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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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Dieses Thema hat 226 Antworten
und wurde 10.459 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.160

23.04.2006 17:07
#126  Widersprüche antworten

In Antwort auf:
Der glaube wurde nur mit dem Schwert verteidigt, offensiv Kriege gab es im islam zZ. des Propheten keine, alles Verteidigungskriege...
Natürlich! In Pakistan, Indonesien und Südeuropa wurde der Islam besonders verteidigt... Was ist denn Verteidigung in einem Krieg? Das bestimmt der Feldherr selbst...
Es gibt etliche deiner Glaubensbrüder, die wüstes Kriegsgeschrei schon gegen Korankritik als angebrachte "Verteidigung" ansehen....

Gysi
________________________
Die Menschheit befindet sich in der Vorgeschichte der Menschheit (Karl Marx)

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

23.04.2006 18:18
#127 RE: Widersprüche antworten

In Antwort auf:
Diese Darstellung ist so falsch wie das Amen im Hurenhaus.

Wollte ich dich schon lange mal fragen.....
Was ist eigentlich falsch am Amen im Hurenhaus ?


atz


Und hütet euch vor den leuchtenden Augen der Missionare, die vorgeben euch die Wahrheit zu bringen ....
denn das Leuchten könnte auch die Sonne sein , die durch die hohle Birne scheint !!

DeGaertner Offline



Beiträge: 1.193

23.04.2006 18:18
#128  antworten

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

24.04.2006 07:58
#129 RE: Widersprüche antworten
In Antwort auf:
Nun ja, zumindest habe ich bezüglich nicht nachweisbarer Sachverhalte noch keinen Wissenschaftler einen anderen "Ketzer" schimpfen hören, noch auch jemals etwas von "katholischer und protestantischer Mathematik" gehört...

Vielleicht nicht in gleicher Weise wie die Kirchen das taten, jedoch sahen sich auch Mendel, Pasteur und auch Gallilei dem Spott ihrer Eidgenossen ausgesetzt.

Und wenn man einen Bibelcode finden will, misbraucht man auch zuweilen schon mal die Mathematik

In Antwort auf:
von welchen dann behauptet wird, dass sie "göttlich" und damit nicht kritisier- und hinterfragbar seien.
Kurze antwort: Hinterfragen soll man alles! Gott fordert uns gerade dazu auf, zu hinterfragn und nachzuforschen, ob sich die Dinge so verhalten. Allerdings sollte man dann auch den Mut haben, das Ergebnis einer Kritik zu "ertragen" auch wenn es einem persönlich missfallen mag.

In Memory of Soul-Society

De nihilo nihil (lukrez)

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

beautyxxl Offline



Beiträge: 202

24.04.2006 09:24
#130 RE: Widersprüche antworten
Na freily … wurde Abraham als Begründer des Glaubens, nicht durch Feuer und Schwert gezwungen. Genau so wenig wie Hitler zur Manifestation des Faschismus gezwungen wurde. Oder Christus zur Begründung des Christentums.
Der einzige der selbst seine Chance erkannte und durchgehend handelte war Mohamed.
Zu jeder Zeit wurde aus subjektiver Gedankenwelt objektiver Handlungsbedarf von Menschen entwickelt die nicht schlecht dabei abschnitten und sich gehörig die Taschen füllten. Nicht mehr und nicht weniger.
Zu jeder Zeit dieser Ereignisse entstanden Widersprüche im Sozialgefüge der Menschen.

Meist war es einfaches banales Machtvakuum – nicht anders wie wenn du aus einem Ameisenhaufen die Königin ausgräbst. Der Staat oder das Volk wird neu Formatiert.

Der Zusammenbruch des 1. Pharaonenreiches schaffte die erste Bedingung für Moses.

Der Zusammenbruch des deutschen Kaiserreiches brachte die Montanindustrie dazu Hitler einzusetzen. Oder Europa wurde zu dem was es war weil der deutsche Kaiser einen Herrn Vladinir Uljanov aus Lehnin nach Petersburg schickte und bezahlte den1. Weltkrieg an der Ostfront zu beenden. Worüber sich Herr Stalin sehr G*ttesfürchtig in den Klostern Russlands erzogen unheimlich freute, seine Chance ergriff und solage um sich schoss bis er sein persönliches Himmelreich errichten konnte.

Der Zusammenbruch des 2.Pharaonenreiches durch die Römer brachte Judas und Petrus dazu das Christentum zu etablieren und die Goten und Constantin waren begeistert.
Das Urchristentum in Äthiopien hatte jedenfalls keinen politischen Einfluss.

Das Machtvakuum in Byzanz sowie die Sozialen Spannungen brachten Mohamed dazu die wilden Kleinvölker zu einigen und Rom rauszuschmeißen.

Frage zuerst wen etwas passiert wem es nützt und du erkennst sehr schnell aus welcher Ecke ES herkommt. G*tt ? hat nichts damit zu tun.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

24.04.2006 10:42
#131 RE: Widersprüche antworten

In Antwort auf:
Nicht selten aber werden die übelsten, unverschämtesten und an abartiger selbstgerechter Überheblichkeit und Menschenverachtung nicht mehr überbietbaren Hasstiraden auf sie los gelassen, wie z.B. dass sie (also die Nichtchristen) "voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Zuträger, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig" wären (Röm. 1,29-31), und sogar den Tieren werden sie zugesellt: "Aber sie sind wie die unvernünftigen Tiere, die von Natur dazu geboren sind, daß sie gefangen und geschlachtet werden; sie lästern das, wovon sie nichts verstehen, und werden auch in ihrem verdorbenen Wesen umkommen und den Lohn der Ungerechtigkeit davontragen." (2. Petr 2,12.13) Auch der üble Antisemitismus des NT muss an dieser Stelle erwähnt werden.

Ja vanini, auch ich hatte und habe so meine liebe Not mit der zuweilen doch recht polarisierenden Redeweise des Paulus, da ist der Römer-Brief noch der harmlosere Verweis. Und ich bin mir sicher, dass eine neuzeitlicher Paulus in der Form niemals reden würde. Man muss also sowohl seine Aussagen als auch die Art und Weise wie diese verkündet wurden im Zuge der Zeit betrachten um so das Grundsätzliche herauszukristallisieren. Das soll nun keine Rechtfertigungsfehde werden, in der dieses und jenes beschönigt würde; ich möchte schlicht einmal meine Gedanken zu diesen texten anführen. Ob diese dann letztendlich der Wahrheit am Nächsten kommen, kann ich natürlich nicht sagen.

