Zitat Mit großem Geheimniskrämer-Tamtam hat die ARD das wahre Schicksal eines Aussteigers verfilmt. Das TV-Team fürchtete schon während des Drehs Ärger.
Heiner von Rönn könnte eine ziemlich erschütternde Liste erstellen mit Menschen und Werten, die er an Scientology verloren hat: Abertausende Euro, zehn Jahre seines Lebens, seine damalige Frau und seine beiden Kinder.
15 Jahre nach seinem Ausstieg aus dem Psycho-Imperium stand er kürzlich wieder mittendrin in seiner eigenen Vergangenheit, den Begriffen und Bedrohungen von einst. Seine Geschichte ist echt, die Kulisse war es nicht: In den nachgebauten Räumen einer Scientology-Niederlassung drehte ein Filmteam ein TV-Drama über eine Familie, die letztlich an der Organisation zerbrach. Die Story lehnt sich an Rönns Leben an, die gesamte Mannschaft des federführenden Südwestdeutschen Rundfunks (SWR) ging mit seltener Heimlichtuerei zu Werke.
Dafür lohnen sich doch die GEZ-Gebühren. Bin mal gespannt, wie der Film ist und ob er schlussendlich wirklich ausgestrahlt wird.
Zitat von MennoKlamotto Bin mal gespannt, wie der Film ist und ob er schlussendlich wirklich ausgestrahlt wird.
Heute Abend isses tatsächlich soweit: „Bis nichts mehr bleibt“, ARD, 20 Uhr 15
Die ARD sieht sich für eine juristische Auseinandersetzung bestens gewappnet. Die fachliche Beratung zu dem Film hatte die Leiterin der Arbeitsgruppe Scientology der Hamburger Innenbehörde, Ursula Caberta. Bis in die letzten Tage blieb es spannend, wie Scientology auf den Spielfilm reagieren würde. Scientology war schon häufiger juristisch gegen Kritiker vorgegangen und bekam zuweilen recht. Die Organisation bezeichnete Caberta als „Hasspredigerin“ und warf der ARD Intoleranz und Diskriminierung einer Religionsgemeinschaft vor. In der vergangenen Woche berief Scientology eine Pressekonferenz in Hamburg ein und drehte eine Doku für das Internet, in der die Aussage des Films mit Hinweisen auf Detailfehler torpediert werden sollte. Des Weiteren wurde eine Schadensersatzklage gegen die Stadt Hamburg angekündigt, weil Caberta die Produktion mit falschen Tatsachen unterfüttert habe.
Selbst wenn nur die Hälfte des im Film Gezeigten der Realität entsprechen sollte, sicher ist: Die 90 Minuten werden keinen Zuschauer kaltlassen.
__________________________________________________________________ "Das Neueste ist: Wir haben jetzt einen Anhaltspunkt, wo Gott sich versteckt hält und wir werden ihn ausräuchern und ihn fragen: 'Warum'?" Charles Bukowski
Ich hab den Film gestern geschaut und fand ihn sehr erschreckend. Wie empfandet ihr den Film? Die Diskussion, die im Anschluss daran stattfand, war ebenfalls nicht zu verachten. Der Pressesprecher von Scientology ist jeder Frage ausgewichen. Der Ex-Scientologe hat sich zwar nicht so gut verkauft, aber seine emotionalität sei ihm verziehen. Ich kann das sehr gut nachempfinden wie man sich fühlt, wenn Tatsachen verdreht werden.
Der Film war schon ergreifend und hat Eindruck hinterlassen. Ich fand zwar die männliche Hauptrolle fehlbesetzt (anders als die restlichen), aber trotzdem ein wichtiger Film. Es ist schon schlimm genug, wenn man so einen Film noch so halb heimlich und undercover drehen muss, weil man sonst Ärger befürchtet.
Entsetzlich fand ich die anschließende Talk-Runde. Der Scienie war aalglatt und schien auch intellektuell nicht so beschlagen (aber das kann vorgetäuscht sein), der Ex-Scieni kam nicht aus sich raus, zumindest nicht eindringlich, jedoch den Vogel hat olle Fliege abgeschossen, selten war bei so einer "Talkshow" jemand mehr neben der Mütze wie der Typ und nicht umsonst hat Plasberg ihm gleich mal den Redefluss abgeschnitten. Also ich war von der Runde enttäuscht.
edit:gerade höre ich, dass es solche guten Einschaltquoten bei einem ARD-Film seit mehr als 10 Jahren nicht mehr gegeben hat.
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Die Szene, als die Tochter zum Vater sagte, ob er nicht wieder zurückkommen würde, erinnert mich auch sehr an ZJ. Man wird gemieden bis zum geht nicht mehr und die kleine Tochter wünscht sich nichts sehnlicher als das Papa wieder ZJ wird.
