstellung einfach nur lächerlich.

geschrieben von lukrez
46790812



danach suchste doch garnet... suchste überhaupt<ß?
was findest du?, eine solche vorstellung, dann findest du se auch...

Gott ist! wie da+

Cyrus Offline



Beiträge: 351

11.06.2012 02:39
#241 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat
hüter ist, wer erkennt, ob er rechtens gerichtet hat. er ist ehrlich... so ehrlich, dass er dafür lügen betrügen rauben usw tätigen würde, um zu hüten, auch einem stärkeren ein freund sein.



Gut geschrieben! Das Unrecht durch die angebliche Intention Recht gewähren zu wollen gerechtfertigt. Genau das ist der Hauptwiderspruch in der gesamten menschlichen Moral-Story!
"Story", weils erfundener Humbuk ist.

Noch ein Nietzsche-Zitat:
"In irgendeinem abgelegenen Winkel des in zahllosen Sonnensystemen flimmernd ausgegossenen Weltalls gab es einmal ein Gestirn, auf dem kluge Tiere das Erkennen erfanden. Es war die hochmütigste und verlogenste Minute der Weltgeschichte: aber doch nur eine Minute. Nach wenigen Atemzügen der Natur erstarrte das Gestirn, und die klugen Tiere mussten sterben."

Das Universum kennt keine Moral, nur der Mensch kennt sie, also glaubt sie zu kennen.

Tiere und Mitgefühl:
https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hph...621150964_n.jpg

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

11.06.2012 12:52
#242 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Fairness hat immer mit einem gehörigen Maß an Egoismus zu tun. Der Spruch "Was Du nicht willst das man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu" zeigt dass deutlich. Übersetzt heisst das doch: Ich will zuerst dass es mir gut geht, also darf ich andere nicht schädigen oder benachteiligen, damit sie mich nicht ebenfalls schlecht behandeln --> Grundvoraussetzung für soziales Miteinander.

http://www.faz.net/aktuell/wissen/studie...nn-1118194.html

Der erste Link bei Google, den ich bei der Suche mit "Studie - Tiere - Gerechtigkeitssinn" gefunden habe. "Wer suchet, der findet." heisst es so schön.

Vor allem bei Gläubigen habe ich eine den Tieren gegenüber herabwürdigende Haltung kennengelernt. Wer sich als etwas "besseres", den Tieren höhergestelltes Wesen sieht, scheint von der Evolution etwas benachteilligt worden zu sein.
http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=6196

Cyrus Offline



Beiträge: 351

11.06.2012 13:06
#243 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Kapuzineräffchen:
Das ist Neid und Vertrauen auf die sonst zutreffende Identität der gleicher kausaler Ereignisse.
Für die Tiere ist es aber weder noch: Sie fühlen einfach nur rein instinktiv Missfallen.

Außerdem zeigt das überhaupt nicht, ob die Äffchen nun untereinander teilen?

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

11.06.2012 14:03
#244 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat von Cyrus
Kapuzineräffchen:
Das ist Neid und Vertrauen auf die sonst zutreffende Identität der gleicher kausaler Ereignisse.



Was ist denn Gerechtigkeitssinn sonst? Wenn Du unter gleichen Voraussetzungen mehr Einkommenssteuer als Dein Nachbar bezahlen müsstest,
fühlst Du Dich dann nicht ungerecht behandelt? Bei Dir wäre dass selbstverständlich kein Neid, sondern wahrer Gerechtigkeitssinn.

Zitat von Cyrus
Für die Tiere ist es aber weder noch: Sie fühlen einfach nur rein instinktiv Missfallen.



Es kann nicht sein was nicht sein darf.

Einschätzen einer Situation. Beurteilen der Handlung eines anderen und vergleichen mit der eigenen Leistung. Beurteilen des Ergebnisses. Gerade die Komponente mit dem Zahlungsmittel Plastikchip zeigt doch, dass das über eine rein instinktive Handlung hinausgeht. Einige der Äffchen haben bereits den Chip bezahlt, lehnten aber den ihrer Meinung nach zu geringen Gegenwert der Gurkenscheibe ab. Sie wissen also ganz genau, was der "gängige" Gegenwert für den Plastikchip wäre, nämlich eine Traube. Indem sie die weniger schmackhafte Gurkenscheibe ablehnen, nehmen sie der Gerechtigkeit wegen sogar einen persönlichen Nachteil in Kauf. Sie tun etwas ohne Gegenleistung.

Zitat von Cyrus
Außerdem zeigt das überhaupt nicht, ob die Äffchen nun untereinander teilen?



Ist denn "teilen wollen" eine Voraussetzung für Gerechtigkeitssinn? Haben nicht Menschen auch die Eigenschaften Mißgunst und Neid? Wodurch werden diese Gefühle denn ausgelöst? Woher kommt denn "Wieso der und nicht Ich?" Wieso kann der sich einen Porsche leisten und ich nicht? Wieso bekommt der die Traube und ich nur die Gurke...? Instinkt oder nicht Instinkt, das ist hier die Frage.

http://www.wissenschaft-online.de/artikel/883306

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/sonnt...st/4067168.html
"Gut, wir wissen jetzt, dass Kapuzineräffchen auf Fairness achten. Vielleicht würden sich Menschen ganz anders verhalten?"