Ich frage mich, wenn ich Rö. 1:29 lese, wer oder was hier überhaupt verurteilt wird: Sind es wirklich die Menschen an sich oder die Eigenschaften, die beschrieben werden? Sind unsere Empfindungen, die wir beim lesen der Texte haben die richtigen? Ich glaube kaum, dass es irgendein mensch; und auch kein Paulus sich anmaßen könnte, andere Menschen vor Gott zu verurteilen. Es ging hier also meiner meinung nach um eine Warnung vor den schlechten Eigenschaften mancher menschen, und dass Lüge, Neid, Habgier, etc. verwerflich sind, mag wohl keiner bestreiten wollen. Dieser gedanke wird auch dadurch gestützt, dass Paulus immer wieder zu solchen Menschen hinging, um ihnen die gute Botschaft vom Königreich zu verkünden. Das hätte er sich wohl sparen können, wenn diese menschen tatsächlich schon verurteilt wären.
Zudem betrachtet sich Paulus selbst als der übelste Sünder, der offen zugibt, dass obwohl er das gute zu tun wünscht, das Schlechte bei ihm vorhanden ist. (1.Tim. 2:15; Rö. 7:21-25) Es geht hier also offensichtlich um verwerfliche Eigenschaften die verurteilt werden, nicht aber um die menschen selbst, die sich womöglich in demgleichen Dilemma wie paulus befinden. Meiner Meinung nach wollte Paulus am Beispie solcher menschen zeigen, wohin selbstsüchtige Eigenschaften führen. und zwar nicht unmittelbar in einem göttlichen gericht, sondern in ihrem täglichen Leben selbst.

In Antwort auf:
Und wenn so "löblich" gefordert wird, dass man Böses nicht mit Bösem vergelten und sich nicht rächen soll, dann mit der Begründung, dass Gott die "Vergeltung" ausüben wird (Röm. 12,19).
ja, unter anderem. Jesus sagte dazu: Jeder der zum Schwert greift, wird durch das Schwert fallen. Zudem steht es einem Menschen einfach nicht zu über andere in der Form zu richten. Wiederum wollte Paulus vor einer egoistischen Einstellung warnen, die sich in einer krassen Überheblichkeit ausdrückt, nämlich selbst über Wohl oder Weh eines menschen richten zu wollen, selbst wenn dieser Übles tat. Mit dem Maß, mit dem ihr messt... na lassen wir das

Und ob sich unsere Vorstellung von rache sich mit der eines Gottes deckt steht ebenso auf einem anderen Papier.

In Antwort auf:
2. Wie ich ja schon sagte, kommt es bei der Bewertung von Moralmaßstäben im Allgeminen und so auch bezüglich derer des in Rede stehenden Neuen Testamentes im Besonderen nicht so sehr auf den Wohlklang einiger ausgesuchter Verse an, sondern vor allem darauf, wie diese Moral insgesamt begründet wird. Und da kann man es drehen und wenden wie man will, die Motivation ist immer und an jeder Stelle die gleiche: Tust du das, was von dir gefordert wird, dann wirst du ewigen Lohn im Himmel haben, tust du's nicht, dann wirst du dafür (wie auch immer) bestraft. Dies aber ist nichts anderes als eine Appellation an das Ego, mithin also den Egoismus.

Nun diese position ist allemal eine Erläuterung wert. Inwieweit förderte ich den Egoismus bei einer Person, indem ich an ihr Ego appellierte?
Der Appell an das Ego kann doch auch dahingehen, dieses zu kritisieren, sich um des Wohls Anderer zurückzustellen?
Natürlich freut sich mein Ego, wenn ich anderen etwas gutes getan habe... Bin ich nun Egoist, weil ich anderen half, was zur Folge hatte, dass ich mich freute?
Wie wird duch ein solches Appell die negativ konnotierte Form des Egoismus gefördert?

In Antwort auf:
Und an diesem Umstand wie auch an der oben beschriebenen verächtlichen und abwertenden Haltung Nichtgläubigen gegenüber ist nachzuvollziehen, wie es überhaupt möglich war und ist, dass gläubige Christen (mit der Bergpredigt in der Hand...) aller Zeiten sich zu den schlimmsten Übeltaten haben hinreißen lassen.
Um damit Gebote des Christentum, wie nächsten- und feindesliebe zu übertreten. Wieder muss man fragen, woher diese offensichtlich falsche Strömung kam? Wer ist dafür verantwortlich, wer hat sie gehegt und gepflegt? Warum war es beim tod verboten, in dieser zeit eine Bibel zu besitzen geschweige denn darin zu lesen? Wer allein behielt sich das Lehren vor? Wer hatte damit die alleinige Macht über ein heer von menschen, dem man alles erzählen konnte, weil sie es nicht nachprüfen durften? Das alles musste mit zwei Esslöffel "Gottes Wille" und einer Prise "Himmel-Hoffnung" abgeschmeckt werden, damit die Leute es denn auch schluckten. Das ist die nicht mehr überbietbare mesnchenverachtung!

In Antwort auf:
Zunächst: Die eigentliche Grundabsurdität ist das "Gericht" eines Schöpfers über seine Geschöpfe inkl. "Lohn" und "Strafe". Diese wird durch Jesus keineswegs beseitigt, sondern sogar aus dem irdischen Leben (das mit dem Tode endet), wie es z.B. das Alte Testament lehrt, ins Leben nach dem Tod verlegt, welches ja ewig währen soll - womit diese Absurdität gewissermaßen bis ins Unendliche gesteigert wird.

Dieses wird nur dann zum problem wenn man eine klerikale Auffassung eines Gottes, der in allem Allmächtig, allwissend, etc.ist, verwendet. Auch nach dem NT endet das leben mit dem Tod. Es gibt keinen hinweiß auf ein Weiterleben einer Seele, die sich beim tod vom Körper trennt. Insofern liegt man dann auch einer unschlüssigen Erkenntnis über den begriff "ewige Strafe" auf. Dass das absurd ist brauchst du mir nicht zu erklären.