Jürgen Fliege war wohl im Rausch. Erst kuschelich sein typisches Fliege-Gebrabbel erzählen um dann später doch gegen Scientology zu sein, weil ja der Leistungsdruck bei Scientology enorm sein soll. Übrigens auch eine Ähnlichkeit mit ZJ: "Du wirst glücklicher wenn du Pionier wirst und mehr Zeit einsetzt" etc. Sowas wird permanent in den Zusammenkünften und auf Kongressen gepredigt, damit die Anhänger noch mehr machen. Es gibt ja auch Berichtszettel bei ZJ, bei der jeder Verkündiger monatlich seinen Bericht (mit Namen) abgibt. Von den Denunzierungen ganz zu schweigen. Alles sehr ähnlich.
Aber solche wöchentlichen selbstbeweihräuchernden 'Jubelarien', wie sie da dargestellt wurden, gabs dann bei den Z.J. nicht, oder? Bei den Scienis ist es dann doch noch mehr der reine Leistungsgedanke wegen dessen die sich andauernd selbst feiern.
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Doch. Auf den Kongressen werden permanent Leute vorgeführt, die ihr Leben jetzt glücklicher gestalten weil sie Pionier sind oder im Ausland als Missionar tätig sind. Oder junge Männer jetzt Vorrechte haben als Dienstamtgehilfe oder Ältester zu dienen und somit der Versammlung helfen - ergo - Vorbild! SO geht das permanent. Man sieht nicht die arme Witwe oder alleinerziehende Mutter, die ums finanzielle Überleben kämpft. Solche Leute werden nicht interviewt. Denn solche Bilder würden den Eindruck vermitteln, dass es einem doch ganz gut geht - ergo - kein Antrieb mehr zu tun. Das gleiche findet auch in der Versammlung wöchentlich im kleinen Rahmen statt, wobei da die Anwesenden längst wissen wer auf der Bühne sitzt. Nämlich immer die gleichen Vorbilder.
ZJ sind Leistungschristen. Je mehr du tust, je eher steigst du in der WTG Hierachie auf.Bist du ein Durchschnitts-Zeuge mit einmal wöchentlich Predigtdienst musst du schon argumentieren, warum du nicht mehr machst/schaffst. Immerhin zeigt sich die Liebe zu Gott auch hier durch Leistung.
Zitat von MennoKlamotto ZJ sind Leistungschristen.
Da muss ich an letzten Montag denken. Frühmorgens lag eine ZJ-Wurfsendung im Briefkasten, so eine spezielle zu Ostern, vorn mit einem typisch-kitschigen Jesusbild. Ich hab 's in die Mülltonne geschmissen. Am Nachmittag stehe ich dann an der Bushaltestelle und was sehe ich im Mülleimer....einen gaaaanz dicken Packen von ebend dieser Schrift, da hat wahrscheinlich ein Zeuge den chritlichen Leistungsgedanken noch nicht genug infiltriert und hat das Zeug dorthin entsorgt, wo es auch hin gehört.
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Deren höchster Religiöserfeiertag (Jesus aus der Schublade holen) fand am Dienstag statt. Und obwohl ich in einiger Entfernung einen Königreichssaal in Sichtweite habe, bekam ich diesmal keine Einladung. Dank dem Monster, dass es im Sektenausstiegsforum einige liebe Ungläubige gab, die das Super-Jesus-Faltblatt eingescannt haben.
*************************************************** "I tell you, we would be hard put to determine what is more evil - religion or the pure idea." (Anne Rice, Queen of the Damned") Nur Weniges bereitet mehr Vergnügen, als völlig ernsthaft über Schwachsinn zu diskutieren. ("FSMQueen of damned") Ich erzähle dir alles über mich - all das, was du weder wissen willst noch gebrauchen kannst
Zitat von FSMQueen of damnedHabe den Film selbst nicht gesehen, aber hier ist eine Zusammenfassung, weiß nicht, ob die gut ist :)
Die geht in Ordnung.
Es war kein Highlight der Filmkunst aber sollte es ja auch nicht sein, sondern eine größere Masse an Leuten sollte mal ans Thema rangeführt und dafür sensibilisiert werden. Und das ist eindeutig geglückt, schon wenn man die Einschaltquoten bedenkt und selbst 'Hart aber Fair' hatte im Anschluss noch nie so viele Zuschauer. http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=41091&p3=
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Wer wissen möchte, was der Administrator Gysi zu dem Thema sonst noch so alles verzapft hat, der schaue bitte in das E-Book "Die Ewigkeit gibt's ohne Gott!"