"Es gibt Forscher, die haben vergleichbare Experimente mit Menschen gemacht, dabei kommt auch nichts anderes heraus. Ich denke, wir erfahren hier etwas über die Grundpfeiler von Moral. Der eine ist Empathie, was ich mit Einfühlungsvermögen übersetze. Der andere ist die Gerechtigkeit."

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Selbstlosigkeit ist ausgereifter Egoismus. (Herbert Spencer, Philosoph)

Narr Offline



Beiträge: 146

11.06.2012 14:49
#245 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat von Blackysmart

Es kann nicht sein was nicht sein darf.


Ja, das Problem von Leuten die nicht wirklich verstanden haben was 'EVOLUTION' heißt.

Jedwedes menschliche Verhalten muss dann aus der blauen Luft fallen.

Seven_days ( gelöscht )
Beiträge:

11.06.2012 16:37
#246 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat von Cyrus
Kapuzineräffchen:
Das ist Neid und Vertrauen auf die sonst zutreffende Identität der gleicher kausaler Ereignisse.
Für die Tiere ist es aber weder noch: Sie fühlen einfach nur rein instinktiv Missfallen.

Außerdem zeigt das überhaupt nicht, ob die Äffchen nun untereinander teilen?



Ich interpretiere das nur als Futterneid, hab das bei meinen Pferden und Hunden auch in ähnlicher Form beobachtet.
Das dicke Pferd z.B. bekam weniger Futter und war dann total "sauer" als sein dünner "Kumpel" im Nachbarstall noch weiter fressen konnte an seinen großen Heuhaufen.

Die Tiere fühlen Missfallen, weil sie schlechteres Futter odeer weniger Futter als der Nachbar bekommen.
Das Missfallen des dickeren Pferdes äußerte sich durch ein schlagen an der Boxenwand mit seinen Hufen und durch ein wiehern.

Mit Fairness hat das meines Erachtens nichts zu tun.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

11.06.2012 17:23
#247 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat von Seven_days
Kapuzineräffchen: Ich interpretiere das nur als Futterneid, hab das bei meinen Pferden und Hunden auch in ähnlicher Form beobachtet. Das dicke Pferd z.B. bekam weniger Futter und war dann total "sauer" als sein dünner "Kumpel" im Nachbarstall noch weiter fressen konnte an seinen großen Heuhaufen.



Du machst ebenfalls den Fehler, dass Du alle Tiere in die gleiche Kategorie steckst.

Ich glaube kaum, dass Du Dein Pferd zu einem Tauschhandel bringen könntest. Würde Dein Pferd jemals verstehen und lernen können, dass es Plastikchips gegen Heu eintauschen soll und würde es erkennen, dass sein Heuballen trotz Herausgabe des gleichen Chips kleiner als der des Nachbarpferdes ist? Und vor allem, würde es aus Trotz den Heuballen ablehnen?

Du siehst, ein Vergleich des Kapuzineräffchenexperiments mit der Pferdefütterung ist Unsinn.

Zitat von Seven_days
Die Tiere fühlen Missfallen, weil sie schlechteres Futter odeer weniger Futter als der Nachbar bekommen.
Das Missfallen des dickeren Pferdes äußerte sich durch ein schlagen an der Boxenwand mit seinen Hufen und durch ein wiehern.
Mit Fairness hat das meines Erachtens nichts zu tun.



Manchmal schadet es nichts, über den Tellerrand zu schauen. Zumindest sollte man es versuchen.

Je höher entwickelt eine Tierart ist, desto komplexer sind auch Verhaltensstrukturen und Sozialverhalten der Tiere. Glaubst Du wirklich, unser Sozialverhalten, Empathie und Gerechtigkeitssinn sei uns von Deinem Energiegott verliehen worden? Ab welchem unserer Vorfahren kann man denn von Gerechtigkeitssinn sprechen? Gab es da einen plötzlichen Sprung von einer Generation zur nächsten? Bei den Eltern war es noch Futterneid, bei der Kindergeneration Gerechtigkeitssinn?

Ist Futterneid nicht eine primitivere Form des Neids auf Nachbars Haus, Auto usw? Wenn Finanzmanager trotz Milliarden Euro Verlusten Millionen an Abfindung kassieren, empfinden das die meisten Menschen als nicht angemessen. Das widerspricht ihrem Gerechtigkeitsgefühl. Neid ist die Triebfeder der Gerechtigkeit. Kommt noch Empathie ins Spiel, entstehen Moral und gesellschaftliche Normen.

Was ist das Grundthema unseres Grundgesetzes? Gleiche Rechte und Gleichbehandlung der Menschen. Der Futterneid Deines Pferdes ist eine primitive Form der Forderung nach Gerechtigkeit.