Wovon die Bibel nun aber spricht ist die Auferstehung der Gerechten und Ungerechten zu einem Richterspruch Gottes. Dort wird sozusagen neu verhandelt; jeder Mensch beginnt bei Null und aus der bibel geht hervor, dass dort jeder Mensch eines erkennen muss: Nämlich, dass es einen Gott gibt. Es wird jedem menchen eine zeitspanne von 1000 jahren eingeräumt, sich eine genaue Erkenntnis dieses Gottes anzueignen,(gemäß Joh. 17:3) um dann entscheiden zu können, ob man nun mit einem Gott leben kann, oder dies nicht möchte. Die Menschen werden in der Lage sein, die volle verantwortung für ihre jeweilige Entscheidung zu tragen. Damit kann man nun einverstanden sein oder es als schön-schauriges märchen betrachten. Tatsache ist, dass bis heute kein mensch auch nur irgendwie verurteilt ist.

In Antwort auf:
Sodann: Du beschwerst dich darüber, dass "die Kirchen" oder wer auch immer die Bibel bzw. das Neue Testament "falsch auslegten"? Nun, wo ist denn dann das Universalkriterium für die "richtige" Auslegung der Schrift? Ein solches müsste dann nämlich außerhalb des zu Beurteilenden, also außerhalb der Bibel liegen!
Zunächst einmal nicht, da sich die Lehren der Kirche ja angeblich auf die Bibel beziehen sollen, wie z.B. die Trinität oder unsterblichkeit der Seele, Hölle usf. Um das zu wiederlegen reicht allein die Schrift und da sie in diesen fragen ja das betrachtete Objekt ist, sollte man auch dort antworten finden.
Wenn es nun um die Bibel selbst geht und nicht um verschiedene Exegesen derselben so kann man durchaus die Wissenschaft bemühen, wobei da natürlich wieder die unterschiedlichsten Auffassungen aufeinander treffen mögen so dass der zeiger je nach aktuellem Erkenntisstand entweder für oder gegen die Bibel spricht. Das so vehement geforderte Universalkriterium wird wohl noch gesucht.

In Antwort auf:
Man sollte dabei auch einmal die Entstehung z.B. der neutestamentlichen Schriften betrachten. Nicht nur, dass sie (mit Ausnahme der Offenbarung) von Menschen geschrieben wurden, denen es zum Zeitpunkt der Abfassung nie in den Sinn gekommen wäre, dass sie "Heiliges Wort Gottes" verfassten. Darum auch galt bis ins 2. Jahrhundert unter den Christen als "Heilige Schrift" lediglich das Alte Testament. Der heute gängige Kanon des NT wurde erst Ende des 4. Jahrhunderts fest gelegt - von der Kirche!

Nun der kanon stand schon vor den konzilen fest. Größte bedeutung hat dabei das Muratorische Fragment (L.A. Muratori; entdeckt in der Ambrosianischen Bibliothek in Mailand; 1740 veröffentlicht) welches den großteil des kanon schon in 2 Jhd. und somit vor dem konzil von kathargo (397 u.Z.) beinhaltete.

Im jahre 280 u.Z erkannte Origenes die Briefe Hebräer und Jakobus als kanonisch an. Später bestätigten Athanasius, Hieronymus und Augustinus die endgültige Zusammenstellung der Schriften in früheren Verzeichnissen, indem sie dieselben 27 Bücher als kanonisch bezeichneten, die heute unseren Kanon bilden. (The Books and the Parchments, 1963,F. F. Bruce, S 112)


In Antwort auf:
Wenn ich dann nun aber höre, diesem Wort müsse erst mit aufwendigem sprachwissenschaftlichem Instrumentarium und langwierigen Studien aller Art zu Leibe gerückt werden, damit man seine "wahre" Botschaft erkennte, dann klingt das sehr wenig überzeugend.

Das Studium und das sprachwissenschaftliche analysieren ist durch die vielen verschiedenen Auslegungen notwenig geworden, auslegungen, die wie wir ja wissen mehr den perfiden Plänen mancher Menschen dienten als denn den Lehren der Schriften, welche an sich sehr leicht verständlich sind, wie man an der bergpredigt erkennen kann. Das einem die Erkenntnis wie gebratene Hühnchen in den schoß rieselt kann man trotzdem nicht erwarten.

In Antwort auf:
endet diese Verkündigung mit dem Satz: "Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben." (Mt. 25,46)

Nun heißt denn ewige Strafe gleich ewige Feuerqualen? Der Text sagt einfach aus, dass es keine menschen mehr geben wird, die Ungerechtes tun. Die völlige nichtexistenz ist ihre Strafe, von der sie natürlich nichts mitbekommen.


In Memory of Soul-Society

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freily ( Gast )
Beiträge:

24.04.2006 10:42
#132 RE: Widersprüche antworten

Ach weist Du beautyxxl,

In Antwort auf:
Meist war es einfaches banales Machtvakuum
Genau dieser Punkt widerspricht deiner These gegenüber dem Abraham.!
Wo war bei Abraham in Kaanan ein Machtvakuum?
Bei anderen Dingen magst Du Recht haben, aber bei Abraham ging es um etwas ganz anderes, nämlich um eine Lebensansicht der Dinge aufgrund von Visionen, eingegeben durch die "höchste intelligente Kraft" des Universums.
Viele Worte haben oft wenig Sinn, wenn Visionen in den Bildern was anderes Aussagen.

beautyxxl Offline



Beiträge: 202

24.04.2006 11:27
#133 RE: Widersprüche antworten

oh oh freily ..... aufgrund von Visionen, eingegeben durch die "höchste intelligente Kraft" des Universums.

die hat mein Hund auch wenn ich ihn im Schlaf beobachte und mein Kater und auf was fantastische Iden sie alles kommen ...
Diese sind allen Warmblütern also auch Menschen sehr eigen. ..hatte ich an andereren Stellen schon mal erklärt wo Diese herkommen.
Aber der Stammvater der Juden hatte in sofern schon einen von Macht freien Raum in dem er seine Visonen entwickeln und Leben konnte. logisch freily selbst in Kanaan gab es das, wie zu jeder Zeit auch an anderen Orten der Welt.


freily ( Gast )
Beiträge:

24.04.2006 11:49
#134 RE: Widersprüche antworten

@ beautyxxl

In Antwort auf:
die hat mein Hund auch wenn ich ihn im Schlaf beobachte und mein Kater und auf was fantastische Iden sie alles kommen ...
Warum hat dein Hund auch drei Menschen den Tod vorhersagen dürfen wie ich, da Du ja über Visionen und deren Erfüllung ein so fundiertest Wissen verfügst.
Ein solches Dummgeschwätz von Dir kann mich nicht erschüttern, denn Du und deinesgleichen könnt nur vom Hörensagen schwätzen, aber ich rede von erlebten Dingen.!

beautyxxl Offline



Beiträge: 202

24.04.2006 12:05
#135 RE: Widersprüche antworten

Menschen den Tod vorhersagen dürfen wie ich

oha ..... da wo bist, bist du wirklich sehr gut aufgehoben......
wo wissen aufhört ist der Wahnsinn nicht weit .......

freily ( Gast )
Beiträge:

24.04.2006 12:12
#136 RE: Widersprüche antworten

Zitat von beautyxxl
Menschen den Tod vorhersagen dürfen wie ich
oha ..... da wo bist, bist du wirklich sehr gut aufgehoben......
wo wissen aufhört ist der Wahnsinn nicht weit .......
Wo die Einbildung vorherrscht in der Form, dass das Zeugnis anderer immer abgewertet wird, ist die Dummheit das Fundament des Unglaubens. Also herzlich willkommen bei den Wahnsinnigen.

vanini Offline



Beiträge: 502

01.05.2006 18:50
#137 RE: Widersprüche antworten

@SnookerRI

Immer, wenn ich deine langen Ausführungen lese, kommen mir zwei Fragen:
Was glaubst du nun eigentlich genau???
und
Wozu in aller Welt brauchst du eigentlich überhaupt eine religiöse Vorstellung von der Welt und dem Leben???

Denn immer sehe ich dich mit den Ungereimtheiten und intellektuellen und ethischen Unsäglichkeiten sowohl der Bibel selbst und ihrer Botschaften als auch den verschiedenen christlichen Lehren herumschlagen, indem du Letztere als Resultat des Abweichens von der Botschaft der Bibel bezeichnest, wohingegen du den Absurditäten dieser wiederum mit Sprachwissenschaft spekulativer Exegese und letztlich Auslegung im Sinne christlicher Lehren begegnen willst.


Auf ein paar Details will ich nun auch noch eingehen:

In Antwort auf:
Und ob sich unsere Vorstellung von rache sich mit der eines Gottes deckt steht ebenso auf einem anderen Papier.

Nun, dieses Papier ist bekannt, es ist das, worauf die Bibel gedruckt ist. Und dass die Rache des Herrn an Furchtbarlichkeit alles menschliche Vorstellungsvermögen so weit übertreffen soll wie Gott selbst, ist darin von vorn bis hinten auf das Ausführlichste dargelegt.


In Antwort auf:
Nun diese position ist allemal eine Erläuterung wert. Inwieweit förderte ich den Egoismus bei einer Person, indem ich an ihr Ego appellierte?
Der Appell an das Ego kann doch auch dahingehen, dieses zu kritisieren, sich um des Wohls Anderer zurückzustellen?
Natürlich freut sich mein Ego, wenn ich anderen etwas gutes getan habe... Bin ich nun Egoist, weil ich anderen half, was zur Folge hatte, dass ich mich freute?
Wie wird duch ein solches Appell die negativ konnotierte Form des Egoismus gefördert?

Egoismus ist eigentlich eher eine natürliche als eine moralische Kategorie, da die Sorge um das eigene Wohlergehen wohl mit Fug und Recht dem menschlichen Wesen als untrennbar zugehörig bezeichnet werden kann. Moralische Erwägungen hingegen sind daegen erst eine Konsequenz der menschlichen Sozialisation. Mit dem Rückgriff auf den Egoismus kann man zwar sehr wohl durch Belohnung und Abschreckung ein soziales Gebilde am Funktionieren halten. Dass aber dadurch Moralität ein wirkliches unabhängiges Fundament bekäme, ist ein großer Irrtum, der z.B. immer dann offenbar wird, wenn einmal die "Leinen" der Gesetze gekappt werden, also die sprichwörtliche "Gesetzlosigkeit" herrscht. Dann wird etwa aus dem netten, freundlichen und hilfsbereiten Nachbarn mit Frau und Kindern, Hund und Rosenzucht plötzlich ein blutrünstiger KZ-Tyrann...

Da nun auch die ganzen biblischen Handlungsmotivationen letztlich samt und sonders auf nichts anderes abstellen als den Egoismus, kann ihr Wert auch nur ein solcher sein, der eben kein wirklich eigenständiges Fundament der Moralität enthält noch bewirkt. Und die Realität menschlicher Handlungen in Vergangenheit und Gegenwart, die keinerlei Unterschiede zwischen "gläubig", "ungläubig" oder "falschgläubig" erkennen lassen, belegt diese Feststellung auf's Deutlichste und Traurigste!


In Antwort auf:
Um damit Gebote des Christentum, wie nächsten- und feindesliebe zu übertreten. Wieder muss man fragen, woher diese offensichtlich falsche Strömung kam? Wer ist dafür verantwortlich, wer hat sie gehegt und gepflegt? Warum war es beim tod verboten, in dieser zeit eine Bibel zu besitzen geschweige denn darin zu lesen? Wer allein behielt sich das Lehren vor? Wer hatte damit die alleinige Macht über ein heer von menschen, dem man alles erzählen konnte, weil sie es nicht nachprüfen durften? Das alles musste mit zwei Esslöffel "Gottes Wille" und einer Prise "Himmel-Hoffnung" abgeschmeckt werden, damit die Leute es denn auch schluckten. Das ist die nicht mehr überbietbare mesnchenverachtung!

Nun, die besagten "Gebote der Nächsten- und Feindesliebe" stehen, worauf ich ja bereits ausführlich hingewiesen habe, eben nicht isoliert in der Bibel, sondern in ganz bestimmten Kontexten - welche jene es eben auch sind, die nicht nur den allergrößten exegetischen Spielraum für die gegensätzlichsten "Schlussfolgerungen" bieten, sondern auch, wie gerade beschrieben, nicht einmal auf eine eigenständige Moral gegründet sind.