Seven_days ( gelöscht )
Beiträge:

11.06.2012 17:35
#248 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat von Blackysmart

Zitat von Seven_days
Kapuzineräffchen: Ich interpretiere das nur als Futterneid, hab das bei meinen Pferden und Hunden auch in ähnlicher Form beobachtet. Das dicke Pferd z.B. bekam weniger Futter und war dann total "sauer" als sein dünner "Kumpel" im Nachbarstall noch weiter fressen konnte an seinen großen Heuhaufen.



Du machst ebenfalls den Fehler, dass Du alle Tiere in die gleiche Kategorie steckst.

Ich glaube kaum, dass Du Dein Pferd zu einem Tauschhandel bringen könntest. Würde Dein Pferd jemals verstehen und lernen können, dass es Plastikchips gegen Heu eintauschen soll und würde es erkennen, dass sein Heuballen trotz Herausgabe des gleichen Chips kleiner als der des Nachbarpferdes ist? Und vor allem, würde es aus Trotz den Heuballen ablehnen?
Könnte doch möglich sein.
Der Versuch ist nur noch nicht gemacht worden.
Nur das ich nicht nachvollziehen könnte ob das Pferd "Trotz" empfindet. Sondern eben nur Futterneid.
Woher weiß man, das der Affe nicht auch nur Futterneid empfindet. ?


Du siehst, ein Vergleich des Kapuzineräffchenexperiments mit der Pferdefütterung ist Unsinn.
Das glaube ich erst wenn man mit Hunden und Pferden ähnliche Experimente gemacht hat.

Zitat von Seven_days
Die Tiere fühlen Missfallen, weil sie schlechteres Futter odeer weniger Futter als der Nachbar bekommen.
Das Missfallen des dickeren Pferdes äußerte sich durch ein schlagen an der Boxenwand mit seinen Hufen und durch ein wiehern.
Mit Fairness hat das meines Erachtens nichts zu tun.



Manchmal schadet es nichts, über den Tellerrand zu schauen. Zumindest sollte man es versuchen.
Ja, mach ich doch.

Je höher entwickelt eine Tierart ist, desto komplexer sind auch Verhaltensstrukturen und Sozialverhalten der Tiere. Glaubst Du wirklich, unser Sozialverhalten, Empathie und Gerechtigkeitssinn sei uns von Deinem Energiegott verliehen worden? Ab welchem unserer Vorfahren kann man denn von Gerechtigkeitssinn sprechen?
Das weiß ich nicht.

Gab es da einen plötzlichen Sprung von einer Generation zur nächsten? Bei den Eltern war es noch Futterneid, bei der Kindergeneration Gerechtigkeitssinn?
Wäre doch durchaus möglich ? Irgend wann einmal, muß schließlich der Wechsel von statten gegangen sein oder ist es auch heute noch Futterneid ?

Ist Futterneid nicht eine primitivere Form des Neids auf Nachbars Haus, Auto usw? Wenn Finanzmanager trotz Milliarden Euro Verlusten Millionen an Abfindung kassieren, empfinden das die meisten Menschen als nicht angemessen. Das widerspricht ihrem Gerechtigkeitsgefühl. Neid ist die Triebfeder der Gerechtigkeit. Kommt noch Empathie ins Spiel, entstehen Moral und gesellschaftliche Normen.

Was ist das Grundthema unseres Grundgesetzes? Gleiche Rechte und Gleichbehandlung der Menschen. Der Futterneid Deines Pferdes ist eine primitive Form der Forderung nach Gerechtigkeit.
OK, wenn du es so siehst, stimme ich dir zu.


Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

11.06.2012 18:51
#249 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Zitat von Seven_days

Wäre doch durchaus möglich ? Irgend wann einmal, muß schließlich der Wechsel von statten gegangen sein oder ist es auch heute noch Futterneid ?



Ungerechtigkeit empfinden wir bei Benachteiligung. Ob zu recht oder zu unrecht, ist erst mal nebensächlich. Es hat im Laufe der Evolution keinen "Wechsel" gegeben, sondern eine Entwicklung vom Einfachen zum Komplexeren. Warst Du noch nie auf irgend jemanden neidisch?

In einem weiteren Link von mir oben wurde beschrieben, dass Ratten bei der Nahrungsbeschaffung im Labor eine zeitlang zögerten, wenn Artgenossen durch das eigene Öffnen der Futterklappe einen Stromschlag bekamen. Kapuzineräffchen aßen teilweise bis zu 5 Tagen nichts, um ihre Artgenossen vor den Stromschlägen zu schützen. Tiere kennen nicht nur wie wir Menschen Neid, sondern auch evolutionär bedingte Anpassung des Sozialverhaltens in Form von Gerechtigkeitsempfinden.

tuba Offline



Beiträge: 67

11.06.2012 21:48
#250 RE: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt."(Dostojewski) antworten

Gerechtigkeit wegen sogar einen persönlichen Nachteil in Kauf. Sie tun etwas ohne Gegenleistung.
gschrieben von .


678


glaubst du alle wollen das glitze selbe?
ist es den andersrum ähnlich? wer hat den persönlichen nachteil?
ich sage beide

Gott ist! wie da+

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