Und dass das Zugänglichmachen der Bibel für alle Gläubigen irgend etwas an dem Übel geändert hätte, das den auf die Bibel gegründeten Glaubensvorstellungen untrennbar anhängt, kann ja doch wohl niemand ernsthaft behaupten! Und wenn ich sehe, welche unglaublichen Klimmzüge man machen muss, um die Absurditäten und Abartigkeiten der biblischen Schriften halbwegs zu kaschieren - wohingegen es praktisch gar nichts bedarf, darauf die schlimmsten intellektuellen und ethischen Übel zu gründen und sie als "göttlich legitimiert" auszugeben, dann kann man sich einer gewissen Sypmathie für den Gedanken, diese Schriften nicht jedermann zugänglich zu machen, durchaus nicht entziehen...


In Antwort auf:
Dieses wird nur dann zum problem wenn man eine klerikale Auffassung eines Gottes, der in allem Allmächtig, allwissend, etc.ist, verwendet. Auch nach dem NT endet das leben mit dem Tod. Es gibt keinen hinweiß auf ein Weiterleben einer Seele, die sich beim tod vom Körper trennt. Insofern liegt man dann auch einer unschlüssigen Erkenntnis über den begriff "ewige Strafe" auf. Dass das absurd ist brauchst du mir nicht zu erklären.

Die Behauptung, dass Gott allmächtig sei, ist keineswegs auf eine Verdrehung biblischer Aussagen zuück zu führen, sondern geht sehr klar und unmissverständlich aus der Bibel hervor, wie auch, dass er alles, was außer ihm existiert, geschaffen hat und auch genau weiß, was wann wie in und mit seiner Schöpfung geschieht. Größte Mühe wird man hingegen haben, diese Auffassungen anhand der Bibel zu "widerlegen". Außerdem würde mich, wie ich ja schon gesagt haben, sehr interessieren, was für ein "Glaube" nach einer solchen Operation noch übrig bliebe und welche intellektuelle und ethische Attraktivität er dann besitzen könnte...

Im Übrigen ist es völlig einerlei, ob man Gott nun als allmächtig oder nicht allmächtig darstellt: In keinem Falle lässt sich irgend eine Legitimation dieses Gottes zum "Richten" über die Menschen auch nur ansatzweise erkennen - außer vielleicht dem Umstand, dass er machen kann, was er will und niemandem darüber Rechenschaft geben muss. Aber das ist dann natürlich keine "Legitimation" sondern lediglich auf Macht gegründete Willkür!


In Antwort auf:
Nun der kanon stand schon vor den konzilen fest. Größte bedeutung hat dabei das Muratorische Fragment (L.A. Muratori; entdeckt in der Ambrosianischen Bibliothek in Mailand; 1740 veröffentlicht) welches den großteil des kanon schon in 2 Jhd. und somit vor dem konzil von kathargo (397 u.Z.) beinhaltete.

Worum es mir ging, war die Tatsache, dass die neutestamentlichen Schriften eben nicht vom Himmel gefallen sind, sondern von Menschen geschrieben wurden - und das ebenfalls nicht in der Annahme, gerade Wort Gottes zu verfassen (mit Ausnahme vielleicht der unsäglichen Offenbarung). Und dass erst lange Zeit später von der Gemeinschaft der Gläubigen, also der Kirche entschieden wurde, welche der kursierenden Schriften zum unfehlbaren Wort Gottes erklärt werden sollen. Natürlich begann sich schon vorher eine "Hit-Liste" heraus zu bilden, die allerdings von Region zu Region gelegentlich deutlich variierte. Jedenfalls geschah der Akt des offiziell zum Worte Gottes Erklärens eben definitiv erst Ende des 4. Jahrhunderts und selbst dann nicht mal unumstritten. Darum auch ist klar: Nicht die Bibel hat die Kirche gegründet, sondern die Kirche hat sich ihre Bibel geschaffen!

Und ich hoffe, du erliegst nicht der Versuchung, einem Atheisten mit dem "Argument" zu kommen, dies alles hätte ja der "Heilige Geist" so bewirkt...


In Antwort auf:
Nun heißt denn ewige Strafe gleich ewige Feuerqualen? Der Text sagt einfach aus, dass es keine menschen mehr geben wird, die Ungerechtes tun. Die völlige nichtexistenz ist ihre Strafe, von der sie natürlich nichts mitbekommen.

Neben der gerade erläuterten Absurdität eines "Richtens" und "Strafens" und "Belohnens" durch eine dazu nicht legitimierte "Person" fällt mir dazu noch auf, dass auch in der Ansicht, Nichtexistenz könne eine "Strafe" sein, eine gehörige Protion Absurdität steckt. Denn etwas, das nicht wahrgenommen werden kann, kann eigentlich keine "Strafe" sein, weil dann z.B. auch die unendlich lange Zeit der Nichtexistenz vor unserer Geburt eine "unendlich lange Strafe" gewesen sein müsste...

Und außerdem: Wenn nun angeblich mit dieser "ewigen Strafe" die "ewige Nichtexistenz" gemeint sein soll, warum wird es dann nicht auch deutlich genau so gesagt - wo doch das klare Verständnis dessen, was Gott den Menschen sagt, von so allergrößter Wichtigkeit und Bedeutung sein soll...???


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

Navigator Offline



Beiträge: 247

01.05.2006 19:19
#138 RE: Widersprüche antworten

Fasst euch doch bitte kurz, statt meterlange beitraege zu schreiben, dadurch seit ihr auch nicht mehr im Recht.

vanini Offline



Beiträge: 502

01.05.2006 19:38
#139 RE: Widersprüche antworten

Zitat von Navigator
Fasst euch doch bitte kurz, statt meterlange beitraege zu schreiben, dadurch seit ihr auch nicht mehr im Recht.

Es zwingt dich niemand, dich an dieser Diskussion zu beteiligen. Ab einem gewissen inhaltlichen Level bringen es eben keine gedankenlosen und hingeschluderten Dreizeiler mehr - von "im-Recht-Sein" (*lach*) mal ganz zu schweigen...


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

emanuel ( Gast )
Beiträge:

01.05.2006 20:50
#140 RE: Widersprüche antworten

genau, und von meterlang kann keine rede sein.
sie sind schmalspurig und anschmiegsam

und ein

vanini Offline



Beiträge: 502

01.05.2006 21:20
#141 RE: Widersprüche antworten

Zitat von emanuel
genau, und von meterlang kann keine rede sein.
sie sind schmalspurig und anschmiegsam

Immerhin wird klar, was gemeint ist und was gesagt werden soll, worin nichts weniger als der Hauptzweck von Sprache schlechthin besteht - eine Kategorie allerdings, welche dich überhaupt nicht mehr zu interessieren scheint...

Du könntest deine Beiträge ja fortan in Keilschrift schreiben, da würden sie gewiss noch geheimnisvoller und tiefsinniger wirken - worauf es dir ja offensichtlich am meisten ankommt, nicht wahr?


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emanuel ( Gast )
Beiträge:

02.05.2006 03:14
#142 RE: Widersprüche antworten

hm, hm hm. na gut, du hast gewonnen!

spielen wir ein neues spiel?

und einsatz! äh, und ein

vanini Offline



Beiträge: 502

02.05.2006 12:46
#143 RE: Widersprüche antworten

Zitat von emanuel
hm, hm hm. na gut, du hast gewonnen!
spielen wir ein neues spiel?
und einsatz! äh, und ein

Ach so, du willst spielen...
Du lieber Himmel - was für eine gigantische Ansammlung von überhitzter Luft!


Sage mir, was du glaubst, und ich sage dir, wer du bist.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

04.05.2006 09:37
#144 RE: Widersprüche antworten
Guten morgen, vanini!

Sorry, das es was länger dauerte, hab momentan viel um die ohren!

In Antwort auf:
Denn immer sehe ich dich mit den Ungereimtheiten und intellektuellen und ethischen Unsäglichkeiten sowohl der Bibel selbst und ihrer Botschaften als auch den verschiedenen christlichen Lehren herumschlagen, indem du Letztere als Resultat des Abweichens von der Botschaft der Bibel bezeichnest, wohingegen du den Absurditäten dieser wiederum mit Sprachwissenschaft spekulativer Exegese und letztlich Auslegung im Sinne christlicher Lehren begegnen willst.

Das muss doch aber der Weg sein vanini, und auch wenn es nicht der richtige sein sollte, so ist dieser dem Weg des Dogmatismus vorzuziehen. Das Arbeiten mit den Schriften, ich meine das Herausstellen der grundsätzlichkeiten ist eine der Hauptdisziplinen beim Umgang mit der Bibel. Ich kann mich nicht an Formulierungen aufhalten, die zu damaliger Zeit gebräuchlich waren; nun aber in Teilen oder insgesamt einen anderen Sinn vermitteln. Sprachwissenschaft ist nicht mein Metier, das einzige was mir hilft ist eine bedingungslose textkritik und genaues Lesen. Dass meine Erkenntnisse spekulativ sind; das heißt, ich nicht sagen kann, ob mein Verständnis der Wahrheit entspricht, liegt in der Natur der Sache. Dabei sollte uns das nicht verwundern, da wir alle tagtäglich mit Spekulationen hantieren allen voran wohl den Wetterbericht. Trotzdem sind uns solche Spekulationen eine Orientierungshilfe für den Alltag.

Desweiteren wage ich zu bezweifeln, dass wir beide Gleiches meinen, wenn wir von christlichen Lehren reden.

In Antwort auf:
Nun, dieses Papier ist bekannt, es ist das, worauf die Bibel gedruckt ist. Und dass die Rache des Herrn an Furchtbarlichkeit alles menschliche Vorstellungsvermögen so weit übertreffen soll wie Gott selbst, ist darin von vorn bis hinten auf das Ausführlichste dargelegt.


Nun dann müsste Gott ein mensch sein, wenn wir unser Verhalten 1:1 auf ihn übertragen könnten. Zunächst lese ich aus der Bibel, dass Gott aller Ungerechtigkeit ein Ende bereiten wird. Mehr nicht! Wie er dabei im Einzelenen vorgeht, und ob unser Verständnis solcher durchaus einschlägigen texte das richtige ist, will ich nicht behaupten müssen. Wollte ich dieses, so verstellte ich mir selbst den Weg zur fortlaufenden Erkenntnis.

In Antwort auf:
Egoismus ist eigentlich eher eine natürliche als eine moralische Kategorie, da die Sorge um das eigene Wohlergehen wohl mit Fug und Recht dem menschlichen Wesen als untrennbar zugehörig bezeichnet werden kann.

Vanini, ich fürchte wir müssen einen eigenen Thread eröffnen, in welchem wir uns über die Begrifflichkeiten einigen. Die Sorge um das eigene Wohlergehen würde ich jedenfalls niemals als Egoismus bezeichnen. Das erschließt sich für mich allein schon durch die tatsache dass ein mensch als zoon politicon, der um sein Wohl besorgt ist, gerade auch auf das Wohl der Gemeinschaft achtet. Egoismus heißt ja nichts anderes als das eigene Ego ins Zentrum des Bewusstseins zu setzen, und dieses so lange zu pflegen, bis man sich mit der daraus folgenden isolation aus der Gesellschaft nicht nur abgefunden hat, sondern diese auch wünscht. Eine solchen Egoismus kann ich in der Bibel nicht ausfindig machen.

Egoismus also, der des eigenen Wohlergehens willen Fürsorge für die gemeinschaft aufbringt, ist ein - wie du es schon sagst - natürlicher Wesenszug des menschen, auf dem sich wohl eine Moral gründen lässt.

In Antwort auf:
Und die Realität menschlicher Handlungen in Vergangenheit und Gegenwart, die keinerlei Unterschiede zwischen "gläubig", "ungläubig" oder "falschgläubig" erkennen lassen, belegt diese Feststellung auf's Deutlichste und Traurigste!

Das wundert mich nicht: War es doch beim Tod verboten, über die Bibel sprechen, nachzusinnen, geschweige denn in ihr zu lesen, und so zu einer anderen Erkenntnis als die Kirche zu gelangen. Heute interessiert es keinen mehr! Früher war das Lesen verboten, heute will es keiner mehr.


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Nun, die besagten "Gebote der Nächsten- und Feindesliebe" stehen, worauf ich ja bereits ausführlich hingewiesen habe, eben nicht isoliert in der Bibel, sondern in ganz bestimmten Kontexten - welche jene es eben auch sind, die nicht nur den allergrößten exegetischen Spielraum für die gegensätzlichsten "Schlussfolgerungen" bieten, sondern auch, wie gerade beschrieben, nicht einmal auf eine eigenständige Moral gegründet sind.

Dass Paulus zu den Aufsehern, und Dienstamtgehilfen sprach, macht auf mehrere punkte aufmerksam: Offensichtlich waren selbst ernannte Aufseher nicht automatisch nächsten- und feindliebend, was bedeutet, dass dies Anstrengung erforderte. Zudem muss es doch klar sein, dass die Aufseher gerade unter sich diese liebe zeigen sollten, damit sie auch mit fug zu den anderen über die nächstenliebe reden konnten. Welchen Wert hätte wohl eine solche Ansprache, wenn der redner selbst nicht dahinter stünde?
Wie hätte ein friedsamer geist in die Versammlungen gebracht werden können, wenn nicht mal die Aufseher - Menschen, die die Führung übernahmen und das vetrauen hatten - diesen Geist vertraten?
Der Rat des Paulus galt also sicher nicht nur den Aufsehern; diese sollten ihn durch ihr Vorbild an die Gemeinde weitergeben.

In Antwort auf:
Und dass das Zugänglichmachen der Bibel für alle Gläubigen irgend etwas an dem Übel geändert hätte, das den auf die Bibel gegründeten Glaubensvorstellungen untrennbar anhängt, kann ja doch wohl niemand ernsthaft behaupten!

Das kann man sehr wohl behaupten. Denn die Überzeugung dass das Übel der bibel untrennbar anhängt ist gerade ein altes Relikt klerikaler Verklärung! Glaubst du ernsthaft, dass die menschen so dämlich gewesen wären und mit eigener Erkenntnis der Schriften über Dogmen wie Trinität,Hölle etc. den kirchen noch weiter nachgeeiert wären? Warum hat denn die Kirche so Panik davor gehabt, dass sie die Bibel für sich vorbehielt? Das hätte sie wohl kaum machen müssen, wenn sie von den kanzeln die Wahrheit gelehrt hätte. Wie ist es heute? Soll doch heute ein bischof oder meinetwegen auch der papst zum heiligen krieg aufrufen: Wer würde da mitgehen?

In Antwort auf:
Und wenn ich sehe, welche unglaublichen Klimmzüge man machen muss, um die Absurditäten und Abartigkeiten der biblischen Schriften halbwegs zu kaschieren - wohingegen es praktisch gar nichts bedarf, darauf die schlimmsten intellektuellen und ethischen Übel zu gründen und sie als "göttlich legitimiert" auszugeben, dann kann man sich einer gewissen Sypmathie für den Gedanken, diese Schriften nicht jedermann zugänglich zu machen, durchaus nicht entziehen...
Die kirchen haben ganze Arbeit geleistet - das muss man sagen! Nun gut sie hatten auch mehrere Jahrhunderte Zeit. Gerade das macht die Sache heute ja so schwierig. Wie oft höre ich heute noch in Diskussionen: "Aber die Kirche sagt ...."
Es interessiert einen Dreck, was die kirche sagt: Denn erst durch ihren Jahrhunderte währenden Pfusch kamen derart desaströse Perversionen in die bibel - wie die Internetseite "kreuz.net" allerliebst verdeutlicht! Klimmzüge sind also nicht nötig, wenn man es fertig bringt, den kirchlichen Schmarrn hintersich zu lassen.
Dass das wahrlich ein problem ist, merke ich an Diskussionen mit "Gläubigen" wie mit Atheisten sehr häufig. Zwischen durch dieses: Die Kirche sagt, in der Bibel steht hat so viel bedeutung wie ein gekippter Sack Reis in China.

In Antwort auf:
Und dass erst lange Zeit später von der Gemeinschaft der Gläubigen, also der Kirche entschieden wurde, welche der kursierenden Schriften zum unfehlbaren Wort Gottes erklärt werden sollen.
Klar, bis zur Mitte des 2. Jhdts. sind schon einige Jahre verstrichen, jedoch war und daruf kam es mir an, der kanon schon festgelegt beovor die Kirche an irgendwelche konzile dazu dachte. Welche Bedeutung hätte es wenn die kirche unter einem feststehenden Kanon ihre unterschrift tätig? Mit der Zusammenstellung hatte sie dadurch nichts zu tun.


Vollkommen richtig! Und das durch eine Verfremdung der Texte; Nicht aber bei dem Versuch den kanon zu manipulieren.

In Antwort auf:
Und ich hoffe, du erliegst nicht der Versuchung, einem Atheisten mit dem "Argument" zu kommen, dies alles hätte ja der "Heilige Geist" so bewirkt...

vanini, diese Versuchung erschließt sich mir erst gar nicht; wie könnte ich mit etwas argumetieren, was jeder Atheist ablehnt? Ich habe allerdings schon sehr gut mit Atheisten darüber sprechen können... Es kommt wohl immer darauf an, welchen Vertreter man da gerade vor sich hat. Einige sind so fair und hören sich die andere Seite interessiert zu und versuchen das nachzuvollziehen. Sind aber rar gesät

In Antwort auf:
Denn etwas, das nicht wahrgenommen werden kann, kann eigentlich keine "Strafe" sein, weil dann z.B. auch die unendlich lange Zeit der Nichtexistenz vor unserer Geburt eine "unendlich lange Strafe" gewesen sein müsste...

Muss Strafe denn immer wahrgenommen werden? In Bezug auf die Aussicht auf ewige Existenz, ist ewige Nichtexistenz die Strafe. Sicherlich kann man nur bestraft werden, wenn man etwas flasches getan hat. und da wir Menschen vor unserer Geburt nichts tun können, können wir auch nicht bestraft werden; ich dachte das sei ohnehin logisch...


In Antwort auf:
Und außerdem: Wenn nun angeblich mit dieser "ewigen Strafe" die "ewige Nichtexistenz" gemeint sein soll, warum wird es dann nicht auch deutlich genau so gesagt - wo doch das klare Verständnis dessen, was Gott den Menschen sagt, von so allergrößter Wichtigkeit und Bedeutung sein soll...???
Selbst dann gäbe es noch Menschen, die daran was zu mäkeln hätten, weil sie mäkeln wollen... mir zeigt das ein ums andere mal, dass man sich nicht an Formulierungen aufhalten soll, die ohnehin zeitlich begrenzt sind, was gebrauch und bedeutung angeht, sondern den Sinn im Grundsatz zu erfassen. Mit Wortklaubereien ists wie beim Erbsenzählen: Man wird nicht satt!



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Fenris Offline

Freidenker

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09.05.2006 16:47
#145 RE: Widersprüche antworten

@SnookerRI

Nun SnookerRI eigentlich gehst du einen sehr bequemen Weg mit Deiner Interpretation von Bibel und Religion. Bei Zitaten aus der Bibel, wobei ich mittlerweilen zum Schluss gekommen bin, dass Bibel nicht gleich Bibel ist und man sich vorab über Verlag, Ausgabe und Jahr einigen muss damit man sicher ist, vom Gleichen zu sprechen, weichst Du gerne aus indem Du Dich von den Formulierungen distanzierst, da diese nicht mehr zeitgemäss sind und schlussendlich trotz bedingungsloser Textkritik und genauem Lesen nur zu spekulativen Erkenntnisse kommst. Das die Kirche über Jahrhunderte Auswüchse am Laufmeter produziert hat bin ich mit Dir einig, ebenso, dass die Kirche nicht die Grundwerte des christlichen Glaubens widerspiegelt. Aber man sollte alles Uebel immer an der Wurzel packen d.h. sich mit den Grundstrukturen befassen. Darunter verstehe ich als deren Säulen

Schöpfer
Schöpfung
Gebote
Sünden
Strafe

All die abstrusen Sonderheiten die man dann nachträglich und je nach Gebrauch in die Auslegungen einfliessen liess sind in diesem Zusammenhang noch nicht relevant ausser das sie auf dem gleichen Fundament stehen.

Das Fundament ist aber, meiner Meinung nach, eine von Menschen verfasste Weltanschauung respektive Erklärung deren Anspruch auf Nachvollziehbarkeit bewusst verunmöglicht wird um das Göttliche damit zu unterstreichen.


__________________________________________________
Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertig zu werden.
(Sir Julian Huxley, engl. Biologe, 1887-1975)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

09.05.2006 17:05
#146 RE: Widersprüche antworten

In Antwort auf:
Nun SnookerRI eigentlich gehst du einen sehr bequemen Weg mit Deiner Interpretation von Bibel und Religion. [...]weichst Du gerne aus indem Du Dich von den Formulierungen distanzierst, da diese nicht mehr zeitgemäss sind und schlussendlich trotz bedingungsloser Textkritik und genauem Lesen nur zu spekulativen Erkenntnisse kommst.

so bequem der Weg auch erscheionen mag Fenris, so beschwerlich ist er tatsächlich. Du stimmst mir doch sicher zu, dass es einfacher ist, Dogmen aufzustellen, diese zu manifestieren und fortschreitende Erkenntnis ausser Acht lassend ebensolche über jahre hinweg in seinem Denken und handeln zu kultivieren, als sich von diesem Korsett loszulösen - in den freien Raum zu gehen - und nach den grundsätzen zu forschen.
Dass meine Erkenntnisse spekulativ sind ist dahingehend auch ein gutes zeichen, da mir nichts schlimmeres passieren kann, als dass ich meine persönlichen Erfahrungen als das Allseligmachende - die Offenbarung alles Seienden - deklariere und mich dadurch selbst ins Abseits des Strebens nach Erkenntnis und Wahrheit bringe.

Erkenntnissucht bedeutet dies, und dazu gehört nunmal die zuweilen bittere Pille des Zweifels.


In Antwort auf:
Darunter verstehe ich als deren Säulen

Schöpfer
Schöpfung
Gebote
Sünden
Strafe


Einverstanden, konzentrieren wir uns auf dieses Fundament!


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beautyxxl Offline



Beiträge: 202

10.05.2006 08:39
#147 RE: Widersprüche antworten

Darunter verstehe ich als EINE SÄULE die Sexualität - religiös zusammengefasst nach - patriarchaische Zucht und Ordnung

Schöpfer
Schöpfung
Gebote
Sünden
Strafe

--------------------------------------------------------------------------------
Einverstanden, konzentrieren wir uns auf dieses Fundament! ?

worüber sollte man da Philosophieren können ?????
da es die Erkenntnis des Bewußtseins ohne Kultur von Vorn herein Ablehnt


SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

10.05.2006 09:48
#148 RE: Widersprüche antworten

In Antwort auf:
EINE SÄULE die Sexualität - religiös zusammengefasst nach - patriarchaische Zucht und Ordnung

Was kannst du uns damit sagen wollen?

In Antwort auf:
worüber sollte man da Philosophieren können ?????
da es die Erkenntnis des Bewußtseins ohne Kultur von Vorn herein Ablehnt


Nun zum beispile darüber, ob deine Einlassung den tatsachen entsprechen kann!



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beautyxxl Offline



Beiträge: 202

10.05.2006 10:07
#149 RE: Widersprüche antworten

Einlassung den tatsachen entsprechen kann

nun du hast das sehr gut herausgearbeitet so wird ersichtlich das dieses Fundament auch die Hausordnung einer Z.B Schweinezuchtanlage oder Hühnerfarm sein könnte auch wenn die Begriffbestimmungen und Wertebezeichnung nicht ganz Geheuer ist.

Aber du hast es als Fundament bezeichnet und Säulenartig untereinander definiert.
Daher stellst du es in einen abgegrenzten Statischen Raum. und das Ohne jeglichen Bezug zum Umfeld.

Das Heißt logisch die Wirkung Kausal verknüpft sich nach unten. ???

wolltest du uns das so sagen ???

1.Bedingung =Schöpfer daraus folgt die Schöpfung ihre Gebote eventuelle Sünden die Ge-Schöpfe begehen die deren
Strafe begründen ?

ich hab keine Ahnung ob du das so sagen wolltest? ich hab es nur so gelesen!

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 5.475

10.05.2006 10:41
#150 RE: Widersprüche antworten

In Antwort auf:
ich hab keine Ahnung ob du das so sagen wolltest? ich hab es nur so gelesen!

Vor allem aber bist du nicht mit der Gebotenen Gelassenheit in die Diskussion zwischen fenris und mir eingestiegen; es wäre dir sonst sicher aufgefallen, dass ich das Fundament in Säulenform von Fenris aufgegriffen habe und von ihm eine weiterführende Stellungnahme erwartete. Nichts weiter. Evtl. Verständnisschwierigkeiten wirst du somit mit ihm besprechen müssen.

In Antwort auf:
Das Heißt logisch die Wirkung Kausal verknüpft sich nach unten. ???
Solche Satzkonstruktionen übersteigen meine intellekt bei Weitem. Darauf kann und möchte ich nichts erwidern.


Im Übrigen möchte ich mich hier nicht mit solchen kleinigkeiten echauffieren. Ich weiß nicht ob du mich nur provozieren wolltest, ich hab es nur so gelesen!